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July 26, 2006

Gesundheitswesen: Immer mehr Gemeinschaftspraxen in Niedersachsen

Gesundheitswesen: Immer mehr Gemeinschaftspraxen in Niedersachsen

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Artikelstatus: Fertig 16:56, 26. Jul. 2006 (CEST)
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Hannover (Deutschland), 26.07.2006 – Die Gemeinschaftspraxis als Kooperationsform von Ärzten setzt sich in Niedersachsen immer mehr durch. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen am 25. Juli bekannt gab, sind in Niedersachsen inzwischen 40,7 Prozent (4.300) der zugelassenen Ärzte in Gemeinschaftspraxen organisiert (Stichtag: 31. Dezember 2005). Gegenüber dem Vorjahr hat sich somit der Anteil von Gemeinschaftspraxen um zwölf Prozent erhöht.

„Die Reformen im Gesundheitswesen sowie der steigende Kostendruck machten die Zusammenarbeit vielfach zur betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit“, so Eberhard Gramsch, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

Die Kostenersparnis ergibt sich vor allem aus folgenden Faktoren: gemeinsame Nutzung von Praxisräumen, der medizinischen Apparate und des angestellten medizinischen und nicht-medizinischen Personals. Synergieeffekte ergeben sich aus der Möglichkeit der gemeinsamen Behandlung von Patienten: Von den 2.000 Gemeinschaftspraxen arbeiten in Niedersachsen 300 fachübergreifend. Hinzu kommen Erleichterungen bei der gegenseitigen Vertretung der Ärzte und beim fachlichen Austausch. Auf Patientenseite liegen die Vorteile in der Ersparnis von Doppeluntersuchungen bei fachübergreifender Behandlung.

Gemeinschaftspraxen bedürfen der Genehmigung durch den Zulassungsausschuss bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die Patienten einer Gemeinschaftspraxis bleiben in ihrer Arztwahl frei, die in der Praxis zusammengeschlossenen Ärzte müssen getrennt abrechnen. Auch nach dem am 1. April 2005 eingeführten „Einheitlichen Bewertungsmaßstab für ärztliche Leistungen“ (EBM2000plus), der Abrechnungsfibel der Ärzte, werden Gemeinschaftspraxen begünstigt.

Quellen

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February 12, 2006

Österreichische Gesundheitskarte verstieß gegen GNU General Public License

Österreichische Gesundheitskarte verstieß gegen GNU General Public License

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Artikelstatus: Fertig 12.02.2006 18:58
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Das GNU-Logo

Wien (Österreich) / Berlin (Deutschland), 12.02.2006 – Der Betreiber der österreichischen Gesundheitskarte, die SV-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H., einigte sich mit „gpl-violations.org“, den Quelltext der Software der so genannten GINA-Boxen, die die Anbindung der österreichischen Arztpraxen an des Informationsnetz der Gesundheitskarte übernehmen, zu veröffentlichen.

GINA-Systeme basieren unter Anderem auf dem Betriebssystem Linux und anderer Software, die unter der GNU General Public License (GPL) lizenziert ist. Diese Lizenz fordert, dass der Quelltext darauf basierender Software wiederum unter der GPL veröffentlicht werden muss. Dieser Forderung entsprach der Betreiber bisher nicht, nun kann innerhalb von drei Jahren nach Erhalt des Systems der Quelltext schriftlich angefordert oder unter chipkarte.at heruntergeladen werden.

Der Initiator von gpl-violations.org, Harald Welte, betonte: „Es ist absolut nicht falsch, unter GPL lizenzierte Software in kommerziellen Produkten einzusetzen, solange die Bedingungen wie Weitergabe des Lizenztextes und des zugehörigen Quellcodes eingehalten werden.“

gpl-violations.org hat sich in den letzten zwei Jahren für die Durchsetzung der GPL eingesetzt. Daraus resultierten in zahlreichen Fällen außergerichtliche Einigungen und 2004 die erste Gerichtsentscheidung, in der die GPL in Deutschland für gültig befunden wurde.

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Quellen

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January 28, 2005

Deutlich weniger Arztbesuche 2004

Deutlich weniger Arztbesuche 2004 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Deutlich weniger Arztbesuche 2004

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Berlin (Deutschland), 28.01.2005 – Im Zuge der Gesundheitsreform wurde zum 1. Januar 2004 die Praxisgebühr eingeführt. Jeweils beim ersten Hausarztbesuch im Quartal muss der Patient zehn Euro Praxisgebühr bezahlen, bei einem Facharztbesuch ohne Überweisung werden ebenfalls zehn Euro fällig, analog dazu werden fast nur noch verschreibungspflichtige Arzneimittel von der Krankenkasse übernommen.

Nach dem ersten Jahr mit der Praxisgebühr hat das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Zuge einer Erhebung festgestellt, dass im Gesamtjahr 2004 im Vergleich zum Gesamtjahr 2003 insgesamt 2,9 Prozent weniger Arztbesuche stattgefunden haben. Das wird primär dadurch erklärt, dass Patienten chronischer Krankheiten weiterhin regelmäßig zum Arzt gingen.

Von der Praxisgebühr sind Personen unter 18 Jahren ausgenommen. Bei Vorsorgeuntersuchungen muss ebenfalls nicht bezahlt werden.

Quellen

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