WikiNews de

November 15, 2006

Deutsche Bahn: Hopperticket kostet bald sechs Euro

Deutsche Bahn: Hopperticket kostet bald sechs Euro

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:09, 15. Nov. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Erfurt (Deutschland), 15.11.2006 – Die Deutsche Bahn will ihre Preise zum 1. Januar 2007 im Fernverkehr um 5,6 Prozent und im Nahverkehr um 3,9 Prozent erhöhen. Ein Grund dafür ist die kommende Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent.

Davon sind auch die Sondertickets in Thüringen betroffen. So wird das Thüringenticket von 24 auf 26 Euro verteuert. Der Preis des Schönen-Wochenende-Tickets, das in Gesamtdeutschland gültig ist, verteuert sich um zehn Prozent und wird um drei Euro auf 33 Euro angehoben. Die relativ höchste Preissteigerung macht aber das Thüringer und Sachsen-Anhalter Hopperticket mit. Es wird von 4,50 Euro um 33 Prozent auf 6 Euro verteuert. Markant hierbei ist, dass in diesem Fall nicht die Mehrwertsteuererhöhung mit hineinspielt, da das Ticket nur auf Strecken bis 50 Kilometern gilt und hier weiterhin ein Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gilt.

Unterdessen wurde aus Nordrhein-Westfalen gemeldet, dass Verkehrsminister Oliver Wittke gegen die Gebührenerhöhung sei und er die Länder auffordere, diese abzulehnen. Er „[…] habe kein Verständnis dafür, dass die Bahn eine Woche, nachdem sie eine deutlich erhöhte Gewinnerwartung verkündet hat, eine massive Preiserhöhung ankündigt“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Deutsche Bahn

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 22, 2004

Laurenz Meyer zurückgetreten – Nachfolger schon gefunden

Laurenz Meyer zurückgetreten – Nachfolger schon gefunden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 22.12.2004 – Der Generalsekretär der CDU, Laurenz Meyer sagte in der Berliner CDU-Parteizentrale, er habe am Morgen Parteichefin Angela Merkel über seine Entscheidung informiert, dass er zurücktreten wolle. Bei seinem Entschluss habe er drei Kriterien angelegt: Was nutze er der Partei, was der Parteivorsitzenden Merkel, und was sei er bereit, persönlich zu tragen. Meyer sicherte der Parteichefin seine weitere Unterstützung zu. Sie könne sich weiter auf ihn verlassen. Wie der Nachrichtensender N24 meldete, soll der bisherige Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Volker Kauder neuer CDU-Generalsekretär werden.

Noch am Montag hatte sich Merkel hinter Meyer gestellt. Sie erinnerte daran, dass Meyer angekündigt habe, alle Fakten auf den Tisch zu legen. „Dafür muss er auch die echte Chance bekommen.“ Meyer hatte in den vergangenen Tagen eingeräumt, in den Jahren 1999 und 2000 insgesamt 127.000 Euro von seinem früheren Arbeitgeber RWE erhalten zu haben. Das Geld sei als Abfindung für den Fall gedacht gewesen, falls er im Jahr 2000 Minister in Nordrhein-Westfalen geworden wäre. Zuvor waren bereits andere RWE-Zuwendungen bekannt geworden – verbilligter Strom und Gas sowie knapp 60.000 Euro, die er noch als Generalsekretär erhalten hatte.

Zuletzt war der innerparteiliche Druck auf Meyer vor allem aus den Landesverbänden in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein stark gestiegen. Dort sind im Februar und Mai des kommenden Jahres Landtagswahlen.

Der stellvertretende CDU-Landeschef in Nordrhein-Westfalen, Oliver Wittke, bezeichnete Meyer als „große Belastung für unseren Wahlkampf“. Der nordrhein-westfälische Europa-Abgeordnete Armin Laschet der „Bild-Zeitung“, Vor fünf Jahren habe die CDU in Nordrhein-Westfalen die Wahl wegen der Spendenaffäre um den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl verloren. Jetzt würden schon wieder Parteimitglieder auf der Straße „als Abzocker“ beschimpft.

Auch in der schleswig-holsteinischen Union gab es Unmut über den Generalsekretär. Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende, Rasmus Vöge, forderte, Meyer solle „zum Wohl unserer Partei sein Amt zur Verfügung stellen“. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Elke Wülfing sagte, es sei kaum möglich, CDU-Positionen im Wahlkampf zu vertreten, „weil die Leute nur von Meyers Verfehlungen reden“. Zuletzt hatte auch der Druck auf Parteichefin Angela Merkel zugenommen, die sich noch zu Beginn der Woche schützend hinter Meyer gestellt hatte.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.