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August 4, 2011

Berlin: Kabinett beschließt die Freigabe des Linien-Bus-Fernverkehrs

Berlin: Kabinett beschließt die Freigabe des Linien-Bus-Fernverkehrs

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Veröffentlicht: 14:36, 4. Aug. 2011 (CEST)
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Peter Ramsauer (2011)

Berlin (Deutschland), 04.08.2011 – Am Mittwoch, dem 3. August 2011, hat die Bundesregierung die Änderung des Personenbeförderungsgesetzes beschlossen. Vermutlich ab Anfang des Jahres 2012 wird der Einsatz von Bussen im Linienfernverkehr in Deutschland möglich sein. Die Deutsche Bahn und die Fluglinien erhalten eine neue Konkurrenz. In der Regierung hofft man, Autofahrer zum Umsteigen in den Bus bewegen zu können und so den Individualverkehr zu reduzieren.

Andere Länder haben schon lange ein Netz von Fernbuslinien. In Deutschland ist der Einsatz von Linienbussen auf Strecken über 50 Kilometer genehmigungspflichtig. Die Lizenzen wurden nur vergeben, wenn es auf der gleichen Strecke kein attraktives Angebot der Deutschen Bahn gab. In Zukunft ist lediglich der Nachweis der fachlichen Eignung für eine Erlaubnis erforderlich.

Michael Svedek, Manager der Deutschen Touring, ist über die Ankündigung erfreut. Die Firma betreibt bisher zwei Buslinien in Deutschland und will baldmöglichst zehn weitere anbieten. Svedek kündigte an, für die Strecke Frankfurt nach Köln und Dortmund 9 Euro Fahrpreis zu verlangen.

Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) sieht den Busverkehr als Ergänzung zur Bahn und befürchtet keine große Abwanderung von Fahrgästen zu den Buslinien: „Ich setze darauf, dass vor allem Autofahrer auf die Fernbusse umsteigen, und so die Autobahnen entlasten. Anstatt jeweils zu zweit mit 25 Autos von Berlin nach Köln zu fahren, reicht für 50 Personen ein einziger Bus.“

Von der Allianz pro Schiene kommt Kritik an dem Beschluss. Geschäftsführer Dirk Flege gab zu bedenken, dass eine Studie des Verkehrsministeriums ergeben habe, dass 60 Prozent der Bahnkunden auf den Bus umsteigen würden. Zudem beklagt er eine Wettbewerbsverzerrung: „Die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sehen vor, den Fernbus von der Maut zu befreien und künstlich billig zu halten, während jeder Zug selbstverständlich Schienenmaut bezahlen muss.“

Richard Eberhardt, Präsident des Internationalen Bustouristik-Verbandes, geht davon aus, dass neue Kundenkreise gewonnen werden können. Die Firmen stünden nach der Entscheidung in den Startlöchern. Verkehrsminister Ramsauer rechnet damit, dass der Buslinienverkehr erst im Jahr 2016 richtig in Schwung gekommen sein wird.

Der bekannteste Betreiber von Buslinien ist die Firma Greyhound Lines; das Logo des springenden Windhundes kennt fast jeder. Sie bedient den nordamerikanischen Markt und fährt dort 3.100 Ziele an; jährlich werden 22 Millionen Fahrgäste befördert.

Schienen- und Busverkehr

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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April 19, 2010

Auch ohne Aschewolke: Eurostar meldet Umsatzsteigerung

Auch ohne Aschewolke: Eurostar meldet Umsatzsteigerung

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Veröffentlicht: 22:13, 19. Apr. 2010 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich) / Paris (Frankreich), 19.04.2010 – Schon von der Aschewolke war der Eurostar-Zug offenbar beliebt: Das britisch-belgisch-französische Betreiberunternehmen meldete für das erste Quartal 2010 eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf aktuell 204 Millionen Euro. Vor allem bei Touristen erfreut sich der Schnellzug steigender Beliebtheit: So nutzten im ersten Quartal 2010 zwei Millionen Menschen aus Freizeitgründen den Zug von Frankreich nach Großbritannien.

Seitdem in Europa große Teile des Flugverkehrs aufgrund des Vulkanausbruchs auf Island eingestellt ist, kommt auf den Eurostar eine erhöhte Nachfrage zu. So wurden bereits vergangene Woche Donnerstag, den 15. April 10.000 zusätzliche Buchungen registriert. Am Freitagabend fiel dann die Entscheidung der Gesellschaft, zusätzliche Züge einzusetzen. Tatsächlich bietet die französische Staatsbahn SNCF in dieser Woche 80.000 zusätzliche Plätze in den Zügen an. Eine einfache Fahrkarte kostet 96 Euro, Last-Minute-Tickets kosten ansonsten bis zu 245 Euro. Gemäß einem Bericht der Badischen Zeitung haben aber auch zehn zusätzliche Züge nicht ausgereicht, um den Ansturm zu bewältigen. So seien die Warteschlangen in den Stationen London St. Pancras und Paris Gare du Nord länger statt kürzer geworden.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

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November 15, 2006

Deutsche Bahn: Hopperticket kostet bald sechs Euro

Deutsche Bahn: Hopperticket kostet bald sechs Euro

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Artikelstatus: Fertig 19:09, 15. Nov. 2006 (CET)
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Erfurt (Deutschland), 15.11.2006 – Die Deutsche Bahn will ihre Preise zum 1. Januar 2007 im Fernverkehr um 5,6 Prozent und im Nahverkehr um 3,9 Prozent erhöhen. Ein Grund dafür ist die kommende Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent.

Davon sind auch die Sondertickets in Thüringen betroffen. So wird das Thüringenticket von 24 auf 26 Euro verteuert. Der Preis des Schönen-Wochenende-Tickets, das in Gesamtdeutschland gültig ist, verteuert sich um zehn Prozent und wird um drei Euro auf 33 Euro angehoben. Die relativ höchste Preissteigerung macht aber das Thüringer und Sachsen-Anhalter Hopperticket mit. Es wird von 4,50 Euro um 33 Prozent auf 6 Euro verteuert. Markant hierbei ist, dass in diesem Fall nicht die Mehrwertsteuererhöhung mit hineinspielt, da das Ticket nur auf Strecken bis 50 Kilometern gilt und hier weiterhin ein Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gilt.

Unterdessen wurde aus Nordrhein-Westfalen gemeldet, dass Verkehrsminister Oliver Wittke gegen die Gebührenerhöhung sei und er die Länder auffordere, diese abzulehnen. Er „[…] habe kein Verständnis dafür, dass die Bahn eine Woche, nachdem sie eine deutlich erhöhte Gewinnerwartung verkündet hat, eine massive Preiserhöhung ankündigt“.

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Quellen

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