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September 1, 2008

Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro an Commerzbank verkauft

Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro an Commerzbank verkauft

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Veröffentlicht: 23:23, 1. Sep. 2008 (CEST)
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München (Deutschland), 01.09.2008 – Die größte Bankenfusion in der deutschen Geschichte wurde am gestrigen Sonntag von der deutschen Allianzgruppe auf den Weg gebracht. Die Dresdner Bank, die der Allianz gehört, geht für 9,8 Milliarden Euro an die Commerzbank. Die Allianz bürgt jedoch weiterhin mit einer Milliarde Euro für mögliche weitere Verluste der Dresdner Bank im Zuge der internationalen Finanzkrise. Der traditionsreiche Markenname „Dresdner Bank“ wird mit der Übernahme durch die Commerzbank wahrscheinlich vom deutschen Finanzmarkt verschwinden. Das neue Gebilde kann auf ein Netz von 1200 Filialen und zwölf Millionen Kunden verweisen und wird damit die größte Bank für Privatkunden nach der Postbank in Deutschland sein.

In einer Pressemitteilung der Allianzgruppe wird die neue Bank sich in den Geschäftsfeldern „Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank, Mittel- und Osteuropa, Corporates & Markets (einschließlich öffentlicher Finanzierung) sowie Commercial Real Estate“ betätigen. Der Aufsichtsrat der Allianz stimmte dem Verkauf am gestrigen Sonntag zu. Die Allianz geht dabei von „Ertrags- als auch Kostensynergien“ in Höhe von fünf Milliarden Euro aus. Zu den Synergieeffekten muss wohl auch der angekündigte Abbau von insgesamt 9000 Stellen (davon 2.500 im Ausland) gezählt werden. Der geplante massive Arbeitsplatzabbau in den Bereichen Abwicklungs-, Steuerungs- und Produktionseinheiten sowie im Investmentbanking ist wohl auch der Grund für das Nein der Belegschaftsvertreter im Aufsichtsrat der Allianz zu den Verkaufsplänen. Wie verlautete, soll jedoch insbesondere das Filialnetz weitgehend erhalten bleiben, so Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz: „Wir wollen vor allem dort Einsparungen vermeiden, wo wir mit unseren Kunden in Kontakt sind.“ Die Schließung von Filialen ist jedoch dennoch dort zu erwarten, wo die Filialen der „grünen“ und der „gelben“ Bank bisher nur wenige Meter auseinander lagen. Auch die Zukunft der Filialen der Dresdner Bank-Tochter „Dresdner Direct 24“ ist noch nicht abschließend geklärt. Sprecher der Commerzbank erklärten heute außerdem, man wolle bis Ende 2011 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Mit dem Verkauf entledigt sich die Allianz als Besitzerin der Dresdner Bank jährlicher Verluste der Dresdner Bank in Höhe von 742 Millionen Euro. Nach der Finanzkrise in den USA war auch die Dresdner Bank nicht von Abschreibungen in Milliardenhöhe verschont geblieben. Insgesamt musste die Bank seit dem Beginn der internationalen Finanzkrise bisher drei Milliarden Euro abschreiben.

Die Begeisterung von Analysten über den Bankendeal hält sich indes in Grenzen. Mit einem Kaufpreis von fast 10 Milliarden Euro erscheint ihnen der Wert der Dresdner Bank überbewertet, überdies seien Gewinne aus dem Zusammenschluss erst ab dem Jahr 2011 zu erwarten. Der Aktie der Commerzbank wird mittelfristig jedoch ein gute Perspektive als Wertanlage bescheinigt. Heute wurden Aktien der Commerzbank jedoch in hohem Maße verkauft, der Kurs sank zeitweilig um zehn Prozent.

Die Übernahme der Dresdner Bank soll sich in zwei Schritten vollziehen und wird erst Ende 2009 abgeschlossen sein. Die Allianz wird mit einem Anteil von 30 Prozent der Aktien größter Aktionär der neuen Bank werden. Aufsichts- und kartellrechtliche Genehmigungen für die Übernahme stehen noch aus.

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February 12, 2007

Deutsche Banken profitierten 2006 von günstiger Konjunktur

Deutsche Banken profitierten 2006 von günstiger Konjunktur

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Artikelstatus: Fertig 14:48, 12. Feb 2007 (CET)
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Die Konzernzentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland), 12.02.2007 – Nach eigenen Angaben haben die deutschen Banken im vergangenen Jahr von der günstigeren Konjunktur profitiert.

Ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung ist die Commerzbank, die ihren Gewinn 2006 voraussichtlich deutlich gesteigert hat. So gingen Analysten gegenüber einer Nachrichtenagentur davon aus, dass der Gewinn sich um 40 Prozent auf nun 1,627 Milliarden Euro erhöht habe. Die offiziellen Zahlen sollen jedoch erst am kommenden Mittwoch bekannt gegeben werden.

Für die gute Lage der Branche spricht auch, dass sich der Commerzbank-Chef Peter Müller, der mit seinem Vorsitz beim Bundesverband der deutschen Banken die gesamte Branche repräsentiert, noch zum Anfang des Jahres wie folgt geäußert hatte: „2006 war gut und 2007 hat sicher das Zeug, noch ein Stückchen besser zu laufen.“

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February 19, 2005

Nürnberger Ingenieurbüro ist am Bau des höchsten Gebäudes in Europa beteiligt

Nürnberger Ingenieurbüro ist am Bau des höchsten Gebäudes in Europa beteiligt

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Nürnberg (Deutschland) / Moskau (Russland), 19.02.2005 – In Moskau entsteht zur Zeit nur vier Kilometer entfernt vom Kreml das höchste Gebäude Europas, der Federazija (dt. Föderation). Der aus zwei Türmen in Form zweier Spitzsegel bestehende Komplex wird insgesamt 340 Meter hoch und überragt damit um 81 Meter das bisher höchste Gebäude, den 259 Meter hohen Frankfurter Commerzbank-Turm. Inklusive der Spitze wird der Federazija sogar 440 Meter hoch werden. Die Baukosten wurden auf 390 Millionen Euro veranschlagt.

Am 9. Februar 2005 fand nun die Grundsteinlegung statt. In den Wolkenkratzer werden Luxushotels und Büros einziehen, es sind aber auch Appartements und Wohnungen für Privatpersonen vorgesehen. Der höhere der beiden Türme wird 81 Stockwerke bekommen, andere Quellen berichten sogar von 87 Stockwerken. In den obersten zwei Stockwerken befinden sich Restaurants, ein Fitneßclub, ein Schwimmbad und die Aussichtsplattform. Der Besucher durchquert auf dem Weg zum Panorama-Lift ein 20 Meter hohes Aquarium mitten im futuristisch aussehenden Foyer.

Die Gesamtplanung des Wolkenkratzers wurde durch eine große deutsche Architektengemeinschaft aus Hamburg und Berlin abgewickelt. Ebenfalls aus Deutschland, und zwar aus Nürnberg, stammt die Haustechnikplanung der Türme. Ein Ingenieurbüro mit derzeit 336 Mitarbeitern plante die technische Ausrüstung der beiden Türme. Enthalten ist in diesem Auftrag alles, was zu einem Gebäude gehört, vom Aufzug über die Heizung bis hin zur Kommunikationstechnik, Feuerlöscheinrichtungen etc. Der Gesamtwert dieses Auftrages beträgt ca. 2,5 Millionen Euro. Bei einer internationalen Ausschreibung im Jahr 2004 hatte das Nürnberger Ingenieurteam den Auftrag erhalten. Der Niederlassungsleiter des Ingenieurbüros hat bereits jahrzehntelange Erfahrung im russischen Bauwesen. Die Firma betreibt bereits seit 2002 neun Büros in Moskau und ist mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut.

Die Fertigstellung wird für 2007 erwartet. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das Moskauer „Triumph Palace“, ein Wohnhaus mit einer Höhe von 264 Metern, das höchste Gebäude der Stadt bleiben. Die geplante Bauzeit des Federazija von etwa zwei Jahren ist ebenfalls rekordverdächtig. Pro Etage haben die Bauherren nur zwei bis drei Tage Bauzeit einkalkuliert.

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