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February 7, 2008

Sinan Krause seit einem Jahr Geisel im Irak

Sinan Krause seit einem Jahr Geisel im Irak

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Veröffentlicht: 09:09, 7. Feb. 2008 (CET)
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Bagdad (Irak) / Berlin (Deutschland), 07.02.2008 – Seit einem Jahr ist der Deutsche Sinan Krause in der Gewalt von Geiselnehmern im Irak. Der 21-Jährige wurde mit seiner Mutter Hannelore Krause am 6. Februar 2007 aus ihrem Wohnhaus in Bagdad verschleppt. Die Entführer nennen sich „Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit“. Die mit einem Iraker verheiratete Hannelore Krause wurde am 10. Juli 2007 nach 155 Tagen Gefangenschaft freigelassen. Seitdem fehlt von ihrem Sohn Sinan Krause jede Spur.

In drei Videos wurde ultimativ der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert und mit der Ermordung der Geisel gedroht. Das ist die bislang längste Entführung eines Deutschen im Irak. Die Archäologin Susanne Osthoff wurde 2005 nach 24 Tagen Geiselhaft freigelassen. Die Leipziger Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke kamen 2006 nach 99 Tagen auf freien Fuß.

Im Irak hat sich in den letzten Jahren eine regelrechte Entführungsindustrie herausgebildet. Das Auswärtige Amt in Berlin warnt eindringlich vor Reisen in das Land. Die Bundesregierung ließ verlauten, dass sie nicht erpressbar sei und hält sich mit Informationen sehr bedeckt. Der Krisenstab arbeite weiter intensiv an der Freilassung der Geisel. Das Schicksal von Sinan Krause bleibt ungewiss.

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October 11, 2007

Deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt in Afghanistan freigelassen

Deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt in Afghanistan freigelassen

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Veröffentlicht: 15:12, 11. Okt. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan) / Berlin (Deutschland), 11.10.2007 – Die deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt ist nach fast drei Monaten Gefangenschaft in Afghanistan freigelassen worden. Das teilte am Mittwochnachmittag das Auswärtige Amt in Berlin mit. „Seit heute ist der in Afghanistan entführte Deutsche Rudolf Blechschmidt wieder in Freiheit. Darüber sind wir froh und erleichtert“, erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Der deutsche Botschafter hatte mit dem Freigelassenen telefoniert. Der Ingenieur sei müde, aber wohlauf. Er war gestern Abend in der deutschen Botschaft in Kabul eingetroffen.

Auch die vier mit ihm verschleppten afghanischen Geiseln sind nicht mehr in der Hand der Geiselnehmer. Im Gegenzug wurden sechs Kämpfer der Taliban aus dem Gefängnis entlassen. Die Umstände der Freilassung sind unklar. Von einer möglichen Zahlung von Lösegeld wurde nichts bekannt. Vorausgegangen waren zähe und langwierige Verhandlungen. Rudolf Blechschmidt befindet sich seit Donnerstagmorgen auf dem Rückflug nach Deutschland. Er wird heute Nachmittag am Flughafen in Frankfurt am Main erwartet.

Lage der Provinz Wardak in Afghanistan

Der 62-Jährige wurde am 18. Juli 2007 zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Diedrich in der Provinz Wardak verschleppt. Dieser erlitt in der Geiselhaft einen Schwächeanfall und wurde von den Entführern erschossen. Am 26. September 2007 war eine Freilassung durch vier Mitarbeiter des Roten Kreuzes gescheitert.

Zugleich erinnerte Frank-Walter Steinmeier an das Schicksal des Deutschen Sinan Krause, der sich immer noch in den Händen seiner Entführer im Irak befindet. Er wurde mit seiner Mutter Hannelore Krause am 6. Februar 2007 in Bagdad verschleppt. Sie kam am 10. Juli 2007 auf freien Fuß. Die Entführer verlangten den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Der Krisenstab arbeite mit aller Kraft auch an seiner Freilassung, sagte der Bundesaußenminister in Berlin.

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July 11, 2007

Deutsche Geisel Hannelore Krause ist frei

Deutsche Geisel Hannelore Krause ist frei

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Veröffentlicht: 22:10, 11. Jul. 2007 (CEST)
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Bagdad (Irak), 11.07.2007 – Im Irak ist Hannelore Krause, die sich 155 Tage in der Gewalt von Geiselnehmern befand, wieder auf freiem Fuß. Mit ihr entführt wurde ihr Sohn. Er befindet sich nach wie vor in Gefangenschaft.

Am 6. Februar 2007 wurden beide aus ihrem Haus im Westen von Bagdad entführt. Hannelore Krause lebt dort schon seit vielen Jahren. Sie ist mit einem irakischen Arzt verheiratet. Das letzte Lebenszeichen von ihr kam im April 2007, als sich die Geiselnehmer mit einer Videobotschaft meldeten. Inhalt war die Forderung, die Deutschen sollten ihre Truppen aus Afghanistan zurückziehen.

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May 18, 2007

Deutsche im Irak seit 100 Tagen entführt

Deutsche im Irak seit 100 Tagen entführt

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Artikelstatus: Fertig 07:41, 18. Mai 2007 (CEST)
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Bagdad (Irak), 18.05.2007 – Die zwei im Irak verschleppten Deutschen sind mittlerweile schon seit 100 Tagen in der Gewalt ihrer Geiselnehmer. Die 62-jährige Hannelore Krause und ihr 20 Jahre alter Sohn Sinan wurden am 6. Februar 2007 aus ihrer Wohnung in Bagdad von islamistischen Extremisten entführt. Die bislang unbekannte Gruppe nennt sich selber „Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit“.

In zwei verzweifelten Appellen an die deutsche Regierung flehte die Frau darum, dass die Bundeswehr aus Afghanistan abzieht. Andernfalls würden sie und ihr erwachsener Sohn getötet. Die Ultimaten der Geiselnehmer in den Videobotschaften vom 10. März und 2. April 2007 verstrichen nach 10 Tagen. Auch 100 Tage nach der Entführung ist das Schicksal der beiden Verschleppten nach wie vor ungewiss.

Die Bundesregierung betonte mehrmals, die Forderung der Kidnapper nicht zu erfüllen, weil Deutschland nicht erpressbar sei. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin bemühe sich weiter intensiv um eine Lösung, damit die Geiseln wohlbehalten zu ihrer Familie zurückkehren.

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March 11, 2007

Entführer drohen mit Tötung deutscher Geiseln

Entführer drohen mit Tötung deutscher Geiseln

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Artikelstatus: Fertig 09:39, 11. Mär. 2007 (CET)
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Bagdad (Irak) / Berlin (Deutschland), 11.03.2007 – Die Entführer der beiden im Irak verschleppten Deutschen drohen mit der Ermordung der Geiseln, sollte die Bundeswehr nicht innerhalb von zehn Tagen aus Afghanistan abziehen. Am Samstag war auf einer Islamisten-Internetseite ein Video aufgetaucht, in dem die entführte 61-jährige Hannelore Marianne Krause mit ihrem 20 Jahre alten Sohn zu sehen ist. Unter Tränen bittet die Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel um Hilfe: „Wir sind doch auch Deutsche“, sagte die Geisel. Auszüge des Videos wurden von arabischen Nachrichtensendern ausgestrahlt.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die Videoaufnahmen der beiden deutschen Geiseln als erschütterndes Dokument. Der Krisenstab bemühe sich seit viereinhalb Wochen um die Aufklärung des Falles, sagte Steinmeier nach einer Sitzung des Krisenstabs im Auswärtigen Amt in Berlin. Die Mutter und ihr erwachsener Sohn waren am 6. Februar 2007 von sechs Männern aus ihrer Wohnung in Bagdad verschleppt worden. Die Entführer nennen sich „Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit“. Weitere Einzelheiten werden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben.

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