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October 11, 2007

Deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt in Afghanistan freigelassen

Deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt in Afghanistan freigelassen

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Veröffentlicht: 15:12, 11. Okt. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan) / Berlin (Deutschland), 11.10.2007 – Die deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt ist nach fast drei Monaten Gefangenschaft in Afghanistan freigelassen worden. Das teilte am Mittwochnachmittag das Auswärtige Amt in Berlin mit. „Seit heute ist der in Afghanistan entführte Deutsche Rudolf Blechschmidt wieder in Freiheit. Darüber sind wir froh und erleichtert“, erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Der deutsche Botschafter hatte mit dem Freigelassenen telefoniert. Der Ingenieur sei müde, aber wohlauf. Er war gestern Abend in der deutschen Botschaft in Kabul eingetroffen.

Auch die vier mit ihm verschleppten afghanischen Geiseln sind nicht mehr in der Hand der Geiselnehmer. Im Gegenzug wurden sechs Kämpfer der Taliban aus dem Gefängnis entlassen. Die Umstände der Freilassung sind unklar. Von einer möglichen Zahlung von Lösegeld wurde nichts bekannt. Vorausgegangen waren zähe und langwierige Verhandlungen. Rudolf Blechschmidt befindet sich seit Donnerstagmorgen auf dem Rückflug nach Deutschland. Er wird heute Nachmittag am Flughafen in Frankfurt am Main erwartet.

Lage der Provinz Wardak in Afghanistan

Der 62-Jährige wurde am 18. Juli 2007 zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Diedrich in der Provinz Wardak verschleppt. Dieser erlitt in der Geiselhaft einen Schwächeanfall und wurde von den Entführern erschossen. Am 26. September 2007 war eine Freilassung durch vier Mitarbeiter des Roten Kreuzes gescheitert.

Zugleich erinnerte Frank-Walter Steinmeier an das Schicksal des Deutschen Sinan Krause, der sich immer noch in den Händen seiner Entführer im Irak befindet. Er wurde mit seiner Mutter Hannelore Krause am 6. Februar 2007 in Bagdad verschleppt. Sie kam am 10. Juli 2007 auf freien Fuß. Die Entführer verlangten den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Der Krisenstab arbeite mit aller Kraft auch an seiner Freilassung, sagte der Bundesaußenminister in Berlin.

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September 28, 2007

Deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt freigelassen und wieder verschleppt

Deutsche Geisel Rudolf Blechschmidt freigelassen und wieder verschleppt

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Veröffentlicht: 13:49, 28. Sep. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan), 28.09.2007 – In Afghanistan haben die Taliban der Polizei zufolge gestern zwei ausländische Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) entführt. Sie waren mit zwei einheimischen Fahrern in die Provinz Wardak gefahren, um über die Freilassung der deutschen Geisel Rudolf Blechschmidt zu verhandeln. Die Mitarbeiter hätten den deutschen Bauingenieur abholen sollen, seien aber auf dem Rückweg ohne Geisel verschleppt worden.

Blechschmidt wurde zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Diedrich am 18. Juli in der Provinz Wardak verschleppt. Diedrich erlitt in der Gefangenschaft einen Schwächeanfall und wurde erschossen. Nach übereinstimmenden Angaben aus Behörden und aus Taliban-Kreisen wurde Blechschmidt freigelassen und ist danach wieder in die Hand von Geiselnehmern gefallen.

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August 30, 2007

Taliban lassen zwölf südkoreanische Geiseln in Afghanistan frei

Taliban lassen zwölf südkoreanische Geiseln in Afghanistan frei

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Veröffentlicht: 15:02, 30. Aug. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan) / Seoul (Südkorea), 30.08.2007 – Die radikal-islamischen Taliban haben am Mittwoch zwölf der 19 südkoreanischen Geiseln in Afghanistan freigelassen. Zunächst kamen am Morgen drei Frauen frei, am Mittag vier Frauen und ein Mann. Dann am Nachmittag kamen vier weitere Geiseln, drei Frauen und ein Mann, auf freien Fuß.

Insgesamt wurden gestern zehn Frauen und zwei Männer von Stammesführer Haji Zahir Kharoti in Empfang genommen und dann dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Ghazni übergeben. Die Taliban haben angekündigt, die noch verbleibenden sieben Gefangenen in den nächsten Tagen freizulassen.

Nach eigenen Angaben hatte die südkoreanischen Regierung in Seoul versprochen – wie bereits vor der Geiselnahme beschlossen – bis Ende des Jahres ihre rund 200 Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

Die Regierung habe auch zugesagt, keine „christlichen Missionare mehr in das Land zu schicken“. Die insgesamt 23 südkoreanischen Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation wurden am 19. Juli 2007 in der südafghanischen Provinz Ghazni verschleppt. Zwei Männer aus der Gruppe wurden kurz danach erschossen, zwei kranke Frauen später freigelassen.

Von dem entführten deutschen Ingenieur Rudolf Blechschmidt gibt es weiterhin kein neues Lebenszeichen. Er wurde am 18. Juli 2007 zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Diedrich in der Provinz Wardak entführt. Diedrich war in der Geiselhaft von seinen Entführern umgebracht worden.

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August 20, 2007

Entführte deutsche Frau in Kabul befreit

Entführte deutsche Frau in Kabul befreit

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Veröffentlicht: 20:49, 20. Aug. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan), 20.08.2007 – Die in Kabul entführte 31-jährige Deutsche ist frei, nachdem sie von der afghanischen Polizei befreit worden ist. Laut dem Auswärtigen Amt befindet sich Christina Meier in sicherer Obhut in der deutschen Botschaft in Kabul. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums erklärte, die Büroleiterin der Hilfsorganisation ora international sei bei einer Polizeiaktion im Westen der afghanischen Hauptstadt befreit worden. Ihr Bewacher floh, aber vier Männer seien festgenommen worden.

Der afghanische Privatsender Tolo strahlte zuvor ein Video aus, in dem Christina Meier mit einem Kopftuch verhüllt die Bundesregierung um Hilfe bittet. Die auf dem Boden sitzende Frau identifizierte sich mit ihrem Namen und sagte, es gehe ihr gut, sie werde nicht bedroht. Die Frau war am Samstag in Kabul aus dem „Bar.B.Q Tonight Café“ in einen blauen Toyota Corolla gezerrt worden. Die Entführer rasten anschließend mit dem Fahrzeug davon.

Unterdessen gab es ein neues Lebenszeichen von dem entführten deutschen Bauingenieur Rudolf Blechschmidt. Der ARD-Korrespondent Matthias Weidner in Afghanistan habe Kontakt zu dem 62-Jährigen gehabt. In dem Telefongespräch habe er eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands gesprochen. Zugleich habe er die deutsche Botschaft in Kabul aufgefordert, die Anstrengungen für seine Freilassung zu intensivieren. Er frage sich, warum nicht endlich Lösegeld gezahlt werde.

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