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January 4, 2016

Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs vorgeladen

Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs vorgeladen

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Veröffentlicht: 12:01, 4. Jan. 2016 (CET)
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Bill Cosby

New York City (Vereinigte Staaten), 04.01.2016 – Dem 78-jährigen Komiker Bill Cosby wird sexueller Missbrauch in zahlreichen Fällen vorgeworfen. Rund 50 Frauen beschuldigen ihn. Er selbst verklagte bereits sieben Frauen wegen Verleumdung. Gegen eine Kaution in Höhe von umgerechnet 92.000 Euro musste er vorerst nicht inhaftiert werden.

Die meisten Frauen erhoben ihre Vorwürfe in den Jahren 2014 und 2015, 35 taten dies sogar in einer Veröffentlichung des New York Magazine. Betroffen sind Models, Kellnerinnen und Frauen aus dem Showgeschäft. Die erste Strafanzeige erfolgte am 2. März 2000. Die Taten sollen bereits 1969 begonnen haben. Das jüngste Opfer war 15 Jahre alt. Einige nennen ihn „sexuell aggressiv“. Er soll die Frauen in vielen Fällen mit einem Cocktail gefügig gemacht haben, oft waren sie vorübergehend bewusstlos. Laut Aussage des Staatsanwalts soll Cosby 2004 in einem Fall die Frau mit Medikamenten und Alkohol willenlos gemacht und anschließend sexuell missbraucht haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   2014 wurden in den USA 800 Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt (26.04.2015)

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October 29, 2013

Lauschangriff auf Kanzlerinnenhandy: „So geht es gar nicht“

Lauschangriff auf Kanzlerinnenhandy: „So geht es gar nicht“

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Veröffentlicht: 00:02, 29.10.2013 (CET)
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Berlin (Deutschland), 29.10.2013 – Am 24. Oktober war bekannt geworden, dass ein für die Kommunikation in der CDU vorgesehenes unverschlüsseltes Mobiltelefon Angela Merkels abgehört wurde. Als Operationsbasis für die Lauschangriffe soll möglicherweise die Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin am Pariser Platz genutzt worden sein. Nach Unterlagen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ standen das Handy der Kanzlerin und auch das ihres Vorgängers Gerhard Schröder seit dem Jahre 2002 auf einer Liste mit Aufklärungszielen des amerikanischen Geheimdienstes NSA.

Laut einem Bericht des Tagesspiegels soll US-Präsident Barack Obama sich telefonisch bei Merkel entschuldigt haben. Er habe dabei versichert, dass er den Lauschangriff gestoppt hätte, wenn er davon gewusst hätte. Dem widersprichen Recherchen des „Wall Street Journals“, nach denen Obama seit dem Sommer 2013 von den Abhörmaßnahmen der Kanzlerin und von 34 anderen internationalen Politikern gewusst haben soll, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe berichtet. Obama soll darauf hin das Ende der Aktion persönlich angegeordnet haben. Einen Bericht der „Bild am Sonntag“ vom 27. Oktober 2013, wonach Obama bereits vor 2010 persönlich von NSA-Chef Keith Alexander über den Lauschangriff informiert worden sei, hat der Geheimdienst mittlerweile dementiert.

Merkel teilte dem Demokraten mit, die Spähaktion sei „inakzeptabel“. Der Verteidigungsminister Thomas de Maizière der Union sagte in der ARD: „So geht es gar nicht!“ Vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel bekräftigte die Kanzlerin: „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat wegen der Affäre den US-Botschafter John B. Emerson zu einem persönlichen Gespräch einbestellt, was einen ungewöhnlichen Vorgang im deutsch-amerikanischen Verhältnis darstellt. Die US-Regierung hat sich zunächst lange eines öffentlichen Kommentars enthalten.

Der Vorsitzende des parlamentarischen Kontrollgremiums, Thomas Oppermann (SPD), berief eine Sondersitzung am 24. Oktober ein, da „die Überwachungstätigkeit der NSA völlig aus dem Ruder gelaufen“ sei und „sich offenbar jenseits aller demokratischen Kontrolle“ befinde.

Am 28. Oktober hat das Weiße Haus die internen Ermittlungen bestätigt, allerdings ohne sich zu Einzelheiten zu äußern. Wie die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, erklärte, sei die heutige Welt technisch stark miteinander verbunden, der Fluss von großen Datenmengen bisher einzigartig. „Aus diesem Grunde hat der Präsident uns beauftragt, unsere Überwachungskapazitäten zu überprüfen, auch bezüglich unserer engsten ausländischen Partner und Verbündeten“, wie Hayden erklärte. Unterdessen verteidigte der republikanische Politiker Peter King die Abhörprogramme amerikanischer Dienste im Ausland. „Wir machen das nicht zum Spaß“, erklärte er.

Die ARD meldet teilweise in Berufung auf eine Untersuchung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, dass die US-Botschaft in Berlin eine Abhörzentrale für das Regierungsviertel auf dem Dach habe. Dies legten Wärmemessungen nahe, die auf elektronische Anlagen in einem Dachaufbau schließen ließen. Bestätigt werden derartige Annahmen bei der ARD von dem Geheimdienstexperten Jam Bamford, der angibt, eine Spezialeinheit mit dem Kürzel „SCS“ übernehme derartige Aufgaben in Botschaften weltweit. Diese Aussage wird laut Spiegel auch von dem Abhörspezialisten Edward Snowden unterstützt, der auf eine Zusammenarbeit von NSA und CIA in diesen Dingen hingewiesen hat.

Bundesinnenminister Friedrich sprach in einem Interview mit den Tagesthemen angesichts der neuesten Entwicklungen von einer „Grenzüberschreitung“ durch die USA, die deutsches Recht auf deutschem Boden brechen würden. Er sieht die Erkenntnisse als „glaubhaft“ an und kündigte eine Strafverfolgung der Verantwortlichen an, wenn sie sich denn ermitteln ließen.

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May 6, 2013

Erneuter Vorstoß: US-Präsident Obama will Guantanamo-Gefängnis schließen

Erneuter Vorstoß: US-Präsident Obama will Guantanamo-Gefängnis schließen

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Veröffentlicht: 21:44, 6. Mai 2013 (CEST)
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Ein Wachturm im Lager Guantanamo

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 06.05.2013 – Über 100 Insassen des US-Gefangenenlagers „Guantanamo Bay“ befinden sich im Hungerstreik, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren. Als Reaktion darauf forderte Barack Obama am Dienstag erneut, die Anlage zu schließen.

Obama sagte auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass er eine Kommission einsetzen werde, um die Thematik noch einmal zu überprüfen. Danach wolle er noch einmal an den Kongress appellieren, das Lager, in dem 171 Terrorverdächtige festgehalten werden, zu schließen. „Es ist entscheidend für uns zu verstehen, dass Amerika auch ohne Guantanamo sicher ist“, so Obama. „Es ist teuer. Es ist ineffizient. Es ist rufschädigend für uns. Es erschwert die Kooperation mit unseren Partnern im Kampf gegen den Terror. Es ist ein Hilfsmittel zur Rekrutierung für Terroristen. Es muss geschlossen werden.“

40 Sanitätssoldaten der US-Navy wurden nach Guantanamo verlegt, um dem Hungerstreik, der am 6. Januar dieses Jahres begann, Herr zu werden. 21 Insassen werden zwangsernährt, fünf von ihnen befinden sich in einem Krankenhaus. „Ich möchte nicht, dass sie sterben“, sagte Obama.

Das Zentrum für Verfassungsrechte rief Obama auf, alle Insassen zu verlegen. Das dürfe er, ohne den Kongress zu fragen. „Er sollte seine Befugnisse nutzen und zunächst die 86 Männer verlegen, für deren Freilassung bereits grünes Licht gegeben wurde“, so das Zentrum mit Sitz in New York.

Die Frage nach mehr Details zu Obamas Plänen beantwortete die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, so: Der Präsident „zieht eine Reihe von Möglichkeiten in Betracht, um die Anzahl der Häftlinge zu reduzieren“. Das inkludiere auch, „einen höheren Beamten im Außenministerium damit zu beauftragen, Möglichkeiten für die Heimkehr und Überführung von Gefangenen mit niedrigem Risiko zu erörtern“.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 05.05.2013, 10:43 Uhr (Version)

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Alle Artikel zum Gefangenenlager in Guantanamo
  • UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“ (09.04.2013)

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April 9, 2013

UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“

UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“

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Veröffentlicht: 18:50, 9. Apr. 2013 (CEST))
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„Navi“ Pillay (2010)

New York (Vereinigte Staaten), 09.04.2013 – Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, rief die Vereinigten Staaten am Freitag auf, das Gefangenenlager Guantanamo Bay in Kuba zu schließen. Das unbegrenzte Festhalten der Insassen ohne Gerichtsverhandlung verstoße gegen Internationales Recht.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die USA nicht nur ihre eigenen Rechte verletzen, sondern auch internationale Gesetze und Standards“, erklärte Pillay. Pillay sagte, die Insassen des Lagers sollten sich vor einem zivilen Gericht verantworten, denn die Verhandlung vor einem Militärtribunal verstoße gegen internationale Standards für faire Prozesse. Nur neun der derzeit Inhaftierten werde oder wurde überhaupt der Prozess gemacht.

Gefangene bei ihrer Ankunft im Lager (Januar 2002)

Das Camp „Guantanamo Bay“ wurde im Januar 2002 von dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush eröffnet. Momentan sind 166 Häftlinge dort untergebracht. Seit letztem Monat befinden sich 31 Häftlinge im Hungerstreik. Wie ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums mitteilte, werden elf Personen zwangsernährt. Pillay sagte über die im Hungerstreik befindlichen Insassen: „Angesichts der Unsicherheit und Ängste, die mit der anhaltenden und unbegrenzt scheinenden Haft in Guantanamo einhergehen, ist es kaum überraschend, dass die Frustrationen der Menschen überkochen und sie zu solch verzweifelten Maßnahmen greifen.”

Präsident Barack Obama hatte die Schließung des Lagers versprochen, doch er scheiterte bislang. Die Vereinigten Staaten gaben bereits grünes Licht für den Transfer der Hälfte der verbliebenen Insassen in ihre Heimatländer beziehungsweise in Drittstaaten. Pillay drängt auf die Ausführung der Transfers: „Zunächst müssen diejenigen, die zur Freilassung freigegeben wurden freigelassen werden.“

Als Reaktion auf das Statement der Hochkommissarin verteidigte Lieutnant Colonel Todd Berasseale, ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, das Camp. Gegenüber Reuters sagte er: „Wir werden die Häftlinge weiter nach dem international anerkannten Kriegsrecht behandeln. Alle, die sich dort in unserer Obhut befinden, werden menschlich behandelt. Behauptungen, in denen etwas anderes geschildert wird, werden sich bei näherem Hinsehen als unwahr erweisen.“

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Quellen[Bearbeiten]

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 07.04.2013, 19:08 Uhr (Version)

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April 7, 2013

Washington: Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce erhitzt die Gemüter

Washington: Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce erhitzt die Gemüter

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Veröffentlicht: 15:10, 7. Apr. 2013 (CEST)
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Beyoncé Knowles (Photo 2011)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 07.04.2013 – Die US-amerikanische Sängerin Beyonce und ihr Ehemann, der Rapper Jay-Z feierten ihren fünften Hochzeitstag und haben aus diesem Anlass Kuba besucht. US-Bürgern ist eine Reise nach Kuba wegen eines seit 1960 von Präsident Dwight D. Eisenhower verhängten Embargo nur mit einer Sondererlaubnis gestattet.

Abgeordnete der Republikanischen Partei stellten ein Anfrage bei Präsident Barack Obama, sie wollen wissen, warum dem Paar die touristische Reise trotz Embargo gestattet wurde. Die Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen und Mario Diaz-Balart aus Florida schrieben am Freitag an das Finanzministerium: „Kubas Tourismusindustrie ist unter Staatskontrolle, dafür ausgegebene US-Dollar unterstützen deswegen direkt die Maschinerie, die das kubanische Volk brutal unterdrückt“. Sie wollen wissen, welche Erlaubnis dem Jubiläumspaar erteilt worden ist. Die Reise eines US-Bürgers nach Kuba ohne Erlaubnis kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

Plaza Vieja in Havanna

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Kuba
  • Portal:Vereinigte Staaten

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February 11, 2013

Kalifornien: Mordender Ex-Polizist wird gejagt

Kalifornien: Mordender Ex-Polizist wird gejagt

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Veröffentlicht: 13:16, 11. Feb. 2013 (CET)
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Big Bear Lake in den San Bernardino Mountains

Big Bear City (Vereinigte Staaten), 11.02.2013 – Christopher Jordan Dorner (Bild einer Überwachungskamera) gilt als extrem gefährlich. Der Ex-Polizist soll drei Menschen getötet haben. Seit vier Tagen läuft eine groß angelegte Fahndung, die sich inzwischen auf die Umgebung von Big Bear Lake etwa 100 Kilometer von Los Angeles entfernt konzentriert.

Das Wetter im Fahndungsraum ist extrem schlecht. Es hat 15 Grad minus, ein schneidender Wind weht und es ist viel Schnee gefallen. Der Flüchtige wird in den Wäldern um Big Bear Lake vermutet, am Donnerstag war der ausgebrannte Pick-up-Truck des mutmaßlichen Mörders mit einer gebrochenen Achse in dem Gebiet entdeckt worden. Nach einer Wetterbesserung setzt die Polizei bei der Suche auf Hubschrauber, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Mehr als 100 Polizeibeamte sind an der Menschenjagd beteiligt. Dorner soll schwer bewaffnet sein und ein Sturmgewehr sowie Boden-Luftraketen mit sich führen.

Der 33-jährige Dorner soll nahe Los Angeles die Tochter eines pensionierten Polizisten und deren Lebenspartner getötet haben. Den im Ruhestand befindlichen Polizisten macht Dorner für seine Entlassung mitverantwortlich. Neben diesen Morden wird ihm die Tötung eines Polizisten vorgeworfen, zwei weitere soll er verletzt haben. Auf seine Ergreifung ist ein Kopfgeld von einer Million Dollar (knapp 750.000 Euro) ausgesetzt. Der Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa sagte: „Wir werden diesen Terror, der uns den Frieden raubt, nicht tolerieren“ und „wir können nicht tolerieren, dass dieser Mörder in Freiheit ist.“

Dorner veröffentlichte auf seiner Facebookseite ein Manifest, darin äußert er sich zu seinem Motiv. Im Jahr 2008 war er aus dem Polizeidienst entlassen worden. Er hatte sich über einen Polizisten beschwert und ihn beschuldigt, auf einen geisteskranken Straftäter eingetreten zu haben. Ein Disziplinarauschschuss warf ihm vor, den Kollegen falsch verdächtigt zu haben, was zu seiner Entlassung aus dem Dienst führte. Das Verfahren wird derzeit neu untersucht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Vereinigte Staaten

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December 15, 2012

Connecticut: Amoklauf an einer Grundschule löst Entsetzen aus

Connecticut: Amoklauf an einer Grundschule löst Entsetzen aus

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Veröffentlicht: 13:50, 15. Dez. 2012 (CET)
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Patronen des Kalibers .223 in einem M16-Magazin

Newtown (Vereinigte Staaten), 15.12.2012 – Am Freitag ereignete sich in der Sandy Hook Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut eine unfassbare Bluttat. Der 20-jährige Ryan Lanza war um 09.30 Uhr (Ortszeit, 15.30 Uhr MEZ) in die Schule gekommen und hatte binnen weniger Minuten bis zu 100 Schüsse abgegeben. Er soll für den Tod von 28 Menschen verantwortlich sein.

Der Amokschütze, der Autist gewesen sein soll, hatte zuerst seine Mutter im Elternhaus erschossen und sich dann zur Grundschule begeben. Laut einem Bericht der New York Times hat die Schuldirektorin den Schützen ins Gebäude gelassen, da sie ihn als Sohn einer Lehrerin erkannte. Die Rektorin ist ebenfalls unter den Mordopfern. Der 20-Jährige war mit einem .223-Kaliber Sturmgewehr und zwei Handfeuerwaffen der Marken Glock und Sig Sauer ausgerüstet, wobei das Sturmgewehr der Marke Bushmaster in dem Auto zurückgeblieben war, mit dem der Täter zu Schule gefahren war. In der Schule soll Lanza, der in schwarz gekleidet war und eine Schussweste trug, zunächst im Klassenzimmer seiner Mutter um sich geschossen haben. 20 der Getöteten sind Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren, 18 davon starben sofort, zwei weitere im Krankenhaus. Die Schule wurde evakuiert, in Reihen wurden die Schüler in ein Feuerwehrhaus gebracht.

Der 24-jährige Bruder des Amokläufers wurde von den Ermittlern vernommen. Die Polizei geht davon aus, dass er nichts mit der Tat zu tun hat. Er soll schon zwei Jahre keinen Kontakt mehr zu Ryan Lanza gehabt haben. Die Eltern des Täters sind seit 2009 geschieden, der 24-Jährige lebte nach der Trennung bei seinem Vater, während der 20-Jährige bei der Mutter blieb. Das Gouverneur von Connecticut, Dan Malloy, sagte: „Das Böse hat heute diese Gemeinde heimgesucht. Alle Eltern und Angehörigen sollen wissen, dass Connecticut geschlossen zu ihnen steht.“ Präsident Barack Obama sprach im US-Fernsehen und konnte dabei kaum seine Tränen unterdrücken: „Unsere Herzen sind gebrochen“. Auch äußerte er sich zu den liberalen Waffengesetzen: „Wir müssen zusammenkommen und bedeutsam handeln, um mehr Tragödien wie diese zu verhindern – ohne Rücksicht auf Parteipolitik“.

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  • Portal:Vereinigte Staaten

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November 1, 2012

Neuseeland: Kim Schmitz will Anfang 2013 den Nachfolger von Megaupload starten

Neuseeland: Kim Schmitz will Anfang 2013 den Nachfolger von Megaupload starten

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Veröffentlicht: 10:53, 2. Nov. 2012 (CET)
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Kim Schmitz (1996)

Wellington (Neuseeland), 01.11.2012 – Im Januar diesen Jahres wurde Kim Schmitz alias „Kim Dotcom“ in seiner Wahlheimat Neuseeland festgenommen. Vermögenswerte die er mit seiner Internetseite Megaupload angehäuft hatte waren beschlagnahmt worden. Die Vereinigten Staaten begehren seine Auslieferung, er ist auf Kaution auf freiem Fuß. Jetzt kündigt er seinen Neustart für den 20. Januar 2013 mit dem Internetportal „Mega“ an.

140 Millionen Euro soll er mit dem Dienst Megaupload illegal verdient haben. In den Vereinigten Staaten drohen ihm wegen Urheberrechtsverletzungen bis zu 20 Jahre Haft. Bei Megaupload konnten die Nutzer Dateien ins Internet hochladen und mit anderen Nutzern teilen, was grundsätzlich nicht strafbar ist. Der Dienst wurde jedoch massiv dafür genutzt urheberrechtlich geschützte Filme, Musik und Programme unter Umgehung der Rechte der Urheber zur Verfügung zu stellen. Dafür machen die Vereinigten Staaten Kim Schmitz verantwortlich.

Für seine neue Seite sucht Schmitz Investoren, um den Dienst kostenlos anbieten zu können. Weiter sucht er Server, mindestens 60 sollen es sein. Auf diese Server sollen die Daten von den Nutzern verschlüsselt hochgeladen werden. Betreiber dieser Server will er über seine Seite „Mega“ derzeit finden. Da das Verschlüsseln schon vor dem Hochladen erfolgen soll, rechnet er sich aus, dass er als Betreiber nicht mehr für die Inhalte, die über die Seite verteilt werden, verantwortlich gemacht werden kann. Der einzelne Nutzer trüge dann die Verantwortung.

Bereits in den 90-iger Jahren trat Schmitz als Weiterverbreiter von Software-Schwarzkopien in Erscheinung. Später will er über einen Bekannten von Schwachstellen im GSM-Netz erfahren haben, für sein Schweigen darüber erhielt er einen Beratervertrag bei DeTeMobil. 2001 und 2002 wurden Schmitz Insidergeschäfte von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in Folge wurde er deshalb zu Freiheitsstrafen verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Themenverwandte Artikel

  • Urteil zur Musik-Tauschbörse „KaZaA“: Betreiber tragen Mitschuld an Copyright-Verletzungen (05.09.2005)

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October 14, 2012

Dallas: Mutter wegen schwerer Misshandlung ihrer 2-jährigen Tochter zu 99 Jahren Haft verurteilt

Dallas: Mutter wegen schwerer Misshandlung ihrer 2-jährigen Tochter zu 99 Jahren Haft verurteilt

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Veröffentlicht: 12:52, 14. Okt. 2012 (CEST)
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US Senate new gavel.jpg

Dallas (Vereinigte Staaten), 14.10.2012 – Die fünffache Mutter Elizabeth Escalona (Bild) aus Dallas in Texas wurde am Freitag zu 99 Jahren Haft verurteilt, weil sie die Hände ihrer 2-jährigen Tochter Jocelyn mit Sekundenkleber an die Wand geklebt und das Kind dann ins Koma geprügelt hatte.

Die 23-jährige Escalona hatte sich im Prozess schuldig bekannt und auf eine Bewährungsstrafe gehofft. Die Staatsanwaltschaft forderte 45 Jahre Haft. Wegen der extremen Brutalität hatte der Richter eine Haftstrafe von 99 Jahren verhängt. Debbie Denmon, Sprecherin des Dallas County Staatsanwaltschaft: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entscheidung des Richters.“ Denmon betonte, der Mutter habe es nicht leid um ihr Kind getan, Mitleid habe sie nur mit sich selbst gehabt. Nach diesem Urteil kann Escalona erst nach 30 Jahren auf Bewährung entlassen werden.

Die Misshandlung ihrer Tochter geschah im September 2011. Die Mutter hatte die Hände des Mädchens an die Wand geklebt, sie in den Bauch getreten und mit einem Milchkrug geschlagen. Die Zweijährige wurde schwer verletzt, eine Hirnblutung und mehrere gebrochene Rippen waren unter anderem die Folgen. An ihren Händen waren Teile der Haut abgerissen und an der Wand kleben geblieben. Das Kleinkind hatte blaue Flecken von Kopf bis Fuß, Kopfhaar war ausgerissen, Blutergüsse waren auf Stirn und Nase zu sehen. Bisswunden waren am ganzen Körper verteilt. Der Bezirksstaatsanwalt in Dallas, Eren Price sagte: „Nur ein Monster klebt die Hände seiner Tochter an die Wand.“

Escalona war bei der Tat schwanger. Sie hat keine einfache Kindheit hinter sich. Sie war Mitglied einer Gang, hat im Alter von Elf angefangen, Marihuana zu rauchen. Ihr Anwalt sagte, sie sei auf einer kindlichen Entwicklungsstufe stehen geblieben.

Die kleine Jocelyn hat sich nach dem Krankenhausaufenthalt mittlerweile überraschend gut erholt und lebt jetzt mit ihren Geschwistern bei der Großmutter.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Vereinigte Staaten

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July 21, 2012

Schießerei in einem Kino in Colorado: Viele Tote und Verletzte

Schießerei in einem Kino in Colorado: Viele Tote und Verletzte

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Veröffentlicht: 11:50, 21. Jul. 2012 (CEST)
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Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 21.07.2012 – Bei einer Schießerei in einem Kino in Aurora bei Denver, der Hauptstadt Colorados in den Vereinigten Staaten, wurden am Freitag gegen 0:30 Uhr Ortszeit mindestens zwölf Personen getötet, 38 weitere wurden verletzt. Die meisten der Opfer starben an Ort und Stelle, vier von ihnen erlagen ihren Schussverletzungen im Krankenhaus. Zunächst hieß es, der Schütze habe 14 Personen tödlich getroffen, doch am frühen Morgen in Denver korrigierte die Polizei die Zahl der Opfer um zwei nach unten.

Die Polizei nahm den Tatverdächtigten fest, der keine Gegenwehr leistete. Nach den Angaben von Frank Fania von der Polizei in Aurora sei das Motiv des Schützen noch unklar. Der Mann habe angegeben, in seiner Wohnung Sprengsätze deponiert zu haben. Das Gebäude und seine Umgebung wurden evakuiert. Der Verdächtige habe eine schusssichere Weste getragen und sei mit einem Gewehr sowie zwei Pistolen bewaffnet gewesen. Die Schüsse fielen während der lokalen Premiere des neuesten Batman-Filmes „The Dark Knight Rises“. Zahlreiche Kinobesucher haben die Schüsse zunächst für einen Bestandteil des Films gehalten. Der mutmaßliche Täter, so sagte Fania dem Nachrichtensender CNN, habe zunächst Tränengas in den Kinosaal geworfen und dann das Feuer eröffnet. Die Festnahme des mutmaßlichen Täters erfolgte auf einem Parkplatz hinter dem Kino. Nach Angaben von CNN gibt es keinen terroristischen Hintergrund für die Tat.

„Michelle und ich sind schockiert und betroffen von dem schrecklichen Angriff in Colorado“, reagierte US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung und forderte dazu auf, für die Betroffenen zu beten und ihnen beizustehen. Der Ort des Geschehen liegt etwa 20 Kilometer entfernt von Littleton, wo im April 1999 bei einem Massaker an der Columbine High School zwei Schüler 13 Menschen töteten und 23 weitere verletzten, bevor sie sich selbst erschossen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Tötungsdelikte
  • Portal:Vereinigte Staaten

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