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December 12, 2007

Geburtenrate in Deutschland leicht angestiegen

Geburtenrate in Deutschland leicht angestiegen

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Veröffentlicht: 09:53, 12. Dez. 2007 (CET)
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Wiesbaden (Deutschland), 12.12.2007 – Nach vorläufigen Zahlen des deutschen Statistischen Bundesamtes kann erstmals seit 1997 wieder von einem leichten Anstieg der Geburtenrate in Deutschland ausgegangen werden. Danach soll die Zahl der Neugeborenen in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 um etwa ein Prozent gestiegen sein. In absoluten Zahlen: In den ersten neun Monaten des Jahres 2007 wurden bereits 514.152 Kinder geboren, während im gesamten Jahr davor 672.724 Babys in Deutschland das Licht der Welt erblickten.

Zuletzt war 1997 die Geburtenrate angestiegen (plus zwei Prozent). 1996 war die Zahl der Geburten um vier Prozent und davor zuletzt 1990 um 2,9 Prozent gestiegen. In allen anderen Jahren seit 1990 ging die Geburtenzahl jedes Jahr zwischen 8,4 und 0,2 Prozent zurück. Noch 1990 hatte die Zahl der Geburten 905.675 betragen.

Die Gesamttendenz der Bevölkerungsentwicklung wird jedoch erst deutlich, wenn diese Zahlen zu der Zahl der Todesfälle in Beziehung gesetzt werden. Während 1950 noch ein Geburtenüberschuss von 368.372 Menschen zu verzeichnen war, der noch bis etwa 1960 anhielt (plus 384.893), ging der Geburtenüberschuss in den Jahrzehnten danach immer stärker zurück. Bereits 1970 überwog die Zahl der Todesfälle (86.582), die bis 2005 weiter anstiegen (minus 144.432).

In Deutschland wird die Tendenz der Bevölkerungsentwicklung seit einigen Jahren mit Aufmerksamkeit verfolgt. Zuletzt wurde zum 1. Januar 2007 das Elterngeld als familienpolitisches Instrument eingeführt. In der letzten Woche war bekannt geworden, dass die steigenden Geburtenzahlen bereits zu einer erhöhten Beantragung von Elterngeld geführt haben. Der Bund rechnet hier mit einem finanziellen Mehrbedarf von 130 Millionen Euro gegenüber den ursprünglich veranschlagten Ausgaben.

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August 11, 2007

Müntefering: Änderung des Hartz-IV-Satzes nur bei Mindestlohneinführung

Müntefering: Änderung des Hartz-IV-Satzes nur bei Mindestlohneinführung

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Veröffentlicht: 22:32, 11. Aug. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 11.08.2007 – Franz Müntefering (SPD) hält bei Einführung eines Mindestlohnes die Änderung der Anpassungsregelung des „ALG-II“-Satzes an die Preissteigerungen für denkbar. Bis Ende November soll geprüft werden, wie sich die aktuellen Preissteigerungen auf „ALG-II“-Empfänger auswirken und welche Folgen eine Anpassung an die Inflationsrate hätte. Aus den Reihen des Koalitionspartners CDU waren zunehmend Forderungen nach einer Änderung des Satzes laut geworden, auf die Müntefering nun reagiert. Laut dem Minister würden durch die Mindestlohneinführung die Kosten für den Staat sinken, weil Aufstockungsaufwendungen für Ergänzungszahlungen an Niedriglohnempfänger zurückgingen. Ohne Ausgleich durch den Mindestlohneinfluss würden die Ausgaben für ALG II für den Bund zu hoch werden. Trotz guter Konjunktur seien im Jahr 2005 die Sozialausgaben um fünf Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Aktuell werden die Sätze alle fünf Jahre anhand einer Verbrauchsstatistik für Privathaushalte, der Einkommens-Verbraucher-Statistik (EVS), überprüft. In der Zwischenzeit werden sie den Rentenanpassungen entsprechend geändert.

Unionspolitiker weisen Münteferings Forderung zurück. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus äußerte in der Leipziger Volkzeitung, dass die beiden Fragen nichts miteinander zu tun hätten. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sieht bei Einführung des Mindestlohns eher ein Anwachsen der Arbeitslosenzahlen. Gegen eine Überprüfung des Satzes jedoch habe er nichts. Bei Vorliegen von Erkenntnissen, die eine Erhöhung nahelegten, solle gehandelt werden. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger sieht keine Notwendigkeit, das ALG II zu überprüfen. Er will erst 2008 beim Vorliegen entsprechender Erfahrungsberichte die Situation analysieren. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Max Straubinger, sieht ebenfalls keinen Grund, jetzt tätig zu werden.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach forderte ein sofortiges Handeln. Eine Anpassung der Hartz-IV-Regelsätze müsse sofort erfolgen, und zwar mindestens in Höhe der inflationsbedingten Verteuerung. Der Wirtschaftsweise Bert Rürup lehnt eine Anpassung der „ALG-II“-Sätze an die Inflationsrate ab, weil sonst der Satz stärker steige als Renten, Löhne und BAFöG.

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April 10, 2007

Die Internetnutzung in Deutschland wird billiger

Die Internetnutzung in Deutschland wird billiger

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Artikelstatus: Fertig 23:13, 10. Apr. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 10.04.2007 – Bei den Tarifen für den Zugang zum Internet scheint sich, wie heute bekannt wurde, ein zunehmender Preisverfall eingestellt zu haben. So sanken diese Preise im vergangenen März um ein Prozent im Vergleich zum Februar, wogegen im Vergleich zum gleichen Monat im Vorjahr sogar ein Absinken der Tarife um 4,9 Prozent festgestellt werden kann. Die Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt.

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March 14, 2007

Deutschland: Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist rückläufig

Deutschland: Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist rückläufig

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Artikelstatus: Fertig 14:51, 14. Mär. 2007 (CET)
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Modell eines 8 Wochen alten menschlichen Embryos in der Hand eines Erwachsenen

Wiesbaden (Deutschland), 14.03.2007 – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ist im vergangenen Jahr die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 3,5 Prozent zurückgegangen. Dies sind bei insgesamt 120.000 im Jahr 2006 gemeldeten Abbrüchen 4.300 weniger als 2005.

Mehr als 97 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche erfolgten nach dem gesetzlich festgelegten Beratungsverfahren, nur in knapp drei Prozent der Fälle lag eine medizinische oder kriminologische Indikation vor. Eine medizinische Indikation liegt vor, wenn durch die Fortsetzung der Schwangerschaft die seelische oder körperliche Gesundheit der Frau bedroht ist. Bei einer kriminologischen Indikation ist die Schwangerschaft durch eine Straftat, beispielsweise durch eine Vergewaltigung, eingetreten.

Die meisten Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt. Der Anteil der Frauen, die 40 Jahre oder älter waren, lag bei sieben Prozent. Von den unter 18-jährigen Schwangeren entschieden sich rund 6.600 (5,5 Prozent) für einen Schwangerschaftsabbruch. Das sind 657 weniger als im Vorjahr. Fast 41 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche betrafen Frauen, die vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt hatten.

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December 2, 2006

Rauchen verboten – in öffentlichen Gebäuden und Restaurants, aber nicht in Kneipen

Rauchen verboten – in öffentlichen Gebäuden und Restaurants, aber nicht in Kneipen

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Artikelstatus: Fertig 20:31, 2. Dez. 2006 (CET)
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Aschenbecher könnten in Gaststätten bald der Vergangenheit angehören

Berlin (Deutschland), 02.12.2006 – Große Aufmerksamkeit erregte gestern die Einigung einer Arbeitsgruppe der Regierungskoalition in Berlin auf einen Kompromissvorschlag zum Nichtraucherschutz. Die Einigung sieht vor, den Schutz von nichtrauchenden, aber unter dem Zigarettenrauch anderer leidenden „Passivrauchern“ durch eine Reihe von Rauchverboten in der Öffentlichkeit zu verbessern. Dazu gehört das Verbot des Rauchens in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Behörden, Theatern, Kindergärten und Sportstätten. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln soll das Rauchen nur noch mit Einschränkungen gestattet sein. Die Einschränkung besagt, dass geraucht werden darf, wenn besondere Räume für Raucher vorhanden sind, die vom Nichtraucherbereich abgetrennt sind.

Die Einigung enthält außerdem eine weitere Einschränkung, die den Kompromisscharakter des Koalitionsvorschlages deutlich macht und bereits gestern für Diskussionsstoff sorgte: In „Schankwirtschaften“ – der Volksmund nennt diese Örtlichkeiten „Kneipen“ – soll weiterhin geraucht werden dürfen. Die Ausnahme gilt auch für Bierzelte, Bars und Nachtclubs, nicht jedoch für Diskotheken.

Als weitere Maßnahme, insbesondere zum Schutz der Jugendlichen, soll die Schwelle vom Nichtrauchen zum Rauchen durch eine Anhebung der Altersgrenze zum Erwerb von Tabakwaren angehoben werden. Diese Altersgrenze soll künftig bei 18 Jahren liegen, bisher galt ein Mindestalter von 16 Jahren.

Laut Mikrozensus 2005 rauchen in Deutschland 23 Prozent aller Erwachsenen regelmäßig, weitere vier Prozent bezeichnen sich als „Gelegenheitsraucher“. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft haben 82 Prozent der erwachsenen Raucher vor ihrem 20. Lebensjahr mit dem Rauchen angefangen.

Reaktionen von Parteien und Verbänden

Die Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag lehnten den Koalitionskompromiss aus unterschiedlichen Gründen ab. Die FDP hatte sich zuletzt mit einem FDP-Bundestagsfraktionsbeschluss vom 2. November 2006 positioniert. Dort beklagte sie, die Diskussion um das Rauchverbot habe „fast missionarische Züge“ angenommen und die Bereitschaft steige mehr und mehr, den Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben hätten. Die Bundestagsfraktion sei grundsätzlich der Meinung, dass Eigenverantwortlichkeit, Freiwilligkeit und Selbstverpflichtung gesetzgeberischen Maßnahmen vorzuziehen seien. Einrichtungen von Kindern und Jugendlichen will aber auch die FDP gesetzlich schützen. In der aktuellen Diskussion meldete sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christoph Meyer zu Wort. Laut dem Tagesspiegel hat er sich dahingehend geäußert, dass ein generelles Rauchverbot für das Unternehmertum eine Einschränkung bedeute.

Die Grüne Jugend hat auf der zurzeit laufenden 26. Ordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz einen Antrag gestellt, in dem sie sich für die „Förderung von Drogenmündigkeit“ einsetzt. Demnach soll den Konsumenten die Entscheidung über Konsum oder Abstinenz gelassen werden. In dem umfangreichen Antrag spricht sie sich aber auch für Verbesserungen beim Passivraucherschutz aus. „Technische und organisatorische Maßnahmen“ seien da am sinnvollsten. Im Gegensatz zu ihrer Jugendorganisation sprach die Bundestagsfraktion der Grünen von einem „Kniefall vor dem Verband der Zigarettenindustrie“. Sie kritisierte, dass in Kneipen weiter geraucht werden dürfe, so zumindest Birgitt Bender und Ulrike Höfken. In der Gastronomie arbeiteten 8.000 schwangere und stillende Frauen, die so fahrlässig in ihrer Gesundheit gefährdet würden.

In einer Pressemitteilung begrüßte Martina Bunge (Linkspartei), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, den Gesetzesentwurf weitestgehend. Dabei kritisierte sie jedoch die Ausnahmen, die im Entwurf zum Tragen kommen sollen. Dies ließe befürchten, dass die Union die Tabaklobby unterstütze, so Bunge.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sieht „in vielen Punkten noch Gesprächsbedarf“, so die Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Demnach sei der vorgelegte Kompromiss besser als ein generelles Rauchverbot. Der Pressemitteilung ist weiter zu entnehmen, dass sich der Verband prinzipiell mit einer gesetzlichen Regelung des Nichtraucherschutzes abgefunden hat. „Der DEHOGA wird sich weiterhin konstruktiv in die Debatte einbringen“, heißt es dort. Auf der Homepage des Verbands der Zigarettenindustrie (vdc) war bis Freitagabend 20:00 Uhr keine Stellungnahme ersichtlich. Auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) findet sich zur aktuellen Diskussion keine Veröffentlichung. Die Deutsche Krebshilfe erneuerte am 25. Oktober ihre Forderung nach einem Rauchverbot in der Gastronomie. In einer Pressemitteilung heißt es: „Länder wie Italien oder Irland zeigen uns, wie gut solche Rauchverbote von der Bevölkerung angenommen werden.“ Die Deutsche Krebsgesellschaft findet zum Gesetzentwurf sehr harte Worte. In ihrer Pressemitteilung bezeichnet sie die Vorstellungen der Bundesregierung als „Farce“. In der Unterüberschrift heißt es sogar: „Entscheidungsträgheit der Politik kostet Menschenleben“.

Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, kritisiert an dem Koalitionskompromiss vor allem die fehlende Berücksichtigung der schutzwürdigen Belange der Arbeitskräfte, die in Kneipen, Diskos, Bierzelten und so weiter arbeiteten, da diese Bereiche ja vom Nichtraucherschutz ausgenommen würden. Er forderte ein Rauchverbot in allen Gaststätten. Eine Mitwirkende der Arbeitsgruppe, Annette Faße (SPD), die den Koalitionskompromiss erarbeitete, gestand ein, dass eine arbeitsschutzrechtliche Argumentation einen Kompromiss mit der CDU unmöglich gemacht hätte.

Nichtraucherschutz im europäischen Ausland

Neben dem bereits erwähnten Irland, das als erstes europäisches Land ein umfassendes Rauchverbot erließ, gelten auch in anderen europäischen Ländern bereits jetzt weitergehende gesetzliche Regelungen zum Nichtraucherschutz als in dem Koalitionskompromiss vorgesehen sind. In Finnland, Irland, Italien, Spanien, Norwegen, Schottland, Schweden ist auch in Kneipen das Rauchen verboten. In Luxemburg ist das Rauchen in Restaurants ganz verboten und in Kneipen zu verschiedenen Uhrzeiten, wenn kleine Malzeiten angeboten werden. Ausnahme sind Restaurants mit speziellen Raucherabteilen, die über eigene Rauchabzugsvorrichtungen verfügen müssen.

Von Interesse für die Diskussion in Deutschland dürfte auch das Ergebnis von Untersuchungen sein, die in Irland nach der Einführung des Rauchverbots in Kneipen durchgeführt wurde. Im Auftrag der Tabak-Kontroll-Behörde wurden etwa 100 wissenschaftlichen Studien zur Frage der Auswirkungen des Rauchverbots auf Umsatz und Zahl von Arbeitsplätzen im Gastronomiebereich analysiert. Das für manchen vielleicht überraschende Ergebnis: In irischen Restaurants, Bars und Pubs hat sich die Umsatzsituation im Vergleich zur Situation ohne Rauchverbot eindeutig verbessert. Die Zahl der Beschäftigten sank zunächst, konnte sich danach jedoch wieder stabilisieren und stieg dann sogar an.

Untersuchungen zu Belastungsfaktoren der Raumluft durch Tabakrauch

Befürworter eines uneingeschränkten Rauchverbots auch in Kneipen, Diskos, Bierzelten und so weiter können sich auf Studien stützen, die das gesundheitliche Gefährdungspotential in solchen Örtlichkeiten untersucht haben, in denen das Rauchen ohne Einschränkungen erlaubt war. In Studien, die in Bayern durchgeführt wurden, konnten zwischen 30 und 220 Mikrogramm Nikotin pro Kubikmeter Raumluft gemessen werden. Als gesundheitsschädlich gelten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits Konzentrationen ab zehn Mikrogramm pro Kubikmeter. Als weitere Parameter wurden auch die Feinstaubbelastung sowie die Konzentrationen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) erfasst. Die Feinstaubbelastung lag um ein 50-faches höher als in rauchfreien Gaststätten. Feinstäube wirken sich nicht nur auf die Bronchien negativ aus, sondern belasten auch Herz und Kreislauf sowie das Immunsystem. Die PAK-Werte liegen 180-fach höher als in den entsprechenden Räumlichkeiten für Nichtraucher. Diese Kohlenwasserstoffe werden für Krebs mitverantwortlich gemacht.

Themenverwandte Artikel

  • Vorerst keine bundeseinheitliche Regelung zum Nichtraucherschutz (09.12.2006)
  • Rauchen kann teuer werden (15.10.2006) (auch Quelle)
  • Portal:Gesundheit
  • Portal:Nichtraucherschutz

Quellen

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April 14, 2006

Höhere Lebenserwartung für die Deutschen

Höhere Lebenserwartung für die Deutschen

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Artikelstatus: Fertig 16:59, 14. Apr. 2006 (CEST)
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Wiesbaden (Deutschland), 14.04.2006 – Die Lebenserwartung für die Bundesbürger ist in den letzten Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts stark angestiegen. Das erklärte heute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Nach den neuen Berechnungen beträgt die Lebenserwartung eines 2004 geborenen Jungen zwischen 81,7 und 84,9 Jahren, die eines Mädchens sogar 87,8 bis 90,4 Jahre. Bis zu 62 Prozent der Jungen und 80 Prozent der Mädchen könnten demnach ihren 85. Geburtstag erleben. Bei dieser Modellrechnung werden auch Änderungen der Sterblichkeitsverhältnisse in der Zukunft prognostiziert. Die letzten Berechnungen, die nur die tatsächlichen Änderungen der Sterblichkeitsverhältnisse berücksichtigen, hatten ergeben, dass zwischen 2002 und 2004 geborene Jungen ein Durchschnittsalter von 75 Jahren und die Mädchen von 81 Jahren erreichen würden. Die Zahlen setzen jedoch jeweils voraus, dass es zu keinen Kriegen, Umwelt- oder Wirtschaftskatastrophen kommt.

Auch für die privaten Rentenversicherungen sind die neuen Zahlen von Interesse. Sie rechneten aber mit noch höheren Lebenserwartungen, wobei sie den Trend der letzten zehn Jahre zurate zögen, in denen das durchschnittliche Sterbealter noch deutlicher angestiegen sei, erklärte Holger Bartel, Mathematiker beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Gleichzeitig sei die Lebenserwartung der privat Versicherten höher als die der Gesamtbevölkerung.

Quellen

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February 8, 2006

Deutsche Warenexporte erreichen neuen Höchststand

Deutsche Warenexporte erreichen neuen Höchststand

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Artikelstatus: Fertig 23:58, 8. Feb. 2006 (CET)
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Wiesbaden (Deutschland), 08.02.2006 – Die Leistungsbilanz der deutschen Exportwirtschaft stieg im Jahr 2005 auf einen Überschuss von 90,4 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz weist für das Jahr 2005 einen Überschuss von 160,5 Milliarden Euro aus. Das sind 5,9 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute bekannt. Dabei stützte sich die Behörde teilweise auf Berechnungen der Deutschen Bundesbank.

Gegenüber dem Jahr 2004 weisen die deutschen Exporte ein Plus von 7,5 Prozent auf, während die Einfuhren um 8,7 Prozent stiegen. Den Löwenanteil an diesem Ergebnis steuerte der Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union bei. Insgesamt wurden Waren im Wert von 498,5 Milliarden Euro in Staaten der EU exportiert, davon 339,8 Milliarden Euro in Länder der Euro-Zone. (Das entspricht einem Anteil von 68 Prozent.) Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Exporte in die EU um 6,9 Prozent. Die Importe aus Ländern der Europäischen Union stiegen noch etwas stärker: um 7,3 Prozent.

Wirtschaftsexperten halten es für wahrscheinlich, dass sich Deutschland mit diesen Zahlen erneut den Titel als Export-Weltmeister sichern kann. Ein ähnlich gutes Ergebnis für die deutsche Volkswirtschaft wird auch für das Jahr 2006 erwartet. Alexander Koch (HypoVereinsbank): „Erst ab 2008 könnten dann die Chinesen alle überholen.“

Als Ursache des guten Ergebnisses der deutschen Exportwirtschaft nannten Analysten die gute Auftragslage deutscher Unternehmen sowie die boomende Weltkonjunktur, die eine höhere Nachfrage nach Investitionsgütern erzeugt habe. Positiv habe sich auch der leicht gesunkene Wechselkurs des Euro ausgewirkt.

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  • Portal:Wirtschaft

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January 17, 2006

Kartellamt will mehr Wettbewerb, E.ON will klagen

Kartellamt will mehr Wettbewerb, E.ON will klagen

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Artikelstatus: Fertig 23:19, 17. Jan. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 17.01.2006 – Das Bundeskartellamt hat dem Energiekonzern E.ON Ruhrgas verboten, weiterhin die branchenüblichen langfristigen Lieferverträge mit einer Laufzeit von bis zu fünfundzwanzig Jahren abzuschließen. Künftig sollen nur noch Vertragslaufzeiten von höchstens zwei Jahren möglich sein.

Wie Amtsleiter Böge sagte, versuche der Energiekonzern mit solchen langfristigen Lieferverträgen den Markt gegen Konkurrenz abzuschotten. Die Preise sollten so dem Konkurrenzdruck entzogen werden. Das Amt erwartet durch das Verbot langfristiger Lieferverträge eine entlastende Wirkung auf den Gas- und Energiemarkt, die mit Preisnachlässen für den Endverbraucher einhergehe. E.ON erhielt eine Frist bis zum 30. September gesetzt um bestehende Verträge bei solchen Abnehmern aufzulösen, bei denen E.ON für mehr als 80 Prozent des Bedarfs Lieferant sei. Von Wirtschaftsvertretern wurden die Hoffnungen auf nachgebende Energiepreise jedoch gedämpft. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, zeigte der Verbraucherpreisindex einen Anstieg der Lebenshaltungskosten um zwei Prozent. Zuletzt hatte es im Jahre 2001 eine so hohe Preissteigerungsrate gegeben. Neben erhöhten Steuern (Tabaksteuer und Kraftfahrzeugsteuer) machten die Statistiker vor allem die gestiegenen Energiekosten für den Preisanstieg verantwortlich. Demnach verteuerten sich Mineralölprodukte im abgelaufenen Jahr um 12,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2004.

Die E.ON Ruhrgas hatte bereits vor der Entscheidung des Bundeskartellamtes bekannt gegeben, dass sie gegen einen solchen Beschluss juristisch vorgehen werde. E.ON argumentiert damit, dass ihre Verträge mit dem Ausland ebenfalls langfristig abgeschlossen worden seien und bestehen blieben.

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) schaltete sich in diese Diskussion heute mit einer Stellungnahme ein. Er erneuerte die alte Forderung der CDU nach einem Energiemix unter Einbeziehung der Kernenergie, um größere Preisstabilität im Energiesektor zu gewährleisten.

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September 2, 2005

Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen

Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen

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Artikelstatus: Fertig 23:05, 2. Sep 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Wiesbaden (Deutschland), 02.09.2005 – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland weiter erhöht. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahrzehnte fort.

Die Lebenserwartung von Jungen, die im Jahre 2004 geboren wurden, stieg auf 75,9 Jahre, die für Mädchen auf 81,5 Jahre. Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen bezüglich ihrer Lebenserwartung verringerte sich gegenüber der alten Sterbetafel von 1991/1993 etwas. Er beträgt jetzt (neue Sterbetafel von 2002/2004) nur noch 5,7 Jahre, während der Unterschied vorher 6,5 Jahre betrug.

Die Erhöhung der Lebenserwartung betrifft jedoch nicht nur Neugeborene, sondern auch ältere Menschen. Männer, die heute 60 Jahre alt sind, besitzen eine statistische Lebenserwartung von jetzt weiteren zwanzig Jahren (vorher 19,8 Jahre), bei 60-jährigen Frauen liegt der entsprechende Wert bei 24,1 Jahren (gegenüber 23,9 Jahren in der letzten Sterbetafel).

Die Sterbetafel gibt aber auch noch andere Informationen her. Statistisch kann sich jeder zweite Mann in Deutschland ausrechnen 78 Jahre alt zu werden. Jede zweite Frau wird sogar 84 Jahre alt.

Auch die historische Entwicklung ist aufschlussreich. Im Deutschen Reich von 1871/1881 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung eines neugeborenen Jungen 35,6 Jahre, ein neugeborenes Mädchen konnte mit einer Lebensdauer von 38,5 Jahren rechnen.

Langfristig ist mit Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung auf die Rentenversicherungsbeiträge zu rechnen. Je länger die Menschen lebten, desto höher müssten die Rentenbeiträge steigen. Kurzfristig sei jedoch mit Auswirkungen dieser statistischen Effekte nicht zu rechnen, sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger.

Quellen

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August 23, 2005

Deutsches Staatsdefizit im ersten Halbjahr bei 39 Milliarden Euro

Deutsches Staatsdefizit im ersten Halbjahr bei 39 Milliarden Euro

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Wiesbaden (Deutschland), 23.08.2005 – Das deutsche Staatsdefizit beläuft sich im ersten Halbjahr 2005 auf 39 Milliarden Euro. Die Defizitquote liegt damit auf das Jahr hochgerechnet bei 3,6 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte heute die aktuellen Zahlen.

Das Staatsdefizit setzt sich aus den Defiziten des Bundes, der Länder, der Gemeinden und der Sozialversicherungen zusammen. Im ersten Halbjahr 2004 lag der Wert noch bei 43,1 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) rechnet damit, dass Deutschland auch in diesem und im kommenden Jahr den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht einhalten wird. Der Vertrag sieht ein maximales Defizit von 3,0 Prozent des BIP vor.

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