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January 9, 2012

Erstmals in der deutschen Geschichte: Der Staat verdient beim Schuldenmachen

Erstmals in der deutschen Geschichte: Der Staat verdient beim Schuldenmachen

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Veröffentlicht: 21:03, 9. Jan. 2012 (CET)
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Deutsche Bundesbank

Frankfurt am Main (Deutschland), 09.01.2012 – Die Frankfurter Bundesfinanzagentur verkaufte heute Schatzanweisungen mit einer Laufzeit von sechs Monaten im Volumen von 3,9 Milliarden Euro. Das Außergewöhnliche daran: Die Rendite lautet auf minus 0,0122 Prozent.

Länder wie Griechenland, Italien und Portugal zahlen wegen der Euroschuldenkrise hohe Zinsen und haben Probleme, sich Geld am Kapitalmarkt zu besorgen. In Deutschland nehmen Geldgeber sogar in Kauf, negative Zinsen zu bekommen. So viel ist ihnen eine sichere Geldanlage wert. UniCredit-Experte Kornelius Purps: „Man hat sich lange nicht vorstellen können, dass es einmal soweit kommt.“ ING-Analystin Emelia Sithole-Matarise: „Geld wird in Deutschland geparkt, weil es innerhalb der Euro-Zone derzeit der sicherste Platz ist.“

Die Banken untereinander trauen sich nicht mehr und leihen sich gegenseitig kaum noch Geld. Das Risiko von Bankenpleiten wird als hoch eingeschätzt. Das Geld fließt in Anlageformen, die auch jetzt noch als sicher gelten, beispielsweise in kurz laufende Anleihen des Bundes. So steht eine große Nachfrage dem Angebot gegenüber. Die aktuelle Anleihe war 1,8-fach überzeichnet. Das heißt, der Bund hätte fast das doppelte an Volumen ausgeben können.

Die Möglichkeit, Anleihen mit negativem Zinssatz auszugeben, wurde erst im Jahr 2011 in Deutschland geschaffen, vorher war so etwas nicht nötig.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Finanzpolitik

Quellen[Bearbeiten]

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April 5, 2011

Dubioser Iran-Deal setzt Bundesregierung unter Druck

Dubioser Iran-Deal setzt Bundesregierung unter Druck

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Veröffentlicht: 16:14, 5. Apr. 2011 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 05.04.2011 – Wie der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Gerhard Schick, der Tageszeitung Handelsblatt am Montag, dem 4. April 2011, sagte, müssten die Geschäfte der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIHB) mit dem Iran EU-weit verboten werden. Außenminister Guido Westerwelle und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, die sich beide mit dem umstrittenen indisch-deutsch-iranischen 9-Milliarden-Euro-Geschäft der Bundesbank befasst und dieses durchgewinkt hätten, wurden von dem Grünen-Politiker aufgefordert, eine EU-Ratsinitiative auf den Weg zu bringen, die 1971 gegründete Bank auf europäische Sanktionslisten zu setzen. Die USA habe ihre Entscheidung, die EIHB zu sanktionieren, fundiert begründet[1]. Miteigentümer der Bank, so die iranische Bank Mellat, welcher 26 Prozent der Anteile an der EIHB gehören, stehen – mit ihren Töchtern – bereits auf europäischen Sanktionslisten; das gesamte Mellat-Vermögen wurde eingefroren[2]. Die 51-Prozent-Mehrheits-Anteileignerin, die Bank für Industrie und Bergbau, befindet sich ebenfalls auf Sanktionslisten des US-amerikanischen Finanzministeriums[3] und ist – jedoch (im Unterschied zu den Banken Melli und Bank Saderat) nicht namentlich – Objekt der Resolution 1803 der Vereinten Nationen[4]. Diese Dokumente verbieten Geschäfte mit iranischen Banken, um eine Proliferation atomarer Technik und Raketentechnik in den Iran zu verhindern. Vermögenswerte von iranischen Regierungsstellen und Banken sowie Einzelpersonen sind als Folge der Sanktionen in verschiedenen Ländern eingefroren.[5]

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte ebenfalls eine Schließung der Bank gefordert[6]. Die indische Regierung hatte 12 Milliarden Petrodollar, die sie aufgrund von internationalen Sanktionen nicht an den Iran überweisen wollte, auf ein Konto der iranischen EIHB bei der Deutschen Bundesbank überwiesen, wodurch das Geld in den Verfügungsbereich der iranischen Regierung geriet[7].

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Iran

Quellen

Belege

  1. Handelsblatt, 04.04.2011: Schärfere Sanktionen gefordert: Dubioser Iran-Deal setzt Bundesregierung unter Handlungsdruck. Ein umstrittenes Iran-Geschäft, das mit Billigung des Bundeswirtschaftsministeriums durchgezogen wurde, sorgt für Wirbel in Berlin. Die Grünen sehen nun den Außenminister in der Pflicht, zu handeln.
  2. Europäische Union, 26.07.2010: Beschluss des Rates vom 26. Juli 2010 über restriktive Maßnahmen gegen Iran und zur Aufhebung des Gemeinsamen Standpunkts 2007/140/GASP veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union 27.07.2010, S. 61
  3. The United States department of the Treasury: title= Iranian Banks}}
  4. Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, Resolution 1803, 3. März 2008: Security Council Tightens Restrictions on Irans’s Proliferation-Sensitive Nuclear Activities, Increases Vigilance Over Iranian Banks, Has States Inspect Cargo. Adopting Resolution 1803 by 14-0-1, Council Welcomes Agreement between Iran, Atomic Energy Agency to Resolve Outstanding Issues on Iran’s Nuclear Programme
  5. Handelsblatt: 29.03.2011 Die Iran-Connection der Bundesbank
  6. Süddeutsche Zeitung, 04.04.2011: Zentralrat kritisiert deutsche Iran-Geschäfte
  7. Auswärtiges Amt, Pressesprecher Andreas Peschke, 28.03.2011: Zu den Geschäftsbeziehungen zwischen der EIHB und der Deutschen Bundesbank erklärten Regierungssprecher Steffen Seibert, die Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums Sarah Schneid und der Sprecher des Auswärtigen Amtes Andreas Peschke am 28.03. vor der Bundespressekonferenz

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April 1, 2011

Größter Münzskandal seit Einführung des Euro – Metallschrott in Euro-Scheine verwandelt

Größter Münzskandal seit Einführung des Euro – Metallschrott in Euro-Scheine verwandelt

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Veröffentlicht: 06:20, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 01.04.2011 – Eine kriminelle Bande kaufte tonnenweise verschrottete Euromünzen auf und schaffte diese nach China, dort wurden sie aufbereitet und von Flugbegleitern der Lufthansa nach Deutschland zurückgebracht. Es folgte der Umtausch in Scheine bei der Deutschen Bundesbank. Jetzt schlugen die Ermittler zu. Zehn Objekte (Wohnungen, Firmen und Büros im Rhein-Main-Gebiet) wurden durchsucht, sechs Personen wurden festgenommen, vier davon sind Chinesen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt gegen 25 Personen wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld. Bandenmitglieder ersteigerten den Münzschrott. Die entkernten Münzen wurden nach China gebracht und dort wieder zusammengesetzt. Flugbegleiter der Lufthansa brachten sie auf ihren Flügen wieder nach Deutschland, immer in Beträgen unter 10.000 Euro. Damit war die Einfuhr des Geldes nicht anzeigepflichtig.

Anfang 2010 hatte eine Stewardess ein Problem mit ihrer Tasche, sie war zu schwer für sie. Es fiel auf, dass sie tausende Euro Kleingeld bei sich hatte. Das Kommissariat 65 in Frankfurt am Main nahm die Ermittlungen auf. Ein Jahr dauerte es, bis der Modus und die Strukturen der Bande aufgedeckt waren. Mindestens sechs Millionen Euro kriminelle Gewinne wurden erzielt. Jetzt drohen den Tätern empfindliche Freiheitsstrafen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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February 12, 2011

Bundesbankpräsident Weber kündigt Rücktritt an

Bundesbankpräsident Weber kündigt Rücktritt an

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Veröffentlicht: 09:46, 12. Feb. 2011 (CET)
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Axel Weber, 2005

Berlin (Deutschland), 12.02.2011 – Der Präsident der Deutschen Bundesbank Axel Weber will am 30. April aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten. Weber war als potentieller Nachfolger von Jean-Claude Trichet als Präsident der Europäischen Zentralbank gehandelt worden, was mit seinem Rücktritt nun nicht mehr möglich ist.

Die Bundesregierung gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass Weber Bundeskanzlerin Merkel gestern in einem Gespräch seine Entscheidung mitgeteilt habe. Die Bundeskanzlerin und Finanzminister Schäuble hätten Webers persönliche Gründe mit Respekt zur Kenntnis genommen.

Weber galt als Befürworter einer harten Währungspolitik und hatte in der Vergangenheit die Aufweichung des Stabilitätspakts und den Kurswechsel in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hin zum Aufkauf von Staatsanleihen von Krisenstaaten der Eurozone kritisiert. Ihm wurde aber auch mangelndes diplomatisches Geschick vorgeworfen.

Gerüchten zufolge könnte Weber Nachfolger von Josef Ackermann als Vorstand der Deutschen Bank werden. Den Nachfolger von Weber als Präsident der Bundesbank will die Bundesregierung nächste Woche bekannt geben.

Quellen

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September 4, 2010

Bundesbank beschließt Abberufung von Thilo Sarrazin

Bundesbank beschließt Abberufung von Thilo Sarrazin

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Veröffentlicht: 07:45, 4. Sep. 2010 (CEST)
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Thilo Sarrazin, 2009

Frankfurt am Main (Deutschland), 04.09.2010 – Die Deutsche Bundesbank hat am Donnerstag beschlossen, beim Bundespräsidenten die Abberufung des Vorstandsmitglieds und SPD-Politikers Thilo Sarrazin zu beantragen. Sarrazin war in den vergangenen Wochen durch seine Äußerungen über Einwanderer und Juden in heftige Kritik geraten.

Bereits im Herbst letzten Jahres war Sarrazin die Zuständigkeit für das Bargeldressort entzogen worden, als er sich in einem Zeitschriften-Interview abfällig über muslimische Einwanderer geäußert hatte und behauptet hatte, sie wollten Deutschland „erobern“. Von Seiten der Bundesbank war ihm damals vorgeworfen worden, gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen zu haben, der vorschreibe, dass sich ein Vorstandsmitglied politisch zurückhaltend äußern und auf das Ansehen der Bundesbank Rücksicht nehmen müsse.

Im Zuge der Vorstellung seines neuen Buches geriet Sarazzin dann wieder mit umstrittenen Äußerungen über Ausländer, deren fehlende Fähigkeit zur Integration und ihre tendenziell weniger intelligenten Nachkommen in die Schlagzeilen. Auch fiel er mit der Behauptung auf, „alle Juden teilen ein bestimmtes Gen“.

Damit zog Sarrazin heftige Kritik von allen Seiten auf sich. Bundeskanzlerin Merkel nannte seine Äußerungen „völlig inakzeptabel“. Sarrazin würde ganze Bevölkerungsgruppen verächtlich machen und die Gesellschaft spalten. Der FDP-Vorsitzende Westerwelle sagte, Sarrazin „leitet Wasser auf die Mühlen des Rassismus und des Antisemitismus.“ Verteidigungsminister Guttenberg (CSU) wies darauf hin, dass „jede Provokation ihre Grenzen hat“. Kritik kam auch vom Zentralrat der Juden. Sarrazins Berliner SPD-Kreisverband leitete ein Parteiausschlussverfahren ein.

Zuletzt hielt der Bundesbankvorstand Sarrazin nicht mehr für tragbar und forderte ihn am Dienstag in einer Anhörung auf freiwillig zurückzutreten. Als er der Aufforderung nicht nachkam, beschloss der Vorstand jetzt einstimmig, beim Bundespräsidenten einen Antrag auf die Abberufung Sarrazins zu stellen.

Themenverwandte Artikel

  • Thilo Sarrazins Interview im Lettre International führt zu Kontroverse mit der Deutschen Bundesbank (09.10.2009)

Quellen

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July 25, 2010

Sieben Banken am EU-Stresstest gescheitert

Sieben Banken am EU-Stresstest gescheitert

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Veröffentlicht: 18:27, 25. Jul. 2010 (CEST)
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Brüssel (Belgien), 25.07.2010 – Wie der Europäische Ausschuss der Bankenaufsichtsbehörden CEBS am Freitag bekanntgab, sind sieben der einundneunzig EU-weit getesteten Banken am Stresstest gescheitert: fünf spanische, eine deutsche und eine griechische. Der Test sollte zeigen, wie die europäischen Banken für künftige Wirtschaftskrisen gerüstet sind und darüberhinaus ist er als Versuch zu werten, das Vertrauen in die europäische Finanzwelt wiederherzustellen.

Es nahmen 91 Banken aus 20 Staaten teil, die zusammen – gemessen an der Bilanzsumme – 65% des EU-Bankensystems repräsentieren. In jedem Land wurden – ebenfalls gemessen an der Bilanzsumme – 50% des nationalen Bankensystems überprüft. Der Test wurde zwar von der Europäischen Union koordiniert, die Durchführung oblag aber den jeweiligen nationalen Instanzen wie der Bundesbank in Deutschland.

Zunächst wurden die Wirtschaftsprognosen der EU-Kommission herangezogen, in die Parameter wie die zu erwartenden Arbeitslosenzahlen und Immobilienpreise oder das voraussichtliche BIP eingingen und anschließend wurden die Stressfaktoren hinzugefügt. Dabei wurde ein extremes Szenario mit zwei Perioden Rezession simuliert, bei dem in den Jahren 2010 und 2011 eine insgesamt um 3 Prozentpunkte stärkere Abkühlung der Konjunktur angenommen wurde, als die EU-Kommission sie voraussagt. In einem weiteren Schritt wurden weitere wirtschaftliche Verschlechterungen, wie ein Preisverfall der Staatsanleihen in das Modell integriert. Als Limit zum Bestehen des Tests wurde ein Wert von 6% für die Kernkapitalquote nach Ende der betrachteten Periode angenommen. Diese Quote gibt darüber Auskunft, wie viele der aushaftenden Kredite einer Bank durch Eigenkapital gedeckt sind. Dies bedeutet aber nicht, dass eine Bank mit einer Kernkapitalquote von unter 6% automatisch insolvent wäre, die Marke von 6% ist lediglich eine Annahme zur Durchführung des Tests.

In Deutschland wurden insgesamt 14 Banken dem Stresstest unterzogen, wobei eine noch etwas stärker gebremste Konjunktur angenommen wurde. Nur die Hypo Real Estate Holding AG konnte unter diesen Bedingungen die 6%-Hürde nicht erreichen. Neun der getesteten deutschen Banken erreichten Werte von über 18%.

In Österreich wurden bei der Erste Bank und der RZB wegen des Osteuropa-Riskos in einigen Punkten etwas strengere Maßstäbe angelegt, beide Banken landeten aber im Mittelfeld, ebenso wie die Bank Austria, die allerdings gemeinsam mit der italienischen Mutter UniCredit geprüft wurde.

Beide Extreme deckt Spanien ab, einerseits mit der Banca March, die mit 19% Kernkapitalquote das europaweit beste Ergebnis bringt, andererseits ist die spanische Diada mit einer Quote von nur 3,9% das europäische Schlusslicht. In Spanien wurden strenge Maßstäbe bei der Bewertung der Immobilienpreise angelegt. So hat die Banco de España beispielsweise einen Verfall der Preise bei Büros um 35% im Jahr 2010 und um weitere 30% im Jahr 2011 angenommen. Im Vergleich dazu wurde der Verfall der als Büro genutzten Immobilien in Frankreich mit jeweils 4,5% im Jahr 2010 und 2011 angenommen. Es wurde eine relativ hohe Anzahl spanischer Banken, nämlich 27 geprüft, und bei den fünf Banken, die das 6%-Limit nicht erreichen konnten, handelt es sich um regionale Sparkassen, die aufgrund des vorangegangenen Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarktes bereits große Verluste hinnehmen mussten.

In Griechenland schaffte die ATEbank die Testmarke von 6% als einzige von sechs geprüften Banken nicht und der griechische Finanzminister George Papaconstantinou zeigte sich mit diesem Ergebnis zufrieden.

Die sieben an der 6%-Marke gescheiterten Banken würden insgesamt zusätzliches Kapital in Höhe von 3,5 Milliarden Euro benötigen, um die erforderlichen Standards zu erfüllen.

Kritiker des Tests sind der Ansicht, dass die Durchführung durch nationale Instanzen und die unterschiedlichen Grundannahmen in dem Simulationsmodell zu Verzerrungen führen, die Annahmen des Tests nicht streng genug waren, dass politische Manipulation erfolgte und der Test zu wenig transparent war. Dem widersprechen die Europäische Union und die Europäische Zentralbank EZB ebenso wie die europäische Bankenaufsicht CEBS und der IWF. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn meinte, dass dies ein „wichtiger Schritt in Richtung zu mehr Transparenz und mehr Marktvertrauen“ ist. Der österreichische Nationalbank-Chef Ewald Nowotny weist darauf hin, dass der EU-Stresstest mit strengeren Kriterien als derjenige in den USA vor zwei Jahren durchgeführt wurde.

Der nächste Test folgt am Montag wenn die Börsen öffnen und die Märkte darüber bestimmen, ob die vertrauensbildende Maßnahme die erhoffte Wirkung zeigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wirtschaft

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March 10, 2009

Deutsche Bundesbank erzielt einen Überschuss von 6,3 Milliarden Euro

Deutsche Bundesbank erzielt einen Überschuss von 6,3 Milliarden Euro

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Veröffentlicht: 23:50, 10. Mär. 2009 (CET)
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Bundesbank-Zentrale in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland), 10.03.2009 – Die Deutsche Bundesbank hat einen Überschuss von 6,3 Milliarden Euro erzielt, zwei Milliarden mehr als im Vorjahr. Damit konnte die Bundesbank trotz weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrise sowie erhöhten Rückstellungen ihren Gewinn steigern.

Mit 16,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,1 Milliarden) machen die Zinserträge den Großteil der Einnahmen aus. Die Bundesbank hatte dagegen Zinsaufwendungen von 8,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,6 Milliarden Euro).

Sämtliche Gewinne werden nach § 27 Nr. 2 BBankG in voller Höhe an den Bund überwiesen.

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  • Portal:Politik
  • Portal:Wirtschaft

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March 14, 2007

Die Bundesbank konnte ihren Gewinn 2006 steigern

Die Bundesbank konnte ihren Gewinn 2006 steigern

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Artikelstatus: Fertig 14:26, 14. Mär. 2007 (CET)
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Axel Weber, Präsident der Deutschen Bundesbank

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.03.2007 – Die Deutsche Bundesbank konnte ihren Gewinn im Jahr 2006 auf 4,2 Milliarden Euro steigern. Von diesem Betrag erhält der Bund eine Summe von 3,5 Milliarden Euro, die Finanzminister Peer Steinbrück bereits in den Bundeshaushalt eingeplant hat. Die übrigen 700 Millionen Euro gehen an den Erblasten-Tilgungsfonds. Diese Gelder werden zum Abbau von Schulden der ehemaligen DDR verwendet.

Bundesbank-Präsident Axel Weber sagte auf der Bilanzpressekonferenz am gestrigen Mittwoch in Frankfurt: „Der Gewinnanstieg ist vor allem auf das gestiegene Zinsniveau im Euro-Raum zurückzuführen. Dies reflektiert auch das anhaltende Wirtschaftswachstum in Europa.“ Die Kursschwankungen des Dollars hätten sich in diesem Jahr kaum auf das Ergebnis niedergeschlagen.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Gewinn deutlich gestiegen. Im Jahr 2004 betrug der Bundesbanküberschuss nur 0,7 Milliarden Euro, 2005 lag der Betrag bei 2,86 Milliarden Euro. Der bisher höchste Gewinn wurde im Jahr 1997 erwirtschaftet. Er betrug 12,4 Milliarden Euro.

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February 8, 2006

Deutsche Warenexporte erreichen neuen Höchststand

Deutsche Warenexporte erreichen neuen Höchststand

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Artikelstatus: Fertig 23:58, 8. Feb. 2006 (CET)
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Wiesbaden (Deutschland), 08.02.2006 – Die Leistungsbilanz der deutschen Exportwirtschaft stieg im Jahr 2005 auf einen Überschuss von 90,4 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz weist für das Jahr 2005 einen Überschuss von 160,5 Milliarden Euro aus. Das sind 5,9 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Diese Zahlen gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute bekannt. Dabei stützte sich die Behörde teilweise auf Berechnungen der Deutschen Bundesbank.

Gegenüber dem Jahr 2004 weisen die deutschen Exporte ein Plus von 7,5 Prozent auf, während die Einfuhren um 8,7 Prozent stiegen. Den Löwenanteil an diesem Ergebnis steuerte der Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union bei. Insgesamt wurden Waren im Wert von 498,5 Milliarden Euro in Staaten der EU exportiert, davon 339,8 Milliarden Euro in Länder der Euro-Zone. (Das entspricht einem Anteil von 68 Prozent.) Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Exporte in die EU um 6,9 Prozent. Die Importe aus Ländern der Europäischen Union stiegen noch etwas stärker: um 7,3 Prozent.

Wirtschaftsexperten halten es für wahrscheinlich, dass sich Deutschland mit diesen Zahlen erneut den Titel als Export-Weltmeister sichern kann. Ein ähnlich gutes Ergebnis für die deutsche Volkswirtschaft wird auch für das Jahr 2006 erwartet. Alexander Koch (HypoVereinsbank): „Erst ab 2008 könnten dann die Chinesen alle überholen.“

Als Ursache des guten Ergebnisses der deutschen Exportwirtschaft nannten Analysten die gute Auftragslage deutscher Unternehmen sowie die boomende Weltkonjunktur, die eine höhere Nachfrage nach Investitionsgütern erzeugt habe. Positiv habe sich auch der leicht gesunkene Wechselkurs des Euro ausgewirkt.

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  • Portal:Wirtschaft

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January 8, 2006

Sonderbriefmarke und Gedenkmünze anlässlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart

Sonderbriefmarke und Gedenkmünze anlässlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart

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Wolfgang Amadeus Mozart

Berlin / Augsburg (Deutschland), 08.01.2006 – Anlässlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart gibt das Bundesministeriums der Finanzen eine Sonderbriefmarke und Gedenkmünze heraus. Es handelt sich um eine 10-Euro-Gedenkmünze. Der Designer der Münze ist der Berliner Jordi Regel. Die Sonderbriefmarke im Wert von 55 Cent hat die Graphikerin Irmgard Hesse aus München erfunden.

Die Briefmarke kann seit dem 2. Januar in allen Filialen der Deutschen Post AG gekauft werden. Die Münze gibt es bei allen Banken und Sparkassen und bei den Filialen der Deutschen Bundesbank.

Die Herausgabe der Münze und Briefmarke soll eine Ehrung des bekannten Komponisten darstellen. Mozart ist am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Er starb am 5. Dezember 1791 in Wien.

Herausgeber der Münze und Briefmarke ist der Bundesminister der Finanzen, die Vorstellung in der Öffentlichkeit übernimmt der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Karl Diller. Der Öffentlichkeit präsentiert Diller die Münze und die Briefmarke am 9. Januar im Goldenen Saal in Augsburg. Die Briefmarke wird dabei in Form von Briefmarkenalben mit Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens präsentiert. Der Augsburger Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert nimmt Marke und Münze in Empfang. Teilnehmen wird an der Zermonie auch Dr. Dirk Hewig. Er ist der Präsident der Deutschen Mozartgesellschaft.

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