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October 4, 2011

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

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Veröffentlicht: 06:59, 4. Okt. 2011 (CEST)
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Von einer Webcam aufgenommenes Foto vom Nordpol

Nordpol, 04.10.2011 – Nach einer Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin „Nature“ haben Forscher ein Ozonloch über der Arktis von der fünffachen Größe Deutschlands entdeckt.

Wissenschaftler sind beunruhigt. Durch den Mangel an Ozon sind die Menschen und andere Lebewesen einer erhöhten Dosis von ultraviolettem Licht ausgesetzt. Eine Ursache für die Entstehung des Loches soll die extreme, außergewöhnliche Kälte sein. Innerhalb von zwei Wochen sei das Loch über Russland und die Mongolei gezogen.

Zum Mangel von Ozon kommt es insbesondere durch von Menschen freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Wegen noch extremerer Kälte ist seit Jahren ein Ozonloch am Südpol bekannt. Dort wird es seit Anfang der 1980er Jahre saisonal jeweils im Spätwinter und Frühjahr festgestellt. Laut der Veröffentlichung kann man am Nordpol dieses Jahr erstmals von einem Ozonloch sprechen.

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October 20, 2006

Ozonloch größer als je zuvor

Ozonloch größer als je zuvor – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ozonloch größer als je zuvor

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Artikelstatus: Fertig 19:59, 20. Okt. 2006 (CEST)
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Größte Ausdehnung des Ozonlochs über der Antarktis vom 24. September 2006.

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 20.10.2006 – Das Ozonloch über dem Südpol ist größer als je zuvor. Sogar die bisherige Rekordausdehnung aus dem Jahr 2000 wurde übertroffen. Im Zeitraum vom 21. bis zum 30. September betrug die durchschnittliche Größe des Loches 27,45 Millionen Quadratkilometer, was der Fläche von USA und Russland zusammengenommen entspricht. Am 24. September betrug die Größe 29,5 Millionen Quadratkilometer, genau so viel wie der bisherige Tagesrekord vom 9. September 2000. Diese Daten gaben Wissenschaftler von NASA und der „National Oceanic and Atmospheric Administration“ (NOAA) bekannt.

Gleichzeitig zu der großen Ausdehnung des Loches gibt es auch noch zwei weitere negative Rekorde: Am 8. Oktober wurde mit 85 Dobson-Einheiten die niedrigste Ozonkonzentration in der Atmosphäre über der östlichen Antarktis gemessen, was den Rekord von 1998 einstellt. Und in einer Höhe von 13 bis 21 Kilometern über der Erdoberfläche ist die Ozonschicht laut einem Experten „so gut wie verschwunden“.

Diese Werte werden neben dem Anteil an ozonzerstörenden Substanzen auch der in diesem Jahr überdurchschnittlich hohen Kälte in der antarktischen Stratosphäre zugeschrieben. Als Ergebnis des Montreal-Protokolls, bei dem sich die meisten Länder dazu verpflichteten, auf ozonschädigende Stoffe zu verzichten, geht die Konzentration der ozonzerstörenden Substanzen seit 1995 zurück. Die höchste Konzentration solcher Substanzen über der Antarktis war vermutlich im Jahr 2001. Die Substanzen bleiben aber über 40 Jahre lang in der Atmosphäre, wodurch sich die Auswirkungen auf die Ozonschicht verzögern. Es wird erwartet, dass sich die Ozonschicht erst bis 2065 wieder erholen kann und bis dahin temperaturabhängigen Schwankungen unterliegt.

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July 2, 2006

Ozonloch schließt sich langsamer als angenommen

Ozonloch schließt sich langsamer als angenommen

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Artikelstatus: Fertig 16:55, 2. Jul. 2006 (CEST)
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Ozonloch über der Antarktis im Jahr 2000

Greenbelt / Maryland (Vereinigte Staaten), 02.07.2006 – Eine neue Studie hat ergeben, dass sich das Ozonloch über der Antarktis nicht wie bisher angenommen bis 2050, sondern erst 2068 wieder schließen wird.

An der Studie beteiligten sich drei Institute aus den USA: Die NASA, sowie die nationale Behörde für Meeres- und Atmosphärenforschung (NOAA) und das nationale Zentrum für Atmosphärenforschung (NCAR).

Die Forscher verwendeten dabei ein neues Berechnungsmodell, dem Daten wie die erwarteten Chlor- und Brom-Konzentrationen zugrunde liegen. Dabei wird auch die Zeit berücksichtigt, die diese Stoffe zum Erreichen der Ozonschicht benötigen, die in der Stratosphäre in einer Höhe zwischen 15 und 50 Kilometer über der Erdoberfläche liegt. Wie einer der Autoren der Studie vom Goddard Raumfahrtszentrum in Greenbelt sagte, gibt die Untersuchung des Ozonlochs über der Antarktis dabei Aufschluss über die komplette Ozonschicht der Erde.

Die Ozonschicht ist wichtig für uns, da sie 90 bis 99 Prozent der gefährlichen ultravioletten Strahlung von der Sonne absorbiert, deren direkte Einstrahlung Hautkrebs sowie Erblindung verursachen kann. Ein Verschwinden der Ozonschicht hätte neben dieser direkten Schadwirkung auch noch weitere weitreichende negative Auswirkungen auf das Ökosystem der Erde.

Den Rückgang der Ozonschicht über der Antarktis konnte man Anfang der 80er Jahre zum ersten Mal deutlich beobachten. Hauptursache dafür war der massive Ausstoß von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW). Seit dem internationalen Abkommen von Montréal im Jahr 1987 wurde die Produktion von FCKW jedoch stark eingeschränkt, wodurch sich die Ozonschicht wieder erholen kann. Eine deutliche Verkleinerung des Ozonlochs erwartet man aber erst ab dem Jahr 2018.

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September 17, 2005

Internationale Sitzung der Polarforscher in Jena

Internationale Sitzung der Polarforscher in Jena

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Jena (Deutschland), 17.09.2005 – Am Montag beginnt eine internationale Sitzung von Polarforschern in Jena. Auf dem Programm stehen unter anderem Themen wie der Temperaturanstieg auf dem sechsten Kontinent, die Niederschläge und das extrem große Ozonloch im Frühjahr 2005.

Der Jenaer Dr. Peter, welcher seit 1983 schon an 16 Expeditionen auf die King George Inseln teilnahm, sagt, „nirgendwo sind die Klimaveränderungen in den vergangenen Jahren so extrem ausgefallen wie an der Spitze der antarktischen Halbinsel“. Er erforscht die Tierwelt in der Antarktis und meint: „Man braucht sich bloß die Nahrungskette anzusehen. Die Erwärmung sorgt für weniger Eis und damit für weniger Kieselalgen am Eis. Die aber sind die Nahrung für den Krill, eine Kleinkrebsart. Auf die sind aber die Adele-Pinguine angewiesen. Folglich wird es im Frühjahr weniger von ihnen geben.“

Ein Ergebnis der Tagung sollen Vorschläge für zukünftige Aktivitäten sein, die die Umwelt so wenig wie möglich beeinflussen. Dr. Peter wird im Dezember mit acht Studenten zu seiner 17. Expedition auf die King George Inseln aufbrechen.

Für die Bürger von Jena wird eine Ausstellung von großflächigen Bildern des Polar-Malers Gerhard Rießbeck auf dem Ernst-Abbe-Platz auf dem Campus angeboten. Außerdem gibt es eine kostenlose populärwissenschaftliche Vortragsreihe.

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March 3, 2005

Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt

Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.03.2005 – Bereits vor einem Jahr haben Klimaforscher der University of Colorado eine starke Vergrößerung des Ozonlochs über der nördlichen Erdhalbkugel entdeckt. Jetzt wurde diese Entdeckung bekannt gegeben. Die Verminderung der Ozonschicht um jährlich etwa vier Prozent hat sich überraschend stark beschleunigt und bedeutet eine stärkere Zunahme der UV-Einstrahlung in den nördlichen Teilen von Amerika, Europa und Asien als erwartet.

Die Forscher vermuten, dass die Ursache in einem von der Sonne ausgehenden Partikelsturm liegt, der auf die Erde niederprasselte. Hinzu kommen ungewöhnlich heftige Winde, welche schädliche Stickstoffoxide und -dioxide in ungefähr 30 Kilometer Höhe getrieben haben.

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December 8, 2004

Deutsche Wälder stark geschädigt

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Teutoburger Wald

Berlin (Deutschland), 08.12.2004 – Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Die Grünen) veröffentlichte in Berlin den Waldzustandsbericht 2004. Dieser wird seit Anfang der 1980er-Jahre nach Beginn der Diskussion um das so genannte Waldsterben erhoben. Danach ist der deutsche Wald so stark geschädigt wie nie zuvor. Nur noch 28 Prozent der Wälder wurden als nicht geschädigt eingestuft.

Hauptgrund für die Verschlechterung des Zustandes sei der heiße und trockene Sommer 2003 mit hohen Ozonwerten. Die unter der hohen Schadstoffbelastung der Böden leidenden Bäume sind nicht mehr in der Lage, sich dem Klimawandel ausreichend anzupassen. Besonders Fichten leiden zunehmend unter dem seit dem Sommer 2003 sich stark vermehrenden Borkenkäfer.

Besonders der Buche geht es so schlecht wie nie zuvor, 55 Prozent der Kronen weisen hier starke Schäden auf. Aber auch bei Eiche und Fichte sind die Schäden mit 45 beziehungsweise 35 Prozent besorgniserregend. Im Schnitt stieg der Anteil der an den Kronen stark geschädigten Bäume um acht Prozent auf eine neue Höchstmarke von 31 Prozent.

Besonders stark betroffen sind die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Berlin. Auf der anderen Seite steigt die Holzmasse in Kubikmeter pro Hektar seit Jahren kontinuierlich an.

Künast forderte als Konsequenz eine Reduzierung der Ozonbelastung und eine Verjüngung des Waldbestands. An die Verbraucher appellierte sie verstärkt Energie zu sparen und vermehrt einheimische Hölzer zu verwenden.

Mit der „Charta für Holz“ will Künast die Nutzung von Holz in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent erhöhen. Die Stiftung „Wald in Not“, die sich nach eigenem Bekunden als private Initiative zur Erhaltung und Vermehrung des Waldes versteht, plädiert trotz negativem Bericht für eine stärkere Nutzung und hält den Aufbau von Mischbeständen für wichtig.

Naturschutzverbände wie BUND und Deutscher Naturschutzring kritisieren die Ankündigungen Künasts und fordern Maßnahmen zur Reduzierung der Luftschadstoffe und eine stärkere Bejagung des Wildes.

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