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April 4, 2012

USA stoppt Nahrungsmittelhilfe wegen Raketentest in Nordkorea

USA stoppt Nahrungsmittelhilfe wegen Raketentest in Nordkorea

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Veröffentlicht: 13:15, 4. Apr. 2012 (CEST)
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nordkoreanische UNHA-Rakete

Pjöngjang (Nordkorea) / Washington D.C. (USA), 04.04.2012 – Die US-Regierung gab bekannt, dass sie Hilfslieferungen nach Nordkorea stoppt. Damit reagiert sie auf Pläne aus Pjöngjang für einen Raketenstart im Mai. Während Nordkorea angibt, es handle sich um einen friedlichen Start eines Satelliten, sagen die USA und andere Länder, der Start helfe Nordkoreas ballistischer Raketentechnologie.

Peter Lavoy, ein für Sicherheitsfragen des asiatisch-pazifischen Raums zuständiger Regierungsbeamter, sagte bei einer Kongressanhörung, man arbeite mit den Verbündeten in der Region zusammen, um Nordkorea vom Start der Rakete abzubringen, den man als Bruch internationaler Zusagen Pjöngjang’s betrachte. Lavoy sagte, dass eine Nichtbeachtung Nordkoreas eigener Versprechen auch die von den USA angebotenen Nahrungshilfslieferungen zweifelhaft werden lasse.

“Wir sind gezwungen, unsere Aktivitäten zur Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfen an Nordkorea weitgehend einzufrieren, da wir nun kein Vertrauen mehr in die Überwachungsmechanismen haben, die sicherstellen sollen, dass die Nahrungshilfen bei der hungernden Bevölkerung ankommt statt bei der Elite des Regimes”.

Ende Februar kündigte Nordkorea die temporäre Einstellung von Atomtests, Langstreckenraketenstarts und anderer nuklearer Aktivitäten an. Im Gegenzug sagte Washington die Versorgung mit 240.000 Tonnen Nahrungsmitteln zu.

Die Hilfsgüter sollten die Bedürftigsten in Nordkorea erreichen, einschliesslich Kinder und Schwangerer. Hilfslieferungen der USA an Nordkorea wurden zuletzt 2009 eingestellt, als US-Beobachter Bedenken bezüglich der Nahrungsmittelverteilung erhoben und daraufhin von Pjöngjang ausgewiesen wurden.

Im Moment weist Nordkorea Appelle zurück, den Start der Rakete abzusagen. Lavoy erklärte, dies verletze die Abmachung vom Februar.

“Als wir kürzlich zu dieser Abmachung kamen, verbot es nordkoreanische Raketenstarts und wir gaben zu verstehen, dass wir einen Satellitenstart als (Langstrecken)Raketenstart betrachten, weil er Raketentechnologie nutzt”.

Zu den militärischen Anwendungen beim Raketenstart kommen weitere Bedenken. “Die Nordkoreaner haben angezeigt, dass sie die Rakete in südlicher Richtung starten werden. Und ich weiss nicht, ob wir Zutrauen in die Stabilität der Rakete haben können oder wo sie auftreffen wird. Eine Reihe von Staaten sind potenziell betroffen. Der Raketenschrott kann in diesen Ländern herunterkommen. Es kann Opfer geben”.

Die USA und Südkorea berichten, dass die letzten zwei Satellitenstarts Nordkoreas erfolglos waren, während Pjöngjang darauf beharrt, dass der letzte Start erfolgreich verlief.

Der Verlautbarung des nordkoreanischen Staatsmediums zufolge dient der Satellitenstart der Ernteabschätzung und der Analyse natürlicher Resourcen. Der offizielle Bericht der KCNA zitiert auch einen nicht namentlich genannten Vertreter des Raumfahrtprogramms mit der Aussage, Nordkorea offenbare die friedliche Natur des Satelliten, indem es Experten und Journalisten einlade, den Start zu beobachten.

(Quelle: VOA/William Ide , Übersetzung: de.wikinews.org )

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Nordkorea

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February 13, 2008

Deutscher in Somalia entführt und wieder befreit

Deutscher in Somalia entführt und wieder befreit

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Veröffentlicht: 16:14, 13. Feb. 2008 (CET)
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Mogadischu (Somalia) / Berlin (Deutschland), 13.02.2008 – Im Norden von Somalia, 900 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mogadischu, ist am Dienstag ein Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe entführt worden. Der Mann wurde etwa 60 Kilometer nördlich von Erigabo, einer Stadt in der abtrünnigen Region Somaliland, von Bewaffneten verschleppt. In dem Fahrzeug befand sich auch eine weitere deutsche Mitarbeiterin. Das bestätigte die Organisation in Bonn.

Die Hilfsorganisation hatte keine Forderungen der Kidnapper erhalten. Ob es einen politischen Hintergrund der Tat gab, ist unklar. Das Auswärtige Amt in Berlin hielt sich zunächst mit weiteren Informationen zurück. Der Entführte wurde vermutlich in einer nahegelegenen Bergregion versteckt gehalten. Die lokalen Behörden bemühten sich intensiv um die Freilassung des deutschen Entwicklungshelfers.

Bei dem Verschleppten habe es sich um den Projektleiter Daniel B. gehandelt, erklärte ein örtlicher Mitarbeiter der Welthungerhilfe. Er war vor seinem Einsatz in Somalia in Afghanistan tätig und arbeitet seit fast zwei Jahren in der Region am Horn von Afrika. In Somalia herrschen seit den 90-er Jahren bürgerkriegsähnliche Zustände. In den letzten Monaten wurden wiederholt Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und den Vereinten Nationen überfallen.

Am Mittwoch sei der Deutsche nach einem Einsatz der Sicherheitskräfte in Somaliland aus der Gewalt der Entführer befreit worden, sagte ein somalischer Behördenvertreter. Der Mann sei in Freiheit und wohlbehalten, bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Auch einige der Täter seien bei der Befreiungsaktion verletzt worden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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March 10, 2007

Deutscher Entwicklungshelfer in Saripul getötet

Deutscher Entwicklungshelfer in Saripul getötet

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Artikelstatus: Fertig 05:36, 10. Mär. 2007 (CET)
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Sari Pul (Afghanistan), 10.03.2007 – Am vergangenen Donnerstag ist in Afghanistan ein Entwicklungshelfer der Welthungerhilfe mit zwei Schüssen ermordet worden. Das Opfer war mit drei Helfern in der Nähe von Masar-i-Scharif unterwegs, als ihr Fahrzeug von zwei vermummten Angreifern gestoppt wurde. Während die Afghanen nur ausgeraubt wurden, bezahlte der nach Angaben der Welthungerhilfe sehr erfahrene Deutsche mit seinem Leben. Der Leichnam wurde noch am Abend in die Provinzhauptstadt Sari Pul gebracht und soll nächste Woche nach Deutschland überführt werden.

Bei dem Getöteten handelt es sich um Dieter Rübling, einen 65-jährigen Bauingenieur aus Weikersheim in Baden-Württemberg. Er ist nach Angaben des Generalsekretärs der Deutschen Welthungerhilfe, Hans-Joachim Preuß, für einen dreimonatigen Einsatz in Afghanistan gewesen.

Inzwischen wurden sechs Verdächtige verhaftet, die jetzt von der Polizei verhört werden.

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April 23, 2006

Human Rights Watch beklagt Polizeiterror in Timor-Leste

Human Rights Watch beklagt Polizeiterror in Timor-Leste

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Artikelstatus: Fertig 18:05, 23. Apr. 2006 (CEST)
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Lage von Timor-Leste

Dili (Timor-Leste), 23.04.2006 – Die Lage der Menschrechte in Timor-Leste hat nach dem neuesten Bericht von Human Rights Watch auch nach der Unabhängigkeit 2002 keinen guten Stand. Im Bericht wirft die Menschenrechtsorganisation der Regierung unter Marí Alkatiri vor, Folter und Misshandlungen der Zivilbevölkerung durch Angehörige der Polizei PNTL (Policia Nacional de Timor-Leste) zu ignorieren und empfiehlt der Führung dringend, sich diesem Problem ernsthaft anzunehmen.

Der Direktor der Sektion Asien, Brad Adams, sagte: „Wir waren geschockt, von so vielen glaubhaften Fällen von Folter und schwerwiegenden Misshandlungen durch Polizisten zu erfahren. Osttimor hat die Unabhängigkeit teilweise durch die furchtbare Zeit der indonesischen Besatzung gewonnen. Jetzt sagen einige Leute, dass die neue Polizei auch nicht besser ist als die alte, und dies sollte die Regierung beunruhigen. […] Die Menschen in Osttimor haben das Recht, eine bessere Behandlung von ihrer eigenen Polizei zu erwarten.“

Der 61-seitige Bericht basiert auf etlichen Aussagen von Zeugen und Opfern des Polizeiterrors und dokumentiert Folter und Misshandlungen von Gefangenen durch die lokale Polizei. Einge Menschen mussten wegen ihrer schweren Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. Mericio Akara, Mitarbeiter des East Timor Institute for Reconstruction Monitoring and Analysis, sagte in einem Interview im Mai letzten Jahres: „Gewaltanwendung während einer Verhaftung ist inzwischen weit verbreitet. […] Weil die Einstellung der Polizei die einer Institution ist, die respektiert werden muss. Sie akzeptieren keine Zweifel an ihrer Befehlsgewalt. […] Prügel sind schon Routine.“

Der 27-jährige Mario Belo aus dem Distrikt Baucau berichtete den Menschenrechtlern am 17. Mai 2005, was ihm wiederfuhr:

Als ich in das Gefängnis gebracht wurde, war es ungefähr sieben Uhr abends. Ich denke, es war der 18. Juni. Ich wollte gerade eine Frage beantworten, als der Polizist mich gleich mit einem Schlag an mein Kinn traf. Mein Gesicht drehte sich, und er schlug mich erneut an meinen linken Kiefer. Er trat mich mit seinem Fuß in die Leistengegend. Er trug Polizeistiefel und war voll uniformiert. Als er mich in die rechte Seite trat, fiel ich hin. Es passierte in dem Vernehmungsraum des Gefängnisses. Ich stand auf, und gleich darauf trat er mich an den Mund. Meine untere und obere Lippe sprang dabei auf. Ich konnte eine Woche nichts essen. Schließlich brachten mich Polizisten aus Laga in das Krankenhaus nach Baucau. In dem Raum, wo ich misshandelt wurde, waren der Polizist aus dem Gefängnis, der mich geschlagen hatte, und zwei andere aus Laga, die aber nur zuschauten und nicht eingriffen. Die Gewalt dauerte etwa 30 Minuten. Am Ende nahm er seine Pistole und bedrohte mich. Dabei stand er etwa einen Meter entfernt und sagte: „Später werde ich dich umbringen.“ Ich antwortete: „Ich habe nichts Falsches getan. Warum hast du mich geschlagen?“ Darauf sagte er nur: „Sei still, nachher erschieße ich dich.“

Der Bericht befasst sich außerdem mit willkürlichen Verhaftungen und unautorisiertem Gebrauch von Schusswaffen durch Angehörige der Polizei. Weiterhin beklagt wird ein Fall, bei dem neun Angehörige der PNTL im Mai 2004 ein jugendliches Mädchen vergewaltigten, aber bei der Gerichtsverhandlung freigesprochen wurden.

Mit dem Thema beschäftigten sich mitlerweile auch die Vereinten Nationen. Der UN-Generalsekretär Kofi Annan vermerkte im Februar 2005, dass Polizeigewalt seit Mai 2004 zunehme und dies das Hauptproblem innerhalb der Sicherheitskräfte Osttimors sei. In seinem Bericht ruft Human Rights Watch die Regierung in der Hauptstadt Dili auf, ein klares Signal zu senden, dass ein solches Vorgehen nicht toleriert werde, und empfiehlt internationalen Geldgebern des kleinen Landes, der Regierung von Timor-Leste ihre Besorgnis mitzuteilen. Premierminister Alkatiri antwortete, der Bericht sei eine zu negative Beschreibung der Lage. Paulo Martins, Chef der Polizei von Timor-Leste, bestritt die Foltervorwürfe.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Timor-Leste

Quellen

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January 19, 2006

„junik“: Neues bundesweites Jugendmagazin für Auslandsthemen geht an den Start

„junik“: Neues bundesweites Jugendmagazin für Auslandsthemen geht an den Start

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Artikelstatus: Fertig 19:07, 19. Jan. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 19.01.2006 – Seit Montag versuchen sich Jugendliche mit einem neuen Jugendmagazin zu Auslandsthemen für Entwicklungshilfe zu engagieren. Das in einer Auflage von 220.000 Exemplaren deutschlandweit erscheinende Magazin „junik“ soll überwiegend von Schülern an ihren Schulen verkauft werden. Die Hälfte des Heftpreises geht an Entwicklungshilfeprojekte.

Die Redaktion des Magazins, das dreimal jährlich erscheinen soll, besteht aus Schülern und professionellen Journalisten. Jede Ausgabe hat einen Themenschwerpunkt, zudem werden einzelne Entwicklungshilfeprojekte vorgestellt und den Jugendlichen Möglichkeiten dargestellt, sich zu engagieren. Von der ersten Ausgabe wurden Probehefte an 20.000 Schulen in ganz Deutschland verschickt.

Herausgeber des unabhängigen Magazins ist der eigens für das Projekt gegründete „Verein für entwicklungspolitische Bildung“, dem mehrheitlich Schüler angehören. Auch im Beirat, dem auch Bildungsministerin Annette Schavan und der ehemalige ZEIT-Herausgeber Theo Sommer angehören, haben die Schüler das Sagen. Über die zu unterstützenden Entwicklungshilfeprojekte können die jugendlichen Verkäufer und Leser per Abstimmung entscheiden.

Der Titel des Magazins, „[ju:ni:k]“, stellt die Lautschrift für das englische Wort „unique“, zu deutsch „einzigartig“ dar. Die Idee für das Projekt kam von dem Vorsitzenden der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe, Prälat Dr. Stephan Reimers, auch unter dem Eindruck der großen Hilfsbereitschaft nach der Tsunami-Katastrophe Ende 2004. Er stieß auf reges Interesse von Schülern, die auch auf die „stillen Tsunamis“, wie AIDS oder Malaria in Schwarzafrika aufmerksam machen wollen.

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January 4, 2006

Russland übernimmt den G8-Vorsitz

Russland übernimmt den G8-Vorsitz – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Russland übernimmt den G8-Vorsitz

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Artikelstatus: Fertig
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G8-Mitgliedsstaaten

Moskau (Russland), 04.01.2006 – Am 1. Januar wurde Russland Vorsitzender der „Gruppe der Acht“ (G8). Russland hat den Vorsitz von Großbritannien übernommen. Der nächste G8-Gipfel wird im Juli in Sankt Petersburg stattfinden.

Russland ist 1997 dem Klub der höchstentwickelten Länder der Welt beigetreten. Zuvor hieß die „Gruppe der Acht“ „Gruppe der Sieben“, bestehend aus den Staaten USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien.

Als vorsitzendes Land beabsichtigt Russland, folgende Themen zur Erörterung unter den G8-Staaten vorzuschlagen:

  • Energiesicherheit
  • Kampf gegen Epidemien (AIDS, Malaria, Tuberkulose)
  • Kampf gegen den Terrorismus
  • Vermeidung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen
  • Regionale Konflikte
  • Förderung der Entwicklung der Länder der Dritten Welt
  • Mitarbeit beim Umweltschutz

Anfang 2007 wird der Vorsitz der G8-Gruppe an Deutschland übergehen.

russischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 01.01.2006

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December 23, 2005

IWF: Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Erde

IWF: Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Erde

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Artikelstatus: Fertig 00:48, 23. Dez. 2005 (CET)
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Washington, D. C. (Vereinigte Staaten), 23.12.2005 – Der Internationale Währungsfonds (IWF) gab gestern einen Schuldenerlass für 19 der 20 ärmsten Länder der Erde bekannt. Auf ihrem Gipfeltreffen in Gleneagles hatten die Regierungschefs der führenden Industrienationen und Russlands beschlossen, einen solchen Schuldenerlass herbeizuführen.

Der Beschluss, dem nun das Exekutivdirektorium des IWF zugestimmt hat, umfasst ein finanzielles Volumen von 3,3 Milliarden US-Dollar. Diesen Betrag schulden die ärmsten Länder dem IWF, der Weltbank sowie der Afrikanischen Entwicklungsbank. Durch den Schuldenerlass soll diesen Ländern der finanzielle Spielraum zur Entwicklung ihrer Wirtschaft gegeben werden. Der Beschluss steht im Zusammenhang mit den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, die bis zum Jahre 2015 eine Halbierung der weltweiten Armut vorsehen.

In den Genuss des Schuldenerlasses, der am 1. Januar 2006 in Kraft tritt, gelangen zunächst die folgenden vorwiegend afrikanischen Länder: Benin, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, Madagaskar, Mali, Mosambik, Niger, Ruanda, Senegal, Tansania, Uganda und Sambia. Vier mittel- bzw. südamerikanische Länder gehören ebenfalls dazu: Bolivien, Guyana, Honduras, Nicaragua, außerdem die asiatischen Länder Kambodscha und Tadschikistan.

Bilaterale Schulden sind von diesem Schuldenerlass ausgenommen, ebenso wie Schulden bei anderen Banken und Organisationen neben dem IWF, der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank. Mauretanien, das zu den 20 ärmsten Ländern der Erde gehört, muss noch nachweisen, dass die durch den Schuldenerlass eingesparten Gelder tatsächlich für die Armutsbekämpfung eingesetzt werden. Es sei möglich, so Rodrigo Rato, Generaldirektor des IWF, dass weiteren Ländern die Schulden erlassen werden. Diese müssten jedoch noch weitere Fortschritte aufweisen.

Zu den Ländern, denen eventuell ebenfalls die Schulden erlassen werden, zählen Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Komoren, Malawi, Myanmar, Laos, Liberia, die Republik Kongo, Sao Tomé und Príncipe, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Togo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Dazu wurden aber noch keine Beschlüsse gefasst.

Die Hilfsorganisation Oxfam begrüßte die Entscheidung des IWF, fordert aber einen umfangreicheren Schuldenerlass. Weitere 60 Länder benötigten ebenfalls einen Schuldenerlass, um die Armut zu bekämpfen, sagte Max Lawson, ein Sprecher der Hilfsorganisation.

Themenverwandte Artikel

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November 7, 2005

Papua-Neuguinea: Polizeiterror gegen Kinder

Papua-Neuguinea: Polizeiterror gegen Kinder

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Artikelstatus: Fertig 7. Nov. 2005 (CET)
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Port Moresby (Papua-Neuguinea), 07.11.2005 – Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schon Anfang September berichtete sind Misshandlung und Folter gegen Kinder in dem ozeanischen Land an der Tagesordnung. Das Land, mit etwa 5,6 Millionen Einwohnern, davon die Hälfte Kinder und Jugendliche, wurde 1975 offiziell von Australien unabhängig. Die Regierung in Canberra ist wichtigster finanzieller Partner in Sachen Entwicklungshilfe. Mit Messern, Pistolen, Eisenstangen, Fäusten schlägt und sticht die Polizei die Menschen. Zeugen berichteten gegenüber HRW von „Gruppenvergewaltigungen in Polizeiwachen, -fahrzeugen, -unterkünften und anderen Orten“. Die Verbreitung von HIV, das in dem Land ein Problem darstellt, wird dabei unglücklicherweise noch weiter gefördert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Zur Lage der Kinder der Welt

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October 7, 2005

Mauritius im Länder-Ranking auf dem ersten Platz

Mauritius im Länder-Ranking auf dem ersten Platz

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Port Louis (Mauritius) / Gütersloh (Deutschland), 07.10.2005 – Unter allen Entwicklungsländern ist Mauritius das am besten regierte Land. Die Bertelsmann Stiftung mit Sitz in Gütersloh gab gestern das Ergebnis ihrer neuesten Studie bekannt.

Neben dem Inselstaat Mauritius sind auf den Spitzenplätze auch Chile, Botswana, Slowenien und Taiwan zu finden. Am Ende der Reihe stehen Simbabwe, Nordkorea, die Elfenbeinküste, Turkmenistan und Somalia.

In der Studie wurden 119 Transformations- und Entwicklungsländer untersucht. Bewertet werden die Fortschritte auf dem Weg zu Demokratie und Marktwirtschaft. Die Ergebnisse der Studie werden anschließend im „Bertelsmann Transformation Index“ (BTI) 2006 klassifiziert.

Bertelsmann erstellt diese Studie, um Entscheidungen über die Vergabe von Entwicklungshilfegeldern zu erleichtern. Immer stärker wurde dabei in letzter Zeit auch das Kriterium der so genannten „Guten Regierungsführung“ („good governance“) in die Überlegungen mit einbezogen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Gelder um so besser angelegt sind, je stabiler die Regierungen der Länder sind.

Auch für die deutsche Bundespolitik ist das Ergebnis der Studie wichtig. Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verwendet sie ebenfalls zur Entscheidungsfindung. Nach Meinung der OECD hebt Deutschland den Zusammenhang zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Regierungsstabilität am stärksten hervor.

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October 5, 2005

Welt-Naturkatastrophen-Bericht des Internationalen Roten Kreuzes veröffentlicht

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Berlin (Deutschland), 05.10.2005 – Der am 5. Oktober 2005 in Berlin vorgestellte 13. Welt-Katastrophen-Bericht des Internationalen Roten Kreuzes wertet auf rund 250 Seiten die Naturkatastrophen 2004 aus. Dabei wird eine Gesamtopferzahl von 250 000 Menschen genannt. Mehr als 200 000 Menschen kamen Ende des Jahres 2004 bei der Tsunami-Katastrophe in Südostasien ums Leben. Ohne diese Tragödie wäre die Opferzahl von Naturkatastrophen 2004 unter 25 000 geblieben, also auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.

Dem Bericht zufolge hätten viele Menschenleben durch Frühwarnsysteme und bessere Kommunikation und Information gerettet werden können. Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sagte: „Die Menschen in den Entwicklungsländern sind von Naturkatastrophen besonders schlimm betroffen. Wer in großer Armut lebt, kann kaum vorsorgen und sich nur schlecht schützen. Deshalb muss neben der Armutsbekämpfung die Hilfe zur Katastrophenvorbeugung ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit sein.“

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