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February 11, 2013

Kalifornien: Mordender Ex-Polizist wird gejagt

Kalifornien: Mordender Ex-Polizist wird gejagt

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Veröffentlicht: 13:16, 11. Feb. 2013 (CET)
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Big Bear Lake in den San Bernardino Mountains

Big Bear City (Vereinigte Staaten), 11.02.2013 – Christopher Jordan Dorner (Bild einer Überwachungskamera) gilt als extrem gefährlich. Der Ex-Polizist soll drei Menschen getötet haben. Seit vier Tagen läuft eine groß angelegte Fahndung, die sich inzwischen auf die Umgebung von Big Bear Lake etwa 100 Kilometer von Los Angeles entfernt konzentriert.

Das Wetter im Fahndungsraum ist extrem schlecht. Es hat 15 Grad minus, ein schneidender Wind weht und es ist viel Schnee gefallen. Der Flüchtige wird in den Wäldern um Big Bear Lake vermutet, am Donnerstag war der ausgebrannte Pick-up-Truck des mutmaßlichen Mörders mit einer gebrochenen Achse in dem Gebiet entdeckt worden. Nach einer Wetterbesserung setzt die Polizei bei der Suche auf Hubschrauber, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Mehr als 100 Polizeibeamte sind an der Menschenjagd beteiligt. Dorner soll schwer bewaffnet sein und ein Sturmgewehr sowie Boden-Luftraketen mit sich führen.

Der 33-jährige Dorner soll nahe Los Angeles die Tochter eines pensionierten Polizisten und deren Lebenspartner getötet haben. Den im Ruhestand befindlichen Polizisten macht Dorner für seine Entlassung mitverantwortlich. Neben diesen Morden wird ihm die Tötung eines Polizisten vorgeworfen, zwei weitere soll er verletzt haben. Auf seine Ergreifung ist ein Kopfgeld von einer Million Dollar (knapp 750.000 Euro) ausgesetzt. Der Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa sagte: „Wir werden diesen Terror, der uns den Frieden raubt, nicht tolerieren“ und „wir können nicht tolerieren, dass dieser Mörder in Freiheit ist.“

Dorner veröffentlichte auf seiner Facebookseite ein Manifest, darin äußert er sich zu seinem Motiv. Im Jahr 2008 war er aus dem Polizeidienst entlassen worden. Er hatte sich über einen Polizisten beschwert und ihn beschuldigt, auf einen geisteskranken Straftäter eingetreten zu haben. Ein Disziplinarauschschuss warf ihm vor, den Kollegen falsch verdächtigt zu haben, was zu seiner Entlassung aus dem Dienst führte. Das Verfahren wird derzeit neu untersucht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Vereinigte Staaten

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February 13, 2012

Bruchmühlbach-Miesau: Bewaffneter Banküberfall

Bruchmühlbach-Miesau: Bewaffneter Banküberfall

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Veröffentlicht: 18:42, 13. Feb. 2012 (CET)
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Landkreis Kaiserslautern (Deutschland), 13.02.2012 – Am Montagvormittag ereignete sich im westpfälzischen Bruchmühlbach-Miesau ein Banküberfall, in dessen Rahmen mehrere tausend Euro erbeutet wurden. Zwei mit Sturmhauben maskierte Täter drangen gegen 10:30 Uhr in die Filiale der Bank ein und bedrohten die dortigen Angestellten mit Handfeuerwaffen. Mit ihrer Beute von mehreren tausend Euro flüchteten sie anschließend zu Fuß. Die Fahndung der Polizei verlief bislang erfolglos.

Beide Täter sind etwa 1,75 bis 1,80 m groß und schlank. Die Polizei bittet daher um weitere Zeugenhinweise.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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December 8, 2011

München: Drei Polizeifahrzeuge gehen in Flammen auf

München: Drei Polizeifahrzeuge gehen in Flammen auf

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Veröffentlicht: 13:37, 8. Dez. 2011 (CET)
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Prinzregentenplatz 16

München (Deutschland), 08.12.2011 – Brandfahnder und Staatsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen, nachdem am Mittwochmorgen drei Streifenfahrzeuge der Polizeiinspektion 22 völlig ausgebrannt waren.

Ein technischer Defekt als Brandursache wird nicht völlig ausgeschlossen. Vieles deutet jedoch auf eine gezielte Brandlegung hin. So war ein Stellplatz zwischen zweien der ausgebrannten Fahrzeuge frei, und es ist unwahrscheinlich, dass das Feuer diese Stecke überwinden konnte.

Möglich ist, dass Extremisten am Werk waren. Die Polizeiinspektion am Prinzregentenplatz 16 war Hitlers Wohnhaus. Ausgebrannt sind zwei Kleinbusse und ein BMW. Der Schaden liegt bei 100.000 Euro. Gutachter des Bayrischen Landeskriminalamts versuchen zu klären, ob Brandbeschleuniger verwendet wurde, um die Fahrzeuge zu entzünden.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ergebnislos.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:München

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November 11, 2011

Nach Polizistenmord in Augsburg: 45 neue Hinweise nach ZDF-Sendung

Nach Polizistenmord in Augsburg: 45 neue Hinweise nach ZDF-Sendung

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Veröffentlicht: 06:04, 11. Nov. 2011 (CET)
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Aktenzeichen XY Log.svg

Augsburg (Deutschland), 11.11.2011 – Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gibt es 45 neue Hinweise zum Mord an dem Polizeibeamten Matthias Vieth bei Augsburg. Es soll ein Vorname eines Täters genannt worden sein. Hintergrund der Tat ist möglicherweise ein Drogengeschäft. Der Tipp sei von einem Zuschauer der Sendung gekommen, so Alfred Hettmer vom Landeskriminalamt Bayern.

Die weiteren Hinweise bezogen sich zumeist auf das von den Tätern zurückgelassene Motorrad und deren Tasche. Zwischenzeitlich hat die Sonderkommission (SOKO) „Spickel“ ein Fahndungsplakat herausgegeben und hofft auf weitere Mithilfe der Bevölkerung.

Die auf 50 Mann aufgestockte SOKO ermittelt in dem Mordfall vom Freitag, den 28. Oktober 2011. Gegen drei Uhr morgens versuchte eine Streifenbesatzung der Augsburger Polizei im Stadtteil Augsburg-Hochzoll, ein Motorrad, das mit zwei Personen besetzt war, zu kontrollieren. Die beiden dunkel gekleideten Personen flüchteten mit dem Motorrad, und es wurden Schüsse auf die verfolgenden Polizisten, eine 30-jährige Beamtin und einen 41-jährigen Beamten, abgegeben. Die Täter setzten die weitere Flucht zu Fuß fort und ließen das Motorrad zurück. Der Beamte verstarb noch am Tatort.

Eine Belohnung von 55.000 Euro ist ausgesetzt. Ein Zusammenhang mit den Ermittlungen in dem Jahre zurückliegenden Polizistenmordfall in Heilbronn wird zwischenzeitlich nicht mehr angenommen.

Vor dem Polizeipräsidium Schwaben Nord wurden von der Bevölkerung in Anteilnahme Blumen abgelegt. Stiftungen griffen den Hinterbliebenen finanziell unter die Arme.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Augsburg: Polizeibeamter von flüchtendem Motorradfahrer erschossen (28.10.2011)
  • Augsburger Polizistenmord: Tatwaffe wurde aufgefunden (29.10.2011)

Fahndungsplakat der SOKO

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September 13, 2011

London: 24 Männer als Arbeitssklaven gehalten

London: 24 Männer als Arbeitssklaven gehalten

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Veröffentlicht: 03:25, 13. Sep. 2011 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 13.09.2011 – Die Londoner Polizei nahm vier Männer und eine Frau fest. Ihnen wird vorgeworfen, auf einem Campingplatz 24 Männer unter menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten und zur unentgeltlichen Arbeit gezwungen zu haben. Ihnen wird deshalb ein Verstoß gegen Paragraph 71 des „Coroners and Justice Act“ von 2009 vorgeworfen, dies ist der Vorwurf der Sklaverei.

Die Männer hausten in alten Wohnwagen und Hundezwingern, ihr Zustand ist schlecht. Einer der Männer soll sich bereits 15 Jahre in der Gefangenschaft befunden haben. Am 12. September wurden sie bei einer Razzia nach Zielfahndung der Polizei befreit. Bei den Befreiten handelt es sich um Obdachlose, die unter falschen Versprechungen auf den Campingplatz gelockt wurden. 80 Pfund sollten sie am Tag verdienen bei freier Verpflegung und Unterkunft. Mit massiven Drohungen hatte man sie von einer Flucht abgehalten; trotz allem konnten wenige Männer flüchten und die Polizei verständigen.

Die Befreiten leiden unter Verhaltensstörungen und müssen medizinisch versorgt werden. Daneben wurden sie gewaschen und haben neue Kleidung erhalten. Bei den Festgenommenen wurden auch Waffen und Drogen gefunden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Menschenrechte
  • Portal:Vereinigtes Königreich

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August 8, 2011

Berlin: Doppelmörder ist gefasst

Berlin: Doppelmörder ist gefasst – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Berlin: Doppelmörder ist gefasst

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Veröffentlicht: 19:18, 8. Aug. 2011 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 08.08.2011 – Der 25-jährige mutmaßliche Mörder von zwei Frauen, Mehmet Y., wurde im Berliner Bezirk Neukölln in einem U-Bahnhof durch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen. Er leistete keinen Widerstand.

Nach dem 25-jährigen Berliner türkischer Abstammung wurde im gesamten Schengen-Raum mit europäischem Haftbefehl (EuHB) gefahndet. Die Polizei machte keine Angaben dazu, wie man auf die Spur des Gesuchten gekommen ist.

Am Donnerstag war Mehmet Y. untergetaucht, nachdem er in Berlin-Wedding an einen mit fünf Personen besetzten Mitsubishi herangetreten war und auf die Insassen geschossen hatte. Es wird vermutet, dass er seine Frau töten wollte, die sich ebenfalls im Fahrzeug befand; Sie überlebte unverletzt. Die 45-jährige Mutter und eine 22-jährige Schwester seiner 24-jährigen Ehefrau wurden getötet, der Bruder lebensgefährlich verletzt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Recht in Berlin

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December 1, 2010

Interpol fahndet nach WikiLeaks-Gründer Assange

Interpol fahndet nach WikiLeaks-Gründer Assange

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Veröffentlicht: 20:00, 1. Dez. 2010 (CET)
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Lyon (Frankreich) / Stockholm (Schweden), 01.12.2010 – Seit Dienstagabend steht der WikiLeaks-Gründer Julian Assange auf der Fahndungsliste von Interpol. Offizieller Grund für die Fahndung nach dem Australier sind der Verdacht auf Vergewaltigung und sexuelle Belästigung in zwei Fällen. Wegen dieser Vorwürfe hatte ein Gericht in der schwedischen Hauptstadt Stockholm einen Haftbefehl ausgestellt. Assange bestreitet die Vorwürfe und sprach von einer Schmutzkampagne gegen ihn und WikiLeaks.

Der gegenwärtige Aufenthaltsort von Assange ist unbekannt. Nach der Veröffentlichung von über 250.000 geheimen Dokumenten aus dem US-Außenministerium am Montag war Assange untergetaucht, er gab jedoch dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Time Magazine via Skype ein Interview. Auch dem US-Magazin Forbes gab Assange ein Interview, in dem er weitere Enthüllungen über die Geschäftspraktiken einer US-Bank ankündigte.

Indessen schränkte das US-Außenministerium den Datenverkehr zu anderen staatlichen Einrichtungen – genannt wurden in diesem Zusammenhang die US-Streitkräfte – ein. Das Militär gilt als eine mögliche Quelle des Datenlecks, durch das Informationen aus dem US-Außenministerium zu WikiLeaks gelangt waren.

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February 26, 2010

Ölpest am Po

Ölpest am Po – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ölpest am Po

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Veröffentlicht: 19:30, 26. Feb. 2010 (CET)
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Po-Ebene in Norditalien

Monza (Italien), 26.02.2010 – Unbekannte haben offenbar Millionen Liter Heiz- und Dieselöl in den italienischen Fluss Lambro geleitet. Medien gehen von einem Sabotageakt aus. Der Vorfall wurde kurz darauf in Monza (nördlich von Mailand) bekannt, als ein nahegelegenes Klärwerk die Verseuchung seiner Anlagen durch das Öl feststellte. Das Öl stammt offenbar aus einer stillgelegten Raffinerie. Mitarbeiter von Umweltorganisationen sprechen von der schlimmsten Naturkatastrophe der Region.

Der Ölteppich gelangte mittlerweile in den Po und es besteht die Gefahr der Ausbreitung in die Adria. Das Mündungsgebiet des Po im Norden Italiens gilt als eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Europas. Der italienische Zivilschutz geht momentan noch davon aus, dass das Eindringen des auf dem Po treibenden Ölteppichs in die Adria noch verhindert werden kann.

Die Suche nach den Tätern führte bisher noch nicht zu greifbaren Ergebnissen. Der Focus berichtet von einem Verdacht, wonach der Sabotageakt mit einem Streit um ein Immobilienprojekt in der Nähe der Raffinerie in Zusammenhang stehen könnte.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Umwelt

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March 13, 2009

Mutmaßlicher Mafia-Mörder von Duisburg in Amsterdam gefasst

Mutmaßlicher Mafia-Mörder von Duisburg in Amsterdam gefasst

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Veröffentlicht: 20:05, 13. Mär. 2009 (CET)
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Duisburg (Deutschland) / Amsterdam (Niederlande), 13.03.2009 – Der wegen Beteiligung an den sogenannten Duisburger Mafia-Morden vom August 2007 per internationalem Haftbefehl gesuchte Italiener Giovanni Strangio wurde nach Angaben der Polizei Duisburg am Donnerstagabend um 23:10 Uhr in einer Amsterdamer Wohnung zusammen mit seinem per italienischem Haftbefehl ebenfalls gesuchten Schwager Francesco Romeo festgenommen. Strangio leistete keinen Widerstand, als ein Spezialeinsatzkommando der niederländischen Polizei die Wohnung stürmte. In der Wohnung befanden sich auch die Ehefrau und der dreijährige Sohn des Mordverdächtigen.

In der Presseerklärung der Duisburger Polizei heißt es, die Festnahme sei ein Erfolg der gemeinsamen Fahndungsarbeit der niederländischen, italienischen und deutschen Polizei. Zunächst war durch die Auswertung von Telefondaten am 2. März der Aufenthaltsort Francesco Romeos, des Schwagers des Gesuchten, in den Niederlanden aufgedeckt worden. Da die Polizei davon ausging, dass er als Kontaktmann für Strangio fungierte, erfolgte nach dieser Entdeckung zunächst keine Festnahme. Die Fahndung nach den Mafiosi war dann am 9. März in die Endphase eingetreten. Seit diesem Zeitpunkt befanden sich zwei italienische und drei deutsche Kriminalbeamte in Amsterdam.

Nach dem erfolgreichen Zugriff am Abend des 12. März, bei dem sowohl Strangio als auch sein Schwager festgenommen werden konnten, fanden die Beamten in der Wohnung zahlreiche gefälschte Ausweispapiere sowie Geräte zur Herstellung solcher gefälschter Dokumente. Außerdem wurde eine noch nicht genau bestimmte Geldmenge von schätzungsweise über einer Million Euro sowie eine Schusswaffe sichergestellt.

Der 30-jährige Strangio wird als einer der Täter für den sechsfachen Mord in dem Duisburger Restaurant „Da Bruno“ vom 15. August 2007 verdächtigt. Die Täter hatten ihren sechs Opfern in der Nacht vor dem Restaurant aufgelauert. Die ebenfalls aus Italien stammenden Opfer im Alter zwischen 16 und 39 Jahren starben in ihren Fahrzeugen an einer großen Zahl von Pistolenkugeln, die die Täter auf sie abgefeuert hatten. Als Schusswaffe wurde später eine Beretta vom Typ 93R identifiziert, für die Strangio kurz vor der Tat in Deutschland Munition erwerben wollte. Als Hintergrund der Tat wird eine langjährige Fehde zwischen verschiedenen rivalisierenden Clans der italienischen Mafia vermutet, an der vermutlich der neapolitanische Zweig der Mafia, die ’Ndrangheta, beteiligt ist. Insbesondere die gefundenen DNA- und Schmauchspuren in dem von den Tätern benutzten Fluchtfahrzeug wiesen auf Strangio als wahrscheinlichen Täter hin, so der Duisburger Kriminaldirektor Holger Haufmann.

Mindestens seit den 1980-er Jahren des 20. Jahrhunderts ist deutschen Ermittlungsbehörden bekannt, dass Deutschland von der italienischen Mafia als Rückzugsgebiet für ihre Operationen genutzt wird. Nach Zahlen des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) wurden in den Jahren 2006 und 2007 in Deutschland allein 45 Ermittlungsverfahren gegen verschiedene Tätergruppen mit insgesamt 649 Tatverdächtigen mit italienischer Herkunft geführt. Dabei ging es vor allem um Drogenhandel und Autoschmuggel. Bei etwa fünf dieser Gruppierungen liegen Hinweise auf Verbindungen zu den verschiedenen italienischen Mafiaorganisationen vor. Seit 1997 wurden in Deutschland 65 Täter mit italienischer Staatsangehörigkeit festgenommen, bei denen ein Mafia-Hintergrund als gesichert gilt.

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December 14, 2008

Passauer Polizeichef niedergestochen

Passauer Polizeichef niedergestochen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Passauer Polizeichef niedergestochen

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Veröffentlicht: 21:04, 14. Dez. 2008 (CET)
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Passau (Deutschland), 14.12.2008 – Am Samstagabend gegen 17.30 Uhr wurde der Polizeichef von Passau, Alois Mannichl (52), vor seiner Haustür von einem Unbekannten mit dem Messer angegriffen und dabei schwer verletzt. Der glatzköpfige, etwa 1,90 Meter große Täter habe an der Tür des Opfers geklingelt und soll ihm vor dem Messerstich in bayerischem oder österreichischem Akzent die Worte „Viele Grüße vom nationalen Widerstand“ zugerufen haben. Aufgrund dieses Tathergangs und weiterer verbaler Drohungen, die der Tat vorangingen, schließt die Polizei auf einen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat.

Mannichl wurde im Krankenhaus operiert und ist außer Lebensgefahr. Die Messerklinge hatte ihn am Rippenbogen, nicht weit vom Herzen entfernt, getroffen.

Die Polizei setzte noch in der Tatnacht eine 20-köpfige Sonderkommission zur Ermittlung des Täters ein. Auch das bayerische Landeskriminalamt sowie die österreichische Polizei sind in die Ermittlungen eingeschaltet.

Für einen rechtsextremistischen Hintergrund spricht die besondere Situation in Passau. Als Polizeipräsident hatte sich Mannichl besonders bei der Bekämpfung rechtsextremistischer Gewalt einen Namen gemacht. Die Zahl rechtsextremer Straftaten hat sich in Passau 2008 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Gegen Neonaziaufmärsche ging Mannichl konsequent vor. Er arbeitet seit 35 Jahren für die bayerische Polizei, darunter auch in einigen Führungspositionen. Seit September 2004 ist er Polizeipräsident in Passau.

Der Focus weist auf einen weiteren Zusammenhang hin. Danach fand Ende Juli in Passau die Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse statt, zu der eine größere Zahl von Personen mit rechtsextremem Hintergrund, darunter die Führungsspitze der NPD einschließlich ihres Vorsitzenden Udo Voigt, erschienen sein soll. Bei der Beerdigung wurde eine Hakenkreuz-Fahne mit in das Grab gelegt. Später wurde das Grab von der Polizei wieder geöffnet und die Hakenkreuzfahne entfernt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die NPD hatte anlässlich der Vorgänge um die Beerdigung auf ihrer Homepage getitelt: „Polizeidirektor Mannichl belästigt Trauergäste.“ Der Zusammenhang zu dem gestrigen Messerangriff auf den Polizeipräsidenten Passaus wird durch ein weiteres Zitat hergestellt, das dem Täter laut Oberstaatsanwalt Helmut Walch zugeschrieben wird. Der Messerstecher soll kurz vor dem beinahe tödlichen Messerstich gesagt haben: „Du linkes Bullenschwein, du trampelst nimmer auf den Gräbern unserer Kameraden herum.“ Medien sprechen davon, dass Mannichl innerhalb der rechten Szene durch sein konsequentes Vorgehen gegen rechtsextremistische Aktivitäten in Passau regelrecht zum „Feindbild“ der rechten Szene avancierte.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) maß dem Mordversuch grundsätzliche Bedeutung zu, wenn sich die Vermutung bestätigen sollte, dass die Tat einen rechtsextremistischen Hintergrund hat. Gegebenenfalls müsse man sogar „über ein Verbot der NPD neu nachdenken“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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