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December 3, 2014

Hannover, Heidelberg und Mannheim sind jetzt „UNESCO Creative Cities“

Hannover, Heidelberg und Mannheim sind jetzt „UNESCO Creative Cities“

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Veröffentlicht: 21:22, 3. Dez. 2014 (CET)
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Bonn (Deutschland), 03.12.2014 – Die Städte Hannover, Heidelberg und Mannheim wurden am Montag von der UNESCO zu sogenannten „Creative Cities“ ernannt.

Nachdem Berlin im Jahr 2005 als erste deutsche Stadt in das UNESCO-Projekt „ Creative Cities“ aufgenommen wurde, wird es nun von den drei Kommunen zum Quartett ergänzt. Heidelberg wurde als „Stadt der Literatur“, Hannover und Mannheim jeweils als „Stadt der Musik“ ausgezeichnet. Neben Kunstschaffenden sollen auch Unternehmen und Touristen in die Creative Cities gelockt werden, die finanzielle Zuschüsse erhalten.

Hannover, Opernhaus

Die Städte des Netzwerks werden jeweils für eines von sieben Themenfeldern ausgezeichnet: Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk und Literatur. Die so ausgezeichneten Städte sollen sich als Vorbilder auch untereinander austauschen und ihre Erfahrungen weitergeben, auch in Entwicklungsländer. Weltweit gibt es mittlerweile 69 Creative Cities.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   UNESCO nimmt Limes in Liste des Weltkulturerbes auf (15.07.2005)

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February 4, 2013

Luthers Sterbehaus wieder zugänglich

Luthers Sterbehaus wieder zugänglich – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Luthers Sterbehaus wieder zugänglich

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Veröffentlicht: 06:02, 5. Feb. 2013 (CET)
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Luthers Sterbehaus in Eisleben, Bild aus dem Jahre 2005

Eisleben (Deutschland), 04.02.2013 – Das historische Gebäude am Andreaskirchplatz 7 in Eisleben, in dem der Reformator Martin Luther am 18. Februar 1546 im Alter von 62 Jahren starb, wurde nach umfangreicher Neugestaltung am 1. Februar 2013 als Museum feierlich wiedereröffnet. In dem zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Gebäude ist die Ausstellung „Luthers letzter Weg“ untergebracht. Zum Thema dieser Ausstellung gehört auch Luthers Umgang mit dem Sterben und dem Tod.

Das Sterbezimmer und die Schlafkammer wurden originalgetreu wiederhergestellt. Hauptexponat ist das Bahrtuch, mit dem Luthers Sarg abgedeckt worden sein soll. Die Restaurierung des gesamten Gebäudes hat rund 5,8 Millionen Euro gekostet. Die ursprüngliche Ausstellungsfläche konnte von 200 auf 450 Quadratmeter vergrößert werden.

Das Sterbehaus ist jeweils dienstags bis sonntags geöffnet, und zwar in den Monaten November bis März von 10.00 bis 17.00 Uhr von April bis Oktober von 10.00 bis 18.00 Uhr. Am Tag der Eröffnung wurden mehr als 1500 Gäste gezählt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Kultur

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August 24, 2011

Peru: Flechten schädigen die Bausubstanz der Inka-Stadt Machu Picchu

Peru: Flechten schädigen die Bausubstanz der Inka-Stadt Machu Picchu

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Veröffentlicht: 14:47, 24. Aug. 2011 (CEST)
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Machu Picchu (2009)

Machu Picchu (Peru), 24.08.2011 – Gleich sechs verschiedene Flechtenarten machen sich über die Ruinen der im 15. Jahrhundert von den Inka erbauten Stadt her. Die Steine verlieren ihre helle Farbe und verfärben sich dunkelgrün. Eine mechanische und chemische Schädigung der Bausubstanz wird befürchtet.

David Ugarte der Kulturdirektor der Provinz Cusco kündigte an: „Wir werden ein hoch spezialisiertes Team von der Unesco einberufen, damit es das Phänomen studiert und uns hilft, gegen die Flechten anzukommen“. Es soll auf die Erfahrungen ägyptische Archäologen im Umgang mit den Pyramiden zurückgegriffen werden. Momentan sind täglich 50 Personen damit beschäftigt mit Bambusruten auf die Steine einzuschlagen, um das Wachstum der Flechten in Grenzen zu halten.

Machu Picchu ist das meistbesuchte touristische Ziel in Peru. Täglich 2.500 Besucher tauchen dort in die Zeit der Inka ein.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Peru

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February 7, 2011

Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand

Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand

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Veröffentlicht: 17:24, 7. Feb. 2011 (CET)
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Tempel Preah Vihear

Preah Vihear (Kambodscha), 07.02.2011 – Die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag von 1962 war klar: Die Ruinen von Preah Vihear gehören Kambodscha, auch wenn der Haupteingang des Tempels auf thailändischem Gebiet liegt. Montag zwei Uhr Ortszeit: ein erneuter Schusswechsel zwischen den Soldaten Thailands und Kambodschas. Der vierte seit Freitag. Schon fünf Menschen sind tot, obwohl man sich bereits am Samstag auf eine Waffenruhe geeinigt hatte. Ergebnis des thailändischen Artilleriefeuers: Ein Seitenflügel des Tempels ist eingestürzt.

Der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen forderte am Sonntag den UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung auf, um die „Aggression“ Thailands zu stoppen. Panitan Wattanayagorn ein Sprecher der thailändischen Regierung, weist die Schuld den Kambotaschanern zu. Sie hätten angegriffen, Thailand habe lediglich seine Souveränität verteidigt.

Der Tempel sorgt seit Jahrzehnten für Spannungen zwischen Phnom Penh und Bangkok. Es handelt sich um einen Hindutempel der Khmer aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Er steht auf einem 525 Meter hohen Felshügel in den Dongrek-Bergen, deren Wasserscheide die Grenze zwischen der thailändischen Provinz Si Saket und Kambodscha bildet. Im Jahre 2008 wurde der Tempel als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen.

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October 16, 2009

Nofretete kann wieder im Neuen Museum bewundert werden

Nofretete kann wieder im Neuen Museum bewundert werden

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Veröffentlicht: 12:35, 16. Okt. 2009 (CEST)
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Westtympanon des Neuen Museums mit dem Zinkgussrelief Industrie und Kunstgewerbe

Büste der Nofretete

Berlin (Deutschland), 16.10.2009 – Das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel wird am heutigen 16. Oktober feierlich neu eröffnet. Das während des 2. Weltkriegs zerstörte Gebäude wurde im Verlauf der letzten zwanzig Jahre unter der Leitung des britischen Architekten David Chipperfield für 200 Millionen Euro aufwändig restauriert. Hauptattraktion wird sicherlich die Büste der berühmten ägyptischen Pharaonengemahlin Nofretete sein, die der Besucher im prächtigen Nordkuppelsaal bestaunen kann, wo sie als einziges Exponat einen herausragenden Platz erhalten hat. Das weltberühmte Kunstwerk aus dem 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung war in den letzten Jahren im Alten Museum untergebracht. Nach der Neueröffnung des Neuen Museums beherbergt dieses Museum die Ägyptische Sammlung, die Abteilung Frühgeschichte sowie die Antikensammlung. Damit ermöglicht das Museum einen Blick in lange Zeitperioden der Menschheitsgeschichte. Seit 1999 gehört die Museumsinsel zum Weltkulturerbe. Die Sanierung der Museumsinsel ist damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Bis 2028 sollen die Arbeiten noch weitergehen. Als nächstes ist der Bau eines Eingangsportals geplant. Die Museumsinsel soll zu einem Gesamtkunstwerk ausgebaut werden, deren einzelne Teile inhaltlich miteinander verknüpft sind.

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January 28, 2008

Dresdner Waldschlösschenbrücke: Neue Brückenkonstruktion soll Welterbetitel retten

Dresdner Waldschlösschenbrücke: Neue Brückenkonstruktion soll Welterbetitel retten

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Veröffentlicht: 20:11, 28. Jan. 2008 (CET)
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Geplante Waldschlößchenbrücke

Dresden (Deutschland), 28.01.2008 – Die Stadt Dresden stellte am 28. Januar 2008 Pläne für Änderungen an der umstrittenen Waldschlößchenbrücke vor. Die Planungsänderungen waren erforderlich geworden, weil die UNESCO angedroht hatte, das Weltkulturerbe „Dresdner Elbtal“ aufzuheben, wenn die Waldschlösschenbrücke gebaut werde, und das Dresdner Elbtal schon auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt hatte.

Um den UNESCO-Welterbetitel für das Dresdner Elbtal zu erhalten, hatte die Stadt Dresden im November 2007 eine Kommission unter Eberhard Burger, dem früheren Baudirektor der Dresdener Frauenkirche, gebildet, die Änderungsmöglichkeiten an der Brückenkonstruktion erarbeiten sollte.

Dresdens Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) hofft nun auf konstruktive Gespräche mit der UNESCO.

Themenverwandte Artikel

  • Gerichtsurteil: „Dresden soll Brücke bauen“ (15.03.2007)

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June 25, 2007

UNESCO-Welterbekomitee tagt in Christchurch: Dresdner Elbtal bleibt auf der Roten Liste

UNESCO-Welterbekomitee tagt in Christchurch: Dresdner Elbtal bleibt auf der Roten Liste

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Veröffentlicht: 20:21, 25. Jun. 2007 (CEST)
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Christchurch (Neuseeland), 25.06.2007 – Auf seiner 31. Sitzung, die vom 23. Juni bis zum 2. Juli in Christchurch, Neuseeland, stattfindet, haben die Delegierten des UNESCO-Welterbekomitees entschieden, dass das Dresdner Elbtal vorerst seinen Weltkulturerbestatus behalten darf.

Die Marienbrücke in Dresden

Das 20 Kilometer lange Teilstück des Elbtals um die sächsische Hauptstadt Dresden wurde im Jahr 2004 in die Welterbeliste aufgenommen und kam im vergangenen Jahr auf die Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten. Grund dafür ist der geplante Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke, durch die nach Ansicht der UNESCO-Kommission die Landschaft „verschandelt“ werde. Sollte die Brücke wie geplant gebaut werden, würde das Dresdner Elbtal den Welterbestatus verlieren. Dresden soll jetzt bis zum Oktober einen Alternativvorschlag machen. Der Dresdner Bundestagsabgeordnete Jan Mücke (FDP) hält dies für unmöglich. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte er in Christchurch: „Wir sollen bis Oktober etwas vorstellen, was man nicht vorstellen kann.“ Es bleibe bei dem vom UNESCO-Komitee gesetzten Ultimatum, es gebe jetzt nur einen neuen Termin, so Mücke.

Unterdessen warf der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt dem UNESCO-Komitee Erpressung vor und verwies auf den Volksentscheid, bei dem sich die Bevölkerung mehrheitlich für den Bau der Brücke ausgesprochen hatte. Die demokratische Willensbildung werde bei dem Ultimatum völlig außer Acht gelassen, sagte Milbradt. Auch Innenminister Buttolo beharrt darauf, dass dem Ergebnis des Bürgerentscheids Vorrang vor einem möglichen Verlust des Weltkulturerbetitels eingeräumt und die Brücke gebaut werden müsse. Über einen nicht offiziellen Alternativentwurf, den Vertreter der Stadt Dresden in Neuseeland vorlegten, wurde nach Angaben der deutschen UNESCO-Kommission auf der Sitzung des Welterbe-Komitees nicht abschließend entschieden.

Die Everglades in Florida sind Lebensraum für die seltenen Manatis

Zwei andere Objekte konnten von der Roten Liste gestrichen werden. Hierbei handelt es sich zum Einen um die Everglades in Florida, in denen viele seltene Vogel- und Reptilienarten sowie einige vom Aussterben bedrohte Tierarten wie die Manatis aus der Familie der Seekühe leben. Mit großem Aufwand sei es den Vereinigten Staaten gelungen, die Bedrohung für das Schutzgebiet durch Umweltverschmutzung, Zersiedelung und die Schäden, die der Tornado „Andrew“ 1992 angerichtet hatte, abzuwenden, lobten die Delegierten des UNESCO-Welterbekomitees auf ihrer diesjährigen Sitzung.

Das zweite Gebiet ist eines der letzten Regenwaldgebiete in Mittelamerika am Río Plátano in Honduras. Dieses war durch Landwirtschaft, Holzhandel und Jagd geschädigt worden. Durch die Bemühungen der Regierung ist es nach Ansicht des Welterbekomitees auch hier gelungen, das Biotop zu erhalten.

Der Ausschuss, dem Delegierte aus 21 Ländern angehören, entscheidet auch über die Vergabe des Welterbestatus an weitere Objekte. Entschieden werden soll in diesem Jahr unter anderem über die Verleihung des Welterbestatus an die Hafenbrücke und das Opernhaus in Sydney, Australien. Aus Deutschland liegt ein Antrag der Stadt Heidelberg vor, die Altstadt in die Welterbeliste aufzunehmen. Insgesamt umfasst die Liste zurzeit 830 Kulturstätten und -landschaften in 139 Ländern.

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March 15, 2007

Gerichtsurteil: „Dresden soll Brücke bauen“

Gerichtsurteil: „Dresden soll Brücke bauen“

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Artikelstatus: Fertig 13:30, 15. Mär. 2007 (CET)
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Blick über die Dresdner Altstadt mit der Elbe

Dresden (Deutschland), 15.03.2007 – Im Streit um die geplante Waldschlößchenbrücke hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) jetzt entschieden, dass die Stadt Dresden unverzüglich mit dem Bau beginnen solle. Die Brücke soll über die Elbe führen, um eine zusätzliche Verbindung des Ost- und Südostteil Dresdens mit dem Nordteil zu schaffen und die anderen Elbebrücken in Dresden zu entlasten.

In dem jetzigen Urteil vom 13. März 2007 wird die Stadt aufgefordert, unverzüglich mit der Erteilung von Bauaufträgen für die Brücke zu beginnen. Es sei nicht gerechtfertigt, den Baubeginn weiter zu verzögern. Das Gericht bezog sich dabei auf einen Bürgerentscheid aus dem Jahr 2005, in dem die Dresdner Bürger für den Bau der Brücke gestimmt hatten.

Der amtierende Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) sagte, dass die Stadtverwaltung den Gerichtsentscheid, der nicht mehr anfechtbar ist, akzeptieren und umsetzen wolle. Zusätzlich wolle er auch mit der UNESCO in Gespräche treten um den Weltkulturerbe-Titel, den Dresden im Jahr 2004 verliehen bekam, zu bewahren.

Die Reaktionen auf das Urteil waren gespalten. Während Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) das Urteil des Gerichtes kritisierte und auf den Imageschaden hinwies, den Dresden durch den Verlust des Weltkulturerbe-Titels erleiden würde, begrüßte Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt die Entscheidung als Unterstützung der Rechtsauffassung der Staatsregierung. Das Gericht hatte das Urteil unter anderem mit dem hohen Stellenwert von Bürgerentscheiden begründet.

Das zuständige Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO wird voraussichtlich bei seiner nächsten Tagung Ende Juni über die Aberkennung des Titels befinden. Dresden wäre der weltweit erste Fall, in dem eine Stadt ihren Weltkulturerbe-Titel verliert.

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July 11, 2006

UNESCO streicht Kölner Dom von der „Roten Liste“

UNESCO streicht Kölner Dom von der „Roten Liste“

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Artikelstatus: Fertig 22:47, 11. Jul. 2006 (CEST)
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Der Kölner Dom und die Kölner Altstadt bei Nacht

Köln / Bonn (Deutschland) / Wilna (Litauen), 11.07.2006 – Die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, hat den Kölner Dom von der „Roten Liste“ bedrohter Kulturdenkmäler gestrichen. Damit behält die gotische Kathedrale ihren Status als Weltkulturerbe. Die Entscheidung des Welterbekomitees fiel gestern im litauischen Wilna.

2004 hatte das Komitee den Kölner Dom, der 1996 in die Welterbe-Liste aufgenommen wurde, als gefährdet eingestuft. 2005 drohte die Streichung des Doms von der Liste. Grund waren geplante Hochhäuser im Stadtteil Deutz auf der anderen Rheinseite, darunter der mittlerweile fertiggestellte LVR-Turm, der keinen Kilometer vom Dom 103 Meter in die Höhe ragt. Der Bericht von 2004 sprach von einer „Gefährdung der visuellen Integrität des Doms und der einzigartigen Kölner Stadtsilhouette“.

Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma war „hocherfreut und auch erleichtert“. Roland Bernecker, Generalsekretär der UNESCO, äußerte sich in Bonn zur Begründung des Komitees. Die Stadt Köln habe die Höhe der entstehenden Hochhäuser begrenzt und auf weitere Häuser verzichtet. Über die letzten noch offenen Details werde man sich in den nächsten Monaten einigen.

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June 19, 2006

Thailand will Buddha-Statuen von Bamiyan wieder aufbauen

Thailand will Buddha-Statuen von Bamiyan wieder aufbauen

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Artikelstatus: Fertig 17:28, 19. Jun. 2006 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 19.06.2006 – Neue Hoffnung gibt es für eines der bekanntesten Kulturdenkmäler der Welt: Die thailändische Regierung will Afghanistan helfen, die Buddha-Statuen von Bamiyan wieder aufzubauen. Am 19. April berichtete Wikinews über die ungewisse Zukunft des Denkmals. Nun kam das Thema auf einer zweitägigen Regionalkonferenz in Kasachstan zur Sprache. Der thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra berichtete Journalisten der Thai News Agency (TNA) am Sonntag am Bangkok International Airport nach seiner Rückkehr, dass er dem afghanischen Ministerpräsidenten Hamid Karzai den Wiederaufbau angeboten habe. Dieses Angebot sei erfolgt, weil man ein buddhistisches Land sei. Dazu sollen die Reste zusammengetragen werden, um dann die Statuen neu zu errichten. Der afghanische Präsident soll den Vorschlag begrüßt haben und will ihn nun mit seiner Regierung besprechen. Die Zeitung „The Advertiser“ zitiert Karzai in seiner Online-Ausgabe mit den Worten, das sei eine „good idea“ (gute Idee).

Das Talibanregime hatte die beiden weltberühmten Statuen in Bamiyan aus dem zweiten bis fünften Jahrhundert nach Christus, die mittlerweile zum Weltkulturerbe gehören, im März 2001 zerstören lassen. Das Weltkulturerbe liegt in der Stadt Bamiyan, ungefähr 230 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kabul auf 2.500 Meter Höhe im Hindukusch-Gebirge. Es entstand durch buddistische Mönche zwischen dem dritten und dem sechsten Jahrhundert nach Christus. Die große in den Fels gehauene Statue hatte eine Höhe von 58 Metern, die kleine war immerhin noch 38 Meter hoch.

Die Kosten für den Wiederaufbau schätzt die UNESCO auf ungefähr 30 Millionen US-Dollar. Die UNESCO war es auch, die mit Hilfe von Schweizer Fachleuten die Überreste sicherte und noch vorhandene Wandmalereien konservierte.

Themenverwandte Artikel

  • Ungewisse Zukunft der Buddha-Statuen in Afghanistan (19.04.2006, auch Quelle)

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