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December 10, 2014

Wetterwarnung: Es wird stürmisch

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Wetterwarnung: Es wird stürmisch

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Veröffentlicht: 01:33, 10. Dez. 2014 (CET)
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Ab Mittwoch Sturmlage möglich

Altenstadt (Hessen) (Deutschland), 10.12.2014 – Derzeit bewegt sich im Seegebiet zwischen Island, den Britischen Inseln und Norwegen ein Orkantief, das mit besonders tiefem Luftdruck aufwartet. Der zentrale Luftdruck beträgt dort 940 Hektopascal, möglicherweise sinkt er noch weiter, sagt die US-amerikanische Wetterbehörde NOAA. Typischerweise hat man es bei so einer Wetterlage mit einem kräftigen Islandtief und einem kräftigen Azorenhoch zu tun. Zwischen den beiden Druckgebilden entsteht unter einem Jetstream ein großer horizontaler Druckgegensatz, was sich mit entsprechendem Wind bemerkbar machen wird. So ist schon in der Nacht zu Mittwoch im Nordwesten von Deutschland mit einer deutlichen Windzunahme zu rechnen, wobei auch schon starke, teils stürmische Böen zu erwarten sind.

Wetterlage auf dem Nordatlantik nach der Prognose der NOAA für den 10. Dezember 2014, 13 Uhr MEZ

Das Windfeld weitet sich im Verlauf des Mittwoch auf den gesamten Nordwesten, Norden und Westen Deutschlands aus, und es treten starke bis stürmische Böen auf. Lokal können Sturmböen nicht ausgeschlossen werden. An den deutschen Küsten und im deutschen Mittelgebirge kommt es zu Sturmböen. Das Tief verlagert sich noch ein wenig in Richtung Westeuropa. Damit kann sich das Starkwindfeld weiter ausbreiten.

Am Donnerstag bleibt es bei dem windigen bis stürmischen Wetter. Am Freitag deutet sich eine Randtiefentwicklung an. Dieses Tief könnte entlang des Ärmelkanals nordostwärts ziehen. Dabei würde vor allem im Westen und Nordwesten der Gradient steigen, was erneut zu Wind führt. Damit wären in den Niederungen sogar schwere Sturmböen möglich; in Lagen oberhalb 400 bis 500 Meter auch orkanartige Böen und Orkanböen.

NOAA und Météociel warnen für das Seegebiet vor bis zwanzig Meter hohen Wellen, und Met Éireann erwartet, dass am Mittwoch bis zu zehn Meter hohe Brecher an die irische Westküste schlagen.

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Originäre Berichterstattung
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December 18, 2011

Glimpflicher Verlauf von Orkantief Joachim

Glimpflicher Verlauf von Orkantief Joachim

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Veröffentlicht: 15:46, 19. Dez. 2011 (CET)
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Windfeld von Orkan Joachim nach dem GFS-Modell der NOAA für den 15. Dezember, 21:00 Uhr UTC

Offenbach am Main (Deutschland), 18.12.2011 – Orkan Joachim, der im Vorfeld von den Meteorologen in den Prognosen mit den Orkanen Kyrill (2007) und Lothar (1999) verglichen worden war, hatte eine schwächeren Verlauf als ursprünglich angenommen, sodass die befürchteten großen Schäden ausgeblieben sind. Doch die mit dem Sturm verbundene Kaltfront und die mitgeführten feuchten Luftmassen sorgten in höheren Lagen der Schweiz, in Süddeutschland und Mitteldeutschland sowie in der Slowakei und in Tschechien für Verkehrsbehinderungen durch starke Schneefälle. Zahlreiche Autobahnen mussten zeitweise gesperrt werden. Unterhalb der Schneefallgrenze fiel teilweise ergiebiger Regen, der an Main und Mosel zu Hochwasserwarnungen führte. Inzwischen ist das Sturmtief nach Polen abgezogen.

Der Kern des Sturmes ist vom Ärmelkanal kommend über Paris hinweggezogen und folgte dann einer Bahn, die ihn über Düsseldorf und Hannover nördlich an Berlin vorbeiführte, doch die stärksten Windgeschwindigkeiten traten teilweise erheblich weiter südlich auf. In Frankreich führte der Sturm zu Stromausfällen in rund 400.000 Haushalten, von denen die meisten auf die Bretagne entfielen. Der Eisenbahnverkehr in der Bretagne war schwer behindert, doch zwischen Rennes und Paris verkehrten die Züge nahezu reibungslos. Schlimmer hingegen war die Situation im Pays de la Loire, wo der Eisenbahnverkehr völlig zusammenbrach. Der Elektrizitätsversorger Électricité de France (EDF) teilte mit, dass man in einem Kernkraftwerk vorsorglich auf Notbetrieb geschaltet habe. Es sei jedoch zu keinen Beeinträchtigungen gekommen.

Europaweit kamen zwei Personen durch die Auswirkungen des Orkantiefs zu Tode. In Bayern starb ein Mann beim Schneeräumen, und in Rheinland-Pfalz erlitt ein Autofahrer schwere Verletzungen, die er sich zugezogen hatte, als sein Fahrzeug von einer Sturmbö erfasst wurde und gegen einen Baum prallte. Das zweite Opfer wurde aus Spanien gemeldet, wo ein einstürzendes Dach den Bewohner eines Hauses erschlug. In Frankreich und Spanien wurden außerdem mehrere Personen durch herunterfallende Dachziegel oder herumfliegende Gegenstände verletzt. In der Schweiz wurden drei Personen verletzt, als ein Nahverkehrszug aus sturmbedingten Gründen entgleiste.

Der starke Wind führte auch in Deutschland zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr. In der Südpfalz musste die Deutsche Bahn auf zahlreichen Strecken den Bahnverkehr vorübergehend einstellen. Auch zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern ging nichts mehr. In dieser Gegend waren wegen Sturzfluten durch Starkregen zeitweise mehrere Landstraßen nicht befahrbar.

Die Autobahn A 61 war bei Alzey stundenlang durch einen vom Wind umgestürzten Lastwagen blockiert. Die Autobahnen A 4 und A 45 mussten im Sauerland wegen Schnee- und Eisglätte gesperrt werden. Es entstanden kilometerlange Staus. Starker Schneefall und Schneeverwehungen verursachten auch im baden-württembergischen Schwarzwald, in Thüringen sowie im Erzgebirge Störungen des Verkehrs. Der Grenzübergang Reitzenhain–Hora Svatého Šebastiána im Zuge der Bundesstraße 174 wurde gesperrt, nicht befahrbar war auch auf tschechischer Seite die Autobahn Dresden–Prag.

Der Wind erreichte in Böen über 140 Kilometer pro Stunde, gab der Deutsche Wetterdienst bekannt. In Deutschland wurde auf der Zugspitze eine Spitzenböe von 183 Kilometern pro Stunde verzeichnet, nur wenig darunter blieben die auf dem Wendelstein gemessenen Werte. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke meldeten auch der Feldberg und der Belchen im Schwarzwald. Der höchste Wert einer Bö wurde vom Puy de Dôme bei Clermont-Ferrand in Südfrankreich gemeldet. Nach Angaben von Météo-France zeichnete hier das Anemometer eine Bö mit einer Windgeschwindigkeit von 212 Kilometern pro Stunde auf.

155 Kilometer pro Stunde erreichten die stärksten Böen auf dem Feldberg im Schwarzwald. Auf dem Brocken im Harz, wo das dort befindliche Hotel aus Sicherheitsgründen evakuiert worden war und die Harzer Querbahn nicht verkehrte, wurden Böen von bis zu 133 Kilometer pro Stunde registriert. Wegen Sicherheitsbedenken blieben am Freitag (16.12.2011) an mehreren Orten die Weihnachtsmärkte geschlossen, so etwa in Karlsruhe, wo auch der Zoo seine Pforten nicht öffnete, Friedrichshafen, Straßburg, Kempten und Freiberg in Sachsen. Auch in zahlreichen Skigebieten fand kein Skibetrieb statt.

Östlich der Halbinsel Quiberon in der Bretagne wurde der Frachter „TK Bremen“ durch den Sturm auf den Strand südöstlich der Hafenstadt Lorient geworfen. Die 19 Personen an Bord wurden von einem Hubschrauber aufgenommen. Aus dem Wrack trat Öl aus, weswegen die zuständigen Behörden Umweltalarm auslösten. Marie-Françoise Le Jossec, die Bürgermeisterin des Ortes Erdeven, in dessen Nähe das Schiff auf Grund liegt, sagte den Medien, es gebe im Rumpf des Schiffes ein Loch. Der resultierende „Ölfilm ist mittlerweile einen Kilometer lang und fünf Meter breit“, sagte Le Jossec.

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December 20, 2010

Wintereinbruch im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten

Wintereinbruch im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten

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Veröffentlicht: 11:41, 20. Dez. 2010 (CET)
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Athen (Griechenland) / Beirut (Libanon) / Damaskus (Syrien) / Jerusalem (Israel), 20.12.2010 – Der Winter hat nicht nur Mittel- und Westeuropa fest im Griff, sondern auch im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten kam es vor einigen Tagen zu einem Wintereinbruch. Starker Schneefall blockierte Straßen und schnitt Ortschaften von der Außenwelt ab. Ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde beschädigte Häuser und führte an den Küste örtlich zu Überflutungen. Mindestens 31 Menschen starben durch die Auswirkungen des Unwetters. Betroffen von dem Wintereinbruch waren vor allem Griechenland, Zypern, der Libanon, Syrien, Jordanien und Israel. Weiter südlich, in Ägypten wirkte sich der Orkan als Sandsturm aus.

In Griechenland verursachte Schneefall erhebliche Verkehrsbehinderungen, nachdem es zum zweiten Wochenende des Dezembers innerhalb von 48 Stunden zu einem Temperatursturz von mehr als 20 °C kam. Im Norden des Landes sank das Thermometer teilweise auf -17 °C. Auf Kreta, wo zwei Tage vor dem Wintereinbruch mit 25 °C noch hochsommerliche Temperaturen erreicht wurden, mussten Kettenfahrzeuge einsetzt werden, um Wanderer in Sicherheit zu bringen, die von dem Wintereinbruch in den Bergen bei Rethymno und Iraklio überrascht wurden.

Der Orkan beschädigte in Israel Ampelanlagen und Leitungen der Stromversorgung und des Telefonnetzes, zahlreiche Bäume stürzten um, beschädigten Autos und blockierten Straßen. In der Hafenstadt Akko nördlich von Haifa sorgte eine Sturmflut für zusätzliche Probleme. Auf den Golanhöhen und in weiten Teilen der Region Galiläa fiel der Niederschlag als Schnee, in niederen Lagen um zwanzig Zentimeter, in geschützten Lagen am Hermon teilweise über 120 Zentimeter. Mehrere Straßenverbindungen waren unterbrochen.

Der Niederschlag beendete im Libanon, in Israel und in Syrien eine Trockenperiode, in deren Verlauf es noch Anfang Dezember im Karmel-Gebirge bei Haifa zum schwersten Waldbrand in der Geschichte des Staates Israel gekommen war. Durch den Brand wurden mehr als fünf Millionen Bäume vernichtet, 43 Menschen sind in den Flammen gestorben. Bei dem Sturm vor einigen Tagen kenterte vor der Küste Israels bei Aschdot ein moldawischer Frachter. Die elf ukrainischen Seeleute an Bord konnten in Sicherheit gebracht werden, teilte Radio Israel mit. Eine erste Schadensbilanz für die Häfen von Tel Aviv und Caesarea geht von einem Sachschaden in Millionenhöhe aus. Der Sturm sorgte für Verspätungen auf dem Flughafen Ben Gurion von Tel Aviv, und mehrere ankommende Flugzeuge konnten nicht landen, sondern mussten nach Larnaka auf Zypern umgeleitet werden. Ein russischer Tourist wurde am Samstag, dem 11. Dezember, am Strand bei Natanya von einer hohen Welle erfasst und mitgerissen. Seine Leiche wurde einen Tag später von Suchmannschaften gefunden.

Der Schneefall beeinträchtigte den Verkehr in Israel. Aus dem Norden kommende Züge waren über eine halbe Stunde verspätet. Zwischen den verschiedenen Bahnhöfen Tel Avivs wurde zeitweise ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Gestört war auch der Straßenverkehr. In Naharija trat wegen der starken Niederschläge der Fluss Hagaaton über die Ufer. Die Landstraße 92 musste in der Nähe des Abzweiges Sussita für einige Stunden gesperrt werden, weil der Starkregen zahlreiche in der Gegend verlegte Landminen aus der Erde gespült hatte und somit Gefahr für Autofahrer bestand.

Durch den starken Schneefall konnten die Skigebiete am Hermon, dem höchsten Berg Israels, zum ersten mal seit vier Jahren bereits im Dezember in Betrieb gehen. Üblicherweise ist erst im Januar ausreichend Schnee vorhanden. Die guten Skibedingungen haben zu einem Besucheransturm mit Verkehrsstaus geführt.

Auch im Libanon führte der Wintereinbruch mit Schneefall auf bis zu 700 Meter über dem Meeresspiegel zu Verkehrsproblemen. Die wichtige Hauptstraße Beirut–Damaskus war wegen der Schneemassen nicht mehr befahrbar. Am Grenzübergang in Masnaa wurden nur allradgetriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge mit Schneeketten durchgelassen. Nicht befahrbar waren auch die Straße Zahlé–Dhur al-Schweir und die Verbindung nach Dahr al-Baidar. Die Stromversorgung für zahlreiche Ortschaften des Schuf wurde nach Angaben von Électricité du Liban unterbrochen. In der Bekaa-Ebene verloren über 30 Ortschaften die Versorgung mit elektrischer Energie. Auch in den Städten Tyros und Nabtäa wurden Versorgungsleitungen für Elektrizität und Telefon stark beschädigt. Starker Wind führte in Sidon zum Kollaps einer Müllhalde. Dutzende Tonnen von Müll blockierten daraufhin die Hauptstraße, die Sidon mit dem Landesinnern verbindet.

Das zur Hisbollah gehörende Islamic Health Committee organisierte die Schneeräumung auf Straßen im südlichen Libanon und befreite Autofahrer in Hibbarieh, Kfar Hamam, Kfar Schuba und Schebaa aus ihren von den Schneemassen eingeschlossenen Fahrzeugen. Durch die Sturmflut wurden im palästinensischen Flüchtlingslager Dschal al-Bahr bei Tyros zahlreiche Häuser unter Wasser gesetzt. Hisbollah stellte hier Decken, Matratzen und Nahrungsmittel zur Verfügung.

Bis zu zehn Meter hohe Wellen schlugen an die Küste des Libanon, wo mehrere Fischerboote zerstört und zahlreiche beschädigt wurden. Ghazi Aridi, der Minister für Verkehr und öffentliche Dienstleistungen hat Unterstützungszahlungen angekündigt. Auf dem internationalen Flughafen in Beirut wurden vier Kleinflugzeuge durch den Wind auf die Oberseite geworfen. In Tripolis im Norden des Libanon wurde eine Frau in ihrem Auto durch einen umstürzenden Baum erschlagen. Verbreitet riss der Sturm nicht ausreichend befestigte Plakatwände um und beschädigt Fahrzeuge.

Die meisten Häfen Ägyptens im Mittelmeer und im Roten Meer wurden wegen des Sturms geschlossen. Starker Wind führte dazu, dass wartende Schiffe einige Stunden lang nicht in den Suezkanal einfahren durften. Bereits im Kanal befindliche Schiffe mussten die Fahrt unterbrechen. Die Sicht in Kairo wurde durch den Sandsturm stark eingeschränkt. Mindestens 31 Menschen sind durch die Auswirkungen des Orkans in Ägypten gestorben. Zwanzig der Opfer kamen bei Verkehrsunfällen um, elf starben in den Trümmern einstürzender Gebäude, davon zehn beim Einsturz einer Textilfabrik in Alexandria. Ein Behördenvertreter sagte, der Kollaps des über 30 Jahre alten Gebäudes sei „auf schlechtes Wetter und starken Regen“ zurückzuführen. Ein Kind kam beim Kollaps eines fünfstöckigen Gebäudes in Tanta im Nildelta um. Neun Personen wurden dabei verletzt. Eine Person war noch verschüttet.

Auch in Jordanien wirkte sich der Orkan als Sandsturm aus.

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March 1, 2010

Orkantief Xynthia wütet über Europa

Orkantief Xynthia wütet über Europa – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Orkantief Xynthia wütet über Europa

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Veröffentlicht: 18:39, 1. Mär. 2010 (CET)
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Satellitenfilm Orkan Xynthia

Offenbach am Main (Deutschland), 01.03.2010 – Ein gigantisches Orkantief, das den Namen Xynthia erhielt, wütet über Südwesteuropa und überquerte gestern Spanien, Frankreich, Belgien und die Niederlande sowie später Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Das Tiefdruckgebiet bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 150 Kilometern pro Stunde über Südwesteuropa und erreichte im Laufe des Tages Westdeutschland. Der Orkan soll erst in der Nacht zum Montag die neuen Bundesländer erreichen. Mit einer Wetterberuhigung rechnet der Deutsche Wetterdienst frühestens am Montag.

Zuvor war das Orkantief über die Kanarischen Inseln hinweggefegt und hatte dort erhebliche Zerstörungen angerichtet. Eine Spur der Verwüstung zog sich dann über die Iberische Halbinsel hin. In Spanien deckte der Orkan Dächer ab und entwurzelte Bäume; Strommasten knickten um wie Streichhölzer. Hier starben vier Menschen, an der französischen Atlantikküste kamen durch den Sturm neun Menschen ums Leben. Dort stand das Wasser zeitweise bis anderthalb Meter in den Straßen, die Bewohner der Häuser retteten sich auf Hausdächer. In den Pyrenäen kam es Informationen des Senders France Info zufolge zu Felsstürzen. Der Grenzübergang zu Spanien wurde zeitweise geschlossen. In der Nacht hatten die Orkanböen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometern pro Stunde erreicht.

Umstürzende Bäume rissen – wie hier in Darmstadt – Oberleitungen nieder.

Auch in Deutschland kommt es zu Schäden und Einschränkungen. In Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen ist der gesamte Bahn-, in Hessen der gesamte Regionalverkehr zum Erliegen gekommen. In Baden-Württemberg sind ebenfalls einige Strecken gesperrt. Der Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens und der Frankfurter Hauptbahnhof sind geschlossen. Viele Straßen wurden wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Dies betraf zeitweise auch die nordrhein-westfälischen Autobahnen A1, A4, A44 und A540. In einigen Regionen kam es zu Stromausfällen.

Insgesamt starben bisher mindestens 52 Menschen an den Folgen des Unwetters, die meisten davon in Frankreich. Besonders betroffen war hier das Department Vendée, wo mindestens 29 Personen in den Gemeinden La Faute-sur-Mer, L’Aiguillon-sur-Mer und La-Tranche-sur-Mer ertranken. Ein Mensch wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen. Auch im Schwarzwald und in der Nähe von Pohlheim wurde jeweils ein Mensch von einem Baum erschlagen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Orkan Xynthia“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Stürme
  • Portal:Hochwasser

Quellen

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January 27, 2009

Orkan Klaus schädigte 60 Prozent der Wälder in Südwestfrankreich

Orkan Klaus schädigte 60 Prozent der Wälder in Südwestfrankreich

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Veröffentlicht: 23:24, 27. Jan. 2009 (CET)
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Orkan Klaus: Blockierte Straßen
Foto:D. López

Bordeaux (Frankreich) / Barcelona (Spanien), 27.01.2009 – Zwei Tage nach dem Durchzug von Orkan „Klaus“ sind im Südwesten Frankreichs und Norden Spaniens die Aufräumarbeiten in vollem Gang. Der Eisenbahnverkehr konnte auf den Hauptstrecken Bordeaux – Agen – Toulouse, Tarbes – Toulouse und Bordeaux – Périgueux erneuert werden. Bereits am Sonntag, 25. Januar 2009 wurde die Verbindung auf der wichtigen Verbindung von Paris nach Bordeaux wieder aufgenommen. Viele Reisende mussten ihre Fahrt jedoch mit dem Bus fortsetzen, da einige Bahnstrecken immer noch wegen umgestürzter Bäume und beschädigter Oberleitungen nicht befahrbar waren. Nach Angaben der SNCF sind mehr als tausend Bahnbedienstete im Einsatz, um die Strecken passierbar zu machen.

Mehr als vierhundert Bahnübergänge im Südwesten Frankreichs waren aufgrund der Stromausfälle außer Betrieb und trugen so zum Chaos im Straßnverkehr bei. Viele Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy war am Sonntag in die Gironde gereist, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Mehr als 1000 Starkstromelektriker wurden von Électricité réseau distribution France (ERDF) vor Ort gebracht, um das Netz wiederherzustellen. Sie werden durch Einsatzkräfte aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Portugal unterstützt. Mehr als 500 Notfallgeneratoren wurden vor Ort aufgestellt. Keinen elektrischen Strom gab es am Montag, 26. Januar, noch für etwa eine halbe Million Haushalte. Ein großes Problem war die schwere Beschädigung einer 400.000-Volt-Leitung im Département Aude. France Télécom teilte mit, dass noch etwa 200.000 Festnetztelefonanschlüsse nicht erreichbar seien.

Nach Angaben des spanischen Netzbetreibers REE hatte der Sturm im Norden Spaniens 17 Hochspannungsleitungen unterbrochen, zehntausende Einwohner Galiciens und Kataloniens waren betroffen. In Spanien waren am Montag noch etwa 50.000 Kunden betroffen.

Nach Angaben des Syndicat des sylviculteurs du Sud-Ouest wurden durch den Sturm in den betroffenen Gebieten der Départements Gironde und Landes ein Großteil der Wälder verwüstet. Nach ersten Schätzungen stürzten etwa im Médoc 20 Prozent und an Bassin d’Arcachon 60 Prozent der Bäume um. Im Département Landes wurden offenbar mehr als 60 Prozent der Wälder geschädigt.

Die Wälder Aquitaniens umfassen rund 1,7 Millionen Hektar Wald, 34.000 Menschen sind in der Forstwirtschaft tätig, die in diesem Bereich jährlich einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Der Sturm entwurzelte selbst dickste Bäume.
Foto:Pablo Herrero

Der Orkan „Klaus“ wird in seinen Auswirkungen mit Orkan „Lothar“ verglichen, der allerdings ein Gebiet mit größerer Ausdehnung verwüstete. Damals waren in Frankreich 88 Personen ein Opfer des Sturmes geworden. Frankreich hatte daraufhin ein Wetterwarnsystem aufgebaut. Diesem wird nun das Verdienst zugeschrieben, dass die Zahl der Opfer durch „Klaus“ in Frankreich relativ gering ist. Im Dezember 1999 seien darüberhinaus alle Regionen Frankreichs betroffen gewesen und nicht nur drei wie jetzt, so Météo-France. Die Fédération française des sociétés d’assurances (FFSA) hat unterdessen den Sachschaden vorläufig mit „mehreren hundert Millionen Euro“ angegeben. „Lothar“ und „Martin“ hatten seinerzeit in Frankreich zu einem Schaden von sieben Milliarden Euro geführt, 92 Personen kamen um.

Mehr als 14.000 Bewohner mussten in Benidorm in der Nähe von Alicante wegen eines Waldbrandes ihre Häuser verlassen. Das Feuer wurde durch einen umgestützten Hochspannungsmast verursacht. Die spanische Regierung hat Armeeeinheiten in die Region geschickt, die bei der Brandbekämpfung helfen sollen.

Der Orkan, der mindestens 26 direkte Opfer forderte, hatte in geringerem Ausmaß auch Auswirkungen auf Italien. Im Süden des Landes kamen drei Menschen um. Zwei Personen wurden von einem Erdrutsch auf einer Autobahn verschüttet und eine Frau wurde bei einem Strandspaziergang vom Meer mitgerissen. Der Fährverkehr zwischen Sizilien und den kleineren Inseln kam zum Erliegen. Durch die Ausläufer des Sturmes wurden auch in Algerien zwei Personen getötet. Nach Angaben des Zivilschutzes in Sétif war durch den Wind eine Hausmauer zusammengebrochen.

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  • Orkantief über Europa fordert Menschenleben (25.01.2009)

Quellen

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January 25, 2009

Orkantief über Europa fordert Menschenleben

Orkantief über Europa fordert Menschenleben

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Veröffentlicht: 21:41, 25. Jan. 2009 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland) / Barcelona (Spanien) / Bordeaux (Frankreich), 25.01.2009 – Orkantief „Klaus“ hat mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 175 Stundenkilometern und Starkregen (20 bis 40 Liter pro Quadratmeter) in Europa sowie starkem Wellengang zwischen sechs bis neun Metern im französischen „Golf von Gascogne“ beziehungsweise angeblichen 21 Metern in Galicien zu erheblichen Schäden geführt. Bislang starben – direkt oder indirekt über durch den Orkan verursachte Lawinenabgänge – 38 Menschen. Auch in Schottland gab es drei Tote und einen verletzten Bergsteiger (die drei Toten sind zu beklagen, weil orkanbedingt die Rettungskräfte nicht rechtzeitig zum Einsatzort gelangen konnten). Dieser Sturm gilt nach Ansicht von Meteorologen als der zweitstärkste nach Orkantief „Lothar“ aus dem Jahre 1999. Parallel dazu sorgten die Wetterverhältnisse ebenfalls für zwei Todesopfer in Deutschland. Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens dieses Orkantiefs ist derzeit noch nicht absehbar.

Orkan „Klaus“ zog quer durch Südwestfrankreich.

In Frankreich wurden durch den Sturm mindestens vier Menschen getötet, drei davon im Départment Landes. Ein Autofahrer wurde auf einer Landstraße durch einen umstürzenden Baum erschlagen, sein Beifahrer schwer verletzt. Ebenfalls ein umgestürzter Baum war für den Tod eines Mannes in Losse verantwortlich. Herumfliegende Trümmer töteten in Saint-Vincent-de-Tyrosse einen Mann. Das vierte Opfer war eine 73-jährige Frau aus dem Département Gironde. Die Frau starb, weil ihr Beatmungsgerät aufgrund eines Stromausfalles versagte. Aus Frankreich hieß es, der Wind lasse Tannenzapfen wie Gewehrkugeln durch die Gegend fliegen. Besonders betroffen war hier der Südwesten des Landes. Der Verkehr ist in allen Bereichen zusammengebrochen, in zwei Millionen Haushalten in den Regionen Aquitaine, Midi-Pyrénées, Languedoc-Roussillon, Poitou-Charentes, Auvergne und Limousin kam es durch den Sturm zum Ausfall des Stromnetzes. Ein Sprecher von Météo-France bezeichnete den Orkan als den schlimmsten Sturm, seitdem die Wetterwerte aufgezeichnet werden. Die Auswirkungen seien absolut vergleichbar mit denen von Orkan „Lothar“ vom 26. und 27. Dezember 1999. In Perpignan wurde eine Spitzenböe mit 184 km/h verzeichnet. In der Nacht zu Sonntag wurde die „Alarmstufe Rot“ wieder aufgehoben.

Rund 330 Reisende im Schnellzug von Paris nach Hendaye mussten die Reise unterbrechen und wurden von der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF in einem Hotel untergebracht. Genauso erging es 195 Fahrgästen zweier TGVs und 200 Insassen eines Fernzuges von Marseille nach Bordeaux. Bei Hendaye mussten 60 Passagiere die Nacht zum Sonntag, den 25.01.2009 im Zug verbringen. Mehrere Straßen sind durch Windbruch unpassierbar, sogar Wintersporteinrichtungen in den Pyrenäen wurden geschlossen. Die Flughäfen in Bordeaux, Toulouse, Perpignan und Biarritz mussten zeitweise ebenfalls den Betrieb unterbrechen. In einigen Regionen wurde der Notstand ausgerufen, ebenso bestand ein Verkehrsverbot im Département Aude.

Umgefallende Mopeds und Pflanzen in Barcelona

In Sant Boi de Llobregat bei Barcelona in Spanien wurde die Wand einer Sporthalle durch den Orkan eingedrückt, wodurch das Dach einstürzte. Dabei starben vier Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren, mindestens 13 weitere Kinder und zwei Erwachsene wurden verletzt. Es wurden jedoch noch weitere Kinder verschüttet. Nach offiziellen Angaben haben 20 bis 30 Personen im Freien Baseball gespielt und vor dem Sturm in der 25 Jahre alten Halle Zuflucht gesucht. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet. Andernorts in Spanien wurden durch den Sturm mindestens fünf weitere Personen getötet.

Hoher Wellengang an der Küste des Baskenlandes.
Foto: D. López

Ein Fischer ertrank auf hoher See, sechs Besatzungsmitglieder konnten noch gerettet werden. Am Kap Matxitxako (Baskenland) wurden Wellenhöhen von bis zu 21,5 m beobachtet. Der Wind erreichte hier in Böen bis zu 194  Kilometer pro Stunde. Rund 700.000 Bewohner Nordspaniens waren ohne elektrischen Strom. Im Baskenland kam es angesichts der Wetterwarnung mit 12 Meter hohen Wellen zu Evakuierungen. 51 Flüge von spanischen Flughäfen wurden annulliert.

Vier Personen starben durch umstürzende Bäume oder Mauern. Im Stadtzentrum von Barcelona wurde eine 52-jährige Bewohnerin von einer Mauer erschlagen, die der Wind umgeworfen hatte. Der Versuch, ein Hindernis von der Straße zu beseitigen, kostete einen Verkehrspolizisten auf einer Landstraße bei Lugo im Nordwesten des Landes das Leben, als er von einem umstürzendem Baum erschlagen wurde. Inwieweit die Verkehrssicherungspflicht hinsichtlich der Standfestigkeit des Baumes verletzt wurde, steht noch nicht fest.

Der Sturm erschwert Löscharbeiten bei einem Waldbrand, der durch einen umstürzenden Hochspannungsmast und Kurzschluss ausgelöst worden war und an der Costa Blanca einen Kiefernwald in Brand gesetzt haben soll. Ebenfalls wegen eines umstürzenden Hochspannungsmastes wurde aus Sicherheitsgründen die Autobahn AP-7 zwischen Alicante und Monforte de Cid gesperrt; der Verkehr wird über die A-70 umgeleitet.

In Deutschland brachte „Orkan Klaus“ einen Wintereinbruch mit sich. Glatteis, Orkanböen und starker Schneefall behinderten den Verkehr. Betroffen waren vor allem Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. In Gerabronn in Baden-Württemberg brach ein Scheunentor zusammen und begrub einen 70-jährigen Mann unter sich, ein weiterer Mann starb bei einem sturmbedingten Verkehrsunfall bei Offenbach in Hessen.

Auf der Bundesautobahn 98 im Landkreis Konstanz begrub ein Erdrutsch fünf Autos und einen Lastwagen unter den Geröllmassen, fünf Insassen wurden verletzt. Der Hang drohte weiter abzurutschen, so bleibt die Autobahn bis Montag gesperrt. In dem Stau, der sich durch den Erdrutsch bildete, konnte die Polizei zwei Betrüger festnehmen, die sich mit zwei unredlich erworbenen Autos ins Ausland absetzen wollten – sie hatten mit Falschgeld bezahlt.

Bereits am Freitag war es in mehreren Landesteilen Deutschlands zu starken Niederschlägen und Neuschnee gekommen, mit den üblichen Auswirkungen auf den Verkehr. Keller liefen voll und Fließgewässer traten über die Ufer. Die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz. Zusätzlich war auch die Polizei mit der Aufnahme von Verkehrsunfällen aufgrund von Glatteis oder Schneeglätte beschäftigt. Betroffen war vor allem das Waldecksche Upland.

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  • Portal:Naturkatastrophen
Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Orkan Klaus“.

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December 3, 2007

Deutscher Wetterdienst gab für gestern eine Wind-/Sturmwarnung für das gesamte Bundesgebiet heraus

Deutscher Wetterdienst gab für gestern eine Wind-/Sturmwarnung für das gesamte Bundesgebiet heraus

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Veröffentlicht: 13:16, 3. Dez. 2007 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland), 03.12.2007 – Der Deutsche Wetterdienst warnte am 2. Dezember vor Sturmlage und teilweise ergiebigen Niederschlägen. Da Deutschland am südlichen Rand eines großen Tiefkomplexes liege, werde zunächst milde Meeresluft herangeführt. Dies bedinge teilweise schwere Sturm- und Orkanböen, vor allem im Westen des Bundesgebietes. In Staulagen müsse zusätzlich mit ergiebigem Regen gerechnet werden. In der Nacht zum Montag könnten auch vereinzelte Gewitter auftreten.

Entsprechende Warnungen für betroffene Landkreise wurden herausgegeben und konnten im Rundfunk, Fernsehen und im Internet (Homepage des DWD) abgerufen werden.

Für weite Teile Baden-Württembergs wurde eine Unwetterwarnung ausgegeben. Oberhalb von 800 Metern könnten Orkanböen von über 120 Kilometer pro Stunde auftreten. Besonders der Westen und Norden des Bundeslandes seien betroffen. Im Hochschwarzwald und im Feldberggebiet wurden bis zum Abend schon Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometer pro Stunde festgestellt. Bei Rastatt knickten Strommasten um. Die B 500 musste wegen Windwurfes gesperrt werden, bei Karlsruhe wurde ein Mann schwer verletzt.

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November 8, 2007

Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste

Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste

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Veröffentlicht: 21:25, 8. Nov. 2007 (CET)
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Bremen / Hamburg (Deutschland) / Rotterdam (Niederlande), 08.11.2007 – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab heute um 16:31 Uhr eine Warnung vor Orkanböen an der deutschen Nordseeküste für den Zeitraum von Freitag, 0:00 Uhr bis wahrscheinlich Freitag Abend heraus. Es werden „orkanartige Böen bis 115 km/h (Stärke 11)“ erwartet, so der DWD auf seiner Homepage. Gleichzeitig warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut im Bereich der Nordseeküste. Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wird das Wasser in Emden, Bremen und Hamburg mit einem Stand von „1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten“. Die Sturmflutwarnung gilt bis 4:00 Uhr am Freitagmorgen.

Grund für die aktuelle Wetterlage ist ein Sturmtief, das von Norwegen zur Ostseeküste zieht. Mit der Nordwestströmung des Tiefdruckgebiets gelangt polare Kaltluft nach Deutschland – bis zu den Alpen. Am Donnerstagabend überquert eine Kaltfront mit einem Regenband Norddeutschland. Im Bergland (Harz) gehen die Regenfälle allmählich in Schnee über. Am Freitagmorgen muss daher mit Behinderungen durch Schnee gerechnet werden. Im Verlauf des Freitags soll sich das stürmische Wetter über ganz Deutschland ausdehnen.

Auch die Niederlande bereiten sich auf einen der schwersten Stürme seit vielen Jahren vor. Der Hafen von Rotterdam wurde heute Abend um 21:00 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt. Für den heutigen Abend werden an der niederländischen Küste vier Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde erwartet. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hafens von Rotterdam wird eine künstliche Barriere geschlossen, die die Stadt vor Überschwemmungen schützen soll. Für die niederländische Küstenregion wurde zum ersten Mal nach 1976 die höchste Alarmstufe ausgerufen.

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January 27, 2007

Kaiserslautern setzte den Katastrophenschutz gegen Orkan Kyrill ein

Kaiserslautern setzte den Katastrophenschutz gegen Orkan Kyrill ein

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Artikelstatus: Fertig 17:22, 27. Jan. 2007 (CET)
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Kaiserslautern (Deutschland), 27.01.2007 – 103 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr im Laufe des 18. Januars zur Beseitigung der Sturmschäden von Orkan Kyrill. Der Katastrophenschutz sei von 8:00 Uhr bis 23:30 Uhr im Einsatz gewesen, außerdem seien im Laufe des Tages immer mehr Feuerwehrleute alarmiert worden, so dass ab 11:30 Uhr eine Personalstärke von 100 Mann erreicht gewesen sei. Auch das Technische Hilfswerk war in Bereitschaft gesetzt worden. Bei Baumfällungen halfen auch andere Referate der Stadt.

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Schäden von Orkan Kyrill auf rund sieben Milliarden Euro geschätzt

Schäden von Orkan Kyrill auf rund sieben Milliarden Euro geschätzt

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Artikelstatus: Fertig 18:53, 27. Jan. 2007 (CET)
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München (Deutschland), 27.01.2007 – Auf fünf bis sieben Milliarden Euro schätzt die Münchener Rück die durch Orkan Kyrill verursachten Schäden. Diese Schätzung ist jedoch eine erste Bewertung; die exakte Bewertung wird wegen der vielen kleinen und mittleren Schäden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. So schätzt etwa die Swiss Re, der größte Rückversicherer weltweit, den Schaden auf „nur“ 3,5 Milliarden Euro. Sollte die Münchener Rück Recht behalten, war Kyrill einer der teuersten Orkane der letzten Zeit. Der teuerste Sturm bisher war „Lothar“ im Jahre 1999, der 7,2 Milliarden Euro kostete.

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