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July 18, 2012

Afghanistan: Afghanischer Soldat nach Erschießung französischer Soldaten zum Tode verurteilt

Afghanistan: Afghanischer Soldat nach Erschießung französischer Soldaten zum Tode verurteilt

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Veröffentlicht: 18:03, 18. Jul. 2012 (CEST)
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Afghanische Soldaten

Kabul (Afghanistan), 18.07.2012 – Anfang Januar hatte ein 22-jähriger afghanischer Soldat in der Provinz Kapisa nordöstlich von Kabul das Feuer auf französische Ausbilder eröffnet. Vier der Franzosen waren sofort tot, ein fünfter starb später an seinen schweren Verletzungen. Außerdem wurden noch 14 weitere Soldaten verletzt. Nun teilte das Verteidigungsministerium in Kabul mit, dass der afghanische Schütze von einem Militärgericht zum Tode verurteilt wurde.

Den damaligen Präsidenten Frankreichs, Nicolas Sarkozy, veranlasste der Vorfall dazu, den Abzug der französischen Soldaten bereits für Ende 2013 anzuordnen anstatt wie geplant Ende 2014. Der Abzugstermin wurde von Sarkozys Nachfolger François Hollande auf Ende 2012 vorgezogen.

Nach dem Abzug sollen anschließend noch rund 1.500 französische Einsatzkräfte in Afghanistan verbleiben, um afghanische Sicherheitskräfte auszubilden. Die französische Truppenführung übergab Anfang Juli die Verantwortung für die Provinz Kapisa an die afghanischen Sicherheitskräfte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Afghanistan
  • Portal:Frankreich

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March 29, 2010

Bundesinnenminister de Maizière zieht Bilanz der Polizeiausbildung in Afghanistan

Bundesinnenminister de Maizière zieht Bilanz der Polizeiausbildung in Afghanistan

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Veröffentlicht: 10:06, 29. Mär. 2010 (CEST)
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Kabul (Afghanistan), 29.03.2010 – Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bei einem unangekündigten Besuch in Kabul eine Bilanz der bisherigen Polizeiausbildung durch Deutschland gezogen. Er stellte fest, dass die Ausbildung bisher keine Erfolgsgeschichte sei. Allerdings würde sich die Lage verbessern. Im Rahmen der seit Januar 2010 geltenden neuen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung sollen jährlich 5.000 Polizisten ausgebildet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Zahl der Ausbilder von derzeit 190 auf 260 aufgestockt werden.

Insgesamt wird eine Zahl von 134.000 Polizisten bis 2014 angestrebt. Aktuell sind es zwischen 96.000 und 98.000. Das afghanische Innenministerium prüft derzeit gerade die tatsächlichen Zahlen. Ein Problem ist, dass viele Polizisten den Dienst quittieren oder desertieren, da sie zum einen erheblichen Gefahren ausgesetzt sind und zum anderen das Gehalt oftmals nicht ausgezahlt wird.

Quellen

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August 30, 2008

Frau und zwei Kinder in Afghanistan vermutlich von deutschen ISAF-Soldaten erschossen

Frau und zwei Kinder in Afghanistan vermutlich von deutschen ISAF-Soldaten erschossen

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Veröffentlicht: 19:42, 30. Aug. 2008 (CEST)
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Das Emblem der Bundeswehr. Logo ist das „Eiserne Kreuz“.

Kundus (Afghanistan), 30.08.2008 – Nach Angaben der Bundeswehr haben die „zur Sicherung eingesetzten Kräfte“ an einer Straßensperre der Internationalen Schutztruppe bei Kundus, Afghanistan, am Donnerstag um 21.52 Uhr Ortszeit (19.22 MEZ) das Feuer auf Zivilisten eröffnet und dabei eine Frau und zwei Kinder getötet und zwei weitere Kinder verletzt. (In einem Artikel der jungen Welt ist in diesem Zusammenhang die Rede von zwei toten und vier verletzten Kindern.) Die Schüsse stammen nach neueren Untersuchungen vermutlich aus deutschen Waffen, jedoch ist noch nicht klar, ob auch andere Soldaten geschossen haben. Der Fall werde im Moment noch untersucht, es gebe bisher keinen Anlass, den zur Zeit des Vorfalls Wachehaltenden Soldaten Vorwürfe zu machen, so die Aussage der Bundeswehr.

Südöstlich von Kundus hatten deutsche Soldaten gemeinsam mit afghanischen Polizisten eine Straßensperre errichtet. In der Nacht, bei völliger Dunkelheit, hätten sich dann zwei Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit der Straßensperre genähert. Mit Zeichen sei den Fahrzeugen klargemacht worden, dass sie anzuhalten haben, doch nach kurzem Halt sei das erste Fahrzeug abrupt erneut losgefahren. Daraufhin seien Warnschüsse abgefeuert worden, kurz darauf seien Schüsse von einem Bundeswehrfahrzeug aus auf das erste Fahrzeug gefallen.

Der Polizeichef von Kundus, Abdul Rahman Aktasch, bestätigte diese Version größtenteils. Eins der Fahrzeuge habe nach Angaben des deutsch-geführten Regionalen Wiederaufbauteams Drogen geladen gehabt. Der Wagen sei entkommen und, entgegen der Darstellung der Bundeswehr, sei auch das zweite Fahrzeug losgefahren. In diesem Fahrzeug saßen die drei Zivilisten. Die Soldaten hätten daraufhin das Feuer auf das Fahrzeug eröffnet, da sie annahmen, auch in diesem Fahrzeug befänden sich Drogen. Aktasch erhob die Anschuldigungen bereits am Freitag gegenüber Spiegel online, worauf das Verteidigungsministerium zunächst nur Desinformation verbreitete.

Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Kundus, Mohammad Omar, war der beschossene Kleinbus gerade von einer Hochzeit zurückgekommen. Der Fahrer habe seinen Mitarbeitern gesagt, er habe aus Angst vor den Soldaten gewendet und bereue diesen Fehler zutiefst.

Von Seiten der Bundesparteien und Bundestagsfraktionen gab es auffallend wenig Stellungnahmen zum Thema. Die Linke forderte einmal wieder den sofortigen Truppenabzug. Umfragen zufolge lehnt die Mehrheit der Deutschen die Beteiligung der Bundeswehr in Afghanistan ab.

Quellen

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June 14, 2008

Hunderte Gefangene auf der Flucht nach Taliban-Angriff auf Gefängnis in Kandahar (Afghanistan)

Hunderte Gefangene auf der Flucht nach Taliban-Angriff auf Gefängnis in Kandahar (Afghanistan)

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Veröffentlicht: 20:24, 14. Jun. 2008 (CEST)
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Kandahar (Afghanistan), 14.06.2008 – Mit Raketen und einer Lastwagenbombe sprengten Kämpfer der Taliban am Freitagabend den Weg in ein Gefängnis im afghanischen Kandahar frei. Dabei sollen laut BBC 350 mutmaßliche Talibankämpfer sowie hunderte weitere Gefängnisinsassen befreit worden sein. AFP spricht von insgesamt 1100 flüchtigen Gefangenen. Über Kandahar wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Soldaten der NATO, die im Rahmen der ISAF-Mission, der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan, in dem Land stationiert sind, sowie Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte begannen mit einer großangelegten Fahndung nach den flüchtigen Gefangenen. BBC-Angaben zufolge findet in der Region um das Gefängnis eine Haus-für-Haus-Durchsuchung statt, um der entkommenen Häftlinge habhaft zu werden. Ein Taliban-Sprecher erklärte: „Wir haben erfolgreich alle Gefangenen befreit, auch die inhaftierten Taliban und andere Gefangene.“ Der Sprecher machte auch genauere Angaben zu den Einzelheiten des Angriffs auf das Gefängnis. Danach wurde ein Wassertanklastwagen benutzt um eine Sprengladung von 1800 Kilogramm Sprengstoff an der Gefängnismauer zu zünden. Diese Aufgabe übernahmen Selbstmordattentäter, die dabei ums Leben kamen. Durch das entstandene Loch in der Gefängnismauer seien anschließend etwa 30 bewaffnete Motorradfahrer ins Innere des Gefängnisses vorgedrungen und hätten dann das Feuer auf die Wachen eröffnet. Laut BBC wurden bei dem Angriff 15 Wachen getötet. Der Überfall war nach Talibanangaben seit zwei Monaten geplant worden.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

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January 17, 2008

Bombenanschlag nahe der deutschen Botschaft in Kabul

Bombenanschlag nahe der deutschen Botschaft in Kabul

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Veröffentlicht: 20:08, 17. Jan. 2009 (CET)
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Kabul (Afghanistan), 17.01.2008 – In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist es in der Nähe der deutschen Botschaft und einem US-Ausbildungslager zu einer Explosion gekommen. Dabei soll es sich laut Angaben afghanischer Behörden um einen Selbstmordanschlag gehandelt haben. Ein Fahrzeug sei auf einer Straße zur Explosion gebracht worden. Das melden die Nachrichtenagenturen heute am 17. Januar 2009.

Mindestens vier Menschen sind getötet und 19 verletzt worden. Bei den Verletzten handelt es sich vorwiegend um Zivilisten. Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums ergänzte, dass auch einige Botschaftsmitarbeiter verletzt worden seien. Ein Sprecher der US-Armee erklärte, sieben US-Soldaten seien bei dem Anschlag verletzt worden; einer von ihnen sei inzwischen seinen Verletzungen erlegen. Am Botschaftsgebäude selbst habe es zudem Sachschäden gegeben. Ein Lastwagen und weitere Fahrzeuge sind in Brand geraten. Ein Sprecher der Taliban gab gegenüber Journalisten ein Bekenntnis zu dem Anschlag ab, der sich gegen deutsches Militärpersonal gerichtet habe. Der deutsche Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Anschlag als einen „feigen Akt der Barbarei“ scharf verurteilt und sagte, man werde an der Unterstützung der afghanischen Armee festhalten. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte den Anschlag als einen „menschenverachtenden Terrorakt“. Vor Ort wurde ein Krisenstab eingerichtet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Afghanistan

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July 4, 2007

Deutscher in Afghanistan entführt

Deutscher in Afghanistan entführt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Deutscher in Afghanistan entführt

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Veröffentlicht: 21:40, 4. Jul. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan) / Berlin (Deutschland), 04.07.2007 – Erstmals seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 ist in Afghanistan ein deutscher Staatsbürger entführt worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin wird der Mann seit vergangenem Donnerstag vermisst. „Wir haben nach den uns vorliegenden Hinweisen von einer Entführung auszugehen“, sagte Ministeriumssprecher Martin Jäger. Der Deutsche wurde in der Provinz Urusgan im Süden des Landes verschleppt.

Bereits am Samstag sei ein Krisenstab gebildet worden. Der Entführte sei weder im Regierungsauftrag unterwegs noch für eine deutsche Hilfsorganisation tätig gewesen. Auch handele es sich nicht um einen Journalisten. Der Mann war für eine kleine Firma in der Region zwischen den Provinzen Nimroz und Farah mit afghanischen Begleitern unterwegs.

Der Gouverneur von Nimroz, Gholum Dastagir, bestätigte die Entführung eines Deutschen. Unklar sei, ob es sich bei den Tätern um Taliban oder Kriminelle handele. Die Botschaft in Kabul und alle weiteren relevanten Stellen seien eingeschaltet. Zuletzt sei der Verschleppte in einem Restaurant auf einem kleinen Markt gesehen worden. Er sei am späten Abend gegen 23:00 Uhr Ortszeit entführt worden. Zur Identität des Opfers wollte Ministeriumssprecher Martin Jäger keine Angaben machen.

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