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November 15, 2008

Kaiserslautern: Erster Panzerwagen von Großauftrag vorgestellt

Kaiserslautern: Erster Panzerwagen von Großauftrag vorgestellt

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Veröffentlicht: 13:15, 15. Nov. 2008 (CET)
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Archivbild eines Eagle IV Fahrzeugs

Kaiserslautern (Deutschland), 15.11.2008 – Am 12. November wurde in Kaiserslautern das erste Modell des Panzerwagens Eagle IV vorgestellt, das speziell bei Patrouillefahrten in Afghanistan den Soldaten besseren Schutz bieten soll. Bundesverteidigungsminister Jung nahm das erste von insgesamt 198 dieser Fahrzeuge entgegen, die insgesamt einen Wert von 105 Millionen Euro haben werden. Hergestellt werden die Fahrzeuge vom in Kaiserslautern ansässigen General-Dynamics-Werk (ehemals: Eisenwerke Kaiserslautern), das damit mittelfristig bis zu 500 Arbeitsplätze sichern möchte und voraussichtlich bis zu 25 neue Arbeitsplätze bereitstellen kann.

Der Eagle IV kann bis zu vier Soldaten transportieren und bietet insbesondere gegen Sprengstofffallen und Minen Schutz. Neben der deutschen Bundeswehr haben auch andere NATO-Partner bereits Interesse an diesem gepanzerten Transporter angemeldet.

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April 19, 2008

Studie: Ausweitung des Niedriglohnsektors in Deutschland

Studie: Ausweitung des Niedriglohnsektors in Deutschland

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Veröffentlicht: 13:57, 19. Apr. 2008 (CEST)
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Duisburg / Essen (Deutschland), 19.04.2008 – Die Zahl der geringfügig Beschäftigten nahm seit 1995 in Deutschland um 163 Prozent zu. Der Anteil der Arbeitskräfte mit Niedriglöhnen an der Gesamtzahl der Beschäftigten stieg um etwa 43 Prozent auf rund 6,5 Millionen. Damit verändert sich in Deutschland die Beschäftigtenstruktur tendenziell immer stärker in Richtung auf US-amerikanische Verhältnisse, wo jeder Vierte zu den Geringverdienern gehört. In Deutschland ist es zurzeit jeder Fünfte.

Die Zahlen stammen aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Als „Niedrigverdiener“ gilt den Autoren, wer in den westlichen Bundesländern weniger als 9,61 Euro pro Stunde verdient; im Osten liegt der entsprechende Wert bei 6,81 Euro. Den damit verbundenen sozialen Wandel unterstreichen die Autoren der Studie unter Hinweis auf die Veränderung des Anteils der geringfügig Beschäftigten in den letzten – grob gesagt – zehn Jahren. Während 1995 noch 85 Prozent aller Arbeitnehmer zu den Normal- oder Besserverdienern gehörten, sank dieser Anteil bis 2006 auf 77,8 Prozent. Die Hartz-Reformen der Regierung Schröder haben wesentlichen Anteil an dieser Veränderung. Der Druck auf Arbeitslose, auch weniger gut bezahlte Jobs anzunehmen, stieg infolge dieser Arbeitsmarktreformen.

Ein Sprecher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit bestätigte im Prinzip die vorgelegten Zahlen. Er sagte, der Niedriglohnsektor breite sich insbesondere im Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie im Einzelhandel immer stärker aus. Wenn man auf die Verteilung nach Altersgruppen schaut, zeigt sich ein besonders hoher Anteil bei jungen Arbeitskräften, Frauen, Ausländern und gering Qualifizierten in diesem Arbeitsmarktsegment. Gleichzeitig steigt jedoch auch der Anteil der Beschäftigten mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Etwa drei Viertel aller Beschäftigten im Niedriglohnsektor besaßen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Abschluss.

Die gestern vorgelegten Zahlen lösten unterschiedliche Reaktionen aus. Insbesondere die Diskussion um Mindestlöhne wurde erneut angeheizt. Während Arbeitgeberverbände in den Zahlen keinen Beleg für die Forderung nach Mindestlöhnen sehen, vertraten Sprecher der Gewerkschaften die gegenteilige Position. Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) stützt die Arbeitgeberposition. Hilmar Schneider, Arbeitsmarktexperte des Instituts, verweist insbesondere auf die Vorteile der Beschäftigtenverhältnisse im Niedriglohnsektor: „Die geringfügig Beschäftigten akzeptieren niedrige Stundenlöhne, weil dafür keine Abgaben anfallen.“

Die Autoren des IAQ verglichen in ihrer Studie die Arbeitsmarktdaten in Deutschland auch mit der Situation in fünf europäischen Nachbarstaaten. Danach gleicht sich Deutschland stärker den Verhältnissen in Großbritannien an, wo ebenfalls ein ausgedehnter Niedriglohnsektor besteht. In Frankreich liegt der entsprechende Anteil nur halb so hoch wie in Deutschland und Großbritannien. Dort sorgt der Staat laut einer französischen Studie durch hohe Mindestlöhne und eine bessere Absicherung von Arbeitnehmern vor Entlassung für einen vergleichsweise kleineren Niedriglohnsektor. Noch niedriger liegt die Quote der geringfügig Beschäftigten in Dänemark, wo gleichzeitig eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften besteht. Diese hohe Nachfrage nach Arbeit sorgt in Dänemark auch dafür, dass sich die Beschäftigten im Niedriglohnsektor mit größerer Wahrscheinlichkeit bald in besser bezahlten Jobs wiederfinden. Die Durchlässigkeit nach oben ist in Dänemark besonders stark ausgeprägt. In Deutschland sieht die Situation anders aus. Nach einer vor kurzem vorgelegten IAQ-Studie ist die Durchlässigkeit in Deutschland besonders schlecht. „Die Aufstiege aus dem Niedriglohnbereich sind in den letzten Jahren deutlich rückläufig“, resümiert Arbeitsmarktexperte Thorsten Kalina. Nur 8,6 Prozent der Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor gelang es, im Folgejahr einen besser bezahlten Job zu finden. (Verglichen wurden hierbei die Jahre 2004 und 2005.) 68,8 Prozent blieben im Niedriglohnsektor beschäftigt, fast 14 Prozent fielen aus dem Sektor der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten heraus und wurden entweder arbeitslos, nahmen eine Teilzeitstelle oder einen Minijob an. Als Grund für diese Schwäche des deutschen Arbeitsmarktes liegt nach Ansicht des IAQ im „Outsourcing“ gering qualifizierter und schlecht bezahlter Tätigkeiten in andere Unternehmen sowie die Zunahme von Zeitarbeitsverhältnissen. Ein innerbetrieblicher Aufstieg von solchen Jobs im Niedriglohnsektor werde damit immer schwieriger.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales in Deutschland

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February 21, 2007

Deutschland: Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in der IT-Branche

Deutschland: Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in der IT-Branche

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Artikelstatus: Fertig 15:15, 21. Feb. 2007 (CET)
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Berlin (Deutschland), 21.02.2007 – Laut einer Aussage von Willi Berchthold, Vorsitzender des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, kurz BITKOM, herrscht in der von ihm vertretenden Branche ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften. Rund 20.000 Arbeitsplätze könnten derzeit trotz hoher Arbeitslosigkeit nicht besetzt werden, sagte Berchthold am Dienstag.

Das liege daran, dass es einerseits zu wenig Bewerber gebe, andererseits aber auch die Interessenten oft nicht die benötigte Qualifikation mitbrächten, sagte Berchthold. Schuld daran trägt laut dem Branchenvertreter auch das deutsche Bildungssystem, das dringend verbessert werden müsse. Zugleich schlug er vor, die Zuwanderung geeigneter Spezialisten aus dem Ausland zu vereinfachen, da der Fachkräftemangel das Wachstum der betroffenen Unternehmen bremse. Gesucht werden vor allem Akademiker. In der IT-Branche sind in Deutschland zurzeit zirka 800.000 Menschen beschäftigt.

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January 27, 2007

Deutschland: Renten könnten wieder erhöht werden

Deutschland: Renten könnten wieder erhöht werden

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Artikelstatus: Fertig 20:51, 27. Jan. 2007 (CET)
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Berlin (Deutschland), 27.01.2007 – Möglicherweise werden die Renten in Deutschland in diesem Jahr wieder leicht erhöht. Grund sollen dabei einerseits die sich wieder verbessernde Konjunktur und andererseits die veränderte Situation auf dem Arbeitsmarkt sein, die sich mit einem Rückgang der Zahl der Arbeitslosen bemerkbar macht.

Selbst wenn es zu der Steigerung kommen sollte, würde diese nur um 0,1 bis 0,2 Prozent ausfallen, so ein Sprecher des deutschen Arbeitsministers Franz Müntefering. Jedoch übertrifft diese erwartete Erhöhung die bisher gültige Prognose der Bundesregierung, die vorausgesagt hatte, dass die Renten erst ab 2009 steigen könnten.

Sicherheit, ob es wirklich so kommt, soll jedoch erst Ende März geben, so das Bundesarbeitsministerium.

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August 16, 2005

Ethikrat: Gentest nur in Ausnahmefällen

Ethikrat: Gentest nur in Ausnahmefällen

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Berlin (Deutschland), 16.08.2005 – Arbeitgeber sollen nur in Ausnahmefällen Gentests von Mitarbeitern und Bewerbern verlangen dürfen. Darauf jedenfalls hat sich der Nationale Ethikrat verständigt. Fragen nach dem Gesundheitszustand eines Bewerbers und medizinische Untersuchungen sollen nur zulässig sein, um damit zum Zeitpunkt der Einstellung die Eignung für die vorgesehene Tätigkeit festzustellen. Es sollen dabei nur Krankheiten berücksichtigt werden, die innerhalb der nächsten sechs Monate mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent die Ausübung der Tätigkeit „in nicht unerheblichem Ausmaß“ beeinträchtigen.

Geht es aber darum, Risiken für Dritte auszuschließen, sollen weitergehende Untersuchungen erlaubt werden. Das betrifft unter anderem Piloten, Busfahrer und Polizisten.

Eine Ausnahme soll es auch für Beamtenanwärter geben. Da für den Dienstherren eine Fürsorge- und Versorgungspflicht auf Lebenszeit entsteht, sollen auch Krankheiten berücksichtigt werden dürfen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent die Ausübung der Tätigkeit beeinträchtigen.

Der Humangenetiker Professor Peter Propping, Mitglied des Ethikrates, erläutert: „Unter diesen Umständen sind Gentests faktisch ausgeschlossen“.

Der Ethikrat plädiert darüber hinaus für eine gesetzliche Regelung, um mehr Rechtssicherheit zu erreichen.

Quellen

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