WikiNews de

January 25, 2014

Waffenstillstand im Südsudan

Waffenstillstand im Südsudan – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Waffenstillstand im Südsudan

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 00:33, 25. Jan. 2014 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Addis Abeba (Äthiopien), 25.01.2014 – Überraschend haben die Konfliktparteien im Südsudan einen Waffenstillstand bei den seit Anfang Januar andauernden Verhandlungen unterzeichnet. Das Abkommen wurde im Beisein ausländischer Diplomaten und Journalisten in Addis Abeba durch Vertreter der Regierung sowie der Rebellen unterzeichnet. Der Waffenstillstand soll innerhalb von 24 Stunden umgesetzt und es sollen sämtliche Gefechte eingestellt werden.

Riek Machar

Streitpunkt des Konfliktes war die Inhaftierung von elf Politikern im Dezember aufgrund eines angeblichen Putschversuches, die dem Lager des Aufständischen Führers Riek Machar zugeordnet werden. “Wir glauben, dass unsere Genossen, die noch immer im Gefängnis schmoren, politische Gefangene sind. Deshalb verlangen wir ihre Freilassung für die nächste Phase des umfassenden nationalen Dialogs”, sagte Rebellen-Unterhändler Taban Deng Gai. Die Freilassung dieser Politiker war eine der von den Rebellen geforderten Voraussetzungen für die Waffenruhe. Ob die Politiker tatsächlich aus dem Gefängnis entlassen werden, ist anzuzweifeln. Ein Prozess soll ihnen vor weiteren Verhandlungen über die Freilassung in jedem Fall gemacht werden.

Nhial Deng Nhial

Laut dem Verhandlungsführer der Regierung, Nhial Deng Nhial, setzt die Regierung auf einen Entspannungskurs, steht der tatsächlichen Einhaltung des Waffenstillstandes aber skeptisch gegenüber. „Wir hoffen, dass wir möglichst schnell ein Abkommen erzielen, das dem Blutvergießen ein Ende setzt.“ „Trotz der unterschriebenen Vereinbarung über die Einstellung der Feindseligkeiten geben wir uns nicht der Illusion hin, dass die Umsetzung einfach wird“, so Nhial. Wie er weiter ausführte, zweifle er allerdings an, ob die Rebellengruppe um Ihren Anführer Riek Machar in der Lage sei, den Befehl zum Waffenstillstand umzusetzen. Die Rebellenarmee sei „ohne militärische Disziplin. Dies würde das Abkommen zu einer Farce machen“.

Auch UN Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte laut Mitteilung der Vereinten Nationen das Abkommen. EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton betonte die Wichtigkeit dieses Abkommens: „Die Übereinkunft muss jetzt Wirklichkeit werden, und die Parteien müssen sofort damit beginnen, sie aufrichtig umzusetzen.“ Auch die USA bezeichneten den Waffenstillstand als einen „ersten entscheidenden Schritt“ auf dem Weg zu einer friedlichen Lösung des Konflikts. Ein Sprecher des Weißen Hauses rief beide Seiten auf, sich an das Abkommen zu halten. Auch Chefunterhändler des ostafrikanischen Staatenblockes IGAD, Seyoum Mesfin, nannte die Verhandlungen einen Erfolg. „Wir müssen nun rasch mit einem politischen Dialog fortfahren und an einer nationalen Versöhnung arbeiten”, sagte er.

Salva Kiir Mayardit

Im erst 2011 gegründeten Staat Südsudan entbrannte im Dezember der Machtkampf zwischen dem amtierenden Präsidenten Salva Kiir Mayardit und seinem ehemaligen Vize Riek Machar. Kiir beschuldigt Machar des Putschversuches. Dieser wiederum kritisierte den Präsidenten und seinen autoritären Führungsstil. Machar besetzte mit seinen Anhängern Medienberichten zufolge daraufhin Teile der ölreichen Gebiete Jonglei und Unity. Unklar ist allerdings, inwieweit Machar tatsächlich Einfluss auf die verstreuten Aufständischen besitzt. Neben der Gefangennahme von Politikern spielten bei dem Konflikt auch ethnische Gründe eine Rolle. Während der Präsident Mayardit dem Stamm der Dinka angehört, ist Machar Angehöriger der Nuer. Zwischen den Stämmen herrscht schon seit dem südsudanesischen Sezessionskrieg um die Unabhängigkeit ein angespanntes Verhältnis.

Bei den heftigen Kämpfen sollen bis zu 10.000 Menschen getötet und 500.000 in die Flucht getrieben worden sein. Aufgrund der Unruhen entsandte bereits im Dezember der UN-Sicherheitsrat weitere 5.500 Blauhelme zu den bislang 7.000, um den Frieden im Land zu sichern. Zusätzlich wurde auch die Zahl der UNO-Polizisten von 900 auf 1.323 erhöht. Der Ausgang des Konfliktes in der ost-, bzw. zentralafrikanischen Republik dürfte auch für andere Krisengebiete eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Die Unruhen in benachbarten Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik oder der Demokratischen Republik Kongo stellen weiterhin eine große Gefahr für die innere Sicherheit Afrikas dar. Mit einem Friedensabkommen und einem stabilisierten Südsudan dürfte sich der Nährboden für Rebellengruppen, die die Bevölkerung terrorisieren, einschränken. Die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens ist daher auch von immenser Bedeutung für die gesamte Region.

Im Februar sollen die Verhandlungen über ein Friedensabkommen weitergehen. Dabei soll es dann um die eigentlichen Gründe des Konfliktes gehen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Weltsicherheitsrat beschließt Friedenstruppe für Sudan (06.02.2011)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 17, 2012

Drohende Hungersnot in der Sahelzone

Drohende Hungersnot in der Sahelzone – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Drohende Hungersnot in der Sahelzone

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:10, 17. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die Sahelzone, etwa auf dem 15° nördlichen Breitengrad liegend

Addis Abeba (Sahelzone), 17.03.2012 – In der westlichen Sahelzone droht eine Hungersnot. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass zwischen sieben und elf Millionen Menschen in der Sahelzone Nahrungsmittelhilfe benötigen. Anderen Quellen zufolge spricht die U.N. Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) mittlerweile schon von 16 Millionen Betroffenen. Aktion Deutschland Hilft geht von mehr als 12 Millionen Betroffenen in der Region Westafrika bzw. Sahel aus. Die Gefahr der Hungersnot besteht in den Staaten der Sahelzone westlich des Sudans und Kameruns.

Die Situation wird noch erschwert durch Tuareg-Separatisten in Mali, die ein Sicherheitsrisiko für Hilfswerke darstellen und Bewohner in andere Staaten der Sahelzone vertrieben haben, außerdem durch Arbeiter in Niger, die aus Libyen oder Nigeria zurückgekehrt sind, aber in Niger keine Beschäftigung finden. Die Regierung von Niger hat für diese Gruppe auch eigene Hilfsmaßnahmen mit Nahrungsausgabe und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Food-for-Work-Programm) eingeleitet.

Oxfam-Regionaldirektor für Westafrika Mamadou Biteye erklärte gegenüber dem stern: „Das Schlimmste kann jetzt noch verhindert werden. Im vergangenen Jahr wurden wir Zeuge, wie die Situation in Ostafrika außer Kontrolle geriet, weil die internationale Gemeinschaft nicht schnell gehandelt hat.“ Die letzte Hungersnot in Afrika war die Hungerkrise am Horn von Afrika im vergangenen Jahr. „In der Sahelzone sind die Warnsignale laut und klar und wir tun alles was wir können um die Auswirkungen der schlechten Ernte zu mildern und eine Hungersnot zu vermeiden“, verkündete Kristalina Georgiewa, die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, in einer Presseerklärung im letzten Monat.

Die Europäische Union hat ihre Finanzierung für Hilfsmaßnahmen in der Sahelzone auf 275 Millionen Euro erhöht; die Vereinten Nationen gehen von einem Gesamtbedarf von mehr als einer Milliarde US-Dollar für die geplanten Maßnahmen der Vereinten Nationen aus und forderten zu Spenden auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Afrika
  • Über eine Milliarde Menschen hungert und ist unterernährt (13.07.2009)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 15, 2011

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:29, 15. Jun. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Asche des Vulkans Nabro (rechte untere Bildecke) zieht nach Nordwesten über Äthiopien in den Sudan (links oben)

Foto: NASA MODIS

Toulouse (Frankreich) / Addis Abeba (Äthiopien) / Melbourne (Australien), 15.06.2011 – Vulkanische Asche durch den Ausbruch des eritreischen Vulkans Nabro – manche Meldungen schrieben den Ausbruch irrtümlich dem benachbarten Stratovulkan Dubbi zu – hat zu Behinderungen im Flugverkehr in Ostafrika geführt. Wie das für Europa und Afrika zuständige Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) von Météo-France in Toulouse mitteilte, wurde durch den Ausbruch des Vulkans Asche des Vulkans bis zu 15 Kilometer hoch in die Luft gestoßen. Zunächst war zwar nur der Luftverkehr in Äthiopien und Eritrea direkt betroffen, doch seien Behinderungen in anderen Staaten wahrscheinlich.

Der Vulkan war am Sonntagabend (12. Juni) um 23:00 MESZ ausgebrochen, und dies dauerte den ganzen Montag an. Die Aschewolke zog zwischen Nordwest und Südwest überwiegend nach Westen. Jean Nicolau von Météo-France schloss jedoch aus, dass es zu einer ähnlich kritischen Situation wie bei dem kürzlichen Ausbruch des isländischen Vulkans Grimsvötn kommen werde, dazu sei der Luftverkehr in der betroffen Region zu unbedeutend. „Falls die Wolke jedoch Ägypten, Israel oder die Arabische Halbinsel erreicht, wären die Auswirkungen auf den Luftverkehr deutlich“, erklärte Nicolau. Derzeit könne man dies jedoch noch nicht abschätzen.

Hillary Clinton brach Staatsbesuch ab

Durch die Aschewolke war die US-Außenministerin Hillary Clinton gezwungen, einen Staatsbesuch in Addis Abeba abzubrechen. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Delegation habe die äthiopische Hauptstadt vorzeitig verlassen, „weil die Aschewolke in Richtung Addis zieht und die Stadt bedecken könnte… auf unbestimmte Dauer“. Man habe sich deswegen auf die Empfehlung der US-Luftwaffe verlassen und sei abgereist. Hilton hielt sich in Addis Abeba auf, um mit Premierminister Meles Zenawi zu sprechen und um vor den 53 Mitgliedern der Afrikanischen Union eine Rede zu halten.

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa gab bekannt, dass sie zwei Flüge in die Region abgesagt habe. Nach Angaben eines Lufthansa-Pressesprechers in Berlin betraf dies die Verbindungen Frankfurt–Addis Abeba und Frankfurt–Dschidda–Asmara, wobei letzterer nur zwischen Dschidda und Asmara ausfiel.

Es ist unbekannt, wann der 2218 Meter hohe Vulkan das letzte Mal ausgebrochen war. Innerhalb der letzten 150 Jahre ist kein Ausbruch dokumentiert.

Dieses Satellitenbild der NASA vom 13. Juni zeigt weite Teile Argentiniens und Uruguays unter der Aschewolke

Foto: NASA MODIS
Auch Ban Ki-moon musste Reisepläne ändern

Unterdessen musste auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seine Reiseroute ändern. Seine Pläne wurden durch die Eruption des Puyehue durchkreuzt. Ban war auf dem Weg in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, musste jedoch in Córdoba im Norden des Landes landen und zu seinem Treffen mit Staatspräsidentin Cristina Kirchner rund 650 Kilometer mit dem Auto weiterreisen. Auch in Uruguay fielen zahlreiche Flüge aus.

Der Puyehue war bereits Anfang Juni ausgebrochen, doch eine Aschewolke war westwärts über den südlichen Pazifik gezogen und hat auch in Australien und Neuseeland zu einem Chaos geführt. Der neuseeländische Luftraum war zwar nicht direkt betroffen, aber zahlreiche Flüge von und nach Australien mussten gestrichen werden. Qantas annullierte während des vergangenen Wochenendes mehr als 110 Flüge, etwa 30.000 Reisende saßen fest. Betroffen waren vor allem die Verbindungen von und nach Tasmanien und Neuseeland sowie alle Flüge von und nach Melbourne. Ähnliche Maßnahmen ergriffen auch die Tochtergesellschaft Jetstar und die Fluggesellschaft Virgin Australia.

In Australien lagen Tasmanien, Victoria und der Süden von New South Wales unter der Aschewolke, in Neuseeland vor allem die Südinsel. Der Luftverkehr von und nach Australien werde von Zeit zu Zeit durch Vulkanausbrüche im Pazifikraum gestört, doch dies sei das erste Mal seit zwei Jahrzehnten, dass vulkanische Asche direkt auf den australischen Kontinent gelange, teilte Andrew Tuppe, der Direktor des zuständigen VAAC beim Bureau of Meteorology in Darwin der Presse mit.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 12, 2011

Afrikanische Union lehnt ausländischen Militäreinsatz in Libyen ab

Afrikanische Union lehnt ausländischen Militäreinsatz in Libyen ab

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:00, 12. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Addis Abeba (Äthiopien), 12.03.2011 – Der Bürgerkrieg in Libyen beschäftigt nun auch die Afrikanische Union (AU). Bei einer Zusammenkunft in Addis Abeba sprach sich der Friedens- und Sicherheitsrat der AU gegen ein militärisches Eingreifen ausländischer Kräfte in Libyen aus. Entsprechende Pläne und Optionen waren in den letzten Tagen wiederholt von westlichen Politikern in die Diskussion gebracht worden.

AU-Kommissar Ramtame Lamamra erklärte am Freitag, die Organisation, der die Mehrheit der afrikanischen Länder angehören, werde in Kürze eine Abordnung nach Libyen entsenden, um ein Ende der blutigen Auseinandersetzungen in dem Land voranzubringen.

Die Außenminister von Bahrain, Oman, Kuwait, Qatar, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate hatten die Arabische Liga dagegen aufgefordert, sich im Rahmen der Vereinten Nationen für ein militärisches Eingreifen in Libyen einzusetzen. Dazu gehöre unter anderem die Einrichtung einer Flugverbotszone. Dem Regime des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi sprachen die Minister die Rechtmäßigkeit ab.

Wie am Freitag bekannt wurde, will die Europäische Union einen Dreiergipfel mit der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga einberufen. Die Europäische Union konnte sich bisher noch nicht auf eine gemeinsame Haltung zur Libyen-Krise verständigen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 18, 2010

Hubschrauber für die Friedenstruppe in Darfur

Hubschrauber für die Friedenstruppe in Darfur

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:33, 18. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Karte von Darfur

Addis Abeba (Äthiopien), 18.02.2010 – Die Friedenstruppe in Darfur hat von der Regierung des Nachbarstaates Äthiopien fünf Hubschrauber zur Verfügung gestellt bekommen. Kommandeure der Truppe hatten die Weltgemeinschaft schon länger vergeblich um mindestens 18 Hubschrauber gebeten, um das große Gebiet kontrollieren zu können. Auf dem Weg zu Hilfsbedürftigen müssen die Hilfsorganisationen bei dem Weg über Land häufig die Gebiete verschiedener Rebellengruppierungen durchqueren.

Die UN-Friedenstruppe UNAMID, die unter dem gemeinsamen Kommando der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union steht, war 2008 in den Sudan entsendet worden, um den Frieden in der seit 2003 vom Darfur-Konflikt betroffenen Region zu sichern. Nichtregierungsorganisationen bescheinigen dem bisherigen Einsatz eine schlechte Bilanz, welche insbesondere auf den gravierenden, seit Beginn bestehenden Mangel an Soldaten und Ausrüstung zurückzuführen sei. Besonders die westlichen Nationen wurden für ihre fehlende Unterstützung trotz vorhandener Mittel vielfach scharf kritisiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert bereits seit Jahren, dass die Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft mit den Problemen in der Region nicht Schritt hielten.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 31, 2010

Der Staatspräsident Malawis, Mutharika, ist neuer Präsident der Afrikanischen Union

Der Staatspräsident Malawis, Mutharika, ist neuer Präsident der Afrikanischen Union

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:48, 31. Jan. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Bingu wa Mutharika

Addis Abeba (Äthiopien), 31.01.2010 – Auf ihrem Gipfeltreffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wählten die Repräsentanten der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union den Staatspräsidenten von Malawi, Bingu wa Mutharika, zu ihrem neuen Vorsitzenden. Er löst den Staatspräsidenten Libyens, Muammar al-Gaddafi, in dieser Funktion turnusgemäß ab. Auf der Tagesordnung des Treffens stand unter anderem die Lage in Somalia. Die Afrikanische Union hat seit drei Jahren ein Truppenkontingent von 5.000 Soldaten in das Land am Horn von Afrika entsandt. Somalia ist seit rund 20 Jahren faktisch ohne handlungsfähige Regierung. Seepiraten gehen vor der Küste auf Jagd nach internationalen Großtankern und anderen Frachtern.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Afrika

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 8, 2007

Sorge um neuen Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien

Sorge um neuen Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:35, 8. Nov. 2007 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Brüssel (Belgien) / Asmara (Eritrea) / Addis Abeba (Äthiopien), 08.11.2007 – Nach einem Bericht der International Crisis Group könnte ein Krieg zwischen den beiden Ländern um den umstrittenen Grenzverlauf unmittelbar bevorstehen. Sie verlangt daher ein Eingreifen von UNO und den Vereinigten Staaten in den Konflikt.

Mittlerweile sind jeweils über 100.000 Soldaten an der Grenze stationiert. Die International Boundary Commission gab den Kontrahenten bis Ende November Zeit, sich auf eine gemeinsame Grenze zu einigen, oder es werde eine Grenze festgelegt. Ausländische Diplomaten befürchteten, dies könne einen Krieg heraufbeschwören.

Äthiopien hatte am 25. September diesen Jahres damit gedroht, das im Jahr 2000 in der algerischen Hauptstadt vereinbarte Friedensabkommen aufzukündigen. Als Reaktion beschuldigte Eritrea die andere Seite, wiederholt das Abkommen verletzt zu haben.

Etwa 80.000 Tote verursachte die kriegerische Auseinandersetzung zwischen 1998 und 2000. Seitdem sind 1.700 Blauhelme auf dem Gebiet Eritreas stationiert und überwachen die Pufferzone.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 11, 2007

Äthiopien: Gericht spricht 38 Oppositionspolitiker schuldig

Äthiopien: Gericht spricht 38 Oppositionspolitiker schuldig

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:10, 11. Jun. 2007 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Addis Abeba (Äthiopien), 11.06.2007 – Im Zusammenhang mit gewaltsamen Unruhen nach den Parlamentswahlen im Mai 2005 hat ein äthiopisches Gericht heute 38 Oppositionspolitiker für schuldig erklärt. Dies berichten verschiedene Nachrichtenagenturen unter Berufung auf lokale Medien. Den Politikern wird vorgeworfen, die Verfassung gebrochen zu haben.

Laut Reuters begann der Prozess gegen 131 Aktivisten aus der Zivilgesellschaft, Oppositionspolitiker und Journalisten im Dezember 2005. Inzwischen wurden 45 Personen freigesprochen und 36 in Abwesenheit verurteilt. Den Angeklagten sei unter anderem Hochverrat, Anstiftung zu Gewalt und versuchter Völkermord vorgeworfen worden. Den umstrittenen Anklagepunkt „versuchter Völkermord“ hatte der zuständige Richter fallen lassen. In einem anderen Verfahren waren 55 Mitglieder der oppositionellen „Coalition for Unity and Democracy“ wegen Beteiligung an einem bewaffneten Aufstand angeklagt. Sollten die Angeklagten im aktuellen Prozess tatsächlich rechtskräftig verurteilt werden – was Reuters zufolge im nächsten Monat (laut „metimes.com“ und AP am 8. Juli) geschehen könnte – droht den Oppositionspolitikern die Todesstrafe oder eine lebenslängliche Haftstrafe.

Bis zu 200 Menschen kamen bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften während der Massenproteste gegen die Parlamentswahlen 2005 ums Leben. Unter den Toten waren sechs Polizisten und mindestens 193 Zivilisten. Die Unruhen in der Hauptstadt des Landes dauerten von Juni bis November 2005 an. Die Opposition hatte das Ergebnis und den Verlauf der Wahl kritisiert. Der Regierung von Ministerpräsident Meles Zenawi warf die Opposition vor, die Wahl gefälscht zu haben. Meles Zenawi hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen und die Opposition beschuldigt, sie wolle seine Regierung gewaltsam stürzen. Zudem brüstete sich die Regierung damit, nach Jahren der Militärherrschaft ein Mehrparteiensystem eingeführt zu haben. Beobachter der EU sprachen im Zusammenhang mit der Wahl von Unregelmäßigkeiten, die die Wahl ruiniert hätten. Aufgrund des gewaltsamen Vorgehens der Sicherheitskräfte stellten einige Geldgeber, darunter das Vereinigte Königreich und die Europäische Union, Hilfszahlungen für Äthiopien zum Teil ein. BBC News berichtete, dass eine unabhängige Untersuchung durch einen äthiopischen Richter zu dem Schluss gekommen sei, dass die Polizei damals übermäßige Gewalt ausgeübt habe.

Laut BBC News erkannten die Oppositionspolitiker das Gericht nicht an und brachten keine Beweise zu ihrer Verteidigung vor. Aus diesem Grund habe der Richter keine andere Möglichkeit gesehen, als auf schuldig zu plädieren. Laut der Nachrichtenagentur AP sind nur neun der Angeklagten mit einem Rechtsanwalt vor Gericht erschienen. Internationale Menschenrechtsorganisationen haben den Prozess verurteilt. Die äthiopische Opposition hält das Verfahren für „politisch motiviert“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 25, 2006

Kriegserklärung Äthiopiens gegen somalische Islamisten

Kriegserklärung Äthiopiens gegen somalische Islamisten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:11, 25. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Mogadischu (Somalia) / Addis Abeba (Äthiopien), 25.12.2006 – In Somalia herrscht Krieg. Die äthiopische Regierung erklärte gestern offiziell den Kriegszustand gegenüber den islamistischen Milizen Somalias. Nach einer Kriegserklärung vom Sonntagabend flog Äthiopiens Luftwaffe Angriffe auf den vor kurzem wieder eröffneten Flughafen von Mogadischu sowie einen weiteren ehemaligen Militärflughafen, der 110 Kilometer von Mogadischu entfernt liegt (Ballidogle). Im Grenzgebiet gingen äthiopische Bodentruppen gegen islamistische Milizionäre in der Nähe des Grenzortes Beledweyne vor. Es wird von schweren Gefechten berichtet, die zur Rückeroberung der islamistischen Hochburg geführt hätten. Bei den Kämpfen sollen mehrere hundert Menschen getötet worden sein. Zehntausende Menschen sollen sich in der Region auf der Flucht befinden. Die Europäische Union (EU) warnte in einer Erklärung vor einer Ausweitung der Kämpfe zu einem Flächenbrand, der die gesamte Region am Horn von Afrika in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Der äthiopische Ministerpräsident Meles Zenawi begründete die Kriegserklärung am Sonntagabend in einer Fernsehansprache: „Um uns gegen den Angriff der Union der Islamischen Gerichte zu wehren, sind wir heute gezwungen, in den Krieg zu ziehen.“ Das Parlament habe eine Resolution zur Verteidigung der Souveränität Äthiopiens gefasst. Mit seinem Angriff unterstützt Äthiopien die international anerkannte somalische Übergangsregierung gegen den so genannten „Rat der Islamischen Gerichte“, der große Teile des Landes kontrolliert. Äthiopien will in dem Nachbarland, mit dem es bereits mehrfach Krieg führte, einen islamischen Gottesstaat verhindern. Die Übergangsregierung unterstützte das Eingreifen Äthiopiens und schloss die Grenzen des Landes. Die Islamisten sollen wiederum mit Waffen aus Eritrea unterstützt werden. Eritrea ist mit Äthiopien verfeindet.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 19, 2006

Afrikanische Union zieht eine Friedensmission für Somalia in Erwägung

Afrikanische Union zieht eine Friedensmission für Somalia in Erwägung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:41, 19. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Addis Abeba (Äthiopien), 19.06.2006 – Die Afrikanische Union (AU) zieht eine Friedensmission für Somalia in Erwägung. Am Rande eines Treffens der AU in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, an dem auch Vertreter westlicher Geberländer und der Regionalorganisation IGAD teilnahmen, sagte Said Djinnit, AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, gegenüber Journalisten, dass innerhalb der internationalen Gemeinschaft Einigkeit darüber herrsche, dass die somalische Übergangsregierung in ihrer Forderung nach einer Friedensmission unterstützt werden müsse. Die Situation in Somalia bezeichnete Said Djinnit als extrem ernst, weil sie die regionale Stabilität gefährden könne.

Nun wird ein Team nach Somalia reisen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und um die Möglichkeiten eines Einsatzes von Soldaten zur Friedenssicherung zu prüfen. Vor allem soll geklärt werden, wie viele Soldaten für den Einsatz benötigt werden. Wann der Einsatz der Soldaten beginnen soll, ist unklar. Im Februar dieses Jahres sind in Somalia Kämpfe zwischen der „Union islamischer Gerichte“ und der „Alliance for the Restoration of Peace and Counter-Terrorism“ (ARPCT) aufgeflammt. Bei den Kämpfen kamen mehrere hundert Menschen ums Leben, darunter viele Zivilisten. Die „Union islamischer Gerichte“ kämpft für die Etablierung der Rechtssprechung nach den Prinzipien der Scharia. Einige Minister der Übergangsregierung, die Jowhar als Regierungssitz ablehnen, unterstützten die selbst ernannte Antiterrorkoalition im Kampf gegen die islamistischen Milizen.

Inzwischen kontrollieren die islamistischen Milizen weite Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Mogadischu und die nördlich von Mogadischu gelegene Stadt Jowhar, die als Regierungssitz ausgewählt wurde und als letzte Hochburg der ARPCT galt. Am 31. Mai hatte der UN-Sicherheitsrat die Kämpfe in Somalia verurteilt und beide Konfliktparteien zu einer friedlichen Lösung des Problems aufgerufen. Die Afrikanische Union bekräftigte auf ihrem Treffen einen Beschluss vom 29. Mai 2005 zur IGASOM, einer Friedensmission für Somalia, mit der die Übergangsregierung unterstützt werden soll. Wegen der Entsendung von Soldaten nach Somalia im Rahmen einer Friedensmission fordert die AU von UN-Sicherheitsrat, dass das Waffenembargo gegen das Land am Horn von Afrika vorübergehend ausgesetzt wird.

Auf Initiative der US-Regierung wurde eine Somalia-Kontaktgruppe gegründet, die sich zum ersten Mal am 15. Juni in New York getroffen hat. Der Somalia-Kontaktgruppe gehören Vertreter der Europäischen Union, Italiens, Norwegens, Schwedens, Tansanias und der Vereinigten Staaten an. Ziel der Kontaktgruppe ist es, positive politische Entwicklungen in Somalia zu fördern und die Übergangsregierung zu unterstützen. Seit 15 Jahren existiert in Somalia keine wirkungsvolle Zentralregierung.

Die islamistischen Milizen lehnen eine Friedensmission für Somalia ab und haben in der letzten Woche Proteste gegen einen mögliche Friedensmission organisiert. Nachdem die islamistischen Milizen Äthiopien vorgeworfen haben, dass äthiopische Soldaten die Grenze zu Somalia überquert haben, gibt es neue Spannungen im Konflikt in Somalia. Scheich Ali Hassan, ein Vertreter der „Union islamischer Gerichte“, forderte die internationale Gemeinschaft nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP dazu auf, Druck auf Äthiopien auszuüben, ihre Truppen aus Somalia zurückzuziehen, um einen weiteren Konflikt zu vermeiden. Einem Bericht von BBC News zufolge haben sich Kämpfer der „Union islamischer Gerichte“ in Richtung äthiopischer Grenze bewegt. Die äthiopische Regierung, die als Verbündeter des somalischen Übergangspräsidenten Abdullahi Yusuf gilt, bestreitet die Vorwürfe der islamistischen Milizen ebenso wie die somalische Übergangsregierung. Jedoch bestätigte die äthiopische Regierung, Truppen an der somalischen Grenze stationiert zu haben, um Bewegungen der islamistischen Milizen zu überwachen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »