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November 23, 2010

Kambodscha: Über 300 Tote bei Massenpanik in Phnom Penh

Kambodscha: Über 300 Tote bei Massenpanik in Phnom Penh

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Veröffentlicht: 17:39, 23. Nov. 2010 (CET)
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Phnom Penh (Kambodscha), 23.11.2010 – Mindestens 378 Tote gab es am Montag um 21.30 Uhr Ortszeit bei einer Massenpanik in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Ein Regierungssprecher sprach außerdem von 755 Verletzten. Ministerpräsident Hun Sen bezeichnete den Vorgang als die „größte Tragödie seit 31 Jahren nach dem Pol-Pot-Regime“.

Menschenmassen, die sich zum traditionellen Wasserfest in der Hauptstadt aufhielten, gerieten offenbar auf einer Brücke über den Mekong in Panik. Gegenüber AFP berichtete ein 23-jähriger Augenzeuge: „Wir haben gerade die Brücke zu der Insel überquert, als jemand von der anderen Seite gedrückt hat.“ Daraufhin gerieten die Menschen in Unruhe und begannen „zu rennen und sind übereinander gefallen. Ich bin auch hingefallen und habe nur überlebt, weil mich jemand hochgezogen hat.“ Viele Menschen sollen bei dem Vorfall von der Brücke gefallen sein oder wurden totgetrampelt. Die meisten Opfer starben durch Erstickung oder an inneren Blutungen infolge der Massenansammlung vieler Menschen auf engstem Raum.

Anlässlich des Wasserfestes erwarten die Behörden bis zu vier Millionen Menschen in der Hauptstadt. Nach Behördenschätzungen waren zwei Millionen Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in der Stadt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Kambodscha

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August 10, 2010

Salzburger Weihbischof provoziert mit Aussagen über Opfer des Loveparade-Unglücks

Salzburger Weihbischof provoziert mit Aussagen über Opfer des Loveparade-Unglücks

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Veröffentlicht: 01:28, 10. Aug. 2010 (CEST)
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Salzburg (Österreich), 10.08.2010 – Auf dem Online-Portal kath.net veröffentlichte Aussagen des Salzburger Weihbischofes Andreas Laun über die Opfer des Unglücks bei der Loveparade 2010 in Zusammenhang mit der „Strafe Gottes“ haben ein negatives Presseecho nach sich gezogen. Der Kommentar auf der katholisch-konservativen Seite, die in der Vergangenheit offen homophobe Texte publizierte, bezeichnet die Loveparade als „Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes“ und kritisiert die verbreitete Ablehnung, „das Unglück mit Strafe Gottes in Verbindung zu bringen“. Zahlreiche Medien sahen in den Äußerungen Launs Spielraum für Spekulationen über den tatsächlichen Hintergrund seiner Aussagen; diese bezeichnete er in einer daraufhin erschienen „Klarstellung“ als „Macher dieses Aufregungs-Journalismus“.

Zwar erwähnt Andreas Laun, wie „falsch die konkrete, moralische Verurteilung der Toten“ sei, schreibt aber gleichzeitig vom „abstoßenden Erscheinungsbild“ der Loveparade und ihrer Verbindung zu „Sünde“ und „dem richtenden und strafenden Gott!“. Die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung sah darin einen angedeuteten „Kausalzusammenhang zwischen der Lebensführung der Loveparade-Teilnehmer und der Katastrophe“, Spiegel Online schreibt von einem „verwirrenden Kommentar“ und „radikale[n] Sätze[n]“.

Eine vermeintliche Klarstellung des Weihbischofs vom Samstag enthält in erster Linie Unverständnis gegenüber den Kritikern. „Warum regt Ihr euch eigentlich auf?“, fragt Laun an Atheisten gerichtet, für sie sei er ohnehin „nur ein Märchen-Erzähler“, Kritiker, die ihn für „böse“ halten, könne er „nicht überzeugen“ und schlussfolgert, er müsse es ihnen „noch schwerer machen als bisher“. Er warnt die ihn „Ablehnenden“, dass Muslime auf einen „Angriff vielleicht anders reagieren“ als er selbst. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet dies als „Vergleich, der leicht schiefgehen kann“, Spiegel Online fragt sich, „was immer Weihbischof Laun damit wieder meint“. Abschließend greift Laun auch Leser seines ursprünglichen Kommentars an, die ihn missverstanden, aber dennoch zugestimmt hatten und wirft ihnen vor, „ungenau gelesen“ zu haben.

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August 4, 2010

Duisburger Loveparade-Tragödie: Massive Vorwürfe an Stadtverwaltung und Veranstalter

Duisburger Loveparade-Tragödie: Massive Vorwürfe an Stadtverwaltung und Veranstalter

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Veröffentlicht: 23:31, 4. Aug. 2010 (CEST)
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Duisburg (Deutschland), 04.08.2010 – Nach der Massenpanik im Zugangsbereich zum Veranstaltungsgelände der Loveparade, in deren Folge 21 Menschen getötet wurden, haben verschiedene Seiten deutliche Kritik an der Duisburger Stadtverwaltung und am Veranstalter Lopavent GmbH geäußert. Seitens der Stadtverwaltung habe man die Zahl der zu erwartenden Besucher deutlich unterschätzt. Das Veranstaltungsgelände böte nur für rund 250.000 Besucher Platz, die Fluchtwege seien zu eng ausgelegt gewesen, und vor allem in der Unterführung der Karl-Lehr-Straße hätten sich die Besucher gestaut. Die Gewerkschaft der Polizei habe bereits vor einem Jahr die Stadt Duisburg auf Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsort hingewiesen, hätte jedoch kein offenes Ohr gefunden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachtes auf fahrlässige Tötung gegen unbekannt. Laut Angaben von Staatsanwalt Rolf Haverkamp wurden Planungsunterlagen vom Veranstalter, der Stadtverwaltung und Ordnungsdiensten beschlagnahmt. „Da musste erst mal schnell der erste Zugriff erfolgen“, sagte Haverkamp. Die Ermittlungen seien jedoch in einem frühen Stadium, es hätten sich „jede Menge Zeugen gemeldet, die werden auch alle vernommen“. Keine Angaben machte der Staatsanwalt zu Fragen der Presse, ob die Opfer obduziert würden.

Die Duisburger Polizei wird die Ermittlungen an andere Polizeidienststellen abgeben, gab das Innenministerium in Düsseldorf bekannt, damit die Ermittlungen unbefangen und neutral erfolgen könnten.

Berichte von Spiegel Online vom Sonntag, dem 25. Juli, denen zufolge es bei der Bundespolizei zu Löschungen von Daten, Karten und anderen Materialien gekommen sein soll, wurden von der Bundespolizei dementiert. Ein Sprecher sagte, „alle Einsatzunterlagen sind definitiv vorhanden und können bei Bedarf eingesehen werden“.

Die Zahl der Verletzten ist offenbar doch höher, als die Polizei am Sonntag bekanntgegeben hatte. Statt 342 gaben die Behörden inzwischen die Zahl der Verletzten mit 511 an, davon seien 43 Personen noch im Krankenhaus. Außerdem ermittle man noch den Verbleib von 1.138 Personen, für die Angehörige Vermisstenanzeigen gestellt hatten, die bislang noch nicht aufgeklärt wurden. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass die meisten dieser Personen inzwischen wieder Kontakt mit ihren Familien hatten und ersuchte die Familien um Rückmeldung an die Polizei.

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Unglück bei der Loveparade 2010“.

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July 26, 2010

Tote bei Massenpanik während der Love Parade

Tote bei Massenpanik während der Love Parade

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Veröffentlicht: 14:39, 26. Jul. 2010 (CEST)
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Die Eisenbahnunterführung, einziger Zugang zum Gelände der Love Parade

Duisburg (Deutschland), 26.07.2010 – Bei der Loveparade am 24. Juli in Duisburg kam es nach Polizeiangaben zu einer Massenpanik in und bei einer Unterführung, die zu diesem Zeitpunkt als einziger Zu- und Abgang zum/vom Veranstaltungsort, dem alten Güterbahnhof, diente. 19 Personen kamen ums Leben. Dabei starben 16 Menschen in direkter Folge der Panik, drei weitere erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Kriminalpolizei schloss am Sonntag, den 25. Juli gegen 17:00 Uhr die Identifizierung der Opfer ab. Getötet wurden Besucher aus Australien, Bosnien-Herzegowina, China, Italien, den Niederlanden, Spanien und elf Besucher aus Deutschland. Unter den Opfern befinden sich 11 Frauen und 8 Männer zwischen 18 und 38 Jahren. Die Zahl der Verletzten wurde mit 342 angegeben. Etwa 15 der Verletzten wurden nach Angaben der Tagesschau lebensgefährlich verletzt. Mehrere Verletzte wurden vor Ort reanimiert (laut n-tv mindestens zehn Menschen).

Die Panik war möglicherweise dadurch entstanden, dass der Veranstaltungsort Güterbahnhofs-Gelände völlig überfüllt gewesen sei. Daraufhin hatte die Polizei die Zugänge auf das Veranstaltungsgelände abgesperrt und die Wartenden über Lautsprecherdurchsagen zur Umkehr aufgefordert. Sowohl vor als auch in der Unterführung der Karl-Lehr-Straße hat dies zu einer Anstauung von Menschen geführt, berichtete der WDR. Nachdrängende Menschen versperrten auch den Rückweg. Nach Polizeiangaben wurde die Massenpanik durch Stürze von einer gesperrten Nottreppe auf die Bundesautobahn 59 ausgelöst, über die eingeschlossene Menschen versucht hätten, aus dem Bereich der Unterführung zu gelangen. Andere seien über ein leiterartiges Lautsprechergerüst geklettert und dann auf die wartende Menge hinab gestürzt. Daraufhin kam es dort zu einer Panikreaktion.

Lageplan des Veranstaltungsgeländes um den Güterbahnhof Duisburg mit dem Karl-Lehr-Tunnel im Süden am unteren Rand

Umgehend wurde Großalarm ausgelöst. Die bereits im Vorfeld als Evakuierungsweg vorgesehene Autobahn 59 war bereits für den Verkehr voll gesperrt worden. Unzählige Rettungswagen und neun Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Nachfolgende Besucher wurden über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert umzukehren. Die Veranstaltung auf dem abgesperrten Veranstaltungsgelände wurde zunächst jedoch fortgeführt, um eine weitere Panik zu vermeiden. Sie wurde in der Nacht um 23:04 Uhr, eine Stunde vor dem offiziellen Veranstaltungsende, beendet. Die Sperrung der BAB 59 wurde in den Morgenstunden am Sonntag wieder aufgehoben.

Polizei und Staatsanwaltschaft teilten mit, dass die Todesopfer ausschließlich außerhalb des Tunnels aufgefunden wurden. Demnach haben 14 Personen ihre tödlichen Verletzungen im Bereich der aus Metall konstruierten Diensttreppe erhalten und zwei an einer sich in der unmittelbaren Umgebung befindlichen Plakatwand. Allerdings widersprechen dieser Darstellung in einigen Medien veröffentlichte Bilder, nach denen Leichen sich innerhalb des Tunnels befanden.

An der Veranstaltung nahmen nach Schätzungen etwa 1,4 Millionen Menschen teil, es waren 1400 Polizisten im Einsatz. Im vorangegangenen Jahr war die Loveparade ausgefallen. Auf dem Gelände war aber nach Berichten der Zeitung „Die Welt“ nur ausreichend Platz für 500.000 Personen, einige Quellen sprechen von einem Fassungsvermögen von der Hälfte. Zudem wurden Vorwürfe laut, der Veranstalter habe nur einen einzigen Zugang durch den Tunnel als Nadelöhr für die Großveranstaltung dieses Ausmaßes vorgesehen, die Flucht- und Rettungswege seien seitens des Veranstalters verschlossen gewesen und wären erst durch Einsatzkräfte der Polizei geöffnet worden.

Trauer, Entsetzen und Bestürzung hat die Nachricht der Katastrophe in der Politik ausgelöst. Bundespräsident Christian Wulff zeigte sich bestürzt und forderte eine rückhaltlose Aufklärung der Katastrophe und sagte: „Eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verursacht, ist furchtbar.“ Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) sowie NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) äußerten ihr Mitgefühl mit den Opfern, den Verletzten und ihren Angehörigen. Mehrere andere Politiker folgten diesen Bekundungen.

Unterdessen haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft habe Unterlagen des Veranstalters beschlagnahmt. Die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ berichtete, ein Feuerwehrmann habe angezeigt, dass er bereits im Vorfeld der Veranstaltung vor dem Gefahrenpunkt gewarnt habe, der zur Todesfalle für die Opfer wurde. Duisburgs stellvertretender Polizeipräsident Detlef von Schmeling sagte: „Mein persönlicher Eindruck bestätigt eine Massenpanik nicht.“ Der stellvertretende Berliner Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte die Veranstalter dafür, dass das Veranstaltungsgelände fast vollständig eingezäunt wurde. Michael Reinke bezeichnete dieses Vorgehen als „sehr gefährlich“. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland sagte vor der Presse, man solle keine voreiligen Schuldzuweisungen äußern. Es sei die Aufgabe der Staatsanwaltschaft, die Ereignisse aufzuklären.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nordrhein-Westfalen
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Unglück bei der Loveparade 2010“.

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January 15, 2010

Mehr als einhundert Tote bei Massenpanik in Indien

Mehr als einhundert Tote bei Massenpanik in Indien

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Veröffentlicht: 18:20, 15. Jan. 2011 (CET)
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Kochi (Indien), 15.01.2010 – Bei einer Massenpanik in dem indischen Wallfahrtsort Sabarimala im Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens sind mindestens einhundert Menschen zu Tode gekommen. Nach Angaben eines Sprechers der Tempelverwaltung wurden 109 Personen getötet, rund 50 weitere wurden verletzt. Zwölf Personen würden noch vermisst, sagte der Sprecher gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend, dem 14. Januar, kurz nach 20:00 Uhr Ortszeit, als sich zehntausende von hinduistischen Gläubigen auf dem Pulmedu, einem Berggipfel im Periyar-Nationalpark, eingefunden hatten. Durch die Abgelegenheit des Ortes und durch zehntausende von Gläubigen, die den Zugang erschwerten, seien Hilfsmannschaften erst nach zwei Stunden eingetroffen.

Pilger in Sabarimala (2007).

Archivbild: Ragesh Vasudevan

Nach Polizeiangaben enstand die Massenpanik im Zusammenhang mit dem Unfall zweier Autorikschas, die zwischen Vandiperiyar und Uppupara illegal Personen auf einem der Zugangswege zu dem abgelegenen Wallfahrtsort befördert haben sollen. Die Fahrzeuge seien wegen Überfüllung umgestürzt. Die Insassen beider Fahrzeuge seien dann handgreiflich geworden. Dies und ein Rückstau weiterdrängender Pilger auf dem nur durch Fackeln beleuchteten Dschungelpfad habe die Stampede ausgelöst.

In einer anderen Version soll ein Jeep mehrere Personen angefahren haben. Angehörige der angefahrenen Pilger sollen mit den Insassen des Fahrzeuges in Streit geraten sein. In dem entstandenen Chaos habe sich dann das Gerücht verbreitet, wilde Tiger und Elefanten bewegten sich auf die Menschenmenge zu. Schließlich sei es zur Panik gekommen.

Die Regierung des Bundesstaates hat eine Untersuchung angeordnet. Die Massenpanik hat Zweifel an den Sicherheitsvorkehrungen für die Pilgerveranstaltungen aufgeworfen. Es handelte sich hierbei um das dritte Unglück in Sabarimala in den letzten fünf Jahrzehnten. Der Zugang zu dem Tempel ist nur während der Makaravilakku-Pilgerfeierlichkeiten möglich und die Wege sind kaum befestigt und beleuchtet. Polizeikräfte und Sicherheitsmaßnahmen waren offenbar auch nicht auf den Ansturm von Pilgern vorbereitet, mutmaßte die indische Tageszeitung The Hindu.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Indien

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January 2, 2009

Tote und Verletzte bei Feuer auf Silvesterparty in Bangkoker Nachtklub

Tote und Verletzte bei Feuer auf Silvesterparty in Bangkoker Nachtklub

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Veröffentlicht: 19:08, 2. Jan. 2009 (CET)
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Bangkok (Thailand), 02.01.2009 – Das Jahr war erst wenige Minuten alt, da ging der Santika-Club im Stadtteil Ekkamai in der thailändischen Hauptstadt mit zirka 1.000 in- und ausländischen Gästen im Haus in Flammen auf. Der zweistöckige Nachtklub verfügte einigen Quellen zufolge nur über einen einzigen Ausgang, der auch gleichzeitig der Eingang war. Durch den Ausbruch eines Feuers, dessen Ursache noch untersucht wird, entstand eine Massenpanik. Insgesamt kamen nach letzten Meldungen 61 Besucher ums Leben; viele verbrannten bis zur Unkenntlichkeit oder starben an Rauchvergiftung. 240 Menschen wurden verletzt. Zunächst war von 58 Opfern die Rede gewesen, die Zahlen wurden jedoch später nach oben korrigiert. 23 Opfer konnten bislang noch nicht identifiziert werden. Es seien zwölf Staatsangehörige aus Japan, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Deutschland und Nepal im Nachtclub gewesen, hieß es weiter. Unter den Verletzten sollen laut Medienberichten auch Deutsche sein.

Thailands neuer Ministerpräsident Abhisit reiste noch im Morgengrauen an den Ort des Geschehens und machte seinem Ärger über das unverantwortliche Handeln der zuständigen Personen Luft. Die Umstände deuteten auf fahrlässige Körperverletzung zum Teil mit Todesfolge hin.

Über den Unglückshergang gibt es unterschiedliche, zum Teil widersprüchliche Angaben: Der Besitzer des Nachtclubs hatte vergeblich versucht, den alten Mietvertrag zu lösen, und der Club sollte nach der Silvesterparty geschlossen werden. Es sollte die letzte Veranstaltung sein, ließ der Betreiber verlauten. Ein Polizeichef kündigte ein umfassendes Ermittlungsverfahren an, da eine Liveband zum Jahreswechsel laut Zeugenaussagen in der Halle ein Feuerwerk veranstaltet haben soll. Aber auch ein Kurzschluss wurde als (Mit-)Ursache in Betracht gezogen. Brandstiftung schloss der Polizeichef kategorisch aus. Anfangs kursierten auch Gerüchte, mitgebrachte Feuerwerkskörper seien fahrlässig im Haus gezündet wurden. Über die Opferzahlen gibt es widersprüchliche Angaben, einige Medien sprechen von 59, andere von 61 Todesopfern.

Überlebende der Brandkatastrophe sagten aus, das Feuer sei etwa 30 Minuten nach Mitternacht ausgebrochen, kurz nachdem im zweiten Stockwerk des Gebäudes eine pyrotechnische Attraktion die Zuschauer unterhalten sollte. Die hohe Zahl der Opfer ist laut „The Nation“ dadurch zu erklären, dass die Besucher nach dem Ausbruch des Feuers panikartig das Gebäude verlassen wollten, während sich das Feuer sehr schnell ausbreitete. Dabei soll außerdem der Strom ausgefallen sein, wodurch die Panik noch verstärkt wurde.

Gesichert ist: Der Club hatte keine polizeiliche Betriebserlaubnis, jedoch habe ein Gericht auf Drängen der Betreiber die Betriebserlaubnis für die Veranstaltung erteilt. Da „Leute unter 20 Jahren in den Club gelassen wurden“, müsse sich der Betreiber vor Gericht verantworten. Unter Berufung auf eine nicht autorisierte Aussage eines Mitarbeiters der städtischen Polizei berichtet die thailändische Zeitung „The Nation“, die Diskothek habe auf der Basis einer Genehmigung als „night-time food shop“ (Geschäft für nächtlichen Verkauf von Lebensmitteln) gearbeitet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Thailand
  • Portal:Brände

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October 2, 2008

Mindestens 19 Kinder und Jugendliche bei Massenpanik in Diskothek umgekommen

Filed under: Panik,Vermischtes,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Mindestens 19 Kinder und Jugendliche bei Massenpanik in Diskothek umgekommen

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Veröffentlicht: 20:06, 2. Okt. 2008 (CEST)
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Tabora (Tansania), 02.10.2008 – In einer Diskothek in Tabora, im Nordwesten Tansanias, kam es anscheinend in der vergangenen Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag zu einer Massenpanik, bei der mindestens 19 Kinder und Jugendliche erstickt sind. In der für 200 Personen ausgelegten Diskothek sollen rund 400 Personen gefeiert haben, also rund doppelt so viel wie eigentlich erlaubt. Wie es zu der Massenpanik gekommen ist, ist bisher unbekannt. Laut einem Polizeisprecher sollen die rund fünf bis 17 Jahre alten Personen in der Diskothek das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefeiert haben. Einer der Organisatoren der Fete wurde bereits festgenommen, Ermittlungen zur Ermittlung der Unglücksursache sollen ebenfalls bereits begonnen haben.

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May 25, 2007

Meterhohe Flutwellen im Indischen Ozean aufgelaufen

Meterhohe Flutwellen im Indischen Ozean aufgelaufen

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Artikelstatus: Fertig 07:27, 25. Mai 2007 (CEST)
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Jakarta (Indonesien), 25.05.2007 – Am Nachmittag des 19. Mai waren meterhohe Wellen vermutlich wegen einer besonderen Sonne-Mond-Konstellation (Flutspitze) und ungewöhnlich starker Strömungen auf Bali, Flores, Java und Lombok, Sumatra sowie einen Tag später auch an Thailands Küste aufgelaufen. Auf den Inseln kam es zu einer Massenpanik, weil die Ereignisse stark an das Seebeben im Indischen Ozean 2004 erinnerten. In Indonesien wurden hunderte Hütten und Fischerboote weggerissen. Todesopfer habe es nach Angaben der Behörden nicht gegeben. Das daraus resultierende zweitägige Badeverbot an den betroffenen Stränden wurde wieder aufgehoben.

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January 22, 2006

Muslime feiern Opferfest nach Ende der Pilgerfahrt

Muslime feiern Opferfest nach Ende der Pilgerfahrt

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Artikelstatus: Fertig 08:13, 22. Jan. 2006 (CET)
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Mekka (Saudi-Arabien), 22.01.2006 – Muslime auf der ganzen Welt begingen kürzlich das islamische Fest Id ul-Adha, das zum Höhepunkt der Wallfahrt nach Mekka, der so genannten Hadsch, gefeiert wird. Im Jahr 2006 fiel es auf den 10. Thul Hijja und somit auf den 10. Januar.

An der Hadsch nahmen in diesem Jahr rund 2,5 Millionen Muslime teil. Rund 350 von ihnen starben im Gedränge bei der Wallfahrt. Sie wurden totgetrampelt. Dutzende weitere Pilger wurden in die umliegenden Kliniken Saudi-Arabiens eingeliefert. Sie fielen übereinander als die Menge von hunderttausenden Menschen zu den drei Teufels-Säulen drängten. Sie tun dies, da sich nach ihrem Brauch vor dem Sonnenuntergang drei Tage lang Steinchen auf die Säulen werfen müssen.

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January 14, 2006

Massenpanik in Mekka: Mindestens 345 Menschen sterben

Massenpanik in Mekka: Mindestens 345 Menschen sterben

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Mena (Saudi-Arabien), 14.01.2006 – Wie schon vor zwei Jahren gab es auf einer Brücke in der Stadt Mena eine Massenpanik mit hunderten von Toten. Die Pilger müssen diese Brücke passieren, um die letzte Station der Hadsch mit der symbolischen Steinigung des Teufels zu vollenden, indem sie Steine auf drei Säulen werfen. Zu dem Vorfall kam es, weil plötzlich von allen Seiten Menschen aufeinander zudrängten. Dadurch fielen viele der Pilger übereinander und wurden so zu Tode getrampelt.

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  • Muslime feiern Opferfest nach Ende der Pilgerfahrt (12.01.2006)

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