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August 12, 2005

Siemens-Manager äußert sich zu Geschäftsaussichten des Transrapid

Siemens-Manager äußert sich zu Geschäftsaussichten des Transrapid

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Transrapid in Shanghai

Braunschweig / Duisburg (Deutschland), 12.08.2005 – Der Siemens-Manager Andreas Busemann hat sich gegenüber der Braunschweiger Zeitung zu den Geschäftsaussichten des Transrapid geäußert. Demnach geht er davon aus, dass ein Konsortium unter der Führung von Siemens im Jahr 2006 den Auftrag für die Verlängerung der Transrapid-Strecke in China bekommt. Sie soll von Shanghai bis in die Nachbarstadt Hangzhou weitergeführt werden.

Die Chancen für die Realisierung der Strecke vom Flughafen München in die Innenstadt schätzt der Manager auf 50 Prozent.

Das Unternehmen Thyssen-Krupp teilt gleichzeitig mit, dass die Sparte Transrapid Verluste schreiben würde.

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July 23, 2005

Siemens erhält Großauftrag von Litauen über 120 Millionen Euro

Siemens erhält Großauftrag von Litauen über 120 Millionen Euro

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München (Deutschland) / Erlangen (Deutschland) / Wilna (Litauen), 23.07.2005 – Die Münchener Technologiekonzern Siemens AG vermeldete einem Geschäftsabschluss mit Litauen. Dessen Geschäftsbereich Transportation Systems (TS) hat am vergangenen Freitag einen Vertrag mit der Litauischen Eisenbahn abgeschlossen.

Der Lieferumfang hat einen Wert von 120 Millionen Euro. Geliefert werden 34 dieselelektrische Lokomotiven des Typs DE 20, die im Münchener Siemens-Lokomotivenwerk angefertigt werden sollen. Der Vertrag enthält auch eine Option über zehn weitere Lokomotiven des gleichen Typs. Die sechsachsigen Lokomotiven wurden von Siemens entwickelt und basieren auf der Eurorunner-Plattform. Die Höchstgeschwindigkeit von Dieselloks beträgt 120 Kilometer pro Stunde.

Die Auslieferung der gefertigten Fahrzeuge wurde stufenweise von Juni 2007 bis Frühjahr 2009 vereinbart.

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July 8, 2005

Vogt Witten: Betriebsrat will Gesamtvorstand haftbar machen

Vogt Witten: Betriebsrat will Gesamtvorstand haftbar machen

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Witten / Obernzell (Deutschland), 08.07.2005 – Im Juni musste die Vogt Witten GmbH Insolvenz anmelden, nachdem sich der Mutterkonzern, die Vogt electronic AG, geweigert hatte, die Verluste des Wittener Werkes zu übernehmen. Der Wittener Betriebsrat wirft dem Gesamtvorstand vor, das Werk in Witten „regelrecht ausgeblutet“ zu haben: „Vielfach überhöhte Sicherheiten, der Abzug jeglicher freier Kapitalmasse und die nachträglich erhöhte Konzernumlage“ hätten „zu einem substanzzerstörenden Eingriff“ geführt. Mit diesem Geld, so die Betriebsratsvorsitzende Christa Messingfeld, könnte das Werk aus dem Insolvenzverfahren heraus saniert werden.

Im Herbst 2004 wurde ein Sanierungstarifvertrag geschlossen, der besagte, dass die 400 verbliebenen Mitarbeiter im ehemaligen Siemens-Werk für 70 Prozent des Flächentarifgehaltes arbeiten. Weiterhin würden nun statt der branchenüblichen 35 Stunden 40 Stunden pro Woche gearbeitet. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurde ebenfalls gestrichen. Im Gegenzug verpflichtete sich der Gesamtvorstand, alle 400 Arbeitsplätze für die Dauer des Vertrages bis zum 30. September 2007 zu erhalten.

Der Gesamtvorstand „hafte persönlich“, so die Betriebsratsvorsitzende, die ankündigte, „die entstandenen Schäden und vorenthaltenen Werte notfalls auch gerichtlich“ einzuklagen, sollte eine Rettung der Arbeitsplätze an der Vogt AG scheitern.

1999 übernahm die Vogt AG das Werk von Siemens, als man den Standort Witten nach 29 Jahren verließ. Bis Ende 2003 wurden die Hi-Com-Telefonanlagen für Siemens noch von Vogt in Witten produziert, nachdem man die Produktion nach Brasilien verlegte, hatte das Werk in Witten einen massiven Umsatzverlust, der Ende 2003 zu Massenentlassungen führte. Trotzdem konnte der Konkurs nicht abgewendet werden, inzwischen erhalten die Mitarbeiter von der Arbeitsagentur Witten Insolvenzgeld.

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  • Vogt Witten: Erneut massive Lohnsenkungen geplant (16.04.2005)
  • Vogt Witten: Kein Verlustausgleich durch Mutterkonzern (22.06.2005)

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June 22, 2005

Vogt Witten: Kein Verlustausgleich durch Mutterkonzern

Vogt Witten: Kein Verlustausgleich durch Mutterkonzern

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Witten / Obernzell (Deutschland), 22.06.2005 – Wie die Vogt electronic AG heute in einer Ad-Hoc-Mitteilung bekanntgab, hat sich der Gesamtkonzern nach eingehender Prüfung dazu entschlossen, die Verluste des Wittener Werkes nicht zu übernehmen. Der Standort Witten musste in den letzten Jahren einen immensen Umsatzrückgang hinnehmen, nachdem Hauptauftraggeber Siemens, der das Werk bis 1999 noch selbst betrieb, seine Hi-Com-Telefonanlange nun in Brasilien bauen lässt. Die Aktie des Elektronikbauteileherstellers gab bis zum Mittag um 12,5 Prozent nach.

Bereits im Herbst 2004 konnten sich Betriebsrat, Werksleitung und IG-Metall auf einen Sanierungstarifvertrag einigen, der vorsieht, dass die Belegschaft für 70 Prozent ihres regulären Gehaltes arbeitet. Im Gegenzug wurde die Wochenarbeitszeit von den in der Elektrobranche üblichen 35 Stunden pro Woche auf 40 Stunden erhöht. Weiterhin wurden Weihnachts- und Urlaubsgeld gestrichen. Im Gegenzug sollte das Werk bis 2007 bestehenbleiben. Wie es jetzt aussieht, ist unklar. Ein IG-Metall-Vertreter befürchtet, dass der Vogt electronic Witten GmbH nun die Insolvenz drohe, ob der Standort Witten noch eine Zukunft hat, ist daher ungewiss.

1970 eröffnete Siemens in Witten-Rüdinghausen das neue Werk für Telekommunikationsanlagen. Es wurde von der Deutschen Bundesbahn ans Schienennetz angeschlossen und die Bundesrepublik Deutschland hat an der A 44 die Anschlussstelle Witten-Annen/Rüdinghausen gebaut. Siemens kaufte das Gelände von der Stadt Witten zum symbolischen Preis von 1,-DM. Darüber hinaus gab es eine Option auf das Areal hinter dem Werk, für den Fall, dass man in Witten expandieren möchte. 1985 führte diese Option dazu, dass ein Teil des Kleingartenvereins Mellmausland umgesiedelt werden musste.

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May 19, 2005

Finanzspritze für den Transrapid: 113 Millionen Euro für Weiterentwicklung

Finanzspritze für den Transrapid: 113 Millionen Euro für Weiterentwicklung

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Berlin (Deutschland), 19.05.2005 – Der Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe kündigte bei der heutigen Unterzeichnung des Vertrages zur Weiterentwicklung der Systemtechnik mit der Siemens AG, ThyssenKrupp AG und Transrapid International an, dass die Bundesregierung 113 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der Transrapid-Technologie zur Verfügung stellen will. Ziel der Investition ist es, den Transrapid auch für Kurzstrecken tauglich zu machen. Bisher war die Magnetschwebebahn in erster Linie für lange Strecken konzipiert worden.

Konkret sollen vor allem Teilsysteme des Fahrzeugs, der Antrieb und die Betriebsleittechnik weiterentwickelt werden. Der Transrapid soll so im Personenverkehr schneller, effizienter und billiger werden.

Bei der Investition handelt es sich auch um eine wirtschaftspolitische Entscheidung. Stolpe führte aus, dass der Transrapid international auf große Aufmerksamkeit stoße. „Hochwertige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sind ein Marktsegment für die Magnetschwebebahntechnik, wie ernsthafte Interessenbekundungen auch aus dem Ausland zeigen.“

Bisher fährt der Transrapid nur in China und auf einer Versuchsstrecke im Emsland. In München hofft man, für die Anbindung des Flughafens an das Stadtzentrum Ende 2006 das Planfeststellungsverfahren zu beenden und Anfang 2007 mit dem Bau beginnen zu können.

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April 16, 2005

Vogt Witten: Erneut massive Lohnsenkungen geplant

Vogt Witten: Erneut massive Lohnsenkungen geplant

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Witten (Deutschland), 16.04.2005 – Seit 1999 läuft das 1970 eröffnete Siemenswerk in Witten unter dem Label der „Vogt electronic AG“. Als Siemens Ende 2003 die Hi-Com-Telefonanlagen nicht mehr in Witten sondern in Brasilien produzieren ließ, wurde die Belegschaft, die einst aus weit über 2.000 Personen bestand, auf 430 zurückgefahren. Als es dann noch immer düster aussah, wurde mit der IG Metall im November 2004 ein „Sanierungstarifvertrag“ geschlossen: Die Belegschaft erhält bis November 2007 lediglich 70 Prozent des Gehaltes, zudem muss Mehrarbeit geleistet werden. Im Gegenzug bleibt der Standort für die Dauer des Sanierungstarifvertrages bestehen.

Jetzt soll es erneut zu drastischen Lohnkürzungen kommen. „In einigen Fällen würden Arbeitnehmer fast zwei Drittel ihres Verdienstes verlieren“, sagte Betriebsrat Werner Weis in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Es geht um „immense Abgruppierungen“ bei den Lohntarifen durch die Geschäftsführung, denen durch den Betriebsrat allerdings zunächst widersprochen wurde. 41 Fälle müssen nun vor dem Arbeitsgericht Bochum verhandelt werden. Geschäftsführer Werner Becker relativierte das Problem allerdings und wies darauf hin, dass „für die schwierigen Fälle ein Sozialfonds geschaffen“ wurde.

In Einzelfällen sollen Angestellte um bis zu sieben Lohngruppen heruntergestuft werden. In Teilen der durch den Sanierungstarifvertrag ohnehin gebeutelten Belegschaft wurde bereits von „Existenzgefährdung“ gesprochen. „Über die Kurzarbeit, aber auch über andere strukturelle Maßnahmen informieren wir am kommenden Donnerstag, den 21.04.2005“, so Weis.

Darüberhinaus wurde für den Zeitraum von Mai bis September bei der Arbeitsagentur Witten Kurzarbeit angemeldet. „Es gibt ein Auftragsloch von zwei, drei Monaten“, so der Geschäftsführer. Der größte Auftraggeber für das Werk Ecke Brauckstraße / Siemensstraße sind die Deutschen Telephonwerke, die Chips für Telekommunikationsgeräte aus Witten erhalten.

Geschäftsführer Weis weist darauf hin, dass das Werk „viele von Siemens übernommene Facharbeiter“ habe, die „sehr gut verdient“ hätten. „Ihre Jobs gibt es nicht mehr. Deshalb müssen wir umgruppieren. So komme es vor, dass Facharbeiter Löhne für ungelernte Tätigkeiten akzeptieren, einige aber eben nicht“.

Ein Kuriosum am Rande: Nachdem Siemens das Areal 1970 zum symbolischen Preis von einer Deutschen Mark von der Stadt Witten gekauft hatte, wurde gleichzeitig eine Option auf die gleiche Fläche hinter dem Werksgelände geschlossen, für den Fall, dass der Standort Witten expandiert. Aufgrund dieser Option musste der Kleingartenverein Mellmausland 1985 ein Teil seiner Fläche aufgeben. Heute ist der Grünstreifen zwischen der Schrebergartenanlage und der Elektrofabrik nur Brachland, von Expansion ist schon lange keine Rede mehr.

Nachdem das Werk eröffnet wurde, hat die Bundesrepublik Deutschland an der A 44 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund / Witten und der Anschlussstelle Witten-Stockum / Dortmund-Oespel die Anschlussstelle Witten-Annen / Rüdinghausen gebaut. Die Deutsche Bundesbahn hat das Werksgelände an ihr Schienennetz angeschlossen, damit Warentransport per LKW und Schiene gewährleistet waren. Die Stadt Witten hat die Siemensstraße als Zubringer gebaut und damit nicht nur das Werksgelände, sondern auch das Gelände, auf das ursprünglich eine Option zur Expansion bestand, auf eigene Kosten erschlossen.

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March 23, 2005

Wickmann verlagert Produktion nach China

Wickmann verlagert Produktion nach China

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Witten (Deutschland), 23.03.2005 – Der Hersteller von Geräteschutzsicherungen, die Firma Wickmann plant, seine in Witten ansässige Produktion 2006 nach China zu verlegen. Das Tochterunternehmen „Chang Ping“ soll dann für die Herstellung verantwortlich sein. Die Belegschaft muss daher von 270 auf 30 Personen zurückgefahren werden, lediglich Verwaltung und Entwicklung sollen an der Ruhr verbleiben.

Das Werk zwischen Annenstraße und Westfalenstraße hat bereits seit Februar Kurzarbeit, Aktionen gegen die Produktionsverlagerung plant der Betriebsrat allerdings nicht. Betroffen sind vor allem ältere Frauen, die teilweise seit mehreren Jahrzehnten bei Wickmann arbeiten. Das Werk in der Knapmannstraße wurde bereits vor Jahren geschlossen.

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February 19, 2005

Deutschland wird rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren

Deutschland wird rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren

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Berlin (Deutschland), 19.02.2005 – Die BILD-Zeitung berichtet über eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei rund 8.000 Firmen.

Diese ergab, dass bis Ende 2007 rund 150.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden sollen. 43 Prozent sollen in die neuen EU-Länder wandern, 37 Prozent sollen nach China gehen. Die Metallindustrie, das Elektrotechnikgewerbe und die Textilbranche ist am meisten betroffen. Bereits in diesem Jahr werden 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen.

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