WikiNews de

October 26, 2013

Bulgarien: Wahre Eltern im Fall „Maria“ entdeckt

Bulgarien: Wahre Eltern im Fall „Maria“ entdeckt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 26.10.2013, 10:24 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Stara Sagora (Bulgarien), 26.10.2013 – Wie das bulgarische Innenministerium angab, war zunächst eine Probe für eine DNA-Analyse von einer Frau und einem Mann genommen worden, die sich auf Berichte über die Suche nach den Eltern dem in Griechenland bei einer Romafamilie entdeckten Mädchen mit Namen Maria gemeldet hatten. Die Ergebnisse dieser Analyse bestätigten jetzt die Angaben, dass es sich bei den beiden Personen in Bulgarien um die Eltern des in Griechenland aufgefundenen Mädchens mit dem Namen Maria handelt.

Das Mädchen war der griechischen Polizei bei einer Razzia auf der Suche nach Drogen und Waffen aufgefallen, weil das blonde Mädchen keine Ähnlichkeit zu den angeblichen Eltern aufwies. Das Paar konnte keine glaubhaften Angaben zur Herkunft von Maria machen, und DNA-Proben bestätigten, dass sie nicht die biologischen Eltern sind. Das Kind wurde einer Wohltätigkeitsorganisation übergeben und das Paar wegen Kindesentführung angeklagt.

Interpol gab eine weltweite Fahndung nach den Eltern des Kindes heraus. Auf diese von den Medien aufgegriffene Fahnung hin meldeten sich nun ein Mann und eine Frau aus Bulgarien mit der Angabe, Maria sei ihre Tochter. Das Mädchen weist eine Ähnlichkeit im Aussehen zu anderen Kindern der Familie auf. Die Mutter sagte dazu, sie habe das Mädchen nach der Geburt auf das Versprechen hin, dass man sich gut um es kümmern werde, abgegeben. Geld sei ihr dafür nicht gezahlt worden, sagte die Frau. Vor zwei Jahren wurde jedoch ein Kinderhändlerring der zwischen Bulgarien und Griechenland tätig war, von den Behörden entdeckt.

Das Mädchen wäre nach den Angaben offizieller Papiere, die den Behörden nun vorliegen, am 31. Januar 2009 in Larissa in Griechenland geboren worden, wo die nun identifizierten Eltern damals arbeiteten. Das Datum stimmt dabei mit den Angaben des griechischen Paares überein. Aufgrund zahnärztlicher Untersuchungen wurde jedoch festgestellt, dass Maria fünf bis sechs Jahre alt ist. Auch zu der Behauptung, es sei kein Geld gezahlt worden, gibt es widersprüchliche Angaben, und die bulgarischen Behörden untersuchen eine mögliche Anklage wegen Menschenhandels.

Von der Seite der bulgarischen Mutter heißt es dazu, sie hätte das Kind ihrer damaligen Arbeitskollegin übergeben, die ihr gesagt habe, sie könne das Kind jederzeit wieder zurücknehmen. Augenblicklich bahnt sich aber ein Rechtsstreit über die Vormundschaft für das Kind an, denn sowohl in Griechenland als auch in Bulgarien gibt es Bestrebungen von den Eltern bzw. Anwälten, Entsprechendes zu erreichen. In griechischen Medien wird dabei bereits davor gewarnt, dass am Ende die griechische Polizei als Verlierer dastehen könne, denn sie habe den ursprünglichen Vorwurf der Kindesentführung aufgebracht.

Vertreter der Roma beklagen unterdessen weiter, dass sich hier eine Kampagne gegen ihre Bevölkerungsgruppe fortsetze, die viele Jahre Arbeit der Integretation zerstöre. Kinderhandel sei keine typische Handlung von Roma, betonten sie. Die Gegend, aus der das bulgarische Ehepaar stammt, gehört zu den ärmsten des ansich bereits armen Bulgarien; die Menschen leben dort von Saisonarbeit in der Landwirtschaft, und dies sei ein Problem für alle Menschen dort. Griechische Medien bezweifeln auch, ob der Fall des Kindes ähnliches Aufsehen erregt hätte, wenn es nicht eben blonde Haare, eine helle Haut und grüne Augen hätte, sondern im Gegenteil mit dunkler Haut und dunklen Haaren eher dem Stereotyp eines Romakindes entsprochen hätte. Sie weisen darauf hin, dass hier nur der Anfang für eine neue Kampagne gegen die Roma sein könne.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Griechenland: Möglicher Fall von Kindesentführung durch die Polizei aufgedeckt (24.10.2013)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 24, 2013

Griechenland: Möglicher Fall von Kindesentführung durch die Polizei aufgedeckt

Griechenland: Möglicher Fall von Kindesentführung durch die Polizei aufgedeckt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:10, 24 Oktober 2013 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Thessaloniki (Griechenland), 24.10.2013 – Gegenwärtig fahndet die Polizei weltweit nach den leiblichen Eltern eines kleinen blonden Mädchens, das zeitweise bei einer Roma-Familie in Griechenland lebte. Ein 39jähriger Mann und eine 40jährige Frau bekamen für insgesamt 14 Kinder Sozialleistungen in Höhe von monatlich 2500 Euro, doch bei einer behördlichen Nachforschung wurden nur vier Kinder gefunden. Unter diesen vier Kindern befand sich auch ein Mädchen namens Maria, über dessen Herkunft sich die Pflegeeltern in widersprüchliche Aussagen verstrickten. Aufgrund von DNA-Tests und zahnärztlicher Untersuchungen konnte bisher nur festgestellt werden, dass Maria fünf bis sechs Jahre alt und nicht mit ihren Pflegeeltern verwandt ist. Der Fall wurde zunächst als „illegale Adoption“ eingestuft. Gegen das Roma-Paar wurde inzwischen Anklage wegen Kindesentführung erhoben. Die Polizei, die das Romalager ursprünglich wegen des Verdachts auf Drogen und Waffenhandel durchsuchte hatte und dabei auf das Mädchen gestoßen war, das keine Ähnlichkeit zu seinen angeblichen Eltern aufweist, entdeckte auch Waffen im Wohnumfeld des Kindes und geht daher von einer zielgerichteten kriminellen Energie des Roma-Paares aus.

Maria kam vermutlich – wie in ähnlichen Fällen anderer Kinder – bereits im Säuglingsalter zu der Familie, die Personenstandspapiere waren gefälscht. Aufgrund ihres Aussehens und der von ihr entwickelten tänzerischen Fähigkeiten wurde sie in der Pflegefamilie bevorzugt behandelt: Sie hatte im Unterschied zu den anderen Kindern ein eigenes Zimmer. Kinder wie Maria sind in Griechenland als sogenannte Verkehrsampel-Kinder bekannt und keine Seltenheit. Die meisten dieser Kinder, die zum Betteln, Stehlen und auch in die Kinderprostitution gezwungen werden, werden dabei nicht entführt, sondern wie eine Ware verkauft. Viele der geschätzt etwa 3000 vom Menschenhandel in Griechenland betroffenen Kinder stammen von osteuropäischen Müttern, die teilweise extra nach Griechenland kommen, um ihr Kind dort zur Welt zu bringen und es dann gleich an Kriminelle weiterzugeben. Die offiziell bekannte Zahl in Griechenland gehandelter Kinder wurde für das Jahr 2012 mit 94 angegeben, der aktuelle Fall offenbart aber auch erhebliche Probleme im griechischen Meldewesen, die es der Frau ermöglichten, die Geburt von angeblich sechs Kindern in zehn Monaten bei verschiedenen regionalen Behörden anzuzeigen. Die griechische Romagemeinde, deren Zahl sich auf bis zu 300.000 Menschen beläuft, fühlt sich durch die Vorgänge in ein falsches Licht gerückt und betont, dies sei nur ein Einzelfall und keineswegs symptomatisch für die Roma in Griechenland. Maria wird bis auf weiteres von einer Wohlfahrtsorganisation betreut.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 9, 2013

Birmingham: 16-jähriges Mädchen im Bus durch Messerstich getötet

Birmingham: 16-jähriges Mädchen im Bus durch Messerstich getötet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:00, 9. Mär. 2013 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Bus in Birmingham

Birmingham (Vereinigtes Königreich), 09.03.2013 – Die 16-jährige Christina E. wurde am Donnerstagmorgen in einem Bus, der im öffentlichem Nahverkehr in Birmingham eingesetzt ist, durch einen Messerstich getötet.

Schon Wochen vor der Tat hatte die 16-jährige Schülerin ein ungutes Gefühl, wenn sie mit dem Bus unterwegs war. Bei Twitter schrieb sie: „Da ist ein Mann im Bus, der aufsteht und sich wieder hinsetzt, die Treppen hoch- und runterläuft und ständig seinen Sitzplatz wechselt.“ Am Tag des Verbrechens war die beliebte 16-Jährige wie gewöhnlich mit dem Bus zur Schule unterwegs. In dem Transportmittel befanden sich viele Fahrgäste, die Zeugen der Messerattacke auf E. wurden. Sie sagten später bei der Polizei aus, ein junger Mann habe hinter dem Mädchen gesessen und wie aus dem Nichts ein Messer gezückt, das er von hinten in den Brustkorb der Schülerin rammte. Dem Täter gelang es, unerkannt zu flüchten, wenig später wurde jedoch ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Das Opfer des Angriffs erlag nur kurze Zeit nach dem Messerstich ihrer Verletzung. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war E. ein Zufallsopfer, welches den Tatverdächtigen nicht kannte. Dies spräche für einen willkürlichen Gewaltakt aus reiner Mordlust.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Tötungsdelikte

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 18, 2013

Moskau: Leiche eines Lokalpolitikers im Zementfass entdeckt

Moskau: Leiche eines Lokalpolitikers im Zementfass entdeckt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:56, 18. Feb. 2013 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Fabrik am Kljasmafluss in Noginsk

Moskau (Russland), 18.02.2013 – Seit einer Woche war der 36-jährige Lokalpolitiker Michail Pachomow vermisst. Jetzt wurde seine Leiche einbetoniert in einem Fass aufgefunden.

Das Fass stand in einer Garage in Noginsk, etwa 50 Kilometer von Moskau entfernt. Vermutlich hatte der Lokalpolitiker bei seinem Verschwinden 10.000 Euro bei sich. Medien berichteten, dass er in zwielichtige Geschäfte im Zusammenhang mit der Ausstattung von Neubauwohnungen verwickelt war. Der frühere Vize-Wohnungsbauminister des Gebiets Moskau und zehn weitere Verdächtige sind festgenommen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 7, 2012

Ungarn: Roma-Gardechef Ferenc Bago festgenommen

Ungarn: Roma-Gardechef Ferenc Bago festgenommen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:39, 7. Sep. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Pécs (Ungarn), 07.09.2012 – Der 45-jährige Ferenc Bago ist der Chef der „Roma-Garde“. Am Freitag wurde er in der südungarischen Stadt Pécs mit Unterstützung der Antiterroreinheit TÉK festgenommen. Als Grund für die Verhaftung wurde genannt, dass der 45-Jährige als Vorbestrafter keine Organisation hätte gründen dürfen.

Gábor Vona – Vorsitzender der Partei Jobbik

Die „Roma-Garde“ ist eine Vereinigung der Roma von Pécs. Sie wirbt um Mitglieder und Spenden. Nach eigenen Angaben wurde sie als Gegenpol gegen die rechtsextremistische Ungarische Garde gegründet. Von ihr werden die Roma seit Jahren in Angst und Schrecken versetzt. Die Roma-Minderheit in Ungarn sind 800.000 Menschen. Ihr Leben wurde in der letzen Zeit immer schwieriger. Rechtsextremistische Gruppen wurden vom Staat toleriert. In der Partei Jobbik Magyarországért Mozgalom („Bewegung für ein besseres Ungarn“) haben die Rechten ein politisches Sprachrohr. Seit 2007 unterhält Jobbik eine paramilitärische Vereinigung (Magyar Garda), diese wird als antisemitisch und neofaschistisch eingeschätzt. 2009 kam es zu einem Verbot, das durch die Neugründung unter dem Namen „Neue Ungarische Garde“ mit dem Deckmantel eines Kulturvereins untergraben wurde. Der Jobbik-Vorsitzende Vona Gábor erklärte die Aufgabe der Magyar Garde mit „Null Toleranz gegenüber der Kriminalität und dem Parasitentum der Roma“.

Bago soll ein ehemaliger Fremdenlegionär und einmal wegen Mord im Gefängnis gewesen sein. Die Garde der Roma hatte laut ihrem Anführer starken Zulauf. Die Roma-Selbstverwaltung der südungarischen Stadt Mohács und andere Organisationen der Minderheit haben sich angeschlossen. Der Vorsitzende der Selbstverwaltung Istvan Kovacs hob hervor, der Schutz dürfe keinesfalls mit Waffengewalt erfolgen. Beobachter gehen von einer weiteren Radikalisierung des Konflikts aus, sie trauen der Regierung Ungarns nicht zu, die Minderheit der Roma in Zukunft zu schützen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 17, 2012

Libanesischer Ex-Minister verhaftet

Libanesischer Ex-Minister verhaftet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Libanesischer Ex-Minister verhaftet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 10:54, 17. Aug. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Beirut

Beirut (Libanon), 17.08.2012 – Der ehemalige libanesische Informationsminister Michel Samaha wurde am vergangenen Donnerstag (9. August) festgenommen. Hintergrund soll die Beschlagnahmung von Sprengstoff sein. Dieser sollte nach Erkenntnissen der Ermittler an mehreren Stellen des Libanon, aber vor allem im Norden des Landes, zu Anschlägen eingesetzt werden. Die Situation im Nordlibanon ist aufgrund des Bürgerkrieges in Syrien angespannt.

Samaha war Informationsminister unter dem sunnitischen, anti-syrischen Ministerpräsidenten Rafiq al-Hariri, der im Jahr 2005 durch ein Attentat ums Leben kam. Im Jahr 2002 wechselte Samaha die Seiten und schloss sich einer pro-syrischen Koalition an. Nach BBC-Angaben hat Samaha auch persönlich starke Verbindungen zu Syriens Staatsoberhaupt Baschir al-Assad.

Die Verhaftung stehe nicht im Zusammenhang mit dem Sondertribunal für den Libanon, das die Ermordung al-Hariris untersuchen soll, erklärte der libanesische Ministerpräsident Nadschib Mikati vor der Presse. Unter Berufung auf einen Beamten, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, meldete die Agentur Agence France-Press (AFP), dass Samaha in seinem Haus in Chenschara verhaftet wurde, etwa 30 Kilometer nördlich von Beirut. Die Beschlagnahmung des Sprengstoffs habe allerdings nicht in dem Haus des Ministers stattgefunden.

Sicherheitskräfte des Geheimdienstes, die Samaha festnahmen, gelten als loyal zur anti-syrischen Allianz des 14. März. Diese wird von Saad al-Hariri, Sohn von Rafiq al-Hariri, angeführt und ist nicht an der aktuellen pro-syrischen Regierung beteiligt, die von Hisbollah kontrolliert wird.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Libanon

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 25, 2012

München: Zwei Rumänen nach Cash-Trapping festgenommen

München: Zwei Rumänen nach Cash-Trapping festgenommen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:17, 25. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Person beim Abheben an einem Geldautomaten

München (Deutschland), 25.07.2012 – Am Dienstag brachten zwei Rumänen im Alter von 20 und 28 Jahren an einem Geldautomaten einer Bank in der Münchner Innenstadt eine Blende am Geldausgabeschacht an. Mit dieser sollten abgehobene Geldscheine zurückgehalten werden, die sich die Täter dann selbst aneignen wollten.

Bei der Sicherheitszentrale der Bank in Frankfurt wurde durch den Eingriff am Automaten Alarm ausgelöst, woraufhin die Münchener Polizei von dem Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wurde. Zivilbeamte überwachten den Tatort und konnten die beiden Tatverdächtigen festnehmen, als diese die Blende vom Ausgabeschacht des Geldautomaten entfernt hatten. Die Personen stimmten mit der Beschreibung überein, die von den Angestellten der Sicherheitszentrale an die Polizei übermittelt worden war. In der Zentrale waren die Videoaufzeichnungen, die zum Zeitpunkt der Alarmauslösung gemacht wurden, bereits ausgewertet worden.

Über den Erlass eines Haftbefehls gegen die Rumänen, die in Deutschland keinen Wohnsitz haben, wird der Ermittlungsrichter entscheiden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 23, 2012

700 Meter langer Schmuggeltunnel verbindet die Ukraine mit der Slowakei

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:06, 23. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

slowakischer Grenzübertrittsvermerk (1997)

Nižné Nemecké / Vyšné Nemecké (Slowakei), 23.07.2012 – Die slowakische Polizei hat an der Grenze zur Ukraine einen 700 Meter langen, sechs Meter unter der Erde befindlichen Tunnel entdeckt. Der Tunnel diente dem Schmuggel an der dortigen EU-Außengrenze. Robert Kalinak, slowakischer Innenminister, und der Finanzminister Peter Kazimir gehen davon aus, dass neben Schmuggelware auch illegale Immigranten in die Slowakei befördert wurden.

Der slowakische Tunneleingang befindet sich zwischen den Gemeinden Nizne Nemecke und Vysne Nemecke. Die Ein- bzw. Ausgänge befinden sich auf umzäunten Firmengeländen. „Das ist wie aus einem Film über die amerikanisch-mexikanische Grenze und für die Slowakei bisher vollkommen einzigartig“, sagte Kazimir. Dem slowakischen Finanzamt seien aufgrund des „seit mindestens einem Jahr“ durch den Tunnel organisierten Schmuggels bis zu 50 Millionen Euro an Tabaksteuer vorenthalten worden. Für Kalinak ist die Entdeckung des Tunnels ein Beweis, dass die Slowakei Schengen-Außengrenze schützen kann: „Dass wir diesen Fall aufgedeckt haben, ist für uns nicht nur wegen der entgangenen Steuereinnahmen von Bedeutung, sondern auch, weil im kommenden Jahr wieder ein Bericht darüber zu erwarten ist, wie wir die Schengen-Außengrenze sichern.“

Im Tunnel waren Schienen verlegt, auf diesen konnte eine Art Lore fahren. Damit konnten größere Mengen an Waren effizient unter der Grenze hindurch bewegt werden. Der Tunnel wurde wohl von Profis errichtet, er entspricht den Kriterien guter Bergbautechnik. 13.100 Kartons mit 2,5 Millionen unversteuerten Zigaretten konnten sichergestellt werden, zwei Personen sind festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Bearbeiten Weblink

Video

Bearbeiten Themenverwandte Artikel


Bearbeiten Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 20, 2012

Exzess bei Familienstreit: Versuchter Totschlag in Niederbayern

Exzess bei Familienstreit: Versuchter Totschlag in Niederbayern

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:49, 20. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Dingolfing (Deutschland), 20.07.2012 – Am Donnerstag versuchte ein 59-jähriger Mann, seine drei Jahre ältere Ehefrau in Dingolfing mit einem Müllsack zu ersticken. Der 62-jährigen Frau gelang es, sich zu befreien und die Flucht zu ergreifen.

Bei einem Familienstreit wurde die 62-jährige Frau von hinten angegriffen. Ihr Ehemann stülpte ihr einen Müllsack über den Kopf. Er stieß Todesdrohungen aus, während er versuchte, seine Frau zu ersticken. Der Frau gelang es, sich aus der Umklammerung ihres betrunkenen Ehemanns zu befreien und sich den Sack vom Kopf zu ziehen. Der rabiate Gatte schlug jetzt auf die Frau ein. Dennoch gelang ihr die Flucht. Die verständigte Polizei konnte den Mann kurz nach der Tat in der Nähe des Tatorts festnehmen. Der Ermittlungsrichter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Tötungsdelikte

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

Russland: Punkband wegen Verunglimpfung von Putin weiter in Haft

Russland: Punkband wegen Verunglimpfung von Putin weiter in Haft

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:08, 20. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Punk Band „Pussy Riot“

Moskau (Russland), 20.07.2012 – Ein russisches Gericht hat am Freitag die Untersuchungshaft gegen drei junge Frauen, Mitglieder der Punk-Band „Pussy Riot“, um sechs Monate verlängert.

Den jungen Aktivistinnen wird vorgeworfen, Ende Februar die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau gestürmt zu haben. Von der Kanzel aus sollen sie Wladimir Putin verunglimpft haben. In einem Gebet skandierten sie: „Mutter Maria, treibe Putin davon!“ In der Kirche waren sie mit Miniröcken und Skimasken bekleidet. Der Vorfall ereignete sich zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl. Bei der Anhörung saßen die Beschuldigten Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Marina Alechina in einem Gitterkäfig; dies ist in Russland bei solchen Anlässen üblich. Zwei der Frauen haben kleine Kinder.

Die Verteidigung kündigte Widerspruch gegen die Verlängerung der U-Haft an, das Gericht habe die Argumente der Beschuldigten nicht zur Kenntnis genommen. Die jungen Frauen sind zwischen 22 und 29 Jahre alt. Amnesty International sieht die Inhaftierten als politische Gefangene. Die Bevölkerung ist unterschiedlicher Meinung zu der Tat. Die russisch-orthodoxe Kirche will offensichtlich eine Verurteilung. Den Frauen drohen wegen Rowdytums bis zu sieben Jahre Haft. Tausende Gläubige unterzeichneten eine Aufforderung, in der die Kirche aufgefordert wird, den Frauen zu vergeben.

Die Anhörung der Frauen vor Gericht wurde von großem Medieninteresse begleitet.

Weblinks

Video Kirchenauftritt

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »