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February 14, 2013

Dänemark: Kokain im Wert von Millionen angeschwemmt

Dänemark: Kokain im Wert von Millionen angeschwemmt

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Veröffentlicht: 13:57, 14. Feb. 2013 (CET)
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Drogenkosument: Ein Mann zieht „Speed“

Fanø / Mandø / Blåvand (Dänemark), 14.02.2013 – 80 Kilo Kokain in Rucksäcken verpackt wurden an den dänischen Nordseeinseln Fanø und Mandø sowie vor Blåvand angeschwemmt. Die aufgefundenen Drogen haben einen Schwarzmarktwert von drei Millionen Dollar.

Europol im niederländischen Den Haag wurde von der Polizei informiert. Nie wurde eine größere Menge Kokain an der dänischen Küste gefunden. Es wird vermutet, dass die illegale Ware aus einem Boot geworfen wurde, als eine Kontrolle durch den Zoll drohte. Am 5. Februar wurde auch die deutsche Polizei über den Fund informiert. Bei einer Überprüfung der deutschen Küsten wurden keine angeschwemmten Drogen entdeckt. Im März 2007 wurden insgesamt 35 Kilogramm Kokain am Strand von Sylt gefunden. Auch hier dürften Drogenschmuggler „kalte Füße“ bekommen haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • 16 Kilogramm Kokain in Buchattrappen für das UN-Hauptquartier (27.01.2012)

Quellen[Bearbeiten]

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November 17, 2011

Mexiko: US-Fahnder entdecken 360 Meter langen Drogentunnel in die USA

Mexiko: US-Fahnder entdecken 360 Meter langen Drogentunnel in die USA

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Veröffentlicht: 21:39, 17. Nov. 2011 (CET)
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Blick über Tijuana

Tijuana (Mexiko), 17.11.2011 – US-Behörden berichteten am Mittwoch über die Entdeckung eines 360 Meter langen großen Tunnels. Das gut ausgebaute unterirdische Bauwerk beginnt im mexikanischen Tijuana und endet in Kalifornien in einer Scheune.

Der Gang ist mit elektrischem Licht und einem Belüftungssystem ausgestattet. Zwei Schmuggler konnten festgenommen werden, 14 Tonnen Marihuana wurden beschlagnahmt. Die Festnahme erfolgte, als ein verdächtiger Lastwagen das Lagerhaus verlassen wollte.

In der Vergangenheit wurden bereits 75 Tunnel, die von Mexiko meist nach Kalifornien oder Arizona führten, entdeckt und geschlossen. Der neuste Tunnel ist der sechstgrösste seiner Art. 15 weitere Drogenhändler vom mexikanischen Kartell Los Zetas wurden nahe Chicago festgenommen. Hier wurden 13 Millionen Dollar und 250 Kilogramm Kokain beschlagnahmt. Der US-Zoll spricht von einem großen Schlag gegen die Drogenkartelle.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Mexiko

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February 15, 2011

Drogenkurier mit 770 Gramm Kokain im Körper verhaftet

Drogenkurier mit 770 Gramm Kokain im Körper verhaftet

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Veröffentlicht: 19:32, 15. Feb. 2011 (CET)
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Beispielhaftes Röntgenbild mit erkennbaren Bodypacks

München (Deutschland), 15.02.2011 – 70 Päckchen Kokain schmuggelte ein Drogenkurier im Körper von Brasilien nach Deutschland. Nach seiner Ankunft in München am Freitag mietete er sich in einem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofes ein und wartete auf weitere Anweisungen seiner Auftraggeber. Am Samstag begab er sich in ein Krankenhaus und erklärte, dass er eine Kokainvergiftung habe. Nachdem die Ärzte Fremdkörper in seinem Magen feststellten, verständigten sie die Polizei. Bis Montag waren 27 der Päckchen auf natürlichem Wege wieder zum Vorschein gekommen.

Der Transport von Drogen im Körper wird Bodypacking genannt. Die Drogen werden dabei meist in Kondome abgefüllt, in Körperöffnungen eingeführt oder geschluckt. Bei einer Drogenaufnahme über die Schleimhäute, kommt es zu einer lebensgefährlichen Vergiftung.

Der Kurier schweigt zu seinen Hintermännern. Der 19-jährige muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.[1]

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Einzelnachweise

  1. http://bundesrecht.juris.de/btmg_1981/__30.html § 30 Abs. I Nr. 4 BtMG

Quellen

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January 30, 2011

Iran: Todesurteil für 46-jährige Niederländerin vollstreckt

Iran: Todesurteil für 46-jährige Niederländerin vollstreckt

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Veröffentlicht: 23:28, 30. Jan. 2011 (CET)
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Teheran (Iran), 30.01.2011 – Bereits am 2. Januar 2011 wurde die Niederländerin Sahra Bahrami, die auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzt, im Iran wegen mehrfachen Schmuggels von Kokain zum Tode verurteilt. Am 29. Januar 2011 wurde das Urteil vollstreckt, sie wurde gehängt. Der niederländische Außeminister Uri Rosenthal bezeichnete die Vollstreckung des Todesurteils als „Schandtat durch ein barbarisches Regime“. Das Ministerium erklärte, die „offiziellen Kontakte zwischen Diplomaten und Amtsträgern“ beider Länder seien auf Eis gelegt worden.

Bahrami war 2009 eingereist und hatte sich an den Protestaktionen gegen die umstrittene Wahl des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beteiligt. Die Teheraner Staatsanwaltschaft beschuldigte sie „Verbrechen im Zusammenhang mit der Sicherheit“, doch später wurde ihr vorgeworfen, sie sei „Mitglied eines internationalen Drogenrings“ und habe den Schmuggel von Drogen aus den Niederlanden in den Iran betrieben. Im staatlichen Fernsehen hieß es, dass Ermittlungsbeamte bei einer Wohnungsdurchsuchung 450 Gramm Kokain und 420 Gramm Opium gefunden hätten. Die Ermittlungen hätten weiterhin ergeben, dass sie weitere 150 Gramm Kokain weiterverkauft habe.

Bahrami soll der Mitgliedschaft in der Royalistischen Vereinigung Irans (KAI)[1] bezichtigt worden sein. Es wird ein politischer Prozess gegen Wahlkritiker vermutet. Nach Aussagen der in den Niederlanden lebenden Tochter Bahramis wurden die Geständnisse unter Druck und falschen Versprechungen erlangt und von Bahrami zurückgezogen[2].

Im Verfahren wurde sie von zwei Anwälten vertreten, die von den Niederlanden beauftragt worden waren. Die Regierung in Den Haag bestellte nach dem Bekanntwerden der Tötung der Verurteilten zunächst den iranischen Botschafter ein und verlangte Aufklärung. Der iranische Botschafter habe die Hinrichtung bestätigt. Daraufhin haben die Niederlande alle diplomatischen Kontakte mit dem Iran eingefroren. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, man sei „zutiefst geschockt“ über die Vollstreckung des Todesurteils.

Die niederländische Staatsangehörigkeit der Angeklagten wurde von der iranischen Justiz offenbar ignoriert, konsularischer Beistand verweigert. Das iranische Außenministerium bezeichnete die Aktivitäten der Niederlande als „Einmischung in innere Angelegenheiten“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Rahana.org: Iranian-Dutch Citizen Zahra Bahrami Executed, (deutsche Übersetzung auf Julias Blog)
  2. International Campaign for Human Rights in Iran, 26.01.2011: Daughter of Iranian-Dutch Prisoner on Death Row Pleads For Help

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January 29, 2011

Bolivien ist besorgt um die Tradition des Koka-Kauens

Bolivien ist besorgt um die Tradition des Koka-Kauens

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Veröffentlicht: 17:25, 29. Jan. 2011 (CET)
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Blätter und Blüten des Kokastrauches (Erythroxylum coca)

New York (Vereinigten Staaten), 29.01.2011 – Bei den endemischen Völkern Lateinamerikas ist das Kauen von Kokablättern seit 5000 Jahren beliebt und tief in der Tradition verankert. Nach Artikel 49 der UN-Drogenkonvention ist Koka-Kauen strafbar, der kontrollierte Anbau der Pflanze jedoch legal. Die Konvention wurde 1976 für Bolivien mit einer 25-jährigen Übergangsfrist eingeführt, somit trat das Verbot 2001 in Kraft.

Pablo Solon ist Botschafter des Landes bei der UN. Er setzt sich bei den Vereinten Nationen dafür ein, dass die jahrtausendalte Tradition beibehalten werden kann und betont dabei, dass er nicht für eine Freigabe von Kokain ist. UN-Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Ägypten, Somalia und Kolumbien konnte er bereits für die Idee gewinnen. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Schweden sind gegen die Legalisierung des Kauens von Kokablättern.

Aus den Kokablättern wird die stark abhängig machende Droge Kokain gewonnen. In den Anden gelten die Blätter als Genuss- und Heilmittel und werden beispielsweise gegen die Höhenkrankheit eingesetzt.

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Quellen

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March 5, 2009

Zahl der Drogentoten in Deutschland 2008 gestiegen

Zahl der Drogentoten in Deutschland 2008 gestiegen

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Veröffentlicht: 17:26, 5. Mär. 2009 (CET)
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Berlin (Deutschland), 05.03.2009 – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD) hat am 3. März 2009 den Drogenbericht 2008 vorgelegt. Nach der Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA) starben im vergangenen Jahr 1.449 Menschen an den Folgen des Rauschgiftkonsums. Die Zahl der Drogentoten ist damit um 55 oder 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die meisten Todesfälle wurden in Berlin registriert (152 Fälle), Hamburg (58), Köln (54), relativ wenige Fälle in Dortmund (18) und Stuttgart (12). Häufigste Todesursache war eine Überdosierung von Heroin (fast 40 Prozent).

Die meisten Drogentoten seien zwischen 35 und 40 Jahren alt, hätten eine lange Erfahrung mit Drogen und verfügten auch über Hafterfahrung. Todesursächlich seien zumeist Folgeerkrankungen des Drogenkonsums wie Hepatitis C oder Leberzirrhose. Etwa 70 bis 80 Prozent der Todesfälle ereigneten sich in den Wohnungen der Drogentoten.

Besorgnsierregend sei auch der dreiprozentige Anstieg der aufgefallenen Erstkonsumenten von 19.203 Menschen. Die Nachfrage nach Drogen stagniere auf hohem Niveau.

Der Trend gehe vom „schmutzigen Heroin“ hin zu „Lifestyledrogen“ wie Amphetaminen, Ecstasy oder Kokain.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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March 2, 2009

Guinea-Bissau: Präsident ermordet

Guinea-Bissau: Präsident ermordet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Guinea-Bissau: Präsident ermordet

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Veröffentlicht: 22:42, 2. Mär. 2009 (CET)
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João Bernardo Vieira

Lage Guinea-Bissaus an der Westküste Afrikas

Bissau (Guinea-Bissau), 02.03.2009 – João Bernardo Vieira, der Präsident des kleinen westafrikanischen Landes Guinea-Bissau, ist tot. Portugiesische Medien berichteten, aufständische Soldaten hätten den Präsidenten auf der Flucht erschossen. Quelle der Information sind die Streitkräfte des Landes. Armee-Einheiten griffen demnach am Morgen den Präsidentenpalast an, dabei habe der Präsident versucht zu fliehen und sei dann erschossen worden. Ein Augenzeuge bestätigte gegenüber der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, den Leichnam des Präsidenten in der Präsidentenresidenz gesehen zu haben. Die Militärführung machte in einer Erklärung meuternde Soldaten für den Angriff und die anschließende Ermordung Vieiras verantwortlich. Zugleich hieß es, es habe keinen Militärputsch gegeben. Das Militär habe die Situation unter Kontrolle. Das Nachrichtenportal n-tv.de geht jedoch von einem Putsch aus. Die Lage in Guinea-Bissau wird von Bewohnern der Hauptstadt als chaotisch beschrieben. Durch die Straßen zögen Plünderer.

Die heutige Bluttat steht möglicherweise im Zusammenhang mit einem anderen Mord. Am Sonntag war der Generalstabschef Batista Tagme Na Wai einem Mordanschlag durch eine Bombenexplosion zum Opfer gefallen. Politische Beobachter vermuten, dass ein Machtkampf zwischen rivalisierenden Kräften in dem Land den Hintergrund für die jüngsten Ereignisse bilden. Teile des Militärs machen den Präsidenten selbst für die Ermordnung des Generalstabschefs verantwortlich. Armeesprecher Zamura Induta, erklärte, Vieira sei einer der „Hauptverantwortlichen für den Tod von Tagme“. Die Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppierungen in dem Land dauern bereits seit einigen Jahren an. Hintergrund eines möglichen Machtkampfes könnte Medienberichten zufolge auch der Handel mit Kokain sein. Guinea-Bissau gilt als wichtiger Umschlagplatz für den Kokainschmuggel zwischen Südamerika und Europa. Dem Jahresbericht 2008 von amnesty international (ai) zufolge sind Angehörige der Streitkräfte in den Drogenhandel verwickelt.

Quellen

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April 3, 2007

Perus Präsident will Drogenlabors aus der Luft angreifen lassen

Perus Präsident will Drogenlabors aus der Luft angreifen lassen

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Artikelstatus: Fertig 22:00, 3. Apr. 2007 (CEST)
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Perus Präsident Alan García

Lima (Peru), 03.04.2007 – In seiner Eröffnungsrede des zweiten interamerikanischen Forums für Sicherheit und menschliches Zusammenleben sagte der peruanische Präsident Alan García am Montag, dass es künftig Luftangriffe gegen Drogenlabors geben soll. Kritiker warfen dem Präsidenten daraufhin vor, sich in seiner Rede lediglich hart zu zeigen, um die US-Regierung zu beeindrucken. Im nächsten Monat will Alan García nach Washington reisen, um dort ein Freihandelsabkommen mit den USA zu unterzeichnen.

„Wir müssen alle Kokainfabriken und jeden Flughafen erledigen“, sagte Alan García laut der Nachrichtenagentur „Reuters“. Er wandte sich an den Innenminister des Landes, dem die Polizei unterstellt ist, die für die Drogenbekämpfung zuständig ist: „Benutze die A37-Flugzeuge, um diese Flughäfen zu bombardieren und die Kokainfabriken mit Maschinengewehren anzugreifen“. Mit „Flughäfen“ sind von Drogenschmugglern verwendete Start- und Landebahnen im Amazonasregenwald gemeint. Weiter sagte der seit Juli letzten Jahres amtierende peruanische Präsident, er werde sich nicht erpressen lassen und keine Marionette politischer Ängste sein. Auf „journalperu.com“ wurden weitere Ausschnitte aus der Rede veröffentlicht. So befürchtet Alan García, wie im Nachbarland Kolumbien, eine Zunahme von Aufständen, wenn die Gefahr des Drogenschmuggels nicht eliminiert werde. In Kolumbien finanzieren sich bewaffnete Gruppen zum Teil durch den Drogenhandel. Perus Präsident betonte, dass es aber auch darum gehe, die Dorgenbarone zu identifizieren und ihre Konten einzufrieren. Die Drogenbarone in Peru seinen nicht so mächtig, wie es Pablo Escobar einst gewesen ist, sagte der Präsident, jedoch gäbe es viele kleine Pablos. Die Justizbehörden sollten aus der Sicht des Präsidenten auch stärker gegen Geldwäsche vorgehen, ein Delikt, das eng im Zusammenhang mit dem Drogenhandel steht. Gleichzeitig sei es möglich, so der Präsident, zwischen legalem und illegalem Cocaanbau zu unterscheiden. In Peru ist der Cocaanbau zu traditionellen und medizinischen Zwecken erlaubt. Jedoch beträgt die Fläche des legal angebauten Cocas nur zehn Prozent der 100.000 insgesamt produzierten Tonnen.

Peru ist nach Kolumbien der zweitgrößte Kokainproduzent der Welt. Nach offiziellen Angaben dursuchte die Polizei dort im vorigen Jahr 718 Kokainlabors und beschlagnahmte dabei 14,7 Tonnen teilweise verarbeitetes Kokain. Zudem wurden illegal angepflanzte Cocasträucher auf einer Fläche von mehr als 25.000 Morgen zerstört. Gemäß einer Vereinbarung, die die Regierung einen Tag vor Garcías Rede mit Kokabauern getroffen hat, werden die Cocapflanzen weiter ausgerissen. Zuvor waren diese Aktionen zwei Wochen ausgesetzt worden. In dieser Zeit hatte Innenminister Juan Jose Salazar mit streikenden Cocabauern verhandelt. Im Anschluss an die Verhandlungen vertrat der Innenminister die Auffassung, dass die Drogenpolitik der letzten zehn Jahre gescheitert sei und es eine Zunahme der Gewalt und der Cocaproduktion gegeben habe. Nach Angaben der kubanischen Nachrichtenagentur „Prensa Latina“, kündigte Nelson Palomino, Führer der peruanischen Cocabauern, Widerstand gegen eine mögliche Zwangsvernichtung der Cocaproduktion an.

Quellen

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January 11, 2007

Ecuador und Kolumbien einigen sich im Streit um Herbizideinsatz

Ecuador und Kolumbien einigen sich im Streit um Herbizideinsatz

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Artikelstatus: Fertig 22:57, 11. Jan. 2007 (CET)
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Karte von Kolumbien und seinen Nachbarländern

Quito (Ecuador), 11.01.2007 – Ecuador hat im Streit um den Einsatz eines Totalherbizids nach eigenen Angaben eine Einigung mit Kolumbien erzielt. Im Rahmen seines Antidrogenprogramms, dem Plan Colombia, versprüht Kolumbien das Herbizid Glyphosat aus der Luft; auch an der Grenze zum Nachbarland Ecuador. Glyphosat ist ein Produkt, das unter der Bezeichnung Roundup von Monsanto produziert wird. Die Auseinandersetzung hatte zu einem diplomatischen Konflikt zwischen den beiden Ländern geführt, den Ecuador gestern vor die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gebracht hat. Der Konflikt führte im Dezember zur Abberufung des ecuadorianischen Botschafters aus Bogotá und zur Absage eines Besuchs von Rafael Correa, dem neu gewählten ecuadorianischen Präsidenten bei dessen kolumbianischen Amtskollegen Álvaro Uribe Vélez. Laut Rafael Correa erfolgte die Einigung heute auf einem Treffen mit Álvaro Uribe Vélez am Rande der Amtseinführung des neuen Präsidenten von Nicaragua, Daniel Ortega. Worauf sich die Präsidenten im Detail geeinigt haben, wurde bisher nicht bekannt gegeben. „News.bbc.co.uk“ berichtet, dass Kolumbien sein südwestliches Nachbarland in Zukunft vor dem Einsatz des Herbizids informieren will.

Die kolumbianische Regierung bezeichnet den Einsatz des Herbizids an der gemeinsamen Grenze mit Ecuador als eine unerlässliche Maßnahme gegen den illegalen Cocaanbau. Zudem befänden sich die betroffenen Gebiete unter der Kontrolle von Rauschgifthändlern und linksgerichteten Rebellen, so die kolumbianische Regierung, die Ecuador vorwirft, den Cocaanbau auf ecuadorianischem Territorium auf einer Fläche von 15 Hektar zu dulden. Kolumbien hat für das Programm gegen den Cocaanbau von den USA mehrere Milliarden US-Dollar erhalten. Die ecuadorianische Regierung kritisiert den Einsatz von Glyphosat vor allem in Hinblick auf dadurch verursachte gesundheitliche Risiken, Umweltschäden und die Vernichtung legaler Nutzpflanzen. Ecuador befürchtet zudem eine Flüchtlingsbewegung als Folge des Herbizideinsatzes.Als einen „feindlichen Akt“ hatte der ecuadorianische Außenminister Francisco Carrion das Versprühen des Totalherbizids in der Grenzregion bezeichnet. Statt mit Herbiziden sollten die Cocapflanzen aus der Sicht Ecuadors manuell beseitigt werden. Trotz der Kritik aus Ecuador, die bereits gegen Ende des letzten Jahres geäußert wurde, hat Kolumbien das Herbizid in dieser Woche weiter versprüht. Kolumbien ist der weltgrößte Kokainproduzent.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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November 25, 2006

EU-Drogenbericht: Cannabis hält den ersten Platz

EU-Drogenbericht: Cannabis hält den ersten Platz

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Artikelstatus: Fertig 19:11, 25. Nov. 2006 (CET)
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Brüssel (Belgien), 25.11.2006 – Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD), eine Einrichtung der Europäischen Union, veröffentlichte gestern ihren Jahresbericht 2006 über den Stand der Drogenproblematik in Europa. Cannabis nimmt nach wie vor Platz eins im Handel mit illegalen Drogen ein. An zweiter Stelle liegt Kokain. Bei Jugendlichen sind vor allem Ecstasy und andere Amphetamine weiterhin im Gebrauch. Die Zahlen stiegen aber nicht weiter. Sinkende Preise für Heroin erleichtern zwar einerseits die Verfügbarkeit dieser Droge, ein wesentlicher Anreiz für einen steigenden Konsum entstand daraus bisher jedoch nicht. Entwarnung kann dennoch nicht gegeben werden. Nach dem Sturz der Taliban in Afghanistan stieg die Produktion von Opium – dem Grundstoff für die Heroinherstellung – in diesem Land so stark, dass das weltweite Angebot an Heroin die Nachfrage überstieg. Der Einfluss dieses Überangebots auf die Entwicklung des Drogenkonsums bleibt abzuwarten. Der Leiter des EBDD, Wolfgang Gotz dazu: „Die Entwicklungen in dem Land können einen Einfluss auf das Drogenproblem haben, mit dem wir zukünftig in Europa konfrontiert sein werden.“

Obwohl die Zahl drogenbedingter Todesfälle in den letzten Jahren zurückgegangen war, stieg der entsprechende Wert im Jahr 2004 wieder leicht an. Gegenwärtig liegt der geschätzte Anteil der Drogentoten durch Überdosen und andere Ursachen an der Gesamtsterblichkeit von Erwachsenen im Alter von 15 bis 49 Jahren bei 23 Prozent. Weiterhin werden in Europa auch die weltweit höchsten Quoten der Beschlagnahmung von Heroin verzeichnet. Der Heroinerstkonsum ist indes rückläufig.

Cannabis

Cannabis nimmt weiterhin den Spitzenplatz im Handel und Konsum illegaler Drogen ein. Haupterzeugerländer sind Marokko, Pakistan und Afghanistan. Weltweit werden jährlich schätzungsweise 7.400 Tonnen Cannabisharz hergestellt. Die Länder der Europäischen Union werden hauptsächlich über Marokko bedient. Global wurden im Jahr 2003 schätzungsweise 40.000 Tonnen Cannabiskraut hergestellt. 2004 wurden weltweit insgesamt 1.471 Tonnen Cannabisharz und 6.189 Tonnen Cannabiskraut beschlagnahmt. In den europäischen Ländern lag der durchschnittliche Preis für Cannabisharz bei 2,30 Euro pro Gramm (Portugal) und über 12 Euro pro Gramm in Norwegen. Meist bewegten sich die Preise für diese Droge zwischen fünf und zehn Euro pro Gramm. Die inflationsbereinigten Preise sanken im Durchschnitt leicht.

Der Konsum dieser illegalen Droge ist in den 1990-er Jahren in Europa gestiegen. Ein Zuwachs ist besonders bei Jugendlichen zu verzeichnen. 65 Millionen erwachsene Europäer (rund 20 Prozent der 15- bis 64-Jährigen) haben Schätzungen zufolge wenigstens einmal Cannabis probiert. Rund sieben Prozent dieser Altersgruppe haben in den letzten zwölf Monaten Cannabisprodukte konsumiert. Zum Vergleich: In den Vereinigten Staaten haben 40,2 Prozent der Einwohner ab 12 Jahren mindestens einmal im Leben Cannabisprodukte konsumiert. Die EBDD schätzt, dass in Europa etwa drei Millionen Menschen leben, die täglich oder fast täglich Cannabisprodukte zu sich nehmen.

Untersuchungen an Schulen in der Europäischen Union haben ergeben, dass hier kein signifikanter Anstieg des Cannabiskonsums zu verzeichnen war.

Der Verbrauch von Cannabis führte zu einer erhöhten Nachfrage nach ärztlichen Behandlungen. Die größte Nachfrage nach Therapien im Zusammenhang mit dem Konsum von Cannabis wurde in ambulanten Behandlungszentren registriert. Mehrere europäische Länder, vor allem die Niederlande, Deutschland und Frankreich verfügen über ein gut ausgebautes Netz von Drogenberatungsstellen, an die sich suchtgefährdete Jugendliche wenden können. Positive Erfolge werden dabei vor allem umfassenden sozialpädagogischen Verfahren zugeschrieben.

Kokain

Die Bedeutung dieses Alkaloids, das aus dem Cocastrauch gewonnen wird, als Rauschmittel steigt weiter. Nach Schätzungen der EBDD haben 10 Millionen Europäer (über drei Prozent aller Erwachsenen) diese Droge bereits einmal probiert. Hauptsächliche Konsumentengruppe sind die jungen männlichen Erwachsenen im Alter von 15 bis 34 Jahren in städtischen Regionen mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Benutzergruppen. Eine weitere Beobachtung besagt, dass Kokain häufig in Kombination mit anderen Drogen konsumiert wird, insbesondere mit Cannabis (rund 32 Prozent), Opioiden (rund 29 Prozent) und Alkohol (17 Prozent).

Im weltweiten illegalen Drogenhandel liegt Kokain nach wie vor hinter Cannabis an zweiter Stelle. 2004 wurden weltweit 578 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Größte Lieferanten von illegalem Kokain sind Kolumbien, Peru und Bolivien. Von Südamerika aus gelangt das Kokain direkt, teilweise auch über Mittelamerika auf den europäischen Markt. In Europa sind Spanien, die Niederlande, Portugal sowie Belgien, Frankreich und das Vereinigte Königreich Haupteinfallstore für diese illegale Droge auf den europäischen Markt. Schärfere Kontrollen an der spanischen Nordküste sowie am Amsterdamer Flughafen Schiphol haben jedoch dazu geführt, dass alternative Vertriebsrouten an Bedeutung gewannen: Afrika und teilweise auch Osteuropa. Im Jahr 2004 wurden in der Europäischen Union 74 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Die Preise bewegten sich zwischen 41 Euro pro Gramm in Belgien und über 100 Euro pro Gramm in Zypern, Rumänien und Norwegen. Die inflationsbereinigten Durchschnittspreise sanken im Allgemeinen.

Eine steigende Zahl von Patienten begibt sich wegen Erkrankungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Kokain in ärztliche Behandlung. Einer Studie zufolge ist der Anteil von Erstpatienten, die sich wegen Kokainkonsum in Behandlung begaben, zwischen 1999 bis 2004 von zehn auf 20 Prozent gestiegen. Gegenwärtig sind für Kokainkonsumenten noch keine effektiven Behandlungsmethoden verfügbar. Die Behandlung von Crack-Süchtigen stellt aufgrund ihrer sozialen Isolation ein besonderes Problem dar. Diese Gruppe ist jedoch in nur einigen wenigen europäischen Großstädten konzentriert. Positive Effekte bei der Behandlung konnten durch Behandlungsprogramme im Rahmen aufsuchender Sozialarbeit erzielt werden.

Amphetamine, Ecstasy und so weiter

Bei diesen synthetischen Drogen handelt es sich um Stimulanzien, die auf das zentrale Nervensystem einwirken. In der Gesamtbevölkerung haben diese Drogen eine eher geringe Bedeutung. Bei Jugendlichen spielen sie jedoch eine oft bedeutende Rolle. In einigen Ländern belegten sie hinter Cannabis den Platz zwei der illegalen Drogen. Die weltweite Produktion von Amphetaminen und Ecstasy wird auf 520 Tonnen jährlich geschätzt. 2004 wurden 29 Tonnen dieser Substanzen beschlagnahmt, tendenziell weniger als in den Jahren davor.

Die Herstellung der synthetischen Drogen erfolgt weitgehend in illegalen westeuropäischen Laboren. Führend sind dabei Belgien, die Niederlande und Polen. 2004 lagen die Verkaufspreise für diese Substanzgruppe zwischen vier Euro pro Gramm (Slowenien) und über 64 Euro pro Gramm in Malta. Die Preistendenz ist in den letzten Jahren ebenfalls fallend.

In der Herstellung der Modedroge Ecstasy sind die Niederlande weltweit führend, in Europa kommen dann noch Labore in Belgien, Estland, Spanien und Norwegen hinzu. Westeuropa bildet immer noch das Zentrum des weltweiten Handels mit dieser Droge. 2004 wurden hier 50 Prozent des weltweit sichergestellten Ecstasys (Gesamtmenge des beschlagnahmten Ecstasys: 8,5 Tonnen) sichergestellt. Das Vereinigte Königreich führt die Statistik der sichergestellten Ecstasy-Mengen an, vor Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Ecstasy-Preise schwankten in Europa zwischen 15 und 25 Euro pro Gramm.

Tendenziell sind gleichbleibende oder sogar sinkende Konsumraten bei dieser Gruppe illegaler Drogen zu verzeichnen. Etwas gestiegen sind Nachfrage und Verfügbarkeit von halluzinogenen Pilzen. Die vorliegenden Daten weisen jedoch darauf hin, dass aus dem Konsum dieser Substanzen nur selten eine langfristige Abhängigkeit entsteht. Über akute oder chronische gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum dieser Substanzen wurde kaum berichtet. Gesetzliche Regelungen in diesem Bereich wurden teilweise verschärft. Pilze mit solchen halluzinogenen Inhaltsstoffen wurden nur selten sichergestellt.

Drogenkriminalität: politische und rechtliche Entwicklungen

In mehreren Ländern wurden nationale Pläne zur Bekämpfung des illegalen Drogenhandels und -konsums beschlossen. In einigen Ländern wurden frühere Aktionspläne evaluiert und die Ziele spezifischer und abrechenbarer formuliert. Aus den vorliegenden Berichten zieht die EBDD den Schluss: „Die nationalen Drogenstrategien beginnen, spürbare Wirkung zu entfalten.“

Auf EU-Ebene werden vor allem zwei wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität hervorgehoben. Diese stehen im Zusammenhang mit den 2004 erlassenen EG-Verordnungen über Grundstoffe. Durch die Kontrolle chemischer Grundstoffe, die für die Herstellung illegaler Substanzen benötigt werden, kann das Angebot an illegalen Drogen auf europäischer Ebene beeinflusst werden. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Strafverfolgung weiter koordiniert. So gab es einen „Rahmenbeschluss zur Harmonisierung der Mindeststrafen im Bereich des Drogenhandels“. Neue rechtliche Instrumente erschweren außerdem die Finanzierung von Drogengeschäften. Die „Richtlinie 91/308/EWG“ soll die Nutzung des europäischen Finanzsystems für Zwecke der Geldwäsche unterbinden.

Auf EU-Ebene liegt bisher noch keine Definition für den Begriff der Drogenkriminalität vor. Bisher liegen auf europäischer Ebene nur Daten aus dem Bereich der Verstöße gegen die entsprechende Gesetzgebung auf staatlichen Ebenen vor. Aufgrund der unterschiedlichen Gesetzgebung in den Mitgliedsstaaten der EU sind vergleichende Aussagen nur eingeschränkt möglich. Insgesamt zeigte sich in den letzten fünf Jahren ein Anstieg der Drogenkriminalität, in Polen stiegen die Delikte in diesem Bereich in den letzten fünf Jahren sogar um das Doppelte. In den einzelnen Ländern der EU ist die Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich. Cannabis steht am häufigsten in Verbindung mit den gemeldeten Drogendelikten. Ein abweichendes Bild zeichnet die Statistik für die Tschechische Republik und Litauen. Hier wurden die meisten Drogendelikte im Zusammenhang mit Amphetaminen verzeichnet. Ein relativ einheitliches Bild bietet die Entwicklung der Kriminalität in Verbindung mit Kokain. Seit 1999 sind in den meisten Ländern die Zahl der berichteten Straftaten in Zusammenhang mit Kokain gestiegen. (Ausnahme: Bulgarien. Hier sank die Zahl der kokainbezogenen Straftaten.)

Ein europaweiter Trend in der Rechtsprechung ist die Unterscheidung zwischen Drogenkonsum und Drogenhandel. Der Handel mit illegalen Drogen wird allgemein härter bestraft. Der Schwerpunkt beim Konsum illegaler Drogen verschiebt sich weiter zugunsten drogentherapeutischer Maßnahmen.

Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenproblematik

Hier stehen vor allem Maßnahmen zur Suchtprävention im Vordergrund, die vor allem Jugendliche als Zielgruppe ansprechen sollen. Diese erstrecken sich auf die Arbeit im Bereich des Gesundheitswesens, des Bildungswesens, der polizeilichen Präventionsarbeit und so weiter. An Bedeutung gewonnen hat insbesondere die familienbasierte Präventionsarbeit, da immer mehr jüngere Kinder in Kontakt mit Drogen kommen. In nahezu allen EU-Ländern sind differenzierte Programme zur Drogenprävention implementiert.

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