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February 12, 2013

Nach israelischem Luftangriff drohen Syrien und Iran mit Vergeltung

Nach israelischem Luftangriff drohen Syrien und Iran mit Vergeltung

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Veröffentlicht: 12:23, 12. Feb. 2013‎ (CET)
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Jerusalem (Israel), 12.02.2013 – Nach einem Luftangriff im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Libanon drohen Syrien und der Iran Israel mit Vergeltungsmaßnahmen. Die genauen Umstände des Zwischenfalls, der von Israel weder bestätigt noch dementiert wurde, sind unklar. Nach Angaben der syrischen Armee habe die israelische Luftwaffe ein Forschungszentrum in Dschamraja zerstört, wobei zwei Arbeiter getötet worden seien. Dieser „Akt der Aggression“ habe „große materielle Schäden verursacht und das Gebäude zerstört“. Berichte aus oppositionellen syrischen Kreisen berichteten über neun „Granaten“, die in der Stadt eingeschlagen hätten.

Doch nach Berichten, die sich auf Informationen aus israelischen Militärkreisen stützen sollen, stellt sich der Zwischenfall anders dar. Nach diesen Informationen hätten israelische Kampfflugzeuge auf syrischem Staatsgebiet einen Militärkonvoi angegriffen, mit dem Waffen in den Libanon transportiert werden sollten. Der israelische Sicherheitsexperte Schlomo Brom glaubt, dass der Angriff verhindern sollte, dass Flugabwehrraketen in die Hände von Hisbollah gelangen. „Wir kommentieren solche Berichte nicht“, teilten mehrere israelische Stellen mit. Dies entspricht der jahrelang geübten Verfahrensweise amtlicher israelischer Stellen, selbst offensichtliche Tatsachen nicht zu kommentieren. Die libanesische Armee sagte, dass am 29. Januar insgesamt 16 israelische Kampfflugzeuge den libanesischen Luftraum verletzt hätten.

Zuletzt hatte das israelische Militär 2007 einen Einsatz in Syrien geflogen. Damals hatte die israelische Luftwaffe ein Objekt zerstört, von dem es hieß, dass es sich um einen in Zusammenarbeit mit Nordkorea gebauten Forschungsreaktor handele. Zu Vergeltungsmaßnahmen war es damals aber nicht gekommen. Der syrische Botschafter im Libanon, Ali Abdel Karim Ali, sprach gegenüber dem der Hisbollah nahestehenden Fernsehsender Al-Manar von der „Möglichkeit eines Überraschungsschlags“ gegen Israel. Syrien protestierte wegen eines Verstoßes gegen das Entflechtungsabkommen von 1974 bei den Vereinten Nationen, teilte die amtliche Nachrichtenagentur SANA mit. Beide Staaten befinden sich offiziell im Krieg, doch wurde 1974 in Genf ein Abkommen zur Entflechtung der Truppen beider Staaten unterzeichnet. Das syrische Außenmisterium erklärte, dass Israel und „die Staaten, die Israel im UN-Sicherheitsrat schützen“ die Verantwortung für den Luftschlag trügen.

Verurteilt wurde der Angriff auch von der Arabischen Liga. Der iranische Außenminister Ali-Akbar Salehi bezeichnete den Zwischenfall als „klare Verletzung der territorialen Integrität Syriens“, die zeige, „dass die Zionisten und der Westen keine Stabilität und Sicherheit in Syrien wollen.“ Ohne weitere Einzelheiten anzudeuten, hieß es außerdem aus Teheran, dass der Zwischenfall für Israel schwerwiegende Folgen haben werde. Russland, der wichtigste Verbündete Syriens, kritisierte den israelischen Angriff als eine unprovozierte Attacke auf einen souveränen Staat. „Was immer der Grund für den Angriff war, dies war nicht gerechtfertigt“, erklärte das russische Außenministerium. Hisbollah bezeichnete in einer Stellungnahme den Angriff als „barbarische Aggression“, ging jedoch nicht auf Einzelheiten ein, sondern beschuldigte Israel, Muslime und Araber daran zu hindern, ihre militärischen Fähigkeiten auszubauen.

Bereits am Sonntag hatte Israel Einheiten des Raketenabwehrsystems Iron Dome in den Norden des Landes verlegt. Israel hatte angekündigt, Militärkonvois angreifen zu wollen, mit denen die syrische Armee Waffen und Chemiewaffen in den Libanon zu transportieren versuche. Israel befürchtet, dass solche Waffen in die Hände von Hisbollah gelangen und so Israel gefährden könnten. Außerdem wird von israelischen Medien spekuliert, dass der Konvoi Flugabwehrraketen russischen Ursprungs vom Typ SA-17 beförderte. Israel befürchtet auch, dass Boden-See-Raketen vom Typ Jachont, die israelische Kriegsschiffe und Bohrinseln im Mittelmeer angreifen könnten, Scud-Raketen und die in Syrien produzierte Variante der iranischen Fateh-110-Raketen an die Hisbollah geliefert werden könnten.

In Israel hat der Luftangriff Sorgen vor einem neuen Krieg geschürt. Die Tageszeitung Yedioth Ahronoth titelte „War dies das Zeichen dafür, dass an der Nordfront ein militärischer Flächenbrand seinen Anfang genommen hat?“, während die linksliberale Haaretz die Befürchtung äußerte, das Land sei „in Sorge über Racheakt der Hisbollah“. Die dem konservativen Likud-Block von Premierminister Benjamin Netanjahu nahestehende Israel HaYom spekulierte über die Optionen der Regierungen in Beirut und Damaskus, nämlich „Zurückhaltung, Krieg oder gezielte, begrenzte Reaktionen.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Syrien
  • Portal:Israel
  • Portal:Arabische Welt
  • Portal:Nahostkonflikt

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July 20, 2011

Israelische Soldaten überwältigen 16 pro-palästinensische Aktivisten

Israelische Soldaten überwältigen 16 pro-palästinensische Aktivisten

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Veröffentlicht: 12:06, 20. Jul. 2011 (CEST)
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Jerusalem (Israel), 20.07.2011 – Am gestrigen Dienstag hat die israelische Marine ein Hilfsschiff mit 16 Aktivisten aus sechs Nationen (darunter keine Deutschen) an Bord geentert. Die Insassen leisteten keinen Widerstand. Wie ein Sprecher der israelischen Streitkräfte mitteilte, habe man die Aktivisten vorher per Funk informiert, dass sie sich auf dem Weg in gesperrte Gewässer befänden. Die Yacht „Dignité al Karama“ hatte Kurs auf die Küste des Gazastreifens gehalten, bis sie um 8.30 Uhr (MESZ), 40 Seemeilen vor Gaza, gestoppt wurde. Dem Sender al-Dschasira zufolge wird das Schiff in den südisraelischen Hafen Aschdot gefahren, wo die Hilfsgüter ausgeladen werden sollen. Neben Aktivisten der Organisation „Ein französisches Schiff für Gaza“ befinden sich auch Journalisten auf dem Schiff. Neun weitere Schiffe der Hilfsflotte liegen in griechischen Häfen fest. Ende Mai 2010 töteten israelische Soldaten bei einer ähnlichen Aktion neun Aktivisten.

Themenverwandte Artikel

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June 6, 2011

Syrien: „23 Demonstranten von der israelischen Armee auf den Golan-Höhen getötet“

Syrien: „23 Demonstranten von der israelischen Armee auf den Golan-Höhen getötet“

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Veröffentlicht: 22:57, 6. Jun. 2011 (CEST)
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Lage der Golanhöhen

Qunaitra (Syrien), 06.06.2011 – Auf den zu Syrien gehörenden, aber von Israel im Sechstagekrieg annektierten Golanhöhen eskaliert die Situation. Am Sonntag kam es hier zu schweren Auseinandersetzungen zwischen syrischen Demonstranten und der israelischen Armee. Die Demonstranten versuchten von syrischer Seite aus, den Grenzzaun zu überwinden, um gegen die andauernde Besetzung des Territoriums durch Israel zu protestieren. Die israelische Armee eröffnete das Feuer auf die Demonstranten. Nach syrischen Angaben starben dabei 23 Demonstranten.

Der syrische Gesundheitsminister Wael al-Halki erklärte, unter den Getöteten sei auch ein Kind gewesen. 350 Demonstranten seien bei der Aktion verletzt worden. Die von Syrien genannten Zahlen werden von offizieller israelischer Seite dementiert. Die israelische Armee sprach von „zehn Toten und Verletzten durch Brandsätze der Krawallmacher“. Viele der Demonstranten seien durch selbstgebastelte Molotowcocktails und einen dadurch entstandenen Brand getötet worden.

Die israelische Seite weist außerdem darauf hin, dass die Demonstration von offizieller syrischer Seite offenbar geduldet oder möglicherweise auch gezielt geplant wurde, obwohl sie doch sonst massiv gegen Demonstranten vorgehe. Die israelische Armee zog daraus den Schluss, dass die Aktion als gezielte Provokation gegen Israel inszeniert gewesen sei, um von den Greueltaten der eigenen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in den anhaltenden Auseinandersetzungen um die politische Zukunft des Landes abzulenken.

Nach Angaben der israelischen Internetzeitung „Ynet“ sollen die Demonstranten vom syrischen Regime für die Teilnahme an der Aktion bezahlt worden sein. Den Familien der teilnehmenden Demonstranten seien umgerechnet bis zu 10.000 US-Dollar versprochen worden.

Die Vereinigten Staaten erklärten, dass Syrien für die Eskalation der Situation an der Grenze zu Israel verantwortlich sei. Israel könne sich auf das Recht auf Selbstverteidigung berufen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt

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April 26, 2009

Benutzer:Kriegsgegner/Israelisches Militär verhaftet europäische Friedensaktivisten in Palästina

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Problem: Neutralität noch immer nicht gegeben – ISM ist eine umstritten Organisation, und dies geht nicht aus dem Artikel hervor. Zudem beruhen viele Angaben in diesem Artikel auf ISM, unabhängige Berichterstattung fehlt. — Earlysales 19:57, 19. Apr. 2009 (CEST)

Israel, 26.04.2009 – Das israelische Militär verhaftete am 11.04.2009 zwei europäische Friedensaktivisten in Palästina (Al-Tuwani, West Bank). Die Italienerin Sara Pagani und ein deutscher Friedensaktivist begleiteten im Rahmen ihrer Arbeit für das International Solidarity Movement (ISM) [1], s.a.[2] palästinensische Bauern bei der Feldarbeit und wurden mit der Begründung festgenommen, sie hätten militärisches Gebiet betreten und der Ordnungsmacht nicht Folge geleistet. Pagani wurde am 13.04.2009 gegen Kaution freigelassen.

Viele Palästinenser verlassen sich auf die Anwesenheit internationaler Menschenrechtsgruppen, um sich vor israelischen Siedlern zu schützen. Das Dorf Al-Tuwani (im Süden von Hebron, ca. 300 Bewohner) leidet laut der Zeitschrift Prealpina unter regelmäßigen Gewalttätigkeiten von ultranationalisitschen Siedlern “Havat Maon”. Friedensaktivisten von ISM begleiten regelmäßig die Bauern, um sie bei der Feldarbeit durch ihre Präsenz zu schützen. Am 11.04.2009 erklärte gegen 11.30 Uhr die israelische Polizei das Gebiet als militärisches Zone und forderte die (etwa 20) Friedensaktivisten auf, wegzugehen. Sara Pagani und der Deutsche Aktivist gehorchten nicht und wurden daraufhin verhaftet.

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. Webseite von ISM Deutschland
  2. Artikel über den Tod von Rachel Corrie englischsprachige Quelle

Bearbeiten Quellen

  • televideo.rai.it: „Israele, a giudizio volontaria italiana“ (12.04.2009) italienischsprachige Quelle
  • rassegnastampa.unipi.it: „Prima insultata dai coloni israeliani, poi messa in cella“ (14.04.2009) italienischsprachige Quelle
  • prealpinalunedi.it: „Palestina, fermata pacifista novarese“ (12.04.2009) italienischsprachige Quelle
  • scoop.co.nz: „German National Arrested By Israeli Forces“ (11.04.2009) englischsprachige Quelle
  • presstv.com: „Israeli forces arrest two foreign aid workers“ (13.04.2009) englischsprachige Quelle
  • wallstreetitalia.com: „Volontaria italiana verso rilascio, rischia espulsione“ (12.04.2009) italienischsprachige Quelle
  • francabiondelli.blogspot.com: „Solidaritätsadresse der italienischen Senatorin Franca Biondelli“ (15.04.2009)
  • zero321.it: „Rilasciata la volontaria novarese in Cisgiordania“ (13.04.2009) italienischsprachige Quelle
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April 5, 2009

US-Waffen nach Israel ausgeliefert – AI protestiert bei Obama

US-Waffen nach Israel ausgeliefert – AI protestiert bei Obama

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Veröffentlicht: 10:56, 5. Apr. 2009 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Tel Aviv (Israel), 05.04.2009 – Die US-Waffenlieferung nach Israel, die ursprünglich in einem griechischen Hafen umgeladen werden sollte und im Januar aufgrund lokaler Proteste in Griechenland zurückgewiesen werden musste (Wikinews berichtete), wurde am 22. März 2009 in Israel entladen.

Angesichts offensichtlicher Menschenrechtsverletzungen durch Israel während des Gaza-Krieges appelliert Amnesty International (ai) an US-Präsident Barack Obama, solche Lieferungen zu unterlassen, da die Auslieferung unter diesen Umständen gegen US-Gesetz verstoße. Amnesty bittet dringend alle Regierungen, Lieferungen an Israel und alle palästinensischen Gruppen solange zu unterlassen, bis kein wesentliches Risiko von Menschenrechtsverletzungen mehr besteht.

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February 12, 2009

Amnesty: Hamas tötete „Kollaborateure“ im Gazastreifen

Amnesty: Hamas tötete „Kollaborateure“ im Gazastreifen

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Veröffentlicht: 18:37, 12. Feb. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen), 12.02.2009 – Während der Operation Gegossenes Blei der israelischen Armee gegen die Stellungen der Hamas und gegen Infrastruktureinrichtungen im Gazastreifen Ende Dezember 2008 / Anfang Januar 2009 kämpfte die Hamas noch an einer anderen Front und zwar gegen so genannte Kollaborateure sowie politische Gegner in den eigenen palästinesischen Reihen. Mindestens 24 Männer wurden einem Bericht von amnesty international (ai) zufolge von Angehörigen der Hamas erschossen. Weitere Personen wurden vorsätzlich schwer verletzt, unter anderem durch gezielte Schüsse in die Beine oder direkt in die Kniescheibe. Diese Menschen sollten so getroffen werden, dass sie fortan mit einer dauerhaften Behinderung leben müssen. Auch von Folter berichtet amnesty.

Wie die Gefangenenhilfsorganisation berichtet, begann mit der israelischen Militäroffensive am 27. Dezember 2008 ein regelrechter Feldzug gegen ehemalige palästinensische Häftlinge, denen vorgeworfen wurde, mit Israel kollaboriert zu haben. Außerdem gerieten ehemalige Angehörige der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) aus den Reihen der verfeindeten Palästinenserorganisation Fatah des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, ins Fadenkreuz der Hamas-Killerbrigaden. Dabei gingen die Hamas-Aktivisten ganz offen vor. Sie holten ihre Zielpersonen direkt aus ihren Häusern, einige wurden sogar direkt in Krankenhäusern erschossen, wo sie sich zur Behandlung von Verletzungen durch israelische Angriffe aufhielten.

Amnesty gelangte an diese Erkenntnisse durch ein eigenes Ermittlungsteam, das sich während der Militäroffensive Israels im Gazastreifen aufhielt. Außerdem wirft amnesty beiden kriegführenden Parteien Kriegsverbrechen und andere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor. Der UN-Sicherheitsrat wurde aufgefordert, die aufgedeckten Vorfälle zu untersuchen. Amnesty fordert die Verhängung eines Waffenembargos gegen die verfeindeten kriegführenden Parteien.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt
  • Portal:Amnesty International
  • Foltervorwurf gegen die Hamas (31.01.2009)

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February 1, 2009

Israel droht mit „überproportionaler Reaktion“ auf neuerlichen Raketenbeschuss

Israel droht mit „überproportionaler Reaktion“ auf neuerlichen Raketenbeschuss

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Veröffentlicht: 20:22, 1. Feb. 2009 (CET)
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Raketenreichweiten vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet

Askalon / Tel Aviv (Israel), 01.02.2009 – Am frühen Sonntagmorgen schlugen laut dem israelischen Nachrichtenportal haaretz.com erneut vier Raketen sowie Mörser-Granaten in der Negev-Region im Süden Israels ein, die von militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen abgefeuert worden waren. Zwei israelische Soldaten wurden durch Schrapnell der Mörsergranaten leicht verletzt. Es gibt bisher keine Hinweise auf Schäden oder Verletzte durch die Raketeneinschläge, die überwiegend auf freiem Feld niedergingen. Eine der Raketen ging nach Angaben von Haaretz zwischen zwei Kindergärten nieder. Am Samstagmorgen war eine Grad-Rakete sowjetischer Bauart südlich von Askalon niedergegangen. Die Verantwortung für die Raketenangriffe übernahm eine Gruppierung der al-Aqsa-Brigaden, einem bewaffneten Zweig der Fatah.

Nach der wöchentlichen Sitzung des israelischen Kabinetts erklärte Ministerpräsident Ehud Olmert, Israel werde auf den neuerlichen Raketenbeschuss mit einer „harten und überproportionalen Reaktion“ antworten. Die israelische Armeeführung sei mit der Vorbereitung einer entsprechenden Militäraktion beauftragt worden. „Wir werden den Terroristen keine Vorwarnung geben, wie wir antworten werden, wo und wie es geschehen wird“, sagte Olmert.

Beobachter rechnen mit der Möglichkeit, dass der wieder aufgenommene Raketenbeschuss auf Israel nach der Verkündung des Waffenstillstandes nach dem Ende der Operation Gegossenes Blei und die israelische Reaktion darauf, den Ausgang der israelischen Parlamentswahlen am 10. Februar beeinflussen könnten. Laut Umfragen liegt der gegenwärtige Oppositionsführer und ehemalige Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zurzeit in der Wählergunst vorne. Netanjahu vertritt eine harte Linie gegenüber der Hamas.

In den vergangenen acht Jahren waren 18 Menschen in Israel Opfer palästinensischer Raketenangriffe aus dem Gazastreifen geworden. Diese Raketenangriffe waren ein wesentlicher Grund der israelischen Militäroperation Gegossenes Blei um die Jahreswende 2008/2009.

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January 27, 2009

Bruch des Waffenstillstands am Gazastreifen

Bruch des Waffenstillstands am Gazastreifen

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Veröffentlicht: 22:09, 27. Jan. 2009 (CET)
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Karte des Gazastreifens, darin der Grenzübergang bei Kissufim

Gaza-Stadt (Gazastreifen), 27.01.2009 – Mit einem tödlichen Angriff auf eine israelische Grenzpatrouille in der Nähe des israelischen Grenzortes Kissufim am Gazastreifen kam es am Dienstagnachmittag zum ersten schweren Zwischenfall nach dem Ende der israelischen Militäroperation Gegossenes Blei vor zehn Tagen und dem Beginn einer Waffenruhe, die bisher im Wesentlichen von beiden Seiten eingehalten worden war. Nach dem Vorfall am ehemaligen Grenzübergang Kissufim schloss Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen.

Ein israelischer Unteroffizier wurde nach Angaben der israelischen Nachrichtenplattform haaretz.com durch die Explosion einer am Straßenrand deponierten Bombe getötet und drei weitere israelische Soldaten schwer verletzt. Laut Zeugenaussagen wurden später israelische Panzer beim Einrücken in den Gazastreifen beobachtet. Auch Hubschrauber waren im Einsatz, aus denen Maschinengewehrsalven abgefeuert wurden. Außerdem wurde über Feuergefechte zwischen israelischen Soldaten und palästinesischen bewaffneten Kämpfern berichtet. Später wurde bekannt, dass bei den Auseinandersetzungen ein Palästinenser getötet wurde. Dr. Moaiya Hassanain vom Gesundheitsministerium im Gazastreifen bestätigte den Tod des Palästinensers; bei dem Getöteten habe es sich um einen 27-jährigen palästinensischen Bauern gehandelt. Zu dem Anschlag auf die israelischen Soldaten bekannte sich keine palästinensische Organisation. Obwohl die Hamas eine Verantwortung für den Vorfall ablehnte, gab Hamasführer Mushir al-Masri Israel die Schuld an dem Blutvergießen: „Die Zionisten sind für jede Aggression verantwortlich.“ Ein weiterer Palästinenser, ein Hamasmitglied, der in der Stadt Chan Yunis im Gazastreifen auf einem Motorrad unterwegs war, wurde ebenfalls am Dienstagnachmittag durch einen israelischen Luftangriff getötet. Ein weiterer Palästinenser wurde bei dem Angriff verletzt.

Unterdessen wurden die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt, um einen stabilen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu erreichen. Der neugewählte US-Präsident Barack Obama entsandte seinen kürzlich ernannten neuen Beauftragten für den Nahostkonflikt, George Mitchell, zu Gesprächen in den Nahen Osten. Intensiv bemüht sich insbesondere Ägypten um eine Vermittlung in dem Konflikt. Am Dienstag trafen deutsche Spezialisten in Ägypten ein, die dem Land dabei helfen sollen, den Waffenschmuggel militanter Palästinenser über die ägyptische Grenze in den Gazastreifen zu unterbinden.

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January 20, 2009

USA suspendieren Waffenlieferung nach Israel

USA suspendieren Waffenlieferung nach Israel

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Veröffentlicht: 19:37, 20. Jan. 2009 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Athen (Griechenland) / Jerusalem (Israel), 20.01.2009 – Die Vereinigten Staaten haben ein deutsches Schiff mit dem Namen „Wehr Elbe“ gechartert, um zirka 1.000 Container mit hoch explosiven Sprengmaterialien und anderen Rüstungsartikeln nach Israel zu transportieren. Der Transport sollte über Griechenland gehen, wo die Rüstungsartikel auf ein anderes Schiff umgeladen werden sollten. Nach zwei Wochen Liegezeit wurde der Transport aufgrund lokaler Proteste in Griechenland suspendiert. Das Schiff bewegte sich am 13. Januar 2009 zurück ins Mittelmeer. Das US-Verteidigungsministerium sucht nun nach anderen Wegen. Die Lieferung soll auf Basis einer Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Israel erfolgen, derzufolge in Israel bevorratete US-Rüstungsartikel „im Notfall“ an die israelischen Streitkräfte übergeben werden können.

Aus den ursprünglichen Ausschreibungsunterlagen für den Transport geht hervor, dass die Lieferungen weißen Phosphor enthalten. Das palästinensische Zentrum für Menschenrechte hat die Israelis beschuldigt, in Gaza Phosphorbomben einzusetzen. Der dienstälteste Analyst der Human Rights Watch, Marc Garlasco, sagte, dass „Israel Artilleriemunition mit weissem Phosphor über Gaza sprengte“. Garlasco sagte: „Ich stehe seit Tagen an der Grenze und habe zugesehen, wie die israelische Artillerie Granaten mit weißem Phosphor in die Flüchtlingslager schoss.“ Bereits im Libanonkrieg 2006 hat Israel Phosphorbomben eingesetzt. Das Gemisch aus Phosphor und Kautschuk entzündet sich selbst, allein durch den Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft, und brennt dann mit einer 1.300 Grad Celsius heißen Flamme. Phosphor ist durch Wasser ablöschbar, kann sich aber nach der Trocknung immer wieder selbst entzünden.

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  • Portal:Nahostkonflikt

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January 19, 2009

Weiterhin Demonstrationen gegen Israels Gaza-Militäroffensive

Weiterhin Demonstrationen gegen Israels Gaza-Militäroffensive

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Veröffentlicht: 11:28, 19. Jan. 2009 (CET)
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Gaza-Stadt (Gazastreifen) / Tel Aviv (Israel), 19.01.2009 – Auch am Wochenende vom 17. zum 18. Januar 2009 gab es wieder in zahlreichen Städten Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen, so in London, Beirut, Rom, Athen, Genf, Bern. In Berlin gingen 6.000 Menschen, teils israelfeindliche Hamas-Anhänger, auf die Straße. Der Versuch des Berliner Innenministers Erhard Körting, mit einer Auflage das Zeigen von Hamas-Symbolen während des Protestmarsches zu verbieten, scheiterte am Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg. In Frankfurt am Main und Bochum protestierten insgesamt rund 6.000 Personen. Vereinzelt kam es zu Rangeleien mit pro-israelischen Gegendemonstranten, so in Duisburg und Kassel. Auch in zahlreichen kleineren Städten wie Worms, Gladbeck, Heidelberg, gab es Demonstrationen gegen die israelische Offensive.

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