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January 7, 2014

Das Packeis gibt die Schiffe frei

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Das Packeis gibt die Schiffe frei

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Veröffentlicht: 7.Januar 2014, 23:48 (CET)
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Commonwealth Bay (Antarktika), 07.01.2014 – Das russische Forschungsschiff Akademika Shokalskiy, die seit Heiligabend im Packeis der Commonwealth Bay feststeckte, und der ihr zu Hilfe gekommene chinesische Eisbrecher Xue Long, der seit dem 3. Januar ebenfalls im Eis festsaß, haben, nachdem starker Wind das Eis gelockert hatte und sich ein Riss aufgetan hatte, noch am 7. Januar ohne fremde Hilfe Fahrt auf einem Kurs, der sie hinaus aus der Packeiszone bringen soll, aufnehmen können.

Themenverwandte Artikel

  • Hilfe für die Helfer in der Antarktis (07.01.2014)

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Hilfe für die Helfer in der Antarktis

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Hilfe für die Helfer in der Antarktis

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Veröffentlicht: 12:05, 07.Januar 2014 (MEZ)
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Der Eisbrecher Polar Star

Commonwealth Bucht (Antarktika), 07.01.2014 – Der chinesische Eisbrecher Xue Long (deutsch: Schneedrache) war dem seit kurz vor Weihnachten im Packeis der Antarktis eingeschlossenen russischen Forschungsschiff Akademik Shokalskiy zur Hilfe gekommen, weil er als ein regelrechter Eisbrecher nahe an das eingeschlossene Schiff herankommen konnte und zudem mit dem Bordhubschrauber der Xue Long die Forscher und Touristen ausgeflogen werden konnten. Die Xue Long hatte sich der Akademik Shokalskiy bis auf Sichtweite genähert. Der Hubschrauber übernahm dann die Bergung der Menschen, die auf den vor dem Packeis dafür in Bereitschaft liegenden australischen Eisbrecher Aurora Australis brachte. Die Aurora Australis hatte sich danach noch in Bereitschaft gehalten, hat sich jedoch nach Absprache mit den beiden anderen Schiffen auf den Weg zum Hafen von Hobart auf Tasmanien gemacht, um die Geretteten dort an Land zu bringen.

Die Akademik Shokalskiy war bereits in dem für diese Zeit ungewöhnlich dichten Packeis gefangen, doch nun steckt auch die Xue Long auf 66,65° südlicher Breite, 144,42° östlicher Länge im Packeis fest. Die Besatzung des Schiffs wollte versuchen, am Sonnabendmorgen (04.01. Ortszeit) bei günstiger Gezeitenlage den Weg aus dem Packeis zu finden, doch dieses Vorhaben scheiterte, da sich ein Tafeleisberg genau in die vorgesehene Route des Schiffs geschoben hat. Der etwa 1 km lange Eisberg befindet sich ungefähr 2 km entfernt vom Schiff, stellt aber keine direkte erkennbare Gefahr dar. Die Xue Long selbst kann Eis bis zu einer Stärke von 1,1 m durchbrechen, aber das Eis im Bereich des Schiffs ist bis zu 4 m dick, so dass nur eine etwa 1 km lange „Anlaufbahn“ für die mögliche Befreiung von der Xue Long geschaffen werden konnte. Das Eis stellt auch für die Akademik Shokalskiy keine unmittelbare Gefahr dar, da beide Schiffe so konstruiert sind, dass sie vom sich schließenden Eis emporgehoben und nicht zerdrückt werden. Außerdem sind beide ausreichend mit Lebensmitteln und Treibstoff ausgestattet. Der Kapitän des chinesischen Schiffes sagte dazu, man sei bis Anfang April mit allem Notwendigen versorgt.

Ein aufkommender Sturm, an dessen Rand sich die Schiffe befinden, könnte am Montag oder Dienstag (06.01/07.01, Ortszeit) die Eisschollen soweit auseinander schieben, dass zumindest der Xue Long eine Fahrt in freieres Gewässer möglich ist, denn auch der am Sonnabend störende Eisberg wird sich bis zu jenem Zeitpunkt verschoben haben, wobei ihm ein zweiter in kurzem Abstand folgt. Genaue Vorhersagen über einen Ausweg aus dem Eis sind wegen der komplizierten Strömungsverhältnisse jedoch schwer zu machen. Die Xue Long befindet sich rund 21 km von eisfreiem Wasser entfernt, und das Gebiet mit dem dicksten und für das Schiff damit zu starkem Eis ist ungefähr 3,7 km breit.

Jedoch wurde jetzt auch der Eisbrecher Polar Star amerikanischen Küstenwache zur Hilfe geschickt, wie die australische Seesicherheitsbehörde AMSA mitteilte, die die gesamte Aktion koordiniert. Die Polar Star, die in der Lage ist, Eis bis zu einer Dicke von 6 m zu brechen, hat den Hafen von Sydney verlassen und wird das Einsatzgebiet in voraussichtlich nach einer Woche Fahrtzeit erreichen. Die Polar Star, ist nach Angaben der US-Küstenwache auf eine gemeinsame Anfrage der australischen genauso wie der russischen und chinesischen Behörden hin, auf den Weg geschickt worden. Das Ziel der Fahrt sei die „Rettung von Menschenleben“ durch Schaffung einer Passage durch das Eis für beide eingeschlossenen Schiffe, sagte der Leiter der US-Küstenwache für den Bereich des Pazifik Vizeadmiral Paul Zukunft

Allein die Rettung der Passagiere von der Akademik Shokalskiy hat umgerechnet 260.000 Euro gekostet, die dem Schiffseigner bzw. dessen Versicherer in Rechnung gestellt werden sollen. Der Vorfall hat darüber hinaus die laufenden Forschungsvorhaben aller beteiligten Nationen im Bereich der Antarktis beeinträchtigt, deren Fortgang nach dem endgültigen Ende der Aktion neu zu bestimmen sind, wie beklagt wurde. Die chinesischen Forscher freuten sich jedoch über einige unerwartete Gelegenheiten zur Vermessung des Erdmagnetfeldes, ließen sie verlauten. Auch die Fahrt der Akademik Shokalskiy wurde inzwischen gegen Vorwürfe verteidigt, sie sei eine „Touristenfahrt“ gewesen. Die Route des Schiffs, die als Australasian Antarctic Expedition 2013 der Route des Polarforschers Douglas Mawson folgte, habe es Wissenschaftlern ermöglicht, wichtige Forschungen durchzuführen, hieß es, und dies würden die später veröffentlichten wissenschaftlichen Beiträge zeigen, wurde erklärt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Antarktika

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February 18, 2011

Japan erklärt vorzeitiges Ende der Walfangsaison

Japan erklärt vorzeitiges Ende der Walfangsaison

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Veröffentlicht: 22:40, 18. Feb. 2011 (CET)
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Die „Bob Barker“, ein Schiff der Sea Shepherd Conservation Society

Walfleisch im Kühlregal eines japanischen Kaufhauses

Tōkyō (Japan), 18.02.2011 – Das japanische Fischereiminister Michihiko Kano erklärte heute, die japanische Walfangflotte werde ihren Einsatz im Südlichen Ozean für die laufende Saison beenden und die Schiffe in ihre Heimathäfen zurückbeordern. Der Minister begründete die Entscheidung damit, die Sicherheit der Besatzungen und Schiffe sei nicht mehr gewährleistet.

Die „Bob Barker“, ein Schiff der Tierschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society, hat nach einer Erklärung der Organisation das für den Walfang eingesetzte japanische Industrieschiff Nisshin Maru seit dem 9. Februar verfolgt und behindert. Die Tierschützer waren mit Säure- und Stinkbomben, Wasserwerfern und Störmanövern gegen die japanischen Walfänger vorgegangen. Sea Shepherd erklärte, das japanische Walfangschiff habe seinen Kurs nach der Ankündigung des japanischen Fischereiministeriums signifikant geändert.

Die Schiffe der Tierschutzorganisation „Steve Irwin“, „Bob Barker“ und „Gojira“ werden, so Sea Shepherd, im südlichen Ozean bleiben, um einer eventuellen Rückkehr der japanischen Walfänger entgegentreten zu können. Kapitän Watson erklärte, die Entscheidung der japanischen Regierung sei ein großer Sieg für die Wale. Die japanische Walfangflotte habe damit ihr angepeiltes Ziel nur zu zehn Prozent erreicht, erklärte Sea Shepherd. Das Fangziel für die diesjährige Walfangsaison war es, 985 Wale zu „wissenschaftlichen Zwecken“ zu fangen. Sea Shepherd vermutet als weiteren Grund für das vorzeitige Ende des diesjährigen Walfangs im Südozean die sinkende Nachfrage nach Walfleisch in Japan. In den japanischen Kühlhäusern sollen mehrere tausend Tonnen des Walfleisches lagern.

Seit 1986 gilt ein internationales Moratorium für den kommerziellen Walfang. Japan umgeht das Fangverbot durch die Aussage, der Walfang diene ausschließlich „wissenschaftlichen Zwecken“, was nach dem Abkommen erlaubt ist.

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January 6, 2010

Walfangprotest in der Antarktis: Schiff der Tierschutzorganisation „Sea Shepherd“ schwer beschädigt

Walfangprotest in der Antarktis: Schiff der Tierschutzorganisation „Sea Shepherd“ schwer beschädigt

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Veröffentlicht: 22:23, 6. Jan. 2010 (CET)
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Die „Ady Gil“ von Sea Shepherd

Minkwale, auch Zwergwal genannt, sind seit dem Rückgang der Großwale bevorzugte Beute der japanischen Walfänger. Laut Greenpeace haben japanische Walfänger in den letzten 20 Jahren 9.000 dieser Meeressäuger getötet. Auch norwegische und isländische Walfänger machen Jagd auf die Zwergwale.

Antarktis, 06.01.2010 – Wie etwa vor einem Jahr kollidierte erneut ein Schiff der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society, die „Ady Gil“, mit einem japanischen Walfänger. Während „Sea Shepherd“ von einer unprovozierten Attacke sprach, gaben japanische Behörden an, das Schiff der Tierschutzorganisation sei absichtlich vor den Bug des japanischen Walfängers gefahren. Dabei hätten sich die Tierschützer dem Harpunenschiff „Sonan Maru“ bis auf 20 Meter genähert. Der Bug des Bootes von Sea Shepherd wurde über mehrere Meter aufgerissen, so dass Wasser eindrang. Die Besatzung konnte auf ein anderes Boot gerettet werden. Auf ihrer Internetseite schrieb ein Vertreter von Sea Shepherd, das japanische Sicherheitsschiff Shonan Maru No. 2 habe den Katamaran „Ady Gil“ vorsätzlich gerammt und dem Boot auf diese Weise beträchtlichen Schaden zugefügt. Die Schäden seien so schwerwiegend, dass das Boot zu sinken drohe. Trotz des Seenotrufs der Ady-Gil-Mannschaft verweigerte das japanische Schiff jegliche Hilfeleistung, schreibt der Vertreter von Sea Shepherd. Der Verlust der Ady Gil koste die Organisation etwa zwei Millionen US-Dollar. Sea Shepherd forderte Australien auf, ein Schiff der Marine in die Region zu entsenden, um den Frieden in den antarktischen Gewässern wiederherzustellen. Auf den Schiffen und Booten von Sea Shepherd seien 21 Australier im Einsatz. Insgesamt seien 77 Besatzungsmitglieder aus 16 Nationen auf drei Schiffen für Sea Shepherd im Einsatz.

Die Tierschutzorganisation Sea Shepherd geht im Kampf gegen den Walfang zu „wissenschaftlichen Zwecken“, wie es von japanischer Seite offiziell heißt, nicht gerade zimperlich vor. Blendlaser und stinkende Buttersäure werden als „Waffen“ eingesetzt, um die japanischen Walfangboote daran zu hindern, in den Antarktis-Gewässern Wale zu töten. Die Tierschützer sollen nach japanischen Angaben auch versucht haben, Taue so ins Wasser zu werfen, dass sie sich in die Schiffsschrauben der Harpunenschiffe verwickeln. Umgekehrt setzen die japanischen Schiffsbesatzungen Wasser- und Schallkanonen (LRAD) gegen die Tierschützer ein.

Seit 1986 besteht ein internationales Walfangverbot. Das Abkommen enthält jedoch ein Schlupfloch, das den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken zulässt. Unter Berufung auf diese Vertragsklausel fährt die japanische Walfangflotte Jahr für Jahr aus, um die Meeressäuger zu jagen. Die gefangenen Tiere landen größtenteils jedoch nicht in wissenschaftlichen Instituten, sondern ihr Fleisch wird in japanischen Supermärkten verkauft. Walfleisch gilt in Japan als Delikatesse.

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February 24, 2009

Start eines Klimasatelliten der NASA gescheitert

Start eines Klimasatelliten der NASA gescheitert

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Veröffentlicht: 23:58, 24. Feb. 2009 (CET)
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Orbiting Carbon Observatory (OCO), künstlerische Darstellung

Vandenberg Air Force Base (Vereinigte Staaten), 24.02.2009 – In den Vereinigten Staaten ist der Start des Satelliten „Orbiting Carbon Observatory“, der in der Klimaforschung eingesetzt werden sollte, gescheitert.

Grund war ein Problem an der Verschalung des 441 Kilogramm schweren Satelliten, die Ummantelung hatte sich anscheinend nicht ordnungsgemäß gelöst. Als Folge der Panne – zirka drei Minuten nach dem Start – erreichte das Forschungsgerät nicht die Umlaufbahn, auch löste es sich nicht von der Trägerrakete. Bei dem Unfall ging der Satellit in einem Wert von 273,4 Millionen US-Dollar verloren und stürzte nahe der Antarktis in den Südlichen Ozean.

Der Start erfolgte heute um 09.55 Uhr MEZ mit einer erstmals eingesetzten Rakete des Typs „Taurus XL“ von Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus. Hergestellt wird die Rakete von der Firma Orbital Sciences. Zweck der Satellitenmission im erdnahen Raum war die Messung der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid in der Erdatmosphäre.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Orbiting Carbon Observatory“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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February 7, 2009

Ein Schiff der Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ mit japanischem Walfänger kollidiert

Ein Schiff der Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ mit japanischem Walfänger kollidiert

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Veröffentlicht: 13:02, 7. Feb. 2009 (CET)
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Flagge der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd

Tōkyō (Japan) / Canberra (Australien), 07.02.2009 – Ein Schiff der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society kollidierte gestern in antarktischen Gewässern mit der „Yushin Maru No.2“, einem Walfangschiff aus Japan. Die Tierschützer wollten verhindern, dass die japanischen Walfänger einen toten Wal an Bord hieven. Ein anderes Schiff der Walfangflotte soll nach Angaben von Sea Shepherd versucht haben, den Umweltschützern den Weg abzuschneiden. Dabei seien die beiden Schiffe zusammengestoßen. Das japanische „Institut für Walforschung“ verurteilte das Vorgehen der Umweltschützer. Diese hätten den Zwischenfall absichtlich provoziert.

Seit Dezember versuchen die Aktivisten von Sea Shepherd mit ihrem Schiff „Steve Irwin“ die japanische Walfangflotte bei ihrer Jagd auf Wale zu stören. Mehrfach ist es dabei bereits zu Auseinandersetzungen mit den Walfängern gekommen. Das in Japan angesiedelte „Institut für Walforschung“ warf den Tierschützern vor, sie hätten den Zwischenfall absichtlich herbeigeführt. Japan will in diesem Jahr 935 Zwergwale und 50 Finnwale zu „wissenschaftlichen Zwecken“ fangen. Die Internationale Walfangkommission erlaubt den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken. Tierschützer gehen jedoch davon aus, dass der japanische Walfang kommerzieller Natur ist und den Walfang zu so genannten wissenschaftlichen Zwecken nur als Vorwand benutzt. Das Verbot des kommerziellen Walfangs besteht seit 1986.

Ende Januar war bekannt geworden, dass die Bush-Regierung in den letzten Tagen ihrer Amtszeit eine Verschärfung des Walfangverbots in die Wege leiten wollte. Der Washington Post lagen Dokumente vor, wonach Japan die Fangquote in antarktischen Gewässern verringern wollte, im Gegenzug aber der kommerzielle Walfang in Japans Küstengewässern wieder erlaubt sein sollte. Ralf Sontag, Meeresbiologe der Lobbygruppe International Fund for Animal Welfare (IFAW, Internationaler Tierschutzfond), kommentierte die Pläne mit den Worten: „Das ist ein Skandal. Die internationale Gemeinschaft sollte Japan, Island und Norwegen auffordern, den Walfang zu beenden, anstatt fragwürdige Absprachen zu treffen, die den Walfang festschreiben und das Walfang-Moratorium faktisch aufheben. Diese Pläne helfen den Walen überhaupt nicht. Der einzige Profiteur davon ist Japan.“ Die Tierschutzorganisation hofft, dass die neue US-Regierung unter Barack Obama den Kurswechsel der US-Politik in der Frage des Walfangmoratoriums rückgängig macht.

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  • Portal:Umwelt

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February 28, 2007

Japan erklärt Walfangsaison im Südpolarmeer für beendet

Japan erklärt Walfangsaison im Südpolarmeer für beendet

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Artikelstatus: Fertig 21:51, 28. Feb. 2007 (CET)
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Tōkyō (Japan), 28.02.2007 – Wie die japanische Fischereibehörde heute bekannt gab, beendete die japanische Walfangflotte die diesjährige antarktische Saison. Das havarierte Fabrikschiff „Nisshin Maru“ trat zusammen mit den anderen Schiffen der Flotte den Heimweg an.

Ursache der Havarie der „Nisshin Maru“ war ein Feuer an Bord des Schiffes vor zwei Wochen, dem ein Besatzungsmitglied zum Opfer fiel. Danach war die Nisshin Maru zehn Tage lang antriebslos in der Ross-See getrieben. Wegen der Nähe des Schiffes zu einem von Pinguinen stark frequentierten Küstenabschnitt war eine ökologische Katastrophe durch auslaufendes Schweröl aus dem Walfänger befürchtet worden. Ein Hilfsangebot des Greenpeace-Schiffes Esperanza, das havarierte japanische Schiff aus der gefährdeten Zone wegzuschleppen, war jedoch von den japanischen Behörden abgelehnt worden. Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation „Greenpeace“, die die japanischen Walfänger von Bord ihres Schiffes Esperanza begleitet und beobachtet hatte, hat der Brand auf dem japanischen Fabrikschiff Teile der Ausrüstung so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung des Walfanges ohne Reparatur in einer Werft nicht möglich ist. Über Funk hatte die Greenpeace-Aktivistin Melanie Duchin Kontakt zu dem havarierten Schiff aufgenommen und der Mannschaft zugerufen: „Wir respektieren eure Trauer um den Verlust des Besatzungsmitglieds und die Arbeit, die ihr Tag und Nacht geleistet habt, um das Schiff zu reparieren. […] Die japanische Regierung und die internationale Gemeinschaft müssen jetzt dafür sorgen, dass diese Fangsaison die letzte war!“

Der japanische Leiter der für den Walfang zuständigen Abteilung, Takahide Naruko, zeigte sich enttäuscht über den vorzeitigen Abbruch der Walfangsaison im Südatlantik. Von der anvisierten Fangquote von 860 Walen seien nur 508 erlegt worden. Japan setzt die Jagd auf Wale seit Jahren trotz eines 1986 erlassenen Fangverbots für den kommerziellen Walfang fort. Das Land beruft sich dabei auf eine Klausel des Internationalen Übereinkommens zur Regelung des Walfangs, das den Walfang zu „wissenschaftlichen Zwecken“ erlaubt.

Themenverwandte Artikel

  • Walfang-Kommission: Walfang-Befürworter erzielen ersten Teilerfolg (20.06.2006, auch Quelle)
  • Portal:Greenpeace
  • Portal:Tiere

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December 20, 2005

Weltrekord in der Antarktis

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Weltrekord in der Antarktis

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Artikelstatus: Fertig 20:02, 21. Dez. 2005 (CET)
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Antarktis

London (Großbritannien), 20.12.2005 – Ein Brite namens Lewis Pugh hat in der Antarktis einen Weltrekord aufgestellt. Der Schwimmer verbrachte etwa dreißig Minuten im Wasser, welches auf Höhe des 65. südlichen Breitengrades extrem kalt ist. Bekleidet war er nur mit Bademütze und Badehose.

Nach Angaben der Zeitschrift Nature ist Pugh damit der erste Mensch, der in diesen südlichen Regionen am Südpol jemals geschwommen ist. Normalerweise können Menschen in derart kaltem Wasser nur wenige Minuten überleben.

Als der 35-jährige Pugh wieder an Land war, berichtete er von extremen Schmerzen, die er im Wasser spürte. Allerdings nur beim Eintauchen.

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September 17, 2005

Internationale Sitzung der Polarforscher in Jena

Internationale Sitzung der Polarforscher in Jena

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Jena (Deutschland), 17.09.2005 – Am Montag beginnt eine internationale Sitzung von Polarforschern in Jena. Auf dem Programm stehen unter anderem Themen wie der Temperaturanstieg auf dem sechsten Kontinent, die Niederschläge und das extrem große Ozonloch im Frühjahr 2005.

Der Jenaer Dr. Peter, welcher seit 1983 schon an 16 Expeditionen auf die King George Inseln teilnahm, sagt, „nirgendwo sind die Klimaveränderungen in den vergangenen Jahren so extrem ausgefallen wie an der Spitze der antarktischen Halbinsel“. Er erforscht die Tierwelt in der Antarktis und meint: „Man braucht sich bloß die Nahrungskette anzusehen. Die Erwärmung sorgt für weniger Eis und damit für weniger Kieselalgen am Eis. Die aber sind die Nahrung für den Krill, eine Kleinkrebsart. Auf die sind aber die Adele-Pinguine angewiesen. Folglich wird es im Frühjahr weniger von ihnen geben.“

Ein Ergebnis der Tagung sollen Vorschläge für zukünftige Aktivitäten sein, die die Umwelt so wenig wie möglich beeinflussen. Dr. Peter wird im Dezember mit acht Studenten zu seiner 17. Expedition auf die King George Inseln aufbrechen.

Für die Bürger von Jena wird eine Ausstellung von großflächigen Bildern des Polar-Malers Gerhard Rießbeck auf dem Ernst-Abbe-Platz auf dem Campus angeboten. Außerdem gibt es eine kostenlose populärwissenschaftliche Vortragsreihe.

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March 25, 2005

Die Eisdecke in der Antarktis nimmt zu

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Antarktisbild der NASA

Cambridge (Vereinigtes Köngigreich), 25.03.2005 – Wissenschaftler in aller Welt haben jahrelang eine Klimakatastrophe vorhergesagt. Dies wurde nun von diversen Forschern im Andrew Shepherds Team von der Universität Cambridge in den Geophysical Research Letters widerlegt. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Eisdecke nimmt zu.

Bisherige Informationen über apokalypsenartige Auswirkungen einer Klimaerwärmung, Gletscherschmelze und einen Anstieg des Meeresspiegels wurden in neuesten Studien nicht mehr bestätigt. Eisberge in der Antarktis brechen zwar nach wie vor ab, dies wird aber mittlerweile nicht mehr als so problematisch wie noch vor kurzer Zeit eingestuft.

Die festgestellte Erderwärmung in der Antarktis ist zwar vorhanden, hat aber keine so großen Wirkungen wie ursprünglich vermutet. Vorhersagen vom bevorstehenden Weltuntergang durch das Abtauen der Eisberge in der Antarktis und dem damit einhergehenden Anstieg des Meeresspiegels um etwa 60 Meter sind demnach nicht mehr zu befürchten. Forscher tun dieses Weltuntergangsszenario als vollkommen unrealistisch ab.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung

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