WikiNews de

November 6, 2008

Österreichische Sahara-Geiseln dank Gaddafi und Haider frei

Österreichische Sahara-Geiseln dank Gaddafi und Haider frei

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:48, 6. Nov. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Bamako (Mali) / Wien (Österreich), 06.11.2008 – Das in der Sahara entführte Salzburger Touristen-Paar Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber war vergangenen Freitag nach acht Monaten der Geiselhaft im Norden von Mali freigelassen worden. Neben einen Krisenstab der in Wien tätig war, sandte Österreich unter anderen auch den Sonderbotschafter Anton Prohaska zur Vermittlung nach Afrika um eine Befreiung dieser zu erreichen. Dabei wurde aber ausdrücklich betont, man sei nicht erpressbar und würde kein Lösegeld zahlen. Die Geiseln wurden nach der Freilassung am darauffolgenden Samstag unter Militärschutz der Armee Malis in deren Hauptstadt gebracht, wo sie per Flugzeug in ihr Heimatland gebracht, und von dort aus anschließend durch einen Hubschrauber ins Wiener Heeresspital geflogen wurden. Dennoch, war bis zuletzt nicht bekannt, woher das von den Entführern verlangte Geld geflossen sein könnte.

Wie die algerische Zeitung „Liberte, Mounir Boudjema“ berichtete, spielte dabei Muammar al-Gaddafi eine wesentliche Rolle. Gaddafis Sohn (Saif al-Islam al-Gaddafi), der mit dem kürzlich verstorbenen österreichischen Politiker Jörg Haider Kontakt hatte, war von diesem, der als Vermittler agierte, überredet worden, sich für die Befreiung der Geiseln einzusetzen. Der libysche Revolutionsführer Gaddafi soll daraufhin das Lösegeld in der Höhe von fünf Millionen Euro bezahlt haben. Es wurde klar betont, dass Gaddafi nur auf Haiders Bitte hin gezahlt habe, das Geld kam aus gleichnamiger bekannten libyschen Gaddafi-Stiftung.

Das Paar war im Februar 2008 von der al-Qaida im islamischen Maghreb in Süd-Tunesien verschleppt worden. Deren Entführer forderten die Befreiung von zehn Gesinnungsgenossen aus tunesischen und algerischen Gefängnissen und ein Lösegeld in der Höhe von fünf Millionen Euro. Im März hatte der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bekannt gegeben, dass der Vorstand der Gaddafi-Stiftung bereits mit den Entführern verhandelte. Haider hatte von Gaddafis Sohn über „gute Entwicklungen“ der Verhandlungsgespräche damals gesprochen.

Kurz danach jedoch, verlautbarte eben diese Stiftung, eigentlich gar „keine“ Kontakte zu den Entführern der Touristen zu haben, dies geschah im Zuge von Krawallen durch die Tuareg-Rebellen. Bis zuletzt wurden noch Forderungen von „regionaler Natur“ wie den Zugang zu Wasser, die Nutzung von Bodenschätzen und Wegerechte gestellt. Das österreichische Außenministerium dementiert weiterhin den Forderungen nach Lösegeld, nachgegangen zu sein.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 30, 2008

Jörg Haider: Das gescheiterte Geschäft mit den Fotos

Jörg Haider: Das gescheiterte Geschäft mit den Fotos

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:50, 30. Okt. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Klagenfurt (Österreich), 30.10.2008 – Ein Kärntner Polizist wurde suspendiert, nachdem er Fotos von Unfallfahrzeug und -ort, welche er mit seiner Privatkamera während seines Einsatzes gemacht hatte, an Medien verkauft hatte. Die Aufnahmen waren in österreichischen und deutschen Medien veröffentlicht worden. Da jedoch die Polizeidirektion keine Fotos freigegeben hat, wurde nach dem Urheber gesucht.

Der Polizist ist geständig und muss nun mit einer Strafanzeige wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses rechnen. Auch drohen ihm disziplinäre Konsequenzen.

Währenddessen wird im Internet um die Unfallursache gerätselt und bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt sind bereits (meist anonyme) Mordanzeigen eingegangen. Haider wurde bislang nicht beerdigt. Seine Witwe gab der Zeit im Bild telefonisch ein Interview und sagte, dass die Genehmigung für die Bestattung noch nicht vorliege. In Österreich muss eine Genehmigung beantragt werden, wenn der Leichnam oder die Urne nicht auf einem öffentlichen Friedhof beigesetzt werden soll.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 18, 2008

Die Familie von Jörg Haider will gegen Staatsanwalt vorgehen

Die Familie von Jörg Haider will gegen Staatsanwalt vorgehen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:39, 18. Okt. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Klagenfurt (Österreich), 18.10.2008 – Während Jörg Haider heute in Klagenfurt verabschiedet wird ist bereits mit dem ersten juristischen Nachspiel zu rechnen.

Am 16. Oktober ließ die Familie des Verstorbenen damit aufhorchen, dass sie rechtliche Schritte gegen den zuständigen Staatsanwalt Gottfried Kranz plane. Die Anwältin der Familie, Huberta Gheneff, will eine Strafanzeige gegen den Staatsanwalt wegen Bruch der Amtsverschwiegenheit und Amtsmissbrauch einbringen. Gheneff, ehemalige Partnerin des Ex-FPÖ-Justizministers und jetzigen Rechtsanwalts Dieter Böhmdorfer, kritisiert vor allem, dass die Medien von Ermittlungsergebnissen vor der Familie verständigt wurden. Auch dürfe der Staatsanwalt Ergebnisse ihrer Ansicht nach nicht preisgeben. Auch soll der Familie bislang keine Akteineinsicht gewährt worden sein.

Trauer in ganz Kärnten: Mitarbeitern der Kärntner Landesregierung, des Landesschulrates, der Bezirksbehörden wurde freigegeben, um sich vom Landeshauptmann verabschieden zu können. Auch in den Schulen wurde durch den Schulreferenten des Landes, Uwe Scheuch, eine Trauerstunde angeordnet. Dies stößt jedoch auf die Kritik der Eltern, welche eine politische Vereinnahmung ihrer Kinder befürchten. Wegen der in Kärnten vorhandenen Sympathiewelle für den rechtspopulistischen Politiker nach dessen tragischem Tod wird diese Kritik jedoch nicht allzu laut geäußert.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 15, 2008

Jörg Haider war zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert

Jörg Haider war zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:50, 15. Okt. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Klagenfurt (Österreich), 15.10.2008 – Aus mehreren Quellen, unter anderem Jörg Haiders eigener Partei und dem österreichischen Nachrichtenmagazin „News“, ist nun bestätigt worden, dass bei der Obduktion des Leichnams des am 11. Oktober tödlich verunglückten österreichischen Politikers ein deutlich erhöhter Alkoholspiegel im Blut gefunden wurde. Haider hatte bei der Fahrt der Obduktion zufolge 1,8 Promille Alkohol im Blut.

Der Rechtspopulist war am vergangenen Samstag gegen 1:30 Uhr nachts auf dem Weg zum Geburtstag seiner 90-jährigen Mutter bei Klagenfurt (Kärnten) im Süden Österreichs nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen. Sein Wagen, ein drei Monate alter VW Phaeton V6, überschlug sich danach mehrmals. Laut Spiegel Online habe, als die Notärztin am Unfallort eintraf, noch eine gewisse Restchance zum Überleben bestanden; auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb der 58-Jährige jedoch. Laut offiziellen Berichten betrug die Geschwindigkeit seines Fahrzeugs zum Zeitpunkt des Unfalls etwa 142 Kilometer pro Stunde; auf der Strecke beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit allerdings nur 70 Kilometer pro Stunde.

Morgen wird er im Wappensaal des Landeshauses, wo normalerweise nur Konzerte, Bälle und Empfänge stattfinden, ab elf Uhr aufgebahrt. Dadurch soll es jedem, der möchte, ermöglicht werden, sich persönlich von dem Landeshauptmann zu verabschieden. Am Freitag soll dann ein letzter Abschied möglich sein: An diesem Tag wird der Saal von 8 bis 22 Uhr geöffnet sein. Ehrenwache wird von einer Ehrenkompanie des Bundesheeres und einer Abordnung der Feuerwehr gehalten werden. Für den kommenden Samstag werden am Neuen Platz in Klagenfurt mindestens 30.000 Menschen zur Verabschiedung Haiders erwartet.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 11, 2008

Jörg Haider bei Verkehrsunfall mit seinem Dienstwagen tödlich verunglückt

Jörg Haider bei Verkehrsunfall mit seinem Dienstwagen tödlich verunglückt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:23, 11. Okt. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jörg Haider im Frühjahr 2008

Klagenfurt (Österreich), 11.10.2008 – Der österreichische Politiker und Rechtspopulist Jörg Haider ist im Alter von 58 Jahren bei einem Verkehrsunfall südlich von Klagenfurt heute knapp vor 1:30 Uhr früh ums Leben gekommen. Haider hatte sich alleine auf dem Weg von einer Veranstaltung zu seinem Wohnort befunden, um dort am Wochenende an einer Familienfeier teilzunehmen, da seine Mutter heute 90 Jahre alt wurde und deshalb aus Oberösterreich angereist war. Laut Angaben der Polizei ist sein Fahrzeug, ein VW Phaeton, nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen und hat sich dann überschlagen. Zum Unfallzeitpunkt fuhr er vermutlich deutlich schneller als die erlaubten 70 km/h. Haider ist durch die erlittenen Kopf- und Brustverletzungen kurz darauf verstorben. Der Wagen wurde von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zwecks Beweissicherung beschlagnahmt. Bis zur Beerdigung wird in Kärnten die schwarze Fahne gehisst, alle offiziellen Feste sind abgesagt.

Erste Reaktionen

Tiefe Bestürzung in der gesamten österreichischen Innenpolitik. Bundespräsident Heinz Fischer, der am vergangenen Donnerstag 70 Jahre wurde, zeigte sich in einer ersten Reaktion tief betroffen und hat Haiders Familie seine Anteilnahme ausgedrück. Das Staatsoberhaupt bezeichnete den Unfalltod als „unfassbar“ und „menschliche Tragödie“. Auch Noch-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zeigte sich „sehr betroffen“. Der ehemalige Weggefährte Heinz-Christian Strache zeigte sich ebenfalls „tief geschockt und betroffen“.

Das Leben des Dr. Jörg Haider

Haider wurde am 26. Jänner 1950 im oberösterreichisches Bad Goisern als Sohn von überzeugten Nationalsozialisten geboren. Nach der Matura studierte er Jus- und Staatswissenschaften in den 1970er Jahren und war bis 1976 Universitätsassistent. 1970, also mit zwanzig Jahren, wandte er sich der Politik zu und wurde Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ). 1979 zog Haider für die FPÖ als damals jüngster Nationalratsabgeordneter in den Nationalrat ein, 1983 wurde er Chef der Freiheitlichen, was er 14 Jahre lang blieb. Im April 2005 erfolgte die Gründung des BZÖs und die Abspaltung von der FPÖ.

Haider, der nach seinem Tod heute unter anderem vom SPÖ-Chef Werner Faymann und Josef Pühringer (ÖVP), dem Landeshauptmann von Oberösterreich, als „Ausnahmepolitiker“ gewürdigt wurde, hat Österreich sehr geprägt. Durch seine Art, Leute anzusprechen und zu mobilisieren, schaffte er es, im Jahr 1999 mit der FPÖ die ÖVP zu überholen und die Freiheitlichen rutschten auf Platz 2 im Nationalrat. Ein ähnliches Wahlwunder schaffte er bei der letzten Nationalratswahl mit seiner Partei, dem BZÖ.

Themenverwandte Artikel

Weblinks

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 2, 2006

Nationalratswahlen in Österreich: ÖVP verliert überraschend

Nationalratswahlen in Österreich: ÖVP verliert überraschend

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 02:16, 2. Okt. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wien (Österreich), 02.10.2006 – Bei den Nationalratswahlen in Österreich vom gestrigen Sonntag konnten die Sozialdemokraten einen überraschenden Sieg feiern. Nach dem vorläufigen Endergebnis, das vom österreichischen Innenministerium bekannt gegeben wurde, kommt die ÖVP nur auf 34,2 Prozent gegenüber 35,7 Prozent für die SPÖ abgegebener Stimmen (minus 0,8 Prozent). Die FPÖ erhielt 11,2 Prozent der Stimmen (ein Gewinn von drei Mandaten), die Grünen kommen auf 10,4 Prozent der Wählerstimmen. Das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider, bisheriger Koalitionspartner der ÖVP, erhält 4,2 Prozent und kann damit in den Nationalrat einziehen. Die Sozialdemokraten werden mit 68 Mandaten stärkste Fraktion im österreichischen Nationalrat.

Gegenüber der letzten Wahl bedeutet das Wahlergebnis für die ÖVP einen Stimmenverlust von mehr als acht Prozent. Das entspricht einem Verlust von 13 Mandaten im Nationalrat. Nach den vorliegenden Ergebnissen scheint nach Ansicht von Beobachtern eine große Koalition die wahrscheinlichste Regierungsform der kommenden Legislaturperiode zu sein.

Der amtierende Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) gratulierte inzwischen seinem Rivalen von der SPÖ, Alfred Gusenbauer, zu seinem Sieg. Nach den Ursachen für den Wahlverlust gefragt nannte Schüssel zwei Gründe. Zum einen sei es der ÖVP nicht in ausreichendem Maße gelungen zu motivieren, außerdem habe die extrem niedrige Wahlbeteiligung seiner Partei geschadet. (Die Wahlbeteiligung lag bei 74,2 Prozent gegenüber 84,5 Prozent in 2002.) Auf mögliche Koalitionen angesprochen antwortete Schüssel, als mögliche Koalitionspartner kämen prinzipiell SPÖ, Grüne und auch das BZÖ in Frage. Aufgrund des Wahlergebnisses scheide das BZÖ jedoch als möglicher Koalitionspartner aus. Schüssel schloss einen Rücktritt als Bundeskanzler bisher aus. Er verwies auf andere mögliche Koalitionen, da sich nach Auszählung der Wahlkarten noch „ganz andere Mehrheitskonstellationen“ ergeben könnten.

Die Wahlkarten-Stimmen von 400.000 Briefwählern aus dem Ausland werden erst am 9. Oktober ausgezählt. Bei den geringen Unterschieden zwischen den Parteien könnten diese Stimmen noch entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis nehmen. 2002 machten diese Stimmen 4,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen aus.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Österreich
  • Portal:Politik in Österreich

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 22, 2006

Filmstar Cathérine Deneuve distanzierte sich von Jörg Haider

Filmstar Cathérine Deneuve distanzierte sich von Jörg Haider

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:33, 22. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Cathérine Deneuve

Klagenfurt (Österreich), 22.06.2006 – Am Mittwochabend gab es auf der Pressekonferenz zur Auftaktveranstaltung zu den diesjährigen Wörtherseefestspielen einen Eklat. Die anwesende französische Filmschauspielerin Cathérine Deneuve verließ den Raum in einem Klagenfurter Hotel, als Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider eintrat. Haider (BZÖ) war zu der Veranstaltung nicht eingeladen worden.

Der französische Filmstar begründete seinen Schritt nach dem überraschenden Erscheinen des Politikers mit den Worten: „Ich möchte mit dieser Person nichts zu tun haben. Ich will nicht mit Herrn Haider gemeinsam öffentlich auftreten und schon gar nicht will ich, dass es ein gemeinsames Foto gibt.“ Die Schauspielerin fügte hinzu, sie hätte ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt, falls das Erscheinen Haiders bekannt gewesen wäre.

Am Donnerstag steht der nächste Termin für die Deneuve bevor. Ob sie erscheinen wird, ist bisher unklar.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 28, 2006

Jörg Haider kündigte BZÖ-Rücktritt an

Jörg Haider kündigte BZÖ-Rücktritt an

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 12:51, 28. Mai 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wien (Österreich), 28.05.2006 – Im April wurde Jörg Haider zum neuen BZÖ-Chef gewählt. Haider war damals Gründungsmitglied der Partei „Bündnis für die Zukunft Österreichs“, zuvor gehörte er der FPÖ an. Am 21. Mai 2006 erklärte der 56-Jährige in Wien, demnächst von seinem BZÖ-Amt zurücktreten zu wollen.

Als Nachfolger schlug Haider Peter Westenthaler vor. Und das, obwohl Westenthaler nach der letzten Nationalratswahl Anfang 2002 Streit mit Haider hatte und zusammen mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser aus der FPÖ ausgetreten war. Der 38 Jahre alte Westenthaler war früherer FPÖ-Fraktionschef.

Einen Grund für seinen Rücktritt nannte Haider nicht. Aber seine Partei, die BZÖ, liegt zurzeit in den Wahlprognosen für die kommende österreichische Parlamentswahl deutlich unter den benötigten vier Prozent. Als Termin für den Rücktritt nannte Haider den Juni 2006.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 10, 2005

Kärntner FPÖ legte Grundsätze der Partei fest

Kärntner FPÖ legte Grundsätze der Partei fest

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:38, 11. Nov. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Klagenfurt (Österreich), 10.11.2005 – Auf einer Parteiversammlung legte die Kärntner FPÖ ein Programm mit Grundsätzen der Partei fest. Dafür wurde einen Wertekatalog mit einem speziellen Zehn-Punkte-Programm für Kärnten verfasst.

Wichtigster Punkt des Programms ist laut Heiner Zechmann, Vorstandsmitglied der FPÖ und ehemaliger Landeschulratspräsident, die so genannte „Kärntner Freiheit“. Die darin geforderte Freiheit betrifft alle Lebensbereiche der Kärntner Bürger. So dürfen beispielsweise Einwohner Kärntens mit deutscher Muttersprache keinerlei Benachteiligung erfahren müssen. Zechmann beruft sich dabei auf katholische Messen, die in slowenischer Sprache gehalten werden, an denen jedoch deutschsprachige Bürger teilnehmen müssen, weil keine deutschsprachigen Gottesdienste angeboten werden.

Die weiteren Grundpfeiler des Programmes betreffen Linientreue, Ehrlichkeit und Gesinnung. Die FPÖ möchte eine Politik machen, die alle wirtschafts- und familienpolitischen Aspekte der Bürger Kärntens einbezieht. Auch die innere Sicherheit, die Heimat- und Asylpolitik sowie Kunst und Kultur sollen darin Bestand finden.

Das neue Grundsatzprogramm soll nach den Worten von FPÖ-Generalsekretär Karlheinz Klement keinen Ersatz des vorhandenen Parteiprogrammes darstellen. Vielmehr sieht es Klement als Orientierungshilfe, denn die FPÖ sei eine Partei mit klaren Grundsätzen. Der FPÖ-Landesobmann Franz Schwager sprach von einem Wiederaufbau der Partei mit einem Stand von derzeit 136 FPÖ-Ortsgruppen.

Der Kärntner EU-Abgeordneter Andreas Mölzer wies darauf hin, dass BZÖ-Obmann Landeshauptmann Jörg Haider großen Druck auf die Kärntner Bürgermeister ausübe. Sie würden laut Mölzer Nachteile für ihre Städte befürchten. Er verglich dies mit Zeiten, in denen die SPÖ noch das Sagen hatte.

Alle zusammen sind sich sicher, dass durch das gestärkte Auftreten der FPÖ die neue Partei von Jörg Haider, das BZÖ, bei der bevorstehenden Nationalratswahl kein Grundmandat erhalten werde.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 24, 2005

Österreichs Finanzminister Grasser heiratet Millionenerbin Swarovski

Österreichs Finanzminister Grasser heiratet Millionenerbin Swarovski

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:16, 30. Okt. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Weißenkirchen in der Wachau (Österreich), 24.10.2005 – Am Samstag heirateten in Weißenkirchen in der Wachau die 40-jährige Fiona Swarovski und der 36-jährige Karl-Heinz Grasser. Sie ist die Millionenerbin der Swarovski Kristallwelten, Grasser ist österreichischer Finanzminister. Die Hochzeit wurde im Vorfeld von der österreichischen Presse als eine der geheimnisumwobensten und spektakulärsten Hochzeiten des Jahres bezeichnet.

Anwesend waren bei der standesamtlichen Trauung auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Nationalratspräsident Andreas Khol. Rechtspopulist Jörg Haider, der als politischer „Ziehvater“ Grassers gilt, wurde nicht eingeladen. Eine kirchliche Hochzeit konnte nicht stattfinden. Beide Ehepartner waren zuvor bereits schon einmal verheiratet. Nach der standesamtlichen Trauung fand noch eine Messe in der Ortskirche statt.

Swarovski trat in einem schlichten cremefarbenen Kleid aus Neapel auf. Grasser trug einen eleganten dunkelblauen Anzug mit einer rosafarbenen Rose im Revers. Nach der Messe traf sich die Traugemeinde zum Hochzeitsmahl in einem Restaurant außerhalb Weißenkirchens. Am Abend fand im Wiener Liechtensteinmuseum ein festlicher Empfang statt. Heute verreist das frisch vermählte Paar mit unbekanntem Ziel in die Flitterwochen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Hochzeiten und Geburten

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »