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June 4, 2013

Mehrere Tote bei Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn 5

Mehrere Tote bei Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn 5

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Veröffentlicht: 10:21, 4. Jun. 2013 (CEST)
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Blick auf die Autobahn 5 beim Dreieck Karlsruhe in Richtung Norden.

Karlsruhe / Bruchsal / Kronau (Deutschland), 04.06.2013 – Am Montag sind bei zwei Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn 5 bei Karlsruhe insgesamt sechs Menschen ums Leben gekommen. Bereits am Montagmorgen kurz vor 8.00 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der Fahrbahn in Richtung Süden in Höhe Büchenau bei Bruchsal. Es kam zu einer Vollsperrung und stundenlangen Behinderungen. An einem Stauende bei Kronau hat sich ein weiterer Auffahrunfall ereignet, bei dem ein weiterer Lkw-Fahrer ums Leben gekommen ist. Insgesamt waren acht Lastwagen in die beiden Auffahrunfällen verwickelt.

Nach ersten Erkenntnissen war der langanhaltende Regen der Ausgangspunkt. Dadurch war ein Stück Böschung auf die Fahrbahn am Dreieck Karlsruhe gerutscht. Für die Aufräumarbeiten musste die Polizei die Fahrbahn verengen. In der Folge bildete sich ein zwölf Kilometer langer Stau, an dessen Ende ein mit Dämmmaterial beladener Lastwagen aus noch ungeklärter Ursache auf einen unbeladenen kleineren Fahrzeugtransporter mit Anhänger auffuhr. Der Lastwagen kippte ihn samt seinen Aufhänger um und schob ihn auf drei weitere Lastwagen. Daraufhin fingen der Kleintransporter sowie die drei Lastwagen sofort Feuer. Unfallhelfer und zahlreiche hinzugeeilte Feuerwehren konnten das Ausbrennen nicht verhindern.

Laut der Polizei handelt es sich bei den Toten um Insassen des Kleintransporters, die in ihrem Fahrzeug verbrannten und erst einige Stunden nach dem Unglück geborgen werden konnten. Zunächst wurde von zwei Toten berichtet. Am frühen Nachmittag gegen 16.00 Uhr wurde die Zahl der Todesopfer auf vier erhöht. Bei der Bergung des völlig ausgebrannten Fahrzeugwracks wurde ein fünftes Todesopfer gefunden. Die Toten konnten noch nicht identifiziert werden. Vermutlich stammen sie aus Litauen, so die Polizei. Die Insassen der anderen beteiligten Fahrzeuge, darunter der 31 Jahre alte Lastwagenfahrer, der mit seinem Fahrzeug auf den Kleinlastwagen aufgefahren ist, kamen mit dem Schrecken davon. Die genaue Ursache, weshalb er aufgefahren ist, konnte noch nicht ermittelt werden. Hierzu stehen noch umfangreiche Zeugenbefragungen und kriminaltechnische Erhebungen aus. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat darüber hinaus einen Sachverständigen in ihre Ermittlungen einbezogen, teilte die Polizei weiter mit.

Die Autobahn wurde für zwei Stunden in beide Richtungen komplett gesperrt, da durch den Zusammenprall Fahrzeugteile auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden waren und dort einen weiteren Unfall mit Sachschaden verursacht hatten. Es kam schnell zu einer massiven Staubildung mit starker Belastung der Nebenstrecken im morgendlichen Berufsverkehr. Nach knapp zwei Stunden konnte gegen 9.30 Uhr der Verkehr zumindest auf der Fahrbahn in Richtung Norden wieder freigegeben werden. Der Verkehr in Richtung Süden wurde an der Anschlussstelle Bruchsal von der Autobahn abgeleitet. Es bildete sich ein Stau von zeitweise bis zu einer Länge von 23 Kilometern. Nachdem die Unfallstelle geräumt worden war, wurde die Strecke freigegeben. Jedoch hat sich am Stauende ein zweiter Auffahrunfall ereignet, bei dem der 44 Jahre alte, aus Rumänien stammende, mutmaßliche Unfallverursacher eingeklemmt wurde und seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Der holländische Fahrer des Lastwagens, den er gerammt hatte, wurde schwer verletzt. Die anderen Unfallbeteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Zwischen dem Kreuz Walldorf und der Anschlussstelle Kronau kam es aufgrund von Aufräumarbeiten zu mehreren kurzfristigen Sperrungen, die zu Verkehrsbehinderungen führten.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bruchsal, Karlsdorf-Neuthard, Weingarten, Kirrlach, Ettlingen und der Karlsruher Berufsfeuerwehr zur Brandbekämpfung vor Ort. Darüber hinaus waren 18 Angehörige der Rettungsdienste sowie zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Höhe des Gesamtschadens wird auf mehrere 100.000 Euro geschätzt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straßenverkehr
  • Portal:Verkehrsunfälle

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February 20, 2013

Zwei Tote bei Massenkarambolage auf der Bundesautobahn 6

Zwei Tote bei Massenkarambolage auf der Bundesautobahn 6

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Veröffentlicht: 14:38, 20. Feb. 2013 (CET)
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Die Bundesautobahn 6 bei Crailsheim in Richtung Kirchberg.

Ilshofen (Deutschland), 20.02.2013 – Am Dienstagmittag sind bei einer Massenkarambolage auf der Bundesautobahn 6 im Kreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, davon erlitten mindestens drei schwere Verletzungen.

Nach ersten Erkenntnissen soll die Explosion des Turboladers eines Lastwagens, der in Richtung Heilbronn unterwegs war, der Auslöser des Massenunfalls gewesen sein. Laut Polizei sorgte dann eine große Rauchwolke für schlechte Sicht und Bremsmanöver der Fahrzeuge. In die Massenkarambolage sollen 44 Fahrzeuge, davon 17 Lkw und 27 Pkw, verwickelt gewesen sein.

Das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Feuerwehren von Crailsheim, Ilshofen und Kirchberg sowie die Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Unter anderem stellten sie Zelte auf, in denen die leicht- und unverletzten Unfallbeteiligten versorgt wurden. Die Schwerverletzten wurden in mehrere Krankenhäuser gebracht. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Die Autobahn wurde auf dem Abschnitt zwischen Ilshofen-Wolpertshausen und Kirchberg von der Polizei für die Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten in beide Richtungen komplett gesperrt. Diese dauerten bis nach Einbruch der Dämmerung an und gestalteten sich aufgrund der unübersichtlichen Unfallstelle schwierig. „Zuerst pumpen wir die Tanks der Fahrzeuge leer“, sagte der Einsatzleiter der Crailsheimer Feuerwehr. Zeugen zufolge mussten ausgelaufene Betriebsstoffe aus einem Bach gepumpt werden.

Aufgrund der Vollsperrung wurde der Verkehr umgeleitet. Es bildeten sich in beide Richtungen vor der Unfallstelle jeweils bis zu 15 Kilometer lange Staus. Der entstandene Sachschaden dürfte nach Schätzung der Polizei im Millionenbereich liegen. Rund 15 Stunden nach der Massenkarambolage wurde der Autobahnabschnitt am frühen Mittwochmorgen wieder freigegeben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straßenverkehr
  • Portal:Verkehrsunfälle

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February 1, 2013

Stuttgarter Stadtrat Rockenbauch: „Stuttgart 21 ist erledigt“

Stuttgarter Stadtrat Rockenbauch: „Stuttgart 21 ist erledigt“

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Veröffentlicht: 13:37, 1. Feb. 2013 (CET)
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Reisende sind wegen des Projektes Stuttgart 21 am Stuttgarter Hauptbahnhof noch jahrelang Unbequemlichkeiten ausgesetzt.

Stuttgart / Berlin (Deutschland), 01.02.2013 – Die Deutsche Bahn sucht nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden von „Stuttgart Ökologisch Sozial“ im Stuttgarter Gemeinderat, Hannes Rockenbauch, bereits nach einem Ausstiegsweg aus dem Projekt Stuttgart 21. Rockenbauch sagte in einem Interview mit dem Magazin Stern, dass nach seiner Auffassung die gestiegenen Kosten die Realisierung des Projektes verhindern würden. „Stuttgart 21 ist erledigt! Wir müssen der Bahn jetzt die Hand reichen und ihr einen gesichtswahrenden, wirtschaftlich vernünftigen Ausstieg ermöglichen.“ Im Dezember war bekannt geworden, dass die Baukosten den ursprünglichen Kalkulationen davon laufen. Bahn-Technikvorstand Volker Kefer hatte damals eingeräumt, dass der Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofes bis zu 5,8 Milliarden Euro verschlingen werde, über zwei Milliarden mehr, als der zwischen der Deutschen Bahn, dem Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und dem Bund vereinbarte Kostendeckel vorsieht. „Der Poker über die Verteilung der bereits entstandenen Kosten hat längst begonnen, die Rückzugsgefechte laufen“, meinte Stadtrat Rockenbauch gegenüber dem Stern.

Rechtsgutachten stellt Nachnutzung des bisherigen Gleisvorfeldes infrage

Fraglich geworden ist auch die angestrebte Nachnutzung des bisherigen Gleisvorfeldes zu städtebaulichen Zwecken. Wie ein im Auftrag der Landesregierung angefertigtes Rechtsgutachten des Rechtsprofessors Urs Kramer ergab, sei es zweifelhaft, ob eine Stilllegung von Betriebsflächen der Deutschen Bahn im Bereich des derzeitigen Kopfbahnhofes statthaft sei, obwohl ein Interesse der Stuttgarter Netz AG, eines Konsortiums von sieben Firmen und Privatpersonen, am Weiterbetrieb bestünde. Kramer ist Experte für deutsches und europäisches Eisenbahnrecht und an der Universität Passau Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht. Die Stuttgarter Netz AG hat vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart Feststellungsklage auf Anwendung des Stilllegungsverfahren eingereicht. Die Deutsche Bahn AG und das Eisenbahnbundesamt beabsichtigen bislang, die laut Projekt frei werdenden Flächen unter Umgehung des § 11 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes stillzulegen, weil es sich bei Stuttgart 21 nach ihrer Auffassung lediglich um eine Streckenverlegung handle. Die Stuttgarter Netz AG will den zur Verfügung stehenden Rechtsweg voll ausschöpfen. Das Unternehmen beabsichtigt, sechs Gleise des Kopfbahnhofes und Teile des Abstellbahnhofes Rosenstein zu übernehmen und zu betreiben.

Professor Kramer hat „erhebliche Zweifel“ daran, dass der unterirdische Durchgangsbahnhof mit acht Gleisen lediglich ein Umbau des bestehenden Kopfbahnhofes mit 16 Gleisen sei. Vielmehr gehe es um eine Stilllegung des bisherigen Bahnhofes, weil bei einer Realisierung des unterirdischen Kopfbahnhofes der Stuttgarter Hauptbahnhof von Diesellokomotiven im Regelverkehr und Dampflokomotiven im Sonderzugverkehr nicht mehr angefahren werden darf und weitere Einschränkungen bestünden, die es beim bestehenden Kopfbahnhof nicht gebe, etwa das Verbot des Rangierens und die Richtungsänderung von Zügen. Eine verkehrliche Bedeutung komme insbesondere dem Verbot von Dieseltraktion im unterirdischen Bahnhof bei, da so Züge aus Richtung Sigmaringen und der Bodenseeregion nicht durchgebunden werden können. Deswegen handele es sich um einen Abbau von Eisenbahnanlagen, für die ein ordentliches Genehmigungsverfahren erforderlich sei.

In § 23 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes ist festgelegt, dass der Stilllegung von Eisenbahnanlagen die sogenannte „Freistellung von Bahnbetriebszwecken“ folgen muss. Ohne diese Freistellung ist eine anderweitige Nutzung nicht zulässig, und die Erteilung einer solchen Freistellung sei nicht möglich, wenn bei dem Stilllegungsverfahren festgestellt würde, dass ein Verkehrsbedürfnis bestehe, sei es aktuell bestehend oder in absehbarer Zukunft plausibel beabsichtigt. Alexander Kirfel, der Aufsichtsratsvorsitzende der Stuttgarter Netz AG sagte, er teile im Wesentlichen die Meinung Kramers und sein Unternehmen habe bereits Mitte 2011 ein solches Bedürfnis geltend gemacht. Für die Bahn jedoch sei das Ergebnis des Rechtsgutachten weder „inhaltlich noch rechtlich überzeugend“. Die Deutsche Bahn verweist darauf, dass sie einen „diskriminierungsfreien Zugang“ zur Verfügung stellen werde. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim habe bereits 2006 festgestellt, dass es keinen Anspruch darauf gebe, den neuen Tiefbahnhof mit bestimmten Fahrzeugen anzufahren.

Unangenehme Fragen aus Berlin

Gegenwind bekommt die Deutsche Bahn bei dem Projekt inzwischen nicht nur von Projektgegnern, sondern auch im Deutschen Bundestag. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag hat nun der Bundesregierung 22 Fragen gestellt, die sich vor allem damit befassen, ob durch die 1,1 Milliarden Euro Mehrkosten, welche die Bahn selbst tragen will, andere wichtige Verkehrsprojekte gestrichen oder verschoben werden und welche Projekte dies betrifft. Außerdem wollen die Abgeordneten wissen, ob das Projekt überhaupt noch wirtschaftlich sei und in den bisher bekannt gewordenen Kostenrisiken bereits die zusätzlichen Kosten für den Brandschutz und die Flughafenanbindung enthalten seien. Schließlich stellen die Abgeordneten auch die Frage, wer das Risiko für Kostensteigerungen infolge geologischer Probleme trage und ob es zutreffe, dass bei einer Fortsetzung des Projektes trotz der unklaren Finanzierung die Aufsichtsratsmitglieder der Deutsche Bahn AG persönlich haftbar wären und dem Risiko ausgesetzt seien, sich wegen Untreue vor Gericht verantworten zu müssen.

Ein 34 Punkte umfassender Fragenkatalog der Bundesregierung, der nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ deren Redaktion vorliegen soll, sei der Bahn kurz vor Weihnachten vorgelegt worden. Darin hätten Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald und seine Kollegen aus dem Finanz- und Wirtschaftsministerium, die den Bund im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn vertreten, Aufklärung unter anderem darüber verlangt, seit wann die Bahnmanager von der Kostensteigerung wussten und ob „angenommene ,Ausstiegskosten’… extern überprüft“ wurden. „Hat die DB Alternativszenarien geprüft? Welche? Mit welchen Ergebnissen?“, wollen die Staatssekretäre wissen.

Die Stadtbahnlinie U12 soll auch das Europaviertel an den ÖPNV anbinden.

Stadtbahnlinie U12 wird von neuerlicher Debatte nicht tangiert

Unterdessen wollen die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) den Tunnelbau auf der Trasse der U12 jedenfalls in Angriff nehmen, unabhängig vom weiteren Schicksal von Stuttgart 21. Die Stadtbahnlinie ist zwischen Vaihingen und Killesberg bereits in Betrieb, im Herbst 2013 soll der Hallschlag angebunden werden, und bis 2016 soll die Strecke bis nach Remseck geführt werden. Der Bau der U12 stand 2010 auf der Kippe, weil ein Stopp von Stuttgart 21 auch zum Wegfall der Förderung des Stadtbahnprojektes durch Land und Bund geführt hätte. Durch Heiner Geißlers Schlichterspruch wurde auch der Bau der U12 festgeschrieben.

Die neuerliche Debatte um Stuttgart habe auf die Fortsetzung des Stadtbahnprojektes keinen Einfluss mehr, sagte Winfried Reichle, der Leiter der Abteilung Infrastruktur der SSB. Man brauche die U12 wegen des gestiegenen Passagieraufkommens inzwischen als Entlastung zur U14. Der Technikausschuss des Stuttgarter Gemeinderates hatte sich mit der Frage der Fraktion der Grünen beschäftigt, ob der Bau der neuen Tunnelröhre für die U12 überhaupt begonnen werden solle oder ob das zum derzeitigen Zeitpunkt gar nicht sinnvoll wäre. SSB-Chef Wolfgang Arnold bejahte vor dem Ausschuss den Baubeginn, da die Tunnelröhre zu dem Stadtbahnprojekt der U12 gehöre und nur so der Zuschuss des Bundes gewährleistet sei. Der bisherige Stadtbahntunnel muss verlegt werden, weil er den Tunnelröhren des geplanten Tunnelbahnhofs im Weg ist. Die Kosten der Verlegung trägt die Deutsche Bahn.

Auf der Heilbronner Straße müssen sich die Autofahrer bis 2016 auf eingeengte Fahrspuren einstellen, die während der Bauzeit mehrfach verlegt werden. Mit der Einrichtung der Baustelle wurde bereits begonnen, ab März soll es eine offene, etwa einhundert Meter lange Baugrube geben. Im Juli soll dann der Tunnelanstich erfolgen. Mit den Bauarbeiten beauftragt wurde das Stuttgarter Bauunternehmen Züblin. Doch Gerhard Pfeifer vom Bund für Umwelt und Naturschutz kritisiert das Vorhaben. Die Erschließung des Europaviertels durch die U12 sei nicht notwendig, falls Stuttgart 21 doch noch gestoppt werde. Es zeuge von Versäumnissen bei der Planung, „sollte ein aufwendiges Stadtbahn-Tunnelbauwerk auf Vorrat gebaut werden, das bei einem Aus für Stuttgart 21 nicht mehr benötigt wird.“

Die Stadtverwaltung teilte mit, dass 56 Bäume auf städtischen Grundstücken zunächst stehen bleiben werden. „Die Deutsche Bahn war nicht bereit, im Hinblick auf die ausstehende Entscheidung des Aufsichtsrats auf die Abholzung ganz zu verzichten. Allerdings ist es auf meine Initiative hin gelungen, dass ein Großteil der Bäume in Stuttgart-Nord und Feuerbach jetzt nicht gefällt wird“, verlautbarte Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Donnerstag. Insgesamt 63 Bäume müssen in den Baubereichen Siemensstraße, Mönchhaldenstraße und Filderportal gefällt werden. Die Stadt hatte im Dezember 2012, noch unter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster, den Fällarbeiten vertraglich zugestimmt. Da rechtskräftige Planfeststellungsbeschlüsse vorlägen, sei man zu dieser Einwilligung rechtlich verpflichtet, hieß es aus dem Rathaus.

Dokument[Bearbeiten]

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Stuttgart 21“.

Quellen[Bearbeiten]

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December 7, 2012

Freiburg entscheidet sich gegen OpenOffice

Freiburg entscheidet sich gegen OpenOffice

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Veröffentlicht: 09:10, 7. Dez. 2012 (CET)
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LibreOffice, eine Variante von OpenOffice

Freiburg im Breisgau / Berlin (Deutschland), 07.12.2012 – Die Stadt Freiburg hat beschlossen, den Einsatz von OpenOffice in der Verwaltung zu beenden. Statt OpenOffice soll in Zukunft wieder das proprietäre Microsoft Office verwendet werden, das auch parallel weiter genutzt wurde. In zwei offenen Briefen haben sich die Document Foundation und die Gruppen Open Source Business Alliance, Free Software Foundation Europe, Bundesverband Informations- und Kommunikationstechnologie und Verein Freies Office Deutschland e.V. an die Stadt Freiburg gewandt.

Die Document Foundation kritisiert in ihrem Brief, dass Open-Source-Fachleute nicht konsultiert worden seien und dass die Stadt Freiburg mit den Kosten für die Migration ebenfalls die Probleme des ursprünglichen Beschlusses für OpenOffice hätte lösen können. Gutachter hatten Verluste durch die geringere Effizienz der Verwaltung während der Migration mit 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Der offene Brief der Gruppe um die Open Source Business Alliance verweist auf einen Leitfaden der Europäischen Kommission, der ebenfalls vor proprietären Standards warnt, und wirft dem Gutachten, das den Wechsel zu Microsoft Office empfiehlt, Realitätsferne vor. Die Migration sei im Vergleich zu anderen Städten unzureichend organisiert gewesen, außerdem sei die Prozedur der Aufhebung des Migrationsbeschlusses nicht vergabekonform und eröffne Auftragnehmern und Bewerbern Möglichkeiten, rechtliche Schritte einzuleiten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Computer

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October 22, 2012

Fritz Kuhn (GRÜNE) wird neuer Oberbürgermeister von Stuttgart

Fritz Kuhn (GRÜNE) wird neuer Oberbürgermeister von Stuttgart

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Veröffentlicht: 01:19, 23. Okt. 2012 (CEST)
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Stuttgart (Deutschland), 22.10.2012 – Fritz Kuhn, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, wird der neue Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. Mit fast sieben Prozent Vorsprung setzte er sich deutlich von seinem Hauptkonkurrenten, dem von CDU, FDP, Freien Wählern und einigen SPD-Mitgliedern unterstützten Sebastian Turner ab. Noch in den letzten Tagen hatten sich viele prominente CDU-Persönlichkeiten in Anzeigen, Briefen oder auch, wie CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel, persönlich vor Ort für Turner eingesetzt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der bereits eine Stunde früher gekommen war, um mit den Anwesenden zu feiern, gratulierte seinem Parteifreund Kuhn auf der Wahlparty der Grünen im Schlesinger an der Stuttgarter Schloßstrasse und versicherte eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem künftigen Oberbürgermeister.

Themenverwandte Artikel

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September 10, 2012

Bei Start abgestürzt: ein Toter bei Flugshow

Bei Start abgestürzt: ein Toter bei Flugshow

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Veröffentlicht: 15:58, 10. Sep. 2012 (CEST)
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Metzingen (Deutschland), 10.09.2012 – Bei einem Flugfest auf dem Metzinger Roßfeld gab es am gestrigen Sonntag einen Toten und mehrere Verletzte.

Das Unglück ereignete sich gegen 16.15 Uhr, als ein Pilot beim Start seines Hubschraubers aus bisher ungeklärter Ursache in geringer Höhe auf die Seite stürzte. Ein 38-Jähriger Mann wurde von umherfliegenden Wrackteilen so schwer getroffen, dass er noch an der Unglücksstelle verstarb. Zwei Zuschauer wurden schwer, ein weiterer leicht verletzt. Der Pilot und der Kopilot wurden ebenfalls leicht verletzt. Notfallseelsorger der Kirche sowie DRK-Seelsorger kümmerten sich um die Angehörigen und panische Zuschauer.

Ob in zwei Jahren eine erneute Flugshow auf dem Roßberg stattfindet ist unklar.

Der Schaden des Unglücks beläuft sich auf ca. 2 Millionen Euro. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Kriminalpolizei Reutlingen haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

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July 17, 2012

AppArtAwards 2012 an Kunst-Apps verliehen

AppArtAwards 2012 an Kunst-Apps verliehen

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Veröffentlicht: 18:29, 17. Jul. 2012 (CEST)
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Karlsruhe (Deutschland), 17.07.2012 – Am 13. Juli 2012 wurde zum zweiten Mal der AppArtAward vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) verliehen. Die Auszeichnung prämiert Apps mit ästhetischem Wert und auch „die kreative Integration und Nutzung technologischer Möglichkeiten“.

Insgesamt wurden 84 Apps eingereicht, die aus 13 Ländern kommen. Der mit 10.000 Euro dotierte künstlerische Innovationpreis ging an die App „Erkundung von Buchstaben, Sound und Technologie“ des Wiener Medienkünstlers Jörg Piringer. Das iOS-Spiel „Globosome“ von neun Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg mit Studienschwerpunkt Interaktive Medien wurde mit dem mit 10.000 Euro dotierten Sonderpreis Game Art prämiert. Der mit ebenfalls 10.000 Euro dotierte Sonderpreis Cloud Art wurde an die Android-App „Electric Sheep“ des New Yorkers Scott Draves verliehen.

Bei „Erkundung von Buchstaben, Sound und Technologie“ erzeugen Buchstaben entlang vom Benutzer auf das Tablet gezeichneten Pfade Töne und Animationen. Beim Spiel „Globosome“ muss eine Kugel durch die Spiellandschaft gesteuert werden. Bei „Electric Sheep“ wird das biologische Phänomen der Evolution und der Fortpflanzung nachempfunden, und dabei fungieren die etwa 450.000 teilnehmenden Rechner als ein verteilt arbeitender Supercomputer.

Das ZKM präsentiert eine Auswahl der Bewerber-Apps bis zum 13. Januar 2013, diese lassen sich auch vom Besucher ausprobieren.

Quellen[Bearbeiten]

Sieger
electricsheep.org
globosome.com
joerg.piringer.net

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April 14, 2012

Bildbericht: Brückenabriss auf der A5 erfolgreich beendet

Bildbericht: Brückenabriss auf der A5 erfolgreich beendet

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Veröffentlicht: 04:55, 14. Apr. 2012 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 14.04.2012 – Nachdem am zurückliegenden Karsamstag ein 55-jähriger Lastwagenfahrer mit seiner Ladung, einem Bagger, die zulässige Höhe überschritt und auf der A5 bei Heidelberg in eine Doppelbrücke raste, wurde diese nun knapp eine Woche später abgerissen. Bei der Havarie entstand ein Sachschaden von mindestens einer halben Million Euro, jedoch kam es zu keinen weiteren Unfällen.

Der Fahrer des Lastwagens muss sich zumindest wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten. Hätte er eine Ladung in dieser Höhe angemeldet, wäre die Kollision jedenfalls vermieden worden. Seit dem Unfall war die A5 im Bereich der Brücke in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Am Donnerstagabend ab 19 Uhr wurde die A5 dort komplett gesperrt und unmittelbar mit dem Abbruch der Brücke begonnen. Die Arbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden, um 2 Uhr waren die Fahrbahndecken der Brücken bereits verschwunden. Nachdem der Schutt beseitigt und die Fahrbahn gereinigt wurde, konnte die Autobahn am Freitagmorgen gegen 9 Uhr wieder freigegeben werden.

Die beiden Brücken verbanden die Gemeinden Heidelberg-Pfaffengrund und Eppelheim. Die Stadt Heidelberg dringt nun auf einen Neubau sowie ein Brückenprovisorium damit etwa 200 Schüler täglich mit dem Fahrrad sicher zur ihrer Schule gelangen können.

Bilder vom Brückenabbruch

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Um die Fahrbahn zu schützen, wurde Sand aufgeschüttet

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Eine der zwei nebeneinanderstehenden Brücken diente als Fahrradweg.

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Durch den Anprall eines Baggers wurden die Stahlträger massiv verschoben.

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Die Brücken stammten aus dem Jahr 1938

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Mit grossen Kneifzangen rückte man zuerst dem Beton zu Leibe.

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Die Stahlträger mussten mit Schneidbrennern zerteilt werden, bevor sie in Containern abtransportiert werden konnten.

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Der letzte von insgesamt 8 Stahlträgern.

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1 Uhr 30: Das letzte Stück des Trägers liegt noch halb auf. Die Stützen wurden nicht abgerissen.

Alle Bilder
(wird noch ergänzt. Hier wird zukünftig eventuell auch Videomaterial zum Brückenabriss zu finden sein)

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  • Portal:Verkehr

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November 14, 2011

„Nationalsozialistischer Untergrund“ bekennt sich in Video zu Morden

„Nationalsozialistischer Untergrund“ bekennt sich in Video zu Morden

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Veröffentlicht: 15:45, 14. Nov. 2011 (CET)
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Neubau Bundesgerichtshof in Karlsruhe

Karlsruhe (Deutschland), 14.11.2011 – Die Bundesanwaltschaft und die Bundesregierung bezeichnen die Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ die für zehn Morde und weitere Straftaten verantwortlich sein soll als Rechtsterroristische Vereinigung. Gegen die letzte Woche in Haft genommene Beate Z. wurde vom Bundesgerichtshof Haftbefehl wegen Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung erlassen.

Am Sonntag wurde außerdem in Hannover der 37-jährige Deutsche Holger G. festgenommen. Er soll die Gruppe möglicherweise nicht nur logistisch unterstützt haben. Eine mögliche Beteiligung von ihm an den Morden wird untersucht. Fest steht, dass Holger G. für die Terrorgruppe Wohnmobile angemietet, seinen Führerschein und seinen Reisepass zur Verfügung gestellt hat.

Zu der Waffe, einer Pistole des Typs Ceska 83, Kaliber 7,65 Millimeter, gibt es neue Erkenntnisse. Sie gehört zu einer speziellen Serie von der nur 24 Stück hergestellt wurden. Alle Exemplare wurden in den Schweizer Kanton Solothurn ausgeliefert.

Laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) soll sich bald das Kontrollgremium des Bundestags für die Geheimdienste mit dem Fall befassen und die Rolle der Polizei und des Verfassungsschutzes beleuchten. Bundesweit werden nun Fälle von rechtsgerichteten Anschlägen nochmals aufgerollt. Auch die Kanzlerin äußerte sich: „Es ist ein außergewöhnliches Ereignis, dem man mit größter Sorgfalt nachgehen muss.“ Die Vorgänge ließen „Strukturen erkennen, die wir uns so nicht vorgestellt haben. Deshalb heißt es, immer wieder wachsam sein, gegen jede Form von Extremismus.“

Dem Trio Uwe B. und Uwe M. und Beate Z. werden acht Morde an türkischen und türkischstämmigen und einem griechischen Geschäftsmann sowie der Mord an einer 22-jährigen Polizeibeamtin vorgeworfen. In dem Haus in Jena, das Beate Z. angezündet hatte, fanden die Ermittler laut Informationen des Spiegel eine DVD, auf der sich die Gruppe zu den Morden und zu einem Nagelbombenanschlag in Köln bekennt. In dem Video bezeichnet sich die Gruppe als „ein Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte.“

Von verschiedenen Politikern wurde die Frage in den Raum gestellt, warum die Täter, die schon vor Jahren als Bombenbauer einschlägig bekannt waren, unbemerkt untertauchen konnten. Vom Zentralrat der Juden und einem Sprecher der türkischen Gemeinden in Deutschland kam Kritik zum Umgang mit Rassismus und rassistischen Terror. Die SPD und die Linke schlossen sich der Kritik an.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Döner-Mordserie“.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Polizistenmord von Heilbronn“.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Nationalsozialistischer Untergrund“.

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November 7, 2011

Nach vier Jahren neue Spur im Polizistenmordfall von Heilbronn

Nach vier Jahren neue Spur im Polizistenmordfall von Heilbronn

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Veröffentlicht: 21:10, 7. Nov. 2011 (CET)
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Eisenach (Deutschland) / Heilbronn (Deutschland), 07.11.2011 – Vor mehr als vier Jahren wurde die 22-jährige Polizistin Michele Kiesewetter in Heilbronn erschossen (Wikinews berichtete). Jetzt wurde nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) die Dienstwaffe der Beamtin bei den Leichen von zwei mutmaßlichen Bankräubern in einem ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach aufgefunden.

Am letzten Freitag (4. November 2011) wurde die Sparkasse in Eisenach von zwei bewaffneten Männern überfallen. Im Verlauf der Fahndung wurde ein Wohnmobil durch die Polizei in der Nähe von Eisenach angehalten und fing kurz darauf an zu brennen. Nachdem der Brand des Fahrzeugs gelöscht worden war, wurden darin zwei Leichen aufgefunden. Es dürfte sich um die Bankräuber handeln. Bei den Toten fanden sich die Dienstwaffe der ermordeten Polizeibeamtin und die Waffe ihres Streifenkollegen, der damals schwer verletzt wurde.

Bei den als Bankräuber Verdächtigten handelt es sich um zwei Männer im Alter von 34 und 38 Jahren. Sie stammen aus rechtsradikalen Kreisen. Sie lebten in einem Haus in Zwickau, in dem es nach einer Explosion am Freitag ebenfalls zu einem Brand gekommen ist. In dem Haus soll auch eine 36-jährige Frau mit dem Namen Susann gewohnt haben; nach ihr wird gefahndet.

Lange Zeit jagte die Polizei im Zusammenhang mit dem Mord an der Polizistin das „Phantom von Heilbronn“. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine falsche Spur. Bei der Spurensicherung am Tatort war ein Wattestäbchen zur Anwendung gekommen, das durch die DNA einer Mitarbeiterin der Herstellerfirma verunreinigt worden war. Auf gleiche Weise verunreinigte Wattestäbchen ließen die Ermittler glauben, dass der Täter an diversen Einbrüchen beteiligt gewesen sein müsse. Erst nach Jahren klärte sich der Irrtum auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Polizistin in Heilbronn mit Kopfschüssen getötet (26.04.2007)

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