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June 25, 2006

Stelios Haji-Ioannou wurde zum Ritter geschlagen

Stelios Haji-Ioannou wurde zum Ritter geschlagen

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Artikelstatus: Fertig 01:33, 25. Jun. 2006 (CEST)
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London (England), 25.06.2006 – Queen Elizabeth II. von England hat am Freitag in London Stelios Haji-Ioannou zum Ritter geschlagen. Ab sofort darf sich der Grieche „Sir Stelios“ nennen. Sir Stelios gründete 1998 die britische Billigfluglinie „easyJet“. Die englische Königin begründete die Ehrung mit den Verdiensten des Griechen für die britische Luftfahrt.

Stelios Haji-Ioannou wurde von der Ritterschlagung total überrascht. Er zweifelte, ob ihm die Ehre auch tatsächlich zusteht. Immerhin hat er es den Briten ermöglicht, zu günstigen Flugpreisen Reisen zu können.

Der irische Flugkonkurrent Ryanair hat aus Anlass der Ehrung einen Werbespot auf den Markt gebracht. Darin gratuliert Ryanair Sir Stelios, allerdings nicht ohne Hintergedanken: Ryanair warnt davor, mit Rittern zu fliegen.

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April 24, 2006

Die Prinzen Andrew und Edward wurden zu Rittern geschlagen

Die Prinzen Andrew und Edward wurden zu Rittern geschlagen

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Artikelstatus: Fertig 22:05, 24. Apr. 2006 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 24.04.2006 – Ihr Sohn, Prinz Charles ist bereits seit 1958 Mitglied des Hosenbandordens, ihre Tochter Prinzessin Anne seit 1994. Am Samstag hat Queen Elizabeth II. anlässlich der Feierlichkeiten zu ihrem 80. Geburtstag ihre beiden anderen Söhne, Prinz Andrew und Prinz Edward ebenfalls in diesen Orden aufgenommen. Beide erhielten den Titel „Königlicher Ritter des Hosenbandordens“. Der Hosenbandorden ist der exklusivste Club des Königreichs. Ins Leben gerufen wurde der Hosenbandorden im Jahre 1348 von britischen König Edward III. Die Königin selbst sowie ihr Ehemann, Prinz Philip, sind ebenfalls Mitglieder.

Andrew ist 46 Jahre alt, Edward 42. Die Ernennung hat der königliche Hof heute Nacht bekannt gegeben.

Zwei weitere bekannte Mitglieder des Hosenbandordens sind zwei frühere Premierminister Englands, Premierministerin Margaret Thatcher und ihr unmittelbarer Nachfolger John Major. Die britische Regierung hat kein Mitspracherecht in dem Orden. Alleine die Königin darf bestimmen, wen sie in den Orden aufnehmen möchte. Der britische Premier hat auch kein Vorschlagsrecht. Dem Club gehören derzeit 24 Mitglieder an zuzüglich der zum Ritter geschlagenen Mitglieder der königlichen Familie.

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April 21, 2006

Die britische Queen feiert 80. Geburtstag

Die britische Queen feiert 80. Geburtstag

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Artikelstatus: Fertig 22:47, 21. Apr. 2006 (CEST)
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Queen Elizabeth II.

London (Vereinigtes Königreich), 21.04.2006 – Die britische Königin Elizabeth II. feiert am Freitag, den 21. April 2006 ihren 80. Geburtstag. Die Bevölkerung hat am Mittag die Gelegenheit, der Queen vor den Toren des Schlosses Windsor Glück zu wünschen. Ehemann Prinz Philip begleitet sie dabei.

In London wird die Queen durch 41 Schuss Salut geehrt. Elizabeth II. ist weltweit die dienstälteste Monarchin. Sie ist seit mehr als 54 Jahren im Amt.

Den Abend verbringt die Queen auf Einladung von Prinz Charles im Kreise ihrer Familie. Sie dinieren bei einem Gala Menue.

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April 5, 2006

Nach Parlamentswahl in Kanada: Stephen Harper stellte Regierungsprogramm vor

Nach Parlamentswahl in Kanada: Stephen Harper stellte Regierungsprogramm vor

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Artikelstatus: Fertig 17:12, 5. Apr. 2006 (CEST)
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Das Parlament in Ottawa

Ottawa (Kanada), 05.04.2006 – Einen Tag nach der Konstituierung des neuen kanadischen Abgeordnetenhauses stellte der Ministerpräsident Kanadas, Stephen Harper, gestern sein Regierungsprogramm vor. Bei der Wahl vor zwei Monaten hatte seine Konservative Partei Kanadas 125 der 308 Sitze errungen.

Sie stellt eine Minderheitenregierung. Die größte Oppositionspartei ist die Liberale Partei Kanadas, die zuvor über zwölf Jahre regierte und 102 Abgeordnete stellt. Unterstützung für die neue Regierung könnte vom Bloc Québécois mit 51 und der Neuen Demokratische Partei Kanadas mit 29 Sitzen kommen.

In seiner „Thronrede“, die in Vertretung des Staatsoberhaupts Königin Elizabeth II. von Generalgouverneurin Michaëlle Jean verlesen wurde, mahnte Harper zu einem finanzpolitisch verantwortungsvollen Haushalt. Weitere Punkte waren die Senkung der unbeliebten Mehrwertsteuer und der Kampf gegen Korruption in der Regierung. Auch die Problematik einer Minderheitenregierung wurde thematisiert. „Änderungen in einem Minderheitenparlament voran zu treiben bedeutet zusammenzuarbeiten“, hieß es in der Rede.

Die Thronrede muss vom Parlament ratifiziert werden. In den nächsten Tagen sollen Änderungsvorschläge diskutiert werden, die engültige Abstimmung ist für den 24. April vorgesehen. Die Oppositionsparteien haben sich zuversichtlich geäußert, dass keine Neuwahl nötig sein wird. „Niemand spricht von einer Wahl. In diesem Augenblick unserer Geschichte haben wir gerade eine Wahl hinter uns. Wir diskutieren alle, wie wir sicherstellen können, dass dieses Haus funktioniert“, sagte Bill Graham, Parteichef der Liberalen.

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November 13, 2005

Trauer um Starfotograf Lord Patrick Lichfield

Trauer um Starfotograf Lord Patrick Lichfield

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Artikelstatus: Fertig 13. Nov. 2005 (CET)
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Vereinigtes Königreich, 13.11.2005 – Der Cousin von Queen Elizabeth II. und Starfotograf Lord Patrick Lichfield ist am Freitag früh gegen 04:00 Uhr im Alter von 66 Jahren gestorben. Er befand sich nach einem Schlaganfall in der Herzklinik der Universitätsstadt Oxford.

Lichfield wurde 1939 unter dem Namen „Thomas Patrick Anson“ geboren. Er war der fünfte Earl of Lichfield, seine Eltern waren Prinzessin Anne von Dänemark, eine Nichte der Queen Mum, und der Vicomte Anson. Lichfield arbeitete viele Jahre als Hoffotograf für die Queen und machte viele Prominenten-, Mode- und Landschaftsfotos. Zu seinen bekanntesten Bildern gehörten Portraits von Prinzessin Diana. Lichfield war es, der 1981 das offizielle Hochzeitsfoto von Prinzessin Diana und Prinz Charles in der St.-Paul’s-Kathedrale in London schoss. Beim 50-jährigen Thronjubiläum fotografierte Lichfield Königin Elizabeth II. und ihren Gatten, Prinz Philip.

Bekannt wurde Lichfield aber auch durch seine Aktbilder. Einen etwas zweifelhaften Ruf erwarb sich der „adelige Playboy“ durch einen ausschweifenden Lebensstil. Zahlreiche Prominente zählte er zu seinen näheren Bekanntschaften. Viele Klatschgeschichten wurden über Lichfield bekannt. 1986 ließ er sich von Lady Leonara Grosvenor scheiden. Sie war die Schwester des Herzogs von Westminster.

Ein Pressesprecher des Buckingham-Palastes sagte: „Sein Tod hat die Königin schmerzhaft getroffen.“

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July 7, 2005

Terroranschläge in London

Terroranschläge in London – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Terroranschläge in London

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Artikelstatus: Fertig 8. Jul 2005 07:52 (UTC)
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London (Vereinigtes Königreich) / Berlin (Deutschland), 07.07.2005 – Um 09:51 Uhr MESZ (08:51 Uhr Ortszeit London) ereigneten sich in London vier koordinierte terroristische Anschläge auf einen Doppeldeckerbus und U-Bahnen.

Die Fakten

Die Informationen drangen nur schwer nach außen, weshalb die gemeldete Zahl der Toten und Verletzen stark schwankte. Bis jetzt steht die Zahl der Opfer noch nicht fest. Fast alle öffentlichen Verkehrsmittel wurden lahm gelegt. In einer Presseerklärung hatte Tony Blair offiziell bestätigt, dass die britische Regierung von Terroranschlägen ausgeht. Er verließ wegen der Anschläge vorübergehend das G8-Treffen im schottischen Gleneagles, um sich in London über die Situation zu informieren. Die Gipfelgespräche werden heute jedoch fortgesetzt.

Es wurden vier Explosionen bestätigt, die praktisch gleichzeitig in der Londoner Innenstadt stattfanden, davon eine in einem Doppeldecker-Bus am Tavistock Square, nahe dem Russell Square, drei weitere in U-Bahnzügen. Betroffen waren ein U-Bahnzug von Aldgate East nach Station Liverpool Street, ein Zug bei der Station Edgware in Richtung Paddington und ein Zug der Piccadilly Linie von Russell Square nach King’s Cross Station, wie die BBC und die London City Police am Nachmittag meldeten. Es gab Verletzte und Tote: Ein Arzt sprach anfangs von ca. 90 Opfern in der U-Bahn Station Aldgate; ein anonymer Beamter des Justiz-Ministeriums in den USA sprach von 40 Todesopfern; Sky News sprach von bis zu 1.000 Verletzten und 45 Toten; offiziell bestätigt sind am Donnerstag von der Polizei über 38 Todesopfer sowie über 700 Verletzte, etwa 150 von ihnen schwer. Die Krankenhäuser befürchten, dass die Zahlen der Toten in den nächsten Tagen noch weiter nach oben korrigiert werden müssen. Laut Sky News soll es sich bei einem Anschlag um ein Selbstmordattentat handeln. Bei einem Bus wurden Sprengstoffspuren gefunden; auch die Verletzungen der Opfer deuten auf Sprengstoff hin.

Das öffentliche Verkehrs- und Transportwesen war am Donnerstag komplett zusammengebrochen. Behörden und Sicherheitsdienste hatten nach eigenen Angaben die Lage nach einiger Zeit wieder im Griff. Hunderte bis tausende Personen steckten stundenlang in den U-Bahnen fest. Die Schächte sind sehr eng, sodass eine Flucht aus den Waggons nur aus dem ersten und letzten Wagen möglich ist. Der Bus-Betrieb wurde auch in Überlandlinien eingestellt. Viele Bahnhöfe wurden geschlossen, dabei die größten in London sowie auch Bahnhöfe außerhalb Londons. Inzwischen fahren die meisten Eisenbahnen wieder, um die Pendler nach Hause zu bringen. Allerdings (und verständlicherweise) sind die Züge recht leer.

Ursachen / Täter

Zuerst wurde ein Terroranschlag behördlicherseits kategorisch ausgeschlossen und als Ursache ein Fehler im Elektrizitätsnetz der U-Bahn oder der Zusammenstoß von zwei Zügen angegeben. Scotland Yard bestätigte jedoch kurz danach, dass in einer U-Bahn mindestens eine Bombe gefunden worden sei. Die britische Regierung bestätigte, dass es sich um Terroranschläge handelt. Laut SPIEGEL ONLINE liegt ein Bekennerschreiben (deutsche Übersetzung) der Terrororganisation Al-Qaida vor, in dem auch „die Regierungen Dänemarks und Italiens und alle weiteren Kreuzritter-Regierungen“ gewarnt werden. Schon BBC berichtete von Bekennerschreiben auf Al-Qaida-nahestehenden Webseiten. An der Echtheit dieses Schreibens bestehen allerdings Zweifel. Es wurde bisher auch noch nichts offiziell bestätigt.

Opfer

Einige Personen waren im Londoner Underground eingeschlossen

Der abgesperrte Russell Square

  • Es hat Verletzte und Tote gegeben.
  • Auch Reuters berichtete unter Berufung auf Quellen aus der Verkehrsgesellschaft Metronet von Todesopfern.
  • Ein Sprecher des Royal London Hospital sprach von über 180 Verletzten, die in das Krankenhaus eingeliefert worden sind. Es ist auch die Rede von 300 Verletzten, 150 davon seien schwer verletzt.
  • Die BBC zitiert Augenzeugenberichte, wonach es mindestens 20 Todesopfer gäbe. Derzeit sind zwei Todesopfer im Bereich der Aldgate-Station offiziell bestätigt.
  • Die BBC meldet zudem, dass in der Station King’s Cross zehn Menschen getötet worden seien.
  • Todesfälle in der U-Bahnstation Liverpool Street.
  • Bei der U-Bahnstation Edgware Road wurden laut einem hohen Londoner Polizeioffizier mehrere Menschen getötet.
  • Augenzeugenberichten zufolge haben mehrere Menschen Gliedmaßen verloren.
  • Sky News spricht von 1.000 Verletzten (davon 150 schwer) und 40 Toten.
  • Offiziell

Von der Polizei sind 700 Verletzte und 38 Todesopfer bestätigt worden, davon 21 Tote in Liverpool Street, sieben in der Moorgate Station, sieben in der Edgware Road, zwei in einem Bus am Tavistock Square und eine Person starb an den Folgen der Verletzungen im Krankenhaus.

Die Situation der Infrastruktur in London

Die abgesperrte Euston Station

  • Am Donnerstag war das gesamte U-Bahnnetz in London stillgelegt.
  • Der Finanzdistrikt sowie über 40 Straßen in London wurden abgesperrt.
  • Die britischen Streitkräfte wurden mobilisiert und Armeeteile rücken derzeit in die Londoner Innenstadt ein um die Sicherheit, u.a. an wichtigen Verkehrsknotenpunkten, zu gewährleisten.
  • CNN berichtet, dass die Mobiltelefonnetze und das Festnetz aufgrund der plötzlichen Überlastung teilweise zusammengebrochen sind.
  • Das Gebäude der Großbank UBS an der Liverpool Street 100 wurde evakuiert, laut Angaben der Nachrichtenagentur AFX.
  • An den Haupteingangsstraßen Londons werden die Autofahrer mit Schildern gewarnt: Das Gebiet sei geschlossen, man solle London meiden und das Radio einschalten.
  • Die Eltern der Schulkinder wurden am Donnerstag aufgerufen, ihre Kinder nicht aus den Schulen abzuholen.
  • Die Busse fahren wieder auf allen Linien im Zentrum, wie die Verkehrsbetriebe um 16:11 Uhr Lokalzeit (GMT) mitteilten. Die U-Bahn ist seit Freitag wieder in Betrieb sein; die Eisenbahnen sind wieder in Betrieb, vereinzelte Züge entfallen noch und einige Stationen der Docklandlinie bleiben geschlossen. Die Schiffe auf der Themse verkehren zur Zeit kostenlos mit einem verdichteten Fahrplan.
  • Zur „Rush-hour“ wurde am Donnerstag ein Verkehrschaos erwartet. Radiosender forderten dazu auf, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Reaktionen

Europa

  • Nato und EU verurteilen die Terroranschläge in London.
  • Die Staaten der G8 gaben eine gemeinsame Erklärung ab.

Großbritannien

  • Die Sicherheitsmaßnahmen im schottischen Gleneagles, wo der G8-Gipfel statt findet, wurden massiv erhöht.
  • Innenminister Clarke drückte den Betroffenen und den Angehörigen sein Mitgefühl aus.
  • Premierminister Blair hat den G8-Gipfel verlassen um nach London zu kommen. Der G8-Gipfel wurde fortgesetzt.
  • Londons Bürgermeister Ken Livingstone verurteilte die Anschläge als „Massenmord“.

Deutschland

  • Für britische Einrichtungen in Deutschland wurden höhere Sicherheitsstufen ausgerufen.
  • Die deutschen Sicherheitsbehörden haben um 14:00 Uhr über die neue Lage („Terror kommt nach Europa“) gemeinsam beraten und das Vorgehen festgelegt.
  • Für die Berliner U-Bahn wurde Sicherheitsstufe zwei („gelb“) ausgerufen.
  • Die Bahn hatte ihre Sicherheitsmaßnahmen massiv erhöht. Auch einige Großstädte erwägten höhere Sicherheitsvorkehrungen.
  • Bundesaußenminister Joschka Fischer hat um 14:40 Uhr eine Erklärung abgegeben, worin er im Namen der Bundesregierung den Opfern das Mitgefühl ausdrückte. Der Terrorismus dürfe und werde sich nicht durchsetzen.
  • Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte in einer schriftlichen Erklärung die Anschläge verurteilt und den Opfern und dem britischen Volk sein Mitgefühl ausgesprochen. Wortlaut
  • Bundespräsident Horst Köhler hatte in einem Telegramm an die englische Königin Elisabeth II. die Anschläge als “barbarisch” verurteilt. Wortlaut
  • Bundesinnenminister Otto Schily trat gegen 16:00 Uhr vor die Presse. Zusammenfassung
  • Die Anschläge werden zum Anlass genommen die Sicherheitspläne für die WM noch einmal zu überdenken
  • Polizeipräsenz an Flughäfen wurde erhöht.
  • Am Bundestag und Bundesrat sind die Flaggen auf Halbmast. Der Bundestag legte eine Schweigeminute ein.

Andere europäische Länder

  • Die französische Regierung hob den Terroralarm ebenfalls von Orange auf Rot und damit auf die zweithöchste Stufe an, wie Nachrichtenagenturen mitteilten. In Paris greifen Sicherheitsmaßnahmen nach dem Plan ‘Vigipirate niveau rouge’. Es wurde dringend empfohlen von Reisen mit dem Eurostar nach London abzusehen.
  • Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin hat moralische und materielle Unterstützung zugesagt.
  • Auch der Papst Benedikt XVI. verurteilte in einem Telegramm an den Erzbischof von Westminster in London die Anschläge als antichristlich und unmenschlich.[1]
  • Das Europaparlament legte eine Schweigeminute ein.

USA

  • Präsident George W. Bush verurteilte die Anschläge in einer Stellungnahme und stellte den Kontrast zwischen den bösen, mörderischen Absichten der Terroristen und den Absichten der Teilnehmer der G8-Konferenz heraus, die sich darum bemühten, Armut und Leid in der Welt zu verringern und den Kampf gegen AIDS zu gewinnen.
  • Die Terroralarmstufe in den USA wurde weiterhin auf „gelb“ gehalten. Die Sicherheitsvorkehrungen für die Regierung wurden erhöht.
  • Auf den Bahnhöfen und U-Bahnhöfen wurde die Terrorwarnstufe aber erhöht.

Sonstige Reaktionen

  • Amnesty International verurteilt die Anschläge ebenfalls aufs Schärfste.
  • Die Explosionen in London seien eine politische Erpressung durch Terroristen mit dem Ziel, Druck auf Großbritannien zum Irak-Problem auszuüben. Diese Meinung äußerte ein hochrangiger Veteran der russischen Geheimdienste, der nicht genannt werden wollte, in einem RIA-Nowosti-Interview.
  • In einer gemeinsamen Resolution verurteilte die UN einstimmig die Anschläge.

Internationale Finanzmärkte

  • Der Kurs der europäischen Einheitswährung Euro steigt durch die Terroranschläge kontinuierlich ( aktueller Kurs auf N24 ), da der Großteil der Investoren vom britischen Pfund weg in den Euro-Markt der EU investieren.
  • Aktienkurse von Reiseanbietern, Fluggesellschaften und Versicherern fallen aufgrund der Anschläge.
  • An der Londoner Börse ist der Ölpreis gefallen, es kam zu Panikverkäufen, weil man Auswirkungen auf die Weltwirtschaft befürchtet.
  • Die Londoner Zentralbank beließ die Leitzinsen auf ihrer heutigen Sitzung unverändert bei 4,75 Prozent.
  • Auch der Deutsche Aktienindex (DAX) verlor nach Bekanntwerden der Meldung mehr als 3,5 Prozent (mehr als in London), erholte sich aber zu Handelsschluss wieder leicht.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London“.
Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Terroranschläge in London“.

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Quellen

„Qaida-Bekennerschreiben zu Anschlägen in London“
„Chronologie der Angriffe“

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July 6, 2005

Vor dem G8-Gipfel in Schottland – große Erwartungen und Proteste

Vor dem G8-Gipfel in Schottland – große Erwartungen und Proteste

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Übersicht der G8-Länder

Gleneagles (Großbritannien), 06.07.2005 – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Friedliche Demonstranten, gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten, neun Regierungschefs und zehntausend Polizisten inszenieren einen Medienereignis von globalem Zuschnitt. Heute beginnt das Gipfeltreffen der Repräsentanten der sieben mächtigsten Industrienationen der Erde und Russlands (G8).

Nach und nach trafen im Verlaufe des Tages die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten in dem schottischen Gebirgsort Gleneagles ein. Am Abend beginnt das Programm mit einem Abendessen, das die englische Königin Elisabeth II. aus Anlass des Gipfels gibt. Der Tagungsort, ein Luxushotel in den Bergen Schottlands, wurde weiträumig abgesperrt und wird durch 10.000 Polizisten gesichert. Das Treffen gilt als eines der teuersten Politikertreffen in der Geschichte. Allein die Polizisten, die zur Sicherung der Veranstaltung abgestellt wurden, kosten 80 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden auf ca. 140 Millionen Euro geschätzt.

Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten in Edinburgh

Nach den „Live-8“-Konzerten der letzten Woche befinden sich tausende Demonstranten auf dem Weg nach Edinburgh, wo ein weiteres Konzert geplant ist, und in das schottische Hochland um den Gipfel zu stören und ihre politischen Forderungen vor einer weltweiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Gruppe der Demonstranten ist sehr bunt gemischt. Unter ihnen befinden sich Globalisierungskritiker, Umweltschützer und Anarchisten. Nach zunächst friedlichen Protesten tausender Menschen für einen wirksamen Klimaschutz, höhere Hilfen für Afrika und eine Ausweitung des Schuldenerlasses für die ärmsten Länder kam es am Abend zu den bei G8-Gipfeln schon bekannten Szenen, als Polizisten das Sperrgebiet räumen wollten und dazu Schlagstöcke einsetzten. Hubschrauber wurden herbeigerufen und Reiterstaffeln griffen in das Getümmel ein. Schon am Vormittag waren in dem kleinen Örtchen Stirling Straßenbarrikaden errichtet worden und Autofenster zertrümmert worden. Es gab 60 Festnahmen und acht verletzte Beamte, die ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

Bei ihrer Anreise gaben die eintreffenden Politiker aus den G8-Staaten erste Statements ab, die den Verlauf des Gipfeltreffens erahnen lassen. Der amerikanische Präsident Georg Bush erklärte, das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz sei überholt und es müssten beim Thema Klimapolitik neue Wege beschritten werden. Die Hoffnungen auf größere finanzielle Hilfe befürwortete der Präsident zwar prinzipiell, dämpfte jedoch zugleich die Erwartungen mit dem Hinweis, die Empfängerländer müssten nachweisen, dass sie die Korruption bekämpften. Undemokratische Regime könnten mit keiner Unterstützung rechnen.

Bundeskanzler Schröder äußerte sich optimistisch über die Möglichkeiten, den Schuldenerlass für die ärmsten Länder, wie beim letzten Gipfeltreffen vereinbart, abzusichern.

Der britische Premierminister Blair hatte den Kampf gegen die Armut zum Schwerpunkt seiner G8-Präsidentschaft gemacht und sich öffentlich für die Ausweitung der finanziellen Hilfe stark gemacht. Beobachter schätzen ein, dass Blair zum Ende seiner Amtsperiode als Premierminister auf diesem Gipfeltreffen noch einmal einen Erfolg für seine politische Arbeit verbuchen möchte.

An dem Gipfeltreffen nehmen die Staats- und Regierungschefs der USA, von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan, Italien, Kanada und Russland teil. Zu Gast ist dieses Mal auch der chinesische Partei- und Regierungschef Hu Jintao.

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  • „Live-8“ – „Keine Wohltätigkeit, sondern Gerechtigkeit!”

Quellen

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