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January 8, 2006

Türkei: Neue Fälle von Vogelgrippe

Türkei: Neue Fälle von Vogelgrippe – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Türkei: Neue Fälle von Vogelgrippe

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Artikelstatus: Fertig 21:35, 8. Jan. 2006 (CET)
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Ankara (Türkei), 08.01.2006 – Nachdem am Sonntag, dem 1. Januar, der 14-jährige Mehmet Ali Kocyigit im Osten der Türkei im Ort Doğubeyazıt vermutlich an der Vogelgrippe gestorben war, haben auch zwei seiner Geschwister die Erkrankung nicht überlebt. Seine ältere Schwester Fatma (15) starb am Donnerstag, dem 5. Januar, die elfjährige Hülya am Samstag, dem 7. Januar 2006. Die Geschwister waren in der vergangenen Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie hatten auf dem Bauernhof der Familie an der Grenze zum Iran mitgearbeitet und standen in engem Kontakt zu erkrankten Vögeln.

Vorgestern haben die Behörden nun mitgeteilt, dass der 14-Jährige und seine 15-jährige Schwester und ein weiterer Patient der Klinik an dem H5N1-Virus erkrankt und gestorben seien. Das hätten Tests von zwei türkischen Laboren ergeben. Die Ergebnisse wurden auch noch einmal von britischen Wissenschaftlern nachgeprüft und bestätigt.

Der Gesundheitsminister der Türkei, Recep Akdag, berichtete vorgestern von weiteren 33 Patienten mit Vogelgrippeverdacht. 26 Personen unter ihnen wohnten in dem Ort, aus dem auch die verstorbenen Kinder gekommen seien. Neuere Quellen sprechen sogar von mindestens 45 Verdachtsfällen für die Krankheit. Es wurden auch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Region geschickt.

Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) hat den türkischen Behörden angeboten, Virologen des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut) in die Türkei zu schicken. Sie könnten helfen, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Es wurden Befürchtungen laut, dass es auch in anderen Gegenden der Türkei zu Erkrankungen kommen könne. Deutschland hat bereits jetzt einen bundesweiten Krisenplan erarbeitet. Im Falle geringster Gefahr werde er sofort wieder eine Stallpflicht für Geflügel anordnen, teilte Seehofer mit.

Die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts, Susanne Glasmacher, und auch der Präsident des Instituts, Prof. Reinhard Kurth, warnten jedoch vor Panikmache. Nach wie vor handele es sich um eine Tierseuche, die zwar den Menschen befallen könne, aber nicht von Mensch zu Mensch übertragen werde.

Ende nächster Woche werden sich nun Gesundheitsexperten mehrerer Länder und Vertreter asiatischer Staaten in Tōkyō zu einem Austausch über die vorhandenen Schutzmaßnahmen in der Region treffen. Es soll geklärt werden, wie eine massenhafte Ausbreitung des Virus verhindert werden kann.

Unterdessen wurde bekannt, dass die EU trotz wiederholter Vogelgrippeausbrüche in Rumänien Importbeschränkungen für Geflügelprodukte aus dem Land gelockert hat.

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Quellen

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January 7, 2006

Die Türkei bestätigt zwei Fälle von Vogelgrippe bei Menschen

Die Türkei bestätigt zwei Fälle von Vogelgrippe bei Menschen

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Artikelstatus: Fertig 09:01, 7. Jan. 2006 (CET)
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Ankara (Türkei), 07.01.2006 – Der türkische Gesundheitsminister, Recep Akdag, und Krankenhausquellen haben am 4. Januar bestätigt, dass im Osten des Landes zwei Fälle von Vogelgrippe bei Menschen festgestellt wurden.

Diese zwei Fälle sind die ersten in Asien – abgesehen von den Fällen, die in China und Südostasien gezählt wurden.

Die bisherigen Informationen dementierten, dass ein Jugendlicher von 14 Jahren, Mehmet Ali Kocyigit, der am Sonntag, dem 1. Januar, in einem Krankenhaus in Van verstarb, an einer Erkrankung mit dem H5N1-Virus gestorben ist. Sie führten seinen Tod auf eine Lungenentzündung zurück.

Die jüngere Schwester des Jugendlichen war das andere Opfer, bei dem das Virus festgestellt wurde, und ihre Verfassung wurde als „ernst“ bezeichnet.

Gemäß dem Minister versorgt die Familie, in der sich das Virus herausgebildet hat, eine Geflügelfarm in der Stadt Doğubeyazıt in der Nähe zur iranischen Grenze. Er signalisierte unter anderem seine Zustimmung dazu, dass die Krankheit die Folge des Fleischverzehrs von infiziertem Geflügel sei.

Mehrere Länder der Europäischen Union hatten im Oktober 2005 ein Importverbot von lebendem Geflügel aus Rumänien und der Türkei aufgestellt, aber das Embargo war seitdem aufgelockert worden.

Die Bestätigung des viralen Ursprungs dieser Tode droht auf neue drastische Maßnahmen bezüglich des Imports von türkischem Geflügel hinauszulaufen.

französischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 04.01.2006

Quellen

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