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February 26, 2010

Nach 54 Jahren erstmals wieder Olympia-Gold im Riesenslalom

Nach 54 Jahren erstmals wieder Olympia-Gold im Riesenslalom

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Veröffentlicht: 17:30, 26. Feb. 2010 (CET)
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Vancouver (Kanada), 26.02.2010 – Völlig überraschend konnte die 20-Jährige Viktoria Rebensburg aus Kreuth im zweiten Durchgang des wegen Nebels auf zwei Tage verteilten Riesenslaloms der Damen in Whistler/Creekside gewinnen. Rebensburg, die noch nie ein Ski-Weltcup-Rennen gewonnen hatte, sicherte dadurch die erste Goldmedaille in dieser Disziplin für die deutsche Mannschaft nach Ossi Reichert, die 1956 in Cortina d′Ampezzo siegreich war. Rebensburg gewann die zweite Goldmedaille für den Deutschen Ski-Verband in den alpinen Skiwettbewerben bei den Olympischen Spielen von Vancouver. Nach den beiden Durchgängen auf „Franz′s Run“, wie die Piste heißt, hatte Rebensburg vier Hundertstel Vorsprung auf Tina Maze aus Slowenien. Bronze ging an die Österreicherin Elisabeth Görgl. Diese hatte vor dem zweiten Durchgang noch geführt.

Die eigentlich mitfavorisierten Läuferinnen Kathrin Hölzl und Maria Riesch belegten die Plätze 6 und 10. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, der ebenfalls große Chancen auf den Sieg eingeräumt worden waren, schied im ersten Durchgang aus. Vonn war mit Bestzeit nur kurz vor dem Ziel gestürzt und hatte sich beim Rutsch in einen Fangzaun einen kleinen Finger gebrochen. Ihre Teamkollegin und zweimalige Silbermedaillengewinnerin Julia Mancuso war die Leidtragende, weil sie ihren Lauf abbrechen musste, da die Piste in ihrem unteren Teil noch nicht wieder frei war. Als Mancuso später neustarten durfte, hatten sich die Bedingungen verschlechtert, sodass ihr Rückstand von rund 1,3 Sekunden ihr keine Chancen mehr auf einen Medaillenrang ließen.

Nebel hatte die Organisatoren am Mittwoch, dem 24. Februar gezwungen, den zweiten Durchgang des Wettkampfes zu vertagen. Der Start war am Nachmittag mehrmals verschoben worden, musste dann jedoch wegen schlechter Sicht abgesagt werden. Zur Halbzeit des Wettbewerbes belegte Rebensburg mit einem Rückstand 0,35 Sekunden Platz Platz sechs, direkt gefolgt von Riesch mit einem Rückständ von 0,48 Sekunden) und Kathrin Hölzl lag mit einem Rückstand von 0,69 Sekunden auf dem zehnten Platz.

Viktoria Rebensburg kommentierte in der Pressekonferenz ihren Sieg mit den Worten: „It′s crazy.“ Rebensburg ist nach Heidi Biebl, die 1960 in Squaw Valley die Abfahrt gewann, die zweitjüngste deutsche Skirennläuferin, die auf dem olympischen Siegertreppchen ganz oben steht.

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Deutschland Deutschland Viktoria Rebensburg 2:27,11
2 Slowenien Slowenien Tina Maze 2:27,15
3 Österreich Österreich Elisabeth Görgl 2:27,25
4 Schweiz Schweiz Fabienne Suter 2:27,52
5 Österreich Österreich Kathrin Zettel 2:27,53
6 Deutschland Deutschland Kathrin Hölzl 2:27,58
7 Österreich Österreich Eva-Maria Brem 2:27,62
8 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Julia Mancuso 2:27,66
9 Frankreich Frankreich Taina Barioz 2:27,79
10 Deutschland Deutschland Maria Riesch 2:27,97
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February 20, 2010

„Olympia-Duell“ zwischen Lindsay Vonn und Maria Riesch steht 1:1

„Olympia-Duell“ zwischen Lindsay Vonn und Maria Riesch steht 1:1

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Veröffentlicht: 14:40, 20. Feb. 2010 (CET)
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Whistler (British Columbia) (Kanada), 20.02.2010 – Einen Tag nach dem Abfahrtslauf am Mittwoch (17. Februar), bei dem die US-Amerikanerin Lindsey Vonn überlegen die Goldmedaille gewann und Maria Riesch aus Partenkirchen einen enttäuschenden achten Platz belegte, wendete sich in der alpinen Super-Kombination am Donnerstag das Blatt: Riesch gewann Gold und Vonn schied im Slalomdurchgang aus. Die 25-jährige Riesch ist die erste deutsche alpine Skirennläuferin seit 2002, die eine Medaille bei Olympia gewinnen konnte. Damals war Martina Ertl erfolgreich. Riesch ist nach Christl Cranz 1936 und Katja Seizinger 1998 erst die dritte Deutsche, die in der alpinen Kombination erfolgreich war.

Mit Spannung war das erste Zusammentreffen der beiden befreundeten Skiläuferinnen erwartet worden. Vonn hatte in diesem Winter fünf der sechs im Weltcup ausgetragenen Abfahrten gewonnen, einmal stand Maria Riesch ganz oben auf dem Treppchen. Die Abfahrt in Whistler war von zahlreichen Stürzen geprägt, besonders spektakulär der Sturz von Anja Pärson aus Schweden beim letzten Sprung vor dem Ziel. Pärson wurde vorsichtshalber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die als zehnte gestartete Julia Mancuso, ebenfalls aus den Vereinigten Staaten, hatte die von der Österreicherin Elisabeth Görgl vorgelegte Bestmarke unterboten. Lindsey Vonns Zeit lag schließlich um 56 Hundertstel niedriger.

Lindsey Vonn (Archivbild)

Mit Startnummer 21 ging die 29-jährige Schwedin Anja Pärson als Mitfavoritin ins Rennen. Es sah einige Zeit aus, als könne sie in die Medaillenränge fahren, doch beim letzten Sprung vor dem Ziel gelangte sie in Rückenlage und prallte nach einem etwa 60 Meter langen Flug ziemlich hart auf den Boden. Die im Ziel mit Blick auf Pärsons Zwischenzeit wartende Vonn war schockiert und wandte sich ab, so schlimm sah der Sturz aus. Unmittelbar danach war Maria Riesch am Start; ihr Start verzögert sich dadurch um einige Minuten. Die 181 Zentimeter große Riesch verlor durch einige Fehler viel Zeit und erreichte mit einem Rückstand von 2,07 Sekunden nur Rang acht. Von den späteren Läuferinnen konnte keine mehr die Bestzeiten gefährden.

Maria Riesch (Archivbild)

Auf der nach den zahlreichen Stürzen entschärften Abfahrtsstrecke fand am Donnerstag auch die Kombinationsabfahrt statt. Dabei lag die als 18. gestartete Vonn nach der Kombinationsabfahrt in Führung, die unmittelbar nach ihr gestartete Riesch belegte zu diesem Zeitpunkt mit einem Abstand von 33 Hundertstel Sekunden den zweiten Rang. Dritte nach der Kombinationsabfahrt war Julia Mancuso.

Im Slalomdurchgang schließlich schied Vonn aus. „Das war ein langer Tag“, kommentierte sie die Reihe von Interviews und auch die Feier nach dem Olympiasieg des Vortages. Nicht aus der Ruhe bringen ließ sich hingegen Maria Riesch. Sie steckte die Enttäuschung des Vortages weg. Auch ein Rückstand von fast einer Sekunde auf die beste Läuferin im Slalomdurchgang, die Tschechin Šárka Záhrobská, gefährdete sie nicht, da Mancuso sich nicht verbessern konnte. Silber ging somit wie am Vortag an Julia Mancuso, die Bronze-Medaille konnte sich völlig unererwartet Anja Pärson sichern. Sie zog dadurch mit Janica Kostelić gleich, die ebenfalls sechs Medaillen bei Olympischen Winterspielen gewonnen hatte.

Alpine Abfahrt Super-Kombination
Platz Land Sportler Zeit (min) Platz Land Sportler Zeit (min)
1 USA USA Lindsey Vonn 1:44,19 1 Deutschland Deutschland Maria Riesch 2:09,14
2 USA USA Julia Mancuso 1:44,75 2 USA USA Julia Mancuso 2:10,08
3 Österreich Österreich Elisabeth Görgl 1:45,65 3 Schweden Schweden Anja Pärson 2:10,19
4 Österreich Österreich Andrea Fischbacher 1:45,68 4 Österreich Österreich Kathrin Zettel 2:10,50
5 Schweiz Schweiz Fabienne Suter 1:46:17 5 Slowenien Slowenien Tina Maze 2:10,53
6 Kanada Kanada Britt Janyk 1:46,21 6 Schweiz Schweiz Fabienne Suter 2:10,85
7 Frankreich Frankreich Marie Marchand-Arvier 1:46,22 7 Tschechien Tschechien Šárka Záhrobská 2:11,02
8 Deutschland Deutschland Maria Riesch 1:46,26 8 Italien Italien Johanna Schnarf 2:11,29
9 Italien Italien Lucia Recchia 1:46,50 9 Österreich Österreich Michaela Kirchgasser 2:11,35
10 Deutschland Deutschland Gina Stechert 1:46,93 10 Frankreich Frankreich Marie Marchand-Arvier 2:11,82
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October 22, 2009

Felix Neureuther nicht beim Weltcupauftakt dabei

Felix Neureuther nicht beim Weltcupauftakt dabei

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Veröffentlicht: 18:08, 22. Okt. 2009 (CEST)
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Felix Neureuther, deutscher Skirennläufer, verzichtet auf Weltcup-Start in Sölden

Sölden (Österreich), 22.10.2009 – Der Auftakt zum Alpinen Skiweltcup 2009/10 am 24. und 25. Oktober findet ohne den deutschen Slalomspezialisten Felix Neureuther statt. Auch der finnische Skirennläufer Kalle Palander nimmt nicht an den Riesenslalomweltcups in Sölden teil. Beide Athleten verzichten aus gesundheitlichen Gründen.

Neureuther begründet seine Absage mit den Nachwirkungen einer Virus-Infektion von Anfang Oktober: „Ich erhole mich zwar jeden Tag etwas mehr von meiner Krankheit, für ein Weltcup-Rennen fehlt mir aber noch die nötige Kraft.“ Allerdings zählte der Deutsche bei den Riesenslaloms ohnehin nicht zu den Favoriten, da er seine besten Reusltate im Slalom erreichte. Dementsprechend konzentriert er sich jetzt auf diese Disziplin und erklärte: „Ich habe mich deshalb entschieden, […] mich […] auf den ersten Weltcup-Slalom in Levi vorzubereiten. Ich bin zuversichtlich, dass ich in Finnland wieder topfit bin.“ Ähnlich sieht die Lage bei Ex-Weltmeister Kalle Palander aus, der bereits die gesamte letzte Saison auslassen musste. Das Comeback war für Sölden geplant, es fällt jedoch aufgrund von Schmerzen am bereits zweimal operierten linken Schienbein aus. Nun will Palander ebenfalls in Levi wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen.

Trotz dieser beiden prominenten Ausfälle bleibt das Starterfeld in Sölden jedoch gut besetzt. Bei den Männer will Aksel Lund Svindal, Titelverteidiger im Gesamtweltcup, voll auf Sieg fahren; im Frauenrennen zählen sowohl die deutsche Weltmeisterin Kathrin Hölzl als auch einige ihrer österreichischen Kolleginnen zu den Sieganwärterinnen.

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February 12, 2009

Kathrin Hölzl ist erste deutsche Riesenslalomweltmeisterin seit 31 Jahren

Kathrin Hölzl ist erste deutsche Riesenslalomweltmeisterin seit 31 Jahren

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Veröffentlicht: 22:10, 12. Feb. 2009 (CET)
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Weltmeisterin Kathrin Hölzl

Die Silbermedaille ging an Tina Maze

Bronzemedaillengewinnerin Tanja Poutiainen

Val-d’Isère (Frankreich), 12.02.2009 – Große Freude beim Deutschen Skiverband (DSV), denn erstmals seit acht Jahren gibt es wieder eine deutsche Einzel-Medaillengewinnerin zu feiern. Aber nicht wie erwartet Maria Riesch, sondern Kathrin Hölzl wurde diese Ehre bei der Alpinen Ski-WM zuteil. Mit zwei starken und fast fehlerfreien Durchgängen fuhr sie der gesamten Konkurrenz davon und errang den Riesenslalom-Weltmeistertitel vor der Slowenin Tina Maze.

Der Riesenslalom der Frauen konnte anders als der Team-Wettbewerb (Wikinews berichtete) wie geplant stattfinden, der erste Durchgang um 11:00 Uhr, der zweite Lauf um 13:30 Uhr. Auch ein von den Trainern geplanter Boykott wurde verhindert, da der Neuschnee die Piste weniger eisig gemacht hatte. Super-G- und Abfahrtsweltmeisterin Lindsey Vonn aus den Vereinigten Staaten konnte wie schon am Mittwoch angegeben nicht an den Start gehen, nachdem sie sich in Innsbruck einer Operation unterzogen hatte (Wikinews berichtete).

Zettel dominiert im ersten Durchgang

Mit der Kombinationsweltmeisterin Kathrin Zettel aus Österreich eröffnete gleich eine der Mitfavoritinnen den Wettkampf. Tatsächlich legte sie eine Zeit vor, die nicht mehr verbessert wurde. Es folgte die Italienerin Denise Karbon, Disziplinenweltcupsiegerin des Winters 2007/08. Sie kam nicht an Zettels Bestmarke heran und hatte letztendlich als Achte 1,39 Sekunden Rückstand. Karbons Landsfrau Manuela Mölgg, ebenfalls eine gute Riesenslalomfahrerin, schied aus, die danach startende Tanja Poutiainen aus Finnland hielt mit Zettel gut mit und schaffte mit nur vier Zehntelsekunden Rückstand den zweiten Rang. Die drei darauffolgenden Athletinnen hatten jeweils schon mehr als anderthalb Sekunden auf die Österreicherin verloren und verpassten die Top Ten. Erst der Lokalmatadorin Tessa Worley – auch sie triumphierte schon bei einem Weltcup – gelang wieder eine Zeit im Bereich von weniger als einer Sekunde Rückstand; sie platzierte sich nach dem ersten Durchgang auf einem guten fünften Platz, aus dem im zweiten Lauf durchaus ein Angriff auf die Medaillen möglich war. Anja Pärson, die auch schon einmal Weltmeisterin in dieser Disziplin war, fuhr in etwa so schnell wie Denise Karbon und wurde einen Platz hinter der Italienerin Neunte.

Mit Kathrin Hölzl folgte nun die erste Athletin des DSV. Der 24-jährigen Berchtesgadenerin gelang der bis dahin drittbeste Lauf, der sie mit nur 0,68 Sekunden Rückstand auf Zettel auch in eine Lauerposition brachte. Michaela Kirchgasser platzierte sich als zweitbeste Österreicherin auf dem siebten Rang; die zweimalige Silbermedaillengewinnerin Lara Gut aus der Schweiz schied mit Zwischenbestzeit als zweite Athletin aus. Die nächste Österreicherin, Titelverteidigerin Nicole Hosp, zeigte sich nach längerer Verletzungspause nicht wieder in Top-Form, zudem hatte sie Sichtprobleme, sodass sie als 29. nur knapp den zweiten Lauf erreichte. Anders Nicole Gius, die Italienerin wusste als Sechste zu überzeugen. Mit der Startnummer 16 ging Maria Riesch auf die Strecke in dem Ereignis, in dem ihr am wenigsten eine Medaille zugetraut wurde. Dennoch lieferte sie ein ordentliches Rennen ab und behielt als 13. noch alle Chancen auf ein Top-Ten-Ergebnis. Nur noch wenige Skiläuferinnen fuhren jetzt in die Top-15 vor, eine davon war die an Nummer 20 startende Viktoria Rebensburg: Die WM-Achte von vor zwei Jahren zeigte einen guten Durchgang und verdrängte mit nur 0,57 Sekunden Rückstand sogar Kathrin Hölzl noch vom dritten Rang. Die Slowenin Mateja Robnik schaffte als letzte Athletin noch den Sprung in die besten Zehn, Taina Barioz konnte Zwölfte und damit zweitbeste Französin werden. Alle fünf Österreicherinnen erreichten den zweiten Lauf, genauso wie die drei Deutschen. Von den vier Schweizerinnen beendeten dagegen drei das Rennen nicht, nur Andrea Dettling kam als 24. durch. Das große Teilnehmerfeld der 98 Starterinnen wurde von der iranischen Exotin Mitra Kalhor beschlossen, die 59. wurde. Insgesamt erreichten 61 Fahrerinnen das Ziel.

Die beiden besten Deutschen zeigten sich nach ihrem Auftritt im ersten Durchgang zufrieden. Viktoria Rebensburg, die sich vorgenommen hatte, „zu attackieren, Gas zu geben und Spaß zu haben“, war „sehr glücklich“. Auch Kathrin Hölzl, die „nicht so aufgeregt“ war, wollte im zweiten Lauf attackieren, sie hätte „ja nichts zu verlieren“.

Hölzl sorgt für Überraschungssieg

Den zweiten Lauf begann die Französin Marion Bertrand von Rang 30 aus mit einer Aufholjagd, in der sie zunächst sieben Plätze am Stück gutmachte. Sowohl Nicole Hosp als auch die letzte Schweizerin Andrea Dettling konnten die Zeit Bertrands, die vom Publikum angefeuert wurde, nicht verbessern. Erst die zweite Bertrand, Olivia (nicht mit Marion verwandt), konnte die erste Starterin vom Leaderplatz verdrängen. Mit Maruša Ferk kam nun die erste Slowenin, deren Trainer den zweiten Durchgang gesetzt hatte. Ferk profitierte jedoch nicht davon und so verblieb die französische Doppelführung. Ebenso wie die Slowenin fielen auch Sanni Leinonen (Finnland) und Julia Mancuso (USA) weiter zurück, Šárka Záhrobská setzte sich zwischen die beiden Bertrands. Die Britin Chemmy Alcott schied als erste Athletin im zweiten Durchgang aus, stieg jedoch noch einmal zurück und wurde so Letzte der im Ziel klassierten Athletinnen – sie hatte bereits mehr als zwanzig Sekunden auf Olivia Bertrand verloren.

Mittlerweile betrug der Vorsprung der jetzt startenden Athletinnen auf Bertrand schon mehr als 1,3 Sekunden. Tina Maze, die enttäuschende Fünfzehnte nach dem ersten Durchgang, gelang nun eine Spitzenfahrt, in der sie den Vorsprung auf über zwei Sekunden ausbaute. Als einzige Skiläuferin ihres Landes lief sie damit einen guten Durchgang auf dem Kurs ihres Trainers. Die Schwedin Maria Pietilä-Holmner wurde, wenn auch mit einem großen Rückstand von über einer Sekunde auf Maze, zwischenzeitliche Zweite, dann kam Maria Riesch. Sie lag bei den Zeitmessungen auf der Piste jeweils im Bereich Pietilä-Holmners, wenige Sekunden vor Ende des gut eine Minute dauernden Laufes schied sie jedoch aus. Wie zuvor Alcott stieg auch sie noch einmal hoch – die Athleten müssen auf Höhe des Tores zurück„klettern“, an dem sie gescheitert sind – wie zuvor Alcott hatte auch sie einen enorm großen Rückstand (etwa elf Sekunden). Taina Barioz, Zwölfte des ersten Durchgangs, fiel auf den dritten Rang zurück, von dem Elisabeth Görgl sie dann verdrängte. Als letzte Slowenin am Start stand Mateja Robnik, die noch weiter nach hinten rutschte. Anja Pärson fuhr im zweiten Lauf drei Sekunden langsamer als die immer noch vor Pietilä-Holmer führende Tina Maze und fiel auf den letztendlich 15. Rang zurück.

Ab Rang acht hatten die Experten den Athletinnen Medaillenchancen zugestanden, aufgrund ihres Spitzenlaufes boten sich diese mittlerweile auch schon Tina Maze. An deren Zeit kam auch Denise Karbon nicht heran, sie wurde aber immerhin Zweite mit 0,56 Sekunden Rückstand – damit verpasste sie zum Schluss nur äußerst knapp eine Medaille, sie wurde Vierte. Michaela Kirchgasser fuhr sechs Hundertstelsekunden langsamer als Karbon, die Sechste des ersten Durchgangs Nicole Gius stürzte, rutschte auf der steilen Piste einige Tore bergab und sah so als erste Läuferin des gesamten Durchgangs nicht die Ziellinie. Tessa Worley, die vom französischen Publikum stark angefeuert wurde, zeigte dafür, dass sie den rechten Stock verloren hatte, einen sehr guten Lauf und platzierte sich hinter Kirchgasser auf dem zwischenzeitlichen fünften Platz. Nun standen nur noch vier Athletinnen, darunter zwei Deutsche, oben am Start, die alle einen Vorsprung von mehr als 1,3 Sekunden auf Tina Maze mit auf die Strecke brachten. Kathrin Hölzl startete von ihnen als erste. Sie verlor pro Zwischenzeit, die alle zwanzig Sekunden gemessen wurde, vier Zehntelsekunden auf Maze. Nachdem sie kurz vor dem Ziel fast eine halbe Sekunde am Polster hatte, rettete sie noch 0,09 Sekunden ins Ziel. Dennoch übernahm sie die Führung vor der Slowenin, sodass klar war, dass eine deutsche Athletin eine Medaille gewinnen würde. Ob Hölzl oder Regensburg das erste Einzel-Edelmetall seit acht Jahren für den DSV holen würden und welche dies sein würde, entschied sich mit den letzten drei Starterinnen.

Als Dritte im ersten Durchgang ging Viktoria Rebensburg als drittletzte auf die Strecke. Zwar fuhr sie ordentlich, auf Hölzls Zeit verlor sie jedoch beträchtlich an Boden, sie fiel mit 1,25 Sekunden Rückstand noch hinter Pietilä-Holmner auf den nun siebten Platz zurück. Kathrin Hölzl konnte sich nun schon über eine sichere Medaille freuen, denn nur noch Tanja Poutiainen und Kathrin Zettel konnten sie vom ersten Platz verdrängen. Die Finnin war 29 Hundertstelsekunden schneller gewesen, diesen Vorsprung baute sie zunächst sogar noch aus. Ab der Hälfte der Piste verlor sie jedoch einiges an Zeit, im Ziel hatte sie 0,54 Sekunden Rückstand und war Dritte, sodass nun auch Tina Maze von Rang 15 aus eine Medaille sicher hatte. Kathrin Zettel, die im ersten Lauf die Bestzeit hingelegt hatte, schien schon bei den ersten Toren nervös, baute einen kleinen Fehler ein und verlor so die Hälfte ihres 0,68-Sekunden-Polsters. Auch danach schaffte sie es nicht, mit der Deutschen mitzuhalten, im Ziel fiel sie hinter Hölzl, Maze, Poutiainen, Karbon und Kirchgasser auf Rang sechs zurück und wurde noch nicht einmal beste Frau ihres Landes. Hölzl dagegen konnte sich nun von ihren Teamkolleginnen Rebensburg und Riesch feiern lassen, letztere nahm die nur 59 Kilogramm schwere Athletin auf die Schultern.

Die Siegerin meinte zu ihrer Leistung: „Wahnsinn, ich kann es noch gar nicht glauben. Ich habe der Tina Maze zugeschaut und gewusst, ich muss alles geben. Nach meinem Rennen habe ich gewusst, es reicht fürs Podium. Der zweite Durchgang war noch viel brutaler, die Piste war viel schwieriger. Ich werde heute auf jeden Fall ein bisschen feiern, habe aber noch ein Rennen, deshalb gebe ich nicht Vollgas.“ An den letzten drei Tagen der Ski-WM stehen noch der Riesenslalom der Männer sowie die beiden Slaloms an. Bundestrainer Matthias Berthold hat auch dort Hoffnungen: „Der Hang liegt uns. Ich hoffe nun, dass sich auch der Druck beim restlichen Team löst.“

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February 11, 2009

Lawinengefahr und Schneemassen: Alpiner WM-Teamwettkampf muss abgesagt werden

Lawinengefahr und Schneemassen: Alpiner WM-Teamwettkampf muss abgesagt werden

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Veröffentlicht: 18:42, 11. Feb. 2009 (CET)
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Val-d’Isère (Frankreich), 11.02.2009 – Es ist ein Fast-Novum in der Geschichte der Alpinen Skiweltmeisterschaften. Erst einmal strich die Renn-Jury einen WM-Wettkampf ersatzlos. Das war 1993, als es den Super-G der Herren erwischte. Jetzt verhinderte das Winterwetter in Val-d’Isère die Durchführung des Nationen-Bewerbs, der eigentlich am Mittwochmorgen und -mittag auf der La face de Bellevarde stattfinden sollte.

Anhaltender Schneefall und starke Winde zerschlugen die Planungen der Organisatoren, die den Bewerb aufgrund des ohnehin engen Zeitplans nicht verschieben konnten. Nachdem am gesamten Dienstag Lawinengefahr geherrscht hatte und die Strecke aus Sicherheitsgründen gesperrt worden war, reichte die Zeit am Mittwoch nicht mehr aus, um die Piste wettbewerbsreif zu präparieren. Wegen des hinzukommenden Neuschnees wurde die Austragung endgültig abgesagt, sodass die deutsche Mannschaft, die sich gute Chancen ausgerechnet hatte, weiterhin ohne Medaille bleibt. Im Gegensatz zu anderen Favoriten hatte sich das Team um Maria Riesch und Felix Neureuther in Bestbesetzung präsentiert, während viele bisherigen Medaillengewinner auf den Start verzichteten, so etwa die Schweizerin Lara Gut oder Abfahrtsweltmeister John Kucera aus Kanada. Auch Jean-Baptiste Grange, Benjamin Raich, Anja Pärson sowie Bode Miller wären nicht an den Start gegangen. Außerdem hätte die Doppelweltmeisterin Lindsey Vonn nach ihrem Malheur mit einer Champagnerflasche (Wikinews berichtete) gefehlt. Die US-Amerikanerin darf zudem auch nicht beim Riesenslalom am Donnerstag an den Start gehen, obwohl es zunächst danach aussah.

Jetzt stehen nur noch die technischen Disziplinen – Riesenslalom und Slalom – auf dem WM-Programm. Die Qualifikationen zu diesen Wettkämpfen, die ebenfalls Mittwoch stattfinden sollten, mussten auf eine andere Piste (die Oreiller-Killy, wo die Weltcup-Abfahrt ausgetragen wird) verlegt werden.

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February 10, 2009

Miller und Grange vergeben WM-Medaille in der Super-Kombination – Svindal und Lizeroux profitieren

Miller und Grange vergeben WM-Medaille in der Super-Kombination – Svindal und Lizeroux profitieren

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Veröffentlicht: 07:46, 10. Feb. 2009 (CET)
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Kombinationsweltmeister: Aksel Lund Svindal

Silbermedaillengewinner und Schnellster im Slalom: Julien Lizeroux

Überraschungsdritter aus Kroatien: Natko Zrnčić-Dim

Val-d’Isère (Frankreich), 10.02.2009 – Die Alpine Super-Kombination bei der Ski-WM 2009 verlief anders als von vielen Experten gedacht. Der US-Amerikaner Bode Miller schied nach aussichtsreicher Abfahrtsplatzierung ebenso aus wie sein französischer Kontrahent Jean-Baptiste Grange. Das Publikum konnte dennoch einen der ihren feiern: Julien Lizeroux fuhr einen grandiosen Slalom und musste sich nur dem Norweger Aksel Lund Svindal geschlagen geben. Dessen Sieg kam wenig überraschend, hatte der Bronzemedaillengewinner aus dem Super-G doch schon die Kombinationsabfahrt Montagfrüh für sich entschieden.

Schon die Durchführung hatte nicht ganz so geklappt wie gedacht: Da die Abfahrt der Damen, die eigentlich am Sonntag hätte stattfinden sollen, auf den Montag verschoben wurde, musste ein Kompromiss zwischen beiden Rennen gefunden werden. Letztendlich einigte man sich darauf, den Slalom von 14:00 Uhr auf 17:00 Uhr zu verschieben, womit man ihn zu einem Flutlichtslalom gemacht hatte. Doch der Reihe nach: Am Morgen sorgten schon die ersten Abfahrer – unter ihnen auch einige Slalomspezialisten – für Überraschungen. Ted Ligety, der schon die olympische Kombination gewonnen hatte, setzte eine erste Richtmarke, die jedoch nicht lange hielt. Viele Athleten verbesserten die Bestzeit um jeweils wenige Sekundenbruchteile, sodass sich schon früh ein knappes Rennen ankündigte. Mit Romed Baumann platzierte sich auch ein Österreicher weit vorne, dier Herrenmannschaft des Alpenlandes – normalerweise quasi ein Medaillengarant – hatte bisher noch nicht geglänzt. Baumanns Marke blieb wenige Fahrer lang bestehen, ehe zunächst Christof Innerhofer aus Südtirol und dann der junge Kroate Natko Zrnčić-Dim schneller unterwegs waren. Der Sieger der Spezialabfahrt, John Kucera, schien erschöpft und wurde letztendlich 30. Es folgten die Favoriten: Aksel Lund Svindal verbesserte die Zeit Zrnčić-Dims um mehr als 1,5 Sekunden, was im Alpinen Skisport ganze Welten sind. Die nächste Hoffnung Österreichs, Benjamin Raich, handelte sich auf der Strecke großen Rückstand ein und schied schließlich aus. Bode Miller lieferte sich auf der Piste ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Svindal, das er im Ziel mit vier Hundertstelsekunden nur knapp verloren geben musste. Der direkt auf ihn folgende Lokalmatador Jean-Baptiste Grange verpasste zwar die Bestzeit, lief aber überraschend stark und erreichte den zwischenzeitlich dritten Rang. Von diesem verdrängte ihn nur noch sein Landsmann Adrien Théaux mit der Startnummer 30. Als Vorletzter der 49 Starter lieferte der einzige Deutsche Stephan Keppler ein ordnetliches Rennen ab und wurde 25., bei den Schweizern war Silvan Zurbriggen auf Rang zwölf der beste. Erwartet wurde nun eine Entscheidung zwischen Miller und Grange, die eine gute Sekunde trennte, da Svindals Slalomqualitäten nicht so hoch eingeschätzt wurden.

Zum Slalom traten weder John Kucera noch Carlo Janka, die nach ihren Medaillen in der Spezialabfahrt die Kombinationsabfahrt auf den hinteren Rängen beendet hatten. Zudem war Ted Ligety disqualifiziert worden. Den Lauf eröffnete nach diesen Streichungen der Slowake Jaroslav Babušiak, dann folgte Keppler als dritter Starter. Sowohl bei den beiden als auch bei den nächsten Athleten blieb eine Top-Zeit aus. Erst Julien Lizeroux, nach der Abfahrt 22., fuhr reihenweise Bestmarken und distanzierte den bis dahin Führenden um mehr als zwei Sekunden. Mit dem Abfahrts-Siebzehnten Marcel Hirscher schied der zweite Österreicher aus; dem Italiener Peter Fill gelang ein guter Lauf, er wurde neuer Zweiter. Von den nun folgenden besten Fünfzehn war Silvan Zurbriggen der erste, der annähernd Lizeroux’ Marke gefährden konnte, mit 0,6 Sekunden Rückstand klassierte er sich nun auf dem zweiten Platz. Romed Baumann kam als einziger Österreicher ins Ziel, verpasste die Bestzeit aber deutlich, ebenso Christof Innerhofer und Kjetil Jansrud. Mit Natko Zrnčić-Dim kam nun schon der Sechste der Abfahrt, mittlerweile hatte der Franzose, welcher schon beim Slalom von Kitzbühel triumphiert hatte, echte Medaillenchancen. Zrnčić-Dim verteidigte zunächst sein Polster (jenes betrug schon 1,3 Sekunden), verlor aber nach unten immer mehr und verdrängte schließlich mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung Silvan Zurbriggen vom Silberrang. Andrej Jerman fiel weit zurück, dann folgte Jean-Baptiste Grange, nach seiner Leistung in der ersten Teildisziplin ein klarer Favorit auf eine Medaille. Tatsächlich konnte Grange seinen Vorsprung auf Lizeroux halten, schied dann jedoch aus. Auch der letzte Franzose, Adrien Théaux – sowieso eher ein Speed-Fahrer –, beendete den Wettkampf nicht. Bode Miller hatte nun schon 2,89 Sekunden Vorsprung, doch er schaffte es ebenfalls nicht, ohne Fehler runterzufahren, auch er schied mit noch großem Vorsprung aus, sodass sowohl Lizeroux als auch der Kroate nun eine Medaille sicher hatten. Aksel Lund Svindal war in der Abfahrt 2,93 Sekunden schneller gewesen als Lizeroux. Tatsächlich schmolz dieses große Polster während Svindals Fahrt immer mehr, zum Schluss hatte er jedoch immer noch neun Zehntelsekunden Vorsprung und konnte so Weltmeister in der Kombination werden.

Lizeroux fühlte sich sehr stolz, Vize-Weltmeister hinter dem „großartigen Skiläufer Aksel Lund Svindal“ zu sein. Letzterer lobte wiederum den Franzosen: „Julien ist so gut gefahren und alle waren weit hinten, ich habe gewusst, ich muss richtig Gas geben, sonst habe ich keine Chance.“ Außerdem wäre er nach der Abfahrt sehr enttäuscht gewesen – in dieser war er mit schlechter Sicht nicht unter die Top Ten gekommen. Zrnčić-Dim meinte, dies sei der schönste Tag in seinem Leben und Val-d’Isère sei sein Lieblingsort.

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February 12, 2006

Die beiden Skikonkurrenten Maier und Miller bei der Abfahrt der Herren nicht auf Medaillenrang

Die beiden Skikonkurrenten Maier und Miller bei der Abfahrt der Herren nicht auf Medaillenrang

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Artikelstatus: Fertig 18:44, 12. Feb. 2006 (CET)
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Sestriere (Italien), 12.02.2006 – Heute fand bei den XX. Olympischen Winterspielen in Sestriere Borgata die Abfahrt der Herren statt. Die beiden Skirennläufer Bode Miller und Hermann Maier, die beim Weltcup-Riesenslalom im Oktober 2005 in Sölden noch mit Platz eins und zwei abschlossen, kamen heute nicht auf die Medaillenplätze. Beide, Miller und Maier, gelten als direkte Konkurrenten im alpinen Skizirkus. Dem unmittelbaren Aufeinandertreffen der beiden Skistars wurde in Fachkreisen eifrig entgegen gefiebert.

Der 28-jährige Miller aus Easton Valley im Bundesstaat New Hampshire (USA) erreichte heute Platz fünf in 1:49,93 und der Altenmarkter Maier kam als Sechster ins Ziel mit 1:50,00.

Bode steht momentan in den USA in der Kritik. Er äußerte öffentlich Verständnis für die Bemühungen einiger Sportler, den Einsatz von blutbildendem “Erythropoetin” (Epo) zu legalisieren. Zudem erhärtete er den Dopingverdacht gegen Lance Armstrong. Um die Gemüter zu beruhigen, wäre es gut, wenn er eine Goldmedaille in die USA mitbringen würde.

Für Maier hingegen bedeutet die heutige Abfahrt ein Wiedersehen mit der WM-Strecke von 1997. Aus seiner Sicht liegt ein Fluch auf dieser Strecke. Zudem muss er zwei Ereignisse der letzten Jahre hinter sich lassen, um unbeschwert abfahren zu können: Zum einen einen schweren Sturz bei der Abfahrt bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano und zum zweiten seinen schweren Motorradunfall aus dem Jahr 2001.

Ein weiteres Zusammentreffen der beiden Skistars steht ihnen in Italien bevor: Beim Super-G und im Riesenslalom. Unter den heutigen Startern waren keine deutschen Athleten vertreten.

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Quellen

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January 3, 2006

Trainer der französischen Ski-Rennläufer vor Olympiade tödlich verunglückt

Trainer der französischen Ski-Rennläufer vor Olympiade tödlich verunglückt

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Sallanches (Frankreich), 03.01.2006 – Rund fünf Wochen vor den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin ist am gestrigen Montag Morgen der Riesenslalom-Trainer des französischen Männerteams, Severino Bottero, mit seinem Auto tödlich verunglückt.

Der Unfall geschah auf der Fahrt ins Trainingscamp nach Frankreich auf der Autobahn in Richtung Genf in der Nähe der Anschlußstelle Sallanches am Rande der französischen Alpen. Der Wagen Botteros, der alleine unterwegs war, kam auf eisglatter Fahrbahn von der Fahrbahn ab. Der Wagen überschlug sich dabei mehrmals und landete in einem Graben. Nach Angaben der Polizei waren keine weiteren Verkehrsteilnehmer in den Unfall verwickelt.

Der 47-Jährige Italiener Bottero war seit 1996 Trainer der französischen Riesenslalom-Fahrer. Er begann als Trainer der Frauen und wechselte 1999 ins Männer-Fach. Kurz nach Übernahme der Männer gelangten diese an die Weltspitze im Alpinen Skilauf. 2003 ging er nach Italien zurück. Im Mai 2005 holten ihn die Franzosen zurück, der Wechsel kam gerade recht, weil der italienische Skiverband zu dieser Zeit in einer finanziellen Krise steckte.

Botteros Aufgabe in Frankreich war speziell die Vorbereitung der französischen Riesenslalom-Männer auf die Olympiade 2006 in Turin. Fünf seiner Schützlinge brachte Bottero innerhalb weniger Monate in die Weltelite.

Bottero galt in der alpinen Ski-Szene als einer des Besten seines Fachs. Die Sportfunktionäre des französischen Skisports sind schockiert angesichts dieser menschlichen Tragödie. Der Technikchef sagte: “Er war ein absoluter Profi und ein großartiger Mensch. Nach all den Jahren bei uns, war er fast schon Franzose.”

Bottero hinterlässt im italienischen Turin in der Region Piemont seine gesamte Familie.

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Quellen

  • Südtirol Online: „Erfolgstrainer Bottero tödlich verunglückt“ (02.01.2006, 12:17 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Spiegel Online: „Frankreichs Ski-Trainer tödlich verunglückt“ (02.01.2006, 18:17 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Aargauer Zeitung Online: „Frankreichs Männertrainer Bottero tot“ (02.01.2006, 19:46 Uhr)

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December 2, 2005

Hilde Gerg wird Olympia-Berichterstatterin

Hilde Gerg wird Olympia-Berichterstatterin

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Artikelstatus: Fertig 21:55, 2. Dez. 2005 (CET)
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Turin (Italien) / München (Deutschland), 02.12.2005 – Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin wird die ehemalige Skiläuferin Hilde Gerg als Berichterstatterin tätig sein. Das ZDF hat Gerg eine Woche nach ihrem Rücktritt vom aktiven Ski-Sport als Reporterin engagiert. Gerg musste wegen einer erneuten Knieverletzung den Wettkampfsport aufgeben.

Das ZDF und die ARD werden sich täglich abwechseln. Insgesamt sind vom 10. bis 26. Februar 2006 TV-Übertragungen von 350 Stunden Laufzeit geplant. Beide Sender senden aus dem Medienzentrum in Turin, eine weitere Sendezentrale wird im „Deutschen Haus“ in Sestriere eingerichtet.

Auch in den anderen Olympia-Sparten sind ehemalige prominente Wintersportler als Reporter tätig. Alle diese Informationen gaben die Sender heute in einer gemeinsamen Erklärung in München bekannt.

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Quellen

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