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July 20, 2006

WWF: Lebensräume der Tiger erhalten!

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WWF: Lebensräume der Tiger erhalten!

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Artikelstatus: Fertig 20:36, 20. Jul. 2006 (CEST)
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Panthera tigris

Wien (Österreich) / Frankfurt am Main (Deutschland), 20.07.2006 – „Tiger besiedeln jetzt nur noch sieben Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets“, sagte WWF-Artenschützer Roland Melisch bei der Vorstellung einer neuen Studie über die Lebensbedingungen der Tiger am Donnerstag. Die Zahl der zusammenhängenden Landflächen, in denen diese Großkatzen heimisch sind, ist der Studie zufolge seit 1995 um 40 Prozent zurückgegangen. Der weltweite Bestand an Tigern liegt gegenwärtig bei 5.000 bis 7.000 Tieren in 13 Staaten der Erde. Der Bestand hat sich demnach seit 1906 um 95 Prozent verringert. Drei Tigerarten gelten seit Beginn des letzten Jahrhunderts als ausgestorben.

Zugleich weckte die Studie nach den Worten Melischs jedoch auch Hoffnungen für den Erhalt dieser Tierart. Es seien vier große Tigerlandschaften mit jeweils mehr als 500 darin lebenden Tigern gefunden worden. In ganz Asien gebe es 76 Regionen, in denen Tigern eine Überlebensperspektive eröffnet werden könne. Zur Rettung der Tiger schlägt der WWF eine Vier-Punkte-Strategie vor:

  • grenzübergreifender Schutz der vier großen Tigerlandschaften und zehn weiterer Gebiete;
  • Einrichtung von so genannten Tigerkorridoren, um kleinere, isolierte Lebensräume von Tigern miteinander zu vernetzen;
  • die Ausbreitung fortpflanzungsfähiger Tiger müsse gezielt unterstützt werden;
  • der Kampf gegen die Wilderei und den Schmuggel mit Körperteilen von Tigern.

Oberste Priorität habe der Schutz der vier großen Regionen, die von Tigern besiedelt werden. Diese liegen im russisch-chinesischen Grenzgebiet im Fernen Osten, im Terai-Tiefland-Gebiet zwischen Indien und Nepal, im Namdapha-Manas-Wald im Grenzgebiet von Indien, Myanmar und Bhutan, außerdem in der Tenasserim-Region im Süden Myanmars.

Die vom WWF in Zusammenarbeit mit der „Wildlife Conservation Society“, „Smithsonian’s National Zoological Park“ und „Save The Tiger Fund“ erstellte Studie gilt als die umfangreichste wissenschaftliche Untersuchung zum Tigerbestand, die je durchgeführt wurde.

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December 26, 2005

US-Senat blockiert Alaska-Pläne von George W. Bush

US-Senat blockiert Alaska-Pläne von George W. Bush

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Ölbohrung in Alaska

Juneau / Washington D.C. (USA), 26.12.2005 – Im März berichtete Wikinews über die Pläne George W. Bushs, im Arctic National Wildlife Refuge, dem nördlichsten Naturschutzgebiet der USA, künftig Bohrungen nach Erdöl und Erdgas durchzuführen. Jetzt hat ihm der US-Senat einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Vorlage im Senat blockiert.

Das Projekt wird seit etwa 20 Jahren geplant und diskutiert. US-Präsident Bush wollte durch die Erdölgewinnung die Energieversorgung in den USA sicherstellen. Trotz der Blockade durch den Senat möchte die US-Regierung die Pläne weiter verfolgen und den Vorschlag dem Kongress vorlegen. Bereits 1995 war im Kongress mit republikanischer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet worden, das Ölbohrungen im Nationalpark erlaubte. Der damalige Präsident Bill Clinton machte aber von seinem Einspruchsrecht Gebrauch, wodurch er Bohrungen im Alaska-Nationalpark vorerst verhinderte. Bei der Abstimmung am Mittwoch stimmten 42 demokratische Abgeordnete gegen die Gesetzesvorlage, die Ölbohrungen im Nationalpark erlauben würde. Weil sich zwei republikanische Senatoren dem Abstimmungsverhalten der Demokraten angeschlossen hatten, scheiterte die Gesetzesvorlage. Die republikanischen Abgeordneten Lincoln D. Chafee aus Rhode Island und Mike DeWine aus Ohio vertraten die Meinung, dass sich das nationale Energieproblem nicht mit Ölbohrungen in Alaska lösen lasse.

Erdölspezialisten vermuten in den Gewässern vor Alaska zwischen fünf Milliarden und zehn Milliarden Barrel Öl. Naturschützer freuen sich über diese Niederlage des Präsidenten. Lydia Weiss, eine Lobbyistin für die Umweltschutzorganisation „Defenders of Wildlife“, erklärte die Abstimmung im Senat zum größten Erfolg für den Umweltschutz in diesem Jahr. Umweltschützer hatten versucht, mit Telefonanrufen das Abstimmungsverhalten der Senatoren zu beeinflussen. Die amerikanische Mineralölindustrie missbilligte das Abstimmungsverhalten der Senatoren, das aus ihrer Sicht schädlich für die Verbraucher sei. Im nächsten Jahr wird eine erneute Abstimmung über Ölbohrungen im Arctic National Wildlife Refuge erwartet.

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August 29, 2005

Entwaldung des Amazonas-Regenwalds verlangsamt sich

Entwaldung des Amazonas-Regenwalds verlangsamt sich

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Brasília (Brasilien), 29.08.2005 – Laut Schätzungen des brasilianischen Umweltministeriums wurden im Zeitraum von August 2004 bis Juli 2005 ungefähr 9.000 Quadratkilometer Wald im Amazonasbecken gefällt. Damit hat sich das Ausmaß der Entwaldung des Amazonas-Regenwalds im Vergleich zum Zeitraum von 2003 bis 2004 etwa halbiert.

Die Regierung gibt als Ursache für die langsamere Entwaldung des Amazonas-Regenwalds die neuen Schutzgesetze an. Umweltminister Marina da Silva sagte, dass die Zahlen das Ergebnis verstärkter Kontrollen seien. Zudem spielten Projekte zur nachhaltigen Entwicklung eine wichtige Rolle. Umweltschutzgruppen sehen in den von der brasilianischen Regierung vorgelegten Schätzungen eine gute Nachricht, geben aber andere Gründe für die Entwicklung an.

Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßt die Bemühungen der Regierung, Schutzgebiete auszuweiten und die Kontrollen im Amazonas-Gebiet zu verstärken. Die Organisation sieht aber in sinkenden Gewinnen und Investitionen im Agrarsektor die Hauptursachen für die verlangsamte Entwaldung des brasilianischen Regenwalds. Eine wesentliche Ursache für die Entwaldung des Waldes in Brasilien ist die Schaffung von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Generell bemängelt der WWF, dass mit der satellitengestützten Überwachung des Regenwalds nur Schätzungen und keine präzisen Daten erstellt werden könnten. Die geringere Zahl sei weniger ein Ergebnis der Maßnahmen der Regierung, sondern ein Ergebnis der schlechten wirtschaftlichen Lage des Landes, so die Organisation. Der Preis für Soja sank zwischen März 2004 und August 2005 um 36 Prozent. Die Abwertung des US-Dollars im Vergleich zur brasilianischen Währung habe zusätzlich die Gewinne reduziert.

Die Umweltschutzorganisation fordert von der brasilianischen Regierung ein besseres Waldmanagement, sowie ein besseres Verfahren bei der Planung von Nutzflächen. Maßnahmen gegen illegale Rodungen werden zwar begrüßt, seien aber, laut WWF, nicht ausreichend um große Flächen Wald zu schützen.

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May 19, 2005

Abholzung des Amazonas-Regenwalds nimmt zu

Abholzung des Amazonas-Regenwalds nimmt zu

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Brasília (Brasilien), 19.05.2005 – Von der brasilianischen Regierung veröffentlichte Statistiken zeigen, dass sich das Ausmaß der Abholzung der Wälder im Amazonasbecken vergrößert hat. Die Statistiken beruhen auf Satellitendaten der brasilianischen Weltraumbehörde INPE.

Im Zeitraum zwischen August 2003 und August 2004 wurde eine Fläche von 26.000 km² Wald gefällt, was einer Fläche entspricht, die etwa halb so groß ist wie die Schweiz. Dies entspricht einer Zunahme von sechs Prozent im Vergleich zu der zwölfmonatigen Periode bis August 2003.

Amazonas bei Manaus (Quelle: Satellitenaufnahme)

Brazil map 2014.png

Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF wurden bisher 17,3 Prozent des Regenwalds abgeholzt. Umweltschützer argwöhnen, dass der brasilianischen Regierung der Handel mit Fleisch und Soja wichtiger sei als der Schutz des Amazonas-Regenwalds.

Das Ausmaß der Abholzung im vergangenem Jahr war das zweithöchste seit Beginn der Berechnungen. Im Jahr zuvor verlor das Gebiet rund 23.000 km² an Wäldern.

Aufgrund der alarmierenden Zahlen hat die Regierung von Präsident Luis Inacion Lula da Silva das „Amazon Protected Areas Program“ (ARPA) initiiert. Im Zuge des Programms wurden die größten Naturschutzgebiete der Welt geschaffen sowie die Satellitenüberwachung der betroffenen Gebiete verstärkt.

Paulo Adario, ein lokaler Greenpeace-Koordinator, vertritt die Meinung, dass die Zahlen eine Tragödie seien, die zeigten, dass die Eindämmung der Abholzung bei der Regierung keine Priorität genieße.

Ein großer Teil der Wälder wurde gerodet oder abgeholzt, um Raum für landwirtschaftlich nutzbares Land zu gewinnen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Mato Grosso, wo im letzten Jahr beinahe die Hälfte der 26.000 km² Regenwald abgeholzt wurde. Greenpeace erhebt daher schwere Vorwürfe gegen den Gouverneur des Bundesstaates, der selbst ein Soja-Geschäftsmann ist.

Die Abholzung gefährdet einen der größten Lebensräume der Erde, in dem 40-60 Prozent aller auf der Erde lebenden Arten leben. Zudem werden Einflüsse auf die Erderwärmung befürchtet.

Quellen

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May 18, 2005

Die meisten Tiger sterben durch Menschenhand

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Panthera tigris tigris.jpg

Neu-Delhi (Indien), 18.05.2005 – Mehr als die Hälfte der von 1999 bis 2003 in indischen Nationalparks oder Reservaten umgekommenen Tiger (Panthera tigris) sind Wilderern zum Opfer gefallen. Diese alarmierende Tatsache geht aus einer Erklärung des indischen Ministeriums für Umwelt und Forsten hervor, über welche die Nachrichtenagentur PTI berichtete.

Die Erklärung war eine Reaktion auf eine Eingabe des Umweltschützers Ashok Kumar, der eine öffentliche Untersuchung über das Verschwinden der Tiger in Indien forderte. Indische Umweltschützer argwöhnen, die offiziellen Schätzungen von etwa 3.500 bis 3.700 frei lebenden Tigern in ihrem Heimatland seien stark übertrieben.

Nach Angaben des Ministeriums für Umwelt und Forsten starben von 1999 bis 2003 insgesamt 411 Tiger. Davon wurden 238 von Wilderern getötet. Lediglich 173 Tiger starben einen natürlichen Tod. Die Zentren der Wilderer seien die Bundesstaaten Uttar Pradesh und Maharashtra.

Wegen der zunehmenden Zahl beschlagnahmter Felle von Tigern und Leoparden, die für China und Südostasien bestimmt waren, kündigte der indische Minsterpräsident Manmohan Singh vor kurzem die Einrichtung einer Behörde an, die Verstöße gegen den Artenschutz bekämpfen soll. Tiger und Leoparden gelten als vom Aussterben bedroht.

Die indische Regierung macht die wenig kontrollierten Grenzen zu den Nachbarländern Nepal, Bangladesh und Myanmar für den ansteigenden Handel mit Tigerfellen verantwortlich.

Quellen

  • de.news.yahoo.com: „Offizielle Erklärung zum Tigersterben in Indien“ B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • deepikaglobal.com: „Centre informs SC about poaching of tigers“ (17.05.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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March 18, 2005

Knappe Niederlage für Naturschützer

Knappe Niederlage für Naturschützer – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Knappe Niederlage für Naturschützer

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Ölbohrung in Alaska

Juneau (USA), 18.03.2005 – Im Arctic NationalWildlife Refuge, dem nördlichsten Naturschutzgebiet der USA, finden eventuell in Zukunft Bohrungen nach Erdöl und Erdgas statt.

Der US-Senat hat in einer Abstimmung Bohrungen inmitten dieses arktischen Naturschutzgebiets genehmigt. Die Abstimmung ist äußerst knapp ausgefallen. Mit 51 zu 49 Stimmen siegten die Republikaner von US-Präsident George W. Bush am Mittwochabend.

Das positive Ergebnis dieser Abstimmung stellt für Bush einen wichtigen Sieg für seine Energiepolitik dar. Nun kann die Bohrerlaubnis dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hinzugefügt werden. Die Regierung Bush rechtfertigte die Zustimmung zu den Bohrungen, einerseits damit, dass durch neue Industrien ein Wachstum der US-Wirtschaft erfolgen wird, Arbeitsplätze geschaffen werden und eine Expansion der Erdölproduktionsunternehmen bewirkt werden kann, andererseits sie die USA von erdölreichen Ländern unabhängiger macht.

Seit Jahrzehnten werden in dem Naturschutzgebiet Erdölreserven vermutet. Unter der dortigen Erde werden fünf bis 16 Milliarden Barrel Öl vermutet. Pläne zur Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen existieren seit den 70-er Jahren. Umweltschützer kämpfen seitdem mit einem enormen Aufwand gegen die Bohrungen.

Der Arctic National Wildlife Refuge, ist eine Küstenebene im Nordosten Alaskas mit etwa 80.000 Quadratkilometer Fläche und bietet Millionen von Zugvögeln, Karibus, Moschusochsen, Bären, Wale und anderen Tiere eine Heimat.

US-Umweltschützer haben nach dieser Niederlage im Senat angekündigt, weiterhin für die Erhaltung des Naturschutzgebietes zu kämpfen. Die Entscheidung ist rechtlich nämlich noch nicht endgültig abgesegnet. Abgeordnete der Republikaner erklärten nach der Abstimmung, es könne noch viel Zeit vergehen, bis eine endgültige Entscheidung vorläge. Auch fehle noch eine Einigung der Kongressmitglieder im diesjährigen Haushaltsentwurf. Vorher müssten noch etliche Unklarheiten beseitigt werden.

1960 wurde das Gebiet vom damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower unter Schutz gestellt. Pläne, die Öl- und Gasvorkommen auszubeuten, scheiterten wiederholt. In den 70-er Jahren erweiterte der damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter das Naturschutzgebiet. In den 90-er Jahren wurde das Naturschutzgebiet nochmals durch US-Präsident Bill Clinton vergrößert. Erst mit dem Amtsantritt Bushs änderte sich diese Strategie zum Nachteil des Naturschutzes.

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  • US-Senat blockiert Alaska-Pläne von George W. Bush (26.12.2005)

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