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June 3, 2007

Kimi Räikkonen gewann im März 2007 den Großen Preis von Australien

Kimi Räikkonen gewann im März 2007 den Großen Preis von Australien

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Artikelstatus: Fertig 11:46, 3. Jun. 2007 (CEST)
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Melbourne (Australien), 03.06.2007 – Der Große Preis von Australien symbolisierte erstmals nach 2005 wieder den Startschuss in eine neue Formel-1-Saison.

Im Jahr eins nach Michael Schumacher war der Weltmeistertitel so hart umkämpft wie nie. Zahlreiche starke Fahrer stellten die Phalanx der Titelanwärter, allen voran der Weltmeister des letzten Jahres Fernando Alonso. Seine vermutlich stärksten Konkurrenten sah der Spanier in den beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa. Zum erweiterten Kreis derer, die sich Hoffnungen auf den Gesamtsieg machten, zählten unter anderem Giancarlo Fisichella, Nick Heidfeld sowie Lewis Hamilton. Zwischen den genannten Fahrern entflammte spätestens mit dem Aufleuchten der grünen Ampel der heiße Kampf um den Thron, der mit vollster Spannung erwartet werden durfte.

Um 4:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit war es dann soweit.

Chronologischer Rennverlauf

Noch vor Beginn des eigentlichen Rennens wurde Ferrari-Pilot Felipe Massa, auf Grund eines Motorwechsels nach einem Getriebeschaden in der Qualifikationsrunde, von Rang 16 auf den letzten Rang in der Startaufstellung versetzt.

Einführungsrunde

Erster kleiner Schock für Jarno Trulli und die Toyota-Crew bereits in der Einführungsrunde, als sein Wagen im Heckbereich direkt nach dem Anfahren extrem Rauch entwickelte. Außer ein paar Öltropfen auf der Strecke und einer leicht vernebelten Start-/Zielgerade ist jedoch nichts passiert.

Startphase

Der Start glückte: Alle Wagen kamen unbeschadet durch die gefürchteten ersten beiden Kurven. Heidfeld schob sich an Alonso vorbei und sagte dem Spanier gleich zu Beginn den Kampf an. Ansonsten gab es keine relevanten Positionswechsel. Einzig Massa konnte innerhalb der ersten beiden Runden sechs Plätze gutmachen, der damit eine Aufholjagd vom letzten Platz begann. Sein Teamkollege Kimi Räikkonen gab an der Spitze gleich ein hohes Tempo vor, fuhr schon zu diesem frühen Zeitpunkt fünfmal hintereinander die schnellste Rundenzeit. Seinem Verfolger Nick Heidfeld gelang es aber, Weltmeister Fernando Alonso sehr schnell gute 2,5 Sekunden abzunehmen. Auch Debütant Lewis Hamilton überholte den Spanier. Für die erste aufregende Situation sorgte die Kollision zwischen Adrian Sutil und Anthony Davidson, bei der keinem der Piloten eindeutig die Schuld zugewiesen werden konnte.

Runde 11

Der erste Ausfall der neuen Saison. Es traf wie im letzten Jahr zuerst Christijan Albers. Nachdem er zu spät abgebremst hatte, rutschte der Spyker-Pilot durch die begrünte Nebenfläche der Strecke, bis er mit zirka 50 Kilometern pro Stunde quasi in einem Reifenstapel zum Stehen kam. Dieses unfreiwillige Manöver zog die erste gelbe Flagge nach sich. Ansonsten verlief das Rennen bis zu diesem Zeitpunkt relativ unspektakulär.

Erste Boxenstoppphase

Nick Heidfeld war der erste Pilot aus der Spitzengruppe, der zum Tanken in die „Pit Lane“ fuhr. Sein BMW war also der am geringsten betankte Wagen, wodurch er am Anfang des Rennens Vorteile genoss. Bereits drei Runden später stattete Kimi Räikkonen seiner Crew einen Besuch ab. Damit ging der Neuling Lewis Hamilton in Führung – vor seinem Kollegen Fernando Alonso. Die Doppelführung für die Silberpfeile hatte aber nicht lange Bestand, denn Alonso ließ noch vor seinem Kollegen nachtanken. Nachdem alle Piloten nun in der Boxengasse gewesen waren, war die Situation genauso wie zuvor: Der Finne Kimi Räikkonen lag jetzt schon elf Sekunden vor den beiden McLaren-Wagen. Felipe Massa räumte das Feld weiter von hinten auf, befand sich vor seinem Stopp – er war der letzte, der zum Tanken kam – schon auf Rang neun.

Runde 23

Strafe für den deutschen Debütanten Adrian Sutil – wegen Nichtbeachtung der blauen Flagge. Er musste für zehn Sekunden in der Box stehenbleiben, wodurch er Boden auf die Fahrer vor ihm verlor. Eine erneute Strafe erhielt er dann, als er direkt beim Herausfahren aus der Box nach Absitzen der Strafe die weiße Begrenzungslinie überfuhr. So gelangte er relativ schnell an das Schlusslicht des Fahrerfeldes.

Runde 29 („Halbzeit“)

Scott Speed schied nach einem Unfall aus. Das Fahrerfeld war mehr oder weniger noch immer gleich positioniert: Raikkönen weiter vor Hamilton und Alonso, danach die beiden BMW mit Kubica und Heidfeld. Der Finne hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon 18 Sekunden Vorsprung, und es sah so aus, als nehme er schon zu diesem Zeitpunkt etwas Gas raus, um den Wagen zu schonen. Aus deutscher Sicht bis dahin ein zufriedenstellendes Rennen, da Nico Rosberg und Ralf Schumacher den achten und siebten Rang einnahmen.

Runde 36

Nico Rosberg zog an Ralf Schumacher vorbei und hätte nun schon zwei WM-Punkte erhalten. Robert Kubica musste in derselben Runde seinen BMW wegen eines technischen Defektes im Getriebe in der Garage abstellen. An der Spitze des Feldes zog Kimi Räikkonen einsam und allein seine Kreise und sah schon jetzt wie der sichere Sieger aus.

Zweite Boxenstoppphase

Kimi Räikkonen kam diesmal als Erster in die Box. Wenige Sekunden nach ihm folgte Nico Rosberg. Bereits eine Runde später stieg die Spannung, als der erste Silberpfeil mit Lewis Hamilton einrollte. Würde der junge Brite die Sensation perfekt machen und vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso bleiben? Die Antwort folgte nur zwei Runden später. Währenddessen eine Szene zum Schmunzeln von Lokalmatador Mark Webber. Der Red-Bull-Pilot schaffte das Kunststück, direkt vor der Boxeneinfahrt eine komplette Drehung hinzulegen, um anschließend seelenruhig zum Tanken zu fahren. Das sah schon fast nach Absicht aus. Nun richteten sich alle Augen auf den Stopp von Fernando Alonso. Nach einem schnellen Tankvorgang konnte sich der amtierende Weltmeister vor seinen Teamkollegen schieben und nahm nun die erste Verfolgerposition ein. Ansonsten änderte sich nicht viel an den Positionen. Nur Felipe Massa machte wieder ein paar Plätze gut und lag nun schon auf Rang acht, der zumindest einen WM-Punkt garantiert. Am Schluss des Feldes hielt sich weiterhin Adrian Sutil, der dem Erreichen seines Zieles, das Rennen zu beenden, immer näher rückte.

Runde 48 (zehn Runden vor Schluss)

Spektakulärer Crash zwischen David Coulthard und Alexander Wurz: Der Schotte wollte eine Kurve sehr weit innen nehmen und sich an dem Österreicher Wurz vorbeischieben. Da er zu spät abgebremst hatte, rutschte sein RB03 in die Seite des Williams und wurde durch die Berührung der Reifen ausgehebelt. Quasi quer über seinen Widersacher schießend blieb er anschließend an der gleichen Stelle liegen, wo zuvor Christijan Albers zum Stehen kam. Auch für Alexander Wurz war das Rennen vorzeitig beendet. Er hatte jedoch Glück, dass Coulthards Wagen im Flug nur knapp seinen Kopf und Arme verfehlte.

Schlussphase

Kimi Räikkonen fuhr fünf Runden vor der Zieldurchfahrt mit einem uneinholbaren Vorsprung an der Spitze des Feldes. Hinter ihm befanden sich immer noch die beiden McLaren sowie der einzig übrig gebliebene BMW von Nick Heidfeld. Der Brasilianer Felipe Massa lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang sechs – nur knapp hinter Giancarlo Fisichella. Die beiden Deutschen Ralf Schumacher und Nico Rosberg befanden sich immer noch in den Punkten auf den Plätzen sieben und acht.

Ziel

Wie erwartet siegte Kimi Räikkonen souverän und feierte einen perfekten Einstand bei seinem neuen Arbeitgeber. Ebenso Lewis Hamilton, der den Sprung auf das Podium in seinem ersten Rennen in der Formel 1 schaffte, direkt hinter seinem Teamkollegen Fernando Alonso. Dahinter blieb alles unverändert.

Fazit: Der Start in die Saison 2007 ist geglückt; in mehrfacher Hinsicht. Die Topteams um Ferrari, McLaren und BMW konnten allesamt mit dem Rennwochenende zufrieden sein. Die Scuderia bestätigte ihre Rolle als Favorit auf den Konstrukteurstitel nicht nur durch die Tatsache, dass Kimi Räikkönen souverän zum Sieg fuhr, sondern auch auf Grund der starken Aufholjagd von Felipe Massa, der vom letzten auf den sechsten Rang jagte. Die Führung in der Konstrukteurs-WM konnten die Italiener aber nicht für sich verbuchen, da die beiden McLaren von Fernando Alonso und Lewis Hamilton zweifach hoch punkteten. Letztgenannter überraschte alle. Als Debütant fuhr der junge Brite gleich auf das Podium. Bei BMW, der dritten Kraft der Konstrukteure, durfte man zufrieden mit dem vierten Platz von Nick Heidfeld sein; ein kleiner Wermutstropfen ist das vorzeitige Ausscheiden von Robert Kubica, dessen Getriebe im fünften Gang stecken blieb.

Aus deutscher Sicht war dieses Rennen ein echter Erfolg. Mit Nick Heidfeld (Platz vier), Nico Rosberg (Platz sieben) und Ralf Schumacher (Platz acht) positionierten sich gleich drei Deutsche in den Punkterängen. Debütant Adrian Sutil erreichte sein Ziel, das Rennen zu Ende zu führen. Er wurde zwar letzter; durch die insgesamt fünf Ausfälle war dieser letzte Platz allerdings gleichbedeutend mit dem 17. Platz.

Enttäuschend war für die Honda-Fans wie schon in der Qualifikationsrunde das Abschneiden ihres Teams: Die Fahrer des japanischen Teams, Rubens Barrichello und Jenson Button, landeten auf Platz elf und Platz 15. Bis zum nächsten Rennen in Malaysia ist für die beiden noch viel Aufholarbeit zu leisten.

Ergebnisse des Großen Preis von Australien

1 Kimi Räikkonen Ferrari 1:25:28.770
2 Fernando Alonso McLaren-Mercedes + 7.242
3 Lewis Hamilton McLaren-Mercedes + 18.595
4 Nick Heidfeld BMW Sauber + 38.763
5 Giancarlo Fisichella Renault + 1:06.469
6 Felipe Massa Ferrari + 1:06.805
7 Nico Rosberg Williams-Toyota + 1 Runde
8 Ralf Schumacher Toyota + 1 Runde
9 Jarno Trulli Toyota + 1 Runde
10 Heikki Kovalainen Renault + 1 Runde
11 Rubens Barrichello Honda + 1 Runde
12 Takuma Sato Super Aguri-Honda + 1 Runde
13 Mark Webber RBR-Renault + 1 Runde
14 Vitantonio Liuzzi STR-Ferrari + 1 Runde
15 Jenson Button Honda + 1 Runde
16 Anthony Davidson Super Aguri-Honda + 2 Runden
17 Adrian Sutil Spyker-Ferrari + 2 Runden
18 Alexander Wurz Williams-Toyota DNF (Unfall)
19 David Coulthard RBR-Renault DNF (Unfall)
20 Robert Kubica BMW Sauber DNF (Defekt)
21 Scott Speed STR-Ferrari DNF (Unfall)
22 Christijan Albers Spyker-Ferrari DNF (Unfall)


Rot hinterlegt: Sieger ||| Grün hinterlegt: Ausgeschiedene Teilnehmer

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March 18, 2007

Formel-1-Saison 2007 eröffnet

Formel-1-Saison 2007 eröffnet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Formel-1-Saison 2007 eröffnet

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Melbourne (Australien), 18.03.2007 – Bei der Qualifikation zum Großen Preis von Australien erkämpfte sich Kimi Räikkönen wie erwartet die Pole-Position. Seine Bestzeit übertraf die der anderen Fahrer bei weitem. Selbst auf den amtierenden Weltmeister Alonso (zweiter Startplatz) fuhr der „kühle Finne“ fast eine halbe Sekunde heraus.

Eigentlich ein Grund zur Freude bei Ferrari, wäre da nicht der Getriebeschaden von Felipe Massa zu Beginn der zweiten Qualifikationsausscheidung gewesen. Im ersten Durchgang war nur sein Teamkollege Räikkönen schneller als er, was den Italienern berechtigten Grund zur Hoffnung auf eine „Doppel-Pole“ gab.

Ähnliche Probleme mit seinem Fahrzeug hatte auch Ralf Schumacher. Ein Getriebeproblem konnte noch rechtzeitig behoben werden, wodurch er den neunten Startplatz erreichte. Noch erfreulicher aus deutscher Sicht war die souveräne und fehlerfreie Fahrt von Nick Heidfeld, die zu Startplatz drei führte. Er befindet sich in seiner Startposition zwischen den beiden Silberpfeilen, wobei er den Debütanten Lewis Hamilton hinter sich lassen konnte.

Mit dem Startplatz fünf von Robert Kubica kann das BMW-Team auf einen für beide Fahrer sehr erfolgreichen Samstag zurückblicken. Die anderen beiden deutschen Formel-1-Piloten landeten erwartungsgemäß im Mittelfeld (Nico Rosberg) beziehungsweise in der letzten Startreihe (Adrian Sutil). Immerhin war der Neuling Sutil schneller als sein Teamkollege Albers, was als kleiner Erfolg für den Deutschen angesehen werden kann.

Weit hinter den Erwartungen blieben die Teams von Renault und Honda zurück, allen voran Rubens Barrichello – eigentlich der erfahrenste Fahrer im Feld, dessen 17. Rang nicht einmal zum zweiten Qualifikationslauf berechtigte.

Für eine echte Überraschung sorgte Super Aguri. Das japanische Team erreichte mit beiden Autos die zweite Qualifikationsrunde; Takumo Sato durfte sogar in der Endrunde fahren.

Ergebnisse des Qualifyings zum Australien-GP

1 Kimi Räikkonen Ferrari 1.26.072
2 Fernando Alonso McLaren-Mercedes 1.26.493
3 Nick Heidfeld BMW Sauber 1.26.556
4 Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 1.26.755
5 Robert Kubica BMW Sauber 1.27.347
6 Giancarlo Fisichella Renault 1.27.634
7 Mark Webber RBR-Renault 1.27.934
8 Jarno Trulli Toyota 1.28.404
9 Ralf Schumacher Toyota 1.28.692
10 Takuma Sato Super Aguri-Honda 1.28.871
11 Anthony Davidson Super Aguri-Honda 1.26.909
12 Nico Rosberg Williams-Toyota 1.26.914
13 Heikki Kovalainen Renault 1.26.964
14 Jenson Button Honda 1.27.264
15 Alexander Wurz Williams-Toyota 1.27.393
16 Felipe Massa Ferrari DNF (Getriebe)
17 Rubens Barrichello Honda 1.27.679
18 Scott Speed STR-Ferrari 1.28.305
19 David Coulthard RBR-Renault 1.28.579
20 Vitantonio Liuzzi STR-Ferrari 1.29.267
21 Adrian Sutil Spyker-Ferrari 1.29.339
22 Christijan Albers Spyker-Ferrari 1.31.932


Rot hinterlegt: Pole Position ||| Grau hinterlegt: Teilnehmer der Finalsession ||| Gelb hinterlegt: Ausgeschiedene Teilnehmer der zweiten Session ||| Grün hinterlegt: Ausgeschiedene Teilnehmer der ersten Session

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April 3, 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

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Steckenverlauf in Bahrain

Sakhir (Bahrain), 03.04.2005 – An diesem Wochenende war es soweit: Die Formel 1 gibt ihr zweites Gastspiel in der Wüste von Bahrain, der dritte von 19 WM-Läufen der Saison 2005 findet in Sakhir in Bahrain statt. Im Vorjahr konnten die beiden Ferraripiloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello einen Doppelsieg für das italienische Traditionsteam erringen, Jenson Button auf BAR-Honda komplettierte das Siegertreppchen.

Ausgangslage für 2005: Nachdem Dauerweltmeister Michael Schumacher, der zuletzt fünfmal in Folge die Fahrerweltmeisterschaft für sich entscheiden konnte, und sein Ferrariteam, das sechsmal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen konnte, mit Problemen in die Saison gestartet sind, konnten die ersten beiden Rennen von den Renault-Piloten Giancarlo Fisichella (Melbourne) und Fernando Alonso (Sepang) gewonnen werden. Ferrari ist lediglich auf Platz vier der Konstrukteurswertung, Michael Schumacher steht auf Platz elf der Fahrerwertung.

Ferrari mit neuem Auto: Aufgrund des schlechten Saisonstartes will Ferrari das Debüt des neuen F2005 um zwei Rennen vorziehen. Bereits in Sakhir werden Michael Schumacher und Rubens Barrichello mit ihrem neuen Auto unterwegs sein, als Ersatzauto steht erneut ein überarbeiteter F2004 bereit. Ein Nachteil ist allerdings, dass das neue Auto von den Einsatzfahrern nur sehr wenig getestet worden ist. Zudem steht ein mittelgroßes Fragezeichen hinter der Zuverlässigkeit der Boliden. Allerdings blieb dem Rennstall nach dem schlechten Saisonstart keine andere Wahl: Ferrari musste handeln, um den Anschluß an die WM-Spitze nicht völlig zu verlieren.

McLaren-Mercedes ohne Montoya: Weil er sich beim Tennisspielen einen Haarriss im Schulterblatt zugezogen hat, muss der Kolumbianer Juan Pablo Montoya pausieren. Er wird durch durch Pedro de la Rosa ersetzt. Der eigentliche Ersatzfahrer, Alexander Wurz, wird nur am Freitag ins Geschehen eingreifen, weil für den 1,86 Meter großen ehemalige Benetton-Pilot eine extralange Version des MP 4-20 gebaut werden muss. Da dieses Auto erst in der Woche vor dem Grand Prix fertiggestellt wurde, erhält Pedro de la Rosa den Vorzug, der bereits über 2.000 Kilometer mit dem Auto gefahren ist.

Renault in der Favoritenrolle: Nach einem hervorragenden Saisonstart gilt es für die Mannschaft um den schillernden Teamchef Flavio Briatore nun, diese Leistung zu bestätigen. Diese 56. Formel 1 Weltmeisterschaft ist mit 19 Rennen länger als jede andere der Vergangenheit, weswegen es besonders wichtig ist, seine Leistung zu konservieren. Vor dem Hintergrund des neuen Ferraris könnte es besonders schwer werden. Doch wer den Anspruch hat, Weltmeister zu werden, der muss alle anderen Teams regelmäßig besiegen.

Reifenkrieg: Aufgrund der neuen Reifenregelungen, wonach ein Satz Reifen das ganze Rennen halten muss und nicht mehr gewechselt werden darf, es sei denn, es liegt nachweislich ein Reifenschaden vor, hat Ferrari-Ausrüster Bridgestone zur Zeit wesentlich mehr Probleme als Konkurrent Michelin, die mit der geforderten längeren Haltbarkeitsdauer wesentlich besser zurechtzukommen scheinen. Hintergrund ist vermutlich, dass Michelin wesentlich mehr Teams unter Vertrag und damit mehr Testmöglichkeiten hat. Das ist allerdings aufgrund der Tatsache, dass Ferrari bei Bridgestone die unumstrittene Nummer Eins ist und alle anderen Teams sehen müssen, wie sie mit den Reifen klarkommen, nur allzu verständlich. Wenn Bridgestone seine Leistung nicht massiv steigern wird, ist es für Ferrari so gut wie unmöglich, Weltmeister zu werden. Wenn Bridgestone allerdings einen starken Reifen herstellt und der F2005 gut funktioniert, haben sie 17 Rennen vor Schluß noch alle Chancen.

Zeitplan: Am Freitag finden die ersten beiden freien Trainingssitzungen statt, die um 10:00 Uhr beziehungsweise 13:00 Uhr live auf Premiere und N-TV übertragen werden. Das zweite freie Training wird zusätzlich im ORF live übertragen.

Am Samstag wird es nach den beiden freien Trainings, die um 08:00 Uhr beziehungsweise 09:15 Uhr MESZ beginnen und live auf Premiere übertragen, um 12:00 Uhr erstmals richtig ernst: Die erste Qualifikationssitzung beginnt, die Fahrer gehen jeweils auf eine schnelle Runde. Neu in dieser Saison ist, dass die Zeiten aus der ersten Sitzung am Samstagmittag und aus der zweiten Sitzung am Sonntagmorgen addiert werden. Die Qualifikation wird live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen.

Am Sonntag steigt schließlich das große Finale: Um 09:30 Uhr MESZ beginnt die zweite Qualifikation, die wie das Rennen, das um 13:30 Uhr beginnt, live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen wird.

Freies Training am Freitag: Seit dieser Saison muss ein Rennmotor zwei komplette Rennwochenenden halten, weswegen der Freitag an Aussagekräftigkeit noch einmal verloren hat. Die Wichtigkeit des dritten Autos, das von den Teams, die im Vorjahr nicht auf den ersten vier Plätzen der Konstrukteurswertung landeten, eingesetzt werden darf, ist besonders wichtig. Die Bestzeit fuhr daher auch Toyota-Testfahrer Ricardo Zonta. Auf Platz zwei mit sechs Zehntelsekunden Rückstand kam allerdings schon Vorjahresweltmeister Michael Schumacher mit seinem neuen Ferrari F2005.

Das zweite freie Training stand ganz im Zeichen des McLaren-Mercedes-Testfahrers Alexander Wurz, der sich keine Sorgen um die Haltbarkeit seines Motors machen musste. Mit 1:30,695 Minuten fuhr er die schnellste Runde des Freitags. Damit hat er die Vormittagszeit um zirka 0,8 Sekunden unterboten. Ansonsten bestätigten die Renaults ihre Favoritenrolle mit den Plätzen zwei und sieben. Für Ferrari war nur Platz fünf für Michael Schumacher drin. Rubens Barrichello hatte Getriebeprobleme und konnte nicht teilnehmen. Erneut scheinen also die Renaults in der Favoritenrolle, während Ferrari mit Problemen zu kämpfen hat. Ein großes Fragezeichen steht hinter McLaren-Mercedes, die zwar die Geschwindigkeit haben, diese allerdings bislang nur schwer umsetzen konnten. Im ersten freien Training hatte Alexander Wurz einen Elektronikschaden, der ihn zu einem Abflug zwang. Am Samstag findet die erste Qualifikation statt.

Vielen Fans ist negativ aufgefallen, dass die Live-Übertragung bei N-TV fast vollständig ausfiel. Stattdessen wurden Berichte über den Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. in einer Endlosschleife wiederholt. Für die Sessions am Samstag und am Sonntag, die im deutschen Free-TV auf RTL gezeigt werden, ist das allerdings nicht zu erwarten.

Erste Qualifikation am Samstag: Am Samstagmittag fand die erste Qualifikationssession statt. Die vorläufige Pole-Position sicherte sich Fernando Alonso auf Renault mit einer Bestzeit von 1,29,848 Minuten. Zweiter wurde zunächst Jarno Trulli auf Toyota mit 0,145 Sekunden Rückstand. Michael Schumacher wurde im neuen Ferrari Dritter, er hat 0,389 Sekunden Rückstand.

Nick Heidfeld auf Williams-BMW wurde Vierter, Giancarlo Fisichella im zweiten Renault ist auf Platz fünf. Der zweite Williams-BMW Pilot, Mark Webber, wurde Sechster vor Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen, dessen Ersatzteamkollege Pedro de la Rosa auf Platz neun steht. Christian Klien auf Red-Bull steht damit auf Platz acht im Silberpfeil-Sandwich. Felipe Massa auf Sauber komplettiert die Top Ten. Ralf Schumacher auf Toyota ist elfter, Patrick Friesacher auf Minardi ist zwanzigster.

Ergebnis Qualifikation Samstag:

Pos. No. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1:29.848
2 16 Jarno Trulli Toyota 1:29.993
3 1 Michael Schumacher Ferrari 1:30.237
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 1:30.390
5 6 Giancarlo Fisichella Renault 1:30.445
6 7 Mark Webber Williams-BMW 1:30.592
7 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 1:30.594
8 15 Christian Klien Red Bull Racing 1:30.646
9 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 1:30.725
10 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 1:30.933
11 17 Ralf Schumacher Toyota 1:30.952
12 3 Jenson Button BAR-Honda 1:30.957
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 1:31.113
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 1:31.211
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 1:31.826
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 1:32.318
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 1:33.190
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 1:33.424
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 1:34.005
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 1:34.848

Trulli mit Sympathiebekundung für den Papst: Am Rande fiel auf, dass der italienische Toyota-Pilot Jarno Trulli an diesem Wochenende ein ganz besonderes Helmdesign hat: Er hat sich „G.P. II“ und ein Herz auf seinen Helm malen lassen. „G.P.II“ steht für Giovanni Paulus II., den italienischen Papstnamen Karol Wojtylas, der am Samstagabend gestorben ist.

Zweite Qualifikationseinheit am Sonntagmorgen: Erneut steht ein Renault auf der Pole-Position: Der Spanier Fernando Alonso konnte sich vor Michael Schumacher auf Ferrari den ersten Startplatz sichern. Jarno Trulli auf Toyota und Nick Heidfeld auf Williams-BMW stehen in der zweiten Reihe. Mark Webber im zweiten Williams-BMW steht gemeinsam mit Ralf Schumacher auf Toyota in der dritten Startreihe. Die beiden Silberpfeile von Pedro de la Rosa und Kimi Räikkönen stehen auf den Plätzen acht und neun. Vor ihnen steht Christian Klien auf Red Bull. Aufgrund eines Fahrfehlers in seiner schnellen Runde muss sich Giancarlo Fisichella im zweiten Renault mit dem zehnten Startplatz zufriedengeben.

Ergebnis Qualifikation Sonntag:

Pos. No. Fahrer Team Gesamtzeit
1 5 Fernando Alonso Renault 3:01.902
2 1 Michael Schumacher Ferrari 3:02.357
3 16 Jarno Trulli Toyota 3:02.660
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 3:03.217
5 7 Mark Webber Williams-BMW 3:03.262
6 17 Ralf Schumacher Toyota 3:03.271
7 15 Christian Klien Red Bull Racing 3:03.369
8 8 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 3:03.373
9 7 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 3:03.524
10 6 Giancarlo Fisichella Renault 3:03.765
11 3 Jenson Button BAR-Honda 3:04.348
12 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 3:05.202
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 3:05.563
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 3:05.844
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 3:07.693
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 3:07.983
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 3:09.428
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 3:10.143
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 3:10.422
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 3:11.261

Das Rennen: Auch beim dritten WM-Lauf 2005 konnte ein Renault gewinnen, zum zweiten Mal der Spanier Fernando Alonso, der mit 26 Punkten nun mehr und mehr zum WM-Favoriten wird. Zweiter wurde, wie schon in Malayisa vor 14 Tagen, der Italiener Jarno Trulli auf Toyota. Dessen Teamkollege Ralf Schumacher wurde Vierter, was für Toyota das beste Ergebnis seiner Teamgeschichte bedeutet. Kimi Räikkönen auf McLaren-Mercedes wurde Dritter, sein Teamkollege Pedro de la Rosa, der den verletzten Juan Pablo Montoya ersetzt, errang auf Platz fünf vier WM-Punkte. Dass er in Imola erneut im Silberpfeil sitzen wird, ist unwahrscheinlich: Selbst wenn Montoya nicht wieder fit sein sollte, würde vermutlich Alexander Wurz einspringen, der mit 1,86 Meter zu groß für den MP 4-20 ist. Eine Longversion wurde in der vergangenen Woche fertiggestellt, beim nächsten Rennen in drei Wochen ist davon auszugehen, dass der Österreicher Montoya ersetzen könnte.

Mark Webber auf Williams-BMW, Felipe Massa auf Sauber-Petronas und David Coulthard auf Red Bull komplettieren die Punkteränge. Der kanadische Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hatte bis kurz vor Schluss Ambitionen auf den achten Platz, bis er von David Coulthard touchiert wurde und nach einem Aufhängungsschaden aufgeben musste.

Ferrari im Pech: Für Ferrari ist es erneut ein schwarzes Wochenende. Obwohl der F2005 ein Schritt nach vorne zu sein scheint, war das Rennen für Michael Schumacher bereits nach 13 Runden mit einem Hydraulikschaden beendet, Rubens Barrichello fiel im Laufe des Rennens mehr und mehr zurück. Am Ende blieb nur Platz neun, außerhalb der Punkte.

Endergebnis:

Pos. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1h29min18,531 sek
2 16 Jarno Trulli Toyota +13.4 sek
3 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes +32.0 sek
4 17 Ralf Schumacher Toyota +53.2 sek
5 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes +64.9 sek
6 7 Mark Webber Williams-BMW +74.7 sek
7 12 Felipe Massa Sauber-Petronas +1 Runde
8 14 David Coulthard Red Bull Racing +1 Runde
9 2 Rubens Barrichello Ferrari +1 Runde
10 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota +2 Runden
11 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas +3 Runden
12 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth +3 Runden
13 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth +4 Runden
ausgeschieden 3 Jenson Button BAR-Honda +11 Runden
ausgeschieden 4 Takuma Sato BAR-Honda +30 Runden
ausgeschieden 8 Nick Heidfeld Williams-BMW +32 Runden
ausgeschieden 1 Michael Schumacher Ferrari +45 Runden
ausgeschieden 6 Giancarlo Fisichella Renault +53 Runden
ausgeschieden 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota +55 Runden
ausgeschieden 15 Christian Klien Red Bull Racing +57 Runden

Ausblick: Die Formel 1 hat jetzt drei Wochen Pause. Erst am 24. April wird der Europaauftakt, der Große Preis von San Marino im italienischen Imola stattfinden.

Fahrerwertung:

Fahrer Team Punkte AUS MAL BRN
1. Alonso Renault 26 6 10 10
2. Trulli Toyota 16 8 8
3. Fisichella Renault 10 10
4. R. Schumacher Toyota 9 4 5
4. Coulthard Red Bull Racing 9 5 3 1
6. Barrichelo Ferrari 8 8
6. Montoya McLaren 8 3 5
8. Webber Williams 7 4 3
8. Räikkönen McLaren 7 1 6
10. Heidfeld Williams 6 6
11. de la Rosa McLaren 4 4
12. Klien Red Bull Racing 3 2 1
13. M. Schumacher Ferrari 2 2
14. Massa Sauber 2 2

Konstrukteurswertung:

Team Punkte
1. Renault 36
2. Toyota 25
3. McLaren 19
4. Williams 13
5. Red Bull Racing 12
6. Ferrari 10
7. Sauber 2

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March 24, 2005

Ferrari beim nächsten Rennen mit neuem Auto

Ferrari beim nächsten Rennen mit neuem Auto

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Mugello (Italien) / Manama (Bahrain), 24.03.2005 – Nach dem missglückten Saisonstart will Ferrari beim am übernächsten Wochenende stattfindenden Großen Preis von Bahrain mit einem neuen Auto starten. In den ersten beiden Saisonläufen trat Ferrari mit einem modifizierten Vorjahresauto an. Mit 16 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Renault sind die Italiener lediglich Vierte in der Konstrukteursweltmeisterschaft. In der Fahrerwertung liegt Michael Schumacher mit nur zwei Zählern auf Platz elf.

„Der „Mugello-Test“ bestätigte das Potenzial des Autos. Wir werden zwei F2005, also für jeden Fahrer einen, mitnehmen, während das T-Car ein F2004 M sein wird, welcher in Australien und Malaysia eingesetzt wurde. Die unterschiedlichen Ergebnisse der ersten beiden Rennen gaben uns einen positiven Anreiz. Zusammen mit Bridgestone haben wir uns dazu entschlossen, das Entwicklungsprogramm zu beschleunigen und wir glauben, dass die Kombination aus verschiedenen neuen Elementen – Auto und Reifen – uns nach zwei defensiven Rennen wieder in die Offensive bringen wird“ sagte Teamchef Jean Todt heute morgen nach dem Ende der Ferrari-Testfahrten in Mugello.

Michael Schumacher hatte zuletzt fünfmal in Folge die Fahrerweltmeisterschaft gewonnen, Ferrari sogar sechsmal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft. Ob der neue F2005 der große Wurf ist, und ob Ferrari in Bahrain um den Sieg fahren kann, muss sich zeigen. Zum jetzigen Saisonzeitpunkt, nach zwei von 19 Rennen, ist es jedenfalls noch viel zu früh, ein Team abzuschreiben. Die ersten beiden Rennen wurden von den Renault-Piloten Giancarlo Fisichella und Fernando Alonso gewonnen.

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March 20, 2005

Formel 1 in Malaysia

Formel 1 in Malaysia – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Formel 1 in Malaysia

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Rennstrecke in Malaysia

Kuala Lumpur (Malaysia), 20.03.2005 – Auch beim zweiten Rennen der diesjährigen Formel-1-Weltmeisterschaft, dem Großen Preis von Malaysia, gewann ein Renault-Fahrer. Diesmal allerdings nicht der Italiener Giancarlo Fisichella, der nach einer Kollision mit Mark Webber (Australien) auf Williams-BMW vorzeitig ausschied, sondern sein spanischer Teamkollege Fernando Alonso vor Jarno Trulli (Italien) auf Toyota und Nick Heidfeld (Mönchengladbach) auf Williams-BMW. Vierter wurde Juan Pablo Montoya (Kolumbien) auf McLaren-Mercedes, dessen Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) sich nach einem Reifenplatzer mit Platz neun begnügen musste. Fünfter wurde Ralf Schumacher (Kerpen) im zweiten Toyota vor David Coulthard (Schottland) auf Red Bull Racing. Vorjahresweltmeister Michael Schumacher (Kerpen) auf Ferrari wurde nur siebter. Den letzten Weltmeisterschaftspunkt konnte der Österreicher Christian Klien auf Red Bull Racing ergattern.

Petronas Towers in Kuala Lumpur

Nach dem Unfall zwischen Webber und Fisichella wurde zunächst eine Untersuchung durch die Rennleitung eingeleitet. Nachdem beide Fahrer vernommen worden sind, wurde Giancarlo Fisichella für einen Rennen zur Bewährung gesperrt. Sollte es in den nächsten Rennen zu einem ähnlichen Zwischenfall kommen, muss er aussetzen.

Der dritte Grand Prix zur diesjährigen Formel-1-Weltmeisterschaft wird vom 1. bis 3. April in Bahrain stattfinden.

Fahrerwertung:

Fahrer Team Punkte AUS MAL
1. Alonso Renault 16 6 10
2. Fisichella Renault 10 10
3. Trulli Toyota 8 8
4. Barrichelo Ferrari 8 8
5. Coulthard Red Bull Racing 8 5 3
6. Montoya McLaren 8 3 5
7. Heidfeld Williams 6 6
8. R. Schumacher Toyota 4 4
9. Webber Williams 4 4
10. Klien Red Bull Racing 3 2 1
11. M. Schumacher Ferrari 2 2
12. Räikkönen McLaren 1 1

Konstrukteurswertung:

Team Punkte
1. Renault 26
2. Toyota 12
3. Red Bull Racing 11
4. Ferrari 10
5. Williams 10
6. McLaren 9

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March 6, 2005

Die neue Formel 1 Saison startet in Melbourne

Die neue Formel 1 Saison startet in Melbourne

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Streckenverlauf in Melbourne

Melbourne (Australien), 06.03.2005 – Heute Nacht um 04:00 Uhr MEZ ist die neue Formel 1 Saison mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne gestartet.

Sieger wurde der Italiener Giancarlo Fisichella mit dem Renault-Team. Er fuhr in Melbourne vom Start aus der Pole Position heraus aus zu einem klaren Sieg. Weltmeister Michael Schumacher (Ferrari) ist bei diesem Rennen 14 Runden vor Schluss nach einer Kollission mit Nick Heidfeld (BMW-Williams) ausgeschieden. Die Überraschung von Melbourne: Der Formel 1 Neueinsteiger Red Bull kam mit beiden Autos in die Punktwertung.

Mit Beginn dieser Rennsaison hat der Automobil-Weltverband neue Regeln für die Rennteams eingeführt. Es geht hierbei um gravierende Änderungen beim Motor, den Reifen und der Aerodynamik. Den Grund für diese Änderungen nannte der Automobil-Weltverband darin, in Zukunft die Autos noch sicherer und dabei kostengünstiger zu machen. Die Rennen sollen auch wieder spannender werden.

Der nächste „Große Preis“ findet vom 18. bis zum 20. März in Malaysia / Kuala Lumpur statt.

Platzierung:

  • 1. Giancarlo Fisichella (Italien) Renault
  • 2. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari
  • 3. Fernando Alonso (Spanien) Renault
  • 4. David Coulthard (Großbritannien) Red-Bull-Cosworth
  • 5. Mark Webber (Australien) BMW-Williams
  • 6. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) McLaren-Mercedes
  • 7. Christian Klien (Österreich) Red-Bull-Cosworth
  • 8. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes
  • 9. Jarno Trulli (Italien) Toyota
  • 10. Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas
  • 11. Jenson Button (Großbritannien) BAR-Honda
  • 12. Ralf Schumacher (Kerpen) Toyota
  • 13. Jacques Villeneuve (Kanada) Sauber-Petronas
  • 14. Takuma Sato (Japan) BAR-Honda
  • 15. Narain Karthikeyan (Indien) Jordan-Toyota
  • 16. Tiago Monteiro (Portugal) Jordan-Toyota
  • 17. Patrick Friesacher (Österreich) Minardi-Cosworth

Fahrerwertung:

Fahrer Team Punkte
1. Fisichella Renault 10
2. Barrichelo Ferrari 8
3. Alonso Renault 6
4. Coulthard Red Bull Racing 5
5. Webber Williams 4
6. Montoya McLaren 3
7. Klien Red Bull Racing 2
8. Räikkönen McLaren 1

Konstrukteurswertung:

Team Punkte
1. Renault 16
2. Ferrari 8
3. Red Bull Racing 7
4. Williams 4
5. McLaren 4

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