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March 7, 2013

Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist tot

Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist tot

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Veröffentlicht: 03:44, 7. Mär. 2013 (CET)
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Hugo Chávez, 2008

Caracas (Venezuela), 07.03.2013 – Am Dienstag ist der venezolanische Präsident Hugo Chávez an den Folgen seines Krebsleidens gestorben. Bevor der Vizepräsident des Landes, Nicolás Maduro, die Nachricht bekannt gab, wurden alle Fernsehstationen und Radiosender zusammengeschaltet.

Die Regierung des südamerikanischen Landes ordnete eine siebentägige Staatstrauer an; der „Commandante” soll am Freitag beigesetzt werden. In einem Monat wird voraussichtlich ein neuer Präsident gewählt. Als heißer Kandidat gilt Nicolás Maduro, den Chávez noch zu Lebzeiten als Nachfolger vorgesehen hatte.

Auch der Anführer der Opposition, Henrique Capriles Radonski, sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er rief die Bevölkerung zudem zur Einheit auf. „In einer solch schwierigen Zeit müssen wir unsere tiefe Liebe und den Respekt für unser Land zeigen”, so der Politiker.

Vor dem Krankenhaus, in dem Chávez behandelt wurde, versammelten sich seine Anhänger und trauerten. Vielerorts wurden Aktionen veranstaltet, bei denen um den „Christus der Armen in Südamerika” getrauert wurde.

Es gab schon lange Spekulationen um den Gesundheitszustand des 58-Jährigen, der innerhalb der letzten eineinhalb Jahre bereits viermal wegen einer Krebserkrankung operiert wurde.

Quellen[Bearbeiten]

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December 18, 2010

Venezuela: Präsident Chávez regiert per Dekret

Venezuela: Präsident Chávez regiert per Dekret

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Veröffentlicht: 15:56, 18. Dez. 2010 (CET)
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Hugo Chávez, Präsident Venezuelas

Caracas (Venezuela), 18.12.2010 – Der venezolanische Präsident Hugo Chávez kann nun 18 Monate lang mit Sondervollmachten regieren und das Parlament umgehen. Mit der Mehrheit seiner Sozialistischen Partei entmachtete das Parlament sich selbst. Die parlamentarische Opposition warf Chávez vor, das Land in eine Diktatur zu verwandeln.

Als offizielle Begründung für die Sondervollmachten des Präsidenten wurde die Absicht genannt, den Opfern der jüngsten Überschwemmungen rasche Hilfe gewähren zu können. Der Präsident erhält das Recht, in den Bereichen Telekommunikation, Militär und innerer Sicherheit eigenhändig Gesetze zu ändern oder zu erlassen. Auch Steuern kann Chávez nun in eigener Regie festsetzen.

Durch den aktuellen Beschluss kann Chávez die veränderten Mehrheitsverhältnisse im Parlament umgehen, das sich am 04. Januar 2011 konstituiert. Bei den Parlamentswahlen vom September 2010 hatte er die bisherige Zwei-Drittel-Mehrheit verloren.

Bei starken Regenfällen waren in den letzten Wochen 38 Menschen ums Leben gekommen. 130.000 Menschen wurden obdachlos und verloren ihr Eigentum. Auch viele Straßen und Brücken wurden unpassierbar.

Chávez nutzt diese Möglichkeit der Regierung per Dekret bereits zum dritten Mal. Während seiner bisher zwölfjährigen Amtszeit verabschiedete er so rund 100 Gesetze, unter anderem zur Verstaatlichung der Ölindustrie.

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Quellen

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June 22, 2008

Weltflüchtlingstag: Chávez droht Europa wegen Abschieberegelung mit Öllieferstopp

Weltflüchtlingstag: Chávez droht Europa wegen Abschieberegelung mit Öllieferstopp

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Veröffentlicht: 20:57, 22. Jun. 2008 (CEST)
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Caracas (Venezuela), 22.06.2008 – Der Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, droht Europa mit einem Ölboykott, da er die neuen Abschieberegeln der Europäischen Union ablehnt. Am Donnerstag sprach Chávez im Fernsehsender teleSUR und teilte mit, dass diejenigen, die die neue EU-Richtlinie anwendeten, kein Öl aus Venezuela mehr bekämen.

Vergangenen Mittwoch beschloss das Europaparlament, dass Einwanderer, die sich illegal in der EU aufhalten, bis zu 18 Monate in Abschiebehaft genommen werden können und eine Einreisesperre von bis zu fünf Jahren erhalten. Das Recht soll innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden.

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March 6, 2008

Ecuador und Venezuela mobilisieren Truppen an der Grenze zu Kolumbien

Ecuador und Venezuela mobilisieren Truppen an der Grenze zu Kolumbien

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Veröffentlicht: 21:37, 6. Mär. 2008 (CET)
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Rafael Correa, der Präsident Ecuadors

Quito (Ecuador) / Caracas (Venezuela), 06.03.2008 – Die Regierungen von Hugo Chávez und Rafael Correa ordneten die Mobilisierung ihrer Truppen an die kolumbianische Grenze an. Die Maßnahme erfolgte als Reaktion auf die Militäraktion der kolumbianischen Armee, die am Samstag den einheimischen Guerillaführer Raúl Reyes innerhalb des Territoriums von Ecuador tötete. Der ecuadorianische Präsident kündigte außerdem an, dass der kolumbianische Botschafter in Quito, Carlos Holguín, des Landes verwiesen werde. Er fügte hinzu, dass Ecuador von einer fremden Regierung angegriffen worden sei. Dies sei eine äußerst ernste Situation und nicht tolerierbar. Weiterhin gebe es Berichte, dass seitens Kolumbiens ein Luftangriff geplant sei, dem ein Überfall der kolumbianischen Truppen folgen solle.

Gleichzeitig hatte sich die kolumbianische Regierung bei Ecuador entschuldigt. Dabei sagte sie, „es sei zwingend notwendig gewesen, in den Ort zu gehen, von wo aus geschossen wurde.“ Correa erwiderte daraufhin: „Es gibt keine Rechtfertigung für eine ausländische Militäraktion in unserem Territorium“, und er fügte hinzu, dass „bei dieser Angelegenheit eine diplomatische Entschuldigung von der Regierung in Bogota nicht ausreichen werde“. Man fordere feste und formale Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft, um sicherzustellen, dass es keine Wiederholung dieser nicht hinnehmbaren Aktion geben werde. Er habe auch mit anderen Führern der Region gesprochen.

Chavez, der die Freilassung von Entführten der kolumbianischen Guerilla vermittelt hatte, warnte vor der gegenwärtigen Situation und bot der Regierung von Correa bezüglich aller Entscheidungen in dieser Situation seine Unterstützung an.

Quellen

Spanischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 03.03.2008.

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March 5, 2008

Südamerika: Schwere Krise nach Militäraktion gegen FARC-Camp

Südamerika: Schwere Krise nach Militäraktion gegen FARC-Camp

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Veröffentlicht: 14:42, 5. Mär. 2008 (CET)
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FARC-Vizechef Raul Reyes

Quito (Ecuador) / Bogotá (Kolumbien), 05.03.2008 – Dem kolumbianischen Militär ist am Samstag ein vernichtender Militärschlag gegen die marxistische Rebellenorganisation FARC gelungen. Die kolumbianische Luftwaffe sowie Infanterieeinheiten attackierten in der Nacht auf Samstag, den 1. März 2008, ein FARC-Camp, das sich etwa 1.800 Meter von der kolumbianischen Grenze auf ecuadorianischem Territorium in der Provinz Carchi in Ecuador befand.

Der Bombenangriff habe die Rebellen in der Nacht überrascht, woraufhin sie sich in Sicherheit bringen wollten. Die nachrückende Infanterie exekutierte den Vizechef der marxistischen Guerillabewegung Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo (FARC), Raúl Reyes, der sich schon lange für eie diplomatische Lösung des Konfliktes zwischen der Guerilla und der kolumbianischen Regierung eingesetzt hat, sowie ein weiterer hochrangiger FARC-Kommandant und weitere 15 FARC-Rebellen auf der Flucht. Den Tod der FARC-Rebellen bestätigte auch der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Manuel Santos. Auf einem sichergestellten Computer von Raul Reyes seien Daten gefunden worden, die beweisen würden, dass die FARC von Ecuador unterstützt werde. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa dementierte die Anschuldigungen umgehend. Die Regierung des konservativen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez versucht seit einigen Jahren, die marxistische FARC zu besiegen. Dabei wird sie massiv von den Vereinigten Staaten unterstützt, die die kolumbianischen Generäle ausbilden (School of the Americas)und das Militär mit Waffen versorgen. (Bewaffneter Konflikt in Kolumbien)

Die FARC ist die größte kolumbianische Rebellengruppierung. Sie ist in Drogengeschäfte verwickelt und soll insgesamt mehr als 700 Menschen in ihrer Gewalt haben, entweder um Lösegeld zu erpressen oder aus politischen Gründen. Die FARC ließ nach Vermittlung von Chavez am 27. Februar 2008 vier frühere Abgeordnete frei. Bei den Verhandlungen zur Freilassung von Geiseln soll auch Raúl Reyes mitgewirkt haben. Die bekannteste Geisel, die franko-kolumbianische Politikerin Íngrid Betancourt, die während ihres Präsidentschaftswahlkampfes 2002 am 23. Februar 2002 entführt wurde, wurde indes noch nicht freigelassen.

Der kolumbianische Militärschlag in Ecuador hat jedoch schwere diplomatische Verwerfungen mit Ecuador ausgelöst. Die ecuadorianische Regierung in Quito unter Präsident Rafael Vicente Correa Delgado wies den kolumbianischen Botschafter aus und verlegte Truppen an die Grenze zu Kolumbien.

Auch der Linksnationalist Hugo Chávez, der Präsident Venezuelas, protestierte massiv gegen die kolumbianische Militäraktion. Er schloss die venezolanische Botschaft in Bogotá in Kolumbien. Präsident Chávez habe zehn Panzerbataillone in die Grenzregion geschickt. Am Montag konnten aber noch keine Truppenbewegungen beobachtet werden. Außerdem versetzte er seine Luftwaffe in Alarmbereitschaft; diese hat mehrere russische Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-30.

Die Bundesregierung zeigte sich angesichts der drohenden Eskalation in der Region besorgt. „Wir haben diese Entwicklung mit großer Sorge betrachtet“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Jäger, am Montag in Berlin. Der Konflikt könne dazu beitragen, die Region zu destabilisieren. Deshalb hoffe die Bundesregierung auf Zurückhaltung aller Beteiligten, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

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Quellen

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February 23, 2008

Íngrid Betancourt seit sechs Jahren in Geiselhaft

Íngrid Betancourt seit sechs Jahren in Geiselhaft

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Veröffentlicht: 15:56, 23. Feb. 2008 (CET)
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Bogotá (Kolumbien), 23.02.2008 – Die frühere kolumbianische Präsidentschaftskanditatin Íngrid Betancourt verbringt auch den sechsten Jahrestag ihrer Entführung in Gefangenschaft. Die Grünen-Politikerin wurde am 23. Februar 2002 zusammen mit ihrer Wahlkampfleiterin Clara Rojas in San Vicente del Caguán, etwa 740 Kilometer von Bogotá entfernt, von FARC-Rebellen verschleppt. Sie wollte mit ihrem Wahlkampf ein Zeichen für den Dialog mit der Guerilla setzen. Die linksgerichtete FARC will mit ihr als Faustpfand die Freilassung von inhaftierten Kämpfern erpressen.

Íngrid Betancourt besitzt neben der kolumbianischen auch die französische Staatsbürgerschaft. Deshalb setzt sich auch die Regierung in Paris intensiv für ihre Freilassung ein. Alle Bemühungen waren bisher gescheitert. Nach der Vermittlung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez kamen am 10. Januar 2008 die ehemalige Wahlkampfmanagerin von Íngrid Betancourt, Clara Rojas, sowie die damalige Kongressabgeordnete Consuelo González frei.

Die FARC-Rebellen haben zudem die Freilassung der ebenfalls entführten vier Politiker Gloria Polanco, Luis Eladio Pérez, Orlando Beltrán und Jorge Gechem angekündigt, die sich auch schon seit mehreren Jahren in der Gewalt der Guerilla befinden. Derzeit werden etwa 3.000 Geiseln in Kolumbien vermutet. Einige leben bereits seit zehn Jahren in Gefangenschaft. Von Íngrid Betancourt war am 30. November 2007 ein Video aufgetaucht. Das Schicksal der 46-Jährigen bleibt weiter ungewiss.

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December 19, 2007

Kolumbien: Drei Geiseln sollen freikommen

Kolumbien: Drei Geiseln sollen freikommen

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Veröffentlicht: 19:05, 19. Dez. 2007 (CET)
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Bogotá (Kolumbien), 19.12.2007 – Wie die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina am Dienstag berichtete, will eine Rebellenorganisation in Kolumbien bald mehrere Geiseln freilassen, darunter auch Clara Rojas, die zusammen mit der kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Íngrid Betancourt von der linksgerichteten FARC entführt wurde. Ihr dreijähriger Sohn und die ehemalige Kongressabgeordnete Consuelo Gonzalez sollen ebenfalls freikommen.

Die Geiseln sollen entweder dem venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez übergeben werden oder einer anderen Person ihrer Wahl. Letzten Monat hatte die kolumbianische Regierung Chavez’ Arbeit als Vermittler zwischen ihr und den Rebellen für beendet erklärt, nachdem dieser mit dem Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, General Mario Montoyas, telefoniert hatte. Der kolumbianische Präsident Álvaro Uribe Vélez hatte Chavez während des Iberoamerika-Treffens in der chilenischen Hauptstadt darum gebeten keine direkten Gespräche mit ranghohen Militärs durchzuführen.

Nach der in Bogota veröffentlichten Erklärung der FARC betrachten es die Rebellen als „Entschuldigung an die Familien“ der Entführten sowie als Geste gegenüber Chavez und Piedad Córdoba und deren nun gescheiterten Vermittlungsbemühungen. Die FARC besteht aber auf einer vorübergehenden Entmilitarisierung der beiden Gemeinden Florida und Pradera im Departamento Valle del Cauca, etwa 250 Kilometer östlich der Hauptstadt.

Clara Rojas, vor ihrer Entführung Anwältin, hatte während ihrer Gefangenschaft einen Sohn geboren. Der Vater soll ein Angehöriger der Rebellen sein, berichtete der kolumbianische Journalist Jorge Enrique Botero im vergangenen Jahr. Die 44-Jährige wurde zusammen mit Íngrid Betancourt im Februar 2002 entführt, als beide zusammen auf Wahlkampftour unterwegs waren. Erst Ende November gab es nach vier Jahren ein Lebenszeichen von Betancourt, als bei der Festnahme eines FARC-Rebellen mehrere Videos gefunden wurde, darunter auch eines, welches die Politikerin abgemagert im Dschungel sitzend zeigt.

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November 20, 2007

Chávez droht mit einem Anstieg des Ölpreises im Fall eines Angriffs auf den Iran

Chávez droht mit einem Anstieg des Ölpreises im Fall eines Angriffs auf den Iran

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Veröffentlicht: 23:28, 20. Nov. 2007 (CET)
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Riad (Saudi-Arabien), 20.11.2007 – Der Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, hat angemerkt, dass der Preis für Erdöl 200 Dollar pro Fass erreichen könne, wenn die Vereinigten Staaten den Iran überfielen.

„Sollten die Vereinigten Staaten den Wahnsinn begehen, den Iran zu überfallen oder Venezuela erneut anzugreifen, wird der Preis für Erdöl nicht nur 100 Dollar erreichen, sondern 200 Dollar“, sagte Chávez bei der Eröffnung des dritten Gipfels der Staatsoberhäupter der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).

Der venezolanische Präsident machte diese Äußerung, nachdem er plädiert hatte, die OPEC sollte sich eine politischere Tagesordnung zulegen, außerdem bat er darum, „dass die Drohungen gegen die Länder“ der Organisation aufhören. 100 Dollar pro Barrel bezeichnete er als einen „fairen“ Preis und erinnerte sich, dass zu der Zeit, als er die Präsidentschaft von Venezuela in 1999 antrat, der Preis auf ungefähr zehn Dollar gestiegen war.

Vor einer Woche hatten sich die Preise für Rohöl der 100-Dollar-Marke genähert, und viele Beobachter halten es für möglich, dass diese Grenze bald überschritten wird.

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Spanischsprachige Quelle Dieser Artikel ist teilweise eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 17.11.2007

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July 8, 2007

Oskar Lafontaine verteidigt seine Unterstützung der südamerikanischen Linken

Oskar Lafontaine verteidigt seine Unterstützung der südamerikanischen Linken

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Veröffentlicht: 22:15, 8. Jul. 2007 (CEST)
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Oskar Lafontaine

Berlin (Deutschland) / Caracas (Venezuela), 08.07.2007 – Oskar Lafontaine verteidigt in einem Gastbeitrag für die überregionale deutsche Sonntagszeitung „Welt am Sonntag“ seine Unterstützung für Evo Morales und Hugo Chávez, die Präsidenten Boliviens und Venezuelas. Lafontaine reagiert damit auf einen in der letzten Woche ebenfalls in der „Welt am Sonntag“ veröffentlichten Artikel des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle. Darin hatte Guido Westerwelle Oskar Lafontaines Parteinahme für die sozialistischen südamerikanischen Staatschefs gerügt.

Westerwelle hatte unter anderem gefragt, „warum Oskar Lafontaine sein sozialistisches Vorbild bei südamerikanischen Autokraten findet“. Lafontaine weist den Begriff Autokraten in diesem Zusammenhang zurück, da Chávez und Morales vom Volk gewählte Präsidenten seien. Westerwelle vertrat die Meinung, dass diejenigen, die das Chávez-System als Modell für Europa rühmten, die Opfer sozialistischer Experimente verhöhnten.“ Dem entgegnet Lafontaine: „Ist es nicht eher so, dass derjenige, der die neue Welle der Demokratie in Südamerika als autokratisch bezeichnet, die Opfer der vergangenen Diktatoren und Oligarchen in lateinamerikanischen Ländern verhöhnt?“ Zur Verstaatlichung des Energiesektors unter Morales und Chávez äußert sich Lafontaine positiv, da diese seiner Meinung nach den Regierungen finanziellen Handlungsspielraum eröffneten, um Armut und andere Not zu überwinden.

Im Zusammenhang mit der Kritik an der Nichtverlängerung einer Sendelizenz für den privaten venezolanischen Fernsehsender RCTV macht Lafontaine auf die „immer stärkere Medienkonzentration in den westlichen Demokratien“ aufmerksam. Zudem betont er, dass RCTV den Putschversuch gegen Chávez im Jahr 2002 unterstützt habe und in dieser Zeit die Nachrichten auf üble Weise manipuliert habe. Lafontaine zitiert die deutsch-venezolanische Historikerin Dorothea Melcher, die im Deutschlandfunk festgestellt hat, dass die Regierung Chávez Hunderte von Lizenzen für kleine, „offene“ Bürgerfunk- und Fernsehprogramme vergeben habe.

Quellen

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April 17, 2007

Erster südamerikanischer Energiegipfel tagt auf der Isla Margarita

Erster südamerikanischer Energiegipfel tagt auf der Isla Margarita

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Artikelstatus: Fertig 09:36, 17. Apr. 2007 (CEST)
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Isla Margarita (Venezuela), 17.04.2007 – Zwölf südamerikanische Regierungschefs diskutieren seit gestern auf einem zweitägigen Gipfel der Südamerikanischen Staatengemeinschaft (CSN) auf der Antilleninsel Margarita über Energiefragen. Oben auf der Tagesordnung steht eine geplante Erdgaspipeline. Die 8.000 Kilometer lange Erdgaspipeline „Gasoducto del Sur“ soll vom Amazonasbecken über die brasilianische Hauptstadt Brasilia bis zum Río de la Plata verlaufen. Daneben werden sich die Regierungsvertreter über die Vor- und Nachteile der Produktion von Biokraftstoffen austauschen. Zum Abschluss des Treffens sollen heute einige Erklärungen unterschrieben werden. Die Südamerikanische Staatengemeinschaft wurde am 9. Dezember 2004 als politische und wirtschaftliche Regionalorganisation gegründet.

CSN-Mitgliedsstaaten

Im Vorfeld der Konferenz wurden die unterschiedlichen Ansichten des Gastgebers des Treffens, des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, und dessen brasilianischen Amtskollegen Luiz Inácio Lula da Silva beim Thema Ethanol-Kraftstoffe offenbar. Während das OPEC-Mitglied Venezuela diesen Kraftstoffen ablehnend gegenüber steht, zählt Brasilien zu den Pionieren auf dem Gebiet der Herstellung von Ethanol aus Zuckerrohr, das als Autokraftstoff verwendet werden kann. In seiner wöchentlichen Radioansprache begründete der brasilianische Präsident seine Position folgendermaßen: „Alle südamerikanischen und afrikanischen Staaten können auf einfache Art Pflanzenöle für Biodiesel, Zuckerrohr für Ethanol und zugleich Nahrungsmittel produzieren.“ Lula da Silva reagierte damit auf die Kritik Venezuelas an einem im letzten Monat von den beiden größten Ethanolproduzenten, den USA und Brasilien, unterzeichneten Abkommen, mit dem die Herstellung des Biokraftstoffes in Südamerika gefördert werden soll. Außerdem definiert das Abkommen Qualitätsstandards und ermöglicht es, den Biokraftstoff als ein Gut wie Erdöl zu handeln.

Hugo Chávez vertritt wie Fidel Castro die Ansicht, dass die Bioethanolproduktion durch steigende Nahrungsmittelpreise zu mehr Hunger führen wird. Der venezolanische Staatschef kündigte einen alternativen Vorschlag an, der das brasilianisch-amerikanische Abkommen untergraben werde, das seiner Meinung nach zu einem Ethanol-Kartell führen werde, das landwirtschaftliche Nutzflächen monopolisieren werde. Dennoch wolle sich Chávez nicht mit Lula da Silva über das Thema streiten. Das Problem sei vielmehr, so der venezolanische Präsident laut BBC News, dass das „US-Imperium“ Erdgas durch Ethanol ersetzen wolle, was verrückt sei. So demonstrierten beide Präsidenten heute bei einem öffentlichen Auftritt am Rande des Gipfels bei dem Besuch einer neuen petrochemischen Fabrik Harmonie. Venezuela selbst investiert 900 Millionen US-Dollar in die Ethanolproduktion, um unabhängiger von Exporten zu werden.

Neben den bereits erwähnten Politikern nehmen Néstor Kirchner (Argentinien), der von zahlreichen Unternehmensvertretern aus dem Energiesektor begleitet wird, Evo Morales, Michelle Bachelet (Chile), Alvaro Uribe (Kolumbien), Rafael Correa (Ecuador), Bharrat Jagdeo (Guyana), Nicanor Duarte Frutos (Paraguay), Alan García (Peru) und Ronald Venetiaan aus Suriname teil. Uruguays Präsident Tabaré Vázquez lässt sich durch seinen Stellvertreter Rodolfo Nin Novoa vertreten.

Venezuelas Energieminister Rafael Ramirez gab Details zur geplanten Pipeline zwischen Venezuela und Kolumbien bekannt. Laut BBC News sagte der Minister, dass zehn Millionen US-Dollar investiert werden sollen, um die Lebensqualität entlang der Pipeline zu verbessern. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projektes auf etwa 10 Milliarden US-Dollar. Die Leitung soll täglich rund 150 Millionen Kubikmeter Gas transportieren können.

Die Nachrichtenagentur Associated Press spekuliert, dass Venezuela mit dem Vorschlag für die Schaffung einer multilateralen Organisation der erdgasproduzierenden Staaten und einer regionalen Bank für Südamerika weitere Themen auf dem Gipfel platzieren werde. Außerdem ließ der Pressedienst des brasilianischen Außenministeriums verlauten, dass über die weitere wirtschaftliche und politische Integration des Kontinents beraten werden solle. Den Vorschlag für eine südamerikanische Bank unterstützen bereits manche Staatschefs. Das Motiv für die Gründung einer derartigen Bank ist die Kritik an der Weltbank, der Interamerikanischen Entwicklungsbank und am Internationalen Währungsfonds, denen unter anderem Rafael Correa vorwirft, Urheber der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Situation in einigen lateinamerikanischen Staaten zu sein. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti zitiert dazu Néstor Kirchner mit folgenden Worten: „Diese Banken haben ihre Zweckbestimmung verloren. Die Kredite, die sie derzeit gewähren, werden für die Tilgung der Altschulden ausgegeben.“ Laut der gleichen Nachrichtenagentur hält es der ecuadorianische Präsident für möglich, dass die Bank sich zum Vorspiel bei der Gründung einer Zentralbank von Südamerika und der Einführung einer einheitlichen Regionalwährung entwickeln kann. Erste konkrete Pläne für die Oppegasur, eine Organisation der erdgasproduzierenden Staaten aus Südamerika analog zur OPEC, hatten Brasilien, Venezuela, Bolivien und Argentinien vor fünf Wochen präsentiert. Bolivien möchte einen formalen Vorschlag für die Gründung eines Rates vorlegen, der die Energiepreise regulieren soll.

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