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May 19, 2008

Diepholz: Schwere Durchfallerkrankungen bei Grundschülern

Diepholz: Schwere Durchfallerkrankungen bei Grundschülern

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Veröffentlicht: 22:10, 19. Mai 2008 (CEST)
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Diepholz (Deutschland), 19.05.2008 – Wie das Gesundheitsamt Diepholz mitteilt, leiden mindestens ein Viertel der 105 Kinder aller vier Klassen der Grundschule St. Hülfe-Heede der niedersächsischen Kleinstadt Diepholz an einer schweren Durchfallerkrankung. Das Gesundheitsamt geht von einer Infektion mit EHEC-Bakterien, einer pathogenen Variante von Escherichia coli, aus.

In vier Fällen konnte bereits eine EHEC-Infektion bestätigt werden. Als häufiges Symptom der Infektionskrankheit tritt wässriger Durchfall auf. Lebensbedrohliche Verläufe seien selten. Bei zwei Grundschülern wurde jedoch eine intensivmedizinische Versorgung notwendig. Die im Krankenhaus betreuten Kinder sind von der schwersten Form der EHEC-Infektion betroffen, die von Nierenversagen begleitet wird. Als möglicher Übertragungsweg kommt vor allem die Infektion durch tierische Lebensmittel und der Kontakt mit Tieren in Betracht. Deshalb wird Hinweisen nachgegangen, wonach ein Besuch der Grundschulklasse auf einem Bauernhof am 5. Mai, kurz vor Pfingsten, die Ansteckung verursacht haben könnte. Die Kinder hatten dort Rohmilch getrunken. Die erkrankten Kinder mussten Stuhlproben abgeben, die nun im Niedersächsischen Landesgesundheitsamt untersucht werden. Das Gesundheitsamt weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass der Verzehr von Lebensmitteln tierischen Ursprungs grundsätzlich nicht in roher Form erfolgen sollte.

Nach Angaben eines Sprechers des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ist die Abgabe von Rohmilch erst nach einem Hinweis gestattet, wonach der Verzehr nur nach vorhergehender Erhitzung der Milch erfolgen sollte. Ob ein entsprechender Hinweis erfolgte oder die Milch bedenkenlos zum Verzehr angeboten wurde, ist nicht genau bekannt. Das Ministerium sieht in der Abgabe der Rohmilch an die Grundschüler möglicherweise einen Verstoß gegen das Lebensmittelrecht.

Die Grundschule wurde nicht geschlossen, weil das Gesundheitsamt die Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch als verhältnismäßig gering veranschlagt. Die an der Durchfallerkrankung leidenden Kinder und deren Geschwister dürfen allerdings nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Gesundheitsamtes wieder in die Schule gehen.

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April 10, 2008

Diepholz: Parteiausschluss des SPD-Linken Detlev von Larcher

Diepholz: Parteiausschluss des SPD-Linken Detlev von Larcher

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Veröffentlicht: 22:15, 10. Apr. 2008 (CEST)
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Diepholz (Deutschland), 10.04.2008 – Der ehemalige SPD-Bundesabgeordnete und Unterbezirksvorsitzende im niedersächsischen Landkreis Diepholz Detlev von Larcher wurde aus der SPD ausgeschlossen. Eine entsprechende telefonische Mitteilung erhielt der nun ehemalige Parteilinke von seinem Nachfolger im Amt des Unterbezirksvorsitzenden am 7. April. Anlass des Rauswurfs war ein Leserbrief von Larchers an die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) im Januar 2008, in dem er zur Wahl der Linkspartei bei den niedersächsischen Landtagswahlen aufgerufen hatte. Von Larcher will gegen die Entscheidung der Schiedskommission beim Bezirk Hannover Widerspruch einlegen, weil er wissen wolle, „ob die SPD – und nicht nur die örtliche – tatsächlich der Meinung ist, kritische Geister wie ich, die in 37 Jahren viel für die SPD getan und bewirkt haben, gehörten nicht mehr in die SPD“. Auf seiner Homepage zeigte er sich verwundert darüber, dass ihm die Entscheidung telefonisch mitgeteilt worden ist. Er hatte um „ein schriftliches Verfahren entsprechend der Schiedsordnung gebeten“. Die Schiedskommission habe über den Parteiausschluss entschieden, ohne zuvor eine Stellungnahme von Larchers zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen einzuholen.

In dem Leserbrief an die FAZ hatte von Larcher seinen Wahlaufruf für die Linkspartei damit begründet, die SPD werde sich nur bewegen, wenn der Druck von links groß genug sei: „Denn nur die Konkurrenz links von der SPD bewegt diese, von der Agenda 2010-Politik Gerhard Schröders abzurücken.“ Die Linken in der SPD, deren Sprecher er jahrelang war (als Vorsitzender des Frankfurter Kreises, aus dem inzwischen das „Forum Demokratische Linke 21“ hervorgegangen ist), stünden ohne den linken Druck auf verlorenem Posten: „Die Linken in der SPD kämpfen wacker, aber ohne die linke Konkurrenz im Bundestag und ohne aktive soziale Bewegungen könnten sie keine Kursänderung der SPD herbeiführen.“

Von Larcher war von 1990 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, wo er im Finanzausschuss mitarbeitete. Inzwischen liegt der Schwerpunkt seiner politischen Arbeit nach eigener Aussage beim politischen Netzwerk Attac, dessen bundesweitem Koordinierungskreis er angehört.

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