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September 1, 2011

Kenia: Forscher entdecken ältesten Faustkeil der Welt

Kenia: Forscher entdecken ältesten Faustkeil der Welt

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Veröffentlicht: 13:24, 1. Sep. 2011 (CEST)
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Faustkeil (Archivbild)

Kenia, 01.09.2011 – Im Turkana-Becken in Kenia haben Forscher um Christopher Lepre von der Columbia University einen 1,76 Millionen Jahre alten Faustkeil gefunden.

Unsere Vorfahren Homo erectus stellten den Faustkeil her, er war ihr Werkzeug. In Europa hat sich der Faustkeil erst vor weniger als einer Million Jahren verbreitet.

Der bislang älteste gefundene Faustkeil ist 300.000 Jahre jünger als der jetzt in Kenia gefundene.

Quellen[Bearbeiten]

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October 19, 2010

Studie: Steinzeitmenschen aßen nicht nur Fleisch

Studie: Steinzeitmenschen aßen nicht nur Fleisch

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Veröffentlicht: 13:26, 19. Okt. 2010 (CEST)
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Florenz (Italien), 19.10.2010 – Der Mensch der Steinzeit nutzte offenbar vor 30.000 Jahren schon häufiger als bisher angenommen stärkehaltige Pflanzen zur Nahrungsergänzung. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forscherteams unter Leitung der italienischen Anthropologin Anna Revedin vom Italienischen Institut für Ur- und Frühgeschichte in Florenz.

Das Forscherteam analysierte Mahlsteine aus verschiedenen Regionen Europas, darunter Tschechien, Russland und Italien. Die Menschen dieser Zeit nutzten diese Steine offenbar als eine Art Mörser, um damit Samen und Wurzeln zu zerkleinern. Mit Hilfe der Licht- und Elektronenmikroskopie gelang es den Forschern sogar, mikroskopisch kleine Überreste der Arbeitsvorgänge zu finden: sowohl Kratzspuren von der Bearbeitung als auch winzige Reste von stärkehaltigen Pflanzenteilen (von Farnen und Schilfrohr).

Die Vermutungen der Forscher gehen dahin, dass das Zermahlen der Pflanzenteile Teil eines umfassenderen Arbeitsprozesses waren, die zur Herstellung einer Art Mehl diente. Aus Mangel an archäologischen Befunden waren die Wissenschaftler bisher davon ausgegangen, dass die Menschen vor 30.000 Jahren sich hauptsächlich von Fleisch ernährten. Da die neu analysierten Funde aus verschiedenen Teilen Europas stammen, formulierten die Forscher die Hypothese, dass pflanzliche Nahrung und eventuell auch aus Mehl hergestellte Nahrungsmittel in Europa kulturell eine bedeutendere Rolle spielten als bisher angenommen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wissenschaft

Quellen

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January 19, 2006

Doppelgrab aus der Steinzeit entdeckt

Doppelgrab aus der Steinzeit entdeckt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Doppelgrab aus der Steinzeit entdeckt

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Karsdorf (Deutschland), 19.01.2006 – Einen Aufsehen erregenden Fund machten Archäologen in Karsdorf (Burgenlandkreis). Bei ihren Ausgrabungen stießen sie auf ein gut erhaltenes steinzeitliches Doppelgrab, in dem eine Frau und ein höchstens zehnjähriger Junge bestattet waren. Bei dem Frauenskelett fanden sich ungewöhnliche Grabbeigaben: tausende durchlöcherte Schmuckplättchen aus feinen Unstrut-Muschelplättchen und rund 300 gelochte Zähne von Hunden, Wölfen oder Füchsen. Die Forscher vermuten, dass die Plättchen als Verzierungen auf einem nicht mehr erhaltenen Umhang befestigt waren. Aus Tierzähnen wurden in der Steinzeit u.a. auch Schmuckketten gefertigt. Möglicherweise handelte es sich bei der Frau um eine ranghohe Person, beispielsweise eine Schamanin.

Vier dem Grab beigefügte Gefäße in unterschiedlicher Größe weisen die für die so genannte „schnurkeramische Epoche“ (ca. 2800 bis 2200 v. Chr.) typische Ornamentik auf, damit lässt sich für das Grab ein ungefähres Alter von 4.700 Jahren bestimmen. Die Datierung wird durch die Grablegung bestätigt; beide Toten wurden mit angezogenen Beinen, auf der Seite hockend begraben. Die Frau lag in Richtung Osten geneigt, der Junge in Richtung Westen. Die Blickrichtung der beiden zeigte nach Süden, wie bei allen Schnurkeramikern.

DNA-Analysen sollen jetzt ergeben, ob die beiden Toten Mutter und Sohn waren. Als gesichert gilt, dass sie zeitgleich gestorben sind.

Die Grabungen in der Steinzeitsiedlung bei Karsdorf laufen seit dem Jahr 2004. Eine ebenfalls außergewöhnliche Grabanlage der schnurkeramischen Epoche war erst vor wenigen Wochen im knapp 20 Kilometer entfernten Eulau, einem Ortsteil von Naumburg, ergraben worden. In zehn Kilometern Entfernung hatten im Sommer 1999 Raubgräber die so genannte „Himmelsscheibe von Nebra“ ausgegraben. Knapp 15 Kilometer entfernt befindet sich das kürzlich eröffnete „Sonnenobservatorium von Goseck“.

Die Fundstücke werden voraussichtlich ab 2007 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) ausgestellt.

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  • Uralte Steinzeit-Hüte aus Süddeutschland (12.05.2005)
  • Im Hügelgrab lagen zehn Steinzeit-Menschen (28.05.2005)
  • Steinzeit-Sonnenobservatorium wird rekonstruiert (29.05.2005)
  • Urmenschen litten unter vielen Krankheiten (23.04.2005)

Quellen

  • mainpost.de: „Archäologen entdecken 4700 Jahre altes Doppelgrab“ (09.01.2006 13:40) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • glaubeaktuell.net: „Rätselhaftes 4700 Jahre altes Doppelgrab in Karsdorf entdeckt“ (10.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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May 29, 2005

Steinzeit-Sonnenobservatorium wird rekonstruiert

Steinzeit-Sonnenobservatorium wird rekonstruiert

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Goseck (Deutschland), 29.05.2005 – Das 1991 beim Erkundungsflug eines Luftbildarchäologen zufällig am Ortsrand von Goseck (Landkreis Weißenfels) in Sachsen-Anhalt entdeckte älteste Sonnenobservatorium der Welt wird rekonstruiert und soll künftig als Touristenattraktion dienen. Der erste Spatenstich für diese imposante Anlage der jungsteinzeitlichen stichbandkeramischen Kultur (etwa 4.900-4.500 v. Chr.) soll am 1. Juni 2005 erfolgen. Die Kosten für die aufwändige Holzkonstruktion werden auf rund 100.000 Euro veranschlagt

Das kreisförmige Sonnenobservatorium von Goseck hat einen Durchmesser von etwa 75 Metern, besaß drei Tore und wurde von einem Erdwall und zwei jeweils schätzungsweise zwei Meter hohen Palisadenzäunen umgeben. Es liegt auf einem Plateau oberhalb des Flusstales der Saale. Untersuchungen des Astronomen Wolfhard Schlosser haben bewiesen, dass zwei südliche Tore und Zugangswege der Anlage von Goseck – vom Mittelpunkt der Anlage aus gesehen – mit einer Genauigkeit von drei bis vier Tagen auf den Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende um 4.800 v. Chr. ausgerichtet sind. Ein anderes Tor weist ziemlich genau nach Norden. Das Sonnenobservatorium bzw. Heiligtum von Goseck wurde rund 2.000 Jahre früher als die weltberühmte Steinkreisanlage Stonehenge in England errichtet. Bei Ausgrabungen in Goseck entdeckte man Keramikreste der Stichbandkeramischen Kultur, Reste eines Langhauses mit lehmverputzten Flechtwänden, zahlreiche Rinderschädel und Menschenknochen, von denen man sorgfältig das Fleisch abgeschabt hatte. Die erwähnten Menschenknochen deuten auf blutige Menschenopfer oder geheimnisvolle Begräbnisrituale hin. In der Religion der stichbandkeramischen Ackerbauern und Viehzüchter spielten kreisrunde Plätze mit Durchmessern von 60 bis 150 Metern, die von einem Graben oder zwei Gräben umgeben waren, eine wichtige, aber in Einzelheiten noch ungeklärte Rolle. Solche Erdwerke oder Grabenrondelle wurden häufig von in allen vier Himmelsrichtungen liegenden Erdbrücken unterbrochen, über die man Zugang zum Inneren dieser imposanten Anlagen hatte. Stichbandkeramische Grabenanlagen kennt man aus Tschechien (Mähren), Niederösterreich, Bayern und Sachsen-Anhalt. Ihre Funktion als Schauplatz von Kulthandlungen ist durch Funde tönerner Menschenfiguren im Innern solcher Anlagen in Mähren und Niederösterreich gesichert. Deshalb spricht man von Tempelanlagen unter freiem Himmel. Als ein den Stichbandkeramikern zugeschriebenes Heiligtum gilt auch die Anlage bei Quenstedt (Kreis Hettstedt) in Sachsen-Anhalt. Dieses auf einem Bergsporn namens Schalkenburg angelegte Heiligtum besaß fünf im Abstand von wenigen Metern hintereinander gestaffelte, im Grundriss eiförmige Palisadenringe. Der äußerste Palisadenring hatte einen Durchmesser von etwa 90 bis 100 Metern, der innerste etwa von 35 Metern. Dieses Ringpalisadensystem wurde durch drei Durchlässe unterbrochen. Der Bau des Heiligtums auf der Schalkenburg stellte eine faszinierende Gemeinschaftsleistung dar. Denn für die fünf Palisadenringe musste man schätzungsweise etwa 5.000 Baumstämme mit einem Durchmesser von 10 bis 20 Zentimetern fällen – und dies mit einfachen Steingeräten. Hinzu kamen das Ausheben des Grabens, in den die Palisaden gestellt wurden, sowie dessen Auffüllung. Solche Mühen nahm man wohl nur auf sich, weil eine eindrucksvolle Idee damit verbunden war.

Quellen

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May 28, 2005

Im Hügelgrab lagen zehn Steinzeit-Menschen

Im Hügelgrab lagen zehn Steinzeit-Menschen

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Nebra (Deutschland), 28.05.2005 – Archäologen aus Sachsen-Anhalt haben etwa fünf Kilometer vom Fundort der „Himmelsscheibe von Nebra“ (Kreis Merseburg-Querfurt) entfernt in einem Wald ein Hügelgrab aus der Jungsteinzeit um 2.200 v. Chr. entdeckt. Das Grab wurde zunächst in der Jungsteinzeit vor etwa 4.200 Jahren und später in der Bronzezeit vor rund 3.000 Jahren benutzt. Im Hügelgrab lagen insgesamt 20 Skelette von Menschen; jeweils die Hälfte davon stammte aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Dies berichtete die Archäologin Mechthild Klamm.

Die in der Jungsteinzeit bestatteten Menschen waren – nach den Grabbeigaben zu schließen – Angehörige der Schnurkeramischen Kultur, deren Tongefäße häufig mit Abdrücken von Schnüren verziert wurden. Man hatte ihnen Tongefäße mit ins Grab gelegt.

Zusammen mit den in der Bronzezeit bestatteten Menschen fand man einige bronzene, spiralförmig gedrehte Ohrringe, ein wertvolles Bronzemesser und eine ca. zwölf Zentimeter lange bronzene Schmucknadel.

Das Hügelgrab besitzt einen nach Süden ausgerichteten Eingang mit einem dreieckigen Schwellenstein aus Sandstein. Darunter befand sich ein in Hockerstellung mit zum Körper hin angezogenen Beinen bestatteter Mensch, der vielleicht als Türwächter dienen sollte.

Das Hügelgrab wird seit März 2005 von Archäologen ausgegraben. Neben ihm befinden sich – etwa 20 Meter entfernt – zwei weitere Grabhügel, die ebenfalls untersucht werden sollen.

An dem gegenwärtig untersuchten Hügelgrab wurden Spuren von Raubgräbern beobachtet. Die sensationelle Entdeckung der rund 3.600 Jahre alten bronzezeitlichen „Himmelsscheibe von Nebra“ hat in letzter Zeit zahlreiche Raubgräber in diese Gegend gelockt.

Auf Raubgräber sind Archäologen schlecht zu sprechen. Nach ihrer Ansicht zerstören ungebetene private Ausgräber den Zusammenhang, in dem die Fundstücke angetroffen wurden. Für Archäologen ist es nämlich wichtig, zu erfahren, wie die Objekte im Boden gelegen haben, in welcher Schicht sie sich befanden und ob alle Funde von einem Ensemble stammen. Nach einer Raubgrabung könnten diese Fragen selten noch präzise beantwortet werden.

In Deutschland gelten für archäologische Entdeckungen – je nach Bundesland – unterschiedliche Bestimmungen. In Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen gehört ein von Laien entdeckter archäologischer Fund zur Hälfte dem Entdecker und zur Hälfte dem Grundeigentümer, während der Staat leer ausgeht. In den übrigen Bundesländern dagegen existiert das so genannte „Schatzregal“, demzufolge alle im Boden aufgespürten „Schätze“ dem Staat zufallen. Aus diesem Grund geben Raubgräber gerne falsche Fundorte aus Bundesländern mit für sie günstigeren Bestimmungen an.

Kenner der Materie vermuten, dass die meisten bedeutenden archäologischen Funde von Laien entdeckt wurden und werden. Sie warnen davor, vernünftigen und zur Zusammenarbeit mit den Archäologen bereitwilligen Laien das behutsame Suchen völlig zu verbieten. Ohne diese freiwilligen Helfer blieben unzählige wichtige Funde unentdeckt.

Nach Ansicht dieser Kenner gibt es sowohl unter den Archäologen als auch unter den Laien „schwarze Schafe“. Manche Archäologen wollen partout mit Laien oder Antiquitätenhändlern, die ihnen interessante Funde melden, nichts zu tun haben, und manche Raubgräber entwickeln beim Bergen von archäologischen Funden geradezu kriminelle Energien.

Quellen

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May 12, 2005

Uralte Steinzeit-Hüte aus Süddeutschland

Uralte Steinzeit-Hüte aus Süddeutschland

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Pestenacker / Landsberg am Lech (Deutschland), 12.05.2005 – Der älteste Hut Bayerns kam bei archäologischen Ausgrabungen im Ortsteil Pestenacker von Weil (Kreis Landsberg) in Oberbayern zum Vorschein. Er wird in die Jungsteinzeit um 3500 v. Chr. datiert. Dieser Hut gilt als das älteste Textilstück Bayerns. Das teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit. Der rund 5.500 Jahre alte Fund wird jetzt restauriert.

Der Archäologe Dr. Guntram Schönfeld berichtete im Internet, die seltene Kopfbedeckung sei eine runde, zipfelmützenartige, steife Kappe mit Lederfleck als Zipfel. Sie sei “in damals zeitgemäßer Technik” aus Leinen geflochten worden. Besonders apart sähen die langen Baststreifen aus frühlingsfrischem Eichenbast aus. An dem Bast perlten einst Regentropfen gut ab.

Aus der Feuchtbodensiedlung Pestenacker ließ bereits 1992 ein uraltes Kleidungsstück aus der Jungsteinzeit aufhorchen. Damals hatte man einen großen Fetzen eines umhang- oder jackenartigen Kleidungsstückes freigelegt. “Das gemusterte, recht dekorative Fragment lässt Ötzi richtig alt aussehen”, witzelte der Archäologe Dr. Schönfeld.

In Pestenacker hatte man schon 1934 bei Bachkorrekturen eine durch einen Brand zerstörte Siedlung aus der Zeit der Altheimer Kultur (etwa 3900 bis 3500 v. Chr.) entdeckt, die nach dem Fundort Altheim (Kreis Landshut) in Niederbayern bezeichnet ist. An sie erinnerten Reste hölzerner Hüttenböden und beträchtliche Mengen an Hüttenlehm. Das Holz war meistens durch Feuer verkohlt. Vielleicht ist diese Siedlung bei einem Kampf vernichtet worden, schrieb Ernst Probst in seinem Buch “Deutschland in der Steinzeit”.

Die ältesten Hüte der Welt stammen aus der Jungsteinzeit um 4000 v. Chr. Diese etwa 6.000 Jahre alten Kopfbedeckungen wurden in der Seeufersiedlung Hornstaad-Hörnle I bei Gaienhofen-Hemmenhofen (Kreis Konstanz) am Bodensee in Baden-Württemberg entdeckt. Von ihnen blieben an diesem Fundort kegelförmige Vliesgeflechte erhalten, die als spitzhutartige Kopfbedeckungen gedeutet werden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch “Rekorde der Urzeit”.

Die älteste Darstellung einer Kopfbedeckung ist aus dem Gravettien, einer Kulturstufe der Altsteinzeit vor mehr als 21.000 Jahren, in Frankreich bekannt. Dabei handelt es sich um ein aus Mammutelfenbein geschnitztes Köpfchen aus der Grotte du Pape von Brassempouy in Frankreich, das eine kapuzenartige Kopfbedeckung trägt.

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May 3, 2005

Neandertaler konnte bereits weit gehen

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Neandertaler konnte bereits weit gehen

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Bordeaux (Frankreich), 03.05.2005 – Die Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis) in der mittleren Altsteinzeit (Mittelpaläolithikum) waren schon fähig, längere Wegstrecken zu bewältigen. Das belegt ein rund 41.000 Jahre alter Oberschenkelknochen (Femur), der in der Höhle Rochers-de-Villeneuve in Westfrankreich entdeckt wurde. Denn seine Form hat ein Bau- und Belastungsmuster, das typisch für erhöhte und stetige Mobilität ist. Dies ergab eine Analyse von Wissenschaftlern um Cédric Beauval von der Universität Bordeaux.

Zu Lebzeiten dieses Neandertalers existierten noch keine anatomisch modernen Jetztmenschen (Homo sapiens sapiens) in Europa. Nachzulesen ist dies im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Zum Forscherteam gehörte auch Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

Die Höhle, in welcher der menschliche Oberschenkelknochen lag, war abwechselnd von Neandertalern und Höhlenhyänen (Crocuta crocuta spelaea) aufgesucht worden. Der Unterschlupf lag wenige Meter über dem Fluss Les Grands Moulins und besaß zwei Ausgänge.

Wenn Neandertaler nach Höhlenhyänen von der Höhle Besitz ergriffen, herrschte dort ein unerträglicher Gestank. Denn Hyänen wälzen sich im verwesenden Protein und Fett von Kadavern ihrer Beutetiere, um deren Geruch anzunehmen. Je bestialischer eine Hyäne riecht, desto höher steht sie im Rang des Rudels und darf sich öfter paaren.

An den in der Höhle geborgenen Knochen vom Bison, Wildpferd und Rentier waren Kratzspuren menschlicher Werkzeuge und Bissspuren von Hyänen sichtbar. Demnach sind diese Beutetiere von Menschen und Hyänen verzehrt worden. Zum Fundgut der Höhle gehörten auch Feuersteinwerkzeuge und Feuerspuren.

Am erwähnten Oberschenkelknochen eines Neandertalers befanden sich Bissspuren von Höhlenhyänen. Man kann darüber spekulieren, ob dieser Urmensch von einer Höhlenhyäne getötet oder erst nach seinem natürlichen Tod angenagt wurde.

Die Neandertaler wohnten nicht nur in Höhlen, wie von Laien oft angenommen wird. Sie errichteten zudem Hütten im Freiland, wie unter anderem Funde aus Frankreich, Deutschland und der Ukraine belegen. Als Baumaterial für solche Behausungen dienten Mammutreste.

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Quellen


Hinweis: Quellen enthalten sachliche Fehler – siehe Diskussionsseite des Artikels


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April 27, 2005

Skelett aus Altdorf stammt von Steinzeitmann

Skelett aus Altdorf stammt von Steinzeitmann

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Landshut

Landshut (Deutschland), 27.04.2005 – In der Jungsteinzeit zwischen etwa 2500 und 2400 vor Christus hat ein Mann gelebt, dessen Skelett im Oktober 2004 in Altdorf bei Landshut entdeckt wurde. Das ergab eine wissenschaftliche Altersdatierung mit der C 14-Methode, berichtet Archäologie-Online. Nach dieser Altersangabe zu schließen handelte es sich bei dem Toten um einen Angehörigen der Schnurkeramischen Kultur, deren Tongefäße oft mit Schnurabdrücken verziert wurden.

Der Schnurkeramiker von Altdorf kam bei Erdarbeiten auf einer Wiese in etwa einem Meter Tiefe zum Vorschein. Seine Hinterbliebenen hatten ihm ein Tongefäß und einen Feuersteindolch mit ins Grab gelegt. Diese Beigaben dokumentieren die Wertschätzung für den Toten und den damaligen Glauben an das Weiterleben im Jenseits.

Dr. Bernd Engelhardt, der Leiter der Landshuter Dienststelle des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, vermutet, dass das Tongefäß aus der Gegend von Straubing stammt. Die Machart des Feuersteindolches dagegen deutet auf eine Herkunft aus dem Rhein-Main-Gebiet. In der Jungsteinzeit gab es bereits Tauschgeschäfte beziehungsweise Handel über große Entfernungen hinweg.

Die Schnurkeramische Kultur währte etwa von 2800 bis 2400 vor Christus. Da für sie der Besitz von tönernen Bechern und steinernen Streitäxten typisch ist, ordnet man sie den Becherkulturen oder Streitaxtkulturen zu. Früher hatte man die Schnurkeramiker wegen ihrer weit nach Osten reichenden Verbreitung sogar als die ersten bekannten Indogermanen betrachtet. In Wirklichkeit waren sie aber keine einheitliche Erscheinung, weshalb von einem Volk mit gleicher Sprache keine Rede sein kann.

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April 25, 2005

Hinkelsteine sind älter als Asterix und Obelix

Hinkelsteine sind älter als Asterix und Obelix

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Hinkelstein

Mainz (Deutschland), 25.04.2005 – Die tonnenschweren „Hinkelsteine“ waren zu Zeiten der Kelten und Römer vor mehr als 2.000 Jahren bereits Antiquitäten. Die ersten dieser Steinkolosse wurden nämlich bereits in der jüngeren Steinzeit etwa Mitte des fünften Jahrtausends vor Christus aufgestellt. Bei dem Gebrauch der „Hinkelsteine“ durch den Comic-Helden Obelix handelt es sich demzufolge um eine „Zweitverwendung“.

Noch heute sind mit den Menhiren, die man auch „Hinkelsteine“ oder „Hünensteine“ nennt, abergläubische Vorstellungen verbunden. Manche Kranke erhoffen sich durch die Berührung solcher Steinmale sofortige Heilung. Aus diesem Grund werden bestimmte „Hinkelsteine“ auf allen Vieren umkrochen und mit kranken Gliedmaßen berührt. Angeblich nimmt der Stein dann die Schmerzen und Beschwerden. Außerdem schreibt man Menhiren einen günstigen Einfluss auf Liebe und Kindersegen zu.

In Sagen heißt es, „Hinkelsteine“ drehten sich um Mitternacht sowie beim Läuten der Kirchenglocken oder beim Lesen von Messen. Außerdem gäben sie Weh- und Klagelaute von sich, wenn man sein Ohr an sie legt.

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April 24, 2005

Urmenschen litten unter vielen Krankheiten

Urmenschen litten unter vielen Krankheiten

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Wiesbaden (Deutschland), 24.04.2005 – Um die Gesundheit der Jäger und Sammlerinnen sowie der frühen Bauern in der Steinzeit war es trotz merklich besserer Umweltbedingungen als heute und viel Bewegung unter freiem Himmel erstaunlich schlecht bestellt. Diese Menschen litten unter gut- und bösartigen Tumoren (Krebs), Akromegalie, Hypervitaminose, Hüftgelenksausrenkungen, Muskelentzündungen, Gicht, Bluterkrankungen, Arthritis, Wachstumsstörungen, Fettgewebsgeschwülsten, Knochenmarkeiterungen, Hyperostosen, Gelenkverformungen, Vitaminmangel-Erkrankungen, Schleimhautentzündungen sowie Zahnbetterkrankungen (Paradontitis), Wurzelhautentzündungen, Karies, Zahnstein, Fehlbiss und stark abgekauten Zähnen.

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