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March 5, 2011

Polizeiaktion: Vier mutmaßliche Menschenhändler festgenommen

Polizeiaktion: Vier mutmaßliche Menschenhändler festgenommen

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Veröffentlicht: 17:03, 5. Mär. 2011 (CET)
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Bordell in Muenchen.jpg

Augsburg (Deutschland), 05.03.2011 – Seit Anfang des Jahres ermittelt die Augsburger Kriminalpolizei gegen einen 53-jährigen Deutschen rumänischer Herkunft mit Wohnsitz im Raum Landsberg, eine 42-jährige Deutsche aus Mannheim, einen 39-jährigen Deutschen mit rumänischen Wurzeln und eine 27-jährige rumänische Staatsangehörige in Memmingen. Der Vorwurf lautet auf Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung (Paragraph 232 des deutschen Strafgesetzbuchs) und Zuhälterei (Paragraph 181a Strafgesetzbuch). Sie sollen zehn junge Frauen aus Rumänien verschleppt haben, um sie in Deutschland unter Zwang als Prostituierte arbeiten zu lassen. Dazu betrieben sie in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen Bordelle, die als Wellness- und Massagestudios getarnt waren.

Neben den Wohnungen der Tatverdächtigen wurden in Memmingen, Gotha, Erfurt und Weimar Örtlichkeiten durchsucht, bei denen die Polizei davon ausging, dass die jungen rumänischen Frauen dort der Prostitution nachgehen. Zehn Frauen zwischen 18 und 22 Jahren konnten angetroffen werden. Die Frauen wurden nach ersten Ermittlungen der Hilfsorganisation Solidarity with Women in Distress (SOLWODI), die sich um Opfer von Menschenhandel kümmert, übergeben.

Bei der am Mittwoch durchgeführten Durchsuchungs- und Festnahmeaktion wurde ein fünfstelliger Bargeldbetrag und Unterlagen sichergestellt. 70 Kriminalbeamte waren eingesetzt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren
  • Portal:Polizeieinsätze

Quellen[Bearbeiten]

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July 29, 2006

Drei Skelette von Sauriern in Thüringen entdeckt

Drei Skelette von Sauriern in Thüringen entdeckt

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Artikelstatus: Fertig 18:39, 29. Jul. 2006 (CEST)
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Skelett von Dimetrodon grandis im National Museum of Natural History, Washington, DC

Gotha (Deutschland), 29.07.2006 – Wissenschaftler haben gestern auf dem „Bromacker“ in Thüringen drei Saurierskelette gefunden. An dieser Stelle wurden schon häufiger Fossilien aus der Zeit des Perm (einem Erdzeitalter vor zirka 280 Millionen Jahren) entdeckt. Ein Fossil ist so gut erhalten, dass aus ihm eventuell ein 60 Zentimeter langes Reptilienskelett vollständig rekonstruiert werden kann.

Dabei handelt es sich nach Angaben von Teamleiter Thomas Martens um das Skelett eines Pelycosauriers, einer Segelechse. Die Steine werden in die USA gebracht, wo sie in den nächsten Monaten am „Carnegie Museum of Natural History“ in Pittsburgh präpariert werden sollen. David Berman, der am Carnegie Museum arbeitet, berichtete davon, dass ein Skelett derselben Saurierart bereits in Amerika gefunden worden sei, wobei das Tier allerdings zirka zehn Millionen Jahre jünger gewesen sein soll. Das unterstütze die These, dass die Kontinente damals noch zusammenhingen. „Die Tiere sind offensichtlich von der Gegend des heutigen Europas über Asien in die Vereinigten Staaten eingewandert.“ Funde von Fossilien derselben Art aus Asien sind jedoch unbekannt.

Stuart Sumida, Professor an der California State University in San Bernadino, freut sich ebenfalls über den Fund: „Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so wundervolle Funde wie hier.“ Die Skelette, die in den letzten Jahren in den USA und Mexiko gefunden wurden, seien bei weitem nicht so gut erhalten. Seit 14 Jahren kommen die Amerikaner jeden Sommer nach Tambach-Dietharz und präparieren anschließend die Fundstücke, auch wenn diese danach wieder an Thüringen zurückgegeben werden müssen.

Das Fundgebiet, der „Bromacker“, liegt bei Tambach-Dietharz im Thüringer Wald. Dort wurden bis zu vier Steinbrüche angelegt, um Sandsteinplatten für die Bauindustrie zu liefern. Seit 1974 werden dort immer wieder Wirbeltierskelette geborgen.

Quellen

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April 28, 2005

Eisenach: Polizei verhindert Treffen von Neonazis

Eisenach: Polizei verhindert Treffen von Neonazis

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Eisenach

Eisenach (Deutschland), 28.04.2005 – Im Hinterzimmer einer Gaststätte in der Eisenacher Innenstadt trafen sich anläßlich des Geburtstages von Adolf Hitler am Mittwochabend mehrere Neonazis, um nach eigenen Angaben bei einer geschlossenen Veranstaltung einem wissenschaftlichen Vortrag zu lauschen. Die Rechtsextremisten gehörten überwiegend zum Umfeld der „Kameradschaft Eisenach“, einer der aktivsten Freien Kameradschaften in Thüringen, die Ende der 1990er Jahre von dem deutschlandweit agierenden jungen Neonazikader Patrick Wieschke gegründet worden war.

Nach Angaben der Polizeidirektion Gotha konnten „durch Aufklärung vor Ort … öffentlich wahrnehmbare eindeutig rechtsradikale Äußerungen festgestellt werden“. Daraufhin löste die Polizei die Versammlung auf und nahm 16 Personen wegen Volksverhetzung nach § 130 StGB vorläufig fest. In der Gaststätte wurde umfangreiches Propagandamaterial sichergestellt, darunter eine Hakenkreuzfahne, eine Hitler-Büste, verschiedene Blätter mit rechtsradikalen Liedtexten, CDs und Videokassetten. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wurde eingeschaltet und weitere Ermittlungen werden geführt.

Bereits am 23. Februar 2005 war in der siebten Stadtratssitzung einstimmig ein gemeinsamer Antrag der Stadtratsfraktionen der CDU, PDS, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, BfE und EA unter dem Titel „Bekenntnis der Stadt Eisenach gegen Rechtsextremismus“ verabschiedet worden, in dem erklärt wurde:

  • „Der Stadtrat der Stadt Eisenach missbilligt das öffentliche Auftreten und alle Aktionen rechtsextremistischer Gruppen und Gruppierungen in unserer Stadt und unterstützt ausdrücklich das parteiübergreifende Bündnis gegen Rechtsextremismus.“
  • „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit einer Prüfbitte beim zuständigen Ministerium vorstellig zu werden, um ein Verfahren zur Prüfung der Verfassungsfeindlichkeit und damit eines Verbotes der „Kameradschaft Eisenach“ und des von dieser mitgetragenen „Aktionsbüro Thüringen“ einzuleiten.“
  • „Das Auftreten und die von diesen Organisationen verbreiteten Aussagen auf Kundgebungen und im Internet geben Anlass dazu deren Verfassungsgemäßheit zu bezweifeln und stellen aus unserer Sicht ein Verstoß gegen das Grundgesetz dar.“

Die Feier des so genannten „Führergeburtstages“ ist ein weiterer Beleg für das offene neonazistische Auftreten der „Kameradschaft Eisenach“. Bereits im Jahr 2001 war sie zusammen mit dem wesentlich von der Kameradschaft mitgetragenen “Nationalen und Sozialen Aktionsbündnis Westthüringen” (NSAW) in die Schlagzeilen geraten, da sie ebenfalls am 20. April in Weimar einen Aufmarsch unter dem Tarnmotto „Meinungsfreiheit für Deutsche, jetzt und überall“ angemeldet hatten.

Ähnliche Feiern sind jedoch auch von anderen Freien Kameradschaften nicht nur in Thüringen bekannt. Die „Kameradschaft Jena-Ost“ (KJO), Sektion des „Nationalen Widerstandes Jena“ (NWJ), beging 2004 laut eigenen Angaben in ihrem Jahresbericht den Geburtstag des „Führers“ mit 35 Neonazis. Auch für 2005 planten sie die „Geburtstagsfeier eines bekannten Österreichers, die KJO feiert bestimmt mit… . “

Sowohl der „Nationale Widerstand Jena“ als auch die „Sektion Jena-Ost“ bzw. „Kameradschaft Jena-Ost“ sollen bei einem für den 11. Juni in Jena geplanten europaweiten Neonazifest mit Informationsständen vertreten sein. Der NWJ ist zugleich Ausrichter des „Festes der Völker“. Neben diesen beiden Kameradschaften und dem „Aktionsbüro Thüringen” ist auch ein Infostand der „Kameradschaft Eisenach + AG Frauen“ angekündigt. Der Organisator und Chef der Kameradschaft Eisenach, Patrick Wieschke, ist außerdem für diese Veranstaltung als Redner vorgesehen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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