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May 9, 2009

Tote und Verletzte durch Taifun Chan-hom auf den Philippinen

Tote und Verletzte durch Taifun Chan-hom auf den Philippinen

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Veröffentlicht: 23:42, 10. Mai 2009 (CEST)
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Taifun Chan-hom bei der Annäherung an die Philippinen

Foto: NASA

Manila (Philippinen), 09.05.2009 – Der Durchzug von Taifun Chan-hom, dem zweiten tropischen Wirbelsturm der pazifischen Taifunsaison 2009, hat auf den Philippinen mindestens 36 Personen das Leben gekostet. Besonders betroffen von Sturzfluten, starkem Wind und Erdrutschen waren elf Provinzen im Norden Luzons. „Unsere Stadt war am Morgen nach dem Taifun wie eine Kriegszone. Bäume und andere Trümmer waren über unsere Straßen verstreut“, erklärte Nestor Pulido, der Bürgermeister der besonders schwer getroffenen Stadt Anda.

Der Sturm hatte sich am 1. Mai im Südchinesischen Meer vor der vietnamesischen Küste gebildet, richtete in Vietnam allerdings keine wesentlichen Schäden an. Chan-hom zog dann ostwärts, wobei er sich bis zu einem Kategorie-2-Taifun intensivierte, bevor er am 7. Mai im Westen der Insel mit Windgeschwindigkeiten von 150 km/h Landfall machte. Der Sturm zog über den Nordteil der Insel hinweg.

Lage von Bolinao in der Provinz Pangasinán

Grafik: TheCoffee

Die philippinische Regierung hat für den Westen der Provinz Pangasinán Katastrophenalarm ausgelöst. Nach amtlichen Angaben sind mehr als 140.000 Bewohner von den Auswirkungen des Sturms unmittelbar betroffen. Jeweils 16 Tote wurden aus den Provinzen Ifugao und Pangasinán gemeldet, jeweils eine Person verloren ihr Leben in vier weiteren Provinzen. Mehrere Personen sind vermisst. Der Sachschaden in der Landwirtschaft, Vieh- und Fischzucht sowie an der Infrastruktur wurde vom National Disaster Coordinating Council (NDCC) auf mehr als 390 Millionen Philippinische Pesos beziffert, rund 8,21 Millionen US-Dollar.

Besonders schwer wurden Anda und Bolinao getroffen. In Bolinao tötete der Sturm sechs Personen und beschädigte nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters Elias Quisay etwa 70 Prozent aller Häuser. Zehn Personen wurden zwei Tage nach dem Durchzug des Sturmes noch vermisst. Die Regierung hat 47 Tonnen Reis in das Gebiet geschickt. In Anda wurden fast alle der 25.000 Mangobäume entwurzelt und Fischkulturen im Wert von mehreren Millionen Pesos ins Meer gespült. Etwa 90 Prozent der Hausdächer wurden abgedeckt, so Bürgermeister Pulido. In der Provinz Ilugao bewirkte der Sturm mehrere Erdrutsche. Auf dem Galoc-ölfeld, wo täglich 15–20.000 Barell Rohöl gefördert werden, wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt.

Der Taifun traf die Philippinen eine Woche nach dem Durchzug von Taifun Kujira im Osten der Inselgruppe. Dieser hatte 27 Personen das Leben gekostet und Sachschäden von mehr als neun Millionen Dollar verursacht. Jedes Jahr werden die Philippinen von rund 20 Taifunen getroffen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Taifun Chan-hom (2009)“.

Quellen

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December 4, 2006

Taifun fordert mehrere hundert Tote auf den Philippinen

Taifun fordert mehrere hundert Tote auf den Philippinen

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Artikelstatus: Fertig 00:55, 4. Dez. 2006 (CET)
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Manila (Philippinen), 04.12.2006 – Der Taifun Durian, der mit Windgeschwindigkeiten bis zu 225 Kilometern pro Stunde tobte, hat auf den Philippinen am Donnerstag, den 30.11.2006 einen Hang des Vulkanes Mayon ins Rutschen gebracht. Dabei bildete sich eine gigantische Schlammlawine, die mehrere Dörfer unter sich begrub. Nach ersten Angaben des Roten Kreuzes wurden mindestens 388 Menschen getötet, viele seien noch vermisst. Die Schätzung über die Anzahl der Toten erhöht sich danach von Tag zu Tag. Waren es gemäß der Meldungen vom Samstag bis zu 500 war am Sonntag von 600 bis 700 Menschen die Rede. Die letzte Zahl nannte Richard Gordon, der Vorsitzende der Rotkreuzgesellschaft. Besonders betroffen ist die Ortschaft Padang, dort wurden am Samstag noch 141 Menschen vermisst.

Auch in den übrigen Landesteilen wurden viele Unfälle und Sturmschäden gemeldet, Todesopfer gebe es dort jedoch noch keine. Die Obdachlosenzahl wird mit 455.000 angegeben. Das Rote Kreuz zieht in Erwägung, internationale Hilfe anzufordern.

Am Sonntag rief die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo den Katastrophenzustand aus und sagte eine Soforthilfe von zirka 15 Millionen Euro zu.

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Quellen

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February 24, 2006

Philippinen: Präsidentin ruft nach angeblichem Putschversuch den Notstand aus

Philippinen: Präsidentin ruft nach angeblichem Putschversuch den Notstand aus

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Gloria Macapagal Arroyo

Manila (Philippinen), 24.02.2006 – Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat aufgrund eines angeblichen Putschversuches den Notstand ausgerufen.

In einer Fernsehansprache vom 24. Februar legte die Präsidentin ihre Gründe für die Ausrufung des Notstandes auf den Philippinen dar. Nach Aussagen von Gloria Arroyo hat eine eindeutige und akute Gefahr für das Land bestanden. Die Gefahr ist laut Gloria Arroyo von Angehörigen des Militärs ausgegangen, die ein Regime außerhalb der Verfassung errichten wollten. Bei den Unterstützern des angeblichen Putschversuches handele es sich um eine „taktische Allianz von Rechts- und Linksextremisten“, sagte die Präsidentin Gloria Arroyo in der Fernsehansprache. Durch die Ausrufung des Notstandes können Menschen ohne Haftbefehl inhaftiert werden und längere Gefängnisaufenthalte ohne Anklage gestattet werden. Nach Angaben von Michael Defensor, dem Leiter des Präsidentenstabes, wird der Notstand solange in Kraft bleiben, wie er vonnöten sei. Der Stabschef erklärte weiter, die Regierung plane die Festnahme von acht bis zehn Personen, darunter Soldaten, Zivilisten und Finanziers, die am Putschversuch beteiligt gewesen sein sollen. Generalleutnant Hermogenes Esperon, Oberbefehlshaber des Heeres, spach davon, dass das Militär bereits seit Mittwoch von dem angeblichen Putschversuch wisse. Die Heeresleitung gab bekannt, dass Brigadegeneral Danilo Lim, Befehlshaber einer Eliteeinheit, festgenommen worden sein soll. Insgesamt sollen laut Militärführung 14 Offiziere hinter dem Putschversuch stehen. Das Militär und Sicherheitskräfte haben Barrieren zum Schutz des Präsidentenpalastes errichtet. Auch wurden Schulen im ganzen Land geschlossen.

Nachdem der Notstand verhängt wurde, löste die Polizei in Manila eine Demonstration von Kritikern der Regierung mit Wasserwerfern auf. Laut einem Bericht der BBC soll die Polizei die Demonstranten mit Knüppeln geschlagen haben. Eine Demonstration war von der ehemaligen Präsidentin Corazon Aquino angeführt worden. Insgesamt hatten etwa 9.000 Menschen an zwei Demonstrationen gegen die Präsidentin teilgenommen, der Korruption vorgeworfen wird. Mindestens 17 Demonstranten wurden von der Polizei festgenommen. Die Proteste fanden am gleichen Ort statt, an dem im Jahr 1986 ein Aufstand gegen den damaligen Diktator Ferdinand Marcos begonnen hatte. In der Folge des Aufstandes war Ferdinand Marcos mit seiner Familie nach Hawaii geflohen. In diesem Jahr wurden keine öffentlichen Gedenkveranstaltungen zu diesem Ereignis genehmigt.

Die Kongressabgeordnete Rizza Hontiveros-Baraquel kritisiert die Verhängung des Ausnahmezustandes. Die Abgeordnete bezeichnete die Ausrufung des Notstandes als verfassungswidrig und illegal. Die „New York Times“ zitiert aus einem Papier von „Pacific Strategies and Assessments“, einer US-amerikanischen Beraterfirma, die das Verhalten der philippinischen Regierung als Übertreibung bezeichnet. Sarah Toms, Korrespondentin der BBC in Manila, sagte gegenüber der BBC, dass Gerüchte über Putschveruche auf den Philippinen häufig seien. In den 20 Jahren habe es dutzende Versuche gegeben, Regierungen mit einem Putsch zu stürzen.

Im Juli 2003 gab es einen Aufstand des Militärs gegen Arroyo, der unterdrückt wurde und mit der Verhaftung einiger Angehöriger der Armee endete. Der nationale Notstand wurde in der jüngsten Vergangenheit nur zweimal ausgerufen: Im Jahr 1989, als es einen Putschversuch gegen Corazon Aquino gab, und 2003 wegen der SARS-Epidemie.

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Quellen

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September 6, 2005

Amtsenthebungsverfahren gegen die philippinische Präsidentin Arroyo gescheitert

Amtsenthebungsverfahren gegen die philippinische Präsidentin Arroyo gescheitert

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Gloria Macapagal Arroyo, 2003

Manila (Philippinen), 06.09.2005 – Das philippinische Parlament hat gegen drei Anträge zur möglichen Amtsenthebung der Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gestimmt.

In einer langen Sitzung stimmten mehr als die Hälfte der 236 Abgeordneten des Repräsentantenhauses gegen die drei Anträge, wobei die Opposition nur 51 Stimmen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin aufbringen konnte. Oppositionspolitiker drohten aber damit, die Rechtmäßigkeit der Abstimmung womöglich vor dem Obersten Gerichtshof anfechten zu wollen. Die ehemalige philippinische Präsidentin Corazon Aquino führte zusammen mit zwei unterlegenen Präsidentschaftskandidaten eine Demonstration im Manila gegen Arroyo an, an der mehrere tausend Menschen teilnahmen, um den Rücktritt der Präsidentin zu fordern.

Gloria Arroyo sprach nach der Abstimmung von einem herrlichen Tag in der Geschichte. Mit der Opposition wolle sie sich im Interesse des Landes versöhnen. Die Opposition hatte der Präsidentin Wahlmanipulation, Korruption und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Ein weiterer Vorwurf lautete, Arroyos Familie sei in illegales Glücksspiel verwickelt.

Insbesondere ihre Wiederwahl sei nach Angaben von Oppositionspolitikern manipuliert gewesen. Die Vorwürfe führten zu einer schweren Regierungskrise, nachdem mehrere Kabinettsmitglieder zurückgetreten waren und Arroyo zum Rücktritt aufgefordert hatten. Die Präsidentin hat alle Vorwürfe bestritten und die Aufgabe ihres Amtes abgelehnt.

Quellen

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