Drohende Remilitarisierung des Zivilflughafens Hahn im Hunsrück

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Hahn (Deutschland), 18.03.2006 – Seit bereits drei Jahren sollen über den Zivilflughafen Hahn im Hunsrück US-amerikanische Truppen und Kriegsmaterial in die und aus der Golf Region geflogen sein, allerdings als Zivilflüge „getarnt“. Außerdem würden seit langem Versorgungsflüge der ISAF-Truppen nach Zentralasien und Afghanistan stattfinden, heißt es laut Aussage der „Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn“.

Der Flugplatz Hahn ist ein rein ziviler Flughafen, der aus der militärischen Trägerschaft entlassen ist und keinen NATO-Reservestatus mehr besitzt. Nach Angaben der Geschäftsführung des Flughafens Frankfurt-Hahn GmbH heißt es, dass derartige Flüge zwar getätigt wurden, aber nur in einem Rahmen von zirka fünf bis sechs Flügen pro Woche. Desweiteren seien dies keine Militärflüge, sondern zivile Charterflüge US-amerikanischer Fluggesellschaften im Auftrag des US-Verteidigungsministerium, die der Flughafen Hahn begrüßt, und die er auch notwendig hat, um profitabel zu werden, so Stefano Wulf, Geschäftsführer Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Anderen Informationen zufolge soll es sich jedoch um bis zu vier Flüge pro Tag handeln. Auf gezielte Nachfrage gibt die Pressestelle der Flughafen Hahn GmbH dazu keinen Kommentar und ist nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen nicht dazu autorisiert, Auskunft zu erteilen.

Diverse örtliche Vereine äußerten bereits sicherheitliche und völkerrechtliche Bedenken und beanstanden die fehlende Information der Öffentlichkeit über mögliche Risiken. Da nach deren Auffassung mit einer Ausweitung dieser vermeintlich militärischen Flüge gerechnet werden muss, was sich zu einer potenziellen Gefahr für Passagiere und Anwohner ausweiten könne, wurde bereits am Mittwoch, dem 8. Februar 2006 überregional zu einer Protestaktion in Form eines Ostermarsches aufgerufen.

Quellen