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May 2, 2007

Führer des irakischen Zweigs der Terrororganisation Al-Qaida tot

Führer des irakischen Zweigs der Terrororganisation Al-Qaida tot

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Artikelstatus: Fertig 00:07, 2. Mai 2007 (CEST)
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Bagdad (Irak), 02.05.2007 – Nach unbestätigten Informationen des irakischen Innenministeriums ist der Anführer des irakischen Zweigs der Terrororganisation Al-Qaida bei einem Gefecht zwischen zwei rivalisierenden Extremistengruppen getötet worden. General Abdul Karim Challaf, Direktor des internationalen Kommandozentrums des Innenministeriums sagte am Dienstag im Staatsfernsehen: „Es gibt Geheimdienstinformationen, wonach Abu Ayyub al-Masri bei Gefechten zwischen bewaffneten Gruppen getötet wurde.“ Die Leiche al-Masris sei jedoch weder gefunden noch identifiziert worden.

In das Gefecht sollen keine Soldaten der irakischen Armee und keine Soldaten der Vereingten Staaten verwickelt gewesen sein. Der irakische Nachrichtensender Al-Arabiya berichtete am Dienstag, dass der Führer der Terrororganistion Al-Qaida, al-Masri, in dem Gebiet zwischen den Städten Falludscha und Ramadi getötet worden sei. Al-Masri wurde nach dem Tod Abu Mussab al-Sarkawis (früherer Anführer Al-Qaidas) zum Führer der Terrororganistion.

In einer im Internet verbreiteten Erklärung hat Al-Qaida jedoch im Irak am Dienstag Gerüchte über den Tod ihres Anführers zurückgewiesen. Abu Ayyub al-Masri lebe und sei in Sicherheit, hieß es. Die Erklärung wurde auf einer Website veröffentlicht, die die irakische Al-Qaida seit über einem Jahr täglich für ihre Verlautbarungen nutzt. Abu Hamsa „bekämpft nach wie vor die Feinde Gottes“, steht darin weiter, und auch „die Brüder im Kriegsministerium“ arbeiteten an neuen „Schlägen“.

Themenverwandte Artikel

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September 9, 2006

Geheimdienstausschuss des US-Senats: Keine Verbindung Saddams zu al-Qaida

Geheimdienstausschuss des US-Senats: Keine Verbindung Saddams zu al-Qaida

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Artikelstatus: Fertig 22:12, 9. Sep. 2006 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 09.09.2006 – Die Argumentationsgrundlage, mit der die US-Regierung den Krieg gegen den Irak als „Krieg gegen den Terror“ rechtfertigte, ist hinfällig. Diese Ansicht vertreten führende Politiker der Demokratischen Partei nach der Veröffentlichung eines Berichts einer Untersuchungskommission des US-Senats über die geheimdienstliche Absicherung der von der Bush-Regierung vertretenen Argumentation im Vorfeld des Irakkrieges, die den Weg zu dem Eingreifen der USA im Irak ebnete.

Nachdem die US-Regierung bereits im Januar 2005 die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak offiziell aufgegeben hatte, ist nun auch das zweite wesentliche Argument, das den Krieg gegen den Irak rechtfertigen sollte, gefallen. Der Senatsausschuss kommt in seinem gestern veröffentlichten Untersuchungsbericht zu dem Schluss, eine Verbindung zwischen dem ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein und der Terrororganisation al-Qaida, die unter anderem für den Anschlag auf das World-Trade-Center verantwortlich gemacht wird, habe es nie gegeben. Tatsächlich habe Saddam dem al-Qaida-Netzwerk misstraut und die islamistischen Terroristen als Gefahr für sein Regime angesehen. Versuche des Terrornetzwerks, gemeinsame Treffen zu arrangieren, seien von der irakischen Führung zurückgewiesen worden. Auch eine Verbindung zwischen dem irakischen Regime und dem jordanischen Terroristen Abu Musab az-Zarqawi, wie von Vizepräsident Richard Cheney behauptet, habe es nicht gegeben. Vielmehr habe Saddam Hussein versucht, den Jordanier gefangen zu nehmen, das sei ihm jedoch nicht gelungen.

Der Bericht ist eine Fortsetzung einer Untersuchung der Arbeit der US-amerikanischen Geheimdienste bezüglich ihrer Einschätzung des Saddam-Regimes, in der die Kommission im Juli 2004 zu dem Schluss gekommen war, die wesentlichen geheimdienstlichen Beurteilungen des irakischen Programms zur Produktion von Massenvernichtungswaffen (wie sie in dem Bericht „Iraq’s Continuing Programs for Weapons of Mass Destruction“ vom Oktober 2002 zu Ausdruck gebracht worden waren) entweder übertrieben waren oder nicht mit den ermittelten Fakten in Einklang standen. Auch in dem jetzt veröffentlichten zweiten Teil des Berichts, heißt es, der Irak habe sein Atomprogramm nicht wieder aufgenommen noch habe er Biowaffen besessen oder produziert.

Der Bericht des Senatsausschusses kommt für Präsident George W. Bush zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da der fünfte Jahrestag des Angriffs auf das World-Trade-Centers im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit steht. Präsident Bush hatte stets den Zusammenhang des Irakkrieges mit dem „Krieg gegen den Terror“ in den Mittelpunkt seiner Argumentation gerückt, wie der BBC-Korrespondent Justin Webb in New York betont. Während Bush die uneingeschränkte Unterstützung der Bevölkerung für seinen Antiterrorkampf besitzt, wächst die kritische Einstellung gegenüber dem andauernden Engagement im Irak.

Demokratische Senatoren vertraten die Ansicht, die in dem Senatsbericht enthaltenen Enthüllungen bewiesen, dass die US-Administration unter Präsident George W. Bush die Ängste der US-Bevölkerung nach den Angriffen vom 11. September 2001 ausgenutzt habe, um den Irak-Krieg zu rechtfertigen. Sie werfen dem Präsidenten vorsätzliche Irreführung der Öffentlichkeit vor. Der demokratische Senator Carl Levin sagte, die wiederholten Stellungnahmen des Präsidenten, „die den irreführenden Eindruck erweckten, dass Saddam Husseins Regime mit den Terroristen paktierte, die uns am 11. September angegriffen haben, kosten ihn nun jegliche Glaubwürdigkeit, die er bei diesem Thema gehabt haben mag“.

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September 3, 2006

Hochrangiges Al-Kaida Mitglied im Irak festgenommen

Hochrangiges Al-Kaida Mitglied im Irak festgenommen

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Artikelstatus: Fertig 22:00, 3. Sep. 2006 (CEST)
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Bagdad (Irak), 03.09.2006 – Hamed Dschumaa Farid Al Saidi (auch bekannt als Abu Humam oder Abu Rana) war die Nummer zwei des Terrornetzwerks Al-Qaida im Irak. Wie der irakische Sicherheitsberater Muwaffak al Rubaie heute mitteilte, ist der Topterrorist schon vor einigen Tagen festgenommen worden.

Al Saidi wird für den Anschlag auf ein Heiligtum der Schiiten in der Stadt Samarra im Februar 2006 verantwortlich gemacht. Nach dem Anschlag war die Situation zwischen Sunniten und Schiiten im Irak eskaliert. Durch die Festnahme Al Saidis waren weitere Verhaftungen von elf weiteren führenden Al-Qaida-Kadern möglich geworden. Muwaffak al Rubaie sprach von einer „schweren Führungskrise“ des Terrornetzwerks im Irak. Abu Mussab al-Sarkawi, der Führer der Al-Qaida im Irak, war bereits im Juni durch einen Raketenangriff getötet worden.

Die Festnahme gilt auch als Erfolg für die US-Regierung, die angesichts der täglichen Gewalt im Irak unter Druck steht. Das US-Verteidigungsministerium hatte in der letzten Woche einen Bericht vorgelegt, demzufolge im Irak die Bedingungen für einen Bürgerkrieg vorhanden seien. Die Zahl der Terroranschläge sei in den letzten drei Monaten stark angestiegen. Gegenwärtig würden knapp 800 Anschläge pro Woche registriert. Zurzeit sterben im Irak ungefähr 120 Menschen täglich durch Terror. Allerdings habe sich der Schwerpunkt der gewalttätigen Auseinandersetzungen im Irak verschoben. Während die Sicherheitslage früher vor allem durch Angriffe auf die US-geführten Koalitionstruppen geprägt gewesen sei, bestimmten jetzt vor allem gegenseitige Angriffe zwischen Schiiten und Sunniten das Bild.

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June 8, 2006

Abu Musab al-Zarqawi ist tot

Abu Musab al-Zarqawi ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Abu Musab al-Zarqawi ist tot

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Artikelstatus: Fertig 20:48, 8. Jun. 2006 (CEST)
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Bagdad / Baquba (Irak), 08.06.2006 – Abu Musab al-Zarqawi, der meistgesuchte Terrorist im Irak und irakisches Oberhaupt des Terrornetzwerks Al-Qaida, wurde am Mittwoch, den 7. Juni um 18:15 Uhr Ortszeit in der nördlich Bagdads gelegenen Stadt Baquba bei einem koordinierten Angriff irakischer und US-Soldaten im Zuge eines Luftschlages getötet. Der irakische Regierungschef Nuri Kamil al-Maliki gab das am Donnerstagmorgen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der US-Armee bekannt.

Zum Zeitpunkt des Luftangriffs hielt sich al-Zarqawi nach Angaben der US-Armee mit einigen seiner Gefolgsleute etwa acht Kilometer nördlich von Baquba in einem Versteck auf, zu dem Hinweise von „hohen irakischen Führern“ die Truppen geführt hätten. Der gesuchte Terrorist konnte anhand von Fingerabdrücken sowie anderer Körpermerkmale sicher von Experten der Koalitionstruppen identifiziert werden. Dies geht aus einer Erklärung des US-Befehlshabers im Irak, General George Casey, hervor.

Einige der blutigsten Anschläge der letzten drei Jahre werden ihm zugeschrieben. Er soll auch die Selbstmordanschläge in drei Hotels in Amman letztes Jahr geplant und befohlen haben.

US-Präsident George W. Bush bezeichnete den Tod des Oberhaupts des irakischen Aufstandes als „Sieg im Kampf gegen den Terror“. Ähnlich äußerte sich der britische Premierminister Tony Blair. Der Tod al-Zarqawis sei „ein immenser Schlag für die Al-Qaida-Organisation“.

Zugleich warnten Führer der US-Armee sowie auch der US-amerikanische Präsident Bush und der britische Premierminister Blair vor Erwartungen nach einem baldigen Abflauen der Kämpfe. Vielmehr werde der Tod des Al-Qaida-Führers möglicherweise durch Vergeltungsanschläge gerächt werden.

Auch Abu Abdel-Rahman al Iraki, der Stellvertreter der Terrororganisation Al-Qaida im Irak, bestätigte den Tod von al-Zarqawi. Die Al-Qaida verbreitete in Internet eine Erklärung, nach der der „Heilige Krieg“ fortgesetzt werden soll. Wörtlich heißt es: „Wir möchten die freudige Nachricht vom Märtyrertum des Mudschaheds Scheich Abu Mussab al Sarkawi bekannt geben.“

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  • Portal:Irak

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June 6, 2006

Irak: 6.000 Leichen seit Anfang des Jahres gefunden

Irak: 6.000 Leichen seit Anfang des Jahres gefunden

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Artikelstatus: Fertig 00:09, 6. Jun. 2006 (CEST)
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Karte des Iraks

Bagdad (Irak), 06.06.2006 – Im Irak wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 2006 genau 6.002 Leichen gefunden. Diese Zahl wurde von der Leitung der Gerichtsmedizin in Bagdad bekannt gegeben. Die meisten Opfer seien erschossen worden, oftmals seien auch Folterspuren vorhanden gewesen.

Viele der Toten wurden nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer der beiden islamischen Religionsgruppen (Schiiten oder Sunniten) zu Opfern des Terrors. Extremisten würden vor allem seit dem Terroranschlag auf einen schiitischen Schrein in Samarra am 22. Februar morden.

Die Statistik des Schreckens zeigt dabei eine monatliche Zunahme der Morde. Demnach waren es im Januar 1.068, im Februar 1.110, im März 1.294, im April 1.155 und im Mai sogar 1.375 Tote. Seit der Gründung im Jahr 1927 hätte es nach Angaben des Institutes noch nie so eine hohe Zahl von Opfern gegeben. Der Tagesdurchschnitt beträgt momentan 35 bis 50 Opfer pro Tag.

Die Strategie der Terroristen ist es, die Sunniten gegen die Schiiten, welche im Irak die Mehrheit bilden, aufzuhetzen. Jüngstes Beispiel ist der Aufruf des Al-Qaida-Chefs des Iraks, Abu Musab az-Zarqawi. In einer Audiobotschaft im Internet fordert er die Sunniten auf, die Appelle der Regierung zur nationalen Einheit zu ignorieren. „Bereitet Euch darauf vor, diese ungläubigen Schlangen und ihr Gift loszuwerden … und hört nicht auf jene, die zu einem Ende der Gewalt zwischen den Religionsgruppen aufrufen“, so wird Zarqawi zitiert.

Die Moschee von Samarra

Nach Auskunft von Mowafaq Abdul-Raof, dem Sprecher des Ministeriums für Umsiedlung und Migration, sind mehr als 17.000 Familien im Irak als wohnungslos gemeldet. Weitere 5.000 seien inzwischen bei Verwandten untergekommen. Insgesamt 180.000 Menschen wurden bereits infolge des anhaltenden Konflikts zwischen Schiiten und Sunniten umgesiedelt. Allein in Bagdad wurden 3.718 Familien wohnungslos. „Die Anzahl von Umgesiedelten wird weiter steigen, wenn von der Regierung keine durchgreifenden Maßnahmen gegen die militanten Kräfte ergriffen werden, seien es nun Sunniten oder Schiiten”, sagte Abdul-Raof. Die Menschen würden teilweise von militanten Gruppen mit dem Tode bedroht, wenn sie ihre Heim und ihre Arbeit nicht verlassen würden. Viele Menschen verließen aufgrund solcher Drohungen ihre Häuser und leben nun in Zelten.

Die Bevölkerung im Irak teilt sich sowohl ethnisch als auch religiös in zwei große Gruppen auf. 75 bis 80 Prozent sind Araber, 15 bis 20 Prozent Kurden. Die Araber sind in der Mehrheit Schiiten, die Kurden hingegen Sunniten. Von der Religionszugehörigkeit her sind 65 Prozent Schiiten, während das restliche Drittel Sunniten sind. Das Christentum spielt anteilmäßig keine große Rolle.

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  • Portal:Terroranschläge im Irak
  • Irak: Schiitisches Heiligtum von Terroristen angegriffen (23.02.2006)

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March 17, 2006

Irak: USA setzten ihre Militäroffensive bei Samarra fort

Irak: USA setzten ihre Militäroffensive bei Samarra fort

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Bagdad / Samarra (Irak), 17.03.2006 – Amerikanische Militäreinheiten in Verbindung mit irakischen Truppen setzten heute ihre Offensive gegen Stellungen mutmaßlicher Aufständischer in der Region von Samarra (im Norden Iraks) fort.

US-Militärsprecher sprachen heute jedoch nicht mehr von der größten Luftoffensive seit Beginn des Irakkrieges, sondern waren bemüht die Bedeutung der Militäraktion herunterzuspielen. Bei der Operation „Swarmer“ wird nach US-Militärangaben ein 16 mal 16 Kilometer großes Gebiet nach Aufständischen durchsucht.

Das irakische Außenministerium kritisierte das große Medienecho der Aktion: „Dieser Einsatz ist keine Invasion und die Medien haben überreagiert.“

Am gestrigen Donnerstag kam es nach US-Armeeangaben zu fünfzig Festnahmen, von denen 30 Personen weiter in Haft seien. Die Militäraktion konzentriert sich auf drei Dörfer in der Region.

Während Beobachter das Eingreifen des Militärs in Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Goldene Moschee von Samarra brachten und durch das Ansteigen der Gewalt im Irak in der Folge dieses Akts von der Gefahr eines Bürgerkrieges sprachen, bemühte sich die militärische Führung der US-Streitkräfte die Einschätzung der Lage im Irak in ein günstigeres Licht zu setzen. General John Abizaid vom US Zentral-Kommando für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien (CENTCOM) gab gegenüber dem Pressedienst des Pentagon die Einschätzung ab, der Irak befinde sich nicht am Rande eines Bürgerkrieges. Außerdem glaube er, im Irak werde eine Regierung der nationalen Einheit entstehen und die irakischen Sicherheitskräfte würden ihre Schlagkraft weiter verbessern. Für die Anschläge auf die Goldene Moschee machte er die Terrororganisation um Abu Musab az-Zarqawi verantwortlich und damit letztlich Al-Qaida, ohne dafür konkrete Beweise vorlegen zu können.

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October 15, 2005

Trotz Terrordrohungen: Iraker stimmten über Verfassung ab

Trotz Terrordrohungen: Iraker stimmten über Verfassung ab

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Artikelstatus: Fertig 13:04, 17. Okt. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Bagdad (Irak), 15.10.2005 – Rund 15 Millionen Iraker waren heute aufgerufen, über den in monatelangen Diskussionen erarbeiteten Verfassungskompromiss abzustimmen. Der gesamte Prozess der zu dem jetzt vorgelegten Entwurf führte, war von zahlreichen Terrorakten überschattet.

Seit Samstag gilt ein absolutes Fahrverbot im ganzen Irak zum Schutz vor Gewaltakten. In der Nacht waren Ausgangssperren verhängt worden. Mehr als 100.000 Soldaten und Polizisten sicherten die rund 6000 Wahllokale gegen terroristische Übergriffe. Auch die im Lande stationierten ausländischen Streitkräfte standen bereit, um Angriffen zu begegnen. Abu Musab az-Zarqawi, der irakische Chef der Terrororganisation Al-Qaida, hatte die Abstimmung über die Verfassung in Stellungnahmen verurteilt und die Sunniten zum Boykott der Abstimmung aufgerufen.

In Bakuba wurden drei irakische Soldaten durch Bombenexplosionen getötet. Über Ramadi waren in den frühen Morgenstunden Militärflugzeuge zu hören. Schweres Gewehrfeuer versetzte die Wähler in Erschrecken. In Ramadi kam es zu Angriffen aufständischer Kräfte. Granaten- und Raketeneinschläge waren zu hören. Diese galten dem Gouverneurssitz. In Bagdad kam es zu mehreren Angriffen auf Wahllokale. Bei einem Bombenattentat wurde ein Polizist verletzt. In der Nacht war in der Hauptstadt durch einen Sabotageakt die Stromversorgung zusammengebrochen. Insgesamt blieb es im Land jedoch relativ ruhig. In allen Landesteilen strömten tausende zu den Wahllokalen und gaben ihre Stimme ab.

Mit der größten Zustimmung wird in den von Schiiten und Kurden bewohnten Gebieten gerechnet. Viele Sunniten werden vermutlich mit Nein stimmen. Sie befürchten einen Verlust ihres politischen Einflusses durch die in der Verfassung festgelegten Veränderungen. Vor allem betrifft dies die föderale Struktur des Landes. Die Sunniten befürchten eine Spaltung des Landes.

Damit die Verfassung als angenommen gilt, müssen mehr als die Hälfte der Wähler zustimmen. Außerdem gibt es einen Minderheitenschutz für die sunnitischen Landesteile, der darin besteht, dass es in nicht mehr als zwei der achtzehn Provinzen eine Zweidrittelmehrheit gegen die Verfassung geben darf, damit die Verfassung noch als angenommen gilt. Im Irak gibt es vier Provinzen, in denen die Sunniten in der Mehrheit sind.

Die politischen Parteien, die die Sunniten im Irak vertreten, sind in sich gespalten über ihre Haltung zum Verfassungsreferendum. Nachdem in letzter Minute vor dem Wahltag noch in Einzelfragen ein Entgegenkommen der schiitischen und kurdischen Mehrheit gegenüber den Sunniten signalisiert worden war, das unter anderem die Möglichkeit der Veränderung auch nach der Volksabstimmung in Aussicht stellte, entschloss sich die Islamische Partei dazu, ihre Anhänger zur Zustimmung aufzurufen. Daraufhin wurden sechs ihrer Büros von aufständischen Kräften unter Feuer genommen und der Al-Qaida nahestehende Gruppierungen veröffentlichten Todesdrohungen gegen die Führer der Islamischen Partei im Internet.

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August 28, 2005

Dschibuti: USA erwarten Zarqawi in Ostafrika

Dschibuti: USA erwarten Zarqawi in Ostafrika

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Artikelstatus: Fertig 28. Aug. 2005 (CEST)
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Karte Afrikas, Dschibuti hervorgehoben

Dschibuti (Stadt) (Dschibuti), 28.08.2005 – Der mutmaßliche Al-Qaida-Terrorist Abu Mussab al Zarqawi wird in Ostafrika erwartet. US-General Douglas Lute aus den US-Zentralkommando geht nach eigenen Angaben gegenüber der BBC davon aus, Zarqawi werde seine Basisstation aus dem Irak in den Osten Afrikas verlegen.

Als Gründe nannte Lute die großen rechtsfreien Räume in dem Teil Afrikas. Auf Zarqawi könnten laut Lute in Afghanistan und dem Irak bei seinen Terror-Aktionen Schwierigkeiten zukommen, denen er in Afrika aus dem Weg gehen würde. Die USA haben in Dschibuti derzeit 900 Soldaten stationiert. Durch deren Anwesenheit soll verhindert werden, dass Terroristen über das Rote Meer kommen und am Horn von Afrika einreisen. Auch werden Streitkräfte aus Eritrea und Äthiopien in Dschibuti von US-Soldaten ausgebildet.

Neben Ostafrika sieht General Lute auch für die Länder Jemen, Somalia, Sudan und Äthiopien Terrorismusgefahr. Diese Länder seien wegen fehlender Anti-Terror-Gesetze ebenso sichere Zufluchtsorte für Terroristen. Der US-Geheimdienst fügt dieser Liste Lutes noch die Länder in der Sahelzone wie Mauretanien, Mali, Niger und Tschad hinzu.

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July 27, 2005

Gruppe um Musab al-Zarqawi bekennt Mord an algerischen Diplomaten

Gruppe um Musab al-Zarqawi bekennt Mord an algerischen Diplomaten

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Bagdad (Irak) / Algier (Algerien), 27.07.2005 – Die vor sechs Tagen entführten algerischen Diplomaten sind offenbar von der al-Qaida-Gruppe um Musab al-Zarqawi ermordet worden.

Auf einer Internetseite bekannte sich diese Terrororganisation zu der Tat. Heute sei „das Urteil eines islamischen Tribunals“ umgesetzt worden. In der Erklärung heißt es weiter: „Eure Brüder vom militärischen Arm der al-Qaida im Zweistromland haben das Gottesurteil heute vollstreckt.“

Das algerische Präsidialamt bestätigte am Nachmittag den Tod der beiden Diplomaten Ali Belaroussi und Ezzedine Ben Kadi. Belaroussi war Geschäftsträger der algerischen Botschaft im Irak. Beide waren am vergangenenen Donnerstag auf dem Weg zu einem Restaurant entführt worden. Über ihren Verbleib war bis heute nichts bekannt geworden. Im Internet wurde auch ein Video der ermordeten Diplomaten gezeigt.

Es heißt in der Erklärung außerdem, auch weitere arabischen Diplomaten würden getötet werden. Die Organisation will erzwingen, dass die arabischen Staaten keine diplomatischen Beziehungen zum Irak aufbauen. „Irak wird für die Feinde Gottes nicht sicher sein. Haben wir euch nicht gewarnt euch mit Amerika zu verbünden?“, heißt es in der Internetbotschaft.

Am Montag zog Algerien sein diplomatisches Personal aus der Botschaft in Bagdad ab.

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  • Spiegel Online: „Al-Qaida bekennt sich zu Mord an algerischen Diplomaten“ (27.07.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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January 23, 2005

Sarkawi stellt sich gegen Demokratie und droht mit „erbittertem Krieg“

Sarkawi stellt sich gegen Demokratie und droht mit „erbittertem Krieg“

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Bagdad (Irak), 23.01.2005 – In einer Tonaufnahme, die über das Internet verbreitet wurde, verkündet Abu Musab al-Zarqawi einen erbitterten Krieg gegen die Wahlen im Irak. Sarkawi ist ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation Al-Qaida.

Diese Wahl sei eine Falle und diene nur dazu, dass die Schiiten die Kontrolle über das Land erhielten, so Sarkawi. Im Vorfeld der Wahl, die am 30. Januar 2005 stattfindet, werden täglich zahlreiche Anschläge auf Vertreter der Besatzung, irakische Rekruten und Zivilisten verübt. Sarkawi begründet den gewaltsamen Widerstand gegen die Wahlen auch mit theologischen Argumenten.

Die irakische Übergangsregierung versucht durch ein nächtliches Ausgehverbot und einem Fahrverbot von Freitag bis Sonntag die Gefahr von Anschlägen zu reduzieren. Außerdem sollen die Grenzen für drei Tage geschlossen werden, ebenso der Flughafen Bagdads für zwei Tage.

Carlos Valenzuela, der UN-Wahlberater für den Irak, der sich gestern in der irakischen Hauptstadt aufhielt, rechnet mit weiteren Gewalttaten vor und während der Wahl, die seiner Meinung nach aber nicht dazu führen werden, dass die Wahl ungültig werde. Angesichts der prekären Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes und Aufrufen zum Wahlboykott durch Vertreter sunitischer Parteien wurden massive Zweifel laut, ob eine Einhaltung des veranschlagten Wahltermins sinnvoll sei.

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