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January 24, 2012

Indischer Schriftsteller Salman Rushdie darf nicht in seinem Heimatland öffentlich auftreten

Indischer Schriftsteller Salman Rushdie darf nicht in seinem Heimatland öffentlich auftreten

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Veröffentlicht: 20:53, 24. Jan. 2012 (CET)
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Salman Rushdie

Jaipur (Indien), 24.01.2012 – Infolge von weit verbreiteten Protesten aus der islamischen Gemeinschaft durfte der indische Autor Salman Rushdie nicht am Literaturfestival in der Stadt Jaipur teilnehmen. Die Vertreter des Islam fordern immer noch eine Entschuldigung von Rushdie wegen Beleidigung muslimischer Gefühle in seinem 1988 erschienen Roman „Die Satanischen Verse“. An seiner Stelle lesen der britische Schriftsteller Hari Kunzru und viele andere kurze Passagen aus dem Buch Rushdies. Ein Mitglied des indischen Parlaments verlangte daraufhin die Verhaftung der Schriftsteller, die aus dem in Indien seit 1988 verbotenen Buch zitieren.

Informationen des indischen Geheimdienstes, wonach bezahlte Killer auf Salman Rushdie angesetzt seien, konnten bisher nicht bestätigt werden. Zwar kann dem indischen Staatsangehörigen nicht die Einreise in sein Heimatland verwehrt werden, doch machte die örtliche Regierung des Bundesstaates Rajasthan Sicherheitsbedenken geltend. Aufgrund dieser Situation änderte der Schriftsteller seinen Terminplan und sagte die Reise nach Indien ab.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 18.01.2012

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March 20, 2011

Buchpremiere im Münchner Volkstheater: Jörg Maurer stellte seinen Krimi „Niedertracht“ vor

Buchpremiere im Münchner Volkstheater: Jörg Maurer stellte seinen Krimi „Niedertracht“ vor

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Veröffentlicht: 00:06, 20. Mär. 2011 (CET)
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Jörg Maure am Klavier Buchpremiere NIedertracht.JPG

München (Deutschland), 20.03.2011 – Nach „Föhnlage“ und „Hochsaison“ ist der dritte Krimi von Jörg Maurer unter dem Titel „Niedertracht“ erschienen. Gestern stellte er den Roman im Münchner Volkstheater vor. Kommissar Jennerwein mit seiner Mannschaft ist aufgefordert Licht ins Dunkel zu bringen, zu klären wie der Tote in die Höhle einer Felswand gekommen ist, wo er noch unter den Leben weilend, selbst nicht wusste, wie er an diesen schwer erreichbaren Ort gekommen war.

Der Roman spielt in Garmisch-Partenkirchen, was so im Buch nie ausgesagt wird, wie auch das nahegelegene München nur „die Stadt“ ist. Um nahe an der Realität zu bleiben, holte sich Maurer Informationen bei einem befreundeten Polizisten und einem ambitionierten Kletterer. So suchte er nach dem Fachausdruck für die Situation, wenn ein schwer bewaffneter deutscher Bundeswehrhubschrauber auf österreichisches Gebiet eindringt. Der befreundete Polizist den er um Rat fragte antwortete ihm: „Krieg“.

Die Buchpremiere war durch musikalische Einlagen aufgelockert, die gespickt waren mit satirischen Betrachtungen zum Jodeln, Olympia in Garmisch und weiteren Themen. Das Publikum war begeistert, jeder im Saal schien mit den Figuren im Roman vertraut. Am Ende tosender Applaus im ausverkauften Haus.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Literatur

Quellen[Bearbeiten]

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March 8, 2008

Günter Wallraff plant Lesung der „Satanischen Verse“ in einer Moschee

Günter Wallraff plant Lesung der „Satanischen Verse“ in einer Moschee

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Veröffentlicht: 08:45, 8. Mär. 2008 (CET)
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Köln (Deutschland), 08.03.2008 – Der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff plant eine Lesung der „Satanischen Verse“ von Salman Rushdie auf dem Gelände einer Moschee in einem nicht näher bezeichneten Ort in Deutschland. Diese Ankündigung machte Wallraff am Freitag auf dem Literaturfestival lit.Cologne.

Der 1988 erschienene Roman Rushdies hatte in der islamischen Welt für Aufregung gesorgt, weil die darin enthaltene Darstellung des Propheten Mohammed als Beleidigung des Islam interpretiert worden war. Der damalige iranische Religionsführer und Staatsoberhaupt der islamischen Republik Iran, Ayatollah Khomeini, hatte Rushdie wegen der Veröffentlichung des Romans 1989 mit einer Fatwa belegt. Der indisch-britische Schriftsteller lebt seither im Untergrund.

Wallraff beabsichtigt mit der Lesung in einer Begegnungsstätte auf dem Gelände einer Moschee eine „positive Provokation“, die dazu beitragen soll, das literarische Werk Rushdies als ein „Stück Weltliteratur“ wahrzunehmen. Ursprünglich hatte Wallraff eine Lesung in einer geplanten Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld geplant. Nach Ansicht Wallraffs wäre eine solche Lesung ein „Symbol für die Öffnung des Islams“ gewesen. Der Träger der Kölner Moschee, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), lehnte nach zunächst signalisierter Offenheit für das Projekt jedoch schließlich ab. Wallraff hatte nach der Ankündigung Morddrohungen erhalten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Islam

Quellen

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April 2, 2005

Dänemark eröffnet Hans-Christian-Andersen-Jahr

Dänemark eröffnet Hans-Christian-Andersen-Jahr

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Hans Christian Andersen

Berlin (Deutschland) / Kopenhagen / Odense (Dänemark), 02.04.2005 – Am heutigen 200. Geburtstag des weltberühmten dänischen Dichters Hans Christian Andersen eröffnet Dänemark offiziell das „Hans-Christian-Andersen-Jahr“.

Bereits gegen Mittag fand in der dänischen Botschaft in Berlin der Festakt für Deutschland statt, während die eigentliche Eröffnung des Hans-Christian-Andersen-Jahres am Abend in Kopenhagen und seiner Heimatstadt Odense auf Fünen ist.

In Berlin traf sich Prinzessin Benedikte von Dänemark mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und eröffnete eine Ausstellung mit Grafiken und Collagen aus der Hand Andersens. Der dänische Botschafter Gunnar Ortmann betonte, dass der Andersen-Geburtstag in Dänemark zwar wie ein Nationalfeiertag begangen wird, aber wohl Deutschland dasjenige Land auf der Welt ist, wo mit nicht weniger als 1.400 Veranstaltungen wie nirgends sonst an den großen Dänen erinnert wird.

Parken ist das dänische Nationalstadion in Kopenhagen. Hier wird das H.C.-Andersen-Jahr im Beisein internationaler Prominenz eröffnet

Wie jedes Jahr am 2. April war auch heute der Eintritt im Hans-Christian-Andersen-Museum seiner Heimatstadt Odense frei. Anlässlich des 200. Jubiläums waren auf der Insel Fünen sämtliche Busse kostenlos, sodass alle Bürger die Möglichkeit erhielten, dabei zu sein. In der festlich geschmückten Stadt gab es diverse Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Ehrungen und von der Feuerwehr sogar Kakao und Kuchen für alle.

Seitens der Odenseer Stadtverwaltung gab es „grüne“ Veranstaltungen und Führungen für Einheimische und Besucher aus aller Welt im „Hans-Christian-Andersen-Wald“ und Märchengarten, dem „Hans-Christian-Andersen-Andersen-Garten“, wo daran erinnert wurde, dass der Naturfreund in seinem Werk alleine 144 Blumenarten beschreibt.

Schon am Vormittag war Königin Margrethe zusammen mit ihrem Mann, Prinz Henrik von Dänemark, und weiteren Angehörigen des Königshauses nach Odense gefahren. Die Monarchin erklärte am Freitag über ihre Kindheitserinnerungen an Andersens Prinzessinnen-Klischees: „Das war so weit weg wie die Meerjungfrauen in Bezug auf meine Auffassung über mich selbst und meinen Alltag.“

Freilich erzählte die Königin im TV-Interview, dass sie als heranwachsende Prinzessin erst die ganze Ironie Andersens begriff und sein Prinzessinnenbild in einer Welt verortet, wo es „vielleicht einen besseren Platz für ‘Originale’ gab.“

Eröffnungshow im Kopenhagener Nationalstadion: Im Parken findet um 20:00 Uhr nach Angaben von Danmarks Radio die größte TV-Show in der Geschichte Dänemarks statt. Unter Anwesenheit der dänischen Königsfamilie wird die Show „Once Upon a Time“ von Jean Michel Jarre eröffnet. 40.000 Gäste werden vor Ort erwartet.

Die Show wird unter anderem moderiert von Lars Ulrich (Metallica) und Cathy Freeman (australische Olympiasiegerin). Der Auftritt von Tina Turner steht an oberster Stelle einer ganzen Reihe von Prominenten wie Roger Moore, Isabel Allende und Harry Belafonte. Insgesamt werden 600 Akteure auftreten, einschließlich eines 350-köpfigen Kinderchores.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Geburtstage

Quellen

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March 2, 2005

Dschungelbuch-Premiere in Nürnberg

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Dschungelbuch-Premiere in Nürnberg

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„Schlange Kaa“

Nürnberg (Deutschland), 02.03.2005 – Viele kennen Rudyard Kiplings Dschungelbuch als Buch oder Film, in Nürnberg gibt es das Dschungelbuch neuerdings auch als szenische Lesung. In der Theaterwerkstatt des Hubertussaales fand letzte Woche am 23.02.2005 die Premiere statt: Dschungelbuch. Der bekannte Nürnberger Trommler und Bandleader Yogo Pausch (50) und die Radio-Moderatorin Anja Wirtz hatten die Idee zu dem Stück, und beide spielen auch die Hauptrollen.

Im Dschungel-Outfit mit hochgesteckter, blonder Löwenmähne und Tigerlatschen liest und trägt Anja Wirtz 90 Minuten lang die Geschichte von Mowgli, Shir Khan und Akela vor. Durch ihre warme weiche Stimme schafft es Wirtz, die Zuschauer tief in die Welt des Dschungels versinken zu lassen.

Pausch begleitet die Texte durch sein meisterhaftes Perkussionspiel. Seine Instrumente reichen vom Schlagzeug, Triangel, Bongos und Glockenspiel bis hin zum Strohhalm und umgedrehten Kochtopf. Mit leisen Untermalungen bis hin zu Donnern und bedrohlichen Klängen zaubert Pausch eine überzeugende Atmosphäre in diese Werkstatt. Durch seine Geräuschimitationen hört man förmlich, wenn der naive Bär Balu durch den Regenwald stapft und die arrogante Schlange Kaa durch die Blätter zischt. Ab und zu neckt er Wirtz mitten im Vortrag durch Stupser und kleine Schläge mit dem Kochlöffel auf den Hinterkopf, wobei man das Gefühl hat, Balu der Bär hat Mowgli damit gemeint.

Um ein wenig Dschungelfeeling hervorzubringen, wurde die Bühne umrahmt von vielen raumhohen Ficus-Benjamini-Pflanzen, in denen sich eine riesengroße Steiff-Schlange um die Äste schlängelt und sich Plüschgeparden hinter Bäumen verstecken können.

Der Abend vergeht wie im Flug. Nach 90 Minuten gespannten Zuhörens belohnt das Publikum die beiden Akteure mit begeistertem und lang anhaltendem Applaus. Bei der anschließenden Premierenfeier im Café des Hubertussaales sind nicht nur die beiden Künstler, sondern auch zwei echte Pythonschlangen als Gäste anwesend.

Quellen

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