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February 5, 2011

Schiffspiraterie: Möglicherweise Tote an Bord des deutschen Frachters „Beluga Nomination“

Schiffspiraterie: Möglicherweise Tote an Bord des deutschen Frachters „Beluga Nomination“

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Veröffentlicht: 16:27, 5. Feb. 2011 (CET)
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Länder am Horn von Afrika

Bremen (Stadt) (Deutschland) / Harardheere (Somalia), 05.02.2011 – Wie die Beluga-Reederei in Bremen mitteilte, sind möglicherweise drei Besatzungsmitglieder an Bord ihres vor der somalischen Küste entführten Frachters „Beluga Nomination“ ums Leben gekommen. Zwei Seeleute sind vermutlich von somalischen Piraten erschossen worden. Das dritte Opfer ist mutmaßlich der leitende Schiffsingenieur, der bei einem Fluchtversuch ertrunken ist. Der genaue Hergang an Bord des Schiffes ist bisher noch unklar.

Der Frachter der Bremer Reederei war vor rund zwei Wochen mit zwölf Besatzungsmitgliedern aus der Ukraine, Russland, Polen und den Philippinen vor der somalischen Küste von Piraten gekapert worden. Die Besatzung konnte sich zunächst in einen besonders gepanzerten Schutzraum retten. Nach zwei Tagen war es den Piraten jedoch gelungen, die Stahltüren aufzubrechen. In dieser Zeit war die Besatzung des Schiffes auf sich allein gestellt. Mit einem dänischen Kriegsschiff und einem Patrouillenboot der Seychellen soll es später zu einem Feuergefecht gekommen sein, in dessen Verlauf nach Medienberichten zwei Piraten getötet wurden. Zwei Matrosen der Beluga Nomination unternahmen dabei einen Fluchtversuch mit einem Motorboot. Ob diese beiden Matrosen gerettet werden konnten oder durch Schüsse der Piraten getötet wurden, darüber gibt es in den Berichten unterschiedliche Darstellungen.

Das Schiff ankert gegenwärtig in Harardheere in Somalia. Die Reederei, die in telefonischem Kontakt mit der Besatzung des Schiffes steht, erklärte, den sieben verbliebenen Besatzungsmitgliedern ginge es den Umständen entsprechend gut. Eine konkrete Lösegeldforderung gebe es zurzeit nicht. Die Reederei kündigte an, ab sofort privates Sicherheitspersonal auf den Schiffen dieser Route einsetzen zu wollen.

Nils Stolberg, geschäftsführender Gesellschafter der Reederei, erhob gegen die NATO, die EU und die Seychellen schwere Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Befreiungsversuch der Besatzung: „Wir sind der Überzeugung, dass der tragische Tod einer unserer Kollegen hätte verhindert werden können, wenn es nur ein professionelles, koordiniertes, abgestimmtes Vorgehen seitens der Einsatzkräfte vor Ort gegeben hätte.“

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May 10, 2010

Indonesien: Erdbeben der Stärke 7,2 vor Sumatra

Indonesien: Erdbeben der Stärke 7,2 vor Sumatra

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Veröffentlicht: 12:10, 10. Mai 2010 (CEST)
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Jakarta (Indonesien) / Denver (Vereinigte Staaten), 10.05.2010 – Ein starkes Erdbeben hat am 9. Mai um 5:59:42 Uhr UTC (12:59:42 Uhr Ortszeit) den Westen der indonesischen Insel Sumatra erschüttert. Das Hypozentrum des Erdbebens, dessen Intensität vom United States Geological Survey mit 7,2 Mw auf der Momenten-Magnituden-Skala angegeben wurde, lag 215 km süd-südöstlich von Banda Aceh und 1620 km nordwestlich von Djakarta in einer Tiefe von 45 km im Meer vor der Westküste Sumatras, weswegen die Behörden zunächst die Warnung vor einem Tsunami ausgegeben hatten. Diese wurde nach einigen Stunden aufgehoben.

In Banda Aceh und Medan, einer Großstadt an der Ostküste der Insel flohen nach indonesischen Radioberichten Menschen aus ihren Häusern. Behördenangaben zufolge wurden an der Westküste Häuser beschädigt und die Stromversorgung wurde unterbrochen. Es gibt bislang keine Berichte über Tote oder Verletzte. Gefühlt wurden die Erdstöße auch in Laos, Malaysia, Myanmar, Singapur und Thailand. Erst im vergangenen September hatte ein Erdbeben mit Epizentrum vor Padang rund 1.000 Menschenleben gefordert. Bei Sumatra schieben sich die Australische und die Indische Platte mit einer Geschwindigkeit von 60bis 65 mm jährlich gegen die Sundaplatte.

Unweit des Erdbebens liegt auch das Epizentrum des Seebebens im Indischen Ozean, bei dem am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 rund 230.000 Menschen durch einen Tsunami getötet wurden. Sumatra liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer seismisch sehr aktiven Zone. Starke Erdbeben sind häufig in dieser Zone, die den gesamten Pazifik umspannt und von Indonesien über Japan, die Kurilen und Alaska nach Kalifornien führt und entlang der Westküste Amerikas weiter nach Süden bis nach Feuerland reicht. Auch das schwere Erdbeben in Chile am 27. Februar ereignete sich in dieser Zone.

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April 6, 2010

Niederländische Marine befreit deutsches Schiff vor Somalia

Niederländische Marine befreit deutsches Schiff vor Somalia

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Veröffentlicht: 19:37, 6. Apr. 2010 (CEST)
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Den Haag (Niederlande) / Seoul (Südkorea) / Mogadischu (Somalia), 06.04.2010 – Die niederländische Marine hat mit einer Kommandoaktion das unter deutsche Flagge fahrende Schiff „MS Taipan“ befreit. Somalische Piraten hatten das Schiff am Morgen des Ostermontags etwa 800 Kilometer vor der Küste gekapert. Das Schiff war auf dem Weg von Mombasa nach Dschibuti. Zunächst hatte ein Hubschrauber die Brücke des Containerschiffes beschossen, dann hätten sich Elitesoldaten abgeseilt, informierte das niederländische Verteidigungsministerium. An der Befreiuungsaktion, in deren Verlauf zehn Piraten festgenommen wurden, war die niederländische Fregatte „Tromp′s Lynx“ beteiligt. Ein niederländischer Soldat wurde bei einem Schusswechsel mit den Piraten verletzt.

Die 15 Besatzungsmitglieder des Schiffes – unter ihnen zwei Deutsche – hatten unmittelbar bevor die Piraten die Kontrolle über das Schiff übernommen hatten die Maschinen des Schiffes abgestellt, sodass es nicht mehr manövrierfähig war. Dann hatten sie sich verschanzt. Sie blieben bei der Befreiungsaktion unverletzt. Das Schiff konnte anschließend seine Fahrt fortsetzen.

Am Mittag des 5. April hatte der dänische Tanker „Torm Ragnhild“ im Golf von Aden einen Notruf abgesendet, als das Schiff von Piraten bedrängt wurden. Die Piraten wurden von einem französischen Flugzeug in die Flucht geschlagen. Sie kehrten zu ihrem Mutterschiff zurück, der unter indischer Flagge fahrenden Dhau „Safina Al-Gayatri“. Dieses Schiff wurde von einer türkischen Fregatte bis an die Küste verfolgt, wo die Piraten das Schiff verließen.

Nicht vereiteln konnte die internationale Seestreitkraft die Kaperung des südkoreanischen Tankers „Samho Dream“, etwa 1100 Kilometer von der Küste Somalias entfernt und damit rund 550 Kilometer außerhalb des Patrouillengebietes der Operation Atalanta. Der 300.000-Tonnen-Tanker war auf dem Weg vom Irak in die Vereinigten Staaten. An Bord befinden sich fünf südkoreanische und 19 philippinische Besatzungsmitglieder. Presseberichten zufolge hat ein südkoreanisches Kriegsschiff die Verfolgung des Schiffes aufgenommen. Es gehöre aber nicht zu den Befehlen an den Zerstörer, das Schiff abzufangen. Nach Andeutungen des Sprechers von Valero Energy, dem Eigentümer des an Bord befindlichen Rohöls, könnte der Wert der Ladung eines Öltankers dieser Größe etwa 170 Millionen US-Dollar betragen.

In den letzten Wochen war es zu einem Anstieg von Piratenüberfällen am Horn von Afrika gekommen. Nach Angaben der internationalen maritimen Taskforce ist dies auf die Wettersituation im Indischen Ozean zurückzuführen, da die See sich im April und Mai beruhigt.

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October 4, 2009

Erdbeben in Padang: Hoffnung auf Überlebende schwindet

Erdbeben in Padang: Hoffnung auf Überlebende schwindet

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Veröffentlicht: 21:50, 4. Okt. 2009 (CEST)
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Padang (Indonesien), 04.10.2009 – Am vierten Tage nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra schwindet die Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Nach Behördenangaben wurden in den Bergdörfern im Bezirk Padang Pariaman mehrere Dörfer durch Erdrutsche verschüttet, manche Dörfer wurden bis zu 30 Meter hoch begraben. Die Dorfbewohner sind jedoch weitgehend auf sich gestellt, weil sich die Hilfsmannschaften auf die 900.000 Einwohner zählende Stadt Padang konzentrieren. Vielerorts graben sie mit den Händen nach Verschütteten. Bislang wurden 809 Leichen geborgen, mehr als 4.000 Personen werden noch vermisst. Die Region wird immer wieder von Nachbeben erschüttert, was die Rettungs- und Bergungsarbeiten erschwert. Unter den Toten sind mindestens 285 Bewohner im Bezirk Padang Pariaman.

In der Ortschaft Jumanak begrub ein Erdrutsch eine ganze Hochzeitsgesellschaft mit über 200 Gästen unter sich. Einer der Überlebenden, der 15-jährige Bruder der Braut, berichtete, dass seine Schwester zu den Hochzeitsfeierlichkeiten in ihr Heimatdorf zurückgekehrt war. Auch die Nachbardörfer Pulau Aiya, Lubuk Lawe und Limo Koto Timur wurden verschüttet. Die Überlebenden beklagten, bisher keine Hilfe von außen erhalten zu haben. Der 48-jährige Dola Jambak berichtete der Associated Press, sieben Verwandte verloren zu haben. „Alles was ich tun kann, ist auf die Suchteams zu warten. Aber sie kommen nicht.“

Der Manager des völlig zerstörten Hotels Ambacang in Padang, Sarana Aji, sagte in einem Interview, dass sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Hotel 125 Gäste aufgehalten hatten. Er selbst habe sich retten können, weil er zu Beginn des Bebens aus der Lobby ins Freie gelaufen sei. Bislang wurden nur 29 Leichen aus den Trümmern des Hotels geborgen.

Diese Karte des United States Geological Survey zeigt das Epizentrum nordwestlich von Jakarta.

Kartographie: USGS

Viele Straßenverbindungen sind durch die Erdrutsche unterbrochen und erschweren so den Zugang für Rettungstrupps. Nach den Angaben des Katastrophenschutzzentrums wurden 485 Schulen und öffentliche Gebäude sowie über 83.000 Häuser völlig zerstört, weitere 100.000 Gebäude und rund 30 km Straßen wurden schwer beschädigt. Auch seien fünf Brücken eingestürzt. In Padang ist die Elektrizitätsversorgung unterbrochen, es gibt zu wenig Treibstoff, auch das Telefonnetz funktioniert nicht. Auch das behindert die Arbeit von Ärzten und Helfern. Diese beklagen vor allem, dass die örtlichen Gesundheitseinrichtungen auf die Katastrophe nicht eingestellt seien, insbesondere bei der Behandlung von Rückenverletzungen gebe es Engpässe, so Patrick Fuller, ein Sprecher des Roten Kreuzes zu Al-Dschasira.

Die indonesische Regierung hat inzwischen entschieden, künftig in erdbebengefährdeten Gebieten erdbebensichere Bauten zu errichten. Das Land liegt auf dem Pazifischen Feuerring und Erdbeben sind in Indonesien häufig. Es war das zweite Erdbeben innerhalb eines Monats in Indonesien, das Menschenleben forderte. Ein Erdbeben südlich von Java hatte am 2. September 82 Menschenleben gefordert.

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October 1, 2009

Schweres Erdbeben in Sumatra

Schweres Erdbeben in Sumatra – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schweres Erdbeben in Sumatra

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Veröffentlicht: 00:03, 1. Okt. 2009 (CEST)
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Das Hypozentrum des Erdbebens liegt 600 km südöstlich der Stelle, an der der schwere Tsunami am 26. Dezember 2004 seinen Anfang nahm.

Kartographie: USGS

Padang (Indonesien), 01.10.2009 – Nur wenige Stunden nach dem schweren Erdbeben in Samoa hat am 30. September 2009 um 12:16 Uhr MESZ die Erde auch vor der Küste Sumatras in Indonesien gebebt. Nach den Angaben des USGS erreichte dieses Erdbeben eine Stärke von 7,6 MW auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Hypozentrum des Bebens lag etwa 50 km nordwestlich der 900.000 Einwohner zählenden Stadt Padang in einer Tiefe von 80 km. Das Beben war auch in Jakarta und Singapur zu spüren, wo Hochhäuser evakuiert wurden.

Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum gab zunächst eine Tsunami-Warnung für Indonesien, Malaysia, Indien und Thailand aus, hob sie aber später wieder auf.

Vorläufigen Berichten zufolge wurden mehr als tausend Häuser in der Stadt zerstört, es gäbe Brände, heißt es. In Maninjau habe das Erdbeben einen Erdrutsch verursacht. Außerdem gibt es Berichte über den Einsturz von Brücken und gebrochenen Wasserleitungen. Rahmat Triyono von der indonesischen geophysikalischen und meteorogischen Agentur erklärte gegenüber Agence France-Presse, dass in Padang eine Reihe von Hotels zerstört wurden, man aber bislang die Stadt noch nicht erreichen konnte, weil die Verbindungen unterbrochen seien. Nach Behördenangaben wurden mindestens 75 Personen getötet, tausende sind wohl unter Trümmern verschüttet. Der indonesische Vizepräsident Jusuf Kalla geht davon aus, dass die Opferzahl noch stark ansteigen wird.

Die Stadt liegt an derselben Verwerfung, an der 2004 ein sehr schweres Erdbeben den Tsunami auslöste, der rund 230.000 Menschenleben forderte. Geologen befürchten, dass die Stadt durch ein sehr starkes Erdbeben völlig zerstört werden kann. Sumatra liegt in der Zone, die zum Pazifischen Feuerring gehört und seismisch sehr aktiv ist. Vor Sumatra stoßen die Eurasische Platte und die Australische Platte zusammen, weswegen es hier jährlich sehr viele Erdbeben gibt.

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May 15, 2009

Humanitäre Lage in Somalia durch blutige Kämpfe, Dürre und Piraterie prekär

Humanitäre Lage in Somalia durch blutige Kämpfe, Dürre und Piraterie prekär

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Veröffentlicht: 17:55, 15. Mai 2009 (CEST)
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Somalia

Mogadischu (Somalia), 15.05.2009 – Nach Berichten einer Hilfsorganisation wurden bei drei Tage andauernden Kämpfen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu 113 Zivilpersonen getötet, 345 weitere wurden den Angaben zufolge verletzt. Mehr als 27.000 Bewohner sind vor den Kämpfen zwischen islamistischen Aufständischen unter Führung von Hassan Dahir Aweys und Kämpfern der von Sharif Sheikh Ahmed geführten Übergangsregierung geflohen.

Sicherheitsminister Omar Haschi Aden erklärte gegenüber Associated Press: „Wir werden die Kämpfe fortsetzen, bis wir diese Elemente ausgeschaltet haben.“ Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Somalia, Ahmedou Ould Abdallah, wies die Schuld für die blutigen Auseinandersetzungen dem Führer von al-Schabab zu. „Die Angriffe der letzten paar Tage, alles was sich in Mogadischu kürzlich abgespielt hat, ist ein Versuch, die Macht durch Gewalt zu ergreifen, es ist der Versuch eines Staatstreiches“, sagte Abdallah auf einer Pressekonferenz in Addis Abeba.

Scharif und Aweys hatten 2006 einen Großteil Somalias unter ihre jeweilige Kontrolle gebracht, wurden dann aber von der Übergangsregierung mit Unterstützung äthiopischer Truppen verdrängt. Sharif stellte sich schließlich auf die Seite des von den Vereinten Nationen initiierten Friedensprozesses und wurde im Januar 2009 zum Präsidenten Somalias gewählt. Der Friedensprozess wird von Aweys abgelehnt.

Der Angriff der Aufständischen wurde nach Angaben des Sicherheitskommissars der Afrikanischen Union abgewehrt. Al-Schabab kontrolliert mit seinen Verbündeten einen Großteil von Südsomalia. Ein prominenter Sprecher der Organisation bestätigte, dass ausländische Kämpfer die Aufständischen unterstützen. Die Zahl der ausländischen Kämpfer, die seit Anfang des Jahres nach Somalia einsickerte, wird von ausländischen Geheimdienstkreisen mit etwa 500 angegeben. Das Land hat seit dem Sturz Siad Barres im Jahr 1991 keine funktionierende Regierung. Die Übergangsregierung kontrolliert direkt nur einige Straßenblöcke in der Hauptstadt und eine Grenzstadt, konnte aber seit dem Beginn ihres Bestehens im Jahr 2004 nicht die Souveränität über das Staatsgebiet erringen. Dadurch wurde die Piraterie vor der Küste Somalias begünstigt.

Russland hat inzwischen bekanntgegeben, dass somalische Piraten künftig in Russland angeklagt und verurteilt werden sollen, wenn russische Schiffe involviert waren. „Die Übergabe von solchen Personen in die Hände der Somalier ist nutzlos“, so der stellvertretende Generalstaatsanwalt Alexander Zwyagintsew. Trotz der Anwesenheit einer internationalen Militärflotte kommt es in den Gewässern am Horn von Afrika immer wieder zu Kaperungen von Schiffen. Derzeit werden 17 Schiffe mit etwa 300 Besatzungsmitgliedern von somalischen Piraten festgehalten.

Der EU-Schiffsverband hat in den letzten Wochen vier sogenannten Mutterschiffe aufgebracht, von denen aus die Schnellboote der somalischen Piraten versorgt werden. Dabei wurden nach Angaben des britischen Admirals Philipp Jones 52 Piraten festgenommen, von denen 38 zur Strafverfolgung an die Behörden Kenias übergeben wurden. Admiral Jones dementierte Pressemeldungen, wonach die Piraten Informationen über lohnende Beuteziele aus Europa erhielten. Allerdings würden die Piraten untereinander Informationen über Schiffsbewegungen austauschen. Die EU-Kriegsschiffe haben 23 Frachtschiffe mit Lebensmitteln und Hilfsgütern für Somalia an ihren Bestimmungshafen eskortiert.

Nach mehr als zwanzig Jahren Bürgerkrieg sind 3,2 Millionen Einwohner Somalias von solchen Hilfslieferungen abhängig. Die Situation kann sich in naher Zukunft verschärfen, da das Land derzeit von der schlimmsten Dürre seit mindestens einem Jahrzehnt betroffen ist, so der humanitäre Co-Koordinator der Vereinten Nationen für Somalia, Mark Bowden. „Etwa 45 Prozent der Bevölerung leiden an mäßiger Unterernährung.“ Nach UN-Angaben leiden allerdings 24 Prozent der Kinder in der Mitte und im Süden des ostafrikanischen Staates an akuter Unterernährung. Mehr als 1,1 Millionen Somalier sind vor den Kämpfen zwischen der Regierung und militanten Islamisten geflohen und leben in Flüchtlingslagern.

Die Zivilbevölkerung wurde von der jüngsten Eskalation überrascht. Bei den Kämpfen wurden nach Regierungsangaben 15 regierungstreue Kämpfer getötet. Unter den getöteten Aufständischen waren zwölf Pakistaner und sieben Kämpfer aus dem Jemen. Besonders die Vereinigten Staaten befürchten, dass sich Somalia zu einer Brutstätte für den internationalen Terrorismus entwickelt.

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April 15, 2009

Piraterie vor Somalia: US-Navy befreit Kapitän

Piraterie vor Somalia: US-Navy befreit Kapitän

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Veröffentlicht: 17:36, 15. Apr. 2009 (CEST)
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Kapitän Richard Phillips (rechts) nach seiner Rettung mit Cmdr. Frank Castellano, dem Kommandeur der USS Bainbridge

Foto: U.S. Navy

Mogadischu (Somalia) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 15.04.2009 – Durch einen Einsatz von US-amerikanischen Elitesoldaten wurde der Kapitän des Motorschiffes Mærsk Alabama am Sonntag, den 12. April befreit. Richard Phillips war vier Tage als Geisel von somalischen Piraten auf einem Rettungsboot festgehalten worden. Die Besatzung des Schiffes hatte die Kontrolle über den Frachter zurückgewinnen können und die Fahrt nach Kenia fortgesetzt. Die Piraten hatten zuvor für den Austausch des Kapitäns ein Lösegeld von zwei Millionen US-Dollar verlangt. Das Rettungsboot war über mehrere Tage hinweg von zwei US-Kriegsschiffen verfolgt worden.

Scharfschützen hatten drei der vier Piraten mit gezielten Schüssen getötet, als diese den Kapitän mit Schusswaffen bedrohten. Einer der Piraten befand sich zum Zeitpunkt der Aktion offenbar zu Verhandlungen an Bord des Zerstörers USS Bainbridge. Er wurde festgenommen. Die Militäraktion war durch US-Präsident Barack Obama angeordnet worden. Demnach sollten die Marinesoldaten eingreifen, sobald eine unmittelbare Gefährdung des 53-jährigen Kapitäns durch die Piraten bestünde. Der Kommandeur vor Ort sah eine solche Gefährdung und gab um 18:19 Uhr MEZ den Einsatzbefehl.

Barack Obama äußerte seine Befriedigung über die geglückte Befreiungsaktion und nannte den Mut von Kapitän Phillips als „Beispiel für alle Amerikaner“.

Bei einer ähnlichen Aktion französischer Soldaten am Karfreitag wurden zwei Piraten und der 27-jährige Schiffseigner der Yacht Tanit getötet. Vier weitere Franzosen wurden befreit und sind inzwischen nach Paris zurückgekehrt, drei weitere Piraten wurden festgenommen. Eine Obduktion soll Klarheit bringen, ob der Franzose durch die Piraten erschossen oder von Kugeln französischer Soldaten getroffen wurde.

Es wird nun befürchtet, dass die gewaltsame Befreiung den Beginn einer Gewaltspirale in der Region darstellt. Bisherige Piratenüberfälle hatten meist einen unblutigen Verlauf. Zur Zeit halten somalische Piraten mehr als ein Dutzend Schiffe mit etwa 200 Besatzungsmitgliedern fest. Abdi Garad, ein Anführer der Piraten, kündigte inzwischen im somalischen Eyl an, verstärkt US-Bürger anzugreifen. „Dadurch könnte die Gewalt in diesem Teil der Welt sprunghaft zunehmen, da besteht kein Zweifel“, sagte der Oberkommandierende des U.S. Naval Central Command, Vizeadmiral William Gortney, auf einer Pressekonferenz in Bahrain.

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May 12, 2008

Zyklon Nargis: Verlust der Mangroven verschlimmerte die Auswirkungen

Zyklon Nargis: Verlust der Mangroven verschlimmerte die Auswirkungen

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Veröffentlicht: 18:22, 12. Mai 2008 (CEST)
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Singapur, 12.05.2008 – Nach Meinung des Generalsekretärs der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ist die hohe Zahl der Opfer in Myanmar durch den Zyklon Nargis zumindest teilweise auf das Roden des schützenden Mangrovengürtels im Irrawaddy-Delta zurückzuführen. Schuld sei „das Vordringen in die Mangrovenwälder, die als Puffer dienten zwischen den Gezeitenströmen, zwischen großen Wellen oder Stürmen und den Siedlungen“, so Surin Pitsuwan. Somit konnte die Sturmflut ungehindert ins Landesinnere einströmen.

Seit 1924 sind im Irrawaddy-Delta 83 Prozent der Mangroven verschwunden, zunächst um Platz für den Reisanbau zu schaffen und in den letzten Jahren als Quelle für Brennmittel. Allein zwischen 1990 und 2000 nahm die Fläche der Mangrovenwälder im Delta jährlich um etwa 2.000 Hektar ab. Diese Entwicklung ist weltweit zu beobachten. Seit 1980 wurden weltweit 36.000 Quadratkilometer dieser im Grenzbereich zwischen Salzwasser und Süßwasser wachsenden Wälder vernichtet, wobei die Fläche nach Angaben der FAO alleine in Asien um 19.000 Quadratkilometer zurückging. Gründe sind die Anlage von Garnelen- und Fischzuchteinrichtungen sowie die Zersiedelung durch Bevölkerungswachstum und den Tourismus.

Mangrovenbewuchs im Senegal.
Foto: Ji-Elle

Eine Studie der IUCN hat gezeigt, dass in dem durch Mangroven geschützten Ort Kapuhenwala an der Küste Sri Lankas bei dem Tsunami 2004 deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen sind als in dem ganz in der Nähe liegenden Wanduruppa, wo es keine solchen Wälder gab. Bereits ein zweihundert Meter breiter Mangrovenstreifen nimmt nach Ansicht der Wissenschaftler Flutwellen drei Viertel ihrer Energie.

Der verheerende Zyklon, der 1970 über das damalige Ostpakistan hinweggerast war und 300.000 bis 500.000 Menschenleben forderte, hat insbesondere in Bangladesch zu einem Umdenken geführt. Die Sundarbans stehen inzwischen unter Naturschutz und sind heute mit einer Fläche von 6.000 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Mangrovengebiet der Welt.

Eine Reihe von Staaten hat inzwischen mit einem Wiederaufforstungsprogramm für Mangrovenwälder begonnen. Auch die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt solche Maßnahmen.

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May 7, 2008

Die Militärjunta in Birma steht unter Druck

Die Militärjunta in Birma steht unter Druck

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Veröffentlicht: 23:52, 7. Mai 2008 (CEST)
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Rangun (Myanmar), 07.05.2008 – Die Militärmachthaber in Myanmar stehen nach dem verheerenden Orkan, der weite Landstriche verwüstete, mit dem Rücken zur Wand. Auch der Ummut bei den Hilfswilligen wächst. So sei das Krisenmanagement vollkommen unzureichend. Demnach sei fünf Tage nach der Katastrophe noch kein einziges Visum an einen Helfer ausgestellt worden. Das behauptet zumindest eine internationale Hilfsorganisation in Bangkok. Verantwortlich für die Koordination sei der Vize-Außenminister Maung Myint, dessen Ernennung zu dieser Aufgabe vor kurzem erfolgt sei.

Moderate Kritik an Myanmar übte Martin Jäger, ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes. Demnach seien die „eröffneten Möglichkeiten für die Hilfsorganisationen nicht so“, wie das sich die Hilfsorganisationen und Deutschland wünschen würden. Frankreich geht noch einen Schritt weiter. Das Land plane, notfalls unter Berufung der Schutzverantwortung der UN gegen den Willen der Machthaber Hilfe ins Land zu bringen.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen Taxifahrer in Rangun zur Situation in der Bevölkerung. Danach soll Resignation vorherrschen, eine Aufruhrstimmung sei nicht zu erkennnen.

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May 5, 2008

Bis zu 10.000 Tote durch Zyklon Nargis in Myanmar

Bis zu 10.000 Tote durch Zyklon Nargis in Myanmar

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Veröffentlicht: 23:59, 5. Mai 2008 (CEST)
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Nargis am 1. Mai

Rangun (Myanmar), 05.05.2008 – Der erste tropische Wirbelsturm der diesjährigen Wirbelsturmsaison im nördlichen Indischen Ozean, Zyklon Nargis, hat in Myanmar eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Der Sturm, dessen Stärke kurz vor dem Landfall der Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala entsprach, fegte mit einer Geschwindigkeit von mindestens 190 Kilometern pro Stunde über das Land, deckte dabei Dächer ab und riss Versorgungsleitungen herunter. Der Flugverkehr auf dem internationalen Flughafen wurde unterbrochen. Im Laufe des Tages stiegen die Opferzahlen schnell an. Außenminister U Nyan Win gab die Zahl der Toten mit vermutlich über 10.000 Menschen an.

Die Regierung Myanmars hat für die fünf Divisionen Irrawaddy, Karen, Mon, Bago und Rangun den Notstand ausgerufen. Die mehr als fünf Millionen Einwohner zählende frühere Hauptstadt lag unmittelbar in der Zugbahn des Zyklons. Der Sturm traf das Land eine Woche vor der angesetzten Volksabstimmung über den Verfassungsentwurf der Militärjunta, der für 2010 freie Wahlen vorsieht. Die Opposition hatte die Wähler aufgefordert, den Verfassungsentwurf abzulehnen.

Shwedagon-Pagode (Archivfoto)

Besonders betroffen sind tiefliegende Gebiete im Delta des Irrawaddy, wo zu den direkten Auswirkungen durch Wind und Regen noch eine Sturmflut wütete. In der Ortschaft Labutta sind nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders 75 Prozent der Gebäude zerstört. Laut Agenturmeldungen sind im Irrawaddy-Delta mindestens 90.000 Menschen obdachlos geworden; 20.000 Häuser sollen hier zerstört worden sein. Die Menschen flohen in Notunterkünfte. Direkt oder indirekt betroffen sind laut dem Hilfswerks Word Vision bis zu zwei Millionen Menschen.

Augenzeugen berichteten, dass auch Rangun erhebliche Schäden davon getragen hat. Die Shwedagon-Pagode soll schwer beschädigt und viele umliegende Gebäude völlig zerstört worden sein. Auch die Sule-Pagode sei verwüstet. Eine UN-Mitarbeiterin sagte in Rangun zur Associated Press, die Straßen seien blockiert, es gebe keinen Strom und kein Trinkwasser. Ein Diplomat verglich die Stadt mit einem Kriegsschauplatz. Im Hafen der Stadt sind nach Angaben staatlicher Medien vier Schiffe gesunken.

Inwieweit internationale Nothilfe vor Ort gelangt, ist unklar, da die Militärs auch nach der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 keine ausländischen Hilfsorganisationen ins Land ließen. Nach Angaben des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon steht die UNO mit Hilfsangeboten für die notleidenden Menschen in Myanmar bereit. Das Katastrophenabschätzungs- und Koordinierungsteams der Vereinten Nationen (UNDAC) der UNO ist vorbereitet um der Regierung bei der Bewältigung der humanitären Probleme zu helfen. Zurzeit liegt von der Regierung Myanmars keine offizielle Bitte um Hilfe vor. Von Seiten der UNO laufen jedoch bereits Koordinierungsversuche in der thailändischen Hauptstadt Bangkok an. Terje Skavdal, der von Seiten der UNO für die Koordinierung der Hilfe in Südostasien zuständig ist, hat dafür eine Erklärung: „Normalerweise ist es die Position der Regierung, nicht um Hilfe zu bitten, aber wenn Hilfe angeboten wird, dann nehmen sie die auch an.“

Von der Regierung des Landes erwarten die Menschen wenig Unterstützung. Vereinzelt wurde durch die Bürger Kritik an den schleppenden Hilfsmaßnahmen des Militärs geäußert. „Wo sind all die uniformierten Leute, die stets bereit sind, Zivilisten zu prügeln?“ fragte einer. Von Zeitungen, die außerhalb Myanmars von Exilbirmanen herausgegeben werden, werden Bürger des Landes mit Stellungnahmen zitiert, wonach sie bisher vergeblich auf Hilfe warteten. Die Staatsorgane hätten die Lage nicht im Griff. Im staatlich kontrollierten Fernsehen zeigten sich führende Generäle der Militärregierung des Landes, wie sie sich ein Bild von der Lage machten. Unterdessen wurde bekannt, dass die Militärjunta an dem für Samstag geplanten Verfassungsreferendum festhalten will. Ungeachtet der größtenteils zusammengebrochenen Infrastruktur des Landes – die ehemalige Hauptstadt Rangun ist ohne Wasser und Strom – sollen die Bürger am Samstag über einen Verfassungsentwurf abstimmen, der die Rechte der Militärjunta noch weiter festigen soll. Mit einer eigens geschaffenen Bestimmung wurde zudem sichergestellt, dass die unter Hausarrest stehende prominente Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi nicht für das höchste Staatsamt kandidieren kann. In der Verfassung heißt es, dass niemand kandidieren kann, der mit Ausländern ehelich gebunden gewesen ist oder war. Suu Kyi war jedoch mit einem britischen Staatsbürger verheiratet.

Erste Hilfe soll aus Thailand und Indien geleistet werden. Plastikplanen für Dächer, Tabletten zum Wasser-Desinfizieren, Kochmaterialien, Decken und Kleidung sollen laut einem thailändischen Militärsprecher am Dienstag mit einem Transportflugzeug nach Myanmar transportiert werden. Auch aus Malaysia soll bald Hilfe eintreffen.

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Quellen

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