WikiNews de

April 8, 2010

ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:14, 8. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

ESA Satellit Cryosat-2 im Test bei IABG in Ottobrunn

Baikonur (Kasachstan), 08.04.2010 – Wissenschaftler und Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrtagentur ESA können heute den erfolgreichen Start eines ihrer Satelliten feiern. Vom Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan, hob um 13:57 GMT eine Trägerrakete des Typs „Dnjepr“ ab, um den Satelliten „CryoSat2“ nach 16 Minuten Flugzeit auf seine polare Umlaufbahn in 720 Kilometern Höhe auszusetzen. Der Start erfolgte dabei aus einem unterirdischen Raketensilo.

Der künstliche Trabant hat die Aufgabe, Daten über die Veränderung der Eismassen auf der Erde zu liefern. Die Instrumente sind in der Lage, Mächtigkeit und Ausdehnung des Eises an den Polen, auf den Meeren und der Gletscher mit einer Toleranz von einem Zentimeter zu messen. Diese Aufgabe soll nun mindestens in den nächsten dreieinhalb Jahren durchgeführt werden. So lange schätzen die Wissenschaftler die Funktionsdauer des Satellten ein. Das Radar mit dem Namen SIRAL soll am kommenden Sonntag erstmals aktiviert werden, nach sechs Monate dauernden Tests soll dann der Regelbetrieb beginnen. Die ersten Signale des Satelliten wurden bereits kurz nach dem Start von einer Bodenstation in Kenia aufgefangen – ein Zeichen dafür, dass der Satellit seine vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat.

Die Kosten für den Satelliten betrugen insgesamt 187 Millionen US-Dollar. Die ESA gab Anfang 2006 den Bau des Satelliten in Auftrag, da am 8. Oktober 2005 ein baugleicher Satellit nach einem Fehlstart einer Rockot-Trägerrakete wenige Stunden nach dem Start über dem Nordpol verlorengegangen war.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 8, 2005

ESA-Satellit „Cryosat“ am Nordpol abgestürzt

ESA-Satellit „Cryosat“ am Nordpol abgestürzt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 15:46, 14. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Moskau (Russland), 08.10.2005 – Der Forschungssatellit „Cryosat“ der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist kurz nach dem Start abgestürzt.

Wie die russische Raumfahrtagentur mitteilte, wird angenommen, dass der 650 Kilogramm schwere Satellit in den Lincolnsee in der Nähe des Nordpols gestürzt ist, nachdem das Abschalten der zweiten Stufe und die Trennung der zweiten und der dritten Stufe der russischen Trägerrakete des Typs Rockot nicht ordnungsgemäß funktionierten. Die ESA bestätigte den Absturz, da es nicht gelungen sei mit dem Satelliten zu kommunizieren. Ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos hat erklärt, bis auf weiteres würden bis zur Klärung der Fehlfunktion Starts des verwendeten Raketentyps ausgesetzt.

Es war geplant, den Satelliten eineinhalb Stunden nach dem planmäßigen Start um 17:02 Uhr vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk in seiner Zielumlaufbahn auszusetzen. Der Klimasatellit sollte drei Jahre lang aus 720 Kilometern Höhe die Dicke der polaren Eisschilde vermessen. Die Forschungen sollten Aufschlüsse über die Theorie der globalen Klimaerwärmung geben und Anhaltspunkte liefern, ob die Klimaveränderungen zum Abschmelzen der Pole führen könnten.

Durch den Fehlschlag der Satellitenmission entstand ein Schaden von rund 140 Millionen Euro. Dazu gehörten die Herstellung des Satelliten durch den europäischen Raumfahrtkonzern EADS, die Kosten für den Start der russischen Trägerrakete sowie weitere Projektinvestitionen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.