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December 28, 2012

Hochwassergefahr in Deutschland bleibt über den Jahreswechsel hoch

Filed under: Hochwasser,Offenbach am Main,Themenportal Deutschland — admin @ 5:00 am
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Über diesen Antrag wird auf Wikinews:Löschkandidaten diskutiert.

Antrag eintragen, falls noch nicht eingetragen! Antragsteller/Datum des Antrags: –Fmrauch (Diskussion) 02:50, 29. Dez. 2012 (CET)

Überflutete Flächen in Düsseldorf-Benrath

Offenbach am Main (Deutschland), 28.12.2012 – Nach vorübergehender Entspannung während der Weihnachtstage steigen die Pegel an Rhein, Mosel und anderen Flüssen wieder. Am Oberrhein war der Schiffsverkehr während der Weihnachtstage eingestellt worden, jedoch am 2. Weihnachtstag zwischen der Schleuse Iffezheim und Germersheim wieder freigegeben worden. Nach den Angaben der Wasserschutzpolizei in Karlsruhe könnte wegen weiterer Regenfälle und fortgesetzten Tauwetters in den nächsten Tagen eine erneute Zwangspause erforderlich werden.

Die Hochwasserschutzzentrale in Köln erwartet für die Domstadt die Scheitelhöhe des Hochwassers für den Silvestertag bei etwa acht Metern.

Warmes Wetter sorgte auch in Sachsen für hohe Wasserstände, doch werden hier nach Angaben der Hochwassermeldezentrale in Dresden die Hochwasseralarmstufen nicht erreicht werden. Aufgrund sinkender Temperaturen ist hier das Ende des Tauwetters in Sicht, und für die Schwarze und Weiße Elster sowie für Nebenflüsse am Oberlauf von Spree und Elbe werden bereits sinkende Pegel vorhergesagt. Die Elbe war am Pegel Dresden bereits von 3,79 Meter am 2. Weihnachtstag auf 3,40 Meter am 27. Dezember zurückgegangen.

Eine 74-jährige Frau, die bei Gräfendorf im Main-Spessart-Kreis seit dem vergangenen Sonntag vermisst wird, wurde vermutlich beim Versuch an einer Brücke das Hochwasser zu durchwaten von der Saale mitgerissen. Die Suche nach der Frau war am Heiligabend ergebnislos geblieben.

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  • Portal:Wetter
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December 18, 2011

Glimpflicher Verlauf von Orkantief Joachim

Glimpflicher Verlauf von Orkantief Joachim

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Veröffentlicht: 15:46, 19. Dez. 2011 (CET)
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Windfeld von Orkan Joachim nach dem GFS-Modell der NOAA für den 15. Dezember, 21:00 Uhr UTC

Offenbach am Main (Deutschland), 18.12.2011 – Orkan Joachim, der im Vorfeld von den Meteorologen in den Prognosen mit den Orkanen Kyrill (2007) und Lothar (1999) verglichen worden war, hatte eine schwächeren Verlauf als ursprünglich angenommen, sodass die befürchteten großen Schäden ausgeblieben sind. Doch die mit dem Sturm verbundene Kaltfront und die mitgeführten feuchten Luftmassen sorgten in höheren Lagen der Schweiz, in Süddeutschland und Mitteldeutschland sowie in der Slowakei und in Tschechien für Verkehrsbehinderungen durch starke Schneefälle. Zahlreiche Autobahnen mussten zeitweise gesperrt werden. Unterhalb der Schneefallgrenze fiel teilweise ergiebiger Regen, der an Main und Mosel zu Hochwasserwarnungen führte. Inzwischen ist das Sturmtief nach Polen abgezogen.

Der Kern des Sturmes ist vom Ärmelkanal kommend über Paris hinweggezogen und folgte dann einer Bahn, die ihn über Düsseldorf und Hannover nördlich an Berlin vorbeiführte, doch die stärksten Windgeschwindigkeiten traten teilweise erheblich weiter südlich auf. In Frankreich führte der Sturm zu Stromausfällen in rund 400.000 Haushalten, von denen die meisten auf die Bretagne entfielen. Der Eisenbahnverkehr in der Bretagne war schwer behindert, doch zwischen Rennes und Paris verkehrten die Züge nahezu reibungslos. Schlimmer hingegen war die Situation im Pays de la Loire, wo der Eisenbahnverkehr völlig zusammenbrach. Der Elektrizitätsversorger Électricité de France (EDF) teilte mit, dass man in einem Kernkraftwerk vorsorglich auf Notbetrieb geschaltet habe. Es sei jedoch zu keinen Beeinträchtigungen gekommen.

Europaweit kamen zwei Personen durch die Auswirkungen des Orkantiefs zu Tode. In Bayern starb ein Mann beim Schneeräumen, und in Rheinland-Pfalz erlitt ein Autofahrer schwere Verletzungen, die er sich zugezogen hatte, als sein Fahrzeug von einer Sturmbö erfasst wurde und gegen einen Baum prallte. Das zweite Opfer wurde aus Spanien gemeldet, wo ein einstürzendes Dach den Bewohner eines Hauses erschlug. In Frankreich und Spanien wurden außerdem mehrere Personen durch herunterfallende Dachziegel oder herumfliegende Gegenstände verletzt. In der Schweiz wurden drei Personen verletzt, als ein Nahverkehrszug aus sturmbedingten Gründen entgleiste.

Der starke Wind führte auch in Deutschland zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr. In der Südpfalz musste die Deutsche Bahn auf zahlreichen Strecken den Bahnverkehr vorübergehend einstellen. Auch zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern ging nichts mehr. In dieser Gegend waren wegen Sturzfluten durch Starkregen zeitweise mehrere Landstraßen nicht befahrbar.

Die Autobahn A 61 war bei Alzey stundenlang durch einen vom Wind umgestürzten Lastwagen blockiert. Die Autobahnen A 4 und A 45 mussten im Sauerland wegen Schnee- und Eisglätte gesperrt werden. Es entstanden kilometerlange Staus. Starker Schneefall und Schneeverwehungen verursachten auch im baden-württembergischen Schwarzwald, in Thüringen sowie im Erzgebirge Störungen des Verkehrs. Der Grenzübergang Reitzenhain–Hora Svatého Šebastiána im Zuge der Bundesstraße 174 wurde gesperrt, nicht befahrbar war auch auf tschechischer Seite die Autobahn Dresden–Prag.

Der Wind erreichte in Böen über 140 Kilometer pro Stunde, gab der Deutsche Wetterdienst bekannt. In Deutschland wurde auf der Zugspitze eine Spitzenböe von 183 Kilometern pro Stunde verzeichnet, nur wenig darunter blieben die auf dem Wendelstein gemessenen Werte. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke meldeten auch der Feldberg und der Belchen im Schwarzwald. Der höchste Wert einer Bö wurde vom Puy de Dôme bei Clermont-Ferrand in Südfrankreich gemeldet. Nach Angaben von Météo-France zeichnete hier das Anemometer eine Bö mit einer Windgeschwindigkeit von 212 Kilometern pro Stunde auf.

155 Kilometer pro Stunde erreichten die stärksten Böen auf dem Feldberg im Schwarzwald. Auf dem Brocken im Harz, wo das dort befindliche Hotel aus Sicherheitsgründen evakuiert worden war und die Harzer Querbahn nicht verkehrte, wurden Böen von bis zu 133 Kilometer pro Stunde registriert. Wegen Sicherheitsbedenken blieben am Freitag (16.12.2011) an mehreren Orten die Weihnachtsmärkte geschlossen, so etwa in Karlsruhe, wo auch der Zoo seine Pforten nicht öffnete, Friedrichshafen, Straßburg, Kempten und Freiberg in Sachsen. Auch in zahlreichen Skigebieten fand kein Skibetrieb statt.

Östlich der Halbinsel Quiberon in der Bretagne wurde der Frachter „TK Bremen“ durch den Sturm auf den Strand südöstlich der Hafenstadt Lorient geworfen. Die 19 Personen an Bord wurden von einem Hubschrauber aufgenommen. Aus dem Wrack trat Öl aus, weswegen die zuständigen Behörden Umweltalarm auslösten. Marie-Françoise Le Jossec, die Bürgermeisterin des Ortes Erdeven, in dessen Nähe das Schiff auf Grund liegt, sagte den Medien, es gebe im Rumpf des Schiffes ein Loch. Der resultierende „Ölfilm ist mittlerweile einen Kilometer lang und fünf Meter breit“, sagte Le Jossec.

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May 9, 2011

Hohe Waldbrandgefahr in weiten Teilen Deutschlands

Hohe Waldbrandgefahr in weiten Teilen Deutschlands

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Veröffentlicht: 15:49, 9. Mai 2011 (CEST)
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Waldbrand

Offenbach am Main (Deutschland), 09.05.2011 – Aufgrund der warmen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Deutschlands hoch. Insbesondere in weiten Teilen Norddeutschlands wird die Gefahr von Waldbränden vom Deutschen Wetterdienst als „sehr hoch“ eingestuft. Das gilt für die gesamte Küstenregion an der Nordsee von der Grenze zu den Niederlanden bis Dänemark im Norden. Große Teile im Landesinneren Mecklenburg-Vorpommerns sind ebenfalls stark gefährdet. In diesem im Osten gelegenen Bundesland wird auch in den nächsten Tagen weiterhin von einer hohen Waldbrandgefahr ausgegangen.

Von einer hohen Brandgefahr wird auch aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis berichtet. In Niedersachsen ist es verboten, im Wald zu rauchen oder Lagerfeuer zu entzünden.

Auch in vielen Schweizer Kantonen sowie im Fürstentum Liechtenstein wird die Waldbrandgefahr bereits seit Ostern als groß eingeschätzt. Nach Angaben des Schweizer Bundesamts für Umwelt bleibt die Gefahr trotz Niederschlägen bestehen. Daher gelten in Liechtenstein und allen Schweizer Kantonen weiterhin Warnungen oder Feuerverbote.

Das sollten Sie beachten

So sollten Sie vor einem Waldbrand flüchten

Hier stehen einige Tipps zur Vermeidung von Waldbränden und dazu, was man tun sollte, wenn man ein solches Feuer bemerkt.

  • Keine Glasflaschen in den Wald werfen. Das kann durch den Lupeneffekt ein Feuer auslösen.
  • Rauchen Sie auf keinen Fall im Wald.
  • Grillen Sie nicht im Wald oder in der Nähe eines Waldes.
  • Seien Sie wachsam. Melden Sie Feuer und Rauch sofort der Feuerwehr (Telefon: 112).
  • Wenn Sie von einem Feuer bedroht werden, flüchten Sie schräg zur Windrichtung.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wetter

Quellen

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August 24, 2010

Millionenschaden durch Tornado in Hessen

Millionenschaden durch Tornado in Hessen

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Veröffentlicht: 22:01, 24. Aug. 2010 (CEST)
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Offenbach am Main (Deutschland), 24.08.2010 – Mindestens ein Tornado ist am Montagabend durch Mittel- und Osthessen gefegt und hat erhebliche Sachschäden angerichtet. In der Ortschaft Lumda bei Gießen wurden gegen 18:30 Uhr zahlreiche Häuser vollständig oder teilweise abgedeckt, insgesamt wurden 84 der rund 200 Gebäude beschädigt. Bäume wurden umgerissen, Ziegel flogen umher, sodass auch zahlreiche Autos beschädigt wurden. Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) nahm am heutigen Dienstag die Verwüstungen vor Ort in Augenschein.

Auch in Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis deckte eine Windhose Dächer ab. Hier war auch das Feuerwehrhaus selbst betroffen. Wie auch in Grünberg wird der Sachschaden auch in Schlüchtern auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Die Feuerwehr sei in Schlüchtern zu 25 Einsätzen ausgerückt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Feuerwehren und Technisches Hilfswerk waren mit Hunderten von Einsatzkräften mehrere Stunden im Einsatz. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Zwei weitere Tornados haben am Montag auch auf der Insel Usedom und dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern für Schrecken gesorgt. Auf Usedom hatte ein Tornado einen Camping-Platz in Neppermin verwüstet sowie rund 300 Linden in einem Gewerbegebiet in Pudagla umgestürzt. Neppermins Bürgermeister Karl-Heinz Schröder (CDU) teilte mit, dass der Fahrer eines Traktors leichte Verletzungen erlitten habe, als der Tornado den Anhänger umkippte. Auf dem Darß hat ein zweiter Wirbelsturm ein Hausdach abgedeckt und Bäume entwurzelt.

Quellen

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April 21, 2010

Messflugzeug bestätigte Existenz der Vulkanaschewolke – Deutscher Luftraum blieb bis Mittwoch gesperrt

Messflugzeug bestätigte Existenz der Vulkanaschewolke – Deutscher Luftraum blieb bis Mittwoch gesperrt

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Veröffentlicht: 23:59, 21. Apr. 2010 (CEST)
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Berlin / Langen (Hessen) (Deutschland), 21.04.2010 – Ein Messflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das am Montagnachmittag in Köln zu einem Erkundungsflug startete, bestätigte das Vorhandensein der Vulkanaschewolke. Die Fluggesellschaften kritisierten zuvor, dass die Luftraumsperrungen über Deutschland auf Grundlage einer Computersimulation erfolgt seien. Die Deutsche Flugsicherung mit Sitz in Langen habe demnach formal korrekt gehandelt und hat den Luftraum im Bereich der Vulkanaschewolke auf Höhen zwischen 3.000 bis 6.000 Meter weiterhin gesperrt. Diese Sperrung konnte inzwischen wieder aufgehoben werden.

Unterhalb einer Höhe von 3.000 Metern flogen alle Piloten per Interims-Regelung nach Sichtflugregeln, die seitens der Deutschen Flugsicherung nicht genehmigungspflichtig ist. Hier handelten die Piloten auf eigenes Risiko. Zwischen 3.000 und 6.000 Metern Höhe fand ein Kontrollierter Sichtflug statt. Erst in Höhen oberhalb von 6.000 Metern begann den offiziellen Angaben zufolge der durch die Flugsicherung kontrollierte, genehmigungspflichtige Instrumentenflug, der üblicherweise auf allen Flughöhen für Verkehrsflugzeuge gilt. Sichtflugregeln sind im Regelfall bei der Verkehrsfliegerei nicht vorgesehen, sondern eher dem privaten Flugverkehr vorbehalten. Möglich wurde dieses nach DFS-Angaben durch das Vorliegen einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung beim jeweiligen Flugzeugbetreiber.

Bereits während der Luftraumsperrung hatten die Fluggesellschaften ihre Maschinen über Überführugnsflüge im Sichtflugverfahren zurückgeholt. Die Urlaubsreisenanbieter haben damit begonnen, sukzessive alle gestrandeten Urlauber aus den Urlaubsgebieten zurückzuholen. Bereits am frühen Morgen sind einige Maschinen in Frankfurt am Main gelandet, wodurch oftmals eine Odyssee beendet werden konnte. Aber auch an anderen Flughäfen kommen nach Angaben der Tagesschau vermehrt Touristen an, welche aus den Tourismusgebieten zurückgeholt wurden.
Nachdem seitens des Deutschen Wetterdienstes ein Abziehen der Wolke verkündet wurde, hat die Flugsicherung die Flugverbote im Verlauf des Mittwochs sukzessive wieder aufgehoben. Eurocontrol in Maastricht vermeldete die Luftraumfreigabe und die Wiederaufnahme der Instrumentenflüge in allen Flughöhen, was dem Normalzustand entspricht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

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March 1, 2010

Orkantief Xynthia wütet über Europa

Orkantief Xynthia wütet über Europa – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Orkantief Xynthia wütet über Europa

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Veröffentlicht: 18:39, 1. Mär. 2010 (CET)
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Satellitenfilm Orkan Xynthia

Offenbach am Main (Deutschland), 01.03.2010 – Ein gigantisches Orkantief, das den Namen Xynthia erhielt, wütet über Südwesteuropa und überquerte gestern Spanien, Frankreich, Belgien und die Niederlande sowie später Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Das Tiefdruckgebiet bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 150 Kilometern pro Stunde über Südwesteuropa und erreichte im Laufe des Tages Westdeutschland. Der Orkan soll erst in der Nacht zum Montag die neuen Bundesländer erreichen. Mit einer Wetterberuhigung rechnet der Deutsche Wetterdienst frühestens am Montag.

Zuvor war das Orkantief über die Kanarischen Inseln hinweggefegt und hatte dort erhebliche Zerstörungen angerichtet. Eine Spur der Verwüstung zog sich dann über die Iberische Halbinsel hin. In Spanien deckte der Orkan Dächer ab und entwurzelte Bäume; Strommasten knickten um wie Streichhölzer. Hier starben vier Menschen, an der französischen Atlantikküste kamen durch den Sturm neun Menschen ums Leben. Dort stand das Wasser zeitweise bis anderthalb Meter in den Straßen, die Bewohner der Häuser retteten sich auf Hausdächer. In den Pyrenäen kam es Informationen des Senders France Info zufolge zu Felsstürzen. Der Grenzübergang zu Spanien wurde zeitweise geschlossen. In der Nacht hatten die Orkanböen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometern pro Stunde erreicht.

Umstürzende Bäume rissen – wie hier in Darmstadt – Oberleitungen nieder.

Auch in Deutschland kommt es zu Schäden und Einschränkungen. In Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen ist der gesamte Bahn-, in Hessen der gesamte Regionalverkehr zum Erliegen gekommen. In Baden-Württemberg sind ebenfalls einige Strecken gesperrt. Der Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens und der Frankfurter Hauptbahnhof sind geschlossen. Viele Straßen wurden wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Dies betraf zeitweise auch die nordrhein-westfälischen Autobahnen A1, A4, A44 und A540. In einigen Regionen kam es zu Stromausfällen.

Insgesamt starben bisher mindestens 52 Menschen an den Folgen des Unwetters, die meisten davon in Frankreich. Besonders betroffen war hier das Department Vendée, wo mindestens 29 Personen in den Gemeinden La Faute-sur-Mer, L’Aiguillon-sur-Mer und La-Tranche-sur-Mer ertranken. Ein Mensch wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen. Auch im Schwarzwald und in der Nähe von Pohlheim wurde jeweils ein Mensch von einem Baum erschlagen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Orkan Xynthia“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Stürme
  • Portal:Hochwasser

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January 25, 2009

Orkantief über Europa fordert Menschenleben

Orkantief über Europa fordert Menschenleben

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Veröffentlicht: 21:41, 25. Jan. 2009 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland) / Barcelona (Spanien) / Bordeaux (Frankreich), 25.01.2009 – Orkantief „Klaus“ hat mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 175 Stundenkilometern und Starkregen (20 bis 40 Liter pro Quadratmeter) in Europa sowie starkem Wellengang zwischen sechs bis neun Metern im französischen „Golf von Gascogne“ beziehungsweise angeblichen 21 Metern in Galicien zu erheblichen Schäden geführt. Bislang starben – direkt oder indirekt über durch den Orkan verursachte Lawinenabgänge – 38 Menschen. Auch in Schottland gab es drei Tote und einen verletzten Bergsteiger (die drei Toten sind zu beklagen, weil orkanbedingt die Rettungskräfte nicht rechtzeitig zum Einsatzort gelangen konnten). Dieser Sturm gilt nach Ansicht von Meteorologen als der zweitstärkste nach Orkantief „Lothar“ aus dem Jahre 1999. Parallel dazu sorgten die Wetterverhältnisse ebenfalls für zwei Todesopfer in Deutschland. Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens dieses Orkantiefs ist derzeit noch nicht absehbar.

Orkan „Klaus“ zog quer durch Südwestfrankreich.

In Frankreich wurden durch den Sturm mindestens vier Menschen getötet, drei davon im Départment Landes. Ein Autofahrer wurde auf einer Landstraße durch einen umstürzenden Baum erschlagen, sein Beifahrer schwer verletzt. Ebenfalls ein umgestürzter Baum war für den Tod eines Mannes in Losse verantwortlich. Herumfliegende Trümmer töteten in Saint-Vincent-de-Tyrosse einen Mann. Das vierte Opfer war eine 73-jährige Frau aus dem Département Gironde. Die Frau starb, weil ihr Beatmungsgerät aufgrund eines Stromausfalles versagte. Aus Frankreich hieß es, der Wind lasse Tannenzapfen wie Gewehrkugeln durch die Gegend fliegen. Besonders betroffen war hier der Südwesten des Landes. Der Verkehr ist in allen Bereichen zusammengebrochen, in zwei Millionen Haushalten in den Regionen Aquitaine, Midi-Pyrénées, Languedoc-Roussillon, Poitou-Charentes, Auvergne und Limousin kam es durch den Sturm zum Ausfall des Stromnetzes. Ein Sprecher von Météo-France bezeichnete den Orkan als den schlimmsten Sturm, seitdem die Wetterwerte aufgezeichnet werden. Die Auswirkungen seien absolut vergleichbar mit denen von Orkan „Lothar“ vom 26. und 27. Dezember 1999. In Perpignan wurde eine Spitzenböe mit 184 km/h verzeichnet. In der Nacht zu Sonntag wurde die „Alarmstufe Rot“ wieder aufgehoben.

Rund 330 Reisende im Schnellzug von Paris nach Hendaye mussten die Reise unterbrechen und wurden von der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF in einem Hotel untergebracht. Genauso erging es 195 Fahrgästen zweier TGVs und 200 Insassen eines Fernzuges von Marseille nach Bordeaux. Bei Hendaye mussten 60 Passagiere die Nacht zum Sonntag, den 25.01.2009 im Zug verbringen. Mehrere Straßen sind durch Windbruch unpassierbar, sogar Wintersporteinrichtungen in den Pyrenäen wurden geschlossen. Die Flughäfen in Bordeaux, Toulouse, Perpignan und Biarritz mussten zeitweise ebenfalls den Betrieb unterbrechen. In einigen Regionen wurde der Notstand ausgerufen, ebenso bestand ein Verkehrsverbot im Département Aude.

Umgefallende Mopeds und Pflanzen in Barcelona

In Sant Boi de Llobregat bei Barcelona in Spanien wurde die Wand einer Sporthalle durch den Orkan eingedrückt, wodurch das Dach einstürzte. Dabei starben vier Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren, mindestens 13 weitere Kinder und zwei Erwachsene wurden verletzt. Es wurden jedoch noch weitere Kinder verschüttet. Nach offiziellen Angaben haben 20 bis 30 Personen im Freien Baseball gespielt und vor dem Sturm in der 25 Jahre alten Halle Zuflucht gesucht. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet. Andernorts in Spanien wurden durch den Sturm mindestens fünf weitere Personen getötet.

Hoher Wellengang an der Küste des Baskenlandes.
Foto: D. López

Ein Fischer ertrank auf hoher See, sechs Besatzungsmitglieder konnten noch gerettet werden. Am Kap Matxitxako (Baskenland) wurden Wellenhöhen von bis zu 21,5 m beobachtet. Der Wind erreichte hier in Böen bis zu 194  Kilometer pro Stunde. Rund 700.000 Bewohner Nordspaniens waren ohne elektrischen Strom. Im Baskenland kam es angesichts der Wetterwarnung mit 12 Meter hohen Wellen zu Evakuierungen. 51 Flüge von spanischen Flughäfen wurden annulliert.

Vier Personen starben durch umstürzende Bäume oder Mauern. Im Stadtzentrum von Barcelona wurde eine 52-jährige Bewohnerin von einer Mauer erschlagen, die der Wind umgeworfen hatte. Der Versuch, ein Hindernis von der Straße zu beseitigen, kostete einen Verkehrspolizisten auf einer Landstraße bei Lugo im Nordwesten des Landes das Leben, als er von einem umstürzendem Baum erschlagen wurde. Inwieweit die Verkehrssicherungspflicht hinsichtlich der Standfestigkeit des Baumes verletzt wurde, steht noch nicht fest.

Der Sturm erschwert Löscharbeiten bei einem Waldbrand, der durch einen umstürzenden Hochspannungsmast und Kurzschluss ausgelöst worden war und an der Costa Blanca einen Kiefernwald in Brand gesetzt haben soll. Ebenfalls wegen eines umstürzenden Hochspannungsmastes wurde aus Sicherheitsgründen die Autobahn AP-7 zwischen Alicante und Monforte de Cid gesperrt; der Verkehr wird über die A-70 umgeleitet.

In Deutschland brachte „Orkan Klaus“ einen Wintereinbruch mit sich. Glatteis, Orkanböen und starker Schneefall behinderten den Verkehr. Betroffen waren vor allem Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. In Gerabronn in Baden-Württemberg brach ein Scheunentor zusammen und begrub einen 70-jährigen Mann unter sich, ein weiterer Mann starb bei einem sturmbedingten Verkehrsunfall bei Offenbach in Hessen.

Auf der Bundesautobahn 98 im Landkreis Konstanz begrub ein Erdrutsch fünf Autos und einen Lastwagen unter den Geröllmassen, fünf Insassen wurden verletzt. Der Hang drohte weiter abzurutschen, so bleibt die Autobahn bis Montag gesperrt. In dem Stau, der sich durch den Erdrutsch bildete, konnte die Polizei zwei Betrüger festnehmen, die sich mit zwei unredlich erworbenen Autos ins Ausland absetzen wollten – sie hatten mit Falschgeld bezahlt.

Bereits am Freitag war es in mehreren Landesteilen Deutschlands zu starken Niederschlägen und Neuschnee gekommen, mit den üblichen Auswirkungen auf den Verkehr. Keller liefen voll und Fließgewässer traten über die Ufer. Die Feuerwehren waren pausenlos im Einsatz. Zusätzlich war auch die Polizei mit der Aufnahme von Verkehrsunfällen aufgrund von Glatteis oder Schneeglätte beschäftigt. Betroffen war vor allem das Waldecksche Upland.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen
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May 13, 2008

Bombendrohung beim Zweitligaspiel Offenbach gegen Hoffenheim

Bombendrohung beim Zweitligaspiel Offenbach gegen Hoffenheim

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Veröffentlicht: 15:21, 13. Mai 2008 (CEST)
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Offenbach am Main (Deutschland), 13.05.2008 – Die Polizei ließ am Sonntag, den 11. Mai, die Arena am Bieberer Berg nach dem deutschen Zweitligaspiel zwischen Offenbach und Hoffenheim aufgrund einer Bombendrohung räumen. Laut Offenbachs Vizepräsident Thomas Kalt hätte die Bombe eine halbe Stunde nach Spielende detonieren sollen. Die Polizei war von einer nicht ernstzunehmenden Drohung ausgegangen, ließ das mit rund 14.000 Zuschauern besetzte Stadion aus Sicherheitsgründen trotzdem räumen. Das Spiel selbst endete 1:1 (0:0).

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March 12, 2008

Unwetterwarnung für Teile Deutschlands vor Tief „Kirsten“ herausgegeben

Unwetterwarnung für Teile Deutschlands vor Tief „Kirsten“ herausgegeben

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Veröffentlicht: 10:51, 12. Mär. 2008 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland), 12.03.2008 – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Mittwoch, den 12. März 2008 eine Unwetterwarnung für Teile Deutschlands herausgegeben.

So sollen am Mittwoch insbesondere im Nordwesten des Landes teilweise orkanartige Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 Kilometer pro Stunde auftreten. Auch in exponierten Lagen wie dem Brocken in Sachsen-Anhalt können solche Spitzen auftreten. Doch auch im flacheren Land können gefährliche Winde auftreten, und auch die anderen Teile des Landes könnten betroffen sein.

Ab Donnerstag könnten die stärksten Winde sich abgeschwächt haben, da das Tief dann nach Großbritannien und Skandinavien weitergezogen sein dürfte. Das Wetter wird weiterhin regnerisch bleiben, und das Auftreten von weiteren Sturmböen kann dann noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

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December 3, 2007

Deutscher Wetterdienst gab für gestern eine Wind-/Sturmwarnung für das gesamte Bundesgebiet heraus

Deutscher Wetterdienst gab für gestern eine Wind-/Sturmwarnung für das gesamte Bundesgebiet heraus

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Veröffentlicht: 13:16, 3. Dez. 2007 (CET)
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Offenbach am Main (Deutschland), 03.12.2007 – Der Deutsche Wetterdienst warnte am 2. Dezember vor Sturmlage und teilweise ergiebigen Niederschlägen. Da Deutschland am südlichen Rand eines großen Tiefkomplexes liege, werde zunächst milde Meeresluft herangeführt. Dies bedinge teilweise schwere Sturm- und Orkanböen, vor allem im Westen des Bundesgebietes. In Staulagen müsse zusätzlich mit ergiebigem Regen gerechnet werden. In der Nacht zum Montag könnten auch vereinzelte Gewitter auftreten.

Entsprechende Warnungen für betroffene Landkreise wurden herausgegeben und konnten im Rundfunk, Fernsehen und im Internet (Homepage des DWD) abgerufen werden.

Für weite Teile Baden-Württembergs wurde eine Unwetterwarnung ausgegeben. Oberhalb von 800 Metern könnten Orkanböen von über 120 Kilometer pro Stunde auftreten. Besonders der Westen und Norden des Bundeslandes seien betroffen. Im Hochschwarzwald und im Feldberggebiet wurden bis zum Abend schon Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometer pro Stunde festgestellt. Bei Rastatt knickten Strommasten um. Die B 500 musste wegen Windwurfes gesperrt werden, bei Karlsruhe wurde ein Mann schwer verletzt.

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