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May 5, 2016

Das Rauchen: Eine negative Seite der Emanzipation

Das Rauchen: Eine negative Seite der Emanzipation

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Rostock (Deutschland), 05.05.2016 – Eine wissenschaftliche Studie weist auf die Nachteile bei der Emanzipation der Frauen hin. Untersucht wurde die Entwicklung der Lebenserwartung der dänische Bevölkerung im Vergleich zu der in Schweden und Norwegen. In den 1980er Jahren stieg in Schweden und Norwegen die Lebenserwartung, während sie in Dänemark stagnierte. Roland Rau von der Universität Rostock erklärte dazu: „Wir konnten feststellen, dass dafür die Lebensführung der dänischen Frauen, die zwischen 1915 und 1945 geboren wurden, verantwortlich war.“ Auffällig war eine Tendenz bei den zwischen 1925 und 1934 geborenen Frauen, hier lag die Lebenserwartung um 3,5 Jahre niedriger.

Eine weitere Studie weist auch auf mögliche langfristige Folgen für Kinder hin, wenn die Mutter während der Schwangerschaft raucht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Studie zeigt: Rauchen bei Jugendlichen out (27.02.2011)

Quellen[Bearbeiten]

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June 25, 2012

Immer weniger Menschen können von ihrer Arbeit leben

Immer weniger Menschen können von ihrer Arbeit leben

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Veröffentlicht: 00:16, 25. Jun. 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 25.06.2012 – Die Tageszeitung Die Welt berichtet über eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), wonach immer weniger Menschen von ihrem Erwerbseinkommen allein leben können. Sie beziehen als sogenannte Aufstocker ergänzende Leistungen an Arbeitslosengeld II.

Im Zeitraum von 2007 bis 2010 hat sich die Anzahl der Haushalte, in denen mindestens ein erwerbstätiger Hartz-IV-Bezieher lebt, in Ostdeutschland um elf und in Westdeutschland sogar um 14 Prozent erhöht. Daraus zieht Wilhelm Adamy vom DGB den Schluss, dass die Grundsicherung für Arbeitsuchende „keinesfalls mehr nur ein Fürsorgesystem für hilfebedürftige Arbeitslose [sei], sondern in starkem Maße auch für Erwerbstätige, die von ihrem Arbeitseinkommen allein nicht leben können“. Viele fänden aus dieser Lage auch keinen Ausweg mehr, sondern verblieben dauerhaft in dieser Lage.

Im Jahr 2007 gab es in Deutschland 1,221 Millionen erwerbstätige Hartz-IV-Empfänger, während es im Dezember 2011 1,355 Millionen waren. Nach den Berechnungen des DGB ist der Anteil der Aufstocker von 23,1 Prozent (2007) auf etwa 30 Prozent (2011) gestiegen. Etwa die Hälfte der erwerbstätigen Hartz-IV-Bezieher sind sozialversicherungspflichtig beschäftigte Aufstocker. Ihre Anzahl ist genauso schnell gestiegen wie die Beschäftigung insgesamt in diesem Zeitraum. Im Dezember 2007 lag ihr Anteil bei 2,6 Prozent aller Beschäftigten, im September 2011 bei 2,5 Prozent. Im Jahr 2010 waren 331.000 Aufstocker in Vollzeit erwerbstätig.

Für die Bundesarbeitsagentur steht indes im Vordergrund, dass die Zahl der Arbeitenden unter den Hartz-IV-Empfängern gestiegen sei. Der gestiegene Anteil an Aufstockern gehe auf den höheren Anteil an Zeitarbeitern und an Beschäftigten im Dienstleistungssektor zurück, wo niedrigere Löhne gezahlt würden. Eine Sprecherin der Agentur bezeichnete das Aufstocken als eine „Eintrittskarte“ in den Arbeitsmarkt. Adamy bezweifelt das aber: „Es besteht die Gefahr, dass unter dem Deckmantel der Aufstocker eine verhärtete Arbeitslosigkeit entsteht. Meine größte Sorge ist, dass hier ein Kreis nicht mehr richtig Fuß fassen kann im Arbeitsmarkt.“ Diese Einschätzung wird vom Direktor für Arbeitsmarktpolitik des privaten Instituts zur Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider, unterstützt. Er verwies ebenfalls auf den hohen Anteil an Vollzeitbeschäftigten unter den Hilfebedürftigen.

Adamy betonte, dass die gestiegenen Mieten einen erheblichen Anteil an dieser Entwicklung hätten. Trotz neuer Sozialleistungen wie dem Kinderzuschlag oder dem höheren Wohngeld sei es zu dem Anstieg an Aufstockern gekommen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine weitere Erhöhung solcher Leistungen.

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April 16, 2012

Ein Viertel der Arbeitslosen ist nicht durch die Arbeitslosenversicherung geschützt

Ein Viertel der Arbeitslosen ist nicht durch die Arbeitslosenversicherung geschützt

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Veröffentlicht: 20:14, 16. Apr. 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 16.04.2012 – Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, ist laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Zeitraum von 2008 bis 2011 der Anteil der Arbeitslosen in Deutschland, die keine Ansprüche auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung haben, um fast ein Fünftel von 621.000 auf 736.000 Betroffene gestiegen. Dem entspricht umgekehrt ein Rückgang der Zahl derjenigen, die nach einem Arbeitsplatzverlust neu Ansprüche gegen die Arbeitslosenversicherung geltend machen konnten. Im Untersuchungszeitraum war sie um 9,5 Prozent rückläufig.

Stetige Zunahme der prekären Beschäftigungsverhältnisse

Der Grund für diese Entwicklung liegt im stetigen Zunehmen atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Die Arbeitsverhältnisse würden immer instabiler, und die Voraussetzungen, unter denen man Schutz durch die Arbeitslosenversicherung erlangen kann, seien zu streng gefasst. Immer mehr unregelmäßig Beschäftigte zahlten Beiträge in die Arbeitslosenversicherung ein, ohne je einen Anspruch auf Leistungen zu haben.

Derzeit muss ein Betroffener beim Eintritt der Arbeitslosigkeit in den vergangenen 24 Monaten insgesamt zwölf Monate lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein, um ein halbes Jahr lang Arbeitslosengeld I beziehen zu können. Der DGB kommt zu dem Ergebnis, dass dies immer weniger Menschen noch gelingt. Vor allem die Beschäftigten bei Zeitarbeitsunternehmen seien betroffen, von ihnen mussten im Jahr 2011 fast die Hälfte (45,2 Prozent) direkt Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende („Hartz IV“) beantragen, was insgesamt immerhin gut ein Viertel der Arbeitslosen betraf (26,4 Prozent gegenüber 21,5 Prozent im Jahr 2008).

Sozialpolitische Diskussion

Der DGB fordert deshalb, die Voraussetzungen für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung zu entschärfen und nur noch eine Vorbeschäftigung von sechs Monaten innerhalb der letzten 24 Monate vorzusehen, um wenigstens ein Vierteljahr lang Arbeitslosengeld I zu erhalten. Die soziale Sicherungsfunktion der Arbeitslosenversicherung nehme stetig ab.

Die Vorschläge des DGB werden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, letztere gehen über den Vorschlag des DGB hinaus und fordern eine Absenkung der Vorbeschäftigungsfrist von zwölf auf vier Monate während der 24-monatigen Rahmenfrist. Die CDU lehnt dies ab, weil sie einen Missbrauch befürchtet, befürwortet aber zum August 2012 eine Fortentwicklung der Begünstigung von Künstlern und Kulturschaffenden, die von der Verkürzung der Rahmenfrist von 36 auf 24 Monate im Zuge der sogenannten Hartz-Reformen besonders stark betroffen waren.

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March 5, 2012

UNICEF: Immer mehr Kinder leben in Slums

UNICEF: Immer mehr Kinder leben in Slums

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Veröffentlicht: 11:07, 5. Mär. 2012 (CET)
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Slum in Mumbai

Köln (Deutschland) / Genf (Schweiz), 05.03.2012 – UNICEF hat einen neuen Report „Zur Situation der Kinder in der Welt 2012“ vorgestellt. Laut dem Report lebt jedes dritte Stadtkind heute in einem Elendsviertel und hat keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, Bildung und medizinischer Versorgung; etwa eine Milliarde Kinder und Jugendliche, und damit die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen, lebt in Städten. Auch die anhaltende Urbanisierung lässt die Städte der Welt jedes Jahr wachsen. Die Bedürfnisse und Rechte der Kinder und Jugendlichen werden nach Aussage von UNICEF häufig übersehen und spielen bei der Stadtentwicklung keine entscheidende Rolle. Um Kindern eine Stimme bei der Planung zu geben, hat UNICEF zu der Child-Friendly Cities Initiative beigetragen.

Der Report beschreibt die Folgen von Armut mit Mangelernährung, mangelnder Hygiene, Bildungsbenachteiligung und Schutzlosigkeit; soziale Ungleichheit führe auch zu Kriminalität und Gewalt. Die Kindersterblichkeit in armen Slums sei höher als in manchen ländlichen Gebieten. Oft würden zwischen 50 und 80 Prozent des Einkommens für die Ernährung der Familie vebraucht, und der Zugang zu der in den Städten vorhandenen Gesundheitsversorgung sei nicht möglich, wodurch Krankenheiten wie Masern, Tuberkulose und andere durch Impfungen zu vermeidende Krankheiten wieder zur Gefahr würden.

Am 28. Februar 2012 wurde von 18 Staaten ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet, dass Kindern ein Beschwerderecht bei den Vereinten Nationen einräumt, wenn ihre Menschenrechte verletzt wurden und der Rechtsweg im eigenen Lande ausgeschöpft ist.

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November 24, 2011

Bertelsmann Studie zur Bildung in Deutschland stuft Bremen als Schlusslicht ein

Bertelsmann Studie zur Bildung in Deutschland stuft Bremen als Schlusslicht ein

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Veröffentlicht: 06:21, 24. Nov. 2011 (CET)
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Gütersloh (Deutschland), 24.11.2011 – Die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh hat im Rahmen ihres Programms „Zukunft der Beschäftigung“ einen „Deutschen Lernatlas“ veröffentlicht. Es wurden statistische Vergleiche zwischen Bundesländern, Städten und Landkreisen dargestellt. Insgesamt wurden 412 Kreise und kreisfreie Städte untersucht. Im Ergebnis landete das kleinste Bundesland Bremen (und auch die Städte Bremen und Bremerhaven) auf dem letzten Platz. Der Mittelwert beim schulischen Lernen liegt in Deutschland laut dem Lernatlas von Bertelsmann bei 39,81 Punkten – das Land Bremen erreichte nur 18,62 Punkte. Aber auch in Bereichen wie der beruflichen Weiterbildung und der Arbeitsmarktsituation steht Bremen schlecht da. So beträgt die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit vor Beginn einer beruflichen Weiterbildung in der Stadt Bremen 291 Tage, im Durchschnitt sind es 154 Tage – also etwa nur halb so viel. Zu viel Unterricht werde von fachfremden Lehrkräften erteilt, 20 Prozent des Mathematikunterrichts in Gymnasien und 31 Prozent des Deutschunterrichts werden nicht von Fachlehrern gegeben, kritisiert die Bremer CDU und schiebt der bisherigen Bildungspolitik der rot-grünen Regierungskoalition, die seit 2007 im Amt ist, die Schuld zu.

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November 11, 2011

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt die Slowakei wegen der Sterilisierung einer Roma-Frau

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt die Slowakei wegen der Sterilisierung einer Roma-Frau

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Veröffentlicht: 14:07, 11. Nov. 2011 (CET)
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Geburt (Archivbild)

Bratislava (Slowakei), 11.11.2011 – Die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg rügten am Dienstag die Sterilisierung einer 20-jährigen Roma-Frau in einem slowakischen Krankenhaus. Sie sei während der Geburt ihres zweiten Kindes vom Personal des staatlichen Hospitals unter Druck gesetzt worden.

Während der Geburtswehen habe man der Frau erklärt, dass bei der Geburt eines weiteren Kindes sie selbst oder das Kind sterben würden. Unter Schmerzen stehend habe sie daraufhin die Einwilligung zur Sterilisation unterschrieben, ohne verstanden zu haben, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen kann. Das Gericht war der Ansicht, dass man der Frau nach den Umständen keine Wahl gelassen habe, sich anders zu entscheiden.

Ein slowakisches Zentrum für Menschenrechte hat eine Studie durchgeführt, wonach Roma-Frauen in der Slowakischen Republik häufig zwangssterilisiert werden. Die Regierung weist die Anschuldigung zurück.

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  • Portal:Menschenrechte

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October 24, 2011

Deutschland: Täglich werden 116,9 Millionen SMS verschickt

Deutschland: Täglich werden 116,9 Millionen SMS verschickt

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Veröffentlicht: 21:47, 24. Okt. 2011 (CEST)
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Deutschland, 24.10.2011 – Schätzungen für das Jahr 2011 besagen, dass täglich 116,9 Millionen SMS durch die deutschen Mobilfunknetze geschickt werden.

Fünf Prozent mehr als im Jahr 2010, so eine Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und der Unternehmensberatung Dialog Consult.

Trotz des Rekordes sind die Mobilfunkanbieter besorgt. In der Kommunikation von Smartphone zu Smartphone werden immer mehr Apps eingesetzt. Mit diesen Minianwendungen kann man ebenfalls Nachrichten übermitteln, nur die lästige Grenze von 160 Zeichen fällt weg. Die Programme heißen beispielsweise: „WhatsApp, Plinger, TextMe“ oder „Kik“.

Der VATM befürchtet nicht, dass die SMS in absehbarer Zeit ausgestorben sein wird. Ob sich die gegenwärtigen Preise für die kleinen Nachrichten allerdings halten lassen, ist fraglich.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Wirtschaft

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September 20, 2011

Forsa-Studie zur Mittelschicht

Forsa-Studie zur Mittelschicht – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Forsa-Studie zur Mittelschicht

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Veröffentlicht: 21:46, 21. Sep. 2011 (CEST)
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Köln (Deutschland), 20.09.2011 – Laut einer Forsa-Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung sind 87 Prozent der deutschen Mittelschicht mit ihrer persönlichen Situation und ihren Zukunftsperspektiven zufrieden (unter den unter 30-jährigen sogar 94 Prozent). Laut dem Sozialforscher Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zählen sich rund 80 Prozent der Deutschen zur Mittelschicht; nach dem Einkommen gemessen sind etwa zwei Drittel der Deutschen Teil der Mittelschicht. Sorgen machen der Mittelschicht die Staatsschulden, die Euro-Krise und das Bildungssystem. Von den Umfrageteilnehmern sind nur zwölf Prozent der Meinung, dass für das deutsche Bildungssystem genug getan werde und nur 28 Prozent waren der Meinung, dass die Zuständigkeit der Bundesländer für die Bildungspolitik erhalten bleiben sollte. 74 Prozent der Untersuchungsteilnehmer waren dagegen der Ansicht, dass die Schaffung eines guten Bildungssystems eine hohe Priorität haben sollte, vor der Staatsverschuldung mit 59 Prozent und der Sicherung der Renten mit 56 Prozent; 66 Prozent der Befragten befürchten eine ausufernde Staatsverschuldung. Außerdem zählen zu den Befürchtungen der Mittelschicht, dass Politiker überfordert sein könnten und dass sich der Zustand der Umwelt verschlechtern könnte. Angst vor Arbeitslosigkeit haben aber nur 34 Prozent und die Schaffung von Rahmenbedingungen für mehr Wirtschaftswachstum sahen nur 32 Prozent der Befragten als sehr wichtig an. Obwohl nur 9 Prozent der unter 30-jährigen unter den Studienteilnehmern eigene Kinder hatten, sprachen sich 78 Prozent für eigene Kinder aus und 64 Prozent aller Befragten waren Eltern. Nahezu die Hälfte der Befragten (42 Prozent) waren regelmäßig ehrenamtlich engagiert; nur sieben Prozent unterstellten Deutschland ein Problem mit “sozialer Kälte” zu haben. Den Generationenvertrag hielten 54 Prozent für gerecht; unter den 18- bis 29-Jährigen waren es sogar 68 Prozent. Von den Befragten waren 82 Prozent der Meinung sehr gut versichert zu sein und 41 Prozent hatten mit einer Riester-Rente für das Alter vorgesorgt; Kapitallebensversicherungen waren den Befragten als Altersvorsorge wichtiger als Immobilienanlagen oder Sparbücher. Die Studie der Gothaer Versicherung soll regelmäßig durchgeführt werden, um eine Langzeitentwicklung der Stimmung in der Mittelschicht zu dokumentieren; für die Studie wurden 1000 Menschen aus der Mittelschicht befragt.

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May 22, 2011

Studie des deutschen Kartellamts: Wie die Mineralölanbieter den Benzinmarkt manipulieren

Studie des deutschen Kartellamts: Wie die Mineralölanbieter den Benzinmarkt manipulieren

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Veröffentlicht: 15:07, 22. Mai 2011 (CEST)
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Preisanzeigetafel an einer Aral-Tankstelle

Bonn (Deutschland), 22.05.2011 – Einer Studie des deutschen Kartellamts, die am kommenden Donnerstag offiziell veröffentlicht wird, sind brisante Hintergrundinformationen über das Zustandekommen der Benzinpreise in Deutschland zu entnehmen. Wie der „Spiegel“ und andere Medien vorab berichteten, haben die in Deutschland tätigen Mineralölkonzerne ein ausgeklügeltes System geschaffen, das es ihnen ermöglicht, die Benzinpreise in Deutschland künstlich hoch zu halten.

Kartellamtssprecher Kay Weidner bestätigte am Sonntag, dass man in der Behörde schon seit längerem von der Arbeitshypothese ausgehe, dass es die deutsche Wirtschaft auf dem Markt für Kraftstoffe mit einem Oligopol zu hat: Wenige marktbeherrschende Konzerne haben eine solche Stellung erreicht, dass Konkurrenz faktisch ausgeschaltet ist und durch getarnte Absprachen die Preise nicht mehr den Gesetzen des Wettbewerbs gehorchen, sondern von den großen Konzernen festgesetzt werden, um Extraprofite zu erzielen. In Deutschland sind dies zurzeit die fünf Marktführer Aral/BP mit einem Marktanteil von 23,5 Prozent, danach folgen Shell (22 Prozent), Jet (10 Prozent), Esso und Total (jeweils 7,5 Prozent).

Laut der Kartellamtsstudie folgt jede Preiserhöhungsrunde einem bestimmten Muster. Die nächste Preiserhöhungsrunde wird von einem der beiden Marktführer Aral oder Shell mit einer Erhöhung der Spritpreise eingeleitet. Die anderen Anbieter verfolgen die Preiserhöhungen über gezielte Beobachtung der Konkurrenzanbieter direkt an der Tankstelle und ziehen mit ihren Preisen innerhalb weniger Stunden nach. Um das zu gewährleisten verfügen die Konzerne über ein ausgeklügeltes Konkurrenzbeobachtungs- und Meldesystem. Daher wird die direkte, also geheime Preisabsprache, die natürlich verboten ist, umgangen. Das Ergebnis ist das gleiche: Die deutschen Auto- und Motorradfahrer zahlen überhöhte Preise und füllen damit die Kassen der Mineralölkonzerne.

Der über 200 Seiten umfassende Bericht wurde in mehrjähriger Arbeit erstellt, in der das Preisgebaren von jeweils 100 Tankstellen in Hamburg, Köln, Leipzig und München von Januar 2007 bis Juni 2010 detailliert nachverfolgt wurde. Auch die Strategien der Konzerne, gezielt vor Ferien und Feiertagen wie Ostern und an Wochenenden die Preise nach oben zu schrauben, gehörten zum Untersuchungsbereich.

Faktisch ist das Kartellamt gegenüber solchen Strategien machtlos, da die Beobachtung der Konkurrenz ja nicht verboten ist.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wirtschaft

Quellen

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April 17, 2011

FÖS-Studie: Strom aus Wind- und Wasserkraft billiger als Atomstrom

FÖS-Studie: Strom aus Wind- und Wasserkraft billiger als Atomstrom

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Veröffentlicht: 19:00, 17. Apr. 2011 (CEST)
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Hamburg (Deutschland), 17.04.2011 – Laut einer heute veröffentlichten Studie im Auftrag von Greenpeace Energy, eines Greenpeace-eigenen deutschen Anbieters für Ökostrom, ist Strom aus Wind- und Wasserkraft schon heute billiger als Atomstrom, wenn man in die Rechnung alle gesellschaftlichen Kosten einbezieht, die bei der Herstellung des Stroms entstehen.

Die Studie, die unter dem Titel „Was Strom wirklich kostet“ vom „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ (FÖS), erarbeitet wurde, rechnet vor, welche staatlichen Förderungen und weitere Kosten eigentlich in den Strompreis eingerechnet werden müssten, um die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten der verschiedenen Energieformen zu kalkulieren. Grundlage der Modellrechnungen sind Aufzeichnungen über staatliche Fördermaßnahmen aus dem Zeitraum von 1970 bis 2010.

Demnach kostet eine Kilowattstunde Windstrom 7,6 Cent, Strom aus Wasserkraft 6,5 Cent. Eine Kilowattstunde Strom aus Braun- und Steinkohle kostet die Gesellschaft 12,1 Cent. An der Spitze der Liste steht Atomstrom mit 12,8 Cent je Kilowattstunde.

Die öffentliche Diskussion bezieht sich häufig auf Preiskalkulationen, die von Stromanbietern erstellt wurden und in die die von der Gesellschaft beziehungsweise vom Staat erbrachten Leistungen in Form von Subventionen oder Infrastrukturmaßnahmen nicht eingerechnet sind.

So flossen in die Gewinnung des Energieträgers Steinkohle staatliche Fördermittel in Höhe von 288 Milliarden Euro ein. In die Atomenergie flossen staatliche Subventionen von 196 Milliarden Euro. Bei der Braunkohle waren es 67 Milliarden Euro. Erneuerbare Energieträger profitieren erst in jüngster Zeit von staatlichen Förderprogrammen. In die erneuerbaren Energien wurden bisher 39 Milliarden Euro aus staatlichen Finanztöpfen investiert. Die einzelnen staatlichen Förderprogramme setzen sich dabei aus direkten Finanzhilfen, Steuervergünstigungen und anderen Förderwerten (Emissionshandel oder den Rückstellungen von Kernkraftwerken, die in die Endkalkulation des Endpreises einfließen) zusammen.

Die Autoren der Studie kommen rückblickend auf das System staatlicher Förderprogramme seit dem Beginn der staatlichen Förderung der Atomenergie in der Bundesrepublik Deutschland zu dem Schluss: „Hätten die AKW-Betreiber allerdings in der Aufbauphase auch nur einen relevanten Teil der Kosten selbst tragen müssen, wäre diese Technologie nie eingeführt worden. Die hohen vergangenen Förderungen haben die heutige Marktposition der Atomenergie überhaupt erst ermöglicht.“

Nur als grobe Annäherung in Anlehnung an die externen Kosten von Braunkohle (laut Umweltbundesamt in Höhe von 7,9 Cent pro Kilowattstunde) sind in die Kalkulation der gesamtwirtschaftlichen Kosten der Kernenergie als „Mindestwert der tatsächlichen externen Kosten von Atomenergie“ unter anderem die Kosten eingeflossen, die durch einen großen nuklearen Störfall entstehen würden. Auch die künftig noch entstehenden Kosten zur Sanierung alter Steinkohlebergwerke und Maßnahmen des Landschaftsschutzes nach dem Ende des Tagebaus in den Braunkohletagebaugebieten (als so genannte „externe Kosten“) flossen in die Rechnung ein. Die Kernkraftwerke werden auch nach ihrer Abschaltung erhebliche gesellschaftliche Folgekosten verursachen (zum Beispiel durch die Lagerung abgebrannter Brennelemente).

Vorerst noch teuer ist Strom auf der Basis der Photovoltaik-Technologie, der mit gesellschaftlichen Kosten von 46,5 Cent pro Kilowattstunde zu Buche schlägt. Bei dieser Form der Energiegewinnung aus Sonnenenergie vergleicht die Studie die jetzige Situation mit der Situation bei Einführung der Atomkraft in Deutschland, als der Staat den Atomstrom mit 60 Cent je Kilowattstunde förderte.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Energiepolitik
  • Portal:Greenpeace

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