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April 28, 2010

Monsanto will sich jetzt auch Schweinefleisch patentieren lassen

Monsanto will sich jetzt auch Schweinefleisch patentieren lassen

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Veröffentlicht: 21:26, 28. Apr. 2010 (CEST)
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Genf (Schweiz), 28.04.2010 – Der international operierende Agrarkonzern Monsanto will offenbar über das Patentrecht seine Kontrolle über die weltweite Lebensmittelherstellung ausbauen. Das schreibt das Internetportal für nachhaltige Wirtschaft, nachhaltigkeit.org. Jüngster Vorstoß ist die Einreichung einer Patentanmeldung auf das Fleisch von Schweinen, die mit transgenen Futtermitteln aus der Produktion von Monsanto gemästet wurden. Unter der Antragsnummer WO2009097403 hat der Konzern eine Patentanmeldung bei der Weltpatentbehörde in Genf eingereicht.

Im letzten Jahr hatte Monsanto bereits versucht, ein Patent auf Schnitzel und Schinken zu erhalten. Greenpeace-Sprecher Christoph Then sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Dahinter steckt das strategische Interesse, die gesamte Kette in der Lebensmittelproduktion unter Kontrolle zu bringen.“ Im März war ein Patentantrag von Monsanto auf Fische aus Aquakulturen bei der Behörde eingegangen.

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September 5, 2008

Gericht verurteilt französischen Bauernführer José Bové zu einer Geldstrafe

Gericht verurteilt französischen Bauernführer José Bové zu einer Geldstrafe

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Veröffentlicht: 12:29, 5. Sep. 2008 (CEST)
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José Bové (2007)

Toulouse (Frankreich), 05.09.2008 – Das Strafgericht von Toulouse hat den französischen Bauernführer und Globalisierungskritiker José Bové gestern wegen der Zerstörung von Genmaisfeldern zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro (180 Tagessätzen zu 100 Euro) verurteilt. 40 Mitangeklagte befand das Gericht ebenfalls für schuldig, im Jahr 2006 eine Parzelle zerstört zu haben, auf der die gentechnisch veränderte Maissorte MON810 angebaut worden war. Die Aktion der Gentechnikgegner fand am 30. Juli 2006 bei Saint-Hilaire im Département Haute-Garonne statt. Bei einer weiteren Aktion „mähte“ die Gruppe um Bové ein Versuchsfeld mit gentechnisch verändertem Saatgut in der Nähe des nördlich von Toulouse gelegenen Daux.

Im Falle Bovés entsprach das Gericht den Forderungen der Anklage. Laut Nachrichtenagentur AFP erhielten andere Beschuldigte zum Teil Bewährungsstrafen von bis zu zwei Monaten. Marie-Christine Etelin, eine der Anwältinnen der militanten Gentechnikgegner, sagte, die Strafe sei „überaus hart“. François Roux, ein anderer Anwalt der Aktivisten schloss sich der Kritik an der Strafe an und machte darauf aufmerksam, dass der Anbau der einzigen zugelassenen Genmaissorte MON810 im Januar wegen ungeklärter Risiken bis auf Weiteres verboten hatte. „Man kann nicht einerseits laut an der Staatsspitze behaupten, dass der Anbau von Genpflanzen gefährlich für die Umwelt ist und andererseits so harte Strafen verhängen, die sich diesem Anbau zu Recht widersetzen“, zitiert AFP Roux weiter. Die Gegenseite spricht dagegen von einer angemessenen Strafe. Ob die Angeklagten Berufung gegen das Urteil einlegen werden, steht noch nicht fest.

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January 13, 2008

Percy Schmeiser auf Tour: Träger des Alternativen Nobelpreises gegen den Gentechnik-Riesen Monsanto

Percy Schmeiser auf Tour: Träger des Alternativen Nobelpreises gegen den Gentechnik-Riesen Monsanto

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Veröffentlicht: 20:42, 13. Jan. 2008 (CET)
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Percy Schmeiser, Träger des Alternativen Nobelpreises. Bild: Wettach.

Stuttgart (Deutschland), 13.01.2008 – Percy Schmeiser, Träger des Alternativen Nobelpreises 2007, ist derzeit unterwegs in Deutschland auf einer Vortragsreise, um von seinem Kampf gegen den Gentechnik-Konzern Monsanto und den Prozessen, die er für den Erhalt seiner Farm führen muss, zu berichten. Am Freitag, den 11. Januar, war er in Stuttgart im Forum3, wo Wikinews die Gelegenheit zum Interview hatte.

Percy Schmeiser erhielt bereits im Jahr 2000 den Mahatma-Ghandi-Preis, war 25 Jahre Bürgermeister seiner Gemeinde und saß im kanadischen Landesparlament. Noch heute ist der 77-Jährige als Farmer in der Provinz Saskatschewan tätig. Als Farmer geriet er auch mit dem Chemieriesen Monsanto aneinander.

Schmeiser war Rapsfarmer und Rapszüchter im biologischen Landbau, kreuzte neue und alte Sorten und war – wie viele traditionelle Farmer weltweit – Saatbewahrer, verwendete also Samen aus der Ernte eines Jahres zur Aussaat im nächsten Jahr. Nachdem 1996 die nordamerikanischen Regierungen Freilandanbau für vier gentechnisch manipulierte Organismen (GMOs) genehmigt hatten – Raps, Mais, Soja und Baumwolle –, fand sich bald darauf durch den Anbau auf Nachbarfeldern auch ein geringer Anteil Genraps auf seinem Feld, und Monsanto machte, was sie laut Schmeiser seit Jahren mit Tausenden von Bauern in Kanada machen: Sie verklagten ihn wegen des unlizensierten Anbaus ihrer patentierten Organismen auf über 100.000 Dollar Schadenersatz, forderten seine ganze Ernte ein und verlangten ein Verbot, dass er sein eigenes jetzt „verunreinigtes“ Saatgut nicht mehr verwenden dürfe, weil es jetzt ihr patentiertes Gen enthalte. Als Monsanto 1998 in erster Instanz Recht bekam und Schmeisers Existenz gefährdet war, er aber nicht aufgeben wollte, wurde sein Fall weltweit bekannt, und sein Kampf zum Vorbild für viele kleine Bauern weltweit, die sich in ihrer Existenz bedroht sahen.

Bis der Fall beim Obersten Bundesgericht Kanadas, dem Supreme Court, angekommen war, hatte Monsanto seine Forderung bereits auf eine Million kanadische Dollar erhöht, Schmeiser zufolge seinen Nachbarn, für den Fall, dass sie ihm helfen würden, ebenfalls Prozesse angedroht, bei denen sie ihre Farm verlieren würden, ihn und seine Frau am Feld und in seiner Hauseinfahrt belagert und körperlich bedroht. Beim Supreme Court aber gewann Schmeiser, denn das Gericht entschied, dass er keinen Cent an Monsanto zahlen müsse und das Parlament die Gesetze diesbezüglich überprüfen und anpassen müsse. Zugleich aber entschied das Gericht, dass Monsantos Patente prinzipiell legal seien, und höhere Lebensformen, in denen sich dieses Gen befinde, Monsanto gehören würden. Wo aber, fragt Schmeiser, endet diese Regelung? Bei Bienen, Schweinen, Menschen?

Für Percy Schmeiser geht der Kampf weiter, auch vor Gericht: Am 23. Januar wird seine Gegenklage verhandelt, bei der er seinerseits nun Monsanto auf Schadensersatz verklagt, das es durch die unkontrollierte Verbreitung – Schmeiser nennt es „Verseuchung“ – durch seine GMOs Farmern wie ihm unmöglich macht, ihre Produkte als „gentechnikfrei“ weiter auf den Markt für organische Lebensmittel zu bringen.

Auch in Deutschland geht der Kampf gegen Monsanto weiter, wie Jürgen Binder, Imker und Aktivist des am 8. Januar gegründeten Vereins Gentechnikfreies Europa e.V., erzählte: Der Bauer Schultheiss aus Nürtingen hatte zur Selbsthilfe gegriffen und in einer angekündigten Protestaktion ganze drei Halme Genmais herausgerissen. Der angebliche Schaden für drei Maishalme: 240.000 Euro. Auch sein Fall soll in Kürze verhandelt werden.

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April 5, 2007

Forscher: In der EU zugelassener Gen-Mais birgt Gesundheitsgefahren

Forscher: In der EU zugelassener Gen-Mais birgt Gesundheitsgefahren

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Artikelstatus: Fertig 19:31, 5. Apr. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 05.04.2007 – Eine Neubewertung einer Fütterungsstudie von genmanipuliertem MON 863-Mais durch die französische Forschergruppe Criigen hat ergeben, dass dieser zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. MON 863-Genmais ist seit dem 1.1.2006 in der Europäischen Union als Lebens- und Futtermittel zugelassen.

Die Schwäbische Zeitung schrieb in ihrer Online-Ausgabe: „In einem Tierversuch mit der Gen-Mais-Sorte MON863 gefütterte Ratten hätten Vergiftungssymptome und Schädigungen von Leber und Nieren aufgewiesen, sagte Gilles-Eric Séralini von der französischen Forschergruppe CRIIGEN am Dienstag in Berlin. Dies belege, dass diese Sorte nicht als sicher eingestuft werden könne und die bislang für die Marktzulassung notwendigen Tests nicht ausreichten.“ Die Ergebnisse basieren auf einer vom Hersteller Monsanto bei der EU eingereichten Fütterungsstudie an Ratten, deren Rohdaten erst aufgrund einer erfolgreichen Klage veröffentlicht wurden.

Die Forscher widersprechen der Einschätzung der EU-Kommission, dass dieser Mais unbedenklich sei: „Dieser Mais kann zurzeit nicht als sicher für den Verzehr betrachtet werden.“

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January 11, 2007

Ecuador und Kolumbien einigen sich im Streit um Herbizideinsatz

Ecuador und Kolumbien einigen sich im Streit um Herbizideinsatz

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Artikelstatus: Fertig 22:57, 11. Jan. 2007 (CET)
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Karte von Kolumbien und seinen Nachbarländern

Quito (Ecuador), 11.01.2007 – Ecuador hat im Streit um den Einsatz eines Totalherbizids nach eigenen Angaben eine Einigung mit Kolumbien erzielt. Im Rahmen seines Antidrogenprogramms, dem Plan Colombia, versprüht Kolumbien das Herbizid Glyphosat aus der Luft; auch an der Grenze zum Nachbarland Ecuador. Glyphosat ist ein Produkt, das unter der Bezeichnung Roundup von Monsanto produziert wird. Die Auseinandersetzung hatte zu einem diplomatischen Konflikt zwischen den beiden Ländern geführt, den Ecuador gestern vor die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gebracht hat. Der Konflikt führte im Dezember zur Abberufung des ecuadorianischen Botschafters aus Bogotá und zur Absage eines Besuchs von Rafael Correa, dem neu gewählten ecuadorianischen Präsidenten bei dessen kolumbianischen Amtskollegen Álvaro Uribe Vélez. Laut Rafael Correa erfolgte die Einigung heute auf einem Treffen mit Álvaro Uribe Vélez am Rande der Amtseinführung des neuen Präsidenten von Nicaragua, Daniel Ortega. Worauf sich die Präsidenten im Detail geeinigt haben, wurde bisher nicht bekannt gegeben. „News.bbc.co.uk“ berichtet, dass Kolumbien sein südwestliches Nachbarland in Zukunft vor dem Einsatz des Herbizids informieren will.

Die kolumbianische Regierung bezeichnet den Einsatz des Herbizids an der gemeinsamen Grenze mit Ecuador als eine unerlässliche Maßnahme gegen den illegalen Cocaanbau. Zudem befänden sich die betroffenen Gebiete unter der Kontrolle von Rauschgifthändlern und linksgerichteten Rebellen, so die kolumbianische Regierung, die Ecuador vorwirft, den Cocaanbau auf ecuadorianischem Territorium auf einer Fläche von 15 Hektar zu dulden. Kolumbien hat für das Programm gegen den Cocaanbau von den USA mehrere Milliarden US-Dollar erhalten. Die ecuadorianische Regierung kritisiert den Einsatz von Glyphosat vor allem in Hinblick auf dadurch verursachte gesundheitliche Risiken, Umweltschäden und die Vernichtung legaler Nutzpflanzen. Ecuador befürchtet zudem eine Flüchtlingsbewegung als Folge des Herbizideinsatzes.Als einen „feindlichen Akt“ hatte der ecuadorianische Außenminister Francisco Carrion das Versprühen des Totalherbizids in der Grenzregion bezeichnet. Statt mit Herbiziden sollten die Cocapflanzen aus der Sicht Ecuadors manuell beseitigt werden. Trotz der Kritik aus Ecuador, die bereits gegen Ende des letzten Jahres geäußert wurde, hat Kolumbien das Herbizid in dieser Woche weiter versprüht. Kolumbien ist der weltgrößte Kokainproduzent.

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June 25, 2006

Indische Bauern nehmen sich aus Verzweiflung das Leben

Indische Bauern nehmen sich aus Verzweiflung das Leben

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Artikelstatus: Fertig 15:45, 25. Jun. 2006 (CEST)
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Mumbai (Indien), 25.06.2006 – Der anstehende Besuch des indischen Premierministers Dr. Manmohan Singh in der wegen einer hohen Selbstmordrate von Bauern in die Schlagzeilen geratenen Region Vidharbha im Bundesstaat Maharashtra versetzt regionale Regierungsbeamte in Aufregung.

Allein seit vergangenem Donnerstag nahmen sich in Vidharbha während des Besuches von Gouverneur S.M. Krishna fünf Bauern das Leben, wie die indische Tageszeitung The Times of India letzten Freitag in ihrer Onlineausgabe berichtete.

In etwa einer Woche wird der Premierminister die Bedingungen vor Ort persönlich prüfen und setzt damit ein Signal, dass Neu Delhi das Schicksal der Landbevölkerung nicht gleichgültig ist. Am kommenden Montag werden die Mitglieder der Planungskommission in das Gebiet reisen und den Besuch vorbereiten. Erst kürzlich hatten Angehörige einer anderen Kommission, zuständig für Angelegenheiten der Bauern, Vidharbha besucht. Das alles setzt die Regierung von Maharashtra zusehends unter Druck. Eilig wurden Treffen einberufen, und mehrere sind in Planung. Kritiker sagen, die Beamten reagierten ein bisschen zu spät.

Kishore Tiwari, Präsident der NGO Vidarbha Jan Andolan Samiti (VJAS), zählte hunderte Selbstmorde innerhalb eines Jahres und beschuldigte die örtliche Regierung, die Empfehlungen der Farmerkommission nicht umgesetzt zu haben. „Das ist eine Niederlage für die Regierenden. Sie haben versagt.“ Auch der Minister für urbane Entwicklung kritisierte den obersten Regierungsvertreter von Maharashtra, Vilasrao Deshmukh, heftigst.

Hauptursache der Selbstmorde sind Überschuldung und Ernteeinbußen, vor allem ausgelöst durch falsche Versprechungen von Saatgutfirmen, wie beispielsweise von dem Hauptproduzenten genmanipulierter Pflanzen, dem amerikanischen Unternehmen Monsanto, das erst im letzten Jahr wegen Bestechung indonesischer Beamter eine Strafe in Millionenhöhe zahlen musste, oder dessen indischem Partner Mahyco. Die von ihnen angepriesene genmanipulierte BT-Baumwollsorte benötigt angeblich keinen Einsatz von Pestiziden. Trotzdem kommt es vor allem bei Bauern, die diese Sorte anbauen, verstärkt zu Selbstmorden.

Jedes Jahr nehmen sich hauptsächlich in 32 ausgemachten Problembezirken, verteilt über die Bundesstaaten Maharashtra, Kerala, Karnataka und Andhra Pradesh, über 16.000 Bauern das Leben, darunter auch viele Frauen.

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August 9, 2005

EU-Kommission genehmigt Einfuhr von Gen-Mais

EU-Kommission genehmigt Einfuhr von Gen-Mais

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Brüssel (Belgien), 09.08.2005 – Die EU-Kommission hat sich dazu entschieden, dem Antrag der US-Firma Monsanto auf eine Einfuhrgenehmigung von gentechnisch verändertem Tierfutter-Mais stattzugeben. Dabei darf diese Maissorte, die den technischen Namen „MON 863“ trägt, in der Europäischen Union auf Maisfeldern weder angebaut noch als Lebensmittel verwendet werden. Die Genehmigung erstreckt sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die EU-Kommission hat diese Entscheidung an sich gezogen, nachdem sich die Regierungen der EU-Staaten im Ministerrat zu einem eindeutigen Votum nicht hatten durchringen können. Insbesondere Umweltschutzverbände hatten aus Verbraucherschutzgründen die Zulassung stark kritisiert.

Auflage für den Vertrieb des Futtermais ist jedoch eine von der EU-Kommission zugeteilte Erkennungsmarke, die die Rückverfolgbarkeit ermöglichen soll, sowie die Kennzeichnung des Mais als gentechnisch verändertes Produkt.

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January 13, 2005

Gentechnikkonzern Monsanto bestach hochrangigen indonesischen Beamten

Gentechnikkonzern Monsanto bestach hochrangigen indonesischen Beamten

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 13.01.2005 – Der US-Gentechnikkonzern Monsanto muss wegen Bestechung eines indonesischen Beamten insgesamt 1,5 Millionen Dollar Strafe zahlen.

2002 hat ein Manager des Konzerns versucht, den ehemaligen Staatssekretär im Umweltministerium Indonesiens, Nabiel Makarim, mit 50.000 US-Dollar zu bestechen. Im Gegenzug sollte sich der Beamte für günstige Rahmenbedingungen für Gentechnikkonzerne einsetzen, beispielsweise durch den Abbau von entsprechenden Umweltrichtlinien. Nabiel Makarim gab am Mittwoch zu, dass es den Bestechungsversuch gegeben hat.

Aufgrund dieses Vorfalls, der einen Verstoß gegen das US-Gesetz „gegen Bestechung im Ausland“ darstellt, muss der Weltmarktführer für genetisch verändertes Saatgut eine Million US-Dollar Strafe an das Justizministerium der USA, sowie zusätzlich 500.000 US-Dollar an die „U.S. Securities and Exchange Commission“ (SEC) bezahlen.

Seit 1997 flossen bis zu 700.000 US-Dollar aus den Kassen Monsatos an 140 indonesische Beamte, wobei die Gelder als Beraterhonorare verbucht wurden. Wie die BBC berichtete, wurde hierfür eine Beraterfirma gegründet, in welcher Monsanto Manager arbeiteten. Die Beraterfirma betrieb massive Lobbyarbeit für die Etablierung von gentechnisch verändertem Saatgut auf dem indonesischen Markt.

Die Ermittlungen der indonesischen Anti-Korruptionskommission dauern noch an. Außer den Strafzahlungen hat der Vorfall weitere Konsequenzen für Monsanto. Das Unternehmen hat sich selbst zu intensiveren interne Kontrollen verpflichtet, und muss in den nächsten drei Jahren zudem mit verschärften Kontrollen durch US-Behörden rechnen.

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