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February 28, 2010

Deutschland: Neues Naturschutzrecht tritt zum 1. März in Kraft

Deutschland: Neues Naturschutzrecht tritt zum 1. März in Kraft

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Veröffentlicht: 21:13, 28. Feb. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 28.02.2010 – Das Naturschutzrecht und die gesetzlichen Bestimmungen zur Landschaftspflege in Deutschland erhält ein neues Rahmengesetz. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) erhält durch das Gesetz neue Kompetenzen. Das „Gesetz zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege“ (BNatSchG), das zum 1. März in Kraft tritt, löst das alte Rahmenrecht, zuletzt geändert am 25. März 2002, ab.

Das BfN ist demnach nicht nur für die ständige Überwachung des Zustandes von Natur und Landschaft auf dem deutschen Bundesgebiet zuständig, sondern auch für die Abwehr ökologischer Gefahren durch Tier- und Pflanzenarten, die neu nach Deutschland gebracht werden. Außerdem ist das Amt auch für die Anerkennung von Naturschutzverbänden zuständig, insoweit diesen ein Klagerecht in Naturschutzbelangen zugebilligt wird. Neu geregelt wird auch die Zuständigkeit im Bereich des Meeresnaturschutzes. Das BfN ist nun auch für küstenferne Gebiete der Nord- und Ostsee zuständig. Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, sagte dazu, das Gesetz mache „nicht mehr Halt an der 12-Seemeilen-Grenze. Dies ist für den Erhalt der vielfältigen und eng miteinander vernetzten Ökosysteme dringend erforderlich, nicht zuletzt zur Erfüllung völker- und europarechtlicher Schutzverpflichtungen.“

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May 8, 2008

WWF mahnt zu vermehrten Anstrengungen zur Erhaltung der Artenvielfalt in Deutschland

WWF mahnt zu vermehrten Anstrengungen zur Erhaltung der Artenvielfalt in Deutschland

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Veröffentlicht: 22:28, 8. Mai 2008 (CEST)
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Nabu-Biotop im Erkelenzer Wahnenbusch

Frankfurt am Main (Deutschland), 08.05.2008 – Anlässlich des Umweltgipfels der Vereinten Nationen zum „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (CBD), der vom 19. bis 30. Mai in Bonn stattfinden wird, legte der WWF (World Wide Fund For Nature) gestern eine neue Studie unter dem Titel „Naturschutz in Deutschland. Schutzgebiete und das Biodiversitätsziel 2010“ zur Situation in Deutschland vor. Darin zieht der renommierte Tierschutzverband eine negative Bilanz der Anstrengungen zum Schutz der Arten in Deutschland. Der Studie zufolge „ist die Zahl der bedrohten Biotope trotz aller Schutzbemühungen zwischen 1994 bis 2006 von 68,7 auf 72,5 Prozent gestiegen“. Die Hälfte aller Biotope in Deutschland sei langfristig bedroht.

Der Umwelt- und Tierschutzpolitik in Deutschland stellt der WWF ein schlechtes Zeugnis aus. Diese Politik habe zwar in den letzten Jahrzehnten für eine beeindruckende Zahl von ausgewiesenen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten gesorgt, die über 7.000 Landschaftsschutzgebiete und knapp 100 großen Naturparks in Deutschland seien jedoch nahezu wirkungslos. Auch die 14 Nationalparks erreichten nicht alle die international gültigen Standards. Diese sehen vor, die darin befindlichen Flächen zu mindestens drei Viertel sich selbst zu überlassen. Dieses Kriterium sei jedoch nur in jedem vierten Nationalpark erreicht worden.

Seeadler am Greifswalder Bodden

Es gebe jedoch, so der WWF, auch einige Erfolge bei einzelnen bedrohten Tierarten zu verzeichnen. Die Situation der zuvor als stark bedroht geltenden Seeadler, Kraniche, Biber und Seehunde habe sich entspannt. Erfreulich sei auch die Rückkehr des Wolfes in Deutschland. Andererseits wird die Rote Liste der bedrohten Arten in Deutschland immer länger. Diese enthält inzwischen 39 Prozent aller bislang überhaupt untersuchten Arten, insgesamt 16.306 Tier- und Pflanzenarten. Nach Expertenschätzungen ist jede dritte Tierart vom Aussterben bedroht.

Wenn es Deutschland ernst meine mit seinen ehrgeizigen Naturschutzzielen, müssten zunächst bestimmte Industrieprojekte umgehend gestoppt werden, fordert der WWF. Dazu gehörten neue Ölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer, der Bau eines Kohlekraftwerks am Rande des FFH-Gebietes Greifswalder Bodden und die Zerstörung geschützter Flusslandschaften in Elbe, Weser und Ems.

Weißdornblüten

Die Umweltminister der Länder und des Bundes setzten am Mittwoch bei ihrem Treffen zur Vorbereitung des UN-Umweltgipfels die Frage des Artenschutzes auf ihre Tagesordnung. Laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gehe es, um „harte ökonomische Fragen“. So sei die pharmazeutische Industrie von der natürlichen Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten abhängig, weil neue Medikamente auf der Basis natürlich vorkommender Wirkstoffe entwickelt würden. Die Bedrohung der weltweiten Fischbestände ist nach den Worten Gabriels ein Problem der Welternährung. Gabriel wies darauf hin, dass ab dem Jahr 2050 kein kommerzieller Fischfang mehr möglich sei, wenn die dramatische Abnahme der Bestände nicht gestoppt werde.

„Biofrankfurt“, ein Zusammenschluss von zwölf Instituten des Forschungs-, Bildungs- und Naturschutzsektors weist darauf hin, dass weltweit jede fünfte Pflanzenart als Heilpflanze in Frage komme. Insgesamt gebe es auf der Erde etwa 80.000 Heilpflanzen. Die Erhaltung der Pflanzenvielfalt sei eine globale Herausforderung. Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Blüten- und Farnpflanzen beziffert das Netzwerk mit 15.000. Die medizinische Behandlung der Bevölkerung in den Ländern Afrikas sei zudem zum großen Teil direkt auf pflanzliche Wirkstoffe angewiesen. So werde in Burkina Faso jede dritte Pflanze medizinisch nutzbar gemacht. In Deutschland gehören Johanniskraut, Baldrian, Schlüsselblume und Weißdorn zu den am häufigsten verwendeten Naturheilkräutern.

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October 23, 2005

Linum: Derzeit keine Vogelgrippe-Gefahr

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Linum: Derzeit keine Vogelgrippe-Gefahr

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Artikelstatus: Fertig 21:23, 27. Okt. 2005 (CEST)
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Fehrbellin (Deutschland), 23.10.2005 – Etwa 31.000 Kraniche und bis zu 20.000 Wildgänse rasten derzeit im „Linumer Bruch“, einer Naturlandschaft im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Obwohl diese Vogelgattung zu den Zugvögeln zählt, sieht die Naturschutzstation „Rhinluch in Linum“ keine akute Gefahr durch diese Tiere.

Der Stationsleiter und Biologe, Norbert Schneeweiß, sagte gestern dazu: „Die Vogelgrippe ist hier noch kein Thema.“ Schneeweiß begründet seinen Optimismus mit der Tatsache, dass diese Zugvögel nicht aus den gefährdeten Regionen kamen. Ihre Flugroute führt von Nordost-Europa nach Süden, während die Vogelgrippe aus dem Osten kommt.

Der „Linumer Bruch“ ist der größte Binnenrastplatz für Wildvögel in Europa.

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October 19, 2005

Zehntausende Kraniche rasten in der Vorpommerschen Boddenlandschaft

Zehntausende Kraniche rasten in der Vorpommerschen Boddenlandschaft

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Kranich (Grus grus)

Groß Mohrdorf (Deutschland), 19.10.2005 – Die Vorpommersche Boddenlandschaft ist der größte Nationalpark im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Gegend ist zurzeit Rastplatz zehntausender Kraniche, die hier einige Tage rasten, um Kraft zu tanken für ihren Weiterflug in ihre Überwinterungsgebiete in Südfrankreich und Spanien.

Die Zahl der Kraniche in der Vorpommerschen Boddenlandschaft erreicht in dieser Woche ihren Höhepunkt. Eine Zählung vom 13.10.2005 ergab eine Zahl von 43.070 Kranichen, die hier ihre Schlafplätze eingerichtet haben. Das berichtet Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums (NABU, WWF, Lufthansa).

Die Zahl wäre noch weit höher, hätten nicht am letzten Wochenende bereits 20.000 Kraniche ihren Flug nach Süden angetreten. Aus den skandinavischen Ländern waren in den letzten Tagen weitere tausende Kraniche in die Region gekommen. Sie hatten das schöne Wetter ausgenutzt, um die Überquerung der Ostsee zu wagen. Die Nachrücker füllten die entstandene Lücke durch die abgeflogenen Kraniche in etwa wieder auf. Sie nehmen entweder auf abgeernteten Maisfeldern, die noch von den Stoppeln der abgeernteten Maispflanzen übersät sind, oder auf so genannten Ablenkflächen Nahrung auf. Zurzeit äsen hier noch immer ungefähr 40.000 dieser außergewöhnlichen Vögel.

Dieses Naturschauspiel lockt auch viele Naturfreunde an, die sich in einer Ausstellung des Kranich-Informationszentrums in Groß Mohrdorf über Hintergründe des Vogelzugs informieren können.

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August 9, 2005

EU-Kommission genehmigt Einfuhr von Gen-Mais

EU-Kommission genehmigt Einfuhr von Gen-Mais

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Brüssel (Belgien), 09.08.2005 – Die EU-Kommission hat sich dazu entschieden, dem Antrag der US-Firma Monsanto auf eine Einfuhrgenehmigung von gentechnisch verändertem Tierfutter-Mais stattzugeben. Dabei darf diese Maissorte, die den technischen Namen „MON 863“ trägt, in der Europäischen Union auf Maisfeldern weder angebaut noch als Lebensmittel verwendet werden. Die Genehmigung erstreckt sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die EU-Kommission hat diese Entscheidung an sich gezogen, nachdem sich die Regierungen der EU-Staaten im Ministerrat zu einem eindeutigen Votum nicht hatten durchringen können. Insbesondere Umweltschutzverbände hatten aus Verbraucherschutzgründen die Zulassung stark kritisiert.

Auflage für den Vertrieb des Futtermais ist jedoch eine von der EU-Kommission zugeteilte Erkennungsmarke, die die Rückverfolgbarkeit ermöglichen soll, sowie die Kennzeichnung des Mais als gentechnisch verändertes Produkt.

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