WikiNews de

March 9, 2011

Interesse für Biosprit E10 bleibt hinter Erwartungen zurück

Interesse für Biosprit E10 bleibt hinter Erwartungen zurück

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:26, 9. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Zapfsäule mit E10 in Vorbereitung

Berlin (Deutschland), 09.03.2011 – Das Interesse in der Bevölkerung für den Biotreibstoff E10 bleibt hinter den Erwartungen zurück. Mit ein Grund dafür dürfte sein, dass viele Autofahrer unzureichend informiert und durch Presseberichte über die Unverträglichkeit des Treibstoffes verunsichert sind. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat deswegen zu einem Treffen mit Vertretern der Automobilindustrie, Verbraucherverbänden, Bioethanolerzeugern, Mineralölwirtschaft, Automobilclubs und Bauernverband eingeladen. An der Konferenz nahmen außerdem Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sowie Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (beide CSU) teil.

Politik und Industrie haben sich grundsätzlich auf eine Fortsetzung der Markteinführung verständigt. Bundesumweltminister Röttgen hatte der Industrie vorgeworfen, zu wenige Anstrengungen für die Einführung des Kraftstoffes zu unternehmen. Doch zweifelhaft ist nicht nur die Verträglichkeit des Kraftstoffes selbst, sondern Kritiker halten es für verwerflich, dass speziell für den Ethanol-Kraftstoff angebaute Zuckerrüben, Zuckerrohr, Mais und Getreide verbraucht werde, während anderswo Menschen an Hunger sterben. Außerdem würden dadurch Lebensmittel knapper, was die bereits 2007–2008 weltweit gestiegenen Lebensmittelpreise weiter erhöhe, wovon insbesondere Menschen in den Entwicklungsländern existentiell betroffen sind. Der verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, Winfried Hermann, fordert den Nachweis der Öko-Bilanz des zugemischten Bio-Ethanols; dessen Herkunft aus nachwachsendem und nachhaltigen landwirtschaftlichen Anbau müsse klar zertifiziert sein, äußerte Hermann gegenüber n-tv. Ethanol sei nicht schon durch seine Herkunft aus nachwachsenden Rohstoffen ökologisch. Problematisch sei eine etwaige Verdrängung von Ernährungsproduktion oder Regenwald.

Durch die Einführung des Treibstoffes E10 verunsicherte Autofahrer stiegen vielfach auf Super Plus um, was zu einem Versorgungsengpass dieser Treibstoffsorte führte. Politik, Wirtschaft und Verbraucher schieben sich die Verantwortung für die Situation gegenseitig zu. Für Klaus Picard, den Hauptgeschäftsführer des Verbands der Mineralölwirtschaft, erfolgt die Einführung des E10-Treibstoffes „gegen den Wunsch der breiten Bevölkerung“. Die Mineralölwirtschaft müsse die Vorgaben der Politik jedoch umsetzen, da sonst Strafzahlungen drohen, die man auf den Preis umlegen wolle. Diese Ankündigung ist für das Bundesumweltministerium „nicht hinnehmbar“, so die Sprecherin des Ministeriums. Es sei die Aufgabe der Mineralölkonzerne, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass eine zehnprozentige Ethanolbeimischung unschädlich sei.

Der ADAC wiederum kritisierte, dass zu wenig Alternativtreibstoff zur Verfügung stehe. Außerdem kritisierte der Automobilclub, dass die Frage ungeklärt sei, wer für Fahrzeugschäden durch E10 hafte, falls ein Autofahrer den Treibstoff tankt, etwa weil der Tankwart ihm sagte, er könne das Benzin bedenkenlos tanken. Aufgrund der Unbedenklichkeitsliste, die bei der Deutschen Automobil Treuhand unter www.dat.de verfügbar ist, gelten 93 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge als E10-tauglich, doch ob bei den Verbleibenden ein einmaliges falsches Tanken den Motor schädigt, ist bislang nicht bekannt. Dies versucht der ADAC mit einer Testreihe derzeit herauszufinden.

Für zusätzliche Verunsicherung hatten Berichte gesorgt, nach denen das E10-Benzin womöglich schädlicher sei als bisher angenommen. Thomas Brüner, der Leiter der Motorenentwicklung bei BMW, hatte am 6. März in der Welt am Sonntag gesagt, dass bei einer Verwendung von E10 vermutlich die Wartungsintervalle für den Ölwechsel verkürzt werden müssen. Auf diese Frage wollen sich BMW und Daimler nun in einer gemeinsamen Forschungsgruppe konzentrieren. Andreas Keßler, der für das ZDF in der Sendung Wiso regelmäßig Autofragen erörtert, sieht vor allem im erhöhten Wasseranteil eine Gefahr. So würde die Schmierfähigkeit zurückgehen. Im Winter könne deswegen bei Kurzstrecken unter starkem Frost ein Einfrieren der Ölpumpe verursacht und so ein Motorschaden ausgelöst werden.

Derzeit sind in manchen Raffinerien die Tanks mit E10-Benzin gefüllt, doch der Absatz ist rückläufig. Weniger als ein Drittel der von PCK in Schwedt an der Oder im Februar produzierten E10-Menge sei an die Tankstellen ausgeliefert worden und im März sei das Interesse weiter gesunken, teilten Firmensprecher der Mineralölwirtschaft mit. „Jetzt geht nur noch etwa ein Viertel der bestellten E-10-Menge weg. Die Tendenz ist weiter rückläufig“, sagte Vica Fajnor von PCK, einem Gemeinschaftsunternehmen von BP, Shell, Eni und Total.

Themenverwandte Artikel

Weblink

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 16, 2006

EU-Richtlinie: Hinterer Unterfahrschutz für LKW

EU-Richtlinie: Hinterer Unterfahrschutz für LKW

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:02, 16. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

München (Deutschland), 16.12.2006 – Die bestehende EU-Norm für hinteren Unterfahrschutz für Lastkraftwagen ist nach Auffassung des ADAC nicht sicher. Der ADAC stützt sich in seinem Urteil auf eigene Crashtests. Aufgrund zu hohen Abstandes zwischen Boden und Fahrbahn sowie fehlender Verstärkung durch Haltestangen hält der feste Unterfahrschutz der Aufprallgeschwindigkeit eines von hinten auftreffenden Fahrzeuges nicht stand. In den vom ADAC durchgeführten Tests wurde er beim Aufprall einfach abgerissen, das Fahrzeug rutschte unter den LKW. Eine erhebliche Gefahr im EU-Unterfahrschutz für LKW, der in Deutschland bereits gilt, wird darin gesehen, dass dadurch nach wie vor Verkehrsteilnehmer regelrecht geköpft werden können. Der ADAC-Crashtest beweist, dass der vom ADAC entwickelte stabilisierte Unterfahrschutz diese Sicherheitslücke ausgleichen würde.

Die EU-Richtlinie für Unterfahrschutz soll im März 2007 in den EU-Staaten in Kraft treten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:EU-Verkehrsrecht

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 1, 2006

ADAC-Mitgliederzahl stark angestiegen

ADAC-Mitgliederzahl stark angestiegen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

ADAC-Mitgliederzahl stark angestiegen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 13:28, 1. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

„Gelber Engel“

München (Deutschland), 01.07.2006 – Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) hat seine Mitgliederzahl auf den Rekordstand von 15,6 Millionen gesteigert. Im vergangenen Jahr traten fast 400.000 Menschen dem größten Verein Deutschlands bei, der Pannenhilfe, Versicherungen, Finanzdienste und andere Dienstleistungen anbietet. Für die Hilfsdienste sowie für Mitgliederzeitschrift und Mitgliederservice gab der ADAC laut Jahresbilanz 488 Millionen Euro aus. Unter dem Strich blieben rund 70 Millionen Euro für Rücklagen übrig. Das Vereinsvermögen stieg nach Angaben von ADAC-Geschäftsführer Stefan Weßling auf 1,2 Milliarden Euro. Bis auf den Bereich Rechtsschutz legten alle Versicherungssparten des ADAC zu. Bei den Testreihen soll es im Herbst eine Neuerung geben. Dann ist erstmals ein Brückentest in Deutschland geplant.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 25, 2006

Kaltes Winterwetter bringt Einschränkungen und Tote

Kaltes Winterwetter bringt Einschränkungen und Tote

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:51, 25. Jan. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 25.01.2006 – Die eiskalte Winterluft, die mit Hoch „Claus“ von Russland nach Mitteleuropa gezogen ist, brachte Erfrierungen, Kältetote und wirtschaftliche Einschränkungen mit sich. Meteorologen erwarten jedoch nicht, dass der Kälterekord vom 21.07.1983 eingestellt wird. Damals wurden minus 89,2 Grad Celsius an der russischen Antarkis-Station Wostok gemessen.

In Deutschland ist die Kälte vor allem im Osten und Südosten stark. So liegen die kältesten Orte Deutschlands mit weniger als minus 30 Grad Celsius in Bayern. In Westdeutschland hingegen sind die Temperaturen nicht so tief.

Deutschland beklagt bereits fünf Kältetote. Das erste Todesopfer war in Salzwedel zu beklagen. Der Mann befand sich nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag leicht bekleidet auf dem Weg von einer Feier, als er erfor. Ein weiteres Opfer wurde aus Hameln gemeldet. Hier erfor am Sonntagmorgen ein angetrunkener Mann zirka zehn Meter von seiner Haustür entfernt. Er hatte sich in einer Hecke und in Stacheldraht verfangen, stürzte und konnte sich nicht mehr befreien. Eine gehbehinderte Frau stürzte im Vorgarten ihres Hauses in Wolfen, als sie zum Briefkasten gehen wollte, sie erfor. Das vierte Opfer ist ein Obdachloser, den Spaziergänger am Montag in einer Schutzhütte im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim am Rheinufer fanden. Als fünftes Opfer wurde ein 63-jähriger Mann aus Brandenburg gemeldet. Er erfror in seiner Wohnung. Die Polizei sagte, in seiner Wohnung hätten minus 15 Grad Celsius geherrscht.

Neben den Todesopfern gab es mehrere kleine bis große Unfälle. So versuchte ein Mann, seine eingefrorene Heizung mit einem Haartrockener wieder in Gang zubringen. Als er für kurze Zeit den Raum verließ, geriet die Wohnung in Brand. Ein Schüler blieb mit seiner Zunge an einem Laternenmast kleben. Die Zunge musste von Einsatzkräften mit warmen Wasser wieder gelöst werden. Der Junge erlitt einen Schrecken und blutige Lippen.

Die zweistelligen Minustemperaturen brachten aber nicht nur den Ärzten mehr Arbeit. Der ADAC sagte: „Wir werden zu fast doppelt so vielen Pannen gerufen wie normalerweise.“ Der Schiffsverkehr musste auch teilweise eingestellt werden. So ist die Oder nicht mehr schiffbar, und der Main-Donau-Kanal wurde zwischen Nürnberg und Mühlhausen gesperrt. Trotz der Eisschichten auf den Flüssen warnten die Behörden in Hamburg dennoch vor dem Betreten des Eises. Die Eisschicht sei noch zu dünn.

Nicht nur Deutschland hat mit den Temperaturen zu kämpfen. In Paris erfor ein Obdachloser. In Polen forderte „Claus“ bereits 39 Tote. Die Ukraine meldete bisher 77 Opfer. Um Erfrierungen entgegenzuwirken, wurden in Polen für Obdachlose und Mitarbeitern der Stettiner Werft Kohlebecken zum Wärmen aufgestellt. In Masuren, in Nordpolen fiel die Gasheizung aus. In Teilen des Landes wurde der Schulbetrieb eingestellt.

In Bulgarien wurden neben unbeheizten Schulen auch der Flughafen von Plowdiw und der Donauhafen Russe geschlossen. Griechenland musste Inlandsflüge, den Fährbetrieb auf der Ägäis und den Tourismus auf der Akropolis einstellen.

In Polen wurde am Sonntag an der Pumpstation Drozdowicze ein Ausfall von 34 Prozent gemeldet. Die Pumpstation pumpt russisches Erdgas aus der Pipeline an der ukrainischen Grenze ab. Russland selbst hatte schon zuvor angekündigt, dass es auf Grund der starken Kälte, zu Problemen beim Gas-Export kommen könne. Polen hat nun die Gaslieferung für die Wirtschaft etwas eingeschränkt, damit es keine Probleme bei der Lieferung an die Haushalte gibt. Grund für den Druckabfall war eine Entnahme der Ukraine aus der Pipeline. Gasprom hatte schon die Einspeisung für die europäischen Abnehmer um 35 Millionen Kubikmeter pro Tag erhöht, jedoch soll die Ukraine in den letzten vier Tagen bis zu 226 Millionen Kubikmeter zusätzlich abgezapft haben.

Auch Georgien kämpft mit Gasproblemen. Durch die Kälte ist die Nachfrage gestiegen, jedoch wurden die Pipelines zwischen Russland und Georgien zerstört. Nun wird Gas über das Nachbarland Aserbeidschan importiert. Es deckt aber dennoch nicht die Nachfrage.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 22, 2005

Winterreifen bisher nicht Pflicht, aber empfehlenswert

Winterreifen bisher nicht Pflicht, aber empfehlenswert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:07, 22. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Berlin (Deutschland), 22.10.2005 – Mit Beginn der kalten Jahreszeit in Deutschland appellieren Experten an die Autofahrer, Winterreifen aufzuziehen. Die Abstimmung im Bundesrat zu einer Winterreifenpflicht fand wegen der Neuwahlen zwar nicht statt, dürfte aber bis zum nächsten Winter nachgeholt werden.

Dann werden bei Eis und Schnee Winterreifen vorgeschrieben, die als Qualitätsmerkmal mit einem Schneekristall markiert sind. Außerdem soll die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern auf vier Millimeter angehoben werden. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 20 Euro, bei Behinderung Anderer 40 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Es war auch bisher schon Pflicht, sein Fahrzeug den Witterungsverhältnissen entsprechen auszurüsten. Bei Unfällen auf winterlichen Straßen wurde Fahrern mit Sommerreifen mitunter alleine deswegen eine Mitschuld angerechnet.

Winterreifen sind ab Temperaturen unter sieben Grad Celsius zu empfehlen. Ihre Gummimischung bleibt gegenüber der von Sommerreifen auch dann noch weich und bietet dadurch allgemein eine bessere Traktion. Durch spezielle Lamellen, die sich in die Fahrbahn verkrallen können, wird sie zusätzlich erhöht.

Wer die Kosten scheut, sollte sich die möglichen Kosten eines Unfalls vor Augen halten. Außerdem verschleißen die Sommerreifen entsprechend weniger, was die Kosten wieder reduziert. Eine separater Satz Felgen für die Winterreifen spart zusätzlich Kosten beim Reifenwechsel.

Der ADAC gibt Tipps zum Umgang mit den unbenutzen Reifen. Sie sollten markiert werden, damit sie beim nächsten Wechsel wieder an die richtige Stelle montiert werden. Bei unterschiedlichem Verschleiß können aber auch die hinteren mit den vorderen Reifen (paarweise) getauscht werden. Nachdem etwaige Fremdkörper aus dem Profil entfernt sind, sollten die Reifen bei einem um 0,5 bar erhöhten Luftdruck kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Reifen ohne Felgen müssen aufrecht stehen, mit Felgen können sie wahlweise aufgehängt oder gestapelt aufbewahrt werden.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 14, 2005

München: Großalarm wegen vermeintlichen Zeppelinbrandes

München: Großalarm wegen vermeintlichen Zeppelinbrandes

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

München (Deutschland), 14.10.2005 – Am Donnerstagabend, den 22.09.2005 wurde in München ein Großalarm ausgelöst. Verantwortlich für den Alarm waren aufgeregte Bewohner von München-Feldmoching. Sie alarmierten über Notruf Feuerwehr und Polizei. Gemeldet wurde ein brennender Zeppelin, der über Feldmoching abzustürzen drohte. Selbstverständlich rückte ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften aus. Gefahr war in Verzug. Auch der ADAC-Rettungshubschrauber wurde alarmiert und flog zum vermeintlichen Unglücksort.

Dort angekommen, stellten die Rettungskräfte einen Fehlalarm fest. In der Luft befand sich ein so genanntes Heißluftschiff. Es sieht äußerlich wie ein Zeppelin aus, ist 41 Meter lang und 12,8 Meter breit, wird aber angetrieben wie ein Heißluftballon, nämlich mit erwärmter Luft. Sobald das Heißluftschiff in der Luft nachgeheizt wird, sieht es von weitem in der Abenddämmerung aus, als ob die Unterseite des Schiffes brennen würde. Der Antriebsmotor gleicht dem von Ultraleicht-Flugzeugen. Es ist 40 Kilometer pro Stunde schnell. Befindet sich nur eine Person an Bord, in dem Fall dann der Luftschiffführer, hat es eine Reichweite von drei Stunden, also maximal 120 Kilometer. Befinden sich vier Personen an Bord des Luftschiffes, kann es nur eine Stunde in der Luft bleiben. Mehr als vier Personen können nicht mitfahren.

Das vollbesetzte Luftschiff befand sich auf einem Rundflug über dem Oktoberfest. Auf einer Wiese im Wohngebiet von Feldmoching war es zwischengelandet. Der Luftschiffführer ließ einen Fahrgast aussteigen, der Besitzer der Wiese stieg ein, und das Schiff startete zu einem erneuten Rundflug. Bei der Rückkehr zur Wiese kamen die Alarmanrufe. Der Luftschifffahrer konnte eine Genehmigung des Wiesenbesitzers für die Landung nachweisen, alle notwendigen Papiere waren vorhanden, auch besaß er eine Fahrerlaubnis für das Luftgefährt. Trotzdem hätte er nicht in einem Wohngebiet starten und landen dürfen. Die Polizeidienststelle übergab daher den Vorgang an das zuständige Luftfahrtamt Südbayern, um Ermittlungen gegen den Luftschiffführer einzuleiten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
  • Themenportal Brände

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 30, 2005

Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung für waghalsigen Hubschrauberpiloten

Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung für waghalsigen Hubschrauberpiloten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Uelzen (Deutschland), 30.09.2005 – Eine Bewährungsstrafe erhielt heute ein Angeklagter vor dem Amtsgericht Uelzen, der in einem waghalsigen Manöver eine Brücke unterfliegen wollte und anschließend abgestürzt war. Der Hubschrauberpilot war mit einem Rettungshelikopter bei Bad Bevensen (Landkreis Uelzen) in den Elbe-Seitenkanal gestürzt, dabei kam der ebenfalls an Bord befindliche Notarzt ums Leben. Zwar unternahm der Pilot noch mehrere Tauchversuche zur Rettung, doch der Arzt ertrank.

Der Richter verurteile den Mann zu einem Jahr und sieben Monate, außerdem muss er der Witwe des Arztes 5.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Als Motiv nannte der Pilot am Anfang der Verhandlung, er wollte „toll“ sein.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
  • Prozessauftakt wegen Todesflug eines ADAC-Hubschraubers (07.09.2005)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 7, 2005

Prozessauftakt wegen Todesflug eines ADAC-Hubschraubers

Prozessauftakt wegen Todesflug eines ADAC-Hubschraubers

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 15:02, 7. Sep. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Uelzen (Deutschland), 07.09.2005 – Seit heute steht ein 38-jähriger ehemaliger Hubschrauberpilot vor dem Amtsgericht Uelzen. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft macht ihn für den Tod eines Notarztes verantwortlich.

Der als erfahren und zuverlässig geltende Pilot soll durch einen riskanten Tiefflug mit dem ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 19“ am 20. Januar 2003 den Tod des Arztes verschuldet haben. Der Hubschrauber befand sich auf dem Rückflug von einer Unfallklinik in Hamburg zu seinem Standort in Uelzen. Er war damals in den Elbe-Seitenkanal im Landkreis Uelzen gestürzt, nachdem er aus Sicht der Staatsanwaltschaft ohne Grund unter einer Kanalbrücke hindurchgeflogen war. Unmittelbar danach war er in den Kanal gestürzt und unter den Eisschollen verschwunden.

Der Pilot und ein Rettungsassistent konnten sich aus eigener Kraft aus dem Hubschrauber retten, der 36-jährige Notarzt ertrank im Kanal. Ein Autokran barg den Hubschrauber erst fünf Stunden nach dem Absturz aus dem Wasser. Die Bergung hatte sich so lange verzögert, weil die Maschine ständig kanalabwärts trieb.

Die Braunschweiger Flugunfallermittlungsstelle kam nach dem Abschluss der Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass der Absturz ohne diesen Tiefflug nicht passiert wäre.

Ein wichtiger Zeuge in dem Prozess ist neben dem Sachverständigen ein Jogger, der sich während des Absturzes in unmittelbarer Nähe befand. Der Verteidiger des Piloten bestritt vor Gericht, dass der Tiefflug zum Absturz geführt hatte. Er gab an, der Hubschrauber hätte ein Getriebeproblem gehabt und deswegen so tief geflogen.

Seit dem Absturz legt der ADAC auf die psychischen Tests für die Piloten noch größeren Wert als zuvor. Das Urteil in dem Prozess wird in fünf Tagen erwartet. Der Hubschrauberpilot befindet sich seit Januar 2003 in psychologischer Behandlung.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 1, 2005

Nach Hurrikan „Katrina“: Benzinpreise explodieren

Nach Hurrikan „Katrina“: Benzinpreise explodieren

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:37, 2. Sep 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Hamburg (Deutschland) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 01.09.2005 – Die Förderungsausfälle der vom Hurrikan „Katrina“ zerstörten Förderanlagen im Golf von Mexiko sowie der Raffinerien an der amerikanischen Golfküste bilden den Hintergrund für den Anstieg der Kraftstoffpreise in Deutschland.

Der Mineralölkonzern Total läutete heute eine weitere Runde von Benzinpreiserhöhungen ein. Total ging zunächst mit einer Preiserhöhung um vier Cent pro Liter Benzin voran. Dieselkraftstoff wurde um zwei Cent verteuert. Die anderen Mineralölfirmen Aral, Shell und Esso folgten später diesem Beispiel.

Der Preis für Superbenzin stieg in zwei Tagen um bis zu zwölf Cent auf jetzt 1,42 Euro pro Liter. Schon gestern hatte der Durchschnittspreis rund 1,38 Euro pro Liter Super erreicht. Diesel verteuerte sich insgesamt auf 1,18 pro Liter.

Nach Angaben des ADAC war der 31. August 2005 der Monat mit den höchsten Kraftstoffpreisen in der deutschen Geschichte: „Nie zuvor mussten die Autofahrer für Sprit mehr bezahlen.“ Nach Angaben des ADAC gebe es keine Grundlage für die jüngsten Preiserhöhungen. Dies zeige auch das Beispiel Österreich, wo der Benzinpreis in den letzten Tagen stagniert habe. Der ADAC rechnet daher mit einem Nachgeben der Kraftstoffpreise in den nächsten Tagen.

US-Präsident George W. Bush gab gestern die strategische Ölreserve frei, um die Ölpreise zu stabilisieren. Dies gelang, wenn auch auf einem hohem Niveau über 68 Dollar pro Barrel. Der ruckartige Preisanstieg beim Benzin erklärt sich durch die ebenfalls eingeschränkten Raffineriekapazitäten. Die USA müssen zusätzlich Kraftstoff am Rotterdamer Markt einkaufen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Ölpreis

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 27, 2005

Top oder Flop: Die Führerscheinklasse S

Top oder Flop: Die Führerscheinklasse S

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hamburg (Deutschland), 27.03.2005 – Eine neue EU-Regelung ermöglicht es Jugendlichen ab 16 Jahren seit dem 01.02.2005, den neuen Führerschein Klasse „S“ zu erwerben. Damit dürfen spezielle Leichtkraftfahrzeuge oder Quads bzw. Trikes im Straßenverkehr mit höchstens 45 Kilometer pro Stunde bewegt werden. Der ADAC, TÜV und diverse Fahrlehrer hatten schon vor der Einführung vor den Unfall- und Sicherheitsrisiken durch den S-Schein gewarnt.

Lars Zühlke von der „Auto-BILD“ in Hamburg hat sich nun ebenfalls zu Wort gemeldet. Den Erfahrungen der ersten Wochen nach Einführung zufolge erfülle die Führerscheinklasse „S“ nicht die Erwartungen, die die EU-Politiker in sie gesetzt hätten.

So gibt es laut Zühlke in Deutschland kaum Fahrschulen, die den Unterricht in der S-Klasse anbieten. Begründet werde dies mit der nicht vorhandenen Nachfrage nach diesem Führerschein.

Die hauptsächliche Ursache für die mangelnde Akzeptanz sieht Zühlke in erster Linie in der Kostenfrage. Dies gelte für Fahrlehrer wie Fahrschüler: Die Jugendlichen sähen keinen Anlass, für diesen Führerschein zwischen 700 und 900 Euro zu bezahlen, wenn zwei Jahre später der S-Führerschein auf den B-Führerschein mit Erreichen des 18. Lebensjahres nicht angerechnet wird.

Die Fahrschulen wiederum müssten erst einmal Fahrzeuge für den S-Klassen-Unterricht anschaffen, wofür rund 10.000 Euro pro Auto fällig seien. Ob sich die Kosten amortisieren, wenn keine Nachfrage besteht, sei mehr als fraglich, so Zühlke.

In Kreisen der Fahrlehrerverbände werde nun bereits ganz offen über die Abschaffung des S-Führerscheins diskutiert. Nachdem das neue Gesetz aber bereits zum 01.02.2005 europaweit eingeführt wurde, sei eine Abschaffung wenig wahrscheinlich. Viel eher werde dieser Führerschein „sang- und klanglos“ einschlafen und kaum noch die Rede davon sein, meint der Experte.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »