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December 3, 2007

Feldversuch in NRW für versetzt liegende Warnschwellen an Autobahnbaustellen gestartet

Feldversuch in NRW für versetzt liegende Warnschwellen an Autobahnbaustellen gestartet

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Veröffentlicht: 21:03, 3. Dez. 2007 (CET)
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Düsseldorf (Deutschland), 03.12.2007 – Nordrhein-Westfalen setzt als erstes Bundesland im Feldversuch versetzt liegende Warnschwellen an Autobahnbaustellen ein. Verkehrsteilnehmer, die mit zu hoher Geschwindigkeit diese überfahren, werden wachgerüttelt, und zwar ohne Beschädigung der Fahrzeuge, so dass sie rechtzeitig vor der Verengung den Fahrstreifen wechseln können.

Hintergrund ist die Tatsache, dass sehr viele Mitarbeiter der Autobahnmeistereien oder auch Straßenarbeiter bei Unfällen sehr schwer verletzt wurden oder gar ums Leben kamen, weil ein Verkehrsteilnehmer nicht mit angepasster Geschwindigkeit und der notwendigen Sorgfalt unterwegs war. Sollte sich dieser Feldversuch von NRW bewähren, steht eine Einführung in ganz Deutschland zur Disposition. Auch eine übergreifende Übernahme von der gesamten Europäischen Union durch eine entsprechende Verordnung wäre dann denkbar.

Weniger bekannt ist auch der Abstandswächter. In der Frontscheibe des Fahrzeugs ist ein Sensor eingebaut, welcher den Abstand zum Vordermann, den seitlichen Abstand überwacht und gleichzeitig die Geschwindigkeit zum Vordermann berechnet. Gegebenenfalls leitet der Abstandswächter nach fehlender Reaktion auf optische (LED) und akustische Warnsignale eine Teilbremsung ein, um einer drohenden Kollision vorzubeugen und den alten Abstand wiederherzustellen. Gegebenenfalls führt er selbständig eine Vollbremsung durch. Zwar kann er eine Kollision nicht vollständig vermeiden, jedoch die Folgen für Mensch und Maschine gering halten.

Ein Spurassistent soll beim gefährlichen Sekundenschlaf oder auch nur einfacher Unaufmerksamkeit durch Übermüdung des Fahrzeugführers ein Abweichen von der eingestellten Fahrspur – meistens nach rechts – verhindern. Auch hier gibt es zunächst ein optisches Signal, anschließend ein akustisches bei fehlender Reaktion – eine Hupe, warnt gleichzeitig andere Verkehrsteilnehmer, dass etwas nicht in Ordnung ist. Anschließend rollt das Fahrzeug auf dem Seitenstreifen aus, wo es zwangsgebremst wird. Auch gibt es Versionen, bei denen der Sitz oder das Lenkrad vibrieren, wenn der Seitenstreifen bzw. die Standspur überfahren werden.

Der Notbremsassistent (Active Brake Assist) von DaimlerCrysler ist vereinfacht ausgedrückt eine Kombination aus Abstandswächter und Spurassistent des Autoherstellers Mercedes Benz. In der Frontscheibe des Fahrzeugs sind drei Sensoren eingebaut, die den Abstand zum Vordermann, den seitlichen Abstand überwachen und gleichzeitig die Geschwindigkeit zum Vordermann berechnen. Die Kosten betragen etwa 1.000 Euro pro Fahrzeug (je nach Typ). Ein nachträglicher Einbau ist möglich.

Quellen

Originäre Berichterstattung
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December 16, 2006

EU-Richtlinie: Hinterer Unterfahrschutz für LKW

EU-Richtlinie: Hinterer Unterfahrschutz für LKW

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Artikelstatus: Fertig 16:02, 16. Dez. 2006 (CET)
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München (Deutschland), 16.12.2006 – Die bestehende EU-Norm für hinteren Unterfahrschutz für Lastkraftwagen ist nach Auffassung des ADAC nicht sicher. Der ADAC stützt sich in seinem Urteil auf eigene Crashtests. Aufgrund zu hohen Abstandes zwischen Boden und Fahrbahn sowie fehlender Verstärkung durch Haltestangen hält der feste Unterfahrschutz der Aufprallgeschwindigkeit eines von hinten auftreffenden Fahrzeuges nicht stand. In den vom ADAC durchgeführten Tests wurde er beim Aufprall einfach abgerissen, das Fahrzeug rutschte unter den LKW. Eine erhebliche Gefahr im EU-Unterfahrschutz für LKW, der in Deutschland bereits gilt, wird darin gesehen, dass dadurch nach wie vor Verkehrsteilnehmer regelrecht geköpft werden können. Der ADAC-Crashtest beweist, dass der vom ADAC entwickelte stabilisierte Unterfahrschutz diese Sicherheitslücke ausgleichen würde.

Die EU-Richtlinie für Unterfahrschutz soll im März 2007 in den EU-Staaten in Kraft treten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:EU-Verkehrsrecht

Quellen

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