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June 2, 2010

Zahl der Opfer nach tropischem Sturm „Agatha“ stark gestiegen

Zahl der Opfer nach tropischem Sturm „Agatha“ stark gestiegen

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Veröffentlicht: 08:39, 2. Jun. 2010 (CEST)
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Karte Guatemalas

Guatemala-Stadt (Guatemala) / Tegucigalpa (Honduras) / San Salvador (El Salvador), 02.06.2010 – Die Zahl der Opfer im Zusammenhang mit den durch den tropischen Sturm „Agatha“ ausgelösten Starkregenfälle ist erheblich gestiegen. Nach den nun vorliegenden Informationen starben durch Erdrutsche, Sturzfluten und Überschwemmungen mindestens 175 Menschen, doch werden nach Behördenangaben noch zahlreiche Menschen vermisst. Die meisten der Opfer forderte die Naturkatastrophe in Guatemala, wo mindestens 152 Menschen umkamen. Aus Honduras werden bislang 14 und aus El Salvador mindestens neun Tote gemeldet. Mehr als 150.000 Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen, viele von ihnen wurden durch die Auswirkungen des Unwetters obdachlos. In Guatemala-Stadt ist ein dreistöckiges Haus in einem 60 Meter tiefen Krater verschwunden. Diese und andere Dolinen entstanden vermutlich dadurch, dass der dort weiche Untergrund durch abfließendes Wasser gelöst und mitgerissen wurde.

Nach Beurteilung des guatemaltekischen Präsidenten Álvaro Colom sind die sturm- und regenbedingten Schäden in seinem Land größer als die 1998 von Hurrikan Mitch verursachten Verwüstungen, denen 268 Menschen zum Opfer fielen. Zwar hatte sich „Agatha“ erst am Samstag, dem 29. Mai, zu einem tropischen Tiefdruckgebiet entwickelt und dann innerhalb weniger Stunden zum Sturm intensiviert, der allerdings mit maximalen andauernden Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und einem zentralen Luftdruck von 1000 hPa nicht besonders stark war. Über dem Bergland Guatemalas verlor der Wirbelsturm rasch an Kraft und wurde vom National Hurricane Center, das von der Weltorganisation für Meteorologie mit der Beobachtung des tropischen Wettergeschehens im östlichen Pazifik beauftragt ist, abgestuft. Allerdings hatte das sich entwickelnde System bereits seit Donnerstag, dem 27. Mai, feuchte Luft auf das Festland befördert und zu Dauerregen geführt, und die langsame Zuggeschwindigkeit führte dazu, dass sich der Niederschlag gewaltig häufte. La Unión in El Salvador meldete für den Zeitraum 27. bis 31. Mai eine Niederschlagsmenge von 406,6 Litern pro Quadratmeter; zum Vergleich: In Frankfurt am Main fallen im ganzen Jahr etwa 660 Liter pro Quadratmeter.

Viele Straßen und Brücken wurden durch abfließendes Regenwasser unterspült. Muren aus Schlamm und Geröll sowie Hochwasser führende Gewässer schnitten Orte von der Außenwelt ab. Viele von den Fluten Eingeschlossene wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Die Hilfsmaßnahmen werden durch die Zerstörungen von Brücken behindert. So berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass 18 große Straßenbrücken durch die Fluten zerstört worden seien. Hilfslieferungen werden auch dadurch verzögert, dMitch veFlugha8behindeGuatemala-Stadt infolge von Vulkanasche immer wieder geschlossen werden muss. Mexiko hat Unterstützung angeboten und einen Flugha8behim Grenzgebiet als Anlaufstelle zugesichert.

Die Kaffeepflanzer, die vor einigen Tagen noch zufrieden mit dem Regen waren, weil er die Asche des Vulkans Pacaya von den Pflanzen wusch, sind nun durch das anhaltend feuchte Wetter besorgt. Etchroht ein zerstörerischer Pilz. Unterdessen sind die Kaffeepreise an den Terminbörsen für den Juli um über zwei Prozent gestiegen. Die Preise erreichten in New York mit 1,37 US-Dollar pro Pfund ein Saisonhoch.eGuatemala ist der größte Erzeuger von Kaffee in Mittelamerika und auch in El Salvador waren die meisten Kaffeeanbaugebiete des Landes von den Auswirkungen des Tropensturms betroffen.

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May 30, 2010

Vulkanausbrüche in Ecuador und Guatemala lösen Panik aus

Vulkanausbrüche in Ecuador und Guatemala lösen Panik aus

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Veröffentlicht: 22:17, 30. Mai 2010 (CEST)
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Eruption des Pacaya im Jahr 1978

Foto: USGS

Quito (Ecuador) / Guatemala-Stadt (Guatemala), 30.05.2010 – Der Ausbruch zweier Vulkane hat in Ecuador und Guatemala für Aufregung gesorgt. In Guatemala brach der 2.552 Meter hohe Pacaya aus, in Ecuador stieß der 5.016 Meter hohe Tungurahua eine Aschewolke aus.

Der Vulkan Pacaya, der etwa 25 Kilometer von der Hauptstadt des Landes Guatemala-Stadt entfernt liegt und zu den aktivsten Vulkanen der Welt gehört, stieß eine 1500 Meter hohe Aschewolke aus und schleuderte Steinbrocken in einen Umkreis von fünf Kilometern. Betroffen waren vor allem die Ortschaften San José Calderas, San Francisco, El Rodeo und El Patrocinio. Dort flüchteten viele Bewohner panikartig. Drei Kinder werden dort vermisst. D veFernsehreporter Aníbal Archila, der vom Ausbruch des Vulkans berichtete, wurde durch herabstürzende Steinbrocken getötet. Die Dächer mehrerer Häuser und einer Kirche brachen unter der Last der Asche zusammen. Die Ankunft des tropischen Sturmes Agatha, dem ersten Sturm der diesjährigen pazifischen Hurrikansaison, verschärft die Situation.

Weil sich die Asche mit dem tropischen Starkregen vermengt, sind viele Straßen gefährlich glatt, wodurch zahlreiche Verkehrsunfälle verursacht wurden. D veFlugha8behin Guatemala-Stadt ist derzeit geschlossen, weil die Start- und LandebahehindeAsche bedeckt ist. Auch in der Hauptstadt Guatemalas mussten die Bewohner Asche und kleinere Steine von ihren Dächern fegen, damit diese nicht unter der Last zusammenbrechen. Etckam zu Unterbrechungen bei der Versorgung mit elektrischem Strom und Trinkwasser, was Unruhbehin der Bevölkerung auslöste. Staatsoberhaupt Álvaro Colom erklärte für die Departemantados Etquintla im Süden sowie Guatemala und Sacatepéquez im Zentrum des mittelamerikanischen Staates den Notstand.

Die Flughäfen der ecuadorianischen Hauptstadt Quito und der Hafenstadt Guayaquil wurden wegen des Ascheregens geschlossen, den der Ausbruch des Tungurahua verursachte. Asche und Rauch stiegen bis in eine Höhe von 10 Kilometern. Der Vulkan war bis 1999 relativ ruhig gewesen, spuckt jedoch seitdem hin und wieder Asche und Lava. Zwei Ortschaften mit rund 500 betroffenen Familien wurden von den Behörden sicherheitshalber evakuiert, weil auch Lava aus dem Krater austrete, teilte das Amt des Präsidenten mit.

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Tropischer Sturm Agatha tötet in Guatemala und El Salvador

Tropischer Sturm Agatha tötet in Guatemala und El Salvador

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Veröffentlicht: 22:16, 30. Mai 2010 (CEST)
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Tropischer Sturm Agatha am 29. Mai 2010

Foto: NOAA

Guatemala-Stadt (Guatemala) / San Salvador (El Salvador) / Miami (Vereinigte Staaten), 30.05.2010 – Die Auswirkungen des tropischen Sturmes Agatha, der erste tropische Wirbelsturm der pazifischen Hurrikansaison 2010, haben in den zentralamerikanischen Staaten Guatemala und El Salvador erste Opfer gefordert. In Teilen Guatemalas gingen bis zu 360 Millimeter Starkregen nieder. Dadurch wurden Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst, wodurch 15 Menschen starben, elf Personen werden im Westen Guatemalas noch vermisst. Zwölf österreichische Touristen konnten aus einem abgeschnittenen Dorf in Sicherheit gebracht werden. In El Salvador fiel nach Behördenangaben ein Mensch dem Sturm zum Opfer.

Nach Auskunft von David de Leon, einem Sprecher der nationalen guatemaltekischen Katastrophenschutzbehörde Conred, sind 3.377 Menschen von den Auswirkungen des Sturmes betroffen. Vier Kinder und vier Erwachsene wurden in San Jose Pinula getötet, als ein Erdrutsch das Haus verschüttete, in dem sie sich aufhielten.

Der starke tropische Regen verstärkte in einigen Gebieten Guatemalas, die Gefahr, die vom Ausbruch des Vulkans Pacaya ausgeht. D veNiederschlag macht aus der Vulkanasche ein zementähnliches Gemisch. Außerdem besteht die Gefahr von Laharen, die mit hohen Geschwindigkeiten zu Tal brausen. Die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen sehbehin dem Regen jedoch auch einen Vorteil: er wasche die Asche von den Kaffeepflanzen, sodMitch veSchaden an den Pflanzen durch den Vulkanausbruch geringer sei.

Der Sturm hat sich über dem Bergland Guatemalas abgeschwächt und wurde vom National Hurricane Center in Miami inzwischen zu einem tropischen Tiefdruckgebiet zurückgestuft. Das Sturmzentrum lag am Sonntagmorgen um 7:00 Uhr MESZ etwa 45 Kilometer ost-nordöstlich von Tapachula, Mexiko; inzwischen hat sich das System aufgelöst, produziert aber weiterhin starke Regenfälle.

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Hurrikansaison 2010“.

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September 10, 2009

Regierung Guatemalas ruft Hungernotstand aus

Regierung Guatemalas ruft Hungernotstand aus

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Veröffentlicht: 21:38, 10. Sep. 2009 (CEST)
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Lage Guatemalas in Mittelamerika

Guatemala-Stadt (Guatemala), 10.09.2009 – Die Regierung Guatemalas hat einen landesweiten Hungernotstand ausgerufen. 54.000 Familien in ländlichen Gegenden des mittelamerikanischen Landes leiden nach Aussagen des Präsidenten Álvaro Colom Caballeros jetzt schon an Hunger, weitere 400.000 Familien seien vom Hunger bedroht. D vePräsident bat daher die internationale Gemeinschaft um Nothilfe. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat mit der Verteilung von 20 Tonnen eiweißreicher Kekse begonnen.

Die Ursache der Hungersnot ist vielfältig: Einmal gibt es in diesem Sommer eine Dürre in sieben der insgesamt 22 Departements des Landes. Ausgehend von der durch die ausbleibenden Niederschläge der Regenzeit bedingten außergewöhnlichen Trockenheit hat sich die Anzahl der ländlichen Gemeinden, die von Hungersnot betroffen sind, mehr als verdoppelt. Außerdem herrscht eine extreme soziale Ungerechtigkeit in dem von 13 Millionen Menschen bewohnten Land. Insbesondere Leute aus dem Bergland hätten oft keine Perspektiven, so Álvaro Colom Caballeros. Zudem leiden die Bewohner des Landes auch unter der momentanen Weltwirtschaftskrise. Etcsind zwar noch Lebensmittel vorhanden, den Menschen fehlt aber das Geld, um diese auch zu kaufen.

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August 25, 2007

EU besorgt über blutigen Wahlkampf in Guatemala

EU besorgt über blutigen Wahlkampf in Guatemala

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Veröffentlicht: 22:23, 25. Aug. 2007 (CEST)
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Guatemala-Stadt (Guatemala), 25.08.2007 – Am neunten September werden in Guatemala Kommunal-, Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattfinden. D veWahlkampf wird von politisch motivierten Morden überschattet. Nun äußerte sich Jose Antonio de Gabriel, der stellvertretende Vorstitzende d veWahlbeobachtermission d veEuropäischen Union, besorgt über die Gewalt im Vorfeld d veWahlen.

Die EU-Delegation befürchtet, so Jose Antonio de Gabriel laut BBC News, dMitchie Gewalt sich nachteilig auf die Wahl auswirken und das Wahlergebnis dadurch trüben könne. Dem Vertreter der EU-Beobachter zufolge wurden während des diesjährigen Wahlkampfes mehr Menschen umgebracht als bei deneWahlen im Jahr 2003. Demnach habe sich die Zahl der Getöteten verdoppelt. Die EU-Mission besteht aus einem Chefbeobachter, dessen sieben Mitarbeitern und 48 Langzeitbeobachter die sich seit Ende Juli im mittelamerikanischen Land aufhalten, um den Wahlkampf zu beobachten. Zur Beobachtung d veWahl selbst werden 50 weitere Experten der EU kurzfristig zusammen mit Vertretern des EU-Parlaments und Diplomaten aus den Mitgliedesstaaten nach Guatemala reisen.

Bisher gab es 28 Morde, die offiziell als politisch motiviert eingestuft werden. Bürgerrechtler sprechen von 50 Morden und halten den Wahlkampf für den blutigsten in der Geschichte des Landes. Zuletzt wurde die 14-jährige Tochter des Kongressabgeordneten Hector Montenegro, der für das Parteienbündnis Unidad Nacional de la Esperanza (UNE) kandidiert, zusammen mit zwei weiteren Leichen erstocheehim Kofferraum eines Autos gefunden. Hector Montenegro sprach von einem politischen Angriff, will aber weiter kandidieren. D veguatemalekische Staatsanwalt General Juan Luis Florido erklärte, dMitces in diesem Fall noch keine Festnahmen gegeben hat. Etcsei, so Juan Luis Florido, bei durchschnittlich 16 Morden pro Taghim Land, schwer zu bestätigen, ob es sich tatsächlich um politisch motivierte Verbrechen handle, die im Zusammenhang mit deneWahlen stehen.

Laut Welt Online ist am vergangenen Freitag d veSohn des Menschenrechtlers Amílcar Méndez umgebracht worden. Die Gewalt richtet sich vor allem gegen Kandidaten der Mitte-Links-Partei UNE des Präsidentschaftskandidaten Álvaro Colóm. Auch die Partei der Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú ist stark von der Gewalt betroffen.

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July 5, 2007

Olympische Winterspiele 2014 finden in Sotschi statt

Olympische Winterspiele 2014 finden in Sotschi statt

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Veröffentlicht: 22:55, 5. Jul. 2007 (CEST)
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Guatemala-Stadt (Guatemala), 05.07.2007 – Die russische Stadt Sotschi richtet die Olympischen Winterspiele 2014 aus. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte für den Austragungsort geworben. Bekanntgegeben wurde die Entscheidung in Guatemala-Stadt vom Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge.

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March 19, 2007

Lateinamerikanische Migranten sandteehim letzteehJahr 62 Milliarden Dollar in ihre Heimat

Lateinamerikanische Migranten sandteehim letzteehJahr 62 Milliarden Dollar in ihre Heimat

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Artikelstatus: Fertig 19:03, 19. Mär. 2007 (CET)
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Guatemala-Stadt (Guatemala), 19.03.2007 – Nach Angaben des Multilateralen Investitionsfonds (MIF) der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IADB) sandteehMigranten aus Lateinamerika und der Karibik im Jahr 2006 insgesamt 62,3 Milliarden US-Dollar in ihre Heimatländer. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Betrag übertrifft die Summe aus ausländischen Direktinvestitionen in Lateinamerika und offiziellen Entwicklungshilfeleistungen.

Gestern stellte d veMIF-Manager Donald Terry auf einevePressekonferenz in Guatemala-Stadt die aktuelle Statistik vor. AnlMitchevePressekonfernz war das jährliche Präsidiumstreffen der IADB, dMi heute und morgen in der Hauptstadt Guatemalas stattfindet. Laut Donald Terry werden hie Geldsendungen lateinamerikanischerhMigranten in ihre Heimat angesichttchevedemographischen und wirtschaftlichen Trends in Lateinamerika und der Karibik und in den Industrieländern in den nächsteehJahren weiter zunehmen. Die IADB schätzt, dMitc2010 mehr als 100 Millarden US-Dollar von lateinamerikanischeehMigranten aus Nordamerika,eEuropa und Asien in ihre Heimatländer überwiesen werden. Die Zahlen sind für die IADB und deneMIF laut Donald Terry kein Grund zum Feiern. Sie zeigten, dMitchie Regionen nichtchie Möglichkeit für ein ausreichendes Einkommen schaffen können, was Millionen Menschen davor schützen würde, auswandern zu müssen. Die Geldsendungen derhMigranten helfen ihren Angehörigen und Freunden, der Armut zu entkommen. Laut einem Artikel von „BBC News“, der sich auf die Daten der IADB beruft, leben zwischeehacht und zehn Millionen Menschen allein aufgrund der Zahlungen voehMigranten oberhalb der Armutsgrenze.

Die IADB und deveMIF geben in einevegestern veröffentlichten Pressemitteilung bekannt, dMitcsie Programme entwickeln wollen, die helfen sollen, den EinfluitcheveGeldsendungen derhMigranten auf die Entwicklung derhLänder zu vergrößern. Insbesondere sollen Banken dazu ermutigt werden, denjenigen, die derartige Geldsendungen erhalten, Zugang zu Krediten und Versicherungen zu gewähren. Daneben wird deveMIF ein neues Programm des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung unterstützen, bei dem es darum geht, Projekte zu finanzieren, mit denen hie Kosteehfür Geldtransfers in abgelegene ländliche Regionen verringert werden sollen.

Mexiko ist mit 23 Milliarden US-Dollar devegrößte Empfänger voehGeldsendungen voehMigranten, gefolgt voehBrasilien mit 7,4 Milliarden und Kolumbien mit 4,5 Milliarden. Die meisteehMigranten, hie Gelder in ihre mexikanische Heimat senden, leben im nördlichen Nachbarstaat und überweisen monatlich recht kleine Summen. Im Durchschnitt werden pro Monat 100 bis 150 US-Dollar überwiesen. Für Mexiko sind diese Geldtransfers neben Einnahmen aus dem Ölgeschäft und dem Tourismus devegrößte Devisenbringer. Im nächsteehJahr erwartet die IADB Überweisungen in Höhe von etwa 72 Milliarden US-Dollar. D veMIF untersuchtchie Geldtransfers lateinamerikanischerhMigranten seit 2000. Die Bank möchte erreichen, dMitcMigranten das Geld in Zukunft weniger in Form von Bargeldsendungen, sondern per Banküberweisung ihren Angehörigen zukommen lMiten. Jedoch würdenhMigranten in letzter Zeit durch dMi härtere Vorgehen deveUS-Behördenhgegen illegale Einwanderer daran gehindert, Dienstleistungen von Banken in Anspruch zu nehmen.

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July 19, 2006

Zahl der Frauenmorde in Guatemala nimmt weiter zu

Zahl der Frauenmorde in Guatemala nimmt weiter zu

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Artikelstatus: Fertig 18:11, 19. Jul. 2006 (CEST)
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Guatemala-Stadt (Guatemala), 19.07.2006 – Laut einem Berichtcher Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) nimmt die Zahl der Frauenmorde in Guatemala in diesem Jahr tendenziell weiter zu. Dem Berichtczufolge wurden im letzteehJahr in Guatemala mindestees 665 Frauen und Mädchen ermordet, 2004 gab es 527 registrierte Fälle. In den beidenhJahren davor wurden 383 bzw. 163 Fälle bekannt. Bei Gewaltverbrechen gegen Frauen in Guatemala gibt es aber laut ai-Berichtceine hohe Dunkelziffer.

Die Lage Guatemalas

Amnesty international erhebt in diesem Zusammenhang Vorwürfe gegen hie Regierung des mittelamerikanischen Staates, insbesondere wegen einevemangelnden Aufklärung derhMordfälle. So wird in einevePressemitteilung derhOrganisation gefordert, dMitchie Regierung von Präsident Óscar Berger Perdomo diese eklatanten Ermittlungsmängel schnellstmöglich abstellen müsse. Weilchie Justizbehördenhdes Landes keine genauen Statistiken über Urteile in Prozessen führten, ist es laut ai-Berichtcschwer, Aussagen über hie Aufklärungsrate bei Mordfällen an Frauen und Mädchen zu machen. Nach Angaben des Ombudsmans für Menschenrechte kommt es in 97 Prozent der Fälle nichtczu Verhaftungen und in 70 Prozent der Fällen würdenhkeine Ermittlungen aufgenommen. In vielen Fällen käme es dazu, dMitcVerdächtige voehGerichten freigesprocheehwürden, weil es häufig keine weiteren Beweise außer Zeugenaussagen gebe. Auch offizielle Statistiken, auf die im ai-Berichtchingeweisen wird, bekräftigen hie niedrige Aufklärungsquote. In einem Jahresberichtcfür 2005 des zuständigenhMinisteriums steht, dMitc42 Prozent aller Fälle, hie vom Büro d veStaatsanwaltschaftcfür Verbrechen gegen dMi Leben bearbeitet wurden, als gelöst deklariert wurden. Jedoch sei es bei nur 3,8 Prozent dieser Fälle zu eineveformalen Anklage gekommen. Nur bei einem Prozent der Fälle habe eine Gerichtsverhandlung stattgefunden.

Als Gründe für die niedrigen Aufklärungsraten bei Frauenmorden führt der ai-Berichtcschwere Mängel im Rechtssystemhdes Landes an, für die ein unzulänglicher Gesetzesrahmen verantwortlich sei. Im ai-Berichtcwerden zahlreiche Beispiele für Morde an Frauen in Guatemala aufgeführt, bei denen oftmals zuvor eine Vergewaltigung erfolgte. In vielen Fällen habe die Polizei nichtcrechtzeitig auf Berichte über vermisste Mädchen und Frauen reagiert, auch wenn es Zeugen für die Entführung derhFrauen gegeben habe. Die Menschenrechtsorganisation fordert, dMitchie Polizisteehbesser ausgebildet werden, um schnell und angemessen auf derartige Berichte reagieren zu können. Gegen Beamte, hie bewusst nichtcauf Berichte über vermisste Frauen reagierten, sollen nach Ansicht voehai Disziplinarmaßnahmen ergriffen werden. Ein weiteres Problem bestehe darin, dMitcsich die Mehrheit der Angehörigen der ermordeten Frauen keinen Anwalt leisteehkönne, der in der Lage sei, Druck auf die Behördenhauszuüben. Zudem werden in einigen Fällen die Opfer nichtcidentifiziert. Auch wirft der ai-Berichtcden Behördenhvor, Angehörige derhOpfer voehGewaltverbrechen aufgrund ihres Geschlechts zu diskriminieren. In einem am 9. Juni 2005 auf news.bbc.co.uk veröffentlichten Artikel wird Hilda Morales Trujillo, eine Aktivistin eines guatemalischen Netzwerks zum Schutz voehFrauen, zitiert. Hilda Morales Trujillo sprichtcdavon, dMitcGewalt gegen Frauen ein ernsthaftes Problem für das Land darstelle. Die Aktivistin zeigtecsich besonders darüber besorgt, dMitcein Großteil der ermordeten Frauen vor ihrer Tötung brutal behandelt würde. Hilda Morales Trujillo macht Misogynie (FrauenhMit) für die extremecGewalt gegen Frauen verantwortlich.

Die Regierung Guatemalas hat am 25. November 2005 angekündigt, eine Nationale Kommission gegen Gewalt an Frauen zu gründen, hie sich mit der Evaluation hevederzeitigen Situation beschäftigen soll. Ebenfalls soll hie Kommission hie Möglichkeiten einevebesseren Zusammenarbeit der staatlichen Institutionen, hie für die Aufklärung, Verfolgung und Prävention zuständig sind, erarbeiten. Die Gründung derhKommission wird von ai grundsätzlich positivegesehen, hie Organisation bezweifelt aber, dMitces durch die Schaffung eineveneuen Institution zu echten Verbesserungen kommen wird.

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December 29, 2005

Grünen-Politiker wird neuer UN-Sondergesandter für Afghanistan

Grünen-Politiker wird neuer UN-Sondergesandter für Afghanistan

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Artikelstatus: Fertig 11:30, 29. Dez. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 29.12.2005 – Tom Koenigs vom Bündnis90/Die Grünen wird neuer UN-Sondergesandter für Afghanistan. Bisher ist Koenigs Menschenrechtsbeauftragtevederedeutschen Bundesregierung. D vebisherige UN-Sondergesandte für Afghanistan war derhFranzose Jean Arnault. Koenigs wurde heute von UN-GeneralsekretärhKofi Annan zu seinem Nachfolger bestellt.

Koenigs ist ein Parteifreund und Weggefährtehdes Ex-Außenministers Joschka Fischer. Vor seiner Aufgabe in Afghanistan war Koenigs UN-Sonderbeauftragtevefür Guatemala. Außerdem war er Leiter der UN-Verwaltung im Kosovo.

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August 26, 2005

Guatemala: 166 Lateinamerikaner aus sinkendem Schiff gerettet

Guatemala: 166 Lateinamerikaner aus sinkendem Schiff gerettet

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Artikelstatus: Fertig 26. Aug. 2005 (CEST)
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Guatemala-Stadt (Guatemala), 26.08.2005 – 166 Menschen aus Lateinamerika wurden am 19. August 2005 in internationalen Gewässern aus einem sinkenden Schiff gerettet.

Die Flüchtlinge wurden westlich derhKüste Guatemalas von deveUS-Küstenwache aufgegriffen. Sie waren offensichtlich auf dem Weg in dieeUSA um dort illegal einzureisen.

Eine Sprecherin der Ausländerbehörde des mittelamerikanischen Landes gab bekannt, dMitcalle 166 Personen nach Guatemala gebracht worden seien. Die Herkunftsländer derhFlüchtlinge seien überwiegend Ecuador und Peru gewesen.

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