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August 25, 2012

Oslo: 21 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Massenmörder

Oslo: 21 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Massenmörder

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Veröffentlicht: 14:30, 25. Aug. 2012 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 25.08.2012 – Ende des Prozesses gegen Anders Breivik, den Attentäter von Oslo und Utøya: Das Urteil lautet auf 21 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Breivik ist schuldfähig und wird damit nicht wie von der Staatsanwaltschaft gefordert in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Er ist verantwortlich für die Anschläge in Norwegen bei denen 77 Menschen ums Leben kamen. Es waren überwiegend Teilnehmer eines Zeltlagers einer sozialdemokratischen Jugendorganisation, die von ihm erschossen wurden, nachdem er in Oslo eine Autobombe gezündet hatte. Er wurde am Tag des Anschlags, dem 22. Juli 2011, festgenommen. Seine Motivation war, Norwegen gegen den Islam und den „Kulturmarxismus“ verteidigen zu wollen. Laut einem im November 2011 bekanntgegebenen rechtspsychiatrischen Gutachten war Breivik zur Tatzeit aufgrund einer paranoiden Schizophrenie nicht zurechnungsfähig. Ein zweites Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass Breivik an einer Persönlichkeitsstörung leide, aber zurechnungsfähig sei.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschläge in Norwegen 2011“.

Quellen

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July 12, 2012

Norwegen: Nach Breivik-Anschlägen sollen Anti-Terrorgesetze verschärft werden

Norwegen: Nach Breivik-Anschlägen sollen Anti-Terrorgesetze verschärft werden

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Veröffentlicht: 20:34, 12. Jul. 2012 (CEST)
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Die norwegische Justizministerin Grete Faremo

Oslo (Norwegen), 12.07.2012 – Nach den Anschlägen des rechtsextremen Anders Behring Breivik, bei denen 77 Menschen getötet wurden, will die norwegische Regierung die Möglichkeiten zur Verfolgung von „Solo-Terroristen“ erweitern. Am Donnerstag, zehn Tage vor dem ersten Jahrestag der Anschläge von Oslo und Utøya, übergab die Justizministerin Grete Faremo dem Parlament entsprechende Vorschläge. Die Regierung will vor allem die Vorbereitung von Terrorhandlungen ohne Hilfe anderer künftig als strafbare Handlung einstufen.

Über Jahre hinweg hatte Breivik die Detonation einer Autobombe in Oslo und das Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 unbemerkt vorbereitet. Die Abhör-Möglichkeiten und auch Video-Überwachungen und Kontrollen im Internet könnten für die Polizei und den Geheimdienst PST erweitert werden, erklärte Faremo. Es sei außerdem geplant, die Teilnahme an Terroristen-Camps und auch den Besitz von Materialien, welche sich zur Ausübung von terroristischen Aktionen eignen, unter Strafe zu stellen.

Die sozialdemokratische Ministerin wies darauf hin, dass sich die Regierung noch nicht endgültig festgelegt habe, wie weit sie gehen will. Die Regierung soll sich eine „möglichst offene Debatte“ wünschen. Im nächsten Jahr könnten, nachdem die Anhörungsfrist im November abgelaufen ist, neue Regeln in Kraft treten.

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May 12, 2012

Oslo: Hinterbliebener Kurde schleudert Schuh auf Breivik

Oslo: Hinterbliebener Kurde schleudert Schuh auf Breivik

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Veröffentlicht: 13:22, 12. Mai 2012 (CEST)
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Flying shoe in the air.JPG

Oslo (Norwegen), 12.05.2012 – Am Freitag wurde nach dem Attentäter Anders Behring Breivik während der Verhandlung vom Bruder eines Getöteten ein Schuh geworfen. Der Schuhwerfer, ein Kurde, der aus dem Irak angereist war, um dem Prozess beizuwohnen, rief mehrmals: „Du Mörder, fahr zur Hölle!“ Der Schuh verfehlte sein Ziel und traf eine Verteidigerin von Breivik.

Dem Angeklagten wird in dem Prozess vorgeworfen, zunächst in Oslo durch eine Autobombe acht Menschen ermordet und danach auf der Insel Utøya 69 weitere, zumeist junge Leute erschossen zu haben. Auf der Insel fand damals ein Sommerlager der norwegischen Arbeiterpartei statt.

Sicherheitsleute führten den 20-jährigen Iraker Mustafa Kassim nach dem Schuhwurf aus dem Saal. Kassim selbst zu dem Vorfall: „Ich zog meinen Schuh aus, rief dem Mörder was zu, bekam Augenkontakt und warf den Schuh. Er hat mein Leben und das meiner Familie ruiniert.“ Und weiter: „Ich bin vom Irak nach Norwegen gereist, um im Gericht zu sein. Das war ein enormer Eindruck für mich.“ Die Verhandlung wurde nach dem Zwischenfall für einige Minuten unterbrochen. Einige Zuschauer applaudierten, andere begannen zu weinen. Polizeichef Rune Björsvik sah den Angriff als eine spontane emotionale Reaktion, von dem kein Sicherheitsrisiko ausgegangen sei. Breivik selbst nach der Verhandlungsunterbrechung: „Wenn jemand etwas auf mich werfen will, kann er das tun, wenn ich hereinkomme oder herausgehe.“

Vor allem in arabischen Ländern gilt das Werfen eines Schuhs als Ausdruck tiefster Verachtung.

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April 18, 2012

Oslo: Massenmörder Anders Behring Breivik seit drei Tagen vor Gericht

Oslo: Massenmörder Anders Behring Breivik seit drei Tagen vor Gericht

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Veröffentlicht: 21:19, 18. Apr. 2012 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 18.04.2012 – In Oslo hat am 16. April der Prozess gegen Anders Behring Breivik begonnen, der am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen getötet hat. Er hatte zunächst im Regierungsviertel von Oslo ein Auto zur Explosion gebracht, wodurch sieben Menschen starben, und war dann mit einem Auto zu der etwa vierzig Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegenden Insel Utoya gefahren, wo er insgesamt 70 meist jugendliche Teilnehmer bei einem Sommerlager erschoss. Zahlreiche weitere Personen wurden verletzt, bei der Explosion in Oslo entstand außerdem hoher Sachschaden. Die Staatsanwaltschaft wirft Breivik Terrorismus vor. Im Falle einer Verurteilung muss Breivik mit bis zu 21 Jahren Gefängnis rechnen.

Am ersten Tag des Prozesses verlas die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen Breivik. Am zweiten Prozesstag trug Breivik ein 13-seitiges Dokument vor; er hatte es während der Untersuchungshaft verfasst. 75 Minuten lang äußert sich der Angeklagte. Er besteht auf sein vermeintliches Recht der Selbstverteidigung. Die Staatsanwältin Inga Bejer kontert ihn mit der Frage aus: „Wo haben Sie das Recht her, Norwegen zu verteidigen?“ Das Motiv wird gesucht. Was war der Auslöser für die objektiv sinnlose Gewaltorgie? Mit einem Einsehen des Täters ist nicht zu rechnen: „Ich würde es wieder tun“, sagt Breivik.

Am Mittwoch ging es ins Detail. Die Staatsanwaltschaft hinterfragt Aussagen aus den von Breivik verfassten Zeilen. Immer wieder geht es um den angeblichen Tempelorden. Wenn er in die Enge getrieben ist, kommt immer wieder die Aussage: „Dazu möchte ich nichts sagen.“ Dann kommen auch Aussagen, er habe bei dem ein oder anderem Punkt geschwindelt, den Orden für die Rettung Europas gäbe es nicht und auch nicht die Ritter, die ein Netzwerk gebildet hätten. Schließlich wirft er der Staatsanwältin vor, ihn mit den Fragen lächerlich machen zu wollen. Sie entgegnet, dass sie nur aufklären wolle.

Auf die Frage, ob man nach seiner Tat die Todesstrafe wieder hätte einführen sollen, antwortet er: „Das wäre aus vielen Gründen richtig gewesen. Wenn man diese Sache beurteilt, gibt es doch nur zwei Möglichkeiten: Entweder Freispruch, was unrealistisch ist, oder die Todesstrafe. Ich sehe 21 Jahre Gefängnis als armselige Strafe an.“

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April 10, 2012

Neues Gutachten erklärt Attentäter Breivik als zurechnungsfähig

Neues Gutachten erklärt Attentäter Breivik als zurechnungsfähig

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Veröffentlicht: 22:27, 10. Apr. 2012 (CEST)
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Das Regierungsviertel in Oslo kurz nach dem Bombenanschlag Breiviks

Oslo (Norwegen), 10.04.2012 – Einem neuen Gutachten zufolge ist der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik zurechnungsfähig. Breivik hatte am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet. Zunächst zündete er in der norwegischen Hauptstadt eine Autobombe, womit er die Polizei ablenken wollte. Die Explosion tötete acht Personen und richtete im Regierungsviertel teils erheblichen Schaden an. Danach fuhr Breivik zu der etwa 40 Kilometer vom Zentrum Oslos entfernten Insel, auf der ein Sommerlager der norwegischen sozialdemokratischen Partei stattfand, wo er sich zunächst als Polizist ausgab, bevor er das Feuer auf die meist jugendlichen Teilnehmer eröffnete.

Beide Anschläge hat der 32-jährige Breivik zugegeben und sie als „grausam, aber notwendig“ bezeichnet. Die Tat, die er neun Jahre lang geplant habe, begründete Breivik mit Hass auf den Islam und die regierenden Sozialdemokraten. In einem vor der Tat im Internet veröffentlichten Manifest wandte sich Breivik gegen muslimische Zuwanderer und „Kulturmarxismus“.

Das neue Gutachten der Psychiater Terje Tørrissen und Agnar Aspaas kam damit zu einem anderen Ergebnis, als das im November bekannt gewordene, das Breivik attestiert hatte, er sei paranoid-schizophren. Das Gericht hatte damals ein Gegengutachten angeordnet. Breivik selbst hält sich nach Angaben seines Anwalts für schuldfähig. Er hatte schriftlich gegenüber norwegischen Medien geäußert, die Gutachter Torgeir Husby und Synne Sørheim hätten gelogen und die Feststellungen des ersten Gutachtens seien weitgehend erfunden. Im Prozess, der am 16. April beginnen soll, werden beide Gutachten berücksichtigt.

Sollte das Gericht Breivik für unzurechnungsfähig halten, würde er in eine geschlossene Anstalt eingewiesen, andernfalls käme eine Freiheitsstrafe in Betracht.

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March 9, 2012

Anklageverlesung gegen Attentäter Anders Behring Breivik

Anklageverlesung gegen Attentäter Anders Behring Breivik

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Veröffentlicht: 17:31, 9. Mär. 2012 (CET)
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Das Regierungsviertel in Oslo kurz nach dem Bombenanschlag Breiviks

Oslo (Norwegen), 09.03.2012 – In Oslo wurde am Mittwoch die Anklageschrift gegen den mutmaßlichen Attentäter Anders Behring Breivik verlesen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Breivik, zunächst in Oslo durch eine Autobombe acht Menschen ermordet zu haben und danach auf der Insel Utöya 69 weitere, zumeist junge Menschen erschossen zu haben. Auf der Insel fand damals ein Sommerlager der norwegischen Arbeiterpartei statt. Breivik nahm die Anklage ruhig entgegen. Die Anklage wirft Breivik in der 19 Seiten langen Anklageschrift „Terrorakte“ und „vorsätzliche Tötung“ vor. Nach Angaben von Staatsanwältin Inga Bejer Engh waren 34 der 69 Opfer auf Utöya zwischen 14 und 17 Jahre alt, nur sieben von ihnen waren älter als 25 Jahre. 33 weitere Menschen hatte Breivik mit Schüssen verletzt. Insgesamt tötete Breivik 77 Menschen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Breivik zur Tatzeit unzurechnungsfähig war. Dies belege ein Gutachten, so die Staatsanwaltschaft, das im vergangenen November angefertigt wurde und Breivik „paranoide Schizophrenie“ attestiert. Allerdings will sich die Staatsanwaltschaft vorbehalten, eine normale Haftstrafe zu verlangen, sofern sich neue Erkenntnisse ergeben. Angehörige der Opfer hatten durchgesetzt, dass ein zweites Gutachten angefertigt wird; dieses soll bis zum 10. April vorliegen. Der Prozess gegen Breivik soll am 16. April beginnen.

Breivik selbst hat sich für zurechnungsfähig erklärt. Sein Anwalt Geir Lippestad sagte im norwegischen Fernsehen, sein Mandant sei „enttäuscht“, dass die Staatsanwaltschaft ihn nicht für zurechnungsfähig halte und ihn in eine psychiatrische Anstalt sperren wolle. Breivik „hält sich für straffähig“, so Lippestad. Breivik hatte die Tat gestanden, erklärte sich jedoch für nicht schuldig. In den Verhören hatte Breivik seine Opfer als „Verräter“ bezeichnet, denen die schleichende Islamisierung des Landes zuzuschreiben sei.

Breivik, der bisherige Anhörungen dazu nutzte, sich selbst darzustellen und seinen Kreuzzug gegen die „muslimische Invasion“ Europas und die multikulturelle Gesellschaft zu propagieren, drohen 21 Jahre Haft und nachfolgende Verwahrung. Diese könnte nachfolgend immer wieder verlängert werden, falls Breivik noch als gefährlich gälte.

Unterdessen haben französische und norwegische Polizisten in Carcassonne den Vater des Attentäters befragt. Er sollte Auskunft geben über das Verhältnis zu seinem Sohn und über dessen Kindheit. Der frühere Diplomat Jens Breivik lebt seit seiner Pensionierung in Südfrankreich.

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February 6, 2012

Norwegischer Massenmörder Anders Breivik fordert bei Gerichtstermin in Oslo seine sofortige Freilassung

Norwegischer Massenmörder Anders Breivik fordert bei Gerichtstermin in Oslo seine sofortige Freilassung

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Veröffentlicht: 18:54, 6. Feb. 2012 (CET)
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Oslo (Norwegen), 06.02.2012 – Der rechtsradikale Massenmörder Anders Breivik zeigte sich vor seinem Haftprüfungstermin in Oslo der Öffentlichkeit und den Medien. Im Gerichtssaal forderte er anschließend seine sofortige Freilassung.

Am 22. Juli 2011 hatte er in Oslo einen Bombenanschlag verübt, unmittelbar darauf hatte der Norweger sich auf die Insel Utøya begeben und dort zahlreiche Menschen, vor allem Jugendliche, erschossen. Insgesamt wird er für 77 Morde verantwortlich gemacht. Seit dem blutigen Geschehen befindet er sich in Untersuchungshaft. Mitte April soll der Prozess gegen ihn beginnen.

Breivik bei der Anhörung: „Ich akzeptiere meine Inhaftierung nicht, ich fordere, umgehend freigelassen zu werden.“ Seine Taten bezeichnete er als „vorbeugende Anschläge gegen Staatsverräter“. Breivik hatte vor dem Haftprüfungstermin sein Einverständnis zu Fotoaufnahmen und TV-Bildern gegeben.

Gegenüber der Haftrichterin behauptete er in Anwesenheit von knapp 100 Angehörigen von Opfern und Überlebenden, Norwegen in Notwehr vor einer ethnischen Säuberung bewahrt zu haben. Zwei Gutachten, in denen er als nicht zurechnungsfähig bezeichnet wird, bezeichnete er als lächerlich. Verteidiger Geir Lippestad stellte das Heben der gefesselten Hände seines Mandanten als Versuch eines rechtsradikalen Grußes dar. Für die norwegische Bevölkerung sind die Taten des Mannes weiter unfassbar. Breivik wird wohl weiter die U-Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis nahe Oslo verbringen, die Entscheidung zum Haftprüfungstermin steht noch aus.

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August 22, 2006

Edvard Munch: Räuber bot Gemälde an

Edvard Munch: Räuber bot Gemälde an – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Edvard Munch: Räuber bot Gemälde an

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Artikelstatus: Fertig 20:46, 22. Aug. 2006 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 22.08.2006 – Am 22. August 2004 wurden im Osloer Munch-Museum die Gemälde „Madonna“ und „Der Schrei“ des norwegischen Expressionisten Edvard Munch gestohlen. Jetzt hat sich nach Angaben der norwegischen Tageszeitung „Dagbladet“ vom Montag der norwegische Räuber gemeldet. Er gab bekannt, angeblich die beiden Gemälde zurückgeben zu wollen.

Grund für seinen Sinneswandel ist die Hoffnung auf eine mildere Strafe im Berufungsprozess. Die Urteile wurden im Mai 2006 gesprochen.

Themenverwandte Artikel

  • Munch-Ausstellung im Museum of Modern Art (09.01.2006)
  • Munch-Ausstellung in Dortmund (29.01.2005)
  • Oslo: Prozessbeginn um Raub der Munch-Gemälde (14.02.2006)
  • Oslo: Urteile im Munch-Prozess verkündet (02.05.2006; auch Quelle)

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