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October 20, 2005

Erneut tödlicher Unfall im Böhler Edelstahl Werk

Erneut tödlicher Unfall im Böhler Edelstahl Werk

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Kapfenberg (Österreich), 20.10.2005 – Beim Edelstahlerzeuger Böhler Edelstahlwerk in Kapfenberg in der Steiermark hat sich nach Polizeiangaben vorgestern Morgen gegen 08:40 Uhr erneut ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein 21-jähriger Arbeiter starb. Über das Unglück im April berichtete Wikinews ausführlich. Damals starben fünf Arbeiter beim Stahlabstich.

Ein 21-jähriger Arbeiter des Stahlwerks war mit Wartungsarbeiten beschäftigt. Er geriet zwischen einen Druckstempel und eine Platte einer Stahlpresse. Nachdem der Arbeiter eine Hydraulikleitung abgeklemmt hatte, sank der Druck in der Leitung ab. Dieser hatte den Stempel hochgehalten. Der Polizeisprecher dazu: „Der junge Mann hat einen fatalen Fehler begangen, als er einen Hydraulikschlauch wechseln wollte und diesen abklemmte.“ Für die Arbeiten an der Presse wäre das Abklemmen nicht notwendig gewesen.

Das Landeskriminalamt hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet. Ersten Erläuterungen zufolge hatte der Arbeiter die Sicherheitsvorschriften für die Wartung der Maschine nicht beachtet. Die Vorschriften verlangen vor dem Ablassen des Hydrauliköls eine Verankerung des Stempels durch einen Kran.

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April 11, 2005

Österreich: Stahlwerk wieder geöffnet

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Steiermark

Kapfenberg (Österreich), 11.04.2005 – Die Zahl der toten Arbeiter hat sich auf fünf erhöht. Das unmittelbar nach dem Unfall gesperrte Stahlwerk wurde nach umfassenden Ermittlungen der Behörden wieder geöffnet. Jetzt beginnen die Instandsetzungsarbeiten. Als Ursache für die Verpuffung wird mittlerweile Restfeuchtigkeit in einer Gießpfanne angenommen. Diese Restfeuchtigkeit führte nach Expertenangaben aller Wahrscheinlichkeit nach beim Stahlabstich zu einer chemischen Reaktion, die Knallgas freisetzte, das detonationsartig explodierte und große Mengen flüssigen Stahls aus der Pfanne schleuderte. Derzeit wird geklärt, warum diese Restfeuchtigkeit in der Mauerung der Gießpfanne trotz Sicherheitsmaßnahmen verblieben war. Diese Pfanne wird nun zerlegt, um die Ursache zu erkunden. Der materielle Schaden im Werk ist relativ gering. Der Betrieb soll kommenden Montag wieder aufgenommen werden.

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April 9, 2005

Österreich: Ursache für Explosion in Stahlwerk ermittelt

Österreich: Ursache für Explosion in Stahlwerk ermittelt

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Steiermark

Kapfenberg (Österreich), 09.04.2005 – In ersten Berichten über das gestrige Unglück im Stahlwerk Böhler-Uddeholm wurde als Ursache die Explosion eines Stahlofens vermutet. Mittlerweile hat die Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos nähere Einzelheiten bekannt gegeben. Demnach ereignete sich eine chemische Reaktion. Diese ließ sich auf eine explosionsartige Verpuffung in der offenen Gießpfanne zurückführen. Es befanden sich rund 55 Tonnen 1.800 Grad Celsius heißen flüssigen Stahls in der Pfanne.

Im Anschluss an die Rettungsarbeiten wurde ein Kriseninterventionsteam angefordert, das Kollegen und Angehörige der Opfer psychologisch betreut.

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April 8, 2005

Österreich: Explosion in Stahlwerk

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Steiermark

Kapfenberg (Österreich), 08.04.2005 – Heute hat sich in der Steiermark eine Explosion in einem Stahlwerk ereignet.

Bei der Explosion wurden drei Mitarbeiter des Werkes sofort getötet; einer der verletzten Männer starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Des Weiteren gab es mehrere schwer und leicht verletzte Personen.

Das Unglück ereignete sich beim Edelstahlerzeuger Böhler-Uddeholm in Kapfenberg in der Steiermark. Ursache war die Explosion eines Stahlofens. Warum das Unglück erfolgte, konnte noch nicht geklärt werden. Bisher steht nur fest, dass die Explosion im Moment des Stahlabstiches erfolgte.

Wie das österreichische Fernsehen ORF berichtete, ist bei der Explosion aus dem Kessel flüssiger Stahl ausgetreten. Die getöteten Mitarbeiter hatten durch den flüssigen Stahl schwerste Verbrennungen am ganzen Körper erlitten.

Die Schwerverletzten wurden mit Hubschraubern in ein Krankenhaus geflogen.

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April 4, 2005

Ehemaliger Conradty-Gesellschafter verurteilt

Ehemaliger Conradty-Gesellschafter verurteilt

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Artikelstatus: Fertig 4. Apr. 2005 (CEST)
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Nürnberg (Deutschland), 04.04.2005 – Der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Firmengruppe Conradty mit Sitz in Röthenbach an der Pegnitz bei Nürnberg, Albert G., wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich muss Albert G. eine Geldstrafe in Höhe von 108.000 Euro zahlen.

Der 71-jährige G. war angeklagt, Firmengelder veruntreut zu haben. Insgesamt ging es um eine Summe von 1,15 Millionen Euro. Für den im Nürnberger Raum mit viel Spannung erwarteten Prozess waren mehrere Verhandlungstage vorgesehen. Nachdem G. jedoch gleich zu Beginn mit einem Geständnis für eine Überraschung sorgte, ging die Gerichtssitzung nach nicht einmal 60 Minuten mit dem Urteil zu Ende.

Noch vor Gericht versprach G. die Wiedergutmachung des entstandenen Schadens. Eine Summe von 446.000 Euro habe er bereits zurückgezahlt, die Zahlung der Restsumme folge demnächst.

Das Urteil gegen Albert G. war nur eines von mehreren Urteilen gegen die ehemalige Führungsmannschaft der Firmengruppe. Bereits im Dezember 2004 wurden drei ehemalige Topmanager der Firma verurteilt.

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February 27, 2005

Ehemalige Conradty-Mitarbeiter feiern Übernahme

Ehemalige Conradty-Mitarbeiter feiern Übernahme

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Nürnberg (Deutschland), 27.02.2005 – Vor einigen Tagen hat eine unrühmliche Geschichte doch noch ein halbwegs gutes Ende gefunden. 240 Mitarbeiter der ehemaligen Firmen Conradty Carbon und Conradty COVA mit Sitz in Röthenbach an der Pegnitz feierten die im Dezember 2004 beschlossene Übernahme durch einen indischen Investor. Prominenz und Politiker aus der Region sowie aus München waren bei der Feier anwesend. Und glücklicherweise konnten 240 anstatt der erwarteten 200 Arbeitsplätze erhalten werden.

Das Unternehmen trägt jetzt den Namen „Graphite Cova GmbH“, neuer Geschäftsführer ist Adrian Bojilov. Der Investor, die Firma „Graphite India“ hat ihren Stammsitz in Kalkutta. Mit der Übernahme versucht die Firma Fuß in der Europäischen Union zu fassen.

Beigetragen haben zu den Abwicklungsmodalitäten nicht nur die Mitarbeiter und Banken, auch die Kommune, der Landkreis, die Bezirksregierung Franken sowie Abgeordnete und drei Ministerien in München haben sich massiv für den Erhalt der Arbeitsplätze eingesetzt. Der Insolvenzverwalter hat einen Investor in Indien gefunden, der bereit war, die Firma in Deutschland zu erhalten. Von einer Verlagerung der Produktionsanlagen nach Asien war während der gesamten Verhandlungen keine Rede.

Noch im Herbst 2004 wurden drei ehemalige Manager der Firma Conradty zu Haftstrafen bzw. zu einer Geldstrafe verurteilt. Frühestens im März 2005 wird mit dem ersten Verhandlungstermin gegen den ehemaligen Chef der Firma, Albert G, gerechnet. Gegen ihn wird derzeit wegen Bereicherung zu Lasten der Firma ermittelt.

Im Fall von Conradty wurde rechtlich erstmals Neuland betreten. Die Haftung der Altlasten wurde auf den Verkehrswert des Grundstücks beschränkt. Die Investoren waren bereit, das trotzdem bestehende wirtschaftliche Risiko einzugehen. In den verschiedenen Reden bei der Feierlichkeit wurde mehrmals anerkennend darauf hingewiesen und dem Insolvenzverwalter für seinen engagierten Einsatz gedankt.

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December 20, 2004

Topmanager verurteilt – 300 Arbeitsplätze weg

Topmanager verurteilt – 300 Arbeitsplätze weg

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Nürnberg (Deutschland), 20.12.2004 – Drei ehemalige Topmanager der Firmen Conradty Carbon und Conradty COVA mit Sitz in Röthenbach an der Pegnitz bei Nürnberg standen vor Gericht, nachdem im September und Oktober 2004 die gesamte Führungsebene der Firma Conradty inhaftiert wurde.

Die hochrangigen Chefs im Alter von 62, 64 und 66 Jahren wurden am 20. Dezember 2004 zu Haftstrafen von jeweils 21 Monaten auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich müssen zwei der drei Manager 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Einer davon war der Vorstandsvorsitzende der Conradty AG. Ein weiteres Mitglied der Führungsmannschaft, ein Prokurist, wurde bereits vor einiger Zeit per Strafbefehl abgeurteilt.

Strafmildernd wurde ihnen zugerechnet, dass sie sich durch die betrügerischen Machenschaften nicht selbst bereichert haben. Alle drei handelten nachgewiesenermaßen im Auftrag ihres 72-jährigen Chefs, dem geschäftsführenden Gesellschafter Albert G., der wiederum sein Geld vor dem bevorstehenden Konkurs aus der Firmenbilanz herauslösen wollte.

So gesehen wird das Urteil als relativ harmlos angesehen. Albert G. wurde im Jahr 1991 als Unternehmensberater in die Firma Conradty geholt. Durch die weltweite Konjunkturkrise konnte aber auch er die Firma nicht mehr retten. Sobald die Ermittlungen gegen Albert G abgeschlossen sind, wird auch er vor Gericht gestellt. Frühestens im März 2005 wird mit dem ersten Verhandlungstermin gerechnet.

Die Firma Conradty war eine alteingesessene gutsituierte Firma, hervorgegangen aus einem 1855 von Conrad Conradty (1827 – 1901) in Nürnberg gegründeten Werk zur Bleistiftproduktion. Um das Jahr 2000 herum war die Firma weltweit in über 70 Ländern angesiedelt, die Anwendungsgebiete waren mittlerweile sehr vielseitig, angefangen von der Glasindustrie, Metallurgie, Kommunikations- und Automobilindustrie bis hin zum Recycling von Schrott zur Stahlherstellung. In Zeiten der Hochkonjunktur waren ehemals über 1.600 Mitarbeiter beschäftigt, am Schluss hatte das Unternehmen im Jahr 2000 nur noch zirka 500 Beschäftigte.

Im Jahr 2002 wurde die Firma zahlungsunfähig und wies einen Schuldenberg von 40 Millionen Euro aus. Von den ehemals 500 Mitarbeitern der Firma wurden 200 Mitarbeiter von einem indischen Investor übernommen. 300 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz verloren.

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