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October 23, 2007

GDL: 30-Stunden-Streikmarathon im Nahverkehr

GDL: 30-Stunden-Streikmarathon im Nahverkehr

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Veröffentlicht: 22:11, 23. Okt. 2007 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 23.10.2007 – Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat einen „Streikmarathon“ für den kommenden Donnerstag angekündigt: Im Nahverkehr und im S-Bahn-Verkehr der Ballungsgebiete sollen nach dem Willen der Gewerkschaften 80 Prozent der Züge ausfallen.

Der Streik soll am kommenden Donnerstag um 2.00 Uhr in der Nacht beginnen und würde am Freitagmorgen um 8.00 Uhr enden. Unterdessen hat die Bahn Kündigungen und diverse Abmahnungen gegen streikende Lokführer im Zusammenhang mit den Streiks ausgesprochen. Das berichtet „Welt Online“. Gegen zwei in der GDL organisierte Lokführer hat die Bahn fristlose Kündigungen ausgesprochen. Ihnen wird vorgeworfen, gegen Bahnvorschriften verstoßen zu haben. Die Lokführer seien zeitweise nicht erreichbar gewesen. Einer von ihnen habe seinen Zug am 18. Oktober um 2.00 Uhr am Bahnhof Zoo in Berlin auf einem Gleis stehen lassen, auf dem die Zugfahrt regulär endete. Der Zug habe jedoch auf ein Abstellgleis gefahren werden müssen. Das Abstellen ohne weitere Information sei ein „gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb“ gewesen und damit ein Kündigungsgrund, argumentiert die Bahn.

Die Bahn wirft der GDL außerdem vor, Notdienste zu verweigern, die einen Mindestbetrieb garantieren sollten.

Für den 2. November ist eine Gerichtsverhandlung am Sächsischen Landesarbeitsgericht in Chemnitz festgesetzt, wo ein Urteil um die Rechtmäßigkeit von Bahnstreiks im Fernverkehr fallen soll.

Themenverwandte Artikel

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Quelle

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November 28, 2006

Kolpingwerk kündigt langjährigen Mitarbeiter, weil er schwul ist

Kolpingwerk kündigt langjährigen Mitarbeiter, weil er schwul ist

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Artikelstatus: Fertig 13:38, 28. Nov. 2006 (CET)
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Limburg an der Lahn (Deutschland), 28.11.2006 – Das katholische Kolpingwerk der Diözese Limburg hat einen langjährigen Mitarbeiter fristlos gekündigt. Anlass für die Kündigung war das Bekanntwerden eines Chatprofils des Mitarbeiters für Schwule im Internet. Die katholische Kirchenleitung ist, wie die fristlose Kündigung des Kolpingwerkes in Limburg zeigt, der Ansicht, dass bei Bekanntwerden der homosexuellen Identität eines Mitarbeiters eine weitere Anstellung bei katholischen Stellen nicht hinnehmbar ist. Die katholische Kolpingsleitung in Limburg erwartet, dass Angestellte auch im Privatleben ihre Identität unterdrücken und beruft sich auf den Tendenzschutz und Sonderstatus von Kirchen als Arbeitgeber.

Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) erklärte zur Kündigung: „Wir sind entsetzt über die unbarmherzige Haltung der Leitung des Kolpingwerkes, die einen verdienstvollen Mitarbeiter kündigt, nur weil dieser schwul ist.“ Der Lesben- und Schwulenverband hat dazu aufgerufen, sich bei Herrn Wolfgang Aumüller, dem Vorsitzenden des Kolpingwerks der Diözese Limburg, zu beschweren.

Im Gegensatz zur katholischen Kirchenleitung müssen bei den Landeskirchen der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) homosexuelle Mitarbeiter keine arbeitsgerichtliche Kündigung fürchten. Die Bischöfe der EKD in Deutschland haben bereits vor Jahren ein Papier zum Umgang mit homosexuellen Mitarbeitern verfasst, wonach diese weder aufgrund ihrer sexuellen Identität gekündigt noch in sonstiger Weise diskriminiert werden dürfen. Auch bei den Angestellten und Arbeitern in der Privatwirtschaft sowie im öffentlichen Dienst ist eine Kündigung aufgrund der sexuellen Identität in den Staaten der Europäischen Union unzulässig und verstößt gegen die europäischen Richtlinien zur Antidiskriminierung.

Der betroffene Mitarbeiter des Kolpingwerkes in Limburg hat arbeitsgerichtliche Schritte eingeleitet und Klage gegen die fristlose Kündigung erhoben. Der Richter des Verfahrens setzte einen Kammertermin für Mitte April 2007 an.

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Quellen

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October 6, 2005

Ehemaliger MDR-Sportchef Mohren klagt gegen fristlose Kündigung

Ehemaliger MDR-Sportchef Mohren klagt gegen fristlose Kündigung

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Artikelstatus: Fertig
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Leipzig (Deutschland), 06.10.2005 – Der ehemalige Sportchef des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Wilfried Mohren, geht seit heute vor dem Arbeitsgericht Leipzig gegen seine fristlose Kündigung vor. Mohren steht unter Korruptionsverdacht.

Sein früher Arbeitgeber hatte den 47-Jährigen Mohren Ende Juli 2005 entlassen. Anschließend saß Mohren sechs Wochen lang in Untersuchungshaft. Vorausgegangen war die Aufdeckung einer Schmiergeld-Affäre beim Hessischen Rundfunk (HR). Am 1. September 2005 wurde Mohren aus der Untersuchungshaft entlassen. Kurz nach der Haftentlassung beantragte die Staatsanwaltschaft die erneute Verhaftung Mohrens. Diese Beschwerde wies das Landgericht Leipzig jedoch mit der Begründung zurück, es bestehe keinerlei Flucht- oder Verdunkelungsgefahr.

Gegen Mohren ermittelt eine sächsische Anti-Korruptionseinheit. Prozessbeobachter erwarten in der heutigen ersten Güteverhandlung keine Einigung zwischen den Parteien.

Inzwischen steht auch der Nachfolger Mohrens beim MDR fest. Es handelt sich um Wolf-Dieter Jacobi. Er war bisher Chef des Bereichs Fernsehen des MDR-Landesfunkhauses in Dresden.

Quellen

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September 1, 2005

Pilot kehrt mit defekter Maschine um – fristlose Entlassung

Pilot kehrt mit defekter Maschine um – fristlose Entlassung

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Artikelstatus: Fertig 23:07, 2. Sep 2005 (CEST)
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Paris (Frankreich) / Djerba (Tunesien), 01.09.2005 – Nach eigenen Aussagen ist der belgische Pilot Peter Thys vergangene Woche fristlos entlassen worden. Er war Mitarbeiter bei der türkischen Fluggesellschaft Fly Air.

Thys stellte auf dem Flug von Paris nach Tunesien einen Defekt an seiner Passagiermaschine fest und kehrte deswegen um. Fly Air hatte ihm daraufhin nach seinen Angaben per Fax die Kündigung zugestellt. Er erhielt ein Schreiben, in dem sein Vertrag beendet wurde.

An Bord seines Airbus A300 war ein Generator ausgefallen. Daraufhin entschloss sich Thys zur Rückkehr auf den Flughafen Pariser-Orly. Nach der Landung wurden ihm in Paris von Fly Air Vorwürfe wegen der Rückkehr gemacht. Sein Arbeitgeber verlangte von ihm den sofortigen Weiterflug.

Nach einigen Reparaturen an der alten Maschine durfte er mit Erlaubnis der französischen Behörden nach Tunesien weiterfliegen – allerdings ohne Passagiere. Bei der Inspektion des Airbus wurden zwei Lecks in den Treibstofftanks gefunden, auch die Hydraulik wies zwei Lecks auf. Des Weiteren fehlten erforderliche Bordpapiere und die Sauerstoffmasken hatten keine Zulassung in Frankreich. Nach der Ankunft in Tunesien erhielt Thys sein Entlassungsschreiben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
  • Portal:Airbus

Quellen

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